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Pirckheimer-Blog

So, 25.10.2020

© Christie's

Shakespeare für fast 10 Millionen $

Die Rekordsumme von umgerechnet 8,5 Millionen €, die für die 1623 gedruckte Erstausgabe von William Shakespeares "Comedies, Histories & Tragedies" erzielte wurde ist die höchste, die je bei einer Versteigerung für ein literarisches Werk je erzielt wurde. 

Das Werk wurde bei Christie's von dem New Yorker Sammler und Buchantiquar Stephan Loewentheil gekauft. "William Shakespeare sei unvergleichlich der größte Schriftsteller englischer Sprache und einer der wichtigsten internationalen kulturellen Beeinflusser in der gesamten Geschichte", sagte Loewentheil: "Das erste Folio ist die bedeutendste Sammlung von Theaterstücken, die jemals veröffentlicht und in der ganzen Welt verehrt wurden. Es ist eine Ehre, eines von nur einer Handvoll vollständiger Exemplare dieses epochalen Bandes erwerben zu dürfen."

Als teuerstes Buch der Welt gilt übrigens bislang Leonardo da Vincis "Codex Leicester", für den 1994 Microsoft-Gründer Bill Gates umgerechnet 29 Millionen € gezahlt haben soll. 

Sa, 24.10.2020

Volker Pfüller (1939 - 2020)

Der Graphiker, Bühnenbildner und Illustrator Volker Pfüller ist gestern nach langer Krankheit in Rudolstadt gestorben.

Volker Pfüller, geboren 1939 in Leipzig, war einer der wichtigsten deutschen Plakatgestalter, Bühnenbildner und Illustratoren. Als Professor für Bühnenbild an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und für Illustration an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig hat er - selbst Schüler von Werner Klemke, Klaus Wittkugel und Arno Mohr - Generationen von Studenten geprägt.

Die Liste der Verlage, für die Volker Pfüller gearbeitet hat, beinhaltet viele bekannte Namen, darunter Eulenspiegel Verlag, Kinderbuchverlag Berlin, Aufbau Verlag, MaroVerlag, Büchergilde Gutenberg und Lubok Verlag. Volker Pfüllers Bücher wurden mehrfach prämiert, u. a. bei den Wettbewerben »Schönste Bücher der DDR« und »Die Schönsten Deutschen Bücher« der Stiftung Buchkunst.

Der nebenstehende Druck entstammt einer Einladung des LBA im Haus des Buches Ende 2019 zu einer Ausstellung mit Illustrationen des Künstlers. Als eine seiner letzten Arbeiten hielten die Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft seinen Holzschnitt der verlorenen Form in der Hand, der den Marginalien #236 als Originalgraphik beilag.

Do, 22.10.2020

Fotos © Johannes Häfner

Frankfurter Buchmesse Extra

Die Frankfurter Buchmesse, die 2020 in Wirklichkeit gar nicht stattfand, "ist erfolgreich zu Ende gegangen" und die Pirckheimer haben, ohne dort gewesen zu sein, wieder daran teilgenommen.

Und zu dieser nicht stattgefundenen Messe erschien inmitten des Corona-Wirrwarrs, ganz real und "unverzichtbar für Gläubige, Agnostiker und Atheisten" das Frankfurter Buchmessen Buch Extra 2020.
Rechnet man 2 Sonderausgaben dazu, ist es das 20. erschienene Buch, das der Pirckheimer, Verleger und Buchkünstler Johannes Häfner gemeinsam mit dem Autor Ingo Cesaro aus diesem Anlass herausgab. Die Künstler ließen sich durch Corona und den faktischen Ausfall der Frankfurter Buchmesse auch 2020 nicht davon abbringen.
Das 20seitige Buch in der Größe 30 x 21,5 cm enthält eine eingebundene doppelseitig bedruckte ausklappbare Grafik mit einem Bildzitat aus Dürers Holzschnittfolge "Apokalypse", zwei Transparentblätter und zwei Engel-Gedichte von Cesaro, die zu Corona-Gedichten wurden, ins Englische wieder übertragen von Lawrence Guntner.

