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Pirckheimer-Blog

Mo, 24.02.2020

Eva Pietzcker, Winter, Japanischer Farbholzschnitt, 33 x 23 cm, Auflage 20 Exemplare

33. Grafikbörse in Borken

Ab Freitag findet in Borken die 33. Deutsch-Niederländischen Grafikbörse statt.

Die traditionsreiche Grafikbörse ist bedeutendste deutsche Messe für Druckgrafik. Gegründet wurde sie 1987, weil man gerade in der deutsch-holländischen Grenzregion das Zusammenwachsen Europas auch selbst durch Kennenlernen der jeweils anderen Kultur befördern wollte. Aus zahlreichen Bewerbungen von Künstlerinnen und Künstler, Editionen und Galerien aus Holland und Deutschland  wählt eine Jury die etwa 60 Aussteller/innen der Grafikbörse aus.

Auch der Büchergilde artclub wird in diesem Jahr wieder dabei sein und präsentiert an seinem Stand neben den Grafiken des artclub Farbholzschnitte der in Berlin lebenden Großmeisterin in dieser Technik, Eva Pietzcker.

28. Februar  - 1. März 2020

Borken

So, 23.02.2020

Entführung in die Antike

Am kommenden Samstag stellt Catharine J. Nicely den kürzlich bei PalmArtPress erschienenen Band "Entführung in die Antike - Neue Geschichten um griechische Mythen" vor. Die Moderation übernimmt der Herausgeber und Mitautor Steffen Marciniak.

Es lesen: Carmen-Francesca Banciu
Maria Ioanna Fakitsa
Ulrich Grasnick
Harald Gröhler
Margarete Hamm
Patrick Hattenbergund
Rolf Hochhuth
Norbert Hummelt
Slavica Klimkowsky
Heidi Ramlow
Boris Schapiro
Hans-Christian Tappe

Die Lesung wird an der Violine musikalisch begleitet von David Yonan.

29. Februar 2020, 19:30 Uhr

Literaturhaus Berlin (Großer Saal)
Fasanen Str. 23, 10719 Berlin

Fr, 21.02.2020

Moritz Götze, Der letzte Zentaur oder Der Kampf mit dem Alphabet, Siebdruck 2018

Moritz Götze in der Leipzig

Die Leipziger Galerie Irrgang präsentiert in einer Ausstellung unter dem Titel „Was war, was ist“ Arbeiten des Hallenser Malers, Grafikers und Objektkünstlers Moritz Götze, allen Pirckheimern sicher nicht erst durch die originalgraphische Beilage zu den Marginalien #230 (siehe nebenstehende Abb.) bekannt.
Neben farbenfrohen Öl- und Emaillemalereien werden Installationen sowie die Originalentwürfe zu seinem Keramikfries im Leipziger Geschäftshaus Specks Hof zu sehen sein.

Anlässlich der Eröffnung spricht Friedhelm Haak.

Vernissage: 6. März 2020 um 19.30 Uhr
Ausstellung: 6. März - 18. April 2020

Galerie Irrgang Leipzig
Dittrichring 6, 04109 Leipzig

Do, 20.02.2020

Buch- und Kunstantiquariat Tode, Berlin (Foto © Riewert Q. Tode)

Antiquariate in Berlin 2020

Das vom Landesverband Berlin-Brandenburg des Börsenvereins herausgegebene Verzeichnis "Antiquariate in Berlin" erschien in der Fassung für 2020 und kann in dieser aktualisierten Form ab sofort unter der bekannte Adresse antiquariateinberlin.de online durchstöbert werden.

Die Schließung von Berliner Antiquariaten mit Ladengeschäft hält an, das Angebot schrumpft seit 3 Jahren wieder jährlich um ca. 10%. Enthielt das Verzeichnis 2018 noch 70 Geschäfte, 2019 noch 61, so sind es im aktuellen, von Kathrin Schwarz und Tim Holland redaktionell betreuten Verzeichniss nur noch 54 Einträge (online 55).
Das Verzeichnis erscheint in einer Auflage von 9.000 Exemplaren (2013 wurden noch 13.500 Exemplare gedruckt) und kann gegen eine Schutzgebühr von € 3,50 beim Landesverband des Börsenvereins oder online bestellt werden.

