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Pirckheimer-Blog

Do, 26.03.2020

Frühjahrsexkursion des LBA auf 2021 verschoben

Die Frühjahrsexkursion des LBA nach Frankfurt/M. im Mai 2020 (vierte Station der Sammlung deutscher Drucke) musste abgesagt und soll im kommenden Jahr nachgeholt werden (etwa im gleichen Zeitraum). Da es zwischenzeitlich entsprechende Anregungen gab, dann doch wieder eine Dreitagesexkursion zu unternehmen, sind alle interessierten Freundinnen und Freunde des LBA dringend gebeten, ihre Meinung zu äußern. Dies betrifft vor allem, was als finanziell machbar angesehen werden könnte, aber auch inhaltliche Belange, etwa welche Ziele in Frankfurt und Umgebung noch ins Programm aufgenommen werden könnten. Als Reiseorganisator teilt Eberhard Patzig vorab schon einmal mit, dass - unabhängig von der Dauer der Reise - zur Erreichung einer guten Auslastung eine Exkursionseinladung nicht nur an die Mitglieder des LBA ergehen wird, sondern zeitgleich auch an die Pirckheimer-Gesellschaft, die Freundeskreise der HGB und des GRASSI Museum für Angewandte Kunst. Eine Gruppe potentieller Mitreisender der Exkursion 2020 hat inzwischen mitgeteilt, dass sie ihre Reiseanzahlung auf dem Konto des Reisebüros stehenlassen wird zur Verrechnung im nächsten Jahr, zwei Teilnehmer verzichten auf Erstattung oder Verrechnung, ein Teilnehmer hat bereits den kompletten Reisepreis bezahlt und lässt auch diesen beim Reisebüro stehen. Für diesen solidarischen Akt in schwieriger Zeit ist herzlich zu danken!

Der Vorstand des LBA

Sa, 21.03.2020

Vernissage in Zeiten von Corona

Heute wurde im Märkischen Künstlerhof die Ausstellung "Der Fisch und das Mädchen" mit Malerei, Grafik und Skulpturen von Renée Dressler, Rainer Ehrt und Jörg Menge.eröffnet. 
Trotz Corona? Ja, Not macht erfinderisch! Da der Künstlerhof derzeit geschlossen bleiben muss, hier ein Video von der "Geistervernissage".

Märkischer Künstlerhof
Renée Dressler von Martens und Guido von Martens
Bahnstraße 13-14, 14656 Brieselang (NORD)

Mi, 18.03.2020

Wie geht es weiter in der BB-Regionalgruppe

Fast müßig, auf Veranstaltungsausfall hinzuweisen, aber trotzdem: 

Der Berliner Senat hat angewiesen, alle nicht notwendigen Veranstaltungen vorerst bis zum 19. April auszusetzen, dazu zählen auch kulturelle Veranstaltungen. Aus diesem Grund fällt auch der für den 16. April geplante Besuch der Berlin-Brandenburger Regionalgruppe im Digizentrum der Staatsbibliothek aus.

Optimismus besteht noch, was die Busexkursion nach Schiffmühle und zum Kunersdorfer Musenhof am 16. Mai betrifft. Der Bus ist reserviert  Bislang haben sich zwar erst wenige Pirckheimer für die Fahrt angemeldet, was vermutlich auch daran liegt, dass kaum Gelegenheit war die Anmeldeliste auszulegen. Deshalb die Bitte, sich möglichst zeitnah bei Frau Ninon Suckow zu melden, generell ein Interesse an der Exkursion besteht. Es ist geplant, 8:30 Uhr ab Alexanderplatz nach Schiffmühle zum Fontanehaus zu fahren, eventuell den Friedhof (eine Fußstunde entfernt) zu besuchen, dann auf der Carlsburg Mittag zu essen, um machmittags in Kunersdorf den Musenhof mit dem Chamisso-Museum, der Grabanlage und der Rundkirche zu besuchen und Kaffee zu trinken. Gegen 18.30 soll die Exkursion am Alexanderplatz enden.