Ingo Cesaro, Johannes Häfner, Frankfurter Buchmessen Buch Extra 2020
Ich-Verlag Häfner + Häfner, Nürnberg 2020
Buchdruck, Fine Art Print, Handgebunden, Schutzumschlag,
einmalige Auflage 90 Exemplare, num. + signiert.
30 € (incl. Versand)

Mi, 21.10.2020

Roger Melis – In einem stillen Land

Fotografien aus drei Jahrzehnten DDR

Kaum ein zweiter Fotograf hat die Ostdeutschen und ihre Lebenswelt so lange, so intensiv und in so vielen Facetten beleuchtet wie Roger Melis (1940 - 2009). Drei Jahrzehnte lang bereiste der Mitbegründer und Meister des ostdeutschen Fotorealismus von Berlin aus die DDR als ein Land, das er oft als „still" und erstarrt empfand. In atmosphärisch dichten, oft symbolhaften Fotografien dokumentierte er das alltägliche Leben der Menschen in Stadt und Land, ihre Arbeits- und Lebensbedingungen, aber auch die mehr oder weniger freiwillig absolvierten politischen Rituale im realen Sozialismus. 

Zum ersten Mal ist auch eine Reihe von Fotografien zu sehen, die Roger Melis in den 1970er-Jahren im Eisenhüttenstädter Stahlwerk aufgenommen hat. Vielgestaltig porträtiert er bas Werk und jene, die dort gearbeitet haben, ob am Hochofen, in der Kantine oder im Direktorenbüro. 

Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Roger Melis Archiv und wurde von Mathias Bertram kuratiert. Im Lehmstedt Verlag sind zwei Begleitbände, »In einem stillen Land« und »Die Ostdeutschen«, erschienen.

Eröffnung: 1. November 2020, auf die einführenden Grußworte um 14 Uhr muss leider verzichtet werden
Ausstellung: 3. November 2020 - 7 Februar 2021

Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR
Erich-Weinert-Allee 3, 15890 Eisenhüttenstadt

Di, 20.10.2020

© Tim Grützner

Otto Spamers Bücherfabrik. Sachbuchwelten für die Jugend

Die Ausstellung in Leipzig findet anlässlich des runden Geburtstags von Otto Spamer statt. Er wurde 1820 in Darmstadt geboren und gründete seinen Verlag 1847 in Leipzig. Spamer war ein überzeugter Wissensvermittler und ein erfolgreicher Geschäftsmann. Die Ausstellung und ihr Blick auf die massenhafte industrielle Buchproduktion dieses Großunternehmers gehört zum Programm des sächsischen Jahres der Industriekultur.

Otto Spamer verstand es, mit seinen Büchern den wachsenden Wissensdurst der Bevölkerung zu stillen. Dazu wählte er zeitgemäße Themen und ließ sie ansprechend von Autoren und Illustratoren gestalten. Die Infrastruktur der Buchstadt Leipzig bildete dafür eine wichtige Basis. Spamer verkaufte seine Bücher millionenfach und zählte zu den größten Verlagen des Deutschen Kaiserreichs.

Von Eisenbahnen und Luftschiffen, Tiefseetauchern und Himmelsforschern, Lieschens kleiner Welt und fernen Inseln, Gletschern und Vulkanen, Flöhen und Känguruhs, Nordlichtern und Sandstürmen, Experimenten und Backanleitungen: Die Sachbücher aus dem Verlag von Otto Spamer boten eine beeindruckende Themenvielfalt. Sie waren bei Kindern und Jugendlichen des 19. Jahrhunderts besonders wegen ihrer zahlreichen Abbildungen beliebt.

Ausstellung: 7. Februar 2020 - 15. Januar 2021

Schulmuseum - Werkstatt für Schulgeschichte Leipzig
Saalbau
Goerdelerring 20, 04109 Leipzig

Mo, 19.10.2020

Foto: © Julienne Jattiot

Kalender 2021 von JOTT P. M.

