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Pirckheimer-Blog

Di, 12.06.2018

Druck machen

Die nächste Ausstellung in der Eremitage Gransee des Druckers und Verlegers Marc Berger zeigt Arbeiten von Günter Böhme

Ein Schwerpunkt im vielseitigen Schaffen des Kunsterziehers und Künstlers Günter Böhme sind dessen Grafiken, vor allem die Holzschnitte.
In ihnen überrascht eine erfrischend eigenwillige Bildhaftigkeit zwischen realistischen Rätseln und symbolischen Träumen mit einer bemerkenswerten Gegenwärtigkeit und Lust am Fabulieren. Weitere Informationen finden Sie unter: artboehme.de

Vernissage: 23. Juni 2018, 16 Uhr. Der Künstler ist anwesend.
Einführende Worte: Prof. Roland R. Berger
Ausstellung: 23. Juni - 19. August 2018

EREMITAGE GRANSEE
Galerie für zeitgenössische Buchkunst und Druckgraphik
Mauerstraße 4A, 16775 Gransee

Mo, 11.06.2018

Platz 71. Künstlerbücher

Manuela Büchting, Marina Kampka, ‹usus› Uta Schneider & Ulrike Stoltz und Karl H. Thiel zeigen Künstlerbücher und Reise-Auf-Zeichnungen in verschiedenen konzeptionellen Ansätzen. Das Medium Buch wird als künstlerische Plattform genutzt. Es entstehen Logbücher, Flugunikate, Black Boxes, Fahrtenbücher, Reisen im Kopf und abgefahrene Zeichnungen. In den Büchern werden nicht fassbare Prozesse verortet. Protokolle von Bewegungen und von Beweggründen werden sichtbar gemacht.

Gezeigt werden sehr verschiedene Ansätze buchkünstlerischen Schaffens. Manuela Büchting stellt eine wachsende Reise-Bibliothek vor: Jeweils 5 beteiligte Künstler/innen weltweit (Kanada und Europa) füllen eine der 4 „Black Boxes“ mit Büchern im selben Format aber sehr verschiedenen Inhalten. Marina Kampka zeigt eine Reisedokumentation besonderer Art: 5 Reisen unterschiedlicher Länge nach London dokumentiert sie mit den täglichen Wetterberichten aus lokalen Zeitungen. ‹usus› Uta Schneider & Ulrike Stoltz zeigen Unikatbücher, die während der 20-stündigen Flüge nach und von Australien in dialogischem Prozess gemeinsam gezeichnet wurden. Karl H. Thiel zeigt eine Auswahl seiner mittlerweile 34 Unikatbücher, die auf Zugfahrten in Europa entstehen und je nach Länge der Fahrt unterschiedlich getaktet und mit Zeichnungen gefüllt sind.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Midissage: 14. Juni 2018, 19 Uhr: ‹Artist’s Talk›
Ausstellung: 8. - 23. Juni 2018

Bund Offenbacher Künstler
Kirchgasse 29, 63065 Offenbach

Fr, 08.06.2018

Anja Harms / Eberhard Müller-Fries

» … sind Sie die Flüstergalerie? «

Diese Zeile aus einem Text von Ernst Jandl gibt den Titel der Installation von Anja Harms und Eberhard Müller-Fries im Neuen Gießener Kunstverein. Die Literatur ist der ständige Begleiter der Künstler Anja Harms und Eberhard Müller-Fries. Gedichte u. a. von Paul Celan, Ingeborg Bachmann, Johannes Bobrowski, altenglische Elegien, aber auch die Gesänge aus dem finnischen Nationalepos »Kalevala« stoßen bei ihnen etwas an, was sie in Farben, Formen und Strukturen übersetzen. In ihren Werken vereinigen sie zwei Künste. Anja Harms ist Buchkünstlerin, Eberhard Müller-Fries Bildhauer. Es entstehen raumgreifende, lesbare Skulpturen, Installationen, Buchskulpturen, und Künstlerbücher. Ihre gemeinsam erschaffenen Arbeiten leben von der künstlerischen und handwerklichen Aneignung des jeweils anderen. Sie denken zusammen, was sich ausschließt und eröffnen damit neue Perspektiven.

Künstlergespräch: 7. Juli 2018, 15 Uhr. Zur Ausstellung erscheint eine Edition.

Eröffnung: 16. Juni 2018, 18 Uhr, Einführung: Erhard Waschke
Ausstellung: 16. Juni – 21. Juli 2018

NEUER KUNSTVEREIN GIESSEN e.V.
Ecke Licher Str./Nahrungsberg

Mi, 06.06.2018

Arno Mohr – Das druckgraphische Werk

In einer Woche wird in der Galerie der Berliner Graphikpresse eine Ausstellung mit dem druckgraphischen Werk von Arno Mohr eröffnet. Andreas Wessel spricht einführende Worte, musikalisch begleitet wird die Vernissage von Ilse Klein, Oboe.

Zur Finissage der Ausstellung lädt Sabine Ulber herzlich ein zu einem Gespräch mit Andreas Wessel, dem Herausgeber des Werkverzeichnisses der Druckgraphik, und Dieter Béla, dem langjährigen Drucker des Künstlers. Ab diesem Abend wird es dann auch die Möglichkeit geben, die Vorzugsausgabe des Werkverzeichnisses zu subskribieren.

Aufgrund der begrenzten Platzzahl wird um Reservierung per Telefon oder Mail gebeten.

Vernissage: 13. Juni 2018, 19 Uhr 
Ausstellung: 13. Juni - 20. Juli 2018
Finissage:  20. Juli 2108, 18 Uhr

Galerie der Berliner Graphikpresse
Silvio-Meier-Str. 6
10247 Berlin

Thomas Ranft, Morgen (140 Exemplare), Radierung, zweifarbig gedruckt von eigener Hand in Amtsberg bei Chemnitz

Marginalien # 229

Das 229. Heft der Marginalien wurde heute ausgeliefert.

Als typografische Beilage finden sich darin, in Form gebracht und kommentiert von Matthias Gubig, die 1933 erstmals (unvollständig) veröffentlichten Fingerzeige über den Umgang mit Autoren von Ernst Rowohlt.

Die graphische Beilage, eine zweifarbige Radierung von Thomas Ranft, erscheint diesmal in 4 Motiven. Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft erhalten mit den Marginalien eines der Blätter Roter Drache I, Roter Drache II, Morgen (Abb.) oder Berg.

Inhaltlich wird im aktuellen Heft wieder ein breites Spektrum von Themen behandelt. So beleuchtet unter anderem Matthias Biskupek das Wirken von Jens Henkel und die burgart-presse, Christoph Links beginnt eine historischen Überblick über Verlage in der DDR, Gunnar Decker würdigt den 80. Geburtstag von Nuria Quevedo und Jörg Sundermeier spricht über die Kurt Wolff Stiftung und ihre Arbeit. Das gesamte Inhaltsverzeichnis, sowie Leseproben können in Kürze im Archiv eingesehen werden.

In Heft wird die Tagesordnung der Mitgliederversammlung der Pirckheimer-Gesellschaft veröffentlicht, die im Rahmen des Jahrestreffens am 31. August 2018 um 19 Uhr in Frankfurt/O stattfinden wird.

Überflogenes Grün: Ganzleinenband mit Siebdruck, Titelbild: Überflogenes Weiß, 飛白 (fei bai), 2018

"Herr Hegenbarth" informiert

Die ersten Exemplare des Katalogbuches zur Nachlese von ‚Überflogenes Weiß (I) — Der östliche Hegenbarth‘ sind druckfrisch bei der Hegenbarth Sammlung Berlin eingetroffen.

Vorstellung heute Abend zur Preview auf die neue Ausstellung mit sommerlicher Cocktail-Party 6. Juni 2018 ab 19 Uhr, Mitnahme, solange der Vorrat reicht. (Info + Bestellung)

Morgen startet die Ausstellung Arkona. Deutsche Landschaft japanisch in zwei Zeitfenstern: von 07. Juni - 15. Juli 2018 und von 14. August - 28. September 2018 mit wechselnden Arbeiten und abwechslungsreichem Rahmenprogramm, z.B.

