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Pirckheimer-Blog

Do, 15.11.2018

Jutta Osterhof, Till Schröder, Matthias Haberzettl, Foto © Abel Doering

Das Pirckheimer-Archiv zieht um

Vor einem Monat flatterte der Pirckheimer-Gesellschaft die Kündigung unseres Lagerräume ins Haus und seitdem sind wir dabei, das Lager unserer Gesellschaft zu räumen. Ab Ende November werden wir das dezentralisiert unterbringen müssen, Teile davon gehen nach Augsburg, andere nach Mannheim und manches bleibt in Berlin.
Aber der Umzug ist auch willkommener Anlass, einen Satz der von der Pirckheimer-Gesellschaft herausgegebenen Plakate zusammenzustellen und an das Plakatarchiv der Akademie der Künste zu geben.

Illustration (Ausschnitt) von Antje Damm aus "Was wird aus uns? Nachdenken über die Natur" © 2018 Moritz Verlag, Frankfurt am Main

Im Garten

Eine Ausstellung im Bilderbuchmuseum zum Staunen, Entdecken und Mitmachen.

Ob Paradiesgarten, Irrgarten, botanischer Garten oder der ganz gewöhnliche Schrebergarten – der Garten ist ein Thema mit vielen Facetten. Daher ist es wenig überraschend, dass der Garten und seine Pflanzen- und Tierwelt auch im Bilderbuch einen zentralen Stellenwert einnehmen. Dabei wird der Garten und seine historische Bedeutung und Nutzung nicht nur in fiktiven Geschichten oftmals zum Thema. Auch Sachbücher, wie illustrierte Naturkundebücher sowie Bildenzyklopädien, nutzen den heimischen Nutz- und Schaugarten, um Kindern die vielfältige Thematik und das Verständnis von Natur und Ökologie oder den Jahreskreislauf näher zu bringen. In der Ausstellung »Im Garten» werden Originalillustrationen aus Sachbüchern und erzählenden historischen Bilderbüchern ebenso gezeigt wie pädagogisch  aufbereitete Informationen zu Geschichte, Entwicklung  und ökologischen Zusammenhängen zum Thema »Garten«.  Zusätzlich sollen sich die Kinder dem »Garten» in zahlreichen Mitmach-Stationen spielerisch und kreativ nähern.

Ausstellung: 2. Dezember 2018 - 10. März 2019

Burg Wissem, Bilderbuchmuseum | Burgallee | 53840 Troisdorf

Mi, 14.11.2018

Die Reisen des Ritters John von Mandeville

Von vielen Inseln und wunderlichen Menschen
Künstlerische Gestaltung H. A. Dankert

John Mandevilles Berichte über seine Fahrten nach Indien und China waren der »Bestseller« des Mittelalters: verbreitet in zahllosen Handschriften, nach der Erfindung des Buchdrucks, in gedruckten Ausgaben. Der geheimnisumwitterte Autor, ob nun englischer Ritter oder Lütticher Arzt, tatsächlich Reisender oder nur Kopist berühmter Reisen, verführt uns auch heute noch mit seinen Schilderungen über die sagenumwobene Welt der Skiapoden, hungrigen Anthrophagen, Amazonen, Kentauren, Riesen und Drachen. Wahrlich ein buntes Bild dessen, was an Wesen und Unwesen in seiner erstaunlichen Schöpfung Platz hatte.

Saskia Jeske hat die Auszüge (die Reisen ins Heilige Land wurden nicht aufgenommen) aus dem Mittelhochdeutschen Text der Stuttgarter Papierhandschrift Cod. HB V86 von 1475 in eine heute lesbare Fassung übersetzt, unter Wahrung der sprachlichen Eigentümlichkeiten des Originals.