Mo, 16.03.2020

© Ralf Wege

Ranft-Ausstellung in Magdeburg verschoben

Aufgrund der gegenwärtigen Einschätzungen der Gefährdung durch das Corona-Virus verschiebt der Verein der Bibliophilen und Graphikfreunde Magdeburg und Sachsen-Anhalt „Willibald Pirckheimer“ in Abstimmung mit dem Literaturhaus Magdeburg und dem Künstler Thomas Ranft die für Mittwoch, den 25. März 2020 vorgesehene Ausstellungseröffnung "Thomas Ranft - Radierungen zu Hölderlins Hyperion" auf einen späteren Zeitpunkt.

Die ursprünglich für den 25. März 2020 geplante Vernissage findet nicht statt. Sobald ein neuer Termin für die Ausstellung feststeht, werden die Leser des Pirckheimer-Blogs an dieser Stelle informiert.

(Ralf Wege)

Volker Pfüller, Holzschnitt der verlorenen Form in 650 Exemplaren zweifarbig gedruckt von Thomas Siemon im atelier carpe plumbum, Leipzig, im Januar 2020, Originalgraphische Beilage zu den Marginalien #236

Volker Pfüller: Lust auf Bilder

Aus Anlass des achtzigsten Geburtstages von Volker Pfüller, den dieser am 7. Juni 2019 feierte, erschien im Verlag Theater der Zeit der Band Volker Pfüller „Bilderlust“, herausgegeben von Stephan Dörschel, Leiter des Archivs Darstellende Kunst der Berliner Akademie der Künste. 

"Pfüller "wirkte auf sehr vielen Bühnen: Auf den ganz kleinen zwischen zwei Buchdeckeln, den ganz vielen auf den Litfaßsäulen (als es diese noch gab und das Geld für Kulturplakate), den ganz großen der Oper, den ganz berühmten deutscher Schauspielhäuser – den Münchner Kammerspielen, der Berliner Volksbühne, dem Schiller Theater, dem Thalia Hamburg und, natürlich, seinem Heimathaus, dem DT.
Pfüller, geboren in Leipzig, aufgewachsen im Erzgebirge, doch längst ein Berliner, ist Gebrauchsgrafiker, Gebrauchsdichter, Illustrator, Kostüm- und Bühnenbildner, Maler und Zeichner – das alles eigentlich immer zugleich. Er war Lehrer an den Kunsthochschulen in Leipzig, Kassel und Berlin-Weißensee. Dort trafen wir, schon etliche Jahre her, den Bühnenbild-Professor bei der Arbeit mit Studenten beim Fantasiespiel zum Thema „Der Stuhl“.
Das Sitzmöbel im Wandel der Formen und Materialien als Spielzeug, Skulptur, philosophischer Scherzartikel, als Akteur eines Comics, Videoclips oder einer Performance. Eine so erstaunliche wie lehrreiche Spinnstunde. Schließlich fuße ein Bühnenbild, so der Prof., auf visueller und auf technischer Fantasie. Es müsse etwas darstellen und zugleich, rein konstruktiv gesehen, perfekt funktionieren.
[...]
Vor Beginn der Arbeit (ob am Bühnenbild, am Plakat oder an einer Illustration), also noch vor der ersten Absprache über das Konzept des Regisseurs (wir bleiben im Theater), habe er sinniert, welche Farbe, welcher Raum dem Klang und Geist des Stücks, seinem Klima, seiner Aura grundsätzlich entspräche.[...]
Zum Beispiel Grabbes „Herzog Theodor von Gothland“ 1984 im DT (Regie: Lang). Da fiel ihm beim Kramen in Fächern die Fraenger-Monographie über Grünwald in die Hände. Sie gab die optische Initialzündung für ein giftig glühendes Farbspektrum. Dazu der weite höhlige Raum, die glatten kalten fjordischen Felsen. [...]
Pfüllers surreale Bizarrerie, das bis ins Absurde kobolzend Kauzige offenbart sich wundersam auch in seinen Kinderbüchern. Oder in den köstlich mit Banalem und Bedeutungsvollem kokettierenden Bildchen zu den von ihm gedichteten „Musenküssen“. Eine Kostprobe: „Von Heinrich von Kleist weiß man nicht, wie er aussah, nur, wie er heißt.“ Oder: „Die Schlechten schreiben, wie sie mechten, aber die Guten schreiben exakt wie Duden.“ Und aller tollen Dinge sind drei: „Es geht ganz sachte, und es geht mit Geschrei, es geht auch anders, und es geht vorbei.“ – Die Miniatur dazu: Zwei umschlungene Gerippe im Grab."