Mi, 19.02.2020

Grillenkäfig und Wasserpfeife

Großereignisse, die China in diesem Jahr nach Leipzig holen - der EU-China-Gipfel und die Konferenz der European Association for Chinese Studies - dazu zeigt das Deutsche Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek eine Kabinettausstellung, die sich einem seltenen Kulturexport aus Südostasien um 1900 widmet: dem Chinesischen Gelehrtenhaus, das 1914 auf der Weltausstellung des Buches in Leipzig präsentiert wurde. Ob Wasserpfeife, Schreibgerät oder Bildrolle, Grillenkäfig oder Zierkachel: Das Gelehrtenhaus gibt einen Einblick in die Arbeitsweise des Gelehrten und erzählt von Inspiration, Kalligrafie und Drucktechnik. Auf der internationalen Ausstellung war es ein Publikumsmagnet und spiegelt die kulturelle Neugier und die Lebhaftigkeit des internationalen Kulturtransfers am Anfang des 20. Jahrhunderts wider. 

Die Universitätsbibliothek gibt unter dem Titel »China in Leipzig« einen gemeinsamen Katalog heraus. 

Ausstellung: 4. März - 15. September 2020

Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig
Deutscher Platz 1, 04103 Leipzig

Di, 18.02.2020

Wahrlich! Es ist ein Himmelsvorgenuss.*

* Gedicht: Der Lorbeer, 1788

Eine Ausstellung im Klingspor-Museum wird sich der Buch- und Schriftkunst zu Friedrich Hölderlin widmen.

1770 wurde Friedrich Hölderlin geboren und beendete sein bewegtes Dichterleben 1843. In seiner ganz eigenen Position zwischen Klassik und Romantik war Friedrich Hölderlin um die Anerkennung der Dichterfürsten Goethe und Schiller bemüht. Dem Ideal des antiken Griechenlands verpflichtet, fühlte sich der Dichter verkannt, sein Leben endete in geistiger Zerrüttung und Einsamkeit. Heute zählt Hölderlin zum Kanon der deutschen Literatur und fasziniert Künstler und reizt sie vielleicht gerade wegen seiner inneren Zerrissenheit zur Auseinandersetzung mit seinem Werk.
In das Programm „Hölderlin 2020" eingebunden, zeigt die Ausstellung Werke der Buch- und Schriftkunst aus den letzten 30 Jahren. Beteiligt sind: 

Anja Harms, Eberhard Müller-Fries,
Corinna Krebber,
Peter Malutzki,
Petra Ober,
Robert Schwarz,
Til Verclas.

Eröffnung: 17. März 2020,19 Uhr
Ausstellung: 18. März - 11. Juni 2020

Klingspor Museum Offenbach
Büsing Palais
Herrnstrasse 8, 63065 Offenbach am Main

Mo, 17.02.2020

Monika Geilsdorf: Selbstbildnis, 1976, Öl und Tempera auf Hartfaserplatte, Foto © Mausolf/VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Der sachliche Blick

"Als Begrüßungsbild gedacht, empfängt den Besucher in der Rathaushalle Frankfurt (Oder) das „Selbstporträt mit Arbeiter“ (1983) von Norbert Wagenbrett [...] Ein Doppelporträt, wo der eine den anderen mit prüfendem Blick in Augenschein nimmt. Oder mit kritischem Blick kontrolliert der Maler das von ihm geschaffene Bild des jungen Arbeiters und nimmt wahr, wie der ihn wohl einschätzt. [...] Zwei von den Leuten des ganzen Landes, zu denen der Dichter Volker Braun bekennt: „Und mitten / Unter ihnen gehe ich, wie sie“. Vom Ich zum Wir, einem landesweiten Kollektiv, das den Sozialismus in der DDR aufbauen wollte. Zwischen Künstlern und Arbeitern bestand wechselseitige Anerkennung. Jeder zwölfte bewies ein starkes Interesse an der Kunst, wollte unbedingt die IX. und X. Kunstausstellung der DDR sehen. So stellte Bernd Lindner die „Herausbildung eines eigenständigen Kunstpublikums in der DDR“ fest. [...] „Seit Jahrhunderten ist der Realismus ein Mittel der Selbstverständigung des Menschen“, betont Wagenbrett seine Haltung und setzt fort: „Solange Künstler zu möglichst realen Mitteilungen über ihre Welt und die Menschen herausgefordert werden, solange wird es Realismus geben.“
Solche Herausforderung gibt es vom bürgerlichen Mitte-Staat nicht. [...]
Aus der wohl größten Sammlung von Kunst aus der DDR (42.000 Werke im BLMK) sind in würdiger Weise 80 Gemälde und Plastiken von 46 Künstlerinnen und Künstlern ausgestellt, die mit aufgeschlossenem und unabhängigem Blick sachliche Bilder gestalteten, die natürlich nicht objektiv sein können, aber dem Betrachter mehr Freiheiten bei der Einschätzung lassen. Sie stammen überwiegend aus den 60er und 70er Jahren.[...]
In den folgenden Abschnitten wurde aus dem „staatlich oktroyierten Kunstdogma“ (Lothar Lang) ausgebrochen und soziale Probleme wurden kritisch reflektiert. Weil diese Kunstwerke Lebensfragen voller konfliktgeladener gesellschaftlicher Widersprüche aufwarfen, gelang es, ein Massenpublikum ästhetisch-geistig zu mobilisieren. In den 70er Jahren gab es nicht nur in Leipzig und in der DDR, sondern ebenso in der Sowjetunion und weltweit einen ähnlich gerichteten Realismus, gleichfalls in der BRD. Mit Fotorealismus, Hyperrealismus oder Super-Realismus im Westen, vor allem in den USA, gab es eine Wechselwirkung, eine herausfordernde Ästhetik des Widerstands. Im Katalog wird richtigerweise auf analoge Entwicklungen im Osten wie im Westen hingewiesen. So gelingt es, feindliche Gegenüberstellungen zu überwinden. [...]
Erst unter Berücksichtigung aller Stilrichtungen und damit der Zusammenfassung aller empirisch subjektiven Wahrhaftigkeiten, wie sie das BLMK nach und nach in Ausstellungen in Frankfurt und Cottbus („Kollektive Signaturen“, Michael Morgner) entfaltet, kann das komplexe Phänomen der Kunst aus der DDR eine kunsthistorische Wahrheit finden."

(Peter Arlt in Das Blättchen, 23. Jahrgang | Nummer 4)

Es erscheint ein Katalog (108 Seiten) 15,00 Euro.

Ausstellung, 26. Januar - 3. Mai 2020,

Rathaushalle
Marktplatz 1, 15230 Frankfurt (Oder)

So, 16.02.2020

Hermann Wiedenroth, Foto © Ursula Saile-Haedicke

5. Braunschweiger Antiquariatsmarkt

Nun schon zum fünften Mal seit 2016 laden Braunschweiger Antiquariate in Kooperation mit dem Landesmuseum Bücher- und Literaturfreunde zum Antiquariatsmarkt ein. Im zentral gelegenen Vieweghaus am Burgplatz präsentieren die AntiquarInnen – sieben aus der Löwenstadt und fünf Gastaussteller aus Bargfeld, Celle, Hannover, Hildesheim und Wernigerode – eine Auswahl aus ihren Schätzen: Raritäten, alte und neuere Bücher aus vielen Gebieten, Karten und Graphik. Besucher können auch eigene Bücher schätzen lassen und Suchwünsche äußern. Geboten wird zudem eine kleine Präsentation zur Literatur und Kulturgeschichte der bewegten 1920er Jahre.

Im Vieweg-Salon gibt es Kaffee und Kuchen sowie zwischen 15 und 16 Uhr eine musikalische Zeitreise mit Liedern und Texten aus der Weimarer Republik, dargeboten vom Duo "K&P - Die Kleene und ihr Pianist".

Kinder ab 6 Jahren können im Landesmuseum verschiedene Aktivitäten ausprobieren: Schreiben mit Gänsekiel oder Rohrfeder und selbst gemachter Tinte – Drucken wie Gutenberg mit beweglichen Lettern – Basteln einer Pop-Up-Karte mit historischen Gebäuden der Stadt Braunschweig. So werden auch die Jüngsten schon an die Liebe zum Buch herangeführt.