Der Kalender 2021 der Berliner Siebdruckwerkstadt Jott P. M. wurde fertiggestellt und ist ab sofort zu erwerben. In den nächsten Tage werden alle 14 Blätter des Kalenders auf Facebook/jottpm präsentiert.

Siebdruck und Buchdruck.
Auflage 80 Expl., Mehrfarbig.
Preis: 50 Euro inkl. Versand in Deutschland und EU (Weltweiter Preis auf Anfrage).
Bestellung bitte unter der Homepage der Siebdruckwerkstadt.

(Julienne Jattiot)

So, 18.10.2020

Frank Eißner, Foto © Sylvia Scholtka
Susanne Theumer
Gudrun Illert, Foto © Sylvia Scholtka

Buchsalon in Aschaffenburg

Trotz der virenbegründeten Kunstkrise fand an diesem Wochenende in Aschaffenburg ein kleiner, aber feiner Buchsalon mit außergewöhnlichen Büchern und Graphiken statt.

Die Aussteller waren die Bunte Bude mit handwerkliche Druckverfahren von Laura Engeser, Severin Geißler, Hanna Müller, Clara Siebel und Rebecca Zink. Ihre Arbeiten rund um Graphik und Buch präsentierten im Buchsalon die Edition Künstlertreff - Bernhard Hench, Frank Eißner und Susanne Theumer, der Fotograf Wolfram Eder, die Kaligrafin Gudrun Illert, der Buchbinder Martin Lang, die Graphikerin Katrin Magens und als Gäste Maria und Lutz Nevermann von der Werkstatt für Schmuck und Gestaltung.

16.- 18. Oktober 2020

Salon Künstlertreff
Herstallstr. 2,63739 Aschaffenburg

Sa, 17.10.2020

<usus>, Foto © DRUCK & BUCH

CO / CO - cooperate / collaborate 

Kooperation ist ein Gegenentwurf zu Isolation und 1 + 1 ist hier weit mehr als 2!

In der Wiener Galerie DRUCK & BUCH widmet sich eine Ausstellung Künstlerbüchern, die entstanden sind durch die Zusammenarbeit zweier (und mehr) Künstler, die sonst weitgehend alleine arbeiten - hier nun mit dem Mehrwert des gemeinsamen Tuns, und das auf ganz unterschiedliche Weise.
Darunter sind Buchskulpturen von Anja Harms und Eberhard Müller-Fries, Dialogische Collagen von Wolfgang Buchta und Susanne Nickel und die Künstlerzeitschrift "z.B. zum Buch! " und Künstlerbücher im Dialog <usus>, Uta Schneider und Ulrike Stoltz.

Ausstellung: noch bis 6. November 2020

Galerie DRUCK & BUCH
Susanne Padberg
Berggasse 21/2
A - 1090 Wien

Fr, 16.10.2020

artbook.berlin abgesagt

"Mit Traurigkeit in der Stimme und im Herzen verkünden wir die Absage der artbook.berlin im November 2020.

In den letzten Tagen hat sich die Gewissheit, daß wir in diesem Jahr die artbook.berlin veranstalten können, leider im Herbstwind, im Coronanebel aufgelöst. Aller Einsatz, alle Bemühungen werden ohne Belohnung, sowohl für uns als Veranstalter, als auch für euch als Aussteller, bleiben.
Bis vor kurzem hatten wir noch die Hoffnung, es könnte, mit gewissen Einschränkungen möglich sein  auch in diesem Jahr die artbook.berlin zu einem interessanten Platz des Austausches zwischen Buchkünstlern und Buchsammlern zu machen. Wir haben viele unterschiedliche Möglichkeiten durchgespielt, wie es doch noch gelingen könnte, die Aussteller und das interessierte Publikum im Kunstquartier Bethanien zusammentreffen zu lassen. Dies ist uns leider nicht gelungen, denn an diesem Punkt wiegt die Sorge um die Gesundheit aller Beteiligten, größer als alle emotionalen und wirtschaftlichen Überlegungen. 

