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Pirckheimer-Blog

Mi, 26.07.2017

Sibylle Leifer: Ende vom Lied, 2012
Sibylle Leifer: Wo sich die Füchse Gute Nacht sagen, , 2010

2 Graphiken von Sibylle Leifer für die Pirckheimer

Die in Groß Kiesow lebende Künstlerin Sibylle Leifer stellte der Pirckheimer-Gesellschaft zwei Holzschnitte im Format 27x19,5 cm.zur Verfügung, die u.a. als Prämien für die Mitgliederwerbung genutzt werden können. Es handelt sich um die Graphiken 

Ende vom Lied (80 Stück) und

Wo sich die Füchse gute Nacht sagen (70 Stück)

Sie wurden von Dieter Bela.gedruckt.

Reinhard Grüner präsentiert Arbeiten von Anna McCarthy

Am Mittwoch, 26. Juli zeigt das Bayerische Fernsehen von 22:45 bis 23:15 Uhr in der Reihe „Südlicht“ eine Sendung über die in München lebende britische Künstlerin Anna McCarthy, deren Ausstellung „Die HÖLLE“ am Donnerstag, 27. Juli im „Valentin-Karlstadt-Musäum“ eröffnet wird. In dieser Sendung präsentiert der Pirckheimer Reinhard Grüner Papierarbeiten von Anna McCarthy aus seiner Sammlung. Der Film wird auch in der Mediathek des Bayerischen Rundfunks zu sehen sein.

www.br.de/.../kunst-anna-mccarthy-100

So, 23.07.2017

Der Pressezeichner Emil Stumpp

Emil Stumpp (1886-1941) – der bekannteste Pressezeichner der Weimarer Republik, ein vergessener Künstler der Weimarer Republik – in der DDR „wiederentdeckt“ durch seinen Schwiegersohn, den Komponisten Kurt Schwaen aus Berlin-Mahlsdorf mit seiner Veröffentlichung „Über meine Köpfe: Texte, Porträts, Landschaften“ (Berlin, Der Morgen 1983).

Um die 20.000 Bilder brachte er, zumeist mit Holzkreide als Entwurf zu Papier, das dann mit einem speziellen Umdruckverfahren auf den Lithostein gebracht wurde, ist in einer Auswahl von Porträtzeichnungen nun in einer Ausstellung im Grafischen Kabinett in Augsburg zu sehen, die gestern eröffnet wurde, und zum überwiegenden Teil aus der Sammlung des Augsburger Pressehistorikers Dr. Martin Welke (Stiftung Deutsches Zeitungsmuseum) bestückt wurde, der auch die detailreiche Einführung hielt.

Bert Brecht und Gerhart Hauptmann, Käthe Kollwitz und Heinrich Zille, Konrad Adenauer und Franklin D. Roosevelt, Albert Einstein, Max Schmeling und Fridtjof Nansen – Stumpp zeichnete sie alle in den „Goldenen Zwanzigern“ (und Dreißigern).

»Kunstkritiker attestierten ihm [...] eine fast übernatürliche Begabung zum „psychologischen Porträt“: Bei aller Sachlichkeit schwinge stets „ein starker und vernehmbarer Unterton mit, der das seelische und geistige Profil des inneren Menschen bloßlegt.« (zitiert aus dem Flyer der Kunstsammlungen & Museen Augsburg)

„... das Profil des inneren Menschen bloßlegt“ – so nimmt es nicht wunder, dass ein wenig schmeichelhaftes Hitlerporträt, „nach dem Leben gezeichnet“ (so der Unter-Bildtitel), veröffentlicht zu Führers Geburtstag am 20.4.1933 im „Dortmunder Generalanzeiger“, seiner Karriere ein abruptes Ende bescherte.

(Matthias Haberzettl)

Über die Ausstellung wird hier in der Augsburger Allgemeinen berichtet.

Hier findet sich der Flyer zur Ausstellung.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 12. November 2017.

Kunstsammlungen & Museen Augsburg

Grafisches Kabinett

Maximilianstr. 46, 86150 Augsburg

In Kooperation mit der Stiftung Deutsches Zeitungsmuseum

Fr, 21.07.2017

Sommerparty mit Poesie, Politik und Rotwein

Es gibt gute Buchhandlungen, die mitunter sogar ausgezeichnet werden und es gibt gute Buchhandlungen, die zu klein oder einem kulturellen und politischem Anspruch verpflichtet sind, der nicht den Mainstream bedient. In einer solchen Buchhandlung fand heute auf einem Hinterhof inmitten von Mietshäusern in Prenzlauer Berg ein gut besuchtes Sommerfest statt.

Die Buchhandlung Amarcord hatte gemeinsam mit anderen Initiativen zur Fiesta de la Poesía geladen und, begleitet von Kinderbetreuung, ein umfangreiches kulturell und politisch engagiertes Programm vorbereitet - Lesungen, Gespräche, Buchvorstellungen, Kuchen und Getränke, latainamerikanische Gerichte, ...
... und Poesie zum Selbermachen: Aus einem Umschlag in der Sprache seiner Wahl konnte man Schriftschnipsel mit Wörtern oder Wortgruppen ziehen, die dann nach eigenem Gustus zu mehr oder weniger lyrischen Sätzen mittels Klebestift auf kleinen Karteikarten angeordnet wurden. Es war erstaunlich, welche poetisch ausdrucksvollen Sprüche und Gedichte aus diesem jeweils sehr begrenztem Sprachmaterial zustande kamen.

Mi, 19.07.2017

Verlockende Vielfalt der Zirkuswelt

Unter diesem Titel erschien in der MOZ ein Artikel über die derzeitige Ausstellung von Zirkusbildern aus der Sammlung des Pirckheimers Roland R. Berger in der Eremitage Gransee von Marc Berger.

In dem Artikel heist es: "Viele der von Berger ausgestellten Kunstwerke spannen ebenso einen Bogen zwischen Clownerie und fast unmenschlicher Perfektion zirzensischer Darbietungen - getragen von einer ästhetischer Vielfalt, die den Betrachter nur noch sprachlos macht. Die Liste der Künstler, deren Werke der Sammler ausgewählt hat, liest sich wie ein "Who is Who" bekannter Maler und Grafiker. Neben dem Solitär Picasso finden sich Namen wie Harald Metzkes, Alfred Kubin, Hans Ticha, Gunter Schulz, Joachim John, Peter Thiele und viele andere.
Eine Lithographie stammt von Marcel Marceau. Nicht zuletzt zeigt aber auch Berger einen eigenen Linolschnitt ..."

Der Artikel kann hier aufgerufen werden.

EREMITAGE GRANSEE
Galerie für zeitgenössische Buchkunst und Druckgraphik
Mauerstraße 4 A · D-16775 Gransee

Eine Graphik von Horst Hussel für die Pirckheimer

Horst Hussel schuf exklusiv für die Pirckheimer-Gesellschaft eine Graphik in einer Auflagenhöhe von 75 Exemplaren, die u.a. an Pirckheimer abgegeben wird, welche neue Mitglieder werben. Es werden zu diesen Zweck weitere Graphiken von anderen Künstlern folgen und hier vorgestellt.

Mo, 17.07.2017

Florian Günther, Foto © Ulrich Goerdten

Florian Günther im Lyrikhaus

Florian Günther, Autor, Zeitschriftenherausgeber und Fotograf las m 15. Juli im Lyrikhaus Joachimsthal aus seinem Buch „Mehr war nicht drin“. Die melancholisch-witzigen Verse aus dem Prenzlauer Berg fanden ein empfängliches Publikum, das dem Autor mit langem Applaus dankte. Zu danken ist auch dem Engagement des Betreibers des Lyrikhauses, Gisbert Amm, der mit seinen Veranstaltungen Kultur bis an den Rand der Schorfheide bringt. Er gibt eine Zusammenfassung des Abends: „Eine intensive, emotional packende Lesung“.

Fr, 14.07.2017

Prof. Dr. Peter Arlt, Foto © Ralf Parkner

Peter Arlt - Mein Maler ist ein Kauz

Der junge Maler Karl Stauffer-Bern in der Guten Schmiede beim 70-jährigen Gustav Freytag

Dem kaiserlichen Wunsche gemäß trifft in Siebleben ein junger Schweizer berühmter Porträtist ein, der mit Bildnissen von Dichtern des 19. Jahrhunderts beinahe den ganzen deutschen Parnass gemalt hat. Gerade wollte er nach Rom aufbrechen, sollte er nun in Siebleben bei Gotha Gustav Freytag malen. Zuerst war Stauffer für den Porträtauftrag nicht willens, dann wurde er frohgemut, selbstgewiss, sogar überheblich, nach innerem Kampf der Umschlag, die Verzweiflung. Es geschieht, was das Ganze in Frage stellte. Bei dem alten Dichter und dem jungen Maler entwickelte sich aus ihrem Briefwechsel und Begegnungen mit Frauen hier wie dort Liebesaffären mit Glück und Konflikt. In welche Gefahr sich Stauffer begab, sich in Lydia Escher-Welti zu verlieben, sie später als seine Geliebte zu entführen, lag nicht nur daran, dass sie die Ehefrau seines Freundes und Schulkameraden und Kunstmalers war, sondern damit auch die Schwiegertochter des Bundesrates Emil Weltis. Vor allem war sie die Tochter des berühmten Alfred Eschers, der Princeps von Zürich und Schöpfer der Gotthardbahn.
Die Erzählung umfasst Geschichten, dokumentarisch und fiktiv, vom Realismus, vom Gothaer Herzog, vom Maler Louis Gurlitt, von der Siebleber Kirche, vom Postwagen des Schnellzuges nach Frankfurt, von einem des Landwehrvereins, der aus dem Dorfe Wechmar stammt, und von Silberdistelkränzen.
Dem schon erarbeiteten wissenschaftlich-akademischen Beitrag zu Gustav Freytags (1816-1895) mit dem Maler Karl Stauffer-Bern (1857-1891) und die Entstehung des Porträt-Gemäldes, 1886/87, folgt hier ein ins erzählerische Genre umgewandelter neuer Text für eine heitere, nachdenkliche und tragische Lektüre eines völlig unbekannten Themas. In der künstlerischen Darstellungsweise prägte sich das erforschte Geschehen komplexer aus als die wissenschaftliche Forschung es vermochte.

Peter Arlt liest seine Erzählung am Pirckheimerabend der Thüringer Regionalgruppe.

14.Oktober 2017 ab 14 Uhr

Stadtmuseum/Bertuchhaus in Weimar
Liebknechtstrasse 5

Do, 13.07.2017

Über Bienen. Essay von Gerhard Roth. Künstlerbuch von Sabine Golde. Foto © Sabine Golde

Musik für die Augen | Außenansichten

Eine Ausstellung im Klingspoe-Museum zeigt Buchkunst und typografische Installationen der Künstlerin Sabine Golde.
1992 gründen Sabine Golde und Christiane Baumgartner, beide Studentinnen an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, die Künstlergemeinschaft Carivari. Ihre Diplomarbeit war „Emils blaue Augen“ – ein raumgreifendes, überraschendes Buchobjekt, das dem Klingspor Museum übereignet wurde. Später trennen sich ihre künstlerischen Wege, Baumgartner setzt Akzente im großen Holzschnitt, Golde bleibt beim Buch als Künstlerin und erste Dozentin, auf der Burg Giebichenstein, die das Künstlerbuch zum Inhalt ihrer Lehre macht. Viele ihrer Bücher nehmen Bezug auf Komponisten des 20. Jahrhunderts, auch Aspekte des Zeitlichen kommen vor. Typografische Entdeckungen geben den Takt an.

Gleichzeitig wird, wie hier bereits berichtet, die Ausstellung AUẞENANSICHTEN gezeigt mit 37 Entwürfe von Studierenden der Bereiche Buchgestaltung, Künstlerbuch, Grafikdesign, alle als Vorschläge zum Äußeren eines Bandes mit Gedichten des Lyrikers Wolfgang Hilbig. Zu dessen 60. Geburtstag 2001 war der Band „Bilder vom Erzählen“ mit Illustrationen von Horst Hussel erschienen. 2007 starb der mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnete Autor Wolfgang Hilbig. Nicht gebundene Exemplare des Buchs stellte nun der S. Fischer Verlag – Betreuung durch Lektor Jürgen Hosemann – für den Wettbewerb der Studierenden zur Verfügung. Ausgebildet an unterschiedlichen Hochschulen, der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, der Hochschule der Medien Stuttgart und der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, zeigen die Wettbewerbsentwürfe beispielhaft, welche Qualität grafischer Gestaltung mit welchem Spektrum an ein und derselben Aufgabenstellung verwirklicht werden konnte. Dem Klingspor Museum kommt die Möglichkeit zu, aktuelle Arbeit für das in der Sammlung des Museums prominent verankerte Themenfeld vorzustellen.: Außen Ansichten. Einbandentwürfe im Wettbewerb.

Ausstellung: 22. Juli - 3. September 2017

Klingspor-Museum
Herrnstr. 80
63065 Offenbach

Di, 11.07.2017

Haikus und Zauselmusik

Eine Buchempfehlung von Diana Trojca

Der Künstler und Pädagoge Bernd Schirner, Jahrgang 1953, beschäftigt sich seit vielen Jahrzehnten mit Kunst, Literatur, Musik und Religion. Bernd Schirner aus Villach hat zum Beginn des Jahres 2017 zwei neue Bücher im Zausel-Verlag veröffentlicht. Ein fantasievolles Buch mit Titel „Zauselmusik“ zeichnet und beschreibt das Zausel-ABC-Wort. Es sind kleine Abhandlungen über Musik, Kunst und Welt. Sie beschreiben das Wirken der „Zauselvögel“, die sich als Fantasiegeister auf das Blatt gelegt haben.Mit seinen farbintensiven Bildern lotet er die heitere Welt der Vögel aus und beschreibt mit Witz und ernstem Hintergrund auf 32 Seiten. Das zweite Buch „Haikus“ vereint Bild und Text und kann als Wegbegleiter durch das Jahr gelesen werden. Quer durch die Jahreszeiten beschreibt er auf 30 Seiten mit Bild und Text Jahreszeiten und Stimmungen, die sich durch die Illustration sehr gut verstärken und immer wieder beeinflussen. Entstanden sind die Bücher im Atelier Zausevogel in Villach im Zausevogel-Verlag.

Atelier Zausevogel, Bernd Schirner
A 9524 Villach, Wernbergstrasse 8

Auf den Spuren von Hermann Hesse in Apolda

Der „innige“ Zitronenduft schwebte über dem Ausstellungsraum, nicht nur in Sorrent oder im Tessin, nein auch in Apoloda. Die Thüringer Gruppe der Pirckheimer-Gesellschaft traf sich am 1.7.2017 in Apolda. Ein gemeinsamer Besuch der Ausstellung im Kunsthaus Apolda Avantgarde stand im Mittelpunkt. Die Ausstellung zu Hermann Hesse, der sagte: „...aber das Malen ist wunderschön!“ wurde sehr intensiv von den Freunden der Thüringer Gruppe besichtigt. Hesse (1877-1962), der als Schriftsteller mehr bekannt ist, zeigte sich in der Ausstellung mit kraftvollen Aquarellen, die die Leichtigkeit des Tessin zum Ausdruck brachten. Kleine und mittelgroße Aquarelle zeigten, die wunderbare Farbpalette des Künstlers, der sich noch hin und wieder von August Macke beeinflussen lies. Seine facettenreichen Landschaften haben die Pirckheimer fasziniert. Dabei wurde deutlich, nicht nur der Schriftsteller Hesse, sondern auch der Künstler bzw. Illustrator war und ist noch immer interessant.Das Malen und das Illustrieren der Texte und Gedichte stellte einen Schwerpunkt in der Ausstellung dar. Symbolhaft und auch immer wieder allegorisch sind seine Zeichnungen wie auch Aquarelle zu sehen. Die Stimmungen und Gedanken des Künstlers und Hesse zeigten sich in jedem Ausstellungsraum sehr gut. Aus einer tiefen und persönlichen Krise begann Hesse mit dem Malen, und doch hat er mit seiner Formsprache einzigartige Bildwelten aufgeschlagen. Im Cafe gegenüber vom Kunsthaus wurde weiter über Hesse und seine Kunst diskutiert.
(Diana Trojca)

Sa, 08.07.2017

Pirckheimer ist Namensgeber für einen Bus

Bereits vor zwei Tagen berichtete der MDR, dass in Halle ein Bus den Namen "Peter Sodann" trägt. Das Fahrzeug mit dem Namen des früheren Intendanten des "neuen theaters", Ex-Tatort-Kommissars und Pirckheimers wurde am Mittwoch übergeben. Die Benennung war ein Vorschlag von Bürgern der Stadt. Seit vier Jahren trageb die Busse der Halleschen Verkehrs, die durch neue ersetzt werden die Namen von prominenten Hallensern. Peter Sodanns Bus ist der 24. in der Reihe..

Wir gratulieren herzlich!

Do, 06.07.2017

BILDER VOM ZIRKUS (2)

Einladung zur Eröffnung der Ausstellung »BILDER VOM ZIRKUS (2)« am Sonnabend, den 15. Juli 2017, um 16 Uhr. Einführung: Roland R. Berger in der Die Ausstellung wird bis zum 8. Oktober 2017 gezeigt.

Am Projekt »48 Stnden Oberhavel«, das am Wochenende vom 26. und 27. August 2017 tattfindet, beteiligt sich der im Hause ansässige V.E.B. Schwarzdruck mit Druckvorführungen und lädt zur Besichtigung des Drucksaales und der Bleisetzerei ein.Jeweils um 14 Uhr wird in der Galerie ein Rundgang mit Erläuterungen durch die Ausstellung angeboten.