Kindervernissage: Sonntag, 10. Juni (12 - 14 Uhr)
Eröffnungsworkshop für Familien

Lange Nacht der Museen: Samstag, 18. August (18 - 2 Uhr)

Hegenbarth Sammlung Berlin
Nürnberger Straße 49, 10789 Berlin

Schriftenreihe der Hegenbarth Sammlung Berlin
Herrn Hegenbarths Entdeckungen, Band 6
72 Seiten, Fadenheftung, Ganzleinenband mit Dünndecke und Fadenheftung
Format: 21,3 × 27,3 cm, 37 farbige Abbildungen
Hg. von Jutta und Christopher Breu
ISBN 978-3-945970-06-5
26 Euro zzgl. 3 Euro Versand

Di, 05.06.2018

Moderation: Birgit Pomorin, rechts: Harald Kretzschmar

Bunte Bilder für ein Buch in Schwarz Weiss

Harald Kretzschmar stellte heute seinen im Quintus-Verlag erschienenen Titel „Stets erlebe ich das Falsche“ vor (siehe untenstehenden Hinweis), ohne jedoch eine Zeile daraus zu lesen und indem er nur zwei Blicke in das Buch gönnte. Darin eintauchen könne man ja auch zu Hause.

Das Falsche oder das Richtige, wahr oder unwahr, schwarz oder weiß - alles nur Wortpaare, mit denen die Wirklichkeit nur verkürzt beschrieben wird. Vermutlich stimmt wenigstens einigermaßen nur das Wortpaar ´links oder rechts`, denn die Gesellschaft lässt sich nicht in Gegensätzen beschreiben.
Harald Kretzschmar, der vorige Woche seinen 87. Geburtstag feierte, schilderte mit einer Bildpräsentation, was und wer seinen Werdegang (nach anfänglich gemeinsam mit Gerhard Richter verpatzten Aufnahmeprüfung an der Kunsthochschule) formte und begleitete, als Portraitzeichner und Karikaturist, als Vorsitzender der Sektion Karikatur im VBK der DDR, als Buchgestalter und Künstler. Vieles davon kommt natürlich auch in dem heute (nicht) vorgestellten Buch vor! Und Harald Kretzschmar räumte mit Klischees auf, die seit einem viertel Jahrhundert die Darstellung der DDR-Kunstszene in Feuilleton und Kunstkritik bestimmen und belegte das Gegenteil mit amüsanten Anekdoten, verwies deutlich auf die zur Oberflächlichkeit neigende heutige Karikatur und beklagte die zunehmenden Mankos in der modernen Buchproduktion, vor allem in Hinblick auf Buchgestaltung, Illustration und Satire.

Rückblickend eine Masse an Informationen, für die die zwei Stunden "Lesung" eigentlich nicht ausreichten.
Anlässlich der Lesung in der "Helle(n) Panke" konnte nicht nur das beworbene Buch, welches Pirckheimer als Jahresgabe erhalten, käuflich erworben werden, durch das angeschlossene Antiquariat wurden auch einige Titel aus dem Schaffen von Harald Kretzschmar oder mit seiner Beteiligung entstandene angeboten - in der nebenstehenden Abbildung allerdings kaum noch vorhanden.
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Fr, 01.06.2018

Bildvortrag von Harald Kretzschmar

Die Helle Panke - Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin präsentiert eine Lesung mit Harald Kretzschmar, dessen aktueller Titel Stets erlebe ich das Falsche. Der alternative Künstlerreport im Quintus-Verlag erschien. 

Ein zeitlebens kritischer Zeichner nimmt hier Abstand zum Erlebten, indem er noch einmal mitten hinein taucht. Harald Kretzschmar schreibt und zeichnet heute auf, was er in der Begegnung mit namhaften, ihm nahen Künstlern erlebte.
Früh von Josef Hegenbarth, Albert Schaefer-Ast, Otto Griebel und Elisabeth Voigt beeinflusst, wuchs er an der Seite von Leo Haas und Carl Sturtzkopf, Henry Büttner und Heinz Behling, Karl Schrader und Manfred Bofinger in das publizistische Milieu der Zeitschrift Eulenspiegel hinein und prägte es mit. Als satirischer Zeitzeichner und ironischer Gesichterdarsteller orientierte er sich an Leitfiguren wie Olaf Gulbransson, George Grosz, Erich Ohser, Karl Holtz, Herbert Sandberg und Werner Klemke. Auf internationalem Terrain war er Boris Jefimow und Eryk Lipinski, Adolf Born und Herluf Bidstrup verbunden. Ost-West-Annäherungen gab es zu Loriot und Chlodwig Poth, Robert Gernhardt und F. W. Bernstein.

Wie die nebenstehenden Bilder vermuten lassen, wird den Teilnehmer mehr als nur eine Lesung erwarten - Harald Kretzschmar hat nicht umsonst einen "BildVortrag" angekündigt. Wir dürfen gespannt sein.

