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Pirckheimer-Blog

Mo, 15.06.2020

Ausriss aus FAZ, 14. Juni 2020

„Wenn über dem Weinberg es flammt“

Buchskulpturen von Anja Harms und Eberhard Müller-Fries

Die großformatige Freiraum-Installation auf dem Rasen unterhalb des Hügels im Park der Werner Reimers Stiftung, auf dem der Hölderlin-Pavillon steht, besteht aus fünf Elementen. Die großen Objekte erinnern an aufgeschlagene Bücher. Deren Gestaltung liegt das Hölderlin-Gedicht „Wenn über dem Weinberg es flammt“ zugrunde, Textfragmente daraus wurden in QR-Codes transformiert – und weiter ins fragmentarische getrieben.
Lücken in den Formen, der weiße Bereich des QR-Codes, erlauben bei den Skulpturen den Durchblick und nehmen die Landschaft mit ins Bild. Einzelne Rahmenelemente bleiben gänzlich frei, so dass die Buchdecke dieses Panorama für die Betrachter einfasst und rahmt. Der Blick der Betrachter genießt so die Landschaftsansicht, die Hölderlin von hier aus so geschätzt hat.
Die QR-Codes auf den kleinen Schildern am Wiesenrand sind mit dem Smartphone abrufbar und stellen auf diese Weise die direkte Verbindung zu dem ausgewählten Gedicht Hölderlins her, verzeichnet für das Jahr 1802.

Ausstellung: 9. Juni bis 31. Oktober 2020

Parkgelände der Werner Reimers Stiftung
Am Wingertsberg 4, 61348 Bad Homburg v. d. Höhe

So, 14.06.2020

Aus dem Flyer zur Ausstellung: Ronald Paris, Der Runde Tisch, Graphit, 1990

Ronald Paris: Bilder vom Sein

Auf Schloss Biesdorf in Berlin läuft seit heute eine Ausstellung mit Arbeiten aus sechs Jahrzehnten von Ronald Paris. Die Ausstellung wird kuratiert von Dr. Gerlinde Förster.

Ronald Paris (*1933) gehört zu den herausragenden Malern und Grafikern seiner Generation. Die retrospektiv angelegte Ausstellung zeigt in einem kontrastreichen räumlichen Gegenüber Malerei und Zeichnungen, die beispielhaft für das Lebenswerk des Künstlers stehen.

Das Werk des Künstlers umfasst Gemälde und Zeichnungen, Grafiken und Collagen, Glasmalerei, Gobelins, Bühnenbilder sowie baubezogene Arbeiten im öffentlichen Raum. Künstlerisch gleichrangig neben großformatigen Arbeiten an exponierten Orten sind die auf der Staffelei im Atelier geschaffenen, häufig durch Literatur, Theater und Reisen inspirierten Bilder und Grafiken.
Paris sucht den Rückgriff auf antike Gestalten und Mythen, ist von den Dramen Shakespeares bis zur Dichtung Volker Brauns inspiriert und greift dieses Material auf für seine künstlerischen Deutungen. Prometheus, Odysseus, Marsyas, Appolon, Sisyphos, Kassandra, Medea, Ikarus, Iphigenie, Sappho oder Hamlet, Lear u.a. sind für ihn Metaphern, um menschliche Grundthemen in gesellschaftliche Kontext seiner Zeit zu stellen.

Ausstellung: 14. Juni – 14. August 2020

Schloss Biesdorf
Alt-Biesdorf 55, 12683 Berlin

Sa, 13.06.2020

Foto: Martin Maleschka

Alle in die Kunst! - Teil 2

Im Rahmen des Ausstellungsprojekts Alle in die Kunst! haben zwei Gruppen von Laienkuratoren ausgehend vom Bestand des Kunstarchivs Beeskow je eine eigene Ausstellung gestaltet. Die zweite Gruppe präsentiert nun „Durch unsere Augen ... ". Ihre Werkauswahl ist geprägt von persönlichen Erfahrungen, Vorlieben und Sichtweisen, wobei die Gruppe gemeinsam ein übergeordnetes Grundgerüst erarbeitet hat. Dieses beschreibt sie so: ,,Die Vergangenheit ist nicht vorbei. Sie ist eingeschrieben in unsere Gegenwart. Die vier zentralen Themen - Zusammenleben, urbaner Raum, Umwelt und Frau in der Gesellschaft - ermöglichen, den geltenden Normen und Werten der Vergangenheit nachzuspüren und laden dazu ein, nach Parallelen und Unterschieden zu unserer Gegenwart zu suchen. Durch die individuelle Auswahl wird jedes Thema aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet und die Vielschichtigkeit der damit aufgeworfenen Fragestellungen sichtbar. Die Ausstellung möchte keine abschließenden Antworten geben, sondern vielmehr zum Nachdenken darüber einladen, was wir aus der Vergangenheit für heute lernen können. Was soll bleiben, was kann vergehen?" 

Ein partizipatives Ausstellungsprojekt des Kunstarchivs Beeskow in Zusammenarbeit mit der Burg Beeskow. 

Eröffnung: 27. Juni 2020, 17 Uhr
Ausstellung: 28. Juni - 23. August 2020

Burg Beeskow, Galerie

Fr, 12.06.2020

30 Jahre Sonnensegel

Aus naheliegenden Gründen muss die Galerie Sonnensegel viele Aktivitäten rund um ihren 30. Geburtstag verschieben, abändern und neu denken.

Trotzdem soll an das anstehende Jubiläum in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt werden. Deshalb  haben die "Sonnensegler" einen "Plan P" (kein Schreibfehler) und zeigen in der Sommerausstellung 2020 Plakate aus drei Jahrzehnten Galeriegeschichte. Die zumeist originalgrafischen Plakate verweisen auf Ausstellungen und Projekte mit Künstlerinnen und Künstlern von A wie Atak bis Z wie Zwirnmann, Katja (augen:falter).

Letzte Exemplare der im Druckladen der Galerie entstandenen Raritäten können auch erworben werden, darunter ein Plakat mit allen Unterschriften der Künstlerfamilie Metzkes /Hann.

(Matthias Frohl)

Ausstellung: 18. Juni - 18. September 2020

Sonnensegel e.V.
Gotthardtkirchplatz 4/5, 14770 Brandenburg a.d. Havel

Do, 11.06.2020

Marginalien 237

Trotz des derzeitigen kulturellen Stillstands fand sich heute im Briefkasten bei den Pirckheimern und Abonenten das neueste Heft der Marginalien.

Über den Inhalt kann man sich hier informieren.

Neben einem Flyer für den 49. und letzten Druck der burgart-presse (siehe vorherigen Post) lag dem Heft eine wunderbar gemachte Einladung bei, Mitglied in der Büchergilde Gutenberg Verlagsgenossenschaft eG zu werden (siehe Abb.) und die typografische Beilage, wie immer gestaltet und erläutert von Matthias Gubig widmete sich in sehenswerter Weise einer kleinen lyrischen Presse(rück)-schau.
Auf der nebenstehenden Abbildung im Vordergrund ist die graphische Beilage (die nur Mitglieder dieser Gesellschaft erhalten) zu sehen. Sie schuf der Pirckheimer und Gründer der Katzengraben-Presse Christian Ewald: Auf- und Abstieg des Kletterers CH. E. durch noch schlafende Alphabet-Rudimente zum 1.990 m hohen Gipfel des Schweigens – in 650 Exemplaren gedruckt vom Klischee von Daniel Klotz bei Die Lettertypen, natürlich mit dem Faden.

ALLES FÜR DIE KATZ

Mit dem 49. und letzter Druck der burgart-presse liefert Jens Henkel einen Überblick über "Dreißig Jahre burgart".

Der Verleger und bekennender Katzenfreund hat 24 befreundete Künstlerinnen und Künstler zu meist doppeldeutigen Darstellungen dieser reizenden Geschöpfe angeregt und die Originalgrafiken in einem Leporello vereint. Das Ganze wird begleitet von einer Dokumentation der Verlagsarbeit, die u.a. eine Bibliografie aller etwa 150 Veröffentlichungen der burgart-presse, eine Verlagschronik und ein Namensregister enthält. Herbert Kästner hat den einführenden Text verfasst. Die zweibändige Ausgabe ist im Mai 2020 erschienen.

Vorzugsausgabe:Ex. 1 - 50, Leporello und Verlagsdokumentation im Schuber, 21 x 21 cm, alle 24 Grafiken signiert, Leporello von Ludwig Vater, Jena; Buchdruck von Hahndruck Kranichfeld. Mitwirkende: M. Aly, H. Andryczuk, A. Berner, F. Eißner, Chr. Ewald, F. M. Furtwängler, M. Götze, S. Golde, B. Haller, Chr. Henkel, K.-G. Hirsch, B. Klöß, A. Lange, H. Leiberg, F. Neubert, U. Panndorf, Th. Ranft, W. Sachs, K. Süß, U. Tarlatt, K. Voigtmann, St. Volmer, U. Warnke, P. Zaumseil, 500,00 €

Normalausgabe:Verlagsdokumentation in 200 nicht nummerierten Exemplaren, 252 Seiten, ca. 223 Abbildungen, 21 x 21 cm, englische Broschur, 25,00 €

Crowdfunding für 2. Aufl. von "Gera ostmodern"

Heute erscheint es uns, als läge das Jahr 2019 in einer anderen Zeitepoche. Doch es war erst letztes Jahr, als ich mit der Herausgabe des Buches Gera ostmodern bei sphere publisher dem Verschwinden der Ostmoderne begegnete; eine Veränderung die ich in meiner Jugend in Gera mit gemischten Gefühlen verfolgte. Im Gegensatz zu meinen vergangenen zwei Büchern legte ich bei Gera ostmodern mit DDR-Ansichtskarten-Motiven den Fokus auf öffentlich zugängliche Bilderwelten. In diesem Bildband habe ich exemplarisch für Gera Echt-Postkarten in schwarz-weiß versammelt. Begleitet wird er von Texten von Ben Kaden, die in die Ansichtskartenkultur der DDR einführen oder geistreich einzelne Postkarten untersuchen.
Vor Corona-Stunde Null entschloss ich mich auch aufgrund der großen Nachfrage – inzwischen ist die erste Auflage vergriffen – , eine zweite Auflage im Herbst 2020 zu publizieren. Um farbige Ansichtskarten, neue Postkarten-Essays von Ben Kaden und einem Einführungstext von Dr. Ing Mark Escherich sollte sie erweitert werden.
Nun Juni 2020 scheint der erste Schock überwunden, trotzdem sind die Folgen für Kultur, Kunst, Wirtschaft und jeden einzelnen von uns kaum absehbar. Rückblickend litt ich, wie die meisten von uns, besonders unter der sozialen Isolation, bin aber auch finanziell betroffen. Besonders mein Buchprojekt ist gefährdet. Deshalb erprobe ich einen neuen Weg der Finanzierung, habe heute eine Crowdfunding-Aktion gestartet und packe zugleich die Chance einer Kofinanzierung durch die EGG Energieversorgung Gera beim Schopfe: Je mehr Leute mich mit einem Betrag ab 10 Euro dabei unterstützen, desto höher fällt das Sponsoring für die Druckkosten meines Buches aus. 

Auf der Projektseite könnt ihr aus verschiedenen Dankeschön-Angeboten wählen. Neben historischen Stadtführungen erwartet Sie von Hand abgezogene Ansichtskarten auf Baryt, Bücher aus meiner bisherigen Produktpalette und Fotos aus meinen Kunstprojekten – auch Martin Maleschka hat tolle Aufnahmen von Gera zur Verfügung gestellt. Wer eine Spendenquittung benötigt, erhält diese auf Anfrage. Dies ermöglicht uns der Verein Komm e.V. aus Grünau, der wunderbarer Weise hinter unserer Aktion steht.

(Christoph Liepach)

sphere publishers
Rosa-Luxemburg-Straße 50
04315 Leipzig

So, 07.06.2020

Denis Scheck im Gespräch mit Klaus Ensikat

eine virtuelle Präsentation

Da die geplante Präsentation des neuesten Buchprojekts der Bücherkinder Brandenburg unter Leitung des Pirckheimers Armin Schubert nicht wie geplant vor den Pirckheimern in der realen Welt stattfinden konnte, wurde diese Buchvorstellung jetzt virtualisiert. Zwei Tage haben die Bücherkindern mit dem Kameramann Joscka Lippelt, dem Illustrator Klaus Ensikat, dem Literaturkritiker Denis Scheck und Pirckheimern in Brandenburg und Berlin einen Beitrag zu ihrem Buch "Ensikat unter der Lupe" gedreht. 

Das Ergebnis wird hier in einigen Tagen vorgestellt.

Sa, 06.06.2020

Pirckheimer half Christo bei Reichstagsverhüllung

Er hat im Laufe der Jahre viele Prominente kennengelernt. Auch den am Pfingstsonntag im Alter von 84 Jahren gestorbenen Künstler Christo. Der Duderstädter Lyriker, Autor und Sammler Wolfgang Windhausen hat, wie er berichtet, nicht nur bei der Verhüllung des Reichstags mitgeholfen. Mit dem Tod Christos lüftet Windhausen nun auch ein seither gut gehütetes Geheimnis.

Christo und dessen Frau Jeanne-Claude hätten ihn seinerzeit gebeten, über einen Brandanschlag auf das Kunstwerk Stillschweigen zu bewahren. „Jetzt nach dem Tod von Christo darf ich nun über ein Ereignis bei der Reichstagsverhüllung sprechen“, sagt Windhausen. Und auch seine Fotos von dem Vorfall in der Nacht nach der Eröffnung der Reichstagsverhüllung am 24. Juni 1995 zeigt der Duderstädter jetzt erstmals.

Was war geschehen? Der heute 71-jährige Windhausen erinnert sich noch gut an seine Begegnungen mit dem Künstler Christo. Kennengelernt habe er ihn bei einer Ausstellungseröffnung in der Berliner Nationalgalerie. „Ich habe mir von ihm ein Plakat signieren lassen. Dabei sprachen wir auch über die anstehende Reichstagsverhüllung“, erinnert sich der Duderstädter, der damals wie heute regelmäßig in Berlin weilt. Windhausens Begeisterung für das Kunstprojekt Christos hatte zur Folge, dass der Künstler ihm angeboten habe, daran teilzunehmen.

Wenig später habe er etwa eine Woche vor der Eröffnung des Kunstwerks mit anderen die Arbeit als „Monitor“ aufgenommen. Ihre Aufgabe habe laut Vertrag mit Christo darin bestanden, erzählt Windhausen, täglich die Besucher des Reichstages über die Verhüllung zu informieren und den Besuchern kleine Proben des Verhüllungsstoffes zu übergeben.

(Eichsfelder Tageblatt, 3.6.2020)

Fr, 05.06.2020

Helge Leiberg in der Tabor Presse

Nach gut 2 Monaten relativer Ruhe in der Werkstatt, ein erster passender Kommentar von Helge Leiberg zur derzeitigen Situation. Auflage: 30 Exemplare, Format: 38 x 28 cm, coronabedingt nur 200 €.
In unserer Werkstatt nimmt die Druckarbeit langsam wieder Fahrt auf. Ein Solidaritäts-Projekt mit 40 (ja wirlich, mit vierzig) Künstlerinnen und Künstlern, zusammengefasst in der Grafikmappe "Splendid Isolation", wird in diesem Sommer erscheinen, die letzten Arbeiten werden gerade gedruckt. Für die Teilnahme an diesem Projekt danken wir allen Künstlern ganz herzlich. Sobald die Mappe komplett ist, erhalten Sie alle Motive zur Ansicht.
Auch der Grafikkalender für 2021 ist in Arbeit und wir hoffen, dass wir alles in diesem doch außergewöhnlichen Jahr, auch mit Ihrer Unterstützung, schaffen werden. Nach fast 40 Jahren Steindruck in der Tabor Presse sollte so ein Virus doch nicht aus der Bahn werfen.

TABOR PRESSE BERLIN
Klaus Büscher, Jan Pelkofer, Paul Klös
Taborstrasse 22, 10997 Berlin

Do, 04.06.2020

E. Hartwig, PARADIES, 05/2020, 2-Farb-Kaltnadelradierung, 16 x 11,2 cm

Druckgraphik V

Das Druckgraphik-Atelier präsentiert in seiner 115. Ausstellung Lithographien, Monotypien und Radierungen von Eberhard Hartwig.

Die Ausstellung ist zu den Offenen Ateliers in Berlin-Pankow innerhalb der artspring Berlin, am 6. und 7. Juni 2020, jeweils von 14-18 Uhr, geöffnet.

In dieser 115. Ausstellung im Druckgraphik-Atelier werden Lithographien, Monotypien und Radierungen von Eberhard Hartwig – entstanden in den letzten ca. 20 Jahren – als Überblick der Techniken gezeigt. Diese vermitteln die Ansätze von gegenständlichen Motiven, direkt vor der Natur als Kaltnadelradierung erarbeitet und zum Teil noch als Probedrucke, bis hin zur Abstraktion als Aquatinta oder Radier-Decollage, Lithographie oder Monotypie im Atelier ausgeführt.

Eine „Eröffnung“ findet – aufgrund der aktuellen Corona-Krise – nicht statt!
Ausstellung: 6. Juni – 25. August 2020

Druckgraphik-Atelier
Dietrich-Bonhoeffer-Str. 3, 10407 Berlin

Mi, 03.06.2020

Sonderheft der Einbogendrucke

Die Einbogendrucke des Pirckheimers Harald Kugler wurden erstmals um ein Sonderheft als Zeitzeugnis erweitert, welches beim Autor zum Preis von 4 € zu erwerben ist, siehe nebenstehende Abbildung.

Und für den Sammler dieser Reihe mit Erzählungen und Betrachtungen zu bibliophilen Themen ist es bestimmt interessant zu erfahren, dass von der Kassette mit den Heften 1-12, sowie von den anderen Einbogendrucken bis zur Nummer 24 noch Einzelexemplare zu beziehen sind, näheres findet sich auf der Homepage des Autors.

Harald Kugler
01796 Pirna, Gartenstr. 3

Di, 02.06.2020

Die Vernissage ist noch virtuell, die Ausstellung aber real

Die Galerie der Berliner Graphikpresse eröffnet mit einer virtuellen Vernissage eine Ausstellung mit Arbeiten des Künstlerpaares Antje Fretwurst-Colberg und Friedrich Wilhelm Fretwurst. Das Video zur Ausstellungseröffnung kann hier angeschaut werden.
Ab morgen ist diese Ausstellung dann auf galerie-berliner-graphikpresse.de und auch real in den Ausstellungsräumen zu bewundern.

Der Katalog zur 3. Sonderauktion mit Werken aus der Sammlung des Pirckheimers Wolfgang Windhausen befindet sich nun auch in der Post. Den Online-Katalog und alle Informationen zur Auktion sind hier zu finden.

Ausstellung: 3. Juni - 17. Juli 2020

Galerie der Berliner Graphikpresse
Silvio-Meier-Str. 6, 10247 Berlin-Friedrichshain

Auf der Abb.: Henry Günther mit "Ton der Demut", dem neuen Künstlerbuch zu Klee/Feininger

Kunstwerke und Schutzmasken

"Schutzmasken, Desinfektionsmittel, Begrenzung der Besucherzahl, weniger Teilnehmer: Bei der beliebten Aktion Kunst offen, bei der Künstler in Mecklenburg-Vorpommern ihre Ateliers und Galerien öffnen, ließen sich die Werke der Künstler nur bedingt genießen. Dennoch waren Teilnehmer wie Gäste froh und dankbar, dass nach Wochen des Stillstands wieder eine etwas größer angelegte Veranstaltung stattfinden konnte. 

"Viele trauen sich offenbar nicht raus". sagte der Buchkünstler, Lyriker und Maler Henry Günther. Am Samstag fand niemand den Weg in sein Atelier in einem Wohnblock am Koch-Gotha-Platz in Ribnitz. Am Sonntag dagegen kamen Besucher im Halb-Stunden-Takt, um zu schauen, wie die Kunstbücher Günthers entstehen. An seinem ehemaligen Arbeitsort in Willershagen seien zu Kunst offen am Tag bis zu 100 Menschen vorbeigekommen.
Die Corona-Krise habe ihn wirt schaftlich schwer getroffen. Für ihn wichtige Messen wie in Frankfurt oder New York fallen weg. Ich lebe von bestehenden Kontakten", so der 70-Jährige. Kunst offen sei für ihn vor allem eine Möglichkeit, für sich zu werben."

(Ostseezeitung, 2.6.2020)

artspring 2020 wird wieder real

Die artspring berlin, ein Monat für die Kunst vom 9. Mai bis 7. Juni, fand in diesem Jahr nur virtuell statt. 

Die erfreuliche Nachricht von heute ist: Das ändert sich in den letzten Tagen dieses jährlich stattfindenden Festivals und ein Stadtbezirk wird getreu dem Motto dieser Veranstaltung doch noch zur Galerie - einige Ateliers des Großbezirks Pankow (ehemals Pankow, Prenzlauer Berg und Weißensee) öffnen am Wochende ihre Türen. Selbstverständlich mit Abstand, mit Maske, mit Rücksicht.

Neben andern Veranstaltungsorten ist dann auch auch die von Immanuel Rohringer kuratierte Gruppenausstellung "Werk im Werk X" öffentlich. Beteiligt sind die Künstler/innen: Tobias Biering, Andreas Blank, Stefan Draschan, Ahu Dural, Thomas bo Henriksson, Felix Höfner, Verena Issel, Mike MacKeldey, Fee Keller, Anton Laiko, Mario Margani, Stefanie Mayer, Stella Meris, Timo Nentwig, Daniel Richter, Merle Richter, Lysander Rohringer, Valeria Sass, Wilken Schade, Melanie Schempinski, Katharina Schnitzler, Oda Schoeller, Hein Spellmann, Anne Staszkiewicz, Timm Ulrichs, Volker Wartmann, Amelie von Wulffen und Thomas Zipp.
Zudem öffnen andere Ateliers im Haus an diesen Tagen ihre Türen.

6./7. Juni 2020, 14 - 18 Uhr 

Schönfließer Str. 7, 10439 Berlin