Wir hätten euch alle sehr gerne in Berlin empfangen. [...] Ab jetzt schauen wir in die Zukunft und werden die artbook.berlin 2021 vorbereiten.
Wir hoffen sehr, auf bessere Zeiten für die Kunst und die Künstler, mehr buchkünstlerische Veranstaltungen und wesentlich mehr persönliche Begegnungen.
"

(corn.elius+hanneke)

Do, 15.10.2020

Bernd Friedrich Schulz, Foto © ad
Leonhard Fuchs - New Kreüterbuch/ in welchem nit allein die gantz histori/ das ist/ namen/ gestalt/ statt und zeit der wachsung/ natur/ krafft vnd würckung/ des meysten theyls der kreüter so in Teütschen vnnd andern Landen wachsen..., Basel Michael Isingrin, 1543, Foto © ad
Druckplatte aus Zinnfolie, Foto © Bernd Friedrich Schulz

EIN KLEINER GARTEN EDEN

Die heutige Veranstaltung der Regionalgruppe Berlin/Brandenburg der Pirckheimer-Gesellschaft war den Spitzenstücken der Botanischen Illustration vom 15. bis zum 19. Jahrhundert vorbehalten, vorgestellt in einem Vortrag durch den Pirckheimer Bernd Friedrich Schulz, unterstützt von seinem Sohn Johannes, mit Exponaten aus seiner Sammlung.

Und dieser Vortrag, der nicht nur mit projizierten Fotos, sondern auch mit ausgelegten Originalen, für jeden individuell anzuschauen, illustriert wurde, ging nicht nur auf die Entstehung seiner Sammlung und ihre bemerkenswerten Stücke ein, sondern auch anhand der botanischen Illustration auf die Geschichte der Drucktechnik, beginnend bei Inkunabeln mit Holzschnitten, in den Text gedruckt, teilweise und mit immer besserer Kunstfertigkeit koloriert. Später dann, technisch bedingt, da Text im Hochdruck und Illustration imTiefdruck nicht zugleich gedruckt werden kann, erfolgt ein seperater Druck zum späteren Zufügen/Ergänzen des Textteils, als Kupferstich (so wie Dürer) bzw. als Radierung (so wie bei Rembrandt) von Kupferplatten, dann Radierungen, bis hin zum Naturselbstdruck, unter anderen mit Hilfe von Zinnfolien, eingebunden als Bildtafeln in das separat gedruckte Werk.

Hier sprach nicht nur ein Drucker und Graphiker, der diese frühen Techniken auch selbst, teilweise experimentell, anwendet, hier sprach auch ein kenntnisreicher Sammler, der diese alten bibliophilen Kostbarkeiten restauriert, immer auf der Jagd nach fehlenden Blättern und unwiederbringlich Verlorenes mit Kunstfertigkeit ersetzend.

Wer wünschte, konnte eines der Ergebnisse seiner Auslotung einer vergangener Techniken, den Zinndruck, am Ende der Veranstaltung mit nach Hause nehmen, eine schöne Erinnerung an diesen, vermutlich lange im Gedächtnis bleibenden, Vortrag.

(ad)

Druckmaschinenraum mit Teufelbeutel
Kleines Pandämonium Fotos: © Jugendkunst e.V.

Kleines Pandämonium in Stralsund

Im historischen Ambiente der Stralsunder Spielkartenfabrik am Katharinenberg wurde kürzlich eine feine kleine Ausstellung von Katja Zwirnmann eröffnet.

Die seit 2005 selbständige Künstlerin, die ihr Graphisches Atelier in der Leipziger Baumwollspinnerei betreibt, war der Einladung des Jugendkunst e.V. nach Stralsund gefolgt.