Bildvortrag: 5. Juni 2018, 19 - 22 Uhr

Helle Panke e.V., Kopenhagener Straße 9, 10437 Berlin

Do, 31.05.2018

Staying Alive

Bilderzählungen von Merav Salomon

Merav Salomon wurde 1967 in Tel Aviv geboren und wuchs in den 70er Jahren in Jerusalem auf. Ihr Grafikdesign-Studium absolvierte sie an der Bezalel Academy of Arts and Design in Jerusalem. Hier leitet sie derzeit die Abteilung Illustration. Ihre Arbeiten erhielten zahlreiche Auszeichnungen wie den Sharet Foundation Prize sowie den Distinguished Award der Israeli Council for Art and Culture. Merav Salomons Illustrationen erschienen unter anderem in der New York Times und dem New York Magazine.
Die frühkindlichen Erfahrungen der lllustratorin prägten die Großeltern, die noch zur Zeit der Weimarer Republik nach Palästina auswanderten.
Obwohl Merav Salomon die deutsche Sprache nicht verstand, vertiefte sie sich dennoch in die Bilder von »Struwwelpeter« oder »Max und Moritz«. Bild-Geschichten blieben seither ihre große Liebe und ließen sie zu einer der wichtigsten Vertreterinnen der israelischen lllustrationsszene werden. Der Stilmix aus klassischer Illustration, Karikatur und Satire ermöglicht es ihr dabei, Themen wie Tod, Krieg, Emigration und Holocaust auf eine grafisch und inhaltlich besondere Weise darzustellen. 

Zur Ausstellung erscheinen Kataloge in englischer und deutscher Sprache. 

Eröffnung: 10. Juni 2018, 11 Uhr, Einführung: Prof. Dr. Jens Thiele AusstelIungskuraor, Merov Solomon wird anwesend sein. Musikalische Begleitung:ltoy Dvori, Dozent an der Hochschule für Musik Dresden
Ausstellung: 10. Juni - 2. September 2018

Burg Wissem, Bilderbuchmuseum | Burgallee | 53840 Troisdorf

Mi, 30.05.2018

links: Thomas Baumhekel (*1963), nach: Laozi, Daodejing, Kap. 64, 25.6.1996, Tusche auf Holz, rechts: Paul Klee (1879—1940), Physiognomie einer Anpflanzung, 1924, Aquarell (Detail)

Überflogenes Weiß

Ab dem 7. Juni weht mit den Pinselzeichnungen von Thomas Baumhekel (*1963) ein frischer Wind durch die Hegenbarth Sammlung Berlin:

Vor 25 Jahren hat Baumhekel die chinesische und japanische Schrift in die zeitgenössische Malerei eingeführt. Seitdem ‚schreibt‘ er konsequent in großen und kleinen Formaten zu verschiedenen Kapiteln der europäischen Kunst- und Kulturgeschichte.

Unter dem Titel Arkona. Deutsche Landschaft japanisch werden ausgewählte Schriftbilder und Objekte aus seinem Werk präsentiert. Sie versetzen den Betrachter an Orte berühmter deutscher Landschaftsbilder und an erdachte fernöstliche Gestade: Die Schönheit der Zeichen weckt eine unbekannte Art des Sehens und Empfindens.

In verschiedenen Etappen werden dazu ausgewählte Originale u.a. von Caspar David Friedrich (1774—1840), Josef Hegenbarth (1884—1962) und Paul Klee (1879—1940) angesteuert.

07. Juni - 15. Juli 2018

Hegenbarth Sammlung Berlin
Nürnberger Straße 49, 10789 Berlin

DAS IDEALE BUCH

Der Pirckheimer Sven Uftring bringt eine Legende zurück ins Jetzt: Thomas James Cobden-Sandersons The Ideal Book or Book Beautiful aus der Doves Press. Das Buch erschien im Jahre 1900 als zweite Publikation der berühmten Handpresse aus England. Ihre Gründer Thomas James Cobden-Sanderson (1840–1922) und Emery Walker (1851–1933) waren enge Weggefährten von William Morris, dem Gründer der Kelmscott Press und Erneuerer der Buchkunst. Waren die Bücher der Kelmscott Press überaus reich geschmückt, so verzichtete man bei denen der Doves Press auf jegliches Ornament. Die ASKU PRESSE von Sven Uftring initierte nun diesen originalgetreuen Neudruck des dünnen Heftchens inklusive der späteren Übersetzung Jan Tschicholds. Angesichts seiner Seltenheit – die Originalausgabe wurde in 300 Exemplaren gedruckt – ein löbliches Unterfangen.