(Reinhard Wengierek in Das Blättchen)

Volker Pfüller „Bilderlust“, Hrsg.: Stephan Dörschel,
Verlag Theater der Zeit, Berlin 2019,
208 Seiten, 25 Euro

So, 15.03.2020

© Maximilian-Gesellschaft

Buchkultur des 19. Jahrhunderts

Mitglieder der Maximilian-Gesellschaft für alte und neue Buchkunst erhalten in diesen Tagen den letzten Band des Gesamtwerks "Die Buchkultur im 19. Jahrhundert" als Jahresgabe für 2019 und 2020. Dieser Band 2/2  widmet sich den Themen Illustration, Schrift und Einband. Verfasser sind Eva-Maria Hanebutt-Benz, 1987 bis 2010 Direktorin des Mainzer Gutenberg-Museums, und Walter Wilkes, bis 2006 Professor für Typografie und Druckverfahren sowie Leiter der Lehrdruckerei an der Technischen Universität Darmstadt. 
Vorangegangen waren nach den Publikationen zum 15., 16. und 18. Jahrhundert, zur Buchkultur im 19. Jahrhundert die Bände 1 und 2/1, an denen Monika Estermann und Frieder Schmidt mitgewirkt hatten, diese Bände wurden ebenfalls als Jahresgaben an die Mitglieder der Maximilian-Gesellschaft ausgereicht.

Die Buchkultur im 19. Jahrhundert Bd. 1 (technische Grundlagen)
Hamburg: Maximilian-Gesellschaft e.V. 2010.
900 Exemplare. 30 x 21 cm. 550 S., Leinen.
100 Euro.
ISBN 978-3-921743-56-0

Die Buchkultur im 19. Jahrhundert Bd. 2/1 (Zeitalter, Materialität, Gestaltung)
Hamburg: Maximilian-Gesellschaft e.V. 2016.
900 Exemplare. 30 x 21 cm. 501 S., Leinen.
100 Euro.
ISBN 978-3-921743-65-2

Die Buchkultur im 19. Jahrhundert Bd. 2/2 (Illustration, Schrift und Einband)
Hamburg: Maximilian-Gesellschaft e.V. 2020.
850 Exemplare. 30 x 21 cm. 735 S., Leinen.
120 Euro
ISBN 978-3-921743-68-3

Alle 3 Bde. zusammen: 290 Euro
ISBN 978-3-921743-55-3

eine Anmerkung: Die für den 3./4. April 2020 geplante Jahresversammlung der Maximilian-Gesellschaft in Ottobeuren wird auf den Herbst verschoben.

Sa, 14.03.2020

Rainer Henze (lks.) und Matthias Frohl vor dem Blatt "Arche", 1988
Blick in die Ausstellung
Rainer Henze, "Der große Vogel", Radierung und Prägedruck, 2011
Rainer Henze beim Signieren der Ausstellungsplakate, Fotos © ad

Frühjahrsempfang und Vernissage bei „Sonnensegel“

"Die ganze Kultur dieses Landes ist von Corona besetzt. Die ganze Kultur? Nein! Ein von unbeugsamen Kunstfreunden bevölkerter Ort im Land Brandenburg hört nicht auf, den Eindringlingen Widerstand zu leisten ..."

Heute fand als vermutlich letzte kulturelle Veranstaltung für eine ungewisse Zeit der Frühjahrsempfang zum 30jährigen Bestehen der Kinder- und Jugend-Kunst-Galerie Sonnensegel“ und die Vernissage einer Ausstellung mit Ätzradierungen und Metalskulpturen von Rainer Henze im Beisein des Hallenser Künstlers statt. Damit vollendete sich, was mit der Erwerbungen einer Radierung des Künstlers im Jahre 1988, damals hieß dieses Projekt für Kinder und Jugendliche noch „Arche", seinen Anfang nahm.

In seinen einführenden Worten des Leiters der Galerie Matthias Frohl hieß es:
... Künstlerinnen und Künstler, die eine klar erkennbare Motivwelt aus ihrem eigenen Erleben schöpfen, den dargestellten Inhalt als Kommentar zu konkreten Wirklichkeitserfahrungen verstehen, gelten als Realisten.
Dieser Art künstlerischen Erzählens fühlt sich der Grafiker und Metallbildhauer Rainer Henze verpflichtet. In seinen filigranen Ätzradierungen und Metallschnitten dominiert eine expressiv-realistische Bildsprache mit surrealen Einflüssen. Wenige charakteristische Bildfiguren entwickeln ein vielvieutiges Beziehungsgeflecht, das (oft unterstützt durch den Bildtitel) menschliche Verhaltensweisen in Frage stellt oder über das Wechselverhältnis zwischen Individuum, Gesellschaft und Natur Auskunft gibt.
Die zumeist kleinformatigen Grafiken entwickeln in ihrer Mischung aus surrealen Momenten und Realitätsnähe nicht selten eine monumentale Wirkung. Gewohnte Perspektiven werden aufgelöst, metrische Reihungselemente entfalten in Kombination mit einer archaisch anmutenden Vereinfachung der Darstellung eine Klarheit bzw. Eindringlichkeit, welche u.a. an babylonische Rollsiegel oder an mittelalterliche Bildteppiche denken lässt. Rainer Henze zeigt den Menschen als einsamen Ruderer gegen den sich stets erneuernden Strom von Konflikten und Widersprüchen, als modernen Sisyphus, der sich nicht nur im Laufrad des sogenannten Fortschritts behaupten, sondern sich auch mit einem mitunter selbstzerstörerischen Handeln Seinesgleichen auseinander setzen muss. Erfindungsreich nutzt er das Bildgedächtnis vergangener Generationen und transformiert Motive, die schon bei Hieronymus Bosch, Pieter Brueghel und anderen auftauchen in den eigenen bildnerischen Duktus. ...

Die Gäste des Frühjahrsempfangs und der Vernissage bekamen Gelegenheit, die traditionelle Glückwunschkarte der Galerie zum chinesischen Neujahr, diesmal zum Jahr der Ratte, am Boston- Tiegel zu drucken und konnten darüber hinaus im, der Galerie angeschlossenen „Gutenberg DruckLaden“ von Sven Märkisch, ein Plakat zur Ausstellung drucken und von Rainer Henze signieren lassen.

Ausstellung: 14. März - 5. Juni 2020

Galerie "Sonnensegel"
Gotthardtkirchplatz 4/5, 14770 Brandenburg

Fr, 13.03.2020

Marginalien #236

Mitglieder haben in diesen Tagen die neuen MARGINALIEN in ihrem Briefkasten und können einen zweifarbigen Holzschnitt der verlorenen Form von Volker Pfüller, gedruckt von Thomas Siemon  im atelier carpe plumbum, Leipzig, ihrer Sammlung von Originalgraphiken beifügen.

Aber auch Nichtmitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft, die diese Zeitschrift im Abonnement beziehen und die Marginalien damit ohne Graphik bekommen, werden begeistert sein vom aktuellen Heft: "Die Marginalien spannen in dieser Ausgabe den Bogen weit. Als  Auftakt einer neuen Rubrik – Berühmte Bücher – erklärt uns Wolfgang Schmitz, warum das Neue Gebetbuch Kaiser Maximilians an der  Schwelle des Umbruchs im Jahr 1513 ähnliche Fragen wie heute zu  beantworten suchte: Wie verbindet man alte und neue Technologien? Helmut Kronthaler stellt uns einen Pionier des »grafischen  Romans« vor, den Amerikaner Lynd Ward. Angeregt von Masereel und Nückel schuf er während des Art Dèco beeindruckende  Holzschnitt-Romane ohne Worte, die in Zeiten der Graphic Novel wiederentdeckt werden. Michael Töteberg schlägt ein kurzes  Kapitel in der Geschichte des Rowohlt-Verlags auf, als der seine  Rotationsdruck-Romane  auch  aus  der  Berliner  Friedrichstraße  der frühen DDR in die Welt trug. Klaus Raasch fragt sich, warum  Künstler der letzten 40 Jahre den Buchdruck dem Flachdruck beim  Büchermachen so lange vorgezogen haben, obwohl letzterer weniger materialintensiv herzustellen sei. Wir erinnern an Gerhard  Kurt Müller, Mitbegründer der Leipziger Schule, der nebenbei  als Anreger die beinahe verlorenen Drucktechniken des Holz- und  Kupferstichs  in  die  nächste  Künstlergeneration  trug. Wolfgang  Grätz  berichtet  von  den  Talenten  des  diesjährigen  Grafiknachwuchspreises der Leipziger Buchmesse, und in unserer Reihe ABC der Druckkunst gewährt uns das atelier carpe plumbum Einblick in  seine Werkstatt ..."
(Till Schröder)

Übrigens: dem Heft lag ein Flyer zur BuchDruckKunst bei, der inzwischen seine Berechtigung verloren hat. Klaus Raasch musste am 14. März mitteilen: "Die Messe fällt leider aus! Durch den Beschluß des Hamburger Senats am Freitag, den 13. März, stellen ab dem 14. März alle staatlichen Kultureinrichtungen ihren Betrieb ein."

Do, 12.03.2020

Wolfgang Leber, Jens Meinrenke (v.r.n.l.), Foto © Elke Lang

Wolfgang Leber

Eine Ausstellungseröffnung mit Malerei und Steindrucken von Wolfgang Leber aus der Werkstatt Klaus Wilfert in der Galerie der Berliner Graphikpresse, zu der Jens Meinrenke einführende Worte sprach, fand ein starkes Publikumsinteresse.

Es handelt sich um zum Teil großformatige Arbeiten, meist Farblithographien und Aquarelle vor allem mit Berliner Stadtlandschaften, die als Graphik durch Übereinanderdrucken der Farbsteine in gedeckten, erdigen Farben auf geometrische Zeichen reduziert sind und eine räumliche Struktur erhalten haben. Mit Klaus Wilfert arbeitet Wolfgang Leber seit Ende der 70er Jahre zusammen. Der Meister des Steindrucks schreibt im Faltblatt dazu: „In über 20 Jahren gemeinsamer, ambitionierter Arbeit entstanden aus den kraftvollen, konturenreichen Schwarz-Weiß-Steindrucken imposante Farblithographien, die in ihren fast monochrom wirkenden Farbvarianten das Verstehen, Beherrschen und Kultivieren dieser klassischen Drucktechnik offenbaren.“ Dadurch seien der Druckgraphik ab den 80er Jahren in der DDR Impulse gegeben worden, die eine künstlerische Anerkennung über Grenzen hinweg mit sich gebracht haben."

(Elke Lang)

Ausstellung: 20. Februar - 27. März 2020
Achtung: Die Galerie der Berliner Graphikpresse bleibt bis auf weiteres geschlossen.

Galerie der Berliner Graphikpresse
Silvio-Meier-Str. 6, 10247 Berlin-Friedrichshain

Mi, 11.03.2020

"Buch Plan B" ist ebenfalls abgesagt

"… leider spitzt sich die aktuelle Corona-Entwicklung in der Stadt Berlin offensichtlich zu. So empfahlen die Berliner Amtsärzte auf Kultur- und Sportveranstaltungen in der Stadt zu verzichten, um eine Erweiterung der Infektionswege zu verhindern. Sie richteten heute an die Gesundheitsverwaltung der Stadt die dringliche Aufforderung, sämtliche Kulturveranstaltungen in Berlin zu untersagen. Vor diesem Hintergrund hat die Geschäftsführung der ND GmbH entschieden, die für diesen Freitag und Samstag am nd-Verlagsstandort Franz-Mehring-Platz 1 in Berlin-Friedrichshain geplante alternative Buchmesse BUCH PLAN B kurzfristig abzusagen. Wir bedauern dies außerordentlich, müssen uns aber leider dieser höheren Gewalt unterwerfen. …"

(Olaf Koppe, Verlagsleiter Neues Deutschland)

Di, 10.03.2020

Impfung Halle 3 E 414 / Veranstalter: Wir haben eine Taskforce gebildet / Manga-Convention Vogelgrippeviruskostüm / Hybriden-Verlag: Alle Sendungen enthalten nur gute Viren / Wir finden statt und freuen uns auf euch. #Leipzigniest

LEIPZIG BOOK FAIR 2020

Pünktlich zur nicht stattfindenden Buchmesse erscheint im Hybriden-Verlag von Hartmut Andryczuk eine Künstleredition mit dem Titel LEIPZIG BOOK FAIR 2020. Danke Leipzig. Danke Gesundheitsamt. 

Die Edition enthält ein Leporello mit fünf Zeichnungen sowie ein Textheft (deutsch/englisch).

Auszug aus dem Text: „Im Moment sind viele Spinner unterwegs: Gegner des 5G-Netzes wussten schon immer, dass die neue Mobilfunkstrahlung die Zellen schädigt und anfälliger für Infektionen macht. Die neue Lungenpest stammt natürlich aus dem Labor, Putin und Trump haben es auf das Volk losgelassen, um die chinesische Wirtschaft zu schwächen. Alles wäre eine Maßnahme, um das Bargeld abzuschaffen, das Sozial-Kredit-System weltweit einzuführen oder auch nur ein Testlauf für ein späteres, tödliches Virus. Alle stecken dahinter: Pharmakonzerne, Börsenspekulanten, George Soros, die jüdische Weltverschwörung, die Islamisierung Europas. In den Supermärkten leeren sich die Regale: Reis, Nudeln, Toilettenpapier sind ausverkauft und Desinfektionsmittel oder Atemschutzmasken in den Apotheken nicht mehr zu bekommen. Es ist in diesen Tagen nicht leicht zu unterscheiden, wer Hysteriker, Angstvirus-Verbreiter, Verharmloser, Witzemacher oder seriöser Informant ist. Die Menschen sind verunsichert und spüren, dass sie es mit etwas Unbekanntem zu tun haben.

Hybriden-Verlag
Series: Bookart
Edition: 30 copies
300 €

Tag der Druckkunst 2020

Am 15. März 2018 wurden die traditionellen Drucktechniken in das Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der Deutschen UNESCO-Kommission aufgenommen. Am 15. März 2020 wird dieser Tag zum zweiten Mal begangen..

Aus diesem Anlass wird in vielen Veranstaltungen nicht nur in Deutschland nachdrücklich bewiesen, wie lebendig dieses Kulturerbe ist! - auf einige wurde davon, an denen naturgemäß auch viele Pirckheimer beteiligt sind, wurde hier im Blog hingewiesen. Mit diesen Posts wurde jedoch nicht einmal die Spitze des Eisberges gestreift, wie der interessierte Freund der traditionellen Drucktechniken auf der Seite tag-der-druckkunst.de eindrucksvoll und übersichