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Pirckheimer-Blog

Mo, 12.11.2018

Zeitfluchten über Wortbilder und Bildwörter

Die Münchner Galerie Christoph Dürr stellt Ende November ein neues Künstlerbuch vor:

Emanuel Eckel - Zeitfluchten über Wortbilder und Bildwörter, Gedichte zu Holzdrucken
Vorwort von Prof. Dr. Hans Peter Söder - Junior Year in Munich - Wayne State University
Buchformat: 29,7 x 21 cm
18 Originalholzdrucke, Text gedruckt vom Bleisatz auf Original Heidelberger Cylinder
Auflage: 80 nummerierte, vom Künstler handsignierte Exemplare
ISBN 978-3-923635-75-3
Christoph Dürr Verlag München 2018
mit Unterstützung der „Freunde der Buchdruck-Werkstatt e.V.“ und der Wayne State University, Detroit

Buchvorstellung: 27.Nov.2018, um 19:00 Uhr

Galerie Christoph Dürr
Hübnerstraße 5 - 80637 München

Verlag & Officin Albis, Werner Hiebel
Hilla Rost

DAS BUCH ALS KUNSTWERK

HANDPRESSENDRUCKE, KÜNSTLERBÜCHER, BUCHOBJEKTE

Liebhaber und Sammler von Buchkunst aus Oberbayern können sich sie auf eine Ausstellung in Ismaning mit Handpressendrucken, Künstlerbüchern und Buchobjekten freuen.

Folgende Künstler, Verlage und Werkstätten für Handpressendruck stellen in der Galerie im Schlosspavillon aus:
Verlag & Officin Albis, Werner Hiebel – Handpressendrucke, Buchkunst
Karl-Friedrich Groß – Buchillustration mit Originalen, Kleinstauflagen
Werkstatt Fliegenkopf, Christa Schwarztrauber – Handpressendrucke, Buchkunst
Joachim Jung – Skizzenbücher, Künstlerbücher
Lotte Llacht – Buchbau, Buchobjekte
Prof. Dorothea Reese-Heim – Buchobjekte, Buchskulpturen
Hilla Rost – Künstlerbücher, Unikate
Michaela Schleunung – Künstlerbücher, Skizzenbücher

Vernissage: 16. November, 19 Uhr, Einführung: Gisela Hesse, viele der Verleger, Werkstattleiter und Künstler sind anwesend.
Ausstellungsdauer: 17. November - 16. Dezember 2018

Galerie im Schlosspavillon
Schloßstr. 1, 85737 Ismaning

Berliner Pirckheimer treffen Harald Kretzschmar

Harald Kretzschmar, selbst Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, wird am kommenden Donnerstag zur  traditionell im November stattfindenen Lesung mit Berliner und Brandenburger Pirckheimern ins Gespräch kommen. Die letzte Jahresgabe der Gesellschaft war sein im Quintus-Verlag erschienener Titel „Stets erlebe ich das Falsche“, der nicht nur bei Bücherfreunden auf großesses Interess stieß. Der Abend im Antiquariat von Katrin Brandel wird mit Sicherheit weitere Anekdoten aus den Begegnungen von Harald Kretzschmar mit Künstlern, Politikern und anderen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zutage fördern und Antworten auf weiterführende Fragen zum Kulturbetrieb in der DDR und der heutigen BRD liefern. Wir dürfen gespannt sein.

Von der Jahresgabe sind noch wenige Exemplare als Vorzugsausgabe zu erwerben:
Vorzugsausgabe 1 (mit Radierung & Einzeichnung), 99 €
Vorzugsausgabe 2 (mit Radierung), 59 €

Lesung: 15. November 2018, 19 Uhr, Nichtmitglieder sind wie immer willkommen, es wird aufgrund der begrenzten Platzanzahl jedoch um Anmeldung gebeten

Antiquariat Brandel
Scharnweberstr. 59, 12587 Berlin Friedrichshagen

GUDDI GUTENBERG will Schallgrenze von 100 durchbrechen

In der Allgemeine Zeitung Mainz berichtete Bernd Funke am 1. Oktober über das Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft Erlebniswerkstatt Buchdruck-Museum Soltau:

In Soltau wirbt Bleilaus Guddi Gutenberg für die Errichtung einer Erlebniswerkstatt Buchdruck-Museum. [...] Die Bleilaus, ein in der „Bleizeit" der Druckkunst als Berufsscherz erfundenes Lebewesen, steht auch heute noch als Synonym für Fachkräfte der Druckindustrie, die einmal den Beruf des Schriftsetzers erlernt haben.