Möglich macht dies Robert Greens Sensationsfund von 151 Original-Lettern der ›Doves‹ in der Themse vor vier Jahren. Die originale Druckletter des Buches wurde von Cobden-Sanderson selbst zerstört, damit seine Schriften nach seinem Tod »dann das Schicksal aller Welt teilen und in die Ewigkeit eingehen, unberührt von fernerem Gebrauch oder sonst etwas«, wie seine Tagebücher später preisgaben. Ab 1913 schüttete er Nacht um Nacht zuerst alle Matrizen in die Themse. In den Jahren 1916 und 1917 folgte die gegossene Schrift. Doves-Experte Green entwickelte nun eine digitale Version der Doves Type, die die Grundlage des Nachdrucks bildet. Er wurde nach der Ausgabe aus dem Jahre 1900 absolut originalgetreu nachgesetzt und um die deutsche Übersetzung sowie ein Nachwort aus dem Jahre 1963 von Jan Tschichold erweitert. Gedruckt wurde das Werk von Fotopolymer-Platten auf einem Original Heidelberg Cylinder aus dem Jahre 1954 bei den Lettertypen in Berlin.


Thomas James Cobden-Sanderson:
The Ideal Book or Book Beautiful.
A Tract on Calligraphy, Printing and Illustration & on the Book Beautiful as a Whole.
Das Ideale Buch oder Schöne Buch.
Eine Abhandlung über Kalligraphie, Druck und Illustration und über das Schöne Buch als ein Ganzes. In der Übersetzung und mit einem Nachwort von Jan Tschichold.
31. Druck der ASKU-PRESSE. 2018.
ISBN 978-3-930994-31-1

Weitere Angaben und Bestellmöglichkeit hier: Das Ideale Buch.

Di, 29.05.2018

Freud und Leid mit der Kunst

So der Titel einer Rezension der Jahresgabe der Pirckheimer-Gesellschaft in der Ostthüringer Zeitung von Volker Müller:

"Mitbegründer des Greizer Satiricums Harald Kretzschmar erweist sich im jüngsten Buch in Wort und Bildals Meister des Porträtierens

Greiz. Kunst schaffen und über Kunst schreiben, sind aller Erfahrung nach zwei verschiedene Dinge. Nicht allzu vielen Frauen und Männern ist esgegeben, auf beiden Gebieten gleichermaßen Bäume auszureißen. Die Karikaturistenlegende Harald Kretzschmar dürfte der seltenen Kategorie zuzuordnen sein. Der Kleinmachnower hat mit seinem kürzlich bei Quintus, einem Imprint des Verlags für Berlin-Brandenburg, erschienenen Buch „Stets erlebe ich das Falsche“ erneut eine Probe seines auch bemerkenswerten schriftstellerischen Könnens geliefert. ..."

(hier weiterlesen)

Mo, 28.05.2018

Ralf Hentrich, o.T., aus der Folge „Ätzungen eines unbekannten dänischen Radierers“, 2017, Aquatinta und Kaltnadel, 10 x 12,2 cm
Rahel Mucke, Randbebauung, 2016, Reservage und Kaltnadel, 15 x 19,5 cm

In Landschaften

Stimmungsgeladene Schwarz-Weiß-Radierungen, dominiert von den Linien der Kalten Nadel, von Ralf Hentrich stehen in der 106. Ausstellung des Druckgraphik-Ateliers in einem spannenden Gegenüber zu den rätselhaft-heiteren, überwiegend einfarbigen Radierungen von Rahel Mucke. Beide haben sich für das kleine Format entschieden, in welchem sie mit ihren Kompositionen große Musik intonieren.

Ralf Hentrich, geboren 1965 in Zehdenick, hat sein Handwerk der Radierung – er arbeitet ausschließlich in der Graphik – bei u.a. Harald Toppel (1992/93) und in Kiel an der Muthesius-Hochschule bei Prof. Ekkehard Thieme (1997/99) gelernt. Verschiedene Arbeitsstipendien nutzend, vertiefte und verfeinerte er seine Bildsprache. In vielen Ausstellungen und Beteiligungen zeigte er bisher seine Arbeiten und erhielt Preise, zuletzt 2014 den Brandenburgischen Kunstpreis. Er lebt und arbeitet in einem ruhigen kleinen Dorf, wo die Mark Brandenburg landschaftlich in die Mecklenburgische Seenlandschaft übergeht. Dort ist alles vorhanden, was für ihn ein Bild benötigt: weitgestreckte Wälder mit einzelnen Baumriesen, versteckte Seen, Niederungen, Pappelalleen, Feldwege mit Telegrafenleitungen, Strohmieten, Findlinge, Zäune, Hochstände und Wolken.