Das Künstlerbuch ist eine Neugestaltung des Blockbuch VI mit s/w Holzschnitten: 7 ganzseitige und 8 kleinere sowie etliche handgeschnittene Initialien.
Limitierte Auflage 5 Exemplare, römisch nummeriert
Kaschierte Pappe mit Original-Holzschnitten und Schuber
Format 31 x 42 cm, 26 Seiten als Leporello gebunden

edition offizin parvus
Im Atelier Helmut Schulze

Bücherkinder Brandenburg besuchen den Kindermann Verlag

Die Arbeitsgemeinschaft „Bücherkinder Brandenburg“ besucht am Donnerstag den Kinderbuch-Verlag Kindermann.
Dieser Verlag hat sich unter der Leitung von Dr. Barbara Kindermann seit Jahren verdient gemacht, Kindern Klassiker der Weltliteratur näher zu bringen. So erschienen Bücher zu Wilhelm Tell, Goethes Faust, Luthers Thesen oder auch „Die Räuber“ von Friedrich Schiller. Dabei haben die besten Illustratoren Deutschlands die Gestaltung der Bücher übernommen.
Zu den herausragenden Illustratoren in der Bundesrepublik gehört Klaus Ensikat, der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde. In Vorbereitung auf Schillers 240. Geburtstag haben die Kinder das Buch „Die Räuber“ kennengelernt und Klaus Ensikat gebeten, ihm zu Ehren ein Hommage-Buch im kommenden Jahr machen zu dürfen.
Aus diesem Anlass werden die Bücherkinder auch den Künstler treffen und überlegen, in welcher Art sie ihr nächstes Buch anlegen werden. Fest steht schon jetzt, dass die Kinder auch wieder auf der Lesebühne bei der Leipziger Buchmesse im März 2019 lesen dürfen. Die Pirckheimer-Gesellschaft unterstützt diese Arbeit in besonderem Maße und fördert die Schüler, die sich für das Selbermachen von Büchern entschieden haben.
In der Weihnachtszeit erscheint erst einmal das Buch zum Berliner Grafiker Arno Mohr, an dem die Kinder ein Jahr gearbeitet haben.

(Armin Schubert)

„… die Schönheit der Sprache jedoch strahlt .“

Eine Ausstellung in Frankfurt/M zeigt einige der schönsten Stücke von Hermann Rapp (1937 – 2015). 

Hermann Rapp, Schriftsetzer, Holzschneider und Graphiker, fand seine Inspiration stets in den Bildenden Künsten. 1989 gründete er mit seiner Frau Gisela Rapp eine eigene Bleisatzwerkstatt: die Offizin „Die Goldene Kanne“ in Neuweilnau. Hier pflegte er die klassische und experimentelle Typographie mit Bleisatz und Originalgraphik. Dabei verwendete Rapp neugegossene und aufgefundene Schriften sowie handverlesene Bütten- und Konsumpapiere.

Es entstanden edle Drucke zu Texten von Hölderlin, Goethe und Schiller, aber auch zu antiken Dichtern wie Sophokles oder Homer. Vor allem Hölderlin fühlte sich Rapp tief verbunden. Das persönliche Schreiben Hölderlins an seinen Halbbruder Karl Gok setzte Rapp vollendet in Blei. Schellings ‚Aphorismen über die Naturphilosophie‘ gestaltete er als siebzehnteilige Graphikfolge, und zu einem Manuskript aus der Hand Hegels schuf er unter dem Titel ‚Hinterlassenschaft einer Zukunftsidee‘ 34 mehrfarbige Original-Graphiken als Linolschnitte.

Eröffnung: 2. Dezember 2018, 11.00 Uhr
Ausstellung: 3. Dezember 2018 - 3. Februar 2019

Goethe-Haus, Arkadensaal
Großer Hirschgraben 23-25, 60311 Frankfurt am Main

Di, 13.11.2018

GESTE FILM FIGUR

Das Museum Ludwig zeigt eine Auswahl der Arbeiten von Christoph Mauler aus dem AAP Archive Artist Publications in München, von den 1980er Jahren bis heute:

Leporellos, Buchobjekte, Klapp- und Pop-Up-Bücher, meist aus Karton, mit Klebeband zusammengehalten, mit Fotokopien beklebt oder mit Acrylfarbe bemalt.
Reissen, schneiden, kratzen, kleben mit Tesafilm, radieren, übermalen, verdecken, ausprobieren, klammern, verbinden – Tätigkeitsworte charakterisieren die Bucharbeiten von Christoph Mauler oder anders gefasst: Gesten.
Geste, Film, Figur sind ebenso Begriffe wie Sujets, die Maulers Arbeiten ab den 1980er Jahren prägen. Mit starkem Fokus auf das verwendete Material und dem Einsatz von Malerei und Zeichnung reflektiert Mauler Themen und deren Darstellung ebenso wie das Medium Buch selbst.
Untrennbar sind die Bücher nicht nur in der Herstellung mit einer Geste verbunden: Klappt man sie auf, so treten Figuren, Gebäudeteile und surreal anmutende Objekte heraus. Beim Durchblättern der Zeichnungshefte wird die Geste an die BesucherInnen abgegeben, in der Zeichnung erstarrt sie: fragmentarische, steinartige Riesenfiguren sind in den Heften zu sehen, deren Bilder an Sequenzen eines Films erinnern, der plötzlich eingefroren ist. Zwar sind die Figuren hier die Hauptakteure, Gegenstände stehen ihnen als Ware aber gleichwertig zur Seite: ausgeschnittene Produktabbildungen von Messern, Löffeln und Gabeln, in einer anderen Serie Würste und Pommes frites, anwesend als Cut-out-Formen.

Anlässlich der Ausstellung ist im icon Verlag ein Buch erschienen mit Texten von Beatrice Hernad, Hajo Düchting und James Geccelli. Softcover mit Fadenheftung, Klappbroschur, DE/EN, 200 Seiten, 23x15,8cm, Auflage 200, mit 290 Schwarz-Weiß-Abbildungen, ISBN 978–3-928804–89-9, 19.- €

Ausstellungseröffnung: 16. November 2018, 19 Uhr, Einführung: Hubert Kretschmer (Archive Artist Publications
Ausstellung: 17. November 2018 - 13. Januar 2019

Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln im Museum Ludwig
Heinrich-Böll-Platz / Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln

Mo, 12.11.2018

Berliner Pirckheimer treffen Harald Kretzschmar

Harald Kretzschmar, selbst Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, wird am kommenden Donnerstag zur  traditionell im November stattfindenen Lesung mit Berliner und Brandenburger Pirckheimern ins Gespräch kommen. Die letzte Jahresgabe der Gesellschaft war sein im Quintus-Verlag erschienener Titel „Stets erlebe ich das Falsche“, der nicht nur bei Bücherfreunden auf großesses Interess stieß. Der Abend im Antiquariat von Katrin Brandel wird mit Sicherheit weitere Anekdoten aus den Begegnungen von Harald Kretzschmar mit Künstlern, Politikern und anderen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zutage fördern und Antworten auf weiterführende Fragen zum Kulturbetrieb in der DDR und der heutigen BRD liefern. Wir dürfen gespannt sein.

Von der Jahresgabe sind noch wenige Exemplare als Vorzugsausgabe zu erwerben:
Vorzugsausgabe 1 (mit Radierung & Einzeichnung), 99 €
Vorzugsausgabe 2 (mit Radierung), 59 €

Lesung: 15. November 2018, 19 Uhr, Nichtmitglieder sind wie immer willkommen, es wird aufgrund der begrenzten Platzanzahl jedoch um Anmeldung gebeten

Antiquariat Brandel
Scharnweberstr. 59, 12587 Berlin Friedrichshagen

Zeitfluchten über Wortbilder und Bildwörter

Die Münchner Galerie Christoph Dürr stellt Ende November ein neues Künstlerbuch vor:

Emanuel Eckel - Zeitfluchten über Wortbilder und Bildwörter, Gedichte zu Holzdrucken
Vorwort von Prof. Dr. Hans Peter Söder - Junior Year in Munich - Wayne State University
Buchformat: 29,7 x 21 cm
18 Originalholzdrucke, Text gedruckt vom Bleisatz auf Original Heidelberger Cylinder
Auflage: 80 nummerierte, vom Künstler handsignierte Exemplare
ISBN 978-3-923635-75-3
Christoph Dürr Verlag München 2018
mit Unterstützung der „Freunde der Buchdruck-Werkstatt e.V.“ und der Wayne State University, Detroit

Buchvorstellung: 27.Nov.2018, um 19:00 Uhr

Galerie Christoph Dürr
Hübnerstraße 5 - 80637 München

Verlag & Officin Albis, Werner Hiebel
Hilla Rost

DAS BUCH ALS KUNSTWERK

HANDPRESSENDRUCKE, KÜNSTLERBÜCHER, BUCHOBJEKTE

Liebhaber und Sammler von Buchkunst aus Oberbayern können sich sie auf eine Ausstellung in Ismaning mit Handpressendrucken, Künstlerbüchern und Buchobjekten freuen.

Folgende Künstler, Verlage und Werkstätten für Handpressendruck stellen in der Galerie im Schlosspavillon aus:
Verlag & Officin Albis, Werner Hiebel – Handpressendrucke, Buchkunst
Karl-Friedrich Groß – Buchillustration mit Originalen, Kleinstauflagen
Werkstatt Fliegenkopf, Christa Schwarztrauber – Handpressendrucke, Buchkunst
Joachim Jung – Skizzenbücher, Künstlerbücher
Lotte Llacht – Buchbau, Buchobjekte
Prof. Dorothea Reese-Heim – Buchobjekte, Buchskulpturen
Hilla Rost – Künstlerbücher, Unikate
Michaela Schleunung – Künstlerbücher, Skizzenbücher

Vernissage: 16. November, 19 Uhr, Einführung: Gisela Hesse, viele der Verleger, Werkstattleiter und Künstler sind anwesend.
Ausstellungsdauer: 17. November - 16. Dezember 2018

Galerie im Schlosspavillon
Schloßstr. 1, 85737 Ismaning

GUDDI GUTENBERG will Schallgrenze von 100 durchbrechen

In der Allgemeine Zeitung Mainz berichtete Bernd Funke am 1. Oktober über das Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft Erlebniswerkstatt Buchdruck-Museum Soltau:

In Soltau wirbt Bleilaus Guddi Gutenberg für die Errichtung einer Erlebniswerkstatt Buchdruck-Museum. [...] Die Bleilaus, ein in der „Bleizeit" der Druckkunst als Berufsscherz erfundenes Lebewesen, steht auch heute noch als Synonym für Fachkräfte der Druckindustrie, die einmal den Beruf des Schriftsetzers erlernt haben.

Ein rühriger Förderverein bemüht sich mit derzeit 59 Mitgliedern, die Schallgrenze von 100 zahlenden Förderern zu durchbrechen. Dann nämlich können die von einer heimischen Druckerei kostenfrei zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten bezogen und die Nebenkosten aufgebracht werden. „Schwerpunkt wird die Vermittlung der Kunst des Setzens und Druckens sein", erklärt „Bleilaus" und Vorstandsmitglied Renate Gerstel und hofft auf eine Eröffnung des Museums im Jahre 2020.

„Vater" des Soltauer Guddi Gutenberg ist der heute 72-jährige Fred Tödter aus Steinkirchen im Kreis Stade. Als gebürtiger Soltauer und gelernter Schriftsetzer hat er einen besonderen Draht zum Objekt - und so schuf der, der als Gartoonist der Illustrierten Stern unter dem Künstlernamen Tetsche bekannt ist, eben jene Bleilaus auf Letternsockel. [...]"

Wie kann man das Projekt unterstützen?

Fr, 09.11.2018

William Carlos Williams, The Term, Garagendruck 2018 © Traute Langner-Geißler, Garagendruck

Zeitgenössische Buchkunst in München

An diesem Wochenende findet im Münchner Lyrik Kabinett eine Verkaufsmesse zeitgenössischer KÜNSTLERBÜCHER statt. 

Zum sechsten Mal lockt die Messe zeitgenössischer Buchkunst in die Räume des Lyrik Kabinetts mit einer großen gestalterischen Vielfalt und erstaunlichen Raritäten: 14 Buchkünstlerinnen und Pressendrucker, darunter Marc Berger, Johannes Häfner, sowie Tamara Ivanova + Michael Bensman (MTM) zeigen ihre aktuellen Werke, die auch zu erwerben sind. Die äußere Form ist hier meist unabdingbarer Bestandteil der ästhetischen Aussage des Werkes. Das Spektrum der entfalteten Phantasie reicht von Arbeiten, die noch zwischen zwei Buchdeckel gefasst sind – gemalt, gezeichnet, handgeschrieben, im Bleisatz oder mit Originalgrafik, in Papier geschnitten und vieles mehr – bis hin zu solchen, die die Buchform gänzlich verlassen. Zur Eröffnung gibt der Sammler Reinhard Grüner Einblick in diese eigenständige und faszinierende Welt der Buchkunst.

Weitere Infos unter www.buchkunst-muenchen.de.

Eröffnung: 9. November 2018, 18 Uhr
Messe: 9. - 11. November 2018

Lyrik Kabinett
Amalienstraße 83a, München

Entdeckungen bei ganz besonderen Büchern

CHRISTIAN EWALD STELLT SEINE KATZENGRABENPRESSE VOR
Eine Veranstaltung des Freundeskreises Literaturhaus Heidelberg und der Pirckheimer-Gesellschaft

In seinem 1990 gegründeten Verlag »Katzengraben-Presse« veröffentlicht der Pirckheimer Christian Ewald, gelernter Grafiker aus Weimar, zwei Titel im Jahr. Für sein erstes Buch, das letzte der DDR, erhielt er prompt den »Preis der Stiftung Buchkunst«. Weitere Auszeichnungen folgten, u.a. so renommierte wie der »Premio Felice Feliciano di Verona« und der »V. O. Stomps-Preis 2013« mit einer Sonderausstellung im Gutenberg Museum Mainz.

Ewalds Bücher sind oft zweisprachig, erscheinen in 999 Exemplaren, davon 99 Vorzugsausgaben. In seinem Programm finden sich Titel von Heinrich Heine und Friedrich Schiller, vor allem aber Erstausgaben meist unbekannter Texte zeitgenössischer Autorinnen und Autoren, zuletzt »Schweipolt« von Gusel Jachina, die für ihren Roman »Suleika öffnet die Augen« mit dem wichtigsten russischen Literaturpreis ausgezeichnet wurde.

Gesammelt werden die Wunderstücke der »Katzengraben-Presse« von Museen und Bibliotheken, von Buchliebhabern im In- und Ausland. Und: Jede Buchpräsentation von Christian Ewald ist als Performance ein Kunstwerk für sich. Beat Brechbühl, der den Verleger dieses Jahr als Ehrengast der Frauenfelder Buch- und Druckkunstmesse in die Schweiz eingeladen hat: »Für mich ist Christian Ewald in Sachen Bücher, Gestaltung und Präsentation seiner Werke einer der einfallsreichsten Menschen.«

29. November 2018, 19 bis 21 Uhr

Haus Cajeth
Heidelberg, Haspelgasse 12

Ángel del Cobre, EL PESCADOR

MÁS POEMAS - MEHR GEDICHTE

der Kalender für das Jahr 2019 ist jetzt endlich komplett und versandfertig.

Es war nicht leicht, ihn überhaupt zustande zu bringen. Die bürgerkriegsähnliche Situation in Nicaragua, mit Straßenkämpfen, Hunderten von Toten und einer korrupten Regierung, die bis jetzt einzig auf die blutige Unterdrückung der Proteste setzt, hat eigentlich alle künstlerische Arbeit in Frage gestellt. Vor allem der Gedanke, daß auch ein Gedicht und eine Graphik eine Antwort auf diese Situation sein kann, hat die Arbeit am Kalender befördert. 

Wie es allerdings in Zukunft mit dem Land, und auch mit dem Projekt, aussieht, ist völlig unklar. Klar ist, daß mehr als ein Drittel der Gruppe entweder versteckt lebt, oder ins Exil nach Costa Rica gegangen ist. Daniel Pulido, der 1974 zur Unterstützung der Revolution nach Nicaragua kam, plant nach Kolumbien zurückzukehren. Toñito Rivera erholt sich von einem Lungenschuß, und Saslaya und Wankar Pupiro versuchen, nach Deutschland zu kommen.

Weitere Informationen zum Kalender und Bestellmöglichkeit hier.

Eckhard Froeschlin
EDITION SCHWARZE SEITE
Alte Papierfabrik
Fabrikstr. 32-40, 72516 Scheer/Donau

Do, 08.11.2018

Heinrich Heine in der Bibliothek Deutscher Klassiker, Aufbau-Verlag 1974

Der junge Heine im alten Berlin – eine Hassliebe?

Heinrich-Heine-Abend zum Geburtstag Heinrich Heines

Heinrich Heine Abend im Bodoni-Museum zum Geburtstag des Dichters mit einem Vortrag von Prof. Roland Schiffter und Andruck eines neuen Heineblattes im Bleisatz, welches alle Gäste erhalten.
Roland Schiffter von der Heinrich-Heine-Gesellschaft Berlin beschäftigt sich mit den prägenden Erlebnissen Heinrich Heines in Berlin in den Jahren 1821-23, 1824 und 1829 und mit den damals Berühmten und Prominenten (Hegel, Gubitz, die Varnhagens, die von Arnims, Grabbe u.a.), die Heine in Berlin traf und die ihn beeinflusst haben. Er betrachtet in seinem Vortrag die Persönlichkeit Heines und die Einschätzung durch seine Freunde und Bekannten.

8. Dezember 2018, 18 Uhr

Bodoni-Museum auf dem Bodoni-Vielseithof
Buskower Dorfstraße 22, 16816 Neuruppin

Mi, 07.11.2018

Rolf Münzner, Die große Raupe, Lithografie, 2017
Steve Viezens, Piecing Together 1, Siebdruck in 8 Farben, 2018

35. Leipziger Grafikbörse

PARADOX“ lautet der Titel der 35. Ausgabe der Leipziger Grafikbörse. Auf Einladung des Vereins Leipziger Grafikbörse e.V. nehmen 100 Künstlerinnen und Künstler teil. Die Künstler stammen überwiegend aus den mitteldeutschen Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Leipzig bildet einen Schwerpunkt. Unter den Teilnehmern sind Altmeister wie Karl-Georg Hirsch oder Rolf Münzner ebenso wie Vertreter der mittleren Generation, junge Künstlerinnen und Künstler sowie auch Studierende. Hinzu kommen Gäste, z. B. aus Köln oder Holland. Sie alle gestalteten Werke in den unterschiedlichsten druckgrafischen Techniken.

Paradox - längst ist das Adjektiv mit griechisch-lateinischer Wurzel zum Bestandteil der Umgangssprache geworden. Mit ihm werden sich scheinbar einander widersprechende Aussagen, Zustände und Befindlichkeiten bezeichnet, die der geläufigen Meinung entgegenstehen. Bezogen auf Verhaltungsweisen, Fakten, Empfindungen sowie Personen entsteht aus tieferer Einsicht in die Paradoxie oftmals ein klareres Verständnis für Sachverhalte und Gegebenheiten. Diese Vieldeutigkeit kann zum Antrieb für gegensätzliche Betrachtungen in Gesellschaft wie Literatur, Musik und bildender Kunst führen, befreiend wirken und Widersprüche lösen.

Im Rahmen der Vernissage am 29. November 2018 wird erneut der „Karl-Krug-Preis“ in Höhe von 1.000 Euro verliehen sowie erstmalig ein Förderpreis in Höhe von 500 Euro.

Seit seiner Gründung im Jahr 1972 beschäftigt sich der Verein Leipziger Grafikbörse e.V. mit der Präsentation zeitgenössischer Grafiken, die mittels klassischer oder moderner Drucktechniken entstehen. Zu diesem Zweck entstand die Ausstellungsreihe Leipziger Grafikbörse, die zunächst jährlich ausgerichtet wurde und inzwischen als Biennale stattfindet. Der Verein besteht aus einer kleinen, sehr engagierten Gruppe Leipziger Künstler, deren Arbeit auch über Sachsen und Mitteldeutschland hinaus in anderen europäischen Ländern als wertvoller Kulturbeitrag geschätzt wird. Mit der 35. Ausgabe ist die Leipziger Grafikbörse bereits zum dritten Mal zu Gast im Museum für Druckkunst.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog zum Preis von 10 € mit einer Übersicht aller Arbeiten. Alle Arbeiten lassen sich zudem käuflich erwerben.

30. November 2018 - 27. Januar 2019

Museum für Druckkunst Leipzig