Ein rühriger Förderverein bemüht sich mit derzeit 59 Mitgliedern, die Schallgrenze von 100 zahlenden Förderern zu durchbrechen. Dann nämlich können die von einer heimischen Druckerei kostenfrei zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten bezogen und die Nebenkosten aufgebracht werden. „Schwerpunkt wird die Vermittlung der Kunst des Setzens und Druckens sein", erklärt „Bleilaus" und Vorstandsmitglied Renate Gerstel und hofft auf eine Eröffnung des Museums im Jahre 2020.

„Vater" des Soltauer Guddi Gutenberg ist der heute 72-jährige Fred Tödter aus Steinkirchen im Kreis Stade. Als gebürtiger Soltauer und gelernter Schriftsetzer hat er einen besonderen Draht zum Objekt - und so schuf der, der als Gartoonist der Illustrierten Stern unter dem Künstlernamen Tetsche bekannt ist, eben jene Bleilaus auf Letternsockel. [...]"

Wie kann man das Projekt unterstützen?

Fr, 09.11.2018

William Carlos Williams, The Term, Garagendruck 2018 © Traute Langner-Geißler, Garagendruck

Zeitgenössische Buchkunst in München

An diesem Wochenende findet im Münchner Lyrik Kabinett eine Verkaufsmesse zeitgenössischer KÜNSTLERBÜCHER statt. 

Zum sechsten Mal lockt die Messe zeitgenössischer Buchkunst in die Räume des Lyrik Kabinetts mit einer großen gestalterischen Vielfalt und erstaunlichen Raritäten: 14 Buchkünstlerinnen und Pressendrucker, darunter Marc Berger, Johannes Häfner, sowie Tamara Ivanova + Michael Bensman (MTM) zeigen ihre aktuellen Werke, die auch zu erwerben sind. Die äußere Form ist hier meist unabdingbarer Bestandteil der ästhetischen Aussage des Werkes. Das Spektrum der entfalteten Phantasie reicht von Arbeiten, die noch zwischen zwei Buchdeckel gefasst sind – gemalt, gezeichnet, handgeschrieben, im Bleisatz oder mit Originalgrafik, in Papier geschnitten und vieles mehr – bis hin zu solchen, die die Buchform gänzlich verlassen. Zur Eröffnung gibt der Sammler Reinhard Grüner Einblick in diese eigenständige und faszinierende Welt der Buchkunst.

Weitere Infos unter www.buchkunst-muenchen.de.

Eröffnung: 9. November 2018, 18 Uhr
Messe: 9. - 11. November 2018

Lyrik Kabinett
Amalienstraße 83a, München

Entdeckungen bei ganz besonderen Büchern

CHRISTIAN EWALD STELLT SEINE KATZENGRABENPRESSE VOR
Eine Veranstaltung des Freundeskreises Literaturhaus Heidelberg und der Pirckheimer-Gesellschaft

In seinem 1990 gegründeten Verlag »Katzengraben-Presse« veröffentlicht der Pirckheimer Christian Ewald, gelernter Grafiker aus Weimar, zwei Titel im Jahr. Für sein erstes Buch, das letzte der DDR, erhielt er prompt den »Preis der Stiftung Buchkunst«. Weitere Auszeichnungen folgten, u.a. so renommierte wie der »Premio Felice Feliciano di Verona« und der »V. O. Stomps-Preis 2013« mit einer Sonderausstellung im Gutenberg Museum Mainz.

Ewalds Bücher sind oft zweisprachig, erscheinen in 999 Exemplaren, davon 99 Vorzugsausgaben. In seinem Programm finden sich Titel von Heinrich Heine und Friedrich Schiller, vor allem aber Erstausgaben meist unbekannter Texte zeitgenössischer Autorinnen und Autoren, zuletzt »Schweipolt« von Gusel Jachina, die für ihren Roman »Suleika öffnet die Augen« mit dem wichtigsten russischen Literaturpreis ausgezeichnet wurde.