29. Februar 2020, 10 bis 17 Uhr

Braunschweigisches Landesmuseum im Vieweg-Haus
Burgplatz 1, 38100 Braunschweig

Sa, 15.02.2020

Freikarten für die Leipziger Buchmesse

Die Pirckheimer-Gesellschaft wird auch in diesem Jahr wieder mit einem Stand auf der Leipziger Buchmesse präsent sein. Und wie schon in den vergangenen Jahren verlosen wir Freikarten für unsere Besucher.

Am Messestand besteht die erste Gelegenheit, im ersten Heft 2020 der Marginalien, unserer vierteljährlich erscheinenden Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie zu blättern und den zweifarbiger Original-Holzschnitt von Volker Pfüller zu betrachten, den ausschließlich unsere Mitglieder mit dem für diese kostenlosen Heft erhalten. (Die Marginalien kosten im Jahresabo ohne Graphik 74 € plus Versand.)

Und jetzt die Frage, die es zu beantworten gilt, um in die Lostrommel für eine Freikarte zu kommen: In welchem Land wurde der Original-Siebdruck, der für Mitglieder dem Heft 235 beilag, von OttoGraphik gedruckt?
Die Lösung bitte per E-Mail an freikarte@pirckheimer.org. Gewinner werden am 1. März 2020 benachrichtigt und an dieser Stelle veröffentlicht. (Mit der Teilnahme an der Verlosung erklärt man sein Einverständnis zur Veröffentlichung des Namens und des Wohnortes, selbstverständlich ohne PLZ oder Straße).

12. - 15. März 2020

Pirckheimer auf der Leipziger Buchmesse
Halle 3, Stand E519

Fr, 14.02.2020

Ausschnitte von l. nach r.: "Phytoplankton", .Diatomeen", .Midgardzormr" © Tina Flau

Tina Flau präsentiert ...

... ihre Werke auf der

Künstlerbuchmesse 1.EDITIONALE Wien vom 6. - 8. März 2020 in der Universität für angewandte Kunst Wien
und
der Künstlerbuchmesse BuchDruckKunst in Hamburg vom 27. - 29. März.2020 im Museum der Arbeit, Hamburg-Barmbek 

Weiter Informationen inden sich auf der web-site der Künstlerin.

Do, 13.02.2020

Holzstich – Druckgrafik aus Russland und Deutschland

Holzstich gilt vielen als die Königsdisziplin der Grafik – die oft nur briefmarkengroßen Blätter, nicht selten auf hauchdünnem Papier gedruckt, sind außerordentlich faszinierend.

In der Ausstellung zeigt die Galerie Wolf & Galentz (am Ort, der vielen Pirckheimern noch als Galerie Pohl bekannt ist) ausgesuchte Werke von über zwanzig Künstlern*innen in verschiedenen Gegenüberstellungen. Darunter sind Werke der deutschen Künstler Karl Rössing (1897–1987) und Karl-Georg Hirsch (* 1938) sowie Arbeiten der weit über die Grenzen Russlands hinaus renommierten Künstler Alexei Iljitsch Krawtschenko (Кравченко Алексей Ильич, 1889–1940) und Wladimir Andrejewitsch Faworski (Фаворский Владимир Андреевич, 1886–1964), um nur die Bekanntesten zu nennen. Auch Michail Michailowitsch Wercholantsew (Верхоланцев Михаил Михайлович,* 1937), Mitglied der russischen Akademie der Künste, hat für diese Ausstellung acht Motive aus seiner Sammlung zur Verfügung gestellt.

Daneben werden Holzschnitte, z.B. von Conrad Felixmüller (1897–1977) und Farbholschnitte gezeigt.

Ein Katalog der Ausstellung ist in Vorbereitung und kann vorbestellt werden. Eine Rezension von Peter Michel zur Ausstellung erschien in der Wochenendausgabe der Jungen Welt am 1. Februar, siehe hier.

Ausstellung: 25. Januar - 1. März 2020
Konzert Soundscapes: 23. Februar 2020, 20 Uhr
Finissage: 1. März 2020, ab 16 Uhr

Wolf & Galentz
Kunsthandlung • Sammlungsbetreuung
Wollankstraße 112a, 13187 Berlin

Di, 11.02.2020

© AID Berlin

Buntspecht – Nachwuchspreis für Bilderbuchillustration

Die Akademie für Illustration und Design Berlin und der Annette Betz Verlag laden herzlich zur Preisverleihung und Ausstellungseröffnung des Nachwuchspreises für Bilderbuchillustration »Buntspecht« ein.
Zum zweiten Mal wird 2020 der »Buntspecht« in Berlin vergeben, der das beste unveröffentlichte Bilderbuchprojekt auszeichnet und die 10 besten Einsendungen in einer  Wanderausstellung präsentiert.

