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Pirckheimer-Blog

Do, 04.04.2019

Briefe an Freunde

Zur Leipziger Buchmesse konnten wir u.a. auch PalmArtPress als neues Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft begrüßen.

Die Inhaberin dieses Verlags, Catharine J. Nicely, kündigte jetzt eine besondere Ausstellung mit Buchpräsentation an: "Gerda Lepke - Briefe an Freunde". Die heute in Gera lebende Künstlerin Gerda Lepke, Lebensgefährtin von Max Uhlig, ist eine der Mitbegründerinnen der Dresdner Sezession 89 und deren Ehrenmitglied.

Vernissage: 6. April 2019, 18. 
Ausstellung: 6. April - 18. Mai 2019

PalmArtPress
Pfalzburger Str. 69, 10719 Berlin

Vienna Comix

Am kommenden Wochenende, wird die Neuhauser Kunstmühle auf der Vienna  Comix zu finden sein. Dort präsentierst Elisabeth und Nikolaus Topic - Matutin wie schon zuvor auf der Leipziger Buchmesse Remigio (und Eduardo wird dort auch zeichnen). Einige Fotos und Videos aus Leipzig findet man auf den Facebook-Seiten von Remigio und der Neuhauser Kunstmühle.

Die Neuhauser Kunstmühle hat ihre Präsentationen etwas überarbeitet und einige Originale aus dem Lager hervorgeholt. Und wie immer gibt es 20 % Frühlingsnachlass auf Druckgrafik und Bücher. Zum Beispiel auch für die nebenstehende wunderbare Tuschlithografie von Christiane Pott –Schlager.

6. und 7. April 2019

Vienna  Comix
Modecenterstr. 22, 1030 Wien

Mi, 03.04.2019

"Reframing Worlds" in der Galerie im Körnerpark 2017/18, Foto © Nihad Nino Pusija

DRUCK DRUCK DRUCK

Das Projekt DRUCK DRUCK DRUCK bringt die Druckwerkstatt in die Galerie und schafft Raum für unabhängige Print-Gemeinschaften aus Berlin und darüber hinaus. Die interdisziplinäre, multi-formatige Ausstellung erforscht, wie Printmethoden verwendet werden können, um radikale Ziele in der Kunst, der Bildung und der Gemeinschaft zu erreichen.

Risograph, Siebdruck, Mimeograph, Hochdruck, Xerox; Drucke, Zines, Kunstbücher; Ausstellungen, Installationen, Workshops, Diskussionen, Präsentationen und Leseräume: Über vier Monate werden verschiedene Künstler und Projekte eingeladen, Räume für das Lernen, Kreieren, Teilen, Lesen, Verlegen und Tauschen zu generieren. Die Galerie im Körnerpark verwandelt sich in ein Zentrum für Gemeinschaft, die Ausstellung wächst und wandelt sich in dieser Zeit. Ein Fest für Generationen von Print- und digitalen Leser vor und nach dem Internet.

Mit: Schikkimikki Zinedistro & Library, Czentrifuga kollektiv, Penthaus für schöne Formate, Lucky Punch Press, Archiv der Jugendkulturen, Hopscotch Reading Room, Deniz Beser/Heyt be! Fanzin, Salt and Cedar Press, Erwin Blok, Petra Schulze-Wollgast, Colorama, Lady Liberty Press, Paul Paetzel, Drucken 3000, Gloria Glitzer / We Make It, Luca Bogoni, Outer Space Press / Pogo Books, BAÇOY KOOP, Lucky Punch Press, Aisha Franz, Viktor Vejvoda, Paper News, u.a.

Kuratiert von Nina Prader and John Z. Komurki

Ausstellungseröffnung: Freitag, 12. April 2019, 18 Uhr
Ausstellung vom 13. April - 14. August 2019

GALERIE IM KÖRNERPARK
Schierker Str. 8, 12051 Berlin

Di, 02.04.2019

April, April - aber nur zu 50 %

Selbstverständlich war die Meldung vom gestrigen Tag ein Aprilscherz, die Pirckheimer böten mit der Sektion "E-Book und Video" auch den Sammlern eine Mitgliedschaft an, denen das Buch als Kulturgut, denen die Buchkunst und das gedruckte graphische Blatt egal ist. Auch wenn die Pirckheimer-Gesellschaft in den Anfangsjahren dem Dachverband zugeordnet wurde, der auch den Guppy-Züchtern und Schrebergärtnern eine Heimat bot.

Richtig an der Meldung bleibt jedoch, dass ein reges "Interesse an einer Mitgliedschaft in den letzten Jahren und vor allem wieder auf der kürzlich zu Ende gegangenen Leipziger Buchmesse zu bemerken war" und dass die Mitgliedschaft "für Personen unter 27 Jahren oder in Ausbildung befindlich bis zum 30. Lebensjahr zum Jahresbeitrag von 30 €" möglich ist, sowie, dass alle Mitglieder "die Marginalien mit Originalgraphik und eine Jahresgabe" erhalten.
Übrigens, das Foto stammt von mir ("Launing" ist eine alter Name für den April) und die Zahl der Pro- und Gegenstimmen zum Beschluss verwies auf den 1. April.

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Mo, 01.04.2019

Friederike Jacob wird unterstützt mit dem Akkordeon, mit Gesang und Zwischenfragen von ihrer Schwester, der Sängerin und Schauspielerin Pauline Jacob

Friedenauer Presse stellt sich in Hamburg vor

Die neue Verlegerin der Friedenauer Presse, Friederike Jacob, stellt den von ihr 2017 übernommenen Verlag vor.

Der Verlag Friedenauer Presse, Berlin, wurde 1963 gegründet, seither sind rund 200 Bücher mit dem Signet des Verlags erschienen. Romane und Erzählungen der Weltliteratur, Gedichte, Briefwechsel und Essays, literarische Entdeckungen aus der Vergangenheit und Gegenwart, übersetzt aus vielen Sprachen. Friederike Jacob will die Verlagsgeschichte und Bücher aus dem aktuellen Programm in Lesung und Gespräch vorstellen.

12. April 2019, 20 Uhr

Lesesaal Buchhandlung
Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg

Foto © Constanze Kreiser

Super-Illu

Unter diesem fand am 28. März 2019 in den Räumen der Hegenbarth Sammlung Berlin eine Diskussion statt, die inmitten einer Ausstellung schwarzweisser pixelähnlichen Grafiken von Corinne Laroche - Point(s) de Hasard - (Keine) Punkte des Zufalls - aus der Reihe ‚Überflogenes Weiss‘ plaziert waren. Etwa 50 Zuhörer und 6 Diskutanten versuchten die Grenzen zwischen Bild, Text und Bebilderung zu finden. In dem Wort illustrare stecke auch mostrare (= zeigen) und genau dieses Hinweisende eines Bildes wäre der Illustration zu zuordnen, wenn sie sich nicht als Kunst darstellt. Demgegenüber beschreibt sich Kunst auch in ihrem größeren Freiheitsgrad Ihrer Lesbarkeit. Die Grenzen sind fließend und je nach Bilderschatz möglicherweise auch individuell verschieden.

Vorangegangen war dieser mündlichen Auseinandersetzung eine schriftliche Stellungnahmen aller Beteiligten zum Thema Illustration. Die vierteljährlich erscheinende Zeitung «z.B. / zum Beispiel / zum Buch» #18--21 des Künstlerduos <usus>, Ulrike Stoltz, einer Typographin und Uta Schneider, einer Künstlerin mit Schwerpunkt Zeichnung, bot hierfür den Rahmen. 

Dr. Stefan Soltek, Leiter des Klingspor Museums Offenbach, hatte gesprächshalber auf die Unschärfe der Begrifflichkeit hingewiesen «… man müsste doch einmal den Begriff der Illustration neu denken …» und trat in der Diskussion vehement für eine Qualität der Illustration trotz ihrer Abhängigkeit als angewandte Kunst ein. Kommunizieren funktioniert für ihn immer in Ergänzung von mindestens zwei Medien, mit dem Ziel, etwas ‚Lebensinhaltliches‘ zu übergeben.

Ulrike Stoltz spielte mit der These, dass Illustration mit dem Prozess der Vervielfältigung zu tun haben könnte und deshalb als Begriff erst im 19. Jhd. entstand. Allerdings ist das 19. Jhd. ohnehin die Zeit der Ausdifferenzierungen, auch der Berufe, so wurde z.B. aus dem Baumeister für alle Bauaufgaben eine Gruppe von Fachleuten.

Illumination wäre laut Grimm‘schen Wörterbuch der Vorläuferbegriff von Illustration und hat eine starke spirituelle Komponente, die der Hausherr Christopher Breu (Typograph) mit dem christlichen Farbkodex mittelalterlicher Druck- und Handschriften belegte: (papier-)weiß wie die geschundene Haut des Leibs Christi, rot wie Blut, schwarz die Nägel am Kreuz. Er erinnert an die typische frühkindliche Bildverbundenheit, die vor dem Lesenkönnen als Leseersatz und Gedächtnisstütze dient. Damals waren Bilder zudem etwas Seltenes und damit von höherer Eindringlichkeit.

Matthew Tyson, (Buch-)Künstler, Drucker in 2. Generation und Herausgeber, in England und Frankreich lebend, spürte der Sprache nach. All den Inhalten, die in ihr versteckt sind, der Kraft, die sie im Bezeichnen entwickelt. Der englische Begriff ‚Image‘ ist viel offener und umfassender als das deutsche Wort Illustration. Seine eigene künstlerische Suche gilt der Reduktion, die sowohl Sprache wie auch Bild zu mehr Eindeutigkeit verhelfen soll. Wie das Bild kann auch die Sprache Mehrfachbedeutungen und damit Unklarheiten aufweisen, die das Erkennen ihres eigentlichen Inhalts verstellt. Er betrachtet sich als Künstler, nicht als Illustrator.

Juliane Wenzl, freiberufliche Illustratorin und Dozentin, ging als Beirat im Berufsverband Illustratoren Organisation pragmatisch an das Thema heran: Auftrag und Nutzungsrechte beschreiben für sie eine komplett andere Situation als die des individuellen Antriebs eines Künstlers, etwas von seinem inneren Denken, Empfinden, Sehen zu veräußerlichen. Entsprechend wäre das Ergebnis auch anders zu bewerten.

Im Nachgespräch auf den Gängen ging es mit Uta Schneider allgemein um Übersetzungsprozesse von Sinneseindrücken: in Sprache, in Bilder oder in andere Handlungen. Etel Adnans Künstlerbuch ‚Arabische Apokalypse‘ über den libanesischen Bürgerkrieg, das sie in mehreren Sprachen unterschiedlich bildlich abfasste, ist ein wunderbares Beispiel vom Zusammenspiel aller Komponenten des Gestaltens. Kontextualisierung als ein Mittel, den Begriff Illustration zu begreifen: von allen beteiligten Künstlern gab es eigene Arbeiten im Anschluss zu betrachten. Das Gehörte ließ sich so in einen weiteren Zusammenhang einordnen.

Matthew Tysons über Jahre scheiternde Versuche, asiatische Kalligraphieprinzipien auf lateinische Buchstabenschriften zu übertragen, gehöre ebenso zu dieser Suche nach Zusammenhängen wie das sprachliche Fehlen von Tatbeständen, das Hanneke van der Hoeven beschrieb: ein so unklarer Begriff wie (Körper-)kreislauf existiere im Holländischen nicht, dort beschriebe man die einzelnen Vorkommnisse und sei damit viel genauer.

(Constanze Kreiser)

Foto © Launing

Pirckheimer offen für neue Medien

Bislang sah sich die Pirckheimer-Gesellschaft lediglich als eine Vereinigung von Freunden oder Sammlern des Gedruckten in Form des gut gestalteten Buches und der Graphik, in letzter Zeit entdecken ihre Mitglieder auch stärker den Comic und Graphic Novel für sich. Es mehrten sich jedoch in den letzten Jahren auch Anfragen aus dem Bereich neuer Medien - diesen Sammlern möchte sich die Pirckheimer-Gesellschaft öffnen.

Das rege Interesse an einer Mitgliedschaft, wie es in den letzten Jahren und vor allem wieder auf der kürzlich zu Ende gegangenen Leipziger Buchmesse zu bemerken war, hat der Vorstand der Pirckheimer-Gesellschaft bewogen, die Möglichkeit einer Mitgliedschaft für Freunde neuer Medien zu erweitern und damit auch auf die Bedürfnisse dieser Zielgruppe einzugehen. Dabei wurde auch der Tatsache Rechnung getragen, dass auch in Öffentlichen Bibliotheken die DVD und das E-Book Einzug gehalten hat.
So erging (mit 1 Gegenstimme und 4 Ja-Stimmen) der Beschluss, dass mit heutigem Datum jed*er Interessierte in der neu gegründeten Sektion „E-Book und Video“ Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft werden kann. Diese Mitgliedschaft kann zu den gleichen Bedingungen wie auch für Freunde des Buches oder der Graphik beantragt werden: für Personen unter 27 Jahren oder in Ausbildung befindlich bis zum 30. Lebensjahr zum Jahresbeitrag von 30 €, darüber hinaus zum Beitrag von 90 €. Diese Mitglieder erhalten wie alle anderen die Marginalien mit Originalgraphik und dieselben Jahresgabe, wobei die Zeitschrift Marginalien um eine Rubrik mit Ankündigungen von E-Books und gut gestalteten DVD-Editionen erweitert wird.

Als Mitglied "E-Book und Video" hier anmelden

So, 31.03.2019

Frank Kühne (Carlsen Verlag) gratuliert Ulrike Jänichen, Foto © Catalina Langer

Premiere des Hamburger Bilderbuchpreises

Die Hallenser Illustratorin Ulrike Jänichen erhielt den Hamburger Bilderbuchpreis, der erstmals vom Verein Neues Bilderbuch in Hamburg verliehen wurde, für ihr Bilderbuchkonzept "Zug der Fische", welches in Anlehnung an die Erzählung einer ukrainischen Autorin entstanden ist. Die Erstveröffentlichung des Buches soll in Zusammenarbeit mit dem Carlsen Verlag erfolgen.

Der Hamburger Bilderbuchpreis wird künftig alle zwei Jahre für ein zuvor nicht veröffentlichtes zeitgenössisches Buchkonzept ausgelobt. Das Preisgeld beträgt 12.000 Euro.
Die Preisverleihung erfolgte in der Fabrik der Künste in Anwesenheit des Schirmherren und Senators für Kultur und Medien, Carsten Brosda. Eine Auswahl der Einsendungen wird vom 1. bis 14. April 2019 in der Fabrik der Künste in einer Ausstellung präsentiert, gefolgt von einer Wanderausstellung der Shortlist, die am 22. August 2019 im Kinderbuchhaus im Altonaer Museum beginnt. 

Sa, 30.03.2019

„Sie werden uns bald überrollen…”

Pfälzer Auswanderer, Flüchtlinge und Glücksritter in den USA

Ein Programm im im südpfälzischen Edenkoben widmet sich in einer Sonntagsmatinee der Pfälzer Auswanderung in einer Lesung aus dem Buch ›In Amerika verstorbene Pfälzer. Sterbenotizen und Nachrufe 1884—1917‹ (Hrsg. von Christa Becker und Roland Paul) begleitet mit deutschen und amerikanischen Liedern, gespielt von Alfred Baumgartner

Der am 1. September 1861 in Edenkoben geborene Buchdrucker Conrad Völcker begründete 1884 die Zeitung ›Der Pfälzer in Amerika‹, ab 1885 wirkten auch seine beiden jüngeren Brüder Gustav und August im Verlag mit.

Die Veranstaltung ehrt zugleich in der Reihe ›Landeskinder‹ die Edenkobener Verleger und kehrt somit an deren Ursprünge zurück.

Lesung mit Musik: 31. März 2019, 11 Uhr

Künstlerhaus Edenkoben
Klosterstraße 181, 67480 Edenkoben

Die Vasen meiner Mutter

Die Hegenbarth Sammlung stellt das in der seit 1998 bestehenden edition wasser im turm.berlin erschienen und von Hanneke van der Hoeven und Corn.elius geschaffene Künstlerbuch "Die Vasen meiner Mutter“ vor, welches interessierte Besucher bereits auf der artbook.berlin in Augenschein nehemen konnten.

Die Zusammenarbeit zwischen Hanneke van der Hoeven und Corn.elius gibt es schon einige Jahre. Hanneke liefert die Zeichnungen, in diesem Falle die mit Blumen gefüllten Vasen ihrer Mutter, und die Texte, die Kindheitserinnerungen darstellen. Corn.eilus nimmt diese mit in die Siebdruckerei und bearbeitet sie auf dem Drucktisch. Die Werkstatt ist wie ein Labor: Es brodelt und zischt, und es ist immer wieder eine große Überraschung, in welcher Form die Zeichnungen zurückkommen.

Die Basis ihrer Zusammenarbeit ist Vertrauen und Bewunderung für das Werk des anderen und das handwerkliche Können.

3. April 2019, 19 Uhr, Moderation: Katharina Döbler, Journalistin

Hegenbarth Sammlung Berlin
Nürnberger Straße 49
10789 Berlin

Mi, 27.03.2019

Bernd Friedrich, Foto © Wolfgang Gumprich
Gedenkblatt anlässlich des hundertjährigen Jubiläums des Bauhauses Dessau, Handpressendruck mit historischen Materialien aus dem Anfang des 20. Jhd.

Drucke der BFS Edition Berlin in der Eremitage Gransee

Galerist Marc Berger in der Granseer Galerie begrüßte am Sonnabend zur Finissage in der Eremitage den "Künstler Bernd Friedrich, den er als ´experimentellen Buchdrucker´ vorstellte [...].
Friedrich berichtete über seine Arbeit und erläuterte einige seiner Werke dem interessierten Publikum. Die meisten Arbeiten hätten nur eine Auflage von ein bis vier Exemplaren, er behält immer eines für sich, denn: ´Ich hänge an meinen Bildern´.
Für das Bild ´Tanzwut´ hat er den entsprechenden Artikel aus Mayers Konversationslexikon von 1906 kopiert und entsprechend graphisch bearbeitet. Seine wertvollsten Werke hatte Friedrich extra für die Finissage mitgebracht. Diese Einzelexemplare durften die Besucher nur mit [ ... Seidenpapier] anfassen [ ..., so das ] Buch ´Weiß auf Weiß´ [ ..., ] ein rund vier Meter langes Leporello. Für einige aktuelle Blätter [ ... wählte Bernd Friedrich historische Lettern aus seiner Sammlung, die auch in der Anfangszeit für Publikationen des Bauhauses verwendet wurden, bzw. die Futura, welche bekanntermaßen in enger Beziehung zum Bauhaus und zur Bauhausbewegung steht: Aurora Grotesk fett 60 Punkt und Futura 36 Punkt.]
Bernd Friedrich wurde 1946 in einem Dorf in der Altmark geboren, machte in Berlin sein Abitur mit einem technischen Metallberuf; nach Stationen in Dresden und Berlin arbeitete er als Kunstlehrer. In den 80-ern arbeitete er als Maler und Grafiker, wurde Lehrer in einer Druckwerkstatt. Bis 2009 unterrichtete er an einem Gymnasium als Kunstlehrer. Frühzeitig studierte Friedrich Kunsterziehung in Dresden und Berlin. Seit 1981 ist er freiberuflicher Maler/Graphiker mit eigener Lithographiewerkstatt. 1991 baute er eine Buchdruckwerkstatt auf und gründete die Minipresse "BFS Edition Berlin". Er ist Mitglied des Bundesverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK). Mit seinen Arbeiten war er kontinuierlich in Ausstellungen in Deutschland, Europa, den USA und dem Nahen Osten vertreten, so auch an der Schau ´Schönste deutsche Bücher´ der Stiftung Buchkunst Frankfurt/Main".

(Wolfgang Gumprich, MOZ, 24.3.20129)

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Heinrich Küpper. o.T., 2006, 30 x 42 cm, Pastellkreide
Karl-Theo Stammer o.T.. 2010. 40 x 30 cm, Bleistiftzeichnung

Punkt - Linie - Farbe

Künstlerbücher und Kunst von Heinrich Küpper und Karl-Theo Stammer 

Das Bilderbuchmuseum Burg Wissem hat es sich seit einigen Jahren zur Aufgabe gemacht, in einer lockeren Folge von Ausstellungen Künstlerbücher in ihren vielfältigen Ausformungen und Facetten auszustellen. Zugleich gibt das Museum immer wieder regional verorteten Künstlerinnen und Künstlern, die sich zumeist mit Arbeiten auf Papier befassen, die Gelegenheit, Ausstellungen auszurichten. Mit dem Duo Heinrich Küpper und Karl-Theo Stammer gelingt es, beiden Ausstellungskonzepten in besonderer Weise gerecht zu werden. 

Bereits im Jahr 2002 stellte Heinrich Küpper im Bilderbuchmuseum Burg Wissem eine Vielzahl seiner Künstlerbücher aus. Seitdem blieb der Künstler dem Museum freundschaftlich verbunden, was ihn dazu veranlasste, 2005 und kurz vor seinem Tod, Küpper starb im Dezember 2009, dem Bilderbuchmuseum 23 seiner Bücher zu schenken. Dieser Bestand bildet das Zentrum der jetzigen Präsentation, die zu Ehren des 100. Geburtstages Heinrich Küppers veranstaltet wird. Freie Arbeiten, die von privaten Leihgebern dem Museum zur Verfügung gestellt wurden, ergänzen Küppers Künstlerbücher. 

Karl-Theo Stammer bereichert diese Ausstellung mit seinen Werken. Der in Bonn und in seiner Wahlheimat Südtirol lebende Künstler war in den 1970er Jahren Schüler Heinrich Küppers, der zu dieser Zeit an den Werkschulen, später an der Fachhochschule in Köln lehrte. Das Grundmaterial, mit dem Karl-Theo Stammer bis heute bevorzugt arbeitet, ist Papier. Auf ihm entstehen Linien und Flächen zwischen Gegenständlichkeit, Abstraktion und Konstruktion. Zeichnerisch den eigenen Kosmos entdecken und entfalten, ist dabei ein künstlerischer Ansatz, der die Arbeiten von Küpper und Stammer verbindet - der eine mehr eingebunden in ein prinzipielles Ordnungssystem der Linie, der andere eher im freien zeichnerischen Lauf der Geste. 

Ausstellungseröfnung: 7. April 2019, 15 Uhr
Ausstellung: 7. April - 19. Mai 2019

Burg Wissem - Bilderbuchmuseum der Stadt Troisdorf
Burgallee 1, 53840 Troisdorf

Di, 26.03.2019

Reverenz vor Pablo Picasso, 1999 Reverenz vor Wassily Kandinsky, 1992 Reverenz vor Max Bill, 1998 · Linolschnittdrucke, Je 400 x 400 mm

Reverenzen

In ihrer 24. Ausstellung zeigt die Galerie Eremitage in Gransee Arbeiten von Roland R Berger aus seiner Werkgruppe »REVERENZEN«.
Der Künstler wird zur Ausstellungseröffnung anwesend sein und sie an diesem Nachmittag den Gästen erläutern.
Für Kaffee und Kuchen wird wie üblich gesorgt.

Vernissage: 6. April 2019, 16 Uhr
Ausstellung: 6. April -12. Mai 2019, geöffnet Mlittwoch, Donnerstag und Sonntag von 15 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung (Tel O 33 06 - 2 98 04 37)

Eremitage
Mauerstraße 4a, 16775 Gransee

Klassiker mit Kultstatus

Büchergilde-Abend: Schöner Abend – schöne Bücher

Die Buchhandlung am Obstmarkt lädt gemeinsam mit der Büchergilde Gutenberg und der Sparda-Bank Augsburg herzlich ein zum zweiten literarischen Abend rund um das gute und schöne Buch in der Sparda Lounge!

Klassiker mit Kultstatus: Karel Čapeks Der Krieg mit den Molchen
Čapeks so schwarze wie unterhaltsame Satire auf die politischen Verhältnisse am Vorabend des Zweiten Weltkriegs hat bis heute nichts an Gültigkeit verloren: Lange blieben sie der Welt verborgen, die sprachbegabten Riesenmolche
vor Sumatra, den Menschen sehr ähnlich. Von ihren Entdeckern als Arbeitskräf te missbraucht, wenden sie sich schließlich gegen ihre Ausbeuter. Ein Krieg um die Weltherrschaft beginnt ... Karel Čapeks erstmalig 1936 erschienener Roman ist eine parodistische Materialsammlung unterschiedlichster Textgattungen. Hans Ticha kombiniert dazu einzigartige Typographie mit lllustrationen verschiedensterStile. Ein Kultbuchl

Karel Čapek (1890-1938) zählt zu den bedeutendsten tschechischen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Bereits früh thematisierte er die Bedrohung durch Diktaturen, warnte vor Faschismus und Nationalismus und Iehnte den Kommunismus ab. Er hinterlässt Erzählungen, Romane, Theaterstücke und Feuilletonartikel. lnternationale Bekanntheit erlangte Öapek vor allem durch seine der Sclence-Fiction zuzurechnenden Werke, die an Aldous Huxley und George 0rwell erinnern.
Hans Ticha, geb. 7940, studierte an der Kunsthochschule Berlin-Welßensee. Seit 1970 arbeitet er als freischaffender Künstler. Er ist eine feste Größe der deutschen Buchkultur und illustrierte bislang an die 100 Bücher, davon für die Büchergilde u. a. Gedichtbände von Ernst Jandl, Erich Kästner, Joachim Ringelnatz und Kurt Tucholsky.

→ Lesung von Matthias Klösel (Schauspieler)

Der Molch in Augsburg: Freund oder Feind?
→ Eine launige Betrachtung von Dr. Barbara Jantschke (Direktorin Zoologischer Garten Augsburg)

Das gute Buch im schönen Gewand: Illustrierte Bücher der Büchergilde Gutenberg
Cosima Schneider (Herstellungsleiterin Büchergilde Gutenberg), Willi Ihle (Unternehmer und begeisterter (Vor-)Leser) und Knut Schaflinger (Journalist und Lyriker) im Gespräch mit Kurt Idrizovic (Büchergilde-Buchhandlung Augsburg) über besondere Bücher

Musik von Dreixang … oder so!
→ Für Ihr leibliches Wohl während der Veranstaltung wird mit Getränken und einem kleinen Imbiss gesorgt.

28. März 2019, 19 Uhr
Eintritt € 10 / für Sparda-Kunden, Büchergilde-Mitglieder € 8

Sparda-Bank Augsburg
Prinzregentenstraße 25

Mo, 25.03.2019

klick nebenstehend Leipziger Buchmesse 2019

Impressionen von der Leipziger Buchmesse

Vier ereignisreiche Tage verbrachte die Pirckheimer-Gesellschaft in Leipzig, durch den Vorstand vertreten mit Ralph Aepler, Matthias Haberzettl, Jutta Osterhof, Ralf Wege und weiteren Pirckheimern, wie Katrin und Charlotte Aepler, Abel Doering, Jens-Fietje Dwars und Till Schröder und unterstützt durch viele Pirckheimer, die sich mit eigenen Ständen auf der Messe präsentierten. Und, obwohl die Anzahl der Neueintritte mit 10+ nicht ganz an die der letzten Jahre herankam, war der Pirckheimer-Auftritt in Leipzig erfolgreich. Wir bestritten viele Auftritte auf der Lesebühne, so u.a. mit den Bücherkindern Brandenburg, mit Hartmut Andryczuk und Jens-Fietje Dwars, mit dem Quarch-Verlag, über den in Leipzig eine Dokumentation vorgestellt werden konnte, die alle Pirckheimer in diesem Jahr als Jahresgabe erhalten werden, mit Marc Johne vom BODONI-Vielseithof, wir stellten die Marginalien einer breiten Öffentlichkeit vor und vertieften unsere Zusammenarbeit mit Kunsthochschulen.
Viele Pirckheimer und andere Freunde des gut gemachten Buches und der Druckgraphik besuchten uns, für alle, denen das verwehrt blieb, hier einige Impressionen von der Leipziger Buchmesse 2019. (Fotos © Ralph Aepler, Abel Doering, Manfred Krause, Ralf Wege).

... siehe auch Renate Bojanowski und Mironde Verlag.