Gesammelt werden die Wunderstücke der »Katzengraben-Presse« von Museen und Bibliotheken, von Buchliebhabern im In- und Ausland. Und: Jede Buchpräsentation von Christian Ewald ist als Performance ein Kunstwerk für sich. Beat Brechbühl, der den Verleger dieses Jahr als Ehrengast der Frauenfelder Buch- und Druckkunstmesse in die Schweiz eingeladen hat: »Für mich ist Christian Ewald in Sachen Bücher, Gestaltung und Präsentation seiner Werke einer der einfallsreichsten Menschen.«

29. November 2018, 19 bis 21 Uhr

Haus Cajeth
Heidelberg, Haspelgasse 12

Ángel del Cobre, EL PESCADOR

MÁS POEMAS - MEHR GEDICHTE

der Kalender für das Jahr 2019 ist jetzt endlich komplett und versandfertig.

Es war nicht leicht, ihn überhaupt zustande zu bringen. Die bürgerkriegsähnliche Situation in Nicaragua, mit Straßenkämpfen, Hunderten von Toten und einer korrupten Regierung, die bis jetzt einzig auf die blutige Unterdrückung der Proteste setzt, hat eigentlich alle künstlerische Arbeit in Frage gestellt. Vor allem der Gedanke, daß auch ein Gedicht und eine Graphik eine Antwort auf diese Situation sein kann, hat die Arbeit am Kalender befördert. 

Wie es allerdings in Zukunft mit dem Land, und auch mit dem Projekt, aussieht, ist völlig unklar. Klar ist, daß mehr als ein Drittel der Gruppe entweder versteckt lebt, oder ins Exil nach Costa Rica gegangen ist. Daniel Pulido, der 1974 zur Unterstützung der Revolution nach Nicaragua kam, plant nach Kolumbien zurückzukehren.

Weitere Informationen zum Kalender und Bestellmöglichkeit hier.

Eckhard Froeschlin
EDITION SCHWARZE SEITE
Alte Papierfabrik
Fabrikstr. 32-40, 72516 Scheer/Donau

Do, 08.11.2018

Heinrich Heine in der Bibliothek Deutscher Klassiker, Aufbau-Verlag 1974

Der junge Heine im alten Berlin – eine Hassliebe?

Heinrich-Heine-Abend zum Geburtstag Heinrich Heines

Heinrich Heine Abend im Bodoni-Museum zum Geburtstag des Dichters mit einem Vortrag von Prof. Roland Schiffter und Andruck eines neuen Heineblattes im Bleisatz, welches alle Gäste erhalten.
Roland Schiffter von der Heinrich-Heine-Gesellschaft Berlin beschäftigt sich mit den prägenden Erlebnissen Heinrich Heines in Berlin in den Jahren 1821-23, 1824 und 1829 und mit den damals Berühmten und Prominenten (Hegel, Gubitz, die Varnhagens, die von Arnims, Grabbe u.a.), die Heine in Berlin traf und die ihn beeinflusst haben. Er betrachtet in seinem Vortrag die Persönlichkeit Heines und die Einschätzung durch seine Freunde und Bekannten.

8. Dezember 2018, 18 Uhr

Bodoni-Museum auf dem Bodoni-Vielseithof
Buskower Dorfstraße 22, 16816 Neuruppin

Mi, 07.11.2018

Rolf Münzner, Die große Raupe, Lithografie, 2017
Steve Viezens, Piecing Together 1, Siebdruck in 8 Farben, 2018

35. Leipziger Grafikbörse

PARADOX“ lautet der Titel der 35. Ausgabe der Leipziger Grafikbörse. Auf Einladung des Vereins Leipziger Grafikbörse e.V. nehmen 100 Künstlerinnen und Künstler teil. Die Künstler stammen überwiegend aus den mitteldeutschen Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Leipzig bildet einen Schwerpunkt. Unter den Teilnehmern sind Altmeister wie Karl-Georg Hirsch oder Rolf Münzner ebenso wie Vertreter der mittleren Generation, junge Künstlerinnen und Künstler sowie auch Studierende. Hinzu kommen Gäste, z. B. aus Köln oder Holland. Sie alle gestalteten Werke in den unterschiedlichsten druckgrafischen Techniken.