Preisverleihung und Vernissage: 14. Februar 2020, 17 Uhr

Akademie für Illustration und Design Berlin GmbH
Ritterstraße 12-14, Aufgang 2, 10969 Berlin

Mo, 10.02.2020

© Slanted Publishers

Karl-Heinz Drescher - Typografische Plakate

Im Oktober wurde hier im Blog eine Aktion zum Crowdfunding einer Publikation über den Designer Karl-Heinz Drescher (1937–2011) vorgestellt, in welcher die meisten von Dreschers (typografischen) Plakaten in einem umfangreichen Band zusammengefasst sind. Diese Schwarmfinanzierung war erfolgreich und so konnten jetzt interessante Impressionen vom Druck des Buches, welches ab Ende Februar zu erwerben ist, hier vorgestellt werden.

K.H. Drescher - Berlin Typo Posters, Texts, and Interviews
Slanted Publishers (Hrsg.), Markus Lange (Konzept, Design), 2020,
Englisch + Deutsch, 195 x 265 mm, 272 Seiten, 40 €
ISBN: 978-3-948440-00-8

So, 09.02.2020

© Kunstsammlung Jena

common sense in Jena

In der vom  Lyrikers Jörg Kowalski und dem Maler und Grafiker Ulrich Tarlatt gegründeten edition augenweide sind mehr als 50 Künstlerbücher erschienen, unter denen die 30 Almanache der Edition common sense, der erste Band erschien im Dezember 1989, die bedeutendsten Einzelpositionen darstellen. Die Herausgeber orientieren sich bei der Konzeption an den klassischen Almanachen, so etwa an jenen aus dem Fritz Gurlitt Verlag, die regelmäßig erschienen sind und in denen der Bildenden Kunst sowie der Literatur ein gemeinsames Podium geboten wurde. Im Jahrestakt werden KünstlerInnen und SchriftstellerInnen eingeladen, einen Beitrag zu schaffen und diesen als signierte Erstveröffentlichung im Almanach zu publizieren.

Der im Titel programmatisch angelegte „Sinn für das Gemeinsame“ beschreibt die Herausgabe der Bücher gleichnishaft. Die Auflage betrug zunächst 50 Exemplare, später waren es meist 75 Exemplare. Die meisten der Almanache gehen als Belege an die beteiligten KünstlerInnen, in den Verkauf gelangen immer nur wenige, deren Erlös zur Deckung der Unkosten notwendig ist. Buchkunst endet hier nicht im Gesamtkunstwerk, vielmehr ist der Almanach common sense wie eine sprühende Topografie der Möglichkeiten, der jeweils rund 30 Beteiligten in- wie ausländischer Künstler. Mit rund 500 Einzelbeiträgen bietet die Edition aber auch einen exzellenten Überblick über die vor allem deutschsprachige Kunst- und Literaturszene und vereint viele bekannte mit weniger bekannten KünstlerInnen und SchriftstellerInnen.

Eine Ausstellung, die jetzt in Jena zu sehen sein wird,  vermittelt einen Querschnitt aus dem überbordenden Fundus von 30 Jahren Redaktionsarbeit. Ausgestellt werden mehr als 100 Zeichnungen, Grafiken, Gedichte, Texte, Fotografien, visuelle Poesie und Multiples. Verschiedene Sonderveranstaltungen begleiten die Ausstellung.

14. März – 24. Mai 2020

Romantikerhaus Jena

Sa, 08.02.2020

PF 2020 (mit dem Faden)

Zwanzig Zwanzig Dreißig

Neunzehnhundertneunzig, vor nunmehr dreißig Jahren, gründete der Graphiker Christian Ewald in einem der ältesten Häuser von Berlin Köpenick (erbaut sechszehnhundertdreiundachtzig) seinen "Anderthalbmann-Verlag" bibliophiler Bücher, der Bücher mit dem Faden.

Katzengraben-Presse
Katzengraben 4, 12555 Berlin