Sie sind hier

Blog

Pirckheimer-Blog

Fr, 24.07.2020

LINDE BISCHOF – DUCK DICH ... (RÜCKSEITE: HAIKU VON LINDE, ZEICHNUNG), Acryl auf Bütten 2017, 28 x 38 cm
INKA GREBNER – BLÜTEN, Orig.-Holz- und Linolschnitt, 24,5 x 13,5 cm / 40 x 30 cm, Auflage 15 Exemplare

AUSNAHMEZUSTAND II Und Normalitäten

Unsere letzte, etwas „andere“ Ausstellung, die helfen sollte, den wirtschaftlichen Kollateralschäden der Pandemie für Künstlerinnen und Künstler zu mildern, war sehr erfolgreich. Da wir im ersten Teil „nur“ 26 Teilnehmer/Innen präsentieren konnten, folgt nun der zweite Teil der Ausstellung, denn sosehr wir lernen, mit den Einschränkungen des Gesundheitsschutzes zu leben und die vielzitierte „neue Normalität“ zu akzeptieren, so wenig dürfen wir uns daran gewöhnen, die Not der in ihrer Existenz bedrohten Künstler als ebenfalls normal anzusehen.

Künstler aller Sparten, Schauspieler, Musiker, Schriftsteller und Bildende Künstler leben oft schon ohne Lockdown in prekären materiellen Umständen, die durch den medialen Glanz der wenigen „Stars“ der jeweiligen Genres und deren Wohlstand gern übertüncht werden. Aber jetzt sind den wenig Verdienenden auch noch die Neben-Broterwerbsmöglichkeiten abhandengekommen. Es bleibt Aufgabe der ganzen Gesellschaft, unsere eigene Kultur und deren Produzentinnen und Produzenten vor Verarmung zu bewahren, soweit wir selbst die Möglichkeit dazu haben! Der Staat hat teilweise schnell und unbürokratisch geholfen, oft aber waren die Fördertöpfe für Künstler ausgeschöpft, bevor auch nur die Antragsfrist verstrichen war.

Für alle, die den Grafikbrief zur ersten Ausnahmezustand-Ausstellung nicht lesen konnten, das Konzept knapp zusammengefasst: Wir haben die teilnehmenden Künstler/innen gebeten, wenn möglich etwas Rares, Unterschätztes oder überraschend Entdecktes aus dem eigenen Bestand für diese Ausstellung auszuwählen, und als Zeichen der persönlichen Verbundenheit mit den jetzt Kaufenden jedem Exponat ein Autograf beizugeben, einen selbst ausgewählten und von Hand geschriebenen Text, Aphorismus oder ein Gedicht. Das gibt es auch dann, wenn während der Ausstellungsdauer eine andere als die in der Ausstellung gezeigten Arbeiten teilnehmender Künstler gekauft wird.

Zudem haben wir mit allen Künstlerinnen und Künstlern, deren Arbeiten im ersten Ausstellungsteil bis zum 5. Juli gezeigt wurden, vereinbart, dass die Autograf-Beigabe zu einem Kauf bis zum Ende dieses zweiten Ausstellungsteils am 27.8.2020 verlängert wird.

Es ist wunderbar zu sehen, wie sich nun auch diese zweite Gruppenausstellung in schwieriger Situation aus viel Kommunikation zwischen uns und den Künstlern aufgebaut hat zu einer Augenlust voll handwerklicher Brillanz und thematischem Engagement, eine aus der Not geborene Ausstellung, die aber den Betrachtern zu einem sonst kaum zu bietenden Überblick über die Vielfältigkeit von künstlerischen Möglichkeiten und Lösungen verhilft. Die beiden Ausstellungen stellen zusammen Arbeiten von fast 50 Künstlerinnen und Künstlern vor und es wäre kein Problem, die Reihe auf diesem hohen Niveau fortzusetzen, allein, der Plan ist anders (siehe „Hans Ticha“).