Die Graphikerin präsentierte vor gut besuchtem Haus 32 Graphiken, die die Grundlage für ein phantasievoll gestaltetes Kartenspiel werden sollen. Die Projektbeschreibung ihres "Kleinen Pandämoniums" verrät, daß sie den Versuch unternommen hat, "die faszinierende Fülle der Wesenheiten der Dämonen in einer kleinen Auswahl nach ihren Erscheinungsformen und Wirkweisen zu gruppieren." In ihrem Quartettspiel versammeln sich sowohl himmlische Heerscharen als auch Bösewichte, Schreckgestalten aus dem Volksglauben und hilfreiche Geister, die man so gern gegen Corona einzusetzen wünschte.

Die Expertin für Buchgestaltung und Illustration war dem Pirckheimer und Chef des Hauses Fred Lautsch wie stets willkommen, denn die Spielkartenfabrik Stralsund als gemeinnütziges Projekt des Jugendkunst e.V. produziert in ihrer äußerst lebendigen Museumswerkstatt alte und neue Kartenblätter an historischen Druckmaschinen.

Auf die 32 Karten des „Kleinen Pandämoniums“, die dreifarbig auf dem Heidelberger Zylinder im Hochdruck gedruckt werden sollen, darf man sich freuen! Ein Begleitbüchlein, das die Kulturgeschichte der Dämonologie streift und Wissenswertes zu Katja Zwirnmanns Figuren vermittelt, wird das Quartett ergänzen.

Die Finanzierung der Druckklischees, des Spielkartenkartons und des Offsetdrucks des Begleitbüchleins ist bereits gut durch Crowdfunding angelaufen. Unterstützer sind aber weiterhin sehr willkommen, wobei ein Teufelbeutel, im Siebdruck entstanden, das Dankeschön unterstreichen wird!

(Gisela Klostermann)

Spielkartenfabrik
Katharinenberg 35, 18439 Stralsund

»Liebe Leser ...«

Bücher, Grafiken, Plastiken und angewandte Kunst zum Thema »Lesende«

Das Lesen als eine der wichtigsten Kulturtechniken des Menschen hat schon immer eine große Faszination auf Künstler ausgeübt. Die bildliche Darstellung lesender Personen stellt verschiedenste Situationen dar, die dem Betrachter immer einen intimen Einblick in die Welt der Lesenden gibt. Vorleser in großer und kleiner Runde, erotische Literatur Genießende, Briefe Lesende, kritische Zeitungsleser; melancholisch, aufgeregt, kontemplativ und sensationslüstern wirkende Rezipienten von Geschriebenem und Gedrucktem ziehen den Betrachter durch die Aura des Geheimnisvollen in ihren Bann.

Der Leipziger Bibliophilen-Abend widmet sich in diesem Jahr nicht wie sonst üblich dem Werk eines Künstlers, Pressendruckers oder Verlages, sondern stellt das Thema »Leser« in den Mittelpunkt seiner Ausstellung. Dabei ist aus den umfassenden Sammlungen seiner Mitglieder ein beeindruckender Fundus zusammengetragen worden, der eine Auswahl für die Ausstellung zum Luxusproblem werden ließ. Bücher, Illustrationen, Druckgrafiken, Postkarten, Plakate, Plastiken und Gemälde aus mehreren Jahrhunderten spiegeln eine sensible und auch lebendige künstlerische Auseinandersetzung mit einem stets aktuellen Thema wider - dem Lesen.

Ausstellungseröffnung: 3. November 2020, 18 Uhr, Anmeldung erforderlich: 0341 30851086 oder per E-Mail
Ausstellung: 4. November 2020 - 9. Januar 2012

Haus des Buches / Literaturhaus Leipzig
Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig

Mi, 14.10.2020

Gewinner von Freikarten für "The Booksellers"

Die Pirckheimer-Gesellschaft verloste zum Kinostart des Dokumentarfilms "THE BOOKSELLERS" 10 Freikarten.