Paradox - längst ist das Adjektiv mit griechisch-lateinischer Wurzel zum Bestandteil der Umgangssprache geworden. Mit ihm werden sich scheinbar einander widersprechende Aussagen, Zustände und Befindlichkeiten bezeichnet, die der geläufigen Meinung entgegenstehen. Bezogen auf Verhaltungsweisen, Fakten, Empfindungen sowie Personen entsteht aus tieferer Einsicht in die Paradoxie oftmals ein klareres Verständnis für Sachverhalte und Gegebenheiten. Diese Vieldeutigkeit kann zum Antrieb für gegensätzliche Betrachtungen in Gesellschaft wie Literatur, Musik und bildender Kunst führen, befreiend wirken und Widersprüche lösen.

Im Rahmen der Vernissage am 29. November 2018 wird erneut der „Karl-Krug-Preis“ in Höhe von 1.000 Euro verliehen sowie erstmalig ein Förderpreis in Höhe von 500 Euro.

Seit seiner Gründung im Jahr 1972 beschäftigt sich der Verein Leipziger Grafikbörse e.V. mit der Präsentation zeitgenössischer Grafiken, die mittels klassischer oder moderner Drucktechniken entstehen. Zu diesem Zweck entstand die Ausstellungsreihe Leipziger Grafikbörse, die zunächst jährlich ausgerichtet wurde und inzwischen als Biennale stattfindet. Der Verein besteht aus einer kleinen, sehr engagierten Gruppe Leipziger Künstler, deren Arbeit auch über Sachsen und Mitteldeutschland hinaus in anderen europäischen Ländern als wertvoller Kulturbeitrag geschätzt wird. Mit der 35. Ausgabe ist die Leipziger Grafikbörse bereits zum dritten Mal zu Gast im Museum für Druckkunst.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog zum Preis von 10 € mit einer Übersicht aller Arbeiten. Alle Arbeiten lassen sich zudem käuflich erwerben.

30. November 2018 - 27. Januar 2019

Museum für Druckkunst Leipzig

Di, 06.11.2018

Kurt Schwitters, Die Schürzen der Frauen - Banalitäten aus dem Chinesischen (Titel)
2 Blätter aus Hans Witte, Dreizehn Liebesbriefe von Anna Blume an K.S.

Kurt Schwitters in der Edition Einstein

Vor wenigen Monaten erschien in der Edition Einstein "Kurt Schwitters, Die Schürzen der Frauen - Banalitäten aus dem Chinesischen" als Pressendruck in der typographischen Gestaltung von Hans Witte. Gedruckt auf der Handpresse der Edition Einstein, gebunden in der Feinbuchbinderei Heinrich Vehse und Sohn, Hannover.

Vorzugsausgabe, curryfarbenes Verbrauchspapier, Aufl. 20 Expl., 130 Euro
Normalausgabe auf japico Wildseide 110g, Aufl. 35 Expl., 100 Euro.

Ein zweites Schwitters-Objekt ist vor einigen Tagen fertig geworden: "Hans Witte, Dreizehn Liebesbriefe von Anna Blume an K.S."

Es enthält 13 typographischen und teilweise collagierten Blättern mit fiktiven Briefen. Eingelegt in eine Klappkassette sind 13 lose Blätter, die auf der Handpresse mit diversen typographischen Elementen bedruckt wurden. Dabei ist jedes Blatt (jeder fiktive Brief) ein Unikat und somit auch jede der acht Kassetten.

Format der Kassette: ca. 30x12cm, Buchdruck auf unterschiedlichen Papierarten, gedruckt auf der Handpresse der Edition Einstein, Auflage: 8 Exemplare, Preis: 120 Euro

Bezug über Edition Einstein

Mo, 05.11.2018

150 Jahre Lebende Bilderbücher

POP UPs / TOY BOOKS / SPIELBÜCHER / MOVEABLES / LEBENDE BÜCHER

Pop-Up-Bücher sind die faszinierenden Kinderbilderbücher, denen die Hand des Kindes Leben einhauchen kann, die lang auseinandergezogen werden können, wo sich kleine Pappfiguren nach Lust und Laune ein- und umstecken lassen, aus denen Geister hervorspringen und in denen die Augen des Geigers rollen können, in denen die Prinzessin einen Bierbauch und der Bauer einen Vogelkopf bekommt, in denen Treppenbalken knarrend zersägt werden und blutige Saurierzähne den Betrachter anspringen.

Ursprünglich dienten – seit dem Mittelalter - derartige beweglichen Buchteile in wissenschaftlichen Werken (Astronomie, Geologie, Botanik) der Erläuterung und Veranschaulichung.

Die Techniken der Papierbewegungen sind äußerst vielfältig und für jede Bewegung in einer Bildszene oftmals lange ausgetüftelt.

Einer der bekanntesten Papierkünstler war der Münchener Lothar Meggendorfer (1847-1925). Die Mechanik seiner Spielbücher (siehe Abb.) – versteckt in den Doppelblättern – enthielt feinste Scharniere und Drahtfedern und raffinierte Hebelanordnungen, um mit einer Zuglasche alle Personen eines Bildes gleichzeitig in Bewegung zu bringen.

Die in der Ausstellung gezeigten Exponate stammen aus dem Bestand der historischen Kinderbuchsammlung von Hans und Lydia Witte.

(Hans Witte)

Vernissage: 7. Dezember 2018, 19 Uhr (Teilnahmewusch bitte bis 1. Dezember an edition einstein)
Ausstellung: 7. Dezember 2018 - 20. Januar 2019
Führungen: 15.12. und 12.01.2019 um 15.30 Uhr

Galerie für Buchdruckkunst
31860 Emmerthal - Deitlevsen

Flyer zum 37. Dresdner Graphikmarkt: Heike Wadewitz 2018

37. Dresdner Graphikmarkt

Der 1976 von der Pirckheimer-Gesellschaft ins Leben gerufene und organisierte Dresdner Graphikmarkt entstand aus dem Bemühen, zeitgenössische graphische Kunst öffentlich und preiswert zugänglich zu machen.
Bei den anfänglich in Radebeul, später sporadisch, seit 1984 alljährlich, in Dresden stattfindenen Dresdner Graphikmärkten wählten die Organisatoren die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler aus. Bedingung war bis 1989 die Mitgliedschaft im Verband Bildender Künstler der DDR.

Der Dresdner Graphikmarkt überlebte, wie leider nicht jeder, das Ende der DDR und wird seit 2012 vom Verein Dresdner Graphikmarkt organisiert. In diesem Jahr werden Druckgraphiken, Zeichnungen, Aquarelle, Collagen, Fotografien und andere Arbeiten auf Papier von knapp 100 Künstlerinnen und Künstlern gezeigt und zum Kauf angeboten.
Das Plakat zum 37. Graphikmarkt, eine Algrafie, schuf die Dresdner Künstlerin Jana Morgenstern. Die Typografie steuerte Steffen Knopek bei. Für den Druck sorgte Steffen Leupold in der Grafikwerkstatt Dresden. In diesem Jahr werden wieder zwei Editionen vorgelegt. Für den Sonnabend gestaltete Dieter Goltzsche zwei Radierungen (Druck: Dieter Bela / Berlin). Bei der Edition am Sonntag handelt es sich um zwei Lithografien von Angela Hampel (Druck: Peter Stephan / Grafikwerkstatt Dresden).

10. November 2018, 10-18 Uhr
11. November 2018, 10-16 Uhr

Konferenzzentrum im Deutschen Hygiene-Museum Dresden

 

So, 04.11.2018

HOMMAGE AN SCHWITTERS

Zum ersten Todestag von Horst Hussel (18. November) erschien beim Pirckheimer Jens-Fietje Dwars in der Edition Ornament das Heft "BEGEGNUNGEN MIT KURT SCHWITTERS". 
Horst Hussel (1934-2017) war einer der letzten Dadaisten. Das Heft enthält seine Geschichten um Kurt Schwitters, der Lisbeth, Martha und anderen Damen als der fabelhafte Herr Kuwitter aus Revon erscheint. Nur zwei der neun „Doten“ sind zu Hussels Lebzeiten erschienen, alle anderen stammen aus seinem Nachlaß, ebenso die beiden Radierungen der Vorzugsausgaben sowie neun Fotografien von Dada-Objekten, von denen eine auch der Normalausgabe beiliegt.

350 num. Exemplare, 40 S., 14/20,5 cm, Handfadenheftung von Silke Steinhagen.
Eine montierte Zeichnung und neun Fotografien von Dada-Objekten.
Separat beiliegend das Hussel-Foto „100 000 000 Dada-Grüße“.
ISBN 978-3-943768-99-2
Normalausgabe: 19,90 EUR
Drei Vorzugsausgaben:
A = 10 Expl. mit beiden Radierungen und allen drei Fotografien: 170 EUR
B = 20 Expl: mit der Radierung „Herr Kuwitter“ + dem Foto „Hahn“ mit Phantasiegedicht: 80 EUR
C = 20 Expl. mit der Radierung „Lisbeth & Martha“ + dem Foto „Fisch“: 80 EUR
Die Radierungen wurden von Manfred Wolf (Berlin) gedruckt und mit Hussels Stempel versehen.

Weitere Informationen: edition-ornament.de/...

Tag der Druckkunst: 15. März 2019

Der erste Jahrestag der Aufnahme künstlerischer Drucktechniken ins bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes durch die Deutsche UNESCO-Kommission ist Anlass, mit einer Vielzahl an Aktivitäten zur Vermittlung der Druckkunst beizutragen und so auf ihre Bedeutung für die Kultur in Deutschland aufmerksam zu machen.

Künstler*innen, Museen, Kunstvereine, Druckwerkstätten und alle anderen, die mit Druckkunst zu tun haben, können sich beteiligen: mit offenen Druckwerkstätten, Symposien, der Weitergabe dieser Technik in Kursen, Ausstellungen von Druckgrafiken, Gesprächen mit Künstler*innen, die künstlerische Drucktechniken anwenden, Vorträgen und Diskussionen zur Bedeutung der Druckkunst – der Fantasie sind fast keine Grenzen gesetzt.

Weiter Informationen BBK ... Tag der Druckkunst

überwuchert mit Worten

Bereits seit dem 5. Oktober läuft in der Galerie DAS BILDERHAUS in Frankfurt/M die Ausstellung "überwuchert mit Worten" mit Künstlerbüchern und Buchskulpturen von Anja Harms & Eberhard Müller Fries, auf die in diesem Blog aufgrund technischer Schwierigkeiten nicht rechtzeitig hingewiesen werden konnte. In ihren Werken vereinigen sich zwei Künste. Anja Harms ist Buchkünstlerin, Eberhard Müller-Fries Bildhauer. Ihre gemeinsam erschaffenen Arbeiten leben von der künstlerischen und handwerklichen Aneignung des jeweils anderen. So entstehen raumgreifende, lesbare Skulpturen, Installationen und Künstlerbücher. Sie denken zusammen, was sich ausschließt und eröffnen damit neue Perspektiven.
Die Probleme bei der Betreuung des Blogs sind beseitigt, so dass jetzt wenigstens auf eine Veranstaltung innerhalb der Ausstellung verwiesen werden kann: der Schauspieler Jochen Nix wird am Mittwoch Gedichte und Texte aus den vorgestellten Künstlerbüchern und Buchskulpturen vortragen. Die Literatur ist der ständige Begleiter der Künstler Anja Harms und Eberhard Müller-Fries. Gedichte u.a. von Paul Celan, Hans Arp, Ingeborg Bachmann, Johannes Bobrowski – aber auch altenglische Elegien und die Gesänge aus dem finnischen Nationalepos "Kalavala" stoßen bei ihnen etwas an, was sie in Farben, Formen und Strukturen übersetzen. Anja Harms und Eberhard Müller-Fries werden anläßlich der Lesung ausgewählte Werke erläutern.

Ausstellung: 5. Oktober.- 17. November 2018
Lesung: 7. November 2018, 18 Uhr

Galerie DAS BILDERHAUS
Hermannstr. 41, 60318 Frankfurt am Main