(Wolfgang Grätz)

20. Juli - 27. August 2020

Frankfurter Büchergilde Buchhandlung & Galerie
An der Staufenmauer 9, 60311 Frankfurt am Main

Max Schwimmer, Cancan-Tänzerinnen (Varieté), 1935-40, Aquarell auf Karton, 25,5 x 35,0 cm (Detail)

Max Schwimmer und der heitere Eros

Anlässlich des 60. Todesjahres von Max Schwimmer nehmen wir die Spur des Eros, speziell des heiteren Eros in Schwimmers Werk auf. Der Leipziger Maler und Zeichner bevorzugte Motive leichterer Genres, neben der Landschaft und dem Stillleben immer wieder das amouröse Fach. Die Ausstellung zeigt über neunzig Zeichnungen, Aquarelle, Gouachen und Gemälde aus allen Schaffensphasen des Künstlers. 

Die Ausstellung begleitet ein reich bebilderter Katalog mit einem Beitrag von René-Marc Pille, Professor für deutsche Literatur- und Kulturgeschichte an der Université Paris 8 Vincennes-Saint-Denis. 
Auf der Homepage der Galerie Himmel finden sich weitere Informationen zur Ausstellung mit Abbildungen der Werke. 

Eine Vernissage findet aufgrund der Corona-Beschränkungen nicht statt.
Ausstellung: 25. Juli - 10. Oktober 2020

Galerie Himmel
Obergraben 8, 01097 Dresden

Do, 23.07.2020

Covergestaltung: © Klaus Ensikat

Schauplatz der Künste

Als Festgabe zum 60. Geburtstag von Carola Pohlmann erschien "Schauplatz der Künste - Bild und Text im Kinderbuch".

In dieser Festschrift gehen "namhafte Vertreter der Kinder- und Jugendliteraturforschung Fragen der Text-Bild-Relation in unterschiedlichesten Kontexten nach und tragen damit dem aktuellen Forschungsdesiderat Rechnung" (Klappentext).
Herausgegeben wurde das Buch von Julia Benner, Professorin für Neuere deutsche Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin, Barbara Schneider-Kempf, Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin und Sigrun Putjenter, Stellv. Leiterin der dortigen Kinder- und Jugendbuchabteilung. Einer der Arbeitsschwerpunkte von Julia Benner besteht im Bereich »Kinder- und Jugendliteratur (und -medien) des 19., 20. und 21. Jahrhunderts«. Barbara Schneider-Kempf verbindet mit der Leiterin der Kinder- und Jugendbuchabteilung Carola Pohlmann etliche gemeinsame, erfolgreiche Projekte und Sigrun Putjenter arbeitet seit 2008 im wissenschaftlichen Dienst in der Kinder- und Jugendbuchabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin –Preußischer Kulturbesitz, seit 2014 als Stellvertreterin von Carola Pohlmann.
Die Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin stellten den Beiträgen ein Grußwort  voran, der ehemalige Leiter der Kinder- und Jugendbuchabteilung Heinz Wegehaupt schrieb der Jubilarin einen Persönlicher Gruß und Klaus Ensikat widmete ihr ein Bild als Gruß.

Hrsg.: Benner, Julia / Schneider-Kempf, Barbara / Putjenter, Sigrun - Schauplatz der Künste, Bild und Text im Kinderbuch
Königshausen & Neumann, Würzburg 2020
brosch., 21 x 28 cm, 192 Seiten, € 44,80
ISBN: 978-3-8260-6799-0

Mi, 22.07.2020

Ricardo Henriques, André LetriaDas Meer – eintauchen, abtauchen, entdecken, ISBN 978-3-95728-290-3, © Knesebeck Verlag

André Letria in der Staatsbibliothek zu Berlin

 

Nach einer länger, den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie geschuldeten Pause, lädt die Staatsbibliothek wieder zu einer Veranstaltung mit dem 1973 in Lissa on geborene portugiesischen Illustrator André Letria ein.

Der Künstler arbeitet seit 1992 als Illustrator. Für seine Illustrationen wurd er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter mit dem portugiesischen llustrationspreis, dem Gulbenkian-Preis und dem renommierten Award of Excellence for lllustration by the Society for News Design (USA). Neben seiner Tätigkeit als Illustrator hat er Animationsfilme inszeniert und Theaterkulissen entworfen. 2010 gründete er seinen eigenen Verlag Pato Lógico, in dem sein auch in Deutschland verlegtes Kindersachbuch „Das Meer - eintauchen, abtauchen, entdecken" mit Texten von Ricardo Henriques erschienen ist. 