Den »Tag des offenen Denkmals« am Sonntag, den 10. September 2017, machen wir von 11 bis 18 Uhr zum »Tag der offenen Druckwerkstatt«. Drucksaal und Setzerei können besichtigt werden; die eine oder andere Maschine wird vorgeführt und fachmännisch erklärt.

Zu allen Veranstaltungen ist der Eintritt frei.

EREMITAGE GRANSEE
Galerie für zeitgenössische Buchkunst und Druckgraphik
Mauerstraße 4 A · D-16775 Gransee

Wir holen Christine
Christine Becker und Max, Fotos © Anita Reinsch

Lesung mit Christine Becker und den Bücherkindern

Die ersten Lesung zum aktuellen Projekt der Bücherkinder Brandenburg, in welchem anläßlich des 80. Geburtstages von Jurek Becker das Buch „Du liebe Hühnerkastanie“ entsteht, war gut besucht, wie Armin Schubert, der die Bücherkinder anleitet, mitteilt. Auch diese Edition wird, wie schon im letzten Jahr das Klemke-Buch der Bücherkinder, von der Pirckheimer-Gesellschaft unterstützt.

Christine Becker, die eine Kinderbuchfassung von Jurek Beckers "Jacob der Lügner" herausgegeben hat, kam mit den Bücherkindern ins Gespräch und von allen wurde die Fröhlichkeit und der Tiefe mancher Gedanken zu den Postkartenthemen Neugier, Langeweile, Glück, Zeit und Mut sehr gelobt.
In einem Hut, den Christine Becker von Manfred Krug geschenkt bekommen hatte, wurden Lose für die Büchergeschenke versteckt und verteilt. Jeder bekam ein Jurek-Becker-Buch z.T. mit Autogramm des Schriftstellers und alle bekamen ein Autogramm von Christine Becker.

Mi, 05.07.2017

Blick auf die von Transmissionen angetriebenen Trockenzylinder der alten Papiermaschine © Karl Heinz Rothenberger

Edle Papiere aus Gmund – Eine Papierfabrik stellt sich vor

Fotografiert von Karl Heinz Rothenberger mit einer Leica.

Eine Ausstellung in Leipzig präsentiert anhand von 50 Fotografien die Papierproduktion in der Papierfabrik Gmund am Tegernsee. Sie gleicht einer Führung durch das Unternehmen, denn die kommentierten Fotos veranschaulichen auf ästhetische Art den komplexen Produktionsprozess von Papier.

Karl Heinz Rothenberger, der die Serie 2003 und 2011 aufgenommen hat, wurde 1945 in Landshut geboren und fotografiert seit seinem 14. Lebensjahr. Als passionierter Anhänger der analogen Schwarzweiß-Fotografie lehnt er digitale Bildmanipulationen ab. Mit präzise festgelegtem Bildausschnitt lenken Rothenbergers monochrome Fotografien den Blick des Betrachters auf das Wesentliche. Ihre Stärke besteht in der Reduktion. Alle Abzüge des zweimaligen Preisträgers des Bayerischen Journalistenpreises für das beste Pressefoto entstehen in Handarbeit im eigenen Labor. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland zeigten bereits seine Arbeiten. In seinen Aufnahmen aus Gmund verschmelzen auf eindrucksvolle Weise Handwerk und Tradition mit Hightech und Innovation. Sie vermitteln ein aktuelles Bild von Industriekultur im Bereich hochwertiger Papierherstellung. Gegründet 1829, beherbergt die Fabrik am Tegernsee heute die älteste gewerblich genutzte Papiermaschine Europas, die seit 1886 ihren Dienst verrichtet. Auch in Sachsen war die Papierherstellung ab 1843 ein wesentlicher Wirtschaftszweig, und noch heute werden in Königstein Spezialpapiere produziert.

Das Museum für Druckkunst, als Ort der anschaulichen und aktiven Vermittlung von Industriekultur, versteht sich als idealer Präsentationsrahmen für die Ausstellung. Denn ohne Papier ist kein Druckbetrieb möglich, der im Museumsgebäude seit fast 100 Jahren gepflegt wird. Mit Mustern aus aktuellen Kollektionen von Gmund Papier, die heute über 100.000 Varianten an Feinstpapieren umfassen, lädt die Schau darüber hinaus zum Berühren geprägter Oberflächen und zum Entdecken einer vielfältigen Farbgebung des Stoffes Papier ein.

Ausstellung: 30. Juli - 15. Oktober 2017

Museum für Druckkunst Leipzig
Nonnenstraße 3804229 Leipzig