Die Gewinner, die ihre Freikarten per Post erhalten, sind:

Brauer, Magdeburg
Jüttner, Berlin
Jüttner, Berlin
Konsalik, Frankfurt/M
Layman, Marbach
Lehmann, Potsdam
Lewandowski, Frankfurt/O
Peters, Halberstadt
Quander, Berlin
Wolff, Rerik

Alle Infos zu Spielzeiten und Terminen finden Sie hier.

Mo, 12.10.2020

Alicia Zamora, La humilde y sencilla vida...

Graphik-Kalender LA VIDA BUENA

Als Projekt der KÜNSTLER-DRUCKWERKSTATT MATAGALPA/NICARAGUA erschien der Graphik-Kalender 2021.

"Die Bedingungen in Nicaragua haben sich nicht gebessert, außer dass auf die gewaltsame Niederschlagung der Rebellion vorläufige Friedhofsruhe gefolgt ist. Zudem hat die Corona-Pandemie Nicaragua mit voller Härte getroffen. Wir mussten daher den für 2021 geplanten Druck-Workshop auf 2022 verschieben.

Dennoch ist der Kalender zustande gekommen. LA VIDA BUENA - DAS GUTE LEBEN ist ein Begriff, der üblicherweise von den Regierungen, auch der von Nicaragua, propagandistisch genutzt wird. Im Kalender aber soll er dem klaren Blick auf die Wirklichkeit, den Wünschen nach Alternativen und den Träumen von einem besseren Leben Raum geben.

Zum ersten Mal sind die Graphiken auf in Matagalpa im Rahmen des Projekts handgeschöpftem Papier von den Produzenten des Papiers, Ingrid Pupiro Rivera und Daniel Rivera gedruckt worden. Dadurch außerdem nähert sich der Kalender so dem Erscheinungsbild der im Projekt erschienenen Künstlerbücher an, was den Preis  steigt der Preis des Kalenders geringfügig von 110 auf 120 € steigen ließ."

Der Kalender ist in Wuppertal ab 23. November im Forum der VHS in Elberfeld zu sehen.

(Eckhard Froeschlin)

Den Trümmern abgetrotzt

„Den Trümmern abgetrotzt – Bücher der Stunde Null“ (Die Sammlung Lothar Lang)

Am Donnerstag, 22. Oktober, wird die aktuelle Ausstellung im Bad Saarower Literatur-Kabinett mit einer Finissage beendet.  “Den Trümmern abgetrotzt”, unter diesem Titel stellte Elke Lang 2015 in einem im Harrassowitz Verlag erschienenen Buch den Teil der Sammlung illustrierter Bücher des Kunstwissenschaftlers und Buchfreundes Lothar Lang (1928 – 2013) vor, den er selbst “Bücher der Stunde Null” nannte. Es handelt sich um Literatur, die unmittelbar nach Kriegsende 1945 bis 1950 erschienen ist. Einige prägnante Beispiele der Sammlung, die seit Juni in Bad Saarow zu sehen sind, dokumentieren die ersten, schwierigen Bemühungen von Verlagen, Autoren und Illustratoren in dem gespaltenen Deutschland, wieder dem humanistischen Gedankengut seinen Platz zu geben. Ehe die Bücher zurück ins Archiv wandern, liest Elke Lang aus der Begleitpublikation der Sammlung. Anschließend zitiert Till Sailer Auszüge aus einem Tagebuch seines Vaters Herbert Sailer (1912 – 1945) aus dem Zweiten Weltkrieg und stellt eine Passage aus seinem Roman “Das Haus mit der Madonna” vor, der in den Nachkriegsjahren spielt.

Bei einem Glas Wein kann der Abend mit Gesprächen locker ausklingen.

Wegen der Corona-Beschränkungen wird um Anmeldung gebeten: Gemeindebibliothek Bad Saarow, Tel, 033631-868124.

Finissage: 22. Oktober 2020, 19.30 Uhr

Bad Saarow
Gemeinde-Bibliothek, Literatur-Kabinett