Das Gespräch von Carola Pohlmann mit Andre Letria findet im Rahmen des „internationalen literaturfestivals berlin" statt. Eine kleine Ausstellung mit Büchern von André Letria ergänzt den Abend. 
Da die Anzahl der Plätze im Dietrich-Bonhoeffer-Saal aufgrund der aktuellen behördlichen Hygiene-Vorschriften auf 60 begrenzt ist, wird um Voranmeldung bis zum 1. September 2020 unter kinderbuchabt(at)sbb.spk-berlin.de gebeten.

14. September 2020, 18.00 Uhr

Dietrich-Bonhfeffer-Saal der Staatsbibliothek zu Berlin
Potsdamer Straße 33, Berlin Tiergarten

Di, 21.07.2020

Zeichnung Tabea Blumenschein

Neu im Hybriden-Verlag

Im Hybriden-Verlag des Pirckheimers Hartmut Andryczuk sind zwei neue Künstlereditionen erschienen:

MEDEA MANTRA
POEM: Anna Hoffmann
ZEICHNUNGEN: Hartmut Andryczuk

MMM-Extraausgabe Nr. 37
Number of copies: 30, 350 €
Endlospoem von Anna Hoffmann mit sechs Zeichnungen von Hartmut Andryczuk
Seitenzahl: 26, bestempelt mit Nummeralien.
Davon sechs Originalzeichnungen von Hartmut Andryczuk, fünf eingebunden und eines beiliegend, signiert und nummeriert
Weitere Informationen / Bestellung hier.

WOLFGANG MÜLLER - LITTLE PAUL
10 music lectures
Mit der Walther von Goethe Foundation, Reykjavík – Berlin

Musikunterricht der Walther von Goethe Foundation: Mit Nachtigallen- und Froschgesang, Kranichrufen, einem Phantasiegesang von Ahmad Hamad, einem Lied von Tabea Blumenschein, einer Spieluhr und einem tanzenden Vibrator.

Reihe Elektronikengel
100 copies, 24 pages, DVD-Video
Signed, numbered and stamped, 20 €
Fadengebundenes Heft, DVD-Video
Weitere Informationen / Bestellung hier.

So, 19.07.2020

Akte

In einer Gemeinschaftsausstellung zeigt Utz Benkel, Susanna Cardelli, Drago Ljub, Olga Lunow, und Norbert Salzwedel in Schmetterlingshorst Akte.

Zu diesem Anlaß wird auch der (erstmalige) Akt-Kalender für 2021 vorgestellt: U.a. sind Drago Ljub, Olga Lunow, Utz Benkel und Norbert Salzwedel daran beteiligt.

Am letzten Ausstellungstag besteht Gelegenheit, mit den Künstlern nach einem „lebenden“ Modell zu zeichnen. Bei Interesse bitte E-Mail an Utz Benkel und bringen Sie Block und Zeichenutensilien mit.

Vernissage: 9. August 2020, 15 Uhr (wegen Corona ist eine Anmeldung per E-mail an Wolfgang Dürr nötig)
Ausstellung: 9. August - 3. Oktober 2020

Schmetterlingshorst
Zum Schmetterlingshorst 2, 12559 Berlin

Fr, 17.07.2020

Leipziger Buchmesse schließt Verschiebung 2021 nicht aus

Die Corona-Pandemie zwingt die Leipziger Buchmesse nach dem Ausfall 2020 auch für 2021 zum Umdenken. Sogar eine zeitliche Verschiebung sei für das kommende Jahr im Gespräch. Das erklärte Buchmesse-Direktor Oliver Zille in der MDR KULTUR "Zukunftswerkstatt".

Traditionell findet die Leipziger Frühjahrsschau der Bücher im März statt. Man müsse aber mal grundsätzlich das bisher nicht Denkbare denken, so Zille. "Könnte es vielleicht die Chance, eine Präsenzveranstaltung in Leipzig durchzuführen, erhöhen, wenn wir den Termin etwas in eine virusfreiere Zeit schieben." Zille sei der eng getaktete Buchmarkt und die Auslastung des Leipziger Messegeländes bewusst. "Aber wenn wir alles so lassen wie es war, werden wir vermutlich nicht weiterkommen."

(Quelle: mdr KULTUR)

Die Leipziger Volkszeitung widerspricht: "Messe und Stadt stellten klar: Am Termin im März 2021 soll nicht gerüttelt werden." (LVZ online, 15.7.2020)
Allerdings kann man auch heute (17.7.2020) noch auf der Seite der Leipziger Buchmesse zur ausgefallenen Messe 2020 lesen: "Messen und Kongresse 2020 finden statt. Aussteller und Teilnehmer erhalten Planungssicherheit."

Do, 16.07.2020

Eckhard Froeschlin: Reinhold Frank – Plötzensee, 2016, Radierung 1/15, 51,5 x 66,3 cm (Ausschnitt)

NS-UNRECHT UND WIDERSTAND

Die Kreisgalerie Schloss Meßkirch beteiligt sich am kreisweiten Kulturschwerpunkt 2020/21 zum Thema „Erinnern“ aus Anlass des Kriegsendes und des Untergangs der nationalsozialistischen Gewalt- und Unrechtsherrschaft vor 75 Jahren mit der Ausstellung „NS-Unrecht und Widerstand im Spiegel der Kunst“.
Die darin zu sehenden 94 Arbeiten von Karolin Bräg, Eckhard Froeschlin, Bernhard Maier, Nikolaus Mohr und Roland Wilhelm Schmitt gehen auf Kunstaufträge in den Jahren 2015 bis 2020 zurück und dokumentieren die bildnerische Auseinandersetzung mit NS-Opfern und Widerstandskämpfern mit biografischem Bezug zum Landkreis Sigmaringen.

Anstelle der aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglichen Sonderführungen wird ein virtuelles Ausstellungsgespräch mit den fünf beteiligten Künstlern angeboten, das zusammen mit der Dokumentation der Vernissage ab 3. August 2020 im Internet aufgerufen werden kann.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (5,– €).

Eröffnung: 26. Juli 2020, 11 Uhr (Die Maximalzahl von 50 Eröffnungsgästen ist bereits erreicht)
Ausstellung: 31. Juli - 18. Oktober 2020, Freitag bis Sonntag sowie feiertags 13 - 17 Uhr

Kreisgalerie Schloss Meßkirch
Kirchstraße 7, 88605 Meßkirch

Do, 09.07.2020

Foto: Büchergilde Buchhandlung und Galerie Ffm

50 Jahre Maro-Verlag

Toll, neu und geheftet: Die nigelnagelneuen „MaroHefte“ bebildern spannende Essays und setzen die Tradition der „Tollen Hefte“ fort!

Zu seinem 50. Jubiläum setzt der wundervolle, unabhängige MaroVerlag die „Tollen Hefte“ mit erstklassig illustrierten Essays als „MaroHefte“ fort: im gleichen Format, sorgfältig knotengeheftet und originalgrafisch gedruckt treffen hier Essays auf Illustrationen: spannend, aktuell – und aufregend bebildert (inkl. Plakat oder Lesezeichen)!

Als MaroHeft #1 gibt es eine Konsumkritik: Jörn Schulz / Marcus Gruber: Wer von Euch ohne Sünde ist, werfe das erste Quinoabällchen – ein käufliches Heft`.

"Hört auf zu fliegen! Kauft Äpfel aus deutschen Landen! Boykottiert die Currywurst! Die Idee, dass ein »nachhaltiges« Konsumverhalten die Welt rettet, prägt die Diskussion über die Klimakrise. Der Appell, die »Macht der Verbraucher« zu nutzen, gerinnt jedoch zu einer Ideologie, die auf falschen Annahmen beruht. Denn auch die neue deutsche Hoffnung des »Grünen Kapitalismus« trägt die Logik der bestehenden Ökonomie weiter. Der Glaube an die Wirksamkeit des »nachhaltigen« Konsumverhaltens rettet nicht das Klima, sondern den Kapitalismus."
(
Klappentext)

Und in MaroHeft #2 wird ein quatschiger Mythos verworfen, der die Menschen seit Jahrhunderten verwirrt: Olivia Hälterlein / Aisha Franz: Das Jungfernhäutchen gibt es nicht – ein breitbeiniges Heft.

Wie schön! Und was für eine Freude, dass es wieder so etwas wie die Tollen Hefte gibt, deren erste Ausgaben auch schon im Maro Verlag erschienen waren!
Lieber Maro-Verlag, alles Gute zum 50., danke für die neuen tollen MaroHefte und macht bitte weiter so!

(Wolfgang Grätz)

Mo, 06.07.2020

Gera ostmodern zwei

Das enge Verständnis sieht Kultur hingegen nur dort, wo es um Wert geht. … Kultur und Wert hängen untrennbar miteinander zusammen. Im Feld der Kultur wird bestimmten Dingen ein Wert zugeschrieben, sie werden mit Wert aufgeladen und anderen wird Wert abgesprochen.
(Andreas Reckwitz)

Von solchen Prozessen der Wertzuschreibung oder Entwertung sind Projekte, die sich der Nische und der Erinnerungskultur verschrieben haben, wie das Buch „Gera ostmodern“ – das in zweiter Auflage erscheinen soll – in verschiedener Weise betroffen. So muss es sich in Zeiten der Krise nicht nur wie alle Kunst und Kultur gegen die Sphäre des Nützlichen durchsetzen, die zum Beispiel der Automobilindustrie zugesprochen wird, sondern auch gegen die Vorstellung einer am klassischen Kanon orientierten Hochkultur behaupten. Zudem wendet sich „Gera ostmodern“ dem Profanen, Alltäglichen zu. Jedoch anstatt zu entzaubern, bringt es Überraschendes über Ansichtskarten aus der DDR und deren kulturgeschichtliche Bedeutung zutage und rekonstruiert im weitesten Sinne ostmoderne Stadträume – obwohl für viele Menschen identitätsstiftend, steht eine kritische Neubewertung des Umgangs mit der Nachkriegsarchitektur der DDR durch eine größere Öffentlichkeit hier noch aus. 

„Gera ostmodern zwei“ ist in vielerlei Hinsicht ambitioniert: Ausgehend von der Idee der Nische und der von Christoph Liepach zusammengetragenen Sammlung von DDR-Ansichtskarten soll es zwar einen multiperspektivischen Blick – den persönlichen inbegriffen – auf die Ostmoderne in Gera werfen. Aber auch das Typische der Umgestaltung der DDR, der Architektur und Bildsprache vermitteln sowie an verschwundene Architekturen und vergessene Fotograf*innen erinnern. Die Ansprüche an das Buchdesign sind ebenso hoch wie an die begleitenden, kritisch einordnenden Texte, die keine Geringeren als der Publizist Ben Kaden und Denkmalpfleger Dr. Ing. Mark Escherich beisteuern. 
Um die zweite Auflage realisieren zu können, haben wir eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, die noch bis zum 15. Juli 2020 aktiv ist. Weitere Informationen zum Buch und Ablauf der Kampagne hier: Spendenaufruf.

(Christoph Aurora Liepach und Bea Nielsen)

Do, 02.07.2020

KLAUS ENSIKAT UNTER DER LUPE - II

Die Bücherkinder Brandenburg stellen ihr neuestes Projekt "Klaus Ensikat unter der Lupe" vor - in heutigen schwierigen Zeiten nicht wie geplant auf der Leipziger Buchmesse oder direkt vor den Pirckheimern, sondern virtuell.
Der Film der Bücherkinder existiert in zwei Fassungen - einem kürzlich hier eingestelltem 5-minütigen Kurzporträt und einer fast 10-minütigen Langfassung mit dem Gespräch zwischen Denis Scheck und Klaus Ensikat, das hiermit veröffentlicht wird.

Mi, 01.07.2020

Warum Lesen, Hg.: Frank Wegner, Katharina Raabe, Suhrkamp-Verlag 2020, Gebunden, 347 Seiten, ISBN: 978-3-518-07399-5

70 Jahre Suhrkamp

Vor 70 Jahren, am 1. Juli 1950, erfolgte die Gründung des Suhrkamp Verlags durch die Eintragung in das Handelsregister Frankfurt am Main.

Zuvor hatte Peter Suhrkamp sich mit dem S. Fischer Verlag, den er während der Zeit des Nationalsozialismus in »Treuhänderschaft« geführt hatte, auf einen Vergleich geeignet: 48 Autoren durften darüber entscheiden, ob sie sich dem neuen Verlag anschließen wollten. 33 von ihnen, darunter Hermann Hesse und Bertolt Brecht folgen Peter Suhrkamp, am 8. September 1950 kann das Eröffnungsprogramm vorgestellt werden. Unter den ersten im Suhrkamp Verlag erscheinenden Büchern sind schließlich Ausgewählte Essays von T. S. EliotMax Frischs Tagebuch 1946-1949, Hermann Hesses Das Glasperlenspiel und Walter BenjaminBerliner Kindheit um Neunzehnhundert – Autoren und Bücher, die den Verlag durch seine nunmehr 70 Jahre Geschichte bis heute begleiten.

(Quelle: Verlagshomepage)

"ICH WILL ABER DIE NEUE WEBSITE DER EDITION EINSTEIN ZUERST SEHEN!"

Relaunch: Edition Einstein

Nach vielen Monaten und langem Abwägen trefflicher Ideen sowie unter fachkundigerFührung der Damen von der designerei-hameln ist die Erneuerung der Website der Edition Einstein - Galerie für Buchdruckkunst jetzt abgeschlossen und für jedefrau und jedermann zugänglich unter editioneinstein.de.

In der Zwischenzeit - auch aufgrund der Kreativ-Quarantäne - sind viele neue Druckwerke, Graphikblätter und experimentelle Objekte entstanden, die ihre Liebhaber gefunden haben, in Ausstellungen einem zahlreichen Publikum präsentiert wurden oder gar Eingang gefunden haben in die weltberühmte Bibliothèque nationale de France.

Die seit etlichen Monaten für den kommenden Oktober geplante Ausstellung in unserer Galerie mit seltenen Farblinolschnitt-Bilderbüchern und dem besonderen Schwerpunkt der 13 Bilderbücher des Hamelner Schriftsetzermeisters Dieter Bradt kann nach derzeitiger Einschätzung der Corona-Situation wohl eher nicht stattfinden. Dazu gibt es aber im Laufe des Sommers noch eine endgültige Information.

Unabhängig von dieser Problematik ist es inzwischen wieder möglich, an einer Führung durch die historische Druckerei oder an einem Workshop teilzunehmen. Interessierte Personen bitte ich, sich frühzeitig dafür anzumelden.

(Hans Witte)

Edition Einstein
Galerie für Buchdruckkunst
Deitlevsen 1, 31860 Emmerthal

Werkverzeichnis Tina Flau

Die Potsdamer Künstlerin Tina Flau hat, durch die äußeren Umstände bedingt, die letzten Monate genutzt und ihr grafisches Werk in eine neue Fassung gebracht: professionelle Reproduktionen der Grafiken sind in einen umfangreichen Katalog gemündet. In diesem sind die Tiefdruck- und Zeichnungsserien von 25 Jahren zusammengefaßt. 

Der hochwertige Katalog wurde vor Ort gestaltet und umweltschonend gedruckt (Druckerei Rüss Potsdam) enthält 252 farbige Abbildungen, Vorwort und Begleittexte in Deutsch und Englisch. 

88 Seiten, 30 x 21 cm, Hardcover, Fadenheftung. 
29 € (zzgl. Porto *) 
Vorzugsausgabe mit einem OriginalTiefdruck nach Wahl (siehe hier): 99 € (zzgl. Porto*)
 innerhalb Deutschland 3 € Bestellungen erbeten an: 

Atelier Tina Flau
Sonnenlandstrasse 15, 14471 Potsdam 
post@tina-flau.de

Sa, 27.06.2020

Die Pirckheimerin Nora Doering (rechts) vor dem, von ihrer Oma Thea Kobs-Lehmann geschaffenen, zweifarbigen Holzschnitt auf Vlies "Aufbau", 1983

Aus der Sammlung des Kunstarchivs Beeskow

Heute fand in Beeskow die Vernissage einer von zwölf "Laien"kuratoren gestalteten Ausstellung mit Exponaten aus dem Kunstarchiv Beeskow statt.
Jeder der sechs am 2. Teil der Ausstellung beteiligten Kuratoren wählte aus den Beständen zu den Themen ZusammenlebenLandschaft, Frau in der Gesellschaft und Urbaner Raum je ein Bild aus, ausschließlich gelenkt durch sein oder ihr individuelles ästhetisches Empfinden.

Es handelte sich um die zweiten Teil  zum Thema "Alle in die Kunst" (klick untenstehendes Schlagwort "Kunstarchiv Beeskow") und es wurde mit dieser Vernissage auch die Eröffnung des ersten Teils dieser Ausstellung nachgeholt, die Corona zum Opfer fiel und ein Ausstellungsbesuch nur virtuell möglich machte und macht.
(ad)