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Pirckheimer-Blog

Mi, 16.01.2019

Karl-Georg Hirsch "Aufforderung zum Tanz" / Egbert Herfurth "Sündenfall", vom Künstler handkoloriert

Jahresgabe des LBA 2018/19

Als Jahresgabe 2018/19 erhielten alle Mitglieder des Leipziger Bibliophilen-Abends ein grafisches Doppelblatt mit einem Holzstich von Karl-Georg Hirsch und von Egbert Herfurth.
Damit werden die beiden Künstler geehrt, die dem Verein seit vielen Jahren sehr eng verbunden sind. Karl-Georg Hirsch beging 2018 seinen 80. Geburtstag. Eghert Herfurth 2019 seinen 75. Geburtstag.
Das Blatt wurde 2018 von Bettina Haller gedruckt und erschien in einer Auflage von 250 nummerierten und signierten Exemplaren.

Di, 15.01.2019

Bibliotheksreise nach Wien

Auch in diesem Jahr veranstaltet die Kölnische Bibliotheksgesellschaft wieder eine Bibliotheksreise. Diesmal geht es für 6 Tage nach Wien, Reiseleiter ist wieder André Welters, M.A.. Auf dem Programm stehen Besuche der Universitätsbibliothek Wien & MAK, der Stiftsbibliotheken in Melk und Klosterneuburg, der Bibliothek Schottenstift, der Österreichisches Staatsarchiv und der Nationalbibliothek, sowie der Wienbibliothek im Rathaus. Nähere Informationen zum Programm und Reisepreis findet sich hier, das Anmeldeformular hier (deadline: 28. Februar 2019)

Pirckheimer sind herzlich eingeladen, die Kölnische Bibliotheksgesellschaft zu begleiten.

Bibliotheksreise: 12.–17. Mai 2019

Mo, 14.01.2019

Exlibris für Rudolf Nirrnheim. Für dieses Exlibris verwendet Ade das uralte Bildmotiv der Lebensalter. Während aber traditionell die Lebensalter auf einer auf- und absteigenden Treppe dargestellt werden, verlegt Ade das Geschehen auf einen gewundenen Dornenzweig.

Buchkultur in Miniatur. Exlibriskünstler um 1900

Ab heute werden in der Bibliotheca Albertina Exlibris von fünf ausgewählten Künstlerinnen und Künstlern ausgestellt. Die Kabinettausstellung zeigt ausgewählte Werke, darunter von Mathilde Ade (1877–1953), die ab 1895 als Karikaturistin und Illustratorin für verschiedene Zeitschriften tätig war. Ihre Exlibris nutzte sie als Möglichkeit zur humoristischen Zeichnung.

Bei Exlibris handelt es sich um in Büchern eingeklebte Zettel oder Stempel zur Kennzeichnung des Eigentümers. Die Exlibris-Sammlung der UB Leipzig umfasst rund 5.000 solcher Buchbesitzzeichen. Sie setzt sich aus verschiedenen, meist privaten Sammlungen zusammen, die der Bibliothek geschenkt oder vermacht wurden. Die mit Kunstinteresse angelegten Sammlungen enthalten vor allem Stücke aus der Zeit um 1900, als sich die Exlibris-Kunst als eigenständiges Genre der grafischen Kleinkunst etablierte.

14. Januar - 3. März 2019

Bibliotheca Albertina
UB Leipzig

2. Vitrine: Künstlerpublikationen mit Bezug zu München

1-Stundenvisite in der Archiv Galerie

Eine Stunde das tun, was im Museum gewöhnlich nicht erlaubt ist: Vitrinen öffnen, Exponate in die Hand nehmen. Für die aktuelle Ausstellung in der Archiv Galerie „Archives in Residence: AAP Archiv Künstlerpublikationen“ brechen wir mit den gängigen Konventionen und laden Sie ein, in den ausgestellten Publikationen zu blättern und zu lesen.
Hubert Kretschmer, Gründer des Archivs Künstlerpublikationen, und Sabine Brantl, Kuratorin der Ausstellung, erzählen Ihnen Geschichten zu den Exponaten. 

