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Pirckheimer-Blog

So, 27.01.2019

FRANKENSTEIN 2018

200 Jahre nach Erscheinen der ersten Ausgabe der Mary Shelleys "Frankenstein or, The Modern Prometheus findet in Bristol eine Künstlerbuch-Ausstellung, kuratiert von Simon Ryder, statt.

 

 

Frankenstein ist aus den unterschiedlichsten Gründen ein klassisches Werk. Es ist nicht nur wohl das erste Werk der Science-Fiction, sondern es ist auch ein Kerntext der gotischen Literatur (Dracula wurde erst fast 80 Jahre später veröffentlicht!). Seine Themen Ehrgeiz und Vermessenheit, Ethik und Moral, Verantwortung für die Konsequenz des eigenen Handelns, freier Wille und Empathie sind seit der Erstveröffentlichung des Buches wichtig. Sie haben an Relevanz nichts verloren, sei es hinsichtlich Genmanipulation und der synthetischen Biologie, der künstlichen Intelligenz und des maschinellen Lernens oder der disruptiven Informationstechnologien.
Buchkünstler aus aller Welt haben mit einem enorm kreativen Ideenspektrum reagiert. Einige wurden durch die Themen des Buches angeregt oder haben sich von der Art und Weise inspirieren lassen, wie die Geschichte erzählt wird, andere haben Verbindungen zwischen Frankenstein und anderen klassischen Geschichten wie Dracula und The Golem hergestellt. Für die Ausstellung haben rund 50 Künstlern und drei Kollektive Werke geschaffen, die eine enorme Vielfalt an Ansätzen, Materialien und Techniken aufweisen. Einige davon wurden in kleinen Auflagen angefertigt, manche sind Unikate. Viele von ihnen können käuflich erworben werden.

Ausstellung: 1. Februar - 28. Februar 2019

Bower Ashton Library
University of the West of England (UWE Bristol)
Kennel Lodge Road, Bristol BS3 2JT

Fr, 25.01.2019

Drehort Antiquariat

Wer Zweiflern noch einmal die besondere Atmosphäre, die ein Antiquariat verströmt, vor Augen führen will, sollte diesen unbedingt einen Film empfehlen, genauer, einen Dokumentarfilm über die Geschäftsaufgabe des Hamburger Antiquariats Bernhardt. Wir lesen noch ist eine ruhige, mit wunderschön sparsamer Klaviermusik von Natsumi Echigo unterlegte Studie des Regisseurs Christian Grasse, eine Liebeserklärung, einzig montiert aus geduldiger Beobachtung, Interviewsequenzen mit Inhaber Torsten Bernhardt und nachdenklichen Bemerkungen von Stammkunden und zufälliger Laufkundschaft am Wochenende vor dem Umzug. Das alteingesessene Antiquariat musste nach über 60 Jahren seinen Standort nahe des Hauptbahnhofs im City-Hof, einem eigentlich denkmalgeschützten Wirtschaftswunder-Bürohochhauskomplex, räumen: Der gesamte Block wird abgerissen. Und mit ihm entschwindet ein »Exoticum« wie Regisseur Grasse im Gespräch mit den Marginalien bemerkt, hinausgedrängt in die Außenbezirke der Stadt: »Direkt gegenüber des historischen Kontorhausviertels, trafen sich hier Architekten, Schiffsbauer, Historiker und eine illustre Schar an Durchreisenden. Der Standort war, genau am Rand der hochpolierten Innenstadt, ideal. Nun nach Wandsbek verzogen, ist er neben Handygeschäften, Brautmodeläden, Fahrschulen und Dönerbuden immer noch ein Exoticum, aber ohne Publikum. Eigentlich ein antiquarisches Todesurteil.«

Doch Bernhardt gibt nicht auf. Der Zuschauer begleitet den Inhaber in zweiter Generation zwischen seinen Regalen, am Umzugstag zwischen Helfern, immer wieder beim Gespräch mit Kunden. Und Grasse findet wunderbares Personal: Ein junges Mädchen erzählt vom Sog der Geschichte zwischen Buchdeckeln: »Wenn ich alte Geschichten lese, muss ich auch alte Geschichte riechen können. Wenn ich ein Buch lese, das meine Oma schon gelesen hat, dann fühle ich die Geschichte zwischen den Fingern.« Ein hamburgisch schnackender Stammkunde philosophiert über den Medienwandel: »Die Echokammern der sozialen Medien werden die Meinungsvielfalt verdrängen. Das hat das Buch nie getan, es hat sie gefördert. Du musstest Bücher in eigener Sprache wiedergeben, um andere davon zu überzeugen. Du konntest nicht einfach nur weiterleiten und selbst nichts dazu tun.« Und ein zufällig hereinschauender Herr auf Suche nach Polarliteratur entpuppt sich als ehemaliger Verleger des Astrid Lindgren-Verlags Norstedt in Schweden, der dem Wandel auch optimistisch gegenüber steht: »E-Books sind gut fürs Buch. Aber nicht gut für die Buchhandlungen. Das Antiquariat kann im Internet überleben.«

Vielleicht auch noch vor Ort in Wandsbek. Ein geglückter, trotz seiner Ruhe spannender Film, der Wehmut und Hoffnung gleichermaßen in sich trägt. Die empfehlenswerte DVD kann über das Antiquariat Bernhardt am neuen Standort bezogen werden.

(Till Schröder)

Wir lesen noch. Antiquariat Bernhardt, ein Portrait. Ein Film von Christian Grasse.
CGHamburg Film 2018. 43 Minuten, 10 Euro 
Antiquariat Bernhardt, Wandsbeker Chaussee 159, 22089 Hamburg, 040-336303

Do, 24.01.2019

Grafikbörse und Ausstellung in Leipzig

Am Sonntag endet die aktuelle Ausstellung 35. Leipziger Grafikbörse „Paradox“ im Museum für Druckkunst Leipzig. Zur Finissage findet um 12 Uhr eine Führung mit Kai Hofmann (Museum für Druckkunst statt).
Auf der Grafikbörse werden rund 100 aktuelle Druckgrafiken von internationalen Künstlern präsentiert. Die Leipziger Grafikbörse ist in diesem Jahr zum vierten Mal zu Gast im Museum für Druckkunst Leipzig. Alle gezeigten Arbeiten sind käuflich zu erwerben.

Anfang Februar geht es dann gleich weiter mit Druckgrafik: eine neue Ausstellung zeigt druckgrafische Werke von Markus Lüpertz aus mehreren Jahrzehnten.
Mit dem grafischen Schaffen Markus Lüpertz‘ (*1941) zeigt das Museum für Druckkunst Arbeiten eines der bedeutendsten deutschen Künstlers der Gegenwart. Vor allem bekannt für seine monumentalen Skulpturen richtet die Ausstellung im Museum den Blick auf die druckgrafischen Arbeiten des Künstlers. Gezeigt werden Werkzyklen und einzelne grafische Arbeiten, die die Bandbreite an Drucktechniken in der Ausübung durch Lüpertz präsentieren.

Grafikbörse: 30. November 2018 -  27. Januar 2019
Eröffnung: 7. Februar 2019, 18 Uhr in Anwesenheit des Künstlers
Ausstellung: 8. Februar - 28. Aüpril 2019

Museum für Druckkunst Leipzig
Nonnenstraße 38, 04229 Leipzig

Mi, 23.01.2019

Die Bücherkinder und Klaus Ensikat

"Die Bücherkinder Brandenburg der Evangelischen Grundschule bereiten sich weiter auf eine Hommage á Klaus Ensikat vor. Das zweite Buch mit den Illustrationen zu Schillers "Die Räuber" in der Nacherzählung von Dr. Barbara Kindermann wird jetzt unter die Lupe genommen.

Demnächst erscheint das Buch "Arno Mohr von hinten oder Nichts geht verloren" das vom Bildungsministerium des Landes Brandenburg gefördert wurde."

(Armin Schubert auf Facebook)

Sergej Eisenstein

In seinem theoretischen Lebenswerk METHODE (1932-1948) suchte der sowjetische Regisseur Sergej Eisenstein nach Verbindungen zwischen archaischen Denkstrukturen und Kunstverfahren. Das umfangreiche Manuskript, dessen komplette Fassung (ca. 1560 Seiten) zum ersten Mal von dem Berliner Verlag PotemkinPress veröffentlicht wurde, gleicht einer fragmentarischen Enzyklopädie, deren Sinn sich aus der Montage von Texten, Zitaten, Tagebuchnotizen, Erinnerungen, fremden Briefen, Zeichnungen, Zeitungsausschnitten und sogar Wäscherechnungen ergibt.
Der Autor bewegte sich zwischen den verschiedensten Disziplinen (Psychologie, Psychoanalyse, Anthropologie, Sprachwissenschaft, Ästhetik sowie Kunst-, Literatur-, Musik-, Theater- und Filmwissenschaft), aber auch Sprachen (Russisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch). Übersetzungen der Teile aus dieser Ausgabe (ins Deutsche und ins Englische) erschienen und erscheinen nach und nach in Einzelausgaben. Zwei davon, DISNEY (2017) und DAS URPHÄNOMEN KUNST (2018) werden im Wiener Salon für Kunstbuch vorgestellt.

Oksana Bulgakowa, Professorin für Filmwissenschaft und -geschichte an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und z.Zt. Senior Fellow am ifk Wien, ist eine in Moskau geborene Wissenschaftlerin, die seit Ende der 70er Jahre in Berlin lebt.
 
Dietmar Hochmuth, geboren 1954 in Berlin, DDR; studierte Filmregie in Moskau, drehte als Regisseur und Autor drei Kinospielfilme bei der DEFA in Babelsberg und später ca. 25 Dokumentarfilme, hauptsächlich fürs Fernsehen (arte, ZDF, 3sat, NDR, SR, ORB). In Ergänzung zum Filmemachen lehrte er an verschiedenen Filmhochschulen, Fachhochschulen und Universitäten und er ist als Autor, Übersetzer, Herausgeber und Verleger (Potemkin Press) tätig.

Buchpräsentation und Vortrag: 25. Januar 2018, 19.00 Uhr
Gäste: Oksana Bulgakowa und Dietmar Hochmuth

Salon für Kunstbuch
Luftbadgasse 16, A-1060 Wien

Di, 22.01.2019

Fotomontage: Jindřich Štyrský

Zirkus in der Druckerei. Tschechische Avantgarde

Die 1920er-Jahre waren auch in der jungen Tschechoslowakischen Republik von einer internationalen Aufbruchstimmung geprägt, die Künstlerinnen und Künstler und Architektinnen und Architekten ebenso inspirierte wie Verlegerinnen und Verleger. Gemeinsam wirkten sie daran, künstlerisch anspruchsvolle ‚Bücher für alle Sinne‘ zu schaffen und einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

Der Zirkus diente ihnen neben Film und Varieté als wichtige Inspirationsquelle. Die originellen Einfälle beschränkten sich nicht auf den Umschlag, sondern dehnten sich über die Titelseiten auf den Satz, die Typografie, das Impressum und auf stets neu gestaltete Verlagszeichen aus.

Die Umsetzung der Bücher stellte für die Druckereien eine große Herausforderung dar: „Ich hätte [dem tschechischen Künstler und Publizisten Karel Teige] gewünscht, die Herstellung des Buches ... gesehen zu haben. Er hätte in der Druckerei von Obzina einen Zirkus gesehen wie kaum einen anderen auf der Welt. Der Setzer lief von Setzkasten zu Setzkasten durch die ganze Setzerei, um den Anweisungen des Anstifters nachzukommen. Und bei den Obzinas gibt es Setzkästen!“ (Arthur Novák, tschechischer Kritiker, Bibliophile).

Gegliedert nach künstlerischen Techniken und Formaten, die für die Umschlaggestaltung gewählt wurden – von Linolschnitten über Bildgedichte und rein typografischen Lösungen bis hin zu Fotos bzw. Fotomontagen – zeigt die Ausstellung künstlerisch anspruchsvoll gestaltete Gebrauchsbücher und Zeitschriften, die die Ideen der Avantgarde in einer ganz eigenen Mischung aus lokalen Traditionen und europäischem Weitblick zeigen.

Ausstellung des Deutschen Buch- und Schriftmuseums und der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, anlässlich des Tschechischen Kulturjahrs 2019, in Kooperation mit dem Museum der Tschechischen Literatur Prag und dem Gastland Tschechien – Kulturministerium der Tschechischen Republik, Mährische Landesbibliothek und Leipziger Buchmesse.

Eröffnung: 5. Februar 2019, 19:30 Uhr.
Kabinettausstellung: 6. Februar - 11. August 2019

Tresor des Deutschen Buch- und Schriftmuseums
Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig

Arno Mohr von hinten oder Nichts geht verloren

Vor fast genau einem Jahr konnte an dieser Stelle über den Start eines neuen Projekts der Bücherkinder Brandenburg Bücherkinder Brandenburg berichtet werden: "Nach der erfolgreichen Fertigstellung eines Buches zu Werner Klemke und zu Jureck Becker widmet sich das neueste Projekt der Bücherkinder Brandenburg Arno Mohr. ..."
Der erste Einband zum fertiggestellten Buch schickte Henry Günther jetzt auf die Reise von Gelbensande nach Brandenburg zu Armin Schubert.

Fr, 18.01.2019

Ines v. Ketelhodt - Times Square

Im Licht von Raum und Zeit

Ines von Ketelhodt Fotografien und Künstlerbücher

Ines von Ketelhodt blickt auf ein über 30jähriges Buchschaffen zurück und gehört seit vielen Jahren zu den Protagonistinnen des zeitgenössischen Künstlerbuches. Nach ihrem Studium an der Hochschule für Gestaltung Offenbach gründete sie 1986 mit 5 weiteren Absolventinnen die Künstlergruppe Unica T, die bis 2001 bestand.
Die Fotografie bildete von Beginn an einen Schwerpunkt in von Ketelhodts Arbeit. Dabei ist Ihre künstlerische Position einzigartig in der Kombination von Bild und Typografie. In ihren Fotografien arbeitet sie mit Verfremdung, Unschärfe und Langzeitbelichtung und schafft so ungewöhnliche Seherfahrungen. Der Betrachter erkennt die Motive nicht sofort, sondern sie offenbaren sich durch optisches Ertasten, Suchen und Nachspüren. Oft wirken Bilder wie Traumsequenzen, andere Fotografien lassen Zeitabläufe erkennen. Immer stehen die Fotografien im Wechselspiel mit typografisch sorgfältig inszenierten Texten. Die ausgewählten Texte reichen von AutorInnen der Romantik bis zur Gegenwart.
Farbe spielt ebenfalls eine große Rolle in ihren Büchern, so spürt sie in der Werkreihe „Farbwechsel“ der Wirkung aber auch der Bedeutung der Farben in 6 monochromen Büchern nach. Daneben finden sich auch Bücher in strengem Schwarzweiß gehalten.

Die Sammlung des Klingspor Museums beherbergt zahlreiche Werke der Künstlerin von Beginn ihres Schaffens bis in die Gegenwart, darunter auch das 50 Bände umfassende Buchkunstprojekt „Zweite Enzyklopädie von Tlön“, das von Ketelhodt von 1997 – 2006 zusammen mit ihrem Mann, dem Buchkünstler Peter Malutzki, geschaffen hat.

In ihren Büchern, die in kleinsten Auflagen erscheinen, verbinden sich ausgefeilte künstlerische Konzepte mit technischer Raffinesse und typographischer Meisterschaft. Ihr buchkünstlerisches Werk wurde vielfach ausgezeichnet und ist in bedeutenden Sammlungen in Europa, Asien, Australien und Amerika vertreten.

Die Ausstellung mit nahezu 60 Exponaten gibt einen umfassenden Überblick über das Buchschaffen der Künstlerin.
Zur Ausstellung erscheint ein von der Künstlerin gestalteter Katalog, in dem sie selbst über ihre Werke Auskunft gibt.

Ausstellung: 31. März – 19. Mai 2019

Klingspor Museum.
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Mi, 16.01.2019

Karl-Georg Hirsch "Aufforderung zum Tanz" / Egbert Herfurth "Sündenfall", vom Künstler handkoloriert

Jahresgabe des LBA 2018/19

Als Jahresgabe 2018/19 erhielten alle Mitglieder des Leipziger Bibliophilen-Abends ein grafisches Doppelblatt mit einem Holzstich von Karl-Georg Hirsch und von Egbert Herfurth.
Damit werden die beiden Künstler geehrt, die dem Verein seit vielen Jahren sehr eng verbunden sind. Karl-Georg Hirsch beging 2018 seinen 80. Geburtstag. Eghert Herfurth 2019 seinen 75. Geburtstag.
Das Blatt wurde 2018 von Bettina Haller gedruckt und erschien in einer Auflage von 250 nummerierten und signierten Exemplaren.

Di, 15.01.2019

Bibliotheksreise nach Wien

Auch in diesem Jahr veranstaltet die Kölnische Bibliotheksgesellschaft wieder eine Bibliotheksreise. Diesmal geht es für 6 Tage nach Wien, Reiseleiter ist wieder André Welters, M.A.. Auf dem Programm stehen Besuche der Universitätsbibliothek Wien & MAK, der Stiftsbibliotheken in Melk und Klosterneuburg, der Bibliothek Schottenstift, der Österreichisches Staatsarchiv und der Nationalbibliothek, sowie der Wienbibliothek im Rathaus. Nähere Informationen zum Programm und Reisepreis findet sich hier, das Anmeldeformular hier (deadline: 28. Februar 2019)

Pirckheimer sind herzlich eingeladen, die Kölnische Bibliotheksgesellschaft zu begleiten.

Bibliotheksreise: 12.–17. Mai 2019

Mo, 14.01.2019

Exlibris für Rudolf Nirrnheim. Für dieses Exlibris verwendet Ade das uralte Bildmotiv der Lebensalter. Während aber traditionell die Lebensalter auf einer auf- und absteigenden Treppe dargestellt werden, verlegt Ade das Geschehen auf einen gewundenen Dornenzweig.

Buchkultur in Miniatur. Exlibriskünstler um 1900

Ab heute werden in der Bibliotheca Albertina Exlibris von fünf ausgewählten Künstlerinnen und Künstlern ausgestellt. Die Kabinettausstellung zeigt ausgewählte Werke, darunter von Mathilde Ade (1877–1953), die ab 1895 als Karikaturistin und Illustratorin für verschiedene Zeitschriften tätig war. Ihre Exlibris nutzte sie als Möglichkeit zur humoristischen Zeichnung.

Bei Exlibris handelt es sich um in Büchern eingeklebte Zettel oder Stempel zur Kennzeichnung des Eigentümers. Die Exlibris-Sammlung der UB Leipzig umfasst rund 5.000 solcher Buchbesitzzeichen. Sie setzt sich aus verschiedenen, meist privaten Sammlungen zusammen, die der Bibliothek geschenkt oder vermacht wurden. Die mit Kunstinteresse angelegten Sammlungen enthalten vor allem Stücke aus der Zeit um 1900, als sich die Exlibris-Kunst als eigenständiges Genre der grafischen Kleinkunst etablierte.

14. Januar - 3. März 2019

Bibliotheca Albertina
UB Leipzig

2. Vitrine: Künstlerpublikationen mit Bezug zu München

1-Stundenvisite in der Archiv Galerie

Eine Stunde das tun, was im Museum gewöhnlich nicht erlaubt ist: Vitrinen öffnen, Exponate in die Hand nehmen. Für die aktuelle Ausstellung in der Archiv Galerie „Archives in Residence: AAP Archiv Künstlerpublikationen“ brechen wir mit den gängigen Konventionen und laden Sie ein, in den ausgestellten Publikationen zu blättern und zu lesen.
Hubert Kretschmer, Gründer des Archivs Künstlerpublikationen, und Sabine Brantl, Kuratorin der Ausstellung, erzählen Ihnen Geschichten zu den Exponaten. 

Anmeldung auf der Webseite des Haus der Kunst - Teilnahmegebühr 5.- €

15. Januar 2019, 18 Uhr

Haus der Kunst, München

So, 13.01.2019

Eine kleine Kostbarkeit aus China

Die Verlagsphilosophie des in Gossenberg in Oberfranken ansässigen OSTASIEN Verlags „besteht darin, Bücher herauszubringen, die wissenschaftlich fundiert und daher für Spezialisten von Wert, zugleich aber auch für einen allgemeineren Leserkreis von Interesse sind.“ Eine der zehn Reihen, mit denen die promovierten Sinologen und Verleger Martin Hanke und Dorothee Schaab-Hanke diesem Anspruch gerecht zu werden versuchen, ist die Reihe mit dem programmatischen Titel „Phoenixfeder“ (RPF). Man macht nicht viel falsch, wenn man sie eine bibliophile Reihe nennt, denn mit ihr widmen sich die Verleger trotz bescheidener Mittel auf hohem wissenschaftlichem und ästhetischem Niveau der Veröffentlichung von kulturhistorischen Schätzen aus über 3000 Jahren ostasiatischer Schriftgeschichte und der Gegenwart.

Das vorjüngste, 44. Kind der „RPF“ trägt den Namen Fünfzehn Schnüre Käsch. Eine Novelle aus der Ming-Zeit; nacherzählt von Wang Zhaoqi (geboren 1936), mit Illustrationen von He Youzhi (1922–2016), aus dem Chinesischen übertragen von Jessica Aicher unter Mitarbeit von Rupprecht Mayer. (Weitere Angaben kann die Verlagswebseite vermitteln.) Das Aparte an dieser Ausgabe ist ihre Erscheinungsform, denn die kommentierte, nur 9,2 x 12,5 cm große Übersetzung erschien „im Bundle mit dem [gleich großen] chinesischen Original“.

Das selten gewordene, von den Verlegern auf Umwegen in kleiner Stückzahl erworbene Heft war 1979 im Shanghaier Kunstverlag des Volkes erschienen. Die Verlagsangabe „mit Illustrationen“ ist allerdings etwas irreführend, weil es sich bei den 142 ganzseitigen Zeichnungen um eine Art Comic mit Untertiteln handelt. – Mehr sei hier, an dieser Stelle, über die 159 Jahre vor Schillers Kriminalbericht „Der Verbrecher aus verlorener Ehre“ für eine Anthologie mit dem beziehungsreichen Titel „Sentenzen zur Aufrüttlung der Welt“ niedergeschriebene Kriminalerzählung nicht vorweggenommen. Die beiden (inhaltlich) gewichtigen Bände kosten ja nur 14,80 Euro …

(Bernd-Ingo Friedrich)

Kleine Galerien - ganz groß

In Bad Saarow wird in einer Ausstellung mit Einlaungen zu Kunstausstellungen aus dem Nachlass von Lothar Lang das von Elke Lang in der edition burgart herausgegebene Buch "Vom Briefkasten in den Papierkorb" mit einem Vortrag des Kunstwissenschftlers Jörg-Heiko Bruns vorgestellt. Es moderiert Till Sailer.

Vortrag: 24. Januar 2019, 19:30 Uhr

Gemeindebibliothek Bad Saarow
Ulmenstr. 15, 15526 Bad Saarow

Sa, 12.01.2019

PF 2019

С Новым годом!
A Happy New Year!
Felice Anno Nuovo!
Ein glückliches neues Jahr!

Marc Berger
Edition Schwarzdruck