Rahel Mucke, geboren 1963 in Köthen/Anhalt, aufgewachsen in Halle/Saale, Malerin und Graphikerin, studierte von 1983-1985 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee Grafik-Design und präsentierte auf zahlreichen Ausstellungen und Beteiligungen ihre Arbeiten. Sie zeigt poetisch-abstrahierte Reservagen und Aquatinten, bearbeitet auch mit der Kaltnadeltechnik, mit Linien und modulierten Flächen voller emotionaler Schönheit und Individualität, erwachsen aus der Erforschung und Bearbeitung ihres Lebensumfeldes in Berlin, bei ihren ausgedehnten Radtouren im Umland sowie Reisen: Katen, Häuser und Burgen, Fauna und Flora sowie die Elemente Wasser und Luft.

Eröffnung: 9. Juni 2018, 17 Uhr, Musik: Janni Struzyk, Tuba
Ausstellung: 9. Juni - 3. Juli 2018

Druckgraphik-Atelier | Edition keller-druck
Dietrich-Bonhoeffer-Str. 3, 10407 Berlin

So, 27.05.2018

Silent Language

Nicht nur viele Grafiker beteiligen sich am Festival artspring 2018, einige auch mit Buchillustrationen und Künstlerbüchern. Darunter auch Inken Reinert, mit der man in der Ateliergemeinschft Milchhof zu ihrem, 2017 erschienenen Künstlerbuch Silent Language ins Gespräch kommen konnte.

Mit eine Folge von Zeichnungen überlagert Inken Reinert Kurven und Diagramme mit der Notation von Stimmen aus einem wissenschaftlichen Werk aus dem Jahre 1934 über Electro-Akustik.

"80 Jahre nach Erscheinen des Buches tauchte Inken Reinert in die Tabellen der mechanischen Aufnahmen von Wörtern ein, die wir nicht mehr hören können. Als Sie schließlich anfing, auf den Diagrammen zu zeichnen, scheinen die Stimmen der italienischen Männer und der Frauen mit ihr zu schwingen. Der Künstler wird zu einem Medium, das die Klänge jener Worte, die vor vielen Jahren gesprochen wurden, erfasst und transformiert."  (Ania Corcilius)
Eine Zeichnung, die in mehreren Stunden sorg­fältiger Arbeit entstand, mutet an wie ein flüchtig hingeworfener Pinselstrich, wie das Protokoll einer raschen Handbewegung, einer Geste.“ (Markus Wettstein)

Das Buch enthält Texte von Ania CorciliusManuel Saiz und Markus Wettstein.

72 Seiten, 18 doppelseitige Zeichnungen
180 x 230 mm
Zeichnungen 340 x 230 mm
Soft cover, Schweizer Bindung
Englisch, Deutsch, Spanisch
Auflage: 125 Exemplare
32 Euro

Vorzugsausgabe mit einer Lithografie auf einer Original-Seite des Buches L’analisi elettroacustica del linguaggio by Gemelli and Pastori, Società Editrice “Vita e pensiero”, Milano 1934
Auflage: 25 Exemplare
180 Euro

Sa, 26.05.2018

Vergänglichkeit

Am 8. Juni wird im Stift Lilienfeld die Ausstellung "Vergänglichkeit" eröffnet, in der Künstlerbücher und Grafiken aus der Werkstatt der Neuhauser Kunstmühle gezeigt werden. 

Um 16.00 Uhr würde das Stift Lilienfeld bei Interesse eine Sonderführung für Besucher der Vernissage veranstalten. Alle Interessierten werden gebeten, sich per E-Mail bei Elisabeth und Nikolaus Topic-Matutin anzumelden, sie werden die Anmeldungen weiterreichen.

Für alle, die dem schönen Traisental einen Nachmittag widmen möchten, veranstaltet die Neuhauser Kunstmühle ab 14.00 Uhr Führungen durch die Werkstatt.

(Elisabeth und Nikolaus Topic-Matutin)

Vernissage: 8. Juni 2018, 19 Uhr
Ausstellung: 8. Juni - 1. Oktober 2018

Stift Lilienfeld
Österreich