Anmeldung auf der Webseite des Haus der Kunst - Teilnahmegebühr 5.- €

15. Januar 2019, 18 Uhr

Haus der Kunst, München

So, 13.01.2019

Eine kleine Kostbarkeit aus China

Die Verlagsphilosophie des in Gossenberg in Oberfranken ansässigen OSTASIEN Verlags „besteht darin, Bücher herauszubringen, die wissenschaftlich fundiert und daher für Spezialisten von Wert, zugleich aber auch für einen allgemeineren Leserkreis von Interesse sind.“ Eine der zehn Reihen, mit denen die promovierten Sinologen und Verleger Martin Hanke und Dorothee Schaab-Hanke diesem Anspruch gerecht zu werden versuchen, ist die Reihe mit dem programmatischen Titel „Phoenixfeder“ (RPF). Man macht nicht viel falsch, wenn man sie eine bibliophile Reihe nennt, denn mit ihr widmen sich die Verleger trotz bescheidener Mittel auf hohem wissenschaftlichem und ästhetischem Niveau der Veröffentlichung von kulturhistorischen Schätzen aus über 3000 Jahren ostasiatischer Schriftgeschichte und der Gegenwart.

Das vorjüngste, 44. Kind der „RPF“ trägt den Namen Fünfzehn Schnüre Käsch. Eine Novelle aus der Ming-Zeit; nacherzählt von Wang Zhaoqi (geboren 1936), mit Illustrationen von He Youzhi (1922–2016), aus dem Chinesischen übertragen von Jessica Aicher unter Mitarbeit von Rupprecht Mayer. (Weitere Angaben kann die Verlagswebseite vermitteln.) Das Aparte an dieser Ausgabe ist ihre Erscheinungsform, denn die kommentierte, nur 9,2 x 12,5 cm große Übersetzung erschien „im Bundle mit dem [gleich großen] chinesischen Original“.

Das selten gewordene, von den Verlegern auf Umwegen in kleiner Stückzahl erworbene Heft war 1979 im Shanghaier Kunstverlag des Volkes erschienen. Die Verlagsangabe „mit Illustrationen“ ist allerdings etwas irreführend, weil es sich bei den 142 ganzseitigen Zeichnungen um eine Art Comic mit Untertiteln handelt. – Mehr sei hier, an dieser Stelle, über die 159 Jahre vor Schillers Kriminalbericht „Der Verbrecher aus verlorener Ehre“ für eine Anthologie mit dem beziehungsreichen Titel „Sentenzen zur Aufrüttlung der Welt“ niedergeschriebene Kriminalerzählung nicht vorweggenommen. Die beiden (inhaltlich) gewichtigen Bände kosten ja nur 14,80 Euro …

(Bernd-Ingo Friedrich)

Kleine Galerien - ganz groß

In Bad Saarow wird in einer Ausstellung mit Einlaungen zu Kunstausstellungen aus dem Nachlass von Lothar Lang das von Elke Lang in der edition burgart herausgegebene Buch "Vom Briefkasten in den Papierkorb" mit einem Vortrag des Kunstwissenschftlers Jörg-Heiko Bruns vorgestellt. Es moderiert Till Sailer.

Vortrag: 24. Januar 2019, 19:30 Uhr

Gemeindebibliothek Bad Saarow
Ulmenstr. 15, 15526 Bad Saarow

Sa, 12.01.2019

PF 2019

С Новым годом!
A Happy New Year!
Felice Anno Nuovo!
Ein glückliches neues Jahr!

Marc Berger
Edition Schwarzdruck

Fr, 11.01.2019

Wer kann helfen?

Ich suche schon länger nach Sammlern, die Grafiken des Illustratoren-Ehepaars Elfriede und Eberhard Binder Staßfurt (er ist 1998 in Magdeburg verstorben) besitzen bzw. wissen, wo der künstlerische Nachlass abgeblieben ist.

Konkretes Interesse besteht an den Linolschnitten zu Fühmanns "Das hölzerne Pferd" (siehe nebenstehend) und "Nibelungenlied", weil Thema und Technik (Hochdruck) gut zu Projekten im "Sonnensegel"-Haus passen würden.

Wer kennt eine Spur?

Hinweise bitte an Sonnensegel e.V..

(Matthias Frohl, Galerie "Sonnensegel")

© SBB-PK, Sandra Caspers

Druckerschwärze Roter Stern

Anlässlich des 100. Gedenkjahres der Novemberrevolution zeigt die Ausstellung Reproduktionen von Flugblättern, Handzetteln und Zeitungssonderdrucken aus dem Besitz der Staatsbibliothek zu Berlin, die von der deutschen Revolution 1918 bis zum Kapp-Lüttwitz-Putsch 1920 entstanden sind. Die Objekte werden in einer collageartigen Zusammenstellung an Säulen im Eingangsfoyer der Staatsbibliothek gezeigt, die ihrer originalen Verwendung im Straßenraum nachempfunden ist und mit denen der Betrachter daher zunächst unvermittelt konfrontiert werden soll. Separat präsentierte, erklärende Texte liefern die notwendigen Hintergrundinformationen und binden die Quellen in den historischen Kontext ein.

Die Ausstellung konzentriert sich auf fünf Themenfelder: die Revolution in Berlin vom November 1918 bis zum Januar 1919, die Revolution in Braunschweig im November 1918, die Wahlen zur verfassungsgebenden Nationalversammlung im Januar 1919, die Münchner Räterepublik im April 1919 und der Kapp-Lüttwitz- Putsch im März 1920.

Ausstellung: noch bis 31. Januar 2019

Staatsbibliothek zu Berlin
Eingangsfoyer, Potsdamer Straße 33, 10785 Berlin

55. Antiquariatsmesse 2016, © Ursula Saile-Haedicke

58. Stuttgarter Antiquariatsmesse

Antiquare aus Deutschland, Großbritannien, Italien, Österreich, den Niederlanden und der Schweiz garantieren auf der 58. Stuttgarter Antiquariatsmesse Ende Januar ein hochkarätiges und vielfältiges Angebot. Es umfasst alte Handschriften und ausgefallene Bücher zu jedem erdenklichen Thema, Grafiken, Zeichnungen, Fotografien – kurz: Alles, was das Herz bibliophiler Sammler begehrt.

Die Sonderausstellung ist in diesem Jahr der »Auswanderung nach Brasilien im 19. Jahrhundert« gewidmet, in der 70 außergewöhnliche Bände aus den Beständen der Brasilien-Bibliothek der Robert Bosch GmbH mit Beteiligung der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart gezeigt werden. Kuratiert wird sie von Susanne Koppel, Antiquarin in Hamburg und seit über 40 Jahren wissenschaftliche Betreuerin der Brasilien-Bibliothek.

Antiquariatsmesse: 25. - 27. Januar 2019

Württembergischen Kunstverein
Stuttgart, Schloss­platz 2

Do, 10.01.2019

Henry Günther, Foto: Gisela Klostermann
Gisela Klostermann und Fred Lautsch (Mückenschweinverlag), Foto: Henning Klostermann
Martin Kliefert - Fischer am Strand vor Kap Arkona

Impressionen vom kunstMARKT in Stralsund

Als wir uns am letzten Adventssamstag auf den Weg zum 14. kunstMARKT am Katharinenberg begeben, freuen wir uns auch auf das Wiedersehen mit zwei dort agierenden Pirckheimern. Im Erdgeschoß der Spielkartenfabrik (Jugendkunst e.V.) begrüßen uns wunderbare Punschdüfte, auf die wir verzichten, um uns rasch an den Druckmaschinen und den vielen Besuchern vorbei zu Fred Lautsch durchzudrängeln. Der Initiator und jahrzehntelange Ideengeber des Hauses ist gerade dabei, eine Grafik von Martin Kliefert (1893 - 1994) vom Originaldruckstock zu drucken, den dessen Enkelin Sabine zur Verfügung gestellt hatte. Der Charme dieser alten Werkstattdruckerei begeistert nicht nur die Bibliophilen. Der in Adventslicht getauchte Raum wirkt anheimelnd und lädt zum Stöbern an den Tischen der vielen Künstler und Kunsthandwerker ein. Gutenberg würde sich freuen, daß auch zwei Tage vor Heiligabend hier noch mit historischen Druckmaschinen hantiert wird. In der 1. Etage stoßen wir später auf den gutbestückten Stand von Henry Günther aus Ribnitz-Damgarten (Edition Balance), der gerade lächelnd einem erfreuten Kunden einen großen Farbholzdruck einpackt. Während die Kinder in den Nebenräumen basteln und Plätzchen backen können, blättern die Eltern begeistert in den ansprechenden, originellen Büchern des hauseigenen Mückenschweinverlags und werden mit diesen so manchen Gabentisch bereichern. Zu den Künstlern, die alljährlich hier teilnehmen, gehören mit ihren wunderbaren Arbeiten (zählen) auch Volkmar Herre (edition herre) und Jorinde Gustavs (Textil & Buch). Von der großen Treppenstiege aus genießen wir den Blick auf das quirlige Treiben im Erdgeschoß und steigen zu Fred Lautsch hinab, der noch immer eifrig die Kurbel dreht und auch uns ein Blatt ausdruckt. Mit dem Kliefertschen Blick auf die Rügensche Kreideküste vor Kap Arkona grüßen wir alle Pirckheimer mit guten Wünschen für 2019!

(Gisela und Henning Klostermann, Stralsund)

Theodor Fontane: Der alte Wilhelm, 66. Druck der Edition Tiessen. 1991. Mit 5 Radierungen von Horst Hussel. Handsatz aus der 14p Original-Janson-Antiqua. Fadengehefteter Pappband (von Theophil Zwang) in Schuber. Auflage 135 Expl. (Foto © ASKU Sven Uftring)

Stadtbibliothek aufgeschlossen

Die Stadtbibliothek Hannover schließt einmal im Monat ihre Magazine und Tresore auf, um ein besonderes Buch aus der 575-jährigen Geschichte vorzustellen. Im Februar wird der Pirckheimer, Antiquar und Verleger Hermann Wiedenroth in "Stadtbibliothek aufgeschlossen 73" einen Vortag über den 66. Druck der Edition Tiessen halten: Theodor Fontane - Der alte Wilhelm, mit Illustrationen von Horst Hussel.

1962 gründete Wolfgang Tiessen (1930–2017) seine Versandbuchhandlung, die auf illustrierte Bücher, Pressendrucke und Buchkunst seit 1945 spezialisiert war. Sein Rundbrief für Freunde moderner Buchkunst und Graphik (1962–1987, 35 Ausgaben) verschaffte ihm bei Sammlern und Museumskuratoren einen guten Ruf. Die Tätigkeit als Herausgeber und Verleger begann 1968 mit den ersten beiden Bänden des Handbuchs Die Buchillustration in Deutschland, Österreich und der Schweiz seit 1945, das bis 1989 auf 6 Bände anwuchs, ein Standardwerk des Antiquariatsbuchhandels.
Die ersten drei Drucke der Edition Tiessen erschienen 1977; stets vom Verleger von Hand aus der Janson-Antiqua gesetzt und gestaltet. Nach und nach entstanden 80 Pressendrucke und 27 Sonderdrucke mit Originalgraphik von 47 Künstlern aus 14 Ländern.
Mit der Herausgabe des Roten Buches, einer ausführlichen Dokumentation der Edition Tiessen, endete 1996 seine aktive Zeit als Verleger, Herausgeber und Gestalter schöner Bücher.
Horst Hussel (1934–2017), „einer der poetischsten Zeichner und Buchgraphiker überhaupt” (Kerstin Decker) hat zwischen 1977 und 1991 neben dem vorzustellenden Fontane-Band noch 2 weitere Drucke und zwei Sonderdrucke der Edition Tiessen illustriert.

4. Februar 2019

Stadtbibliothek Hannover
Hildesheimer Straße 12, 30169 Hannover

 

Mi, 09.01.2019

Ein Rückblick: Mainz 1995

Das Jahrestreffen 2019 der Pirckheimer-Gesellschaft wird vom 6. bis 8. September in Mainz stattfinden, 24 Jahre nach ihrem letzten Treffen in dieser Stadt. Seinerzeit wurde auf das Jahrestreffen wie folgt in der Zeitung der Mainzer Minipressen-Messe hingewiesen. 2019 werden die Pirckheimer 4 Monate vor ihrem Jahrestreffen auf der Mainzer Minipressen-Messe mit einem Stand vertreten sein.

"Die Pirckheimer-Gesellschaft e. V. wurde 1956 in Berlin gegründet. In ihr sind mehr als 500 Bibliophile, Graphik- und Exlibrissammler über den deutschen Sprachraum hin vereint. 

Die diesjährige Jahresversammlung der Pirckheimer findet, auch anläßlich der 13. Minipressen-Messe, am 27./28. Mai 1995 in Mainz statt. Im Rahmen dieses Treffen werden 2 Veranstaltungen stattfinden: 

Den Festvortrag wird Prof. Dr. Dr. h.c Hans Mayer (Tübingen) am Samstag, dem 27.5.1995, um 14 Uhr 30 im Gutenberg-Museum halten. Er wird zum Thema "Humamismus heute" sprechen. 
Mayer, 1907 in Köln geboren, Polyhistor, studierte Jura, Geschichte und Philosophie. 1935 bis 1945 war er im Exil in Frankreich und in der Schweiz, 1946 bis 1947 Chefredakur bei Radio Frankfurt/Main. 1948 bis 1963 hatte er eine Professur für Literaturgeschichte in Leipzig inne, seit 1965 eine Professur für deutsche Sprache und Literatur in Hannover. 
Außerdem übernahm
[er] zahlreiche Gastprofessuren in vielen Ländern der Welt. Er ist als Autor u.a. zum Werk Georg Büchners, Thomas Manns, Richard Wagners und Bert Brechts hervorgetreten. Verdienste erwarb er sich auch als Literaturkritiker und Übersetzer. Sein schriftstellerisches Werk wurde 1995 von der Berlin/Brandenburgischen Akademie der Künste mit der Verleihung des Heinrich-Mann-Preises gewürdigt. 

Eine Kabinettausstellung und ein Werkstattgespräch mit dem Maler und Buchkünstler Hans Ticha (geboren 1940) finden am Sonntag, dem 28. Mai 1995 um 10 Uhr im Gutenberg-Museum statt. Ticha, ursprünglich Kunsterzieher, studierte 1965- 70 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee u.a. bei Kurt Robbel, Werner Klemke, Klaus Wittkugel und Arno Mohr. Seit 1970 war er in Berlin als Maler und Graphiker tätig und war u.a. erfolgreich in den Wettbewerben „Schönste Bücher des Jahres". Auf der Internationalen Buchkunst Ausstellung 1982 in Leipzig erhielt er eine Silbermedaille. Nach der Wende trat er mit kritischen „DDR-Bildern 1979- 1989" an die Öffentlichkeit. Er illustrierte mehr als 50 Bücher. Die Kabinettausstellung umfaßt vor allem Arbeiten aus den letzten 5 Jahren. Der Künstler lebt heute in Maintal."

25. Internationale Buchmesse der Kleinverlage und Handpressen: 30. Mai - 2. Juni 2019

Rheingoldhalle Mainz
Rheinstraße 66, 55116 Mainz

Di, 08.01.2019

4. Braunschweiger Antiquariatsmarkt

Braunschweig mit seiner jahrhundertelangen Druck-, Buchhandels- und Verlagstradition bietet Literaturfreunden, Sammlern und Bibliophilen eine lebendige Antiquariatsszene mit großer Angebotsvielfalt in sieben Ladengeschäften und vier Versandantiquariaten.
Diese traten mit Jahresbeginn mit einer neuen Webseite an die Öffentlichkeit, gestaltet und betreut von Ursula Saile-Haedicke. Auf der Seite braunschweiger-antiquariate.de wird neben diesen  Geschäfte auch der alljährliche Braunschweiger Antiquariatsmark vorgestellt.

Auf dem diesjährigen Antiquariatsmarkt präsentieren neun Antiquariate aus Braunschweig und vier Gastaussteller aus Hannover, Hildesheim, Bargfeld und Wernigerode am 9. März eine Auswahl aus ihren vielfältigen Schätzen. Bücher aus mehreren Jahrhunderten, wertvoll durch Ausstattung, Seltenheit oder inhaltliche Bedeutung, werden hier den Sammlern, Bibliophilen, wissenschaftlich Interessierten und Literaturfreunden präsentiert. Dazu laden Antiquariate der Löwenstadt und ihre auswärtigen Kollegen mit ihrem vielfältigen Angebot, das alte und neuere Druckwerke aus vielen Gebieten, Karten und Graphik umfasst, alle Buchliebhaber herzlich ein. Auch der Pirckheimer Hermann Wiedenroth ist wieder mit einem Stand vertreten.
Im neu eingerichteten Vieweg-Salon gibt es Kaffee und Kuchen. Außerdem kann die interessante Sonderausstellung "Brutal modern. Bauen und Leben in den 60ern und 70ern" besucht werden. Der Eintritt ist frei.

9. März 2019, 10 bis 17 Uhr

Braunschweigisches Landesmuseum im Vieweg-Haus
Burgplatz 1, 38100 Braunschweig

Mo, 07.01.2019

Botschaften der Vergänglichkeit

Diese Druckprodukte bilden schnell wachsende Stapel auf dem Schreibtisch. Irgendwann entschließt man sich dann doch, sie mit leichtem Bedauern in den Papierkorb zu entsorgen. Die Rede ist von Ausstellungseinladungen. Elke Lang hat 72 Stück aus einem offenbar enormen Konvolut aus dem Nachlass ihre Mannes Lothar Lang herausgefischt, klug sortiert und für einen hübschen Band zusammengestellt. Der erschien bei der edition burgart, die der langjährige Kustos des Thüringischen Landesmuseums Heidecksburg Jens Henkel herausgibt. Die Herausgeberin schrieb für das Buch einen einleitenden Essay, der ein Plädoyer für eine zunehmend von virtualisierter Langeweile verdrängte Kunstform darstellt. So ganz nebenbei entstand damit auch ein sehr persönlicher Blick in eine lebendige Kunstlandschaft beider Deutschlands, die beim Kundigen schmerzliche Erinnerungen hervorruft – und beim Nichtwissenden hoffentlich Erstaunen darüber, dass es im Osten eben doch mehr gab als nur „Staatskunst“ und im Westen auch anderes als nur eine sich in Permanenz selbst lobende „Moderne“.

Beim Blättern fällt die hohe Qualität der den Einladungskarten zugrunde liegenden grafischen Arbeiten von „A“ (Alfred Ahner) bis „Z“ (Baldwin Zettl) auf. Das verwundert nicht. In der DDR wurden die Techniken der Druckgrafik mit großer Leidenschaft gepflegt, sie waren auch für weniger Betuchte – und das waren wohl die meisten Sammler – erschwinglich und somit für die Künstler eine nicht zu unterschätzende Einnahmequelle. Elke Lang hat einige schöne Beispiele von Künstlern ausgewählt, die mit dem offiziellen Kunstbetrieb nichts oder wenig am Hut hatten, und sich auch mit solchen Drucken, zumeist in Kleinst-Auflagen, über Wasser hielten: Bodo Müller, Wolfgang Lehmann („Dottore“), Ute Hünniger („Viola Blum“) zum Beispiel – aber auch die Künstler der von den dortigen Kunstfunktionären heftig befehdeten Karl-Marx-Städter Produzentengalerie „Clara Mosch“.
Langs bedeutende Grafiksammlung existiert nicht mehr. Geblieben sind die Neue Galerie auf Schloss Burgk (nebst dem dortigen Pirckheimer-Kabinett), seine Bücher, seine Artikel für die Weltbühne und die Marginalien – und diese sehr vergänglichen Botschaften aus der Vergangenheit, die Lust auf mehr bereiten.

(Wolfgang Brauer in Das Blättchen, Nr. 1 1/2019)

Elke Lang (Herausgeberin): Vom Briefkasten in den Papierkorb. 72 Einladungen zu Kunstausstellungen zwischen 1964 und 1989 aus dem Nachlass von Lothar Lang, edition burgart, Rudolstadt 2018, 108 Seiten, Aufl. 250 Expl., 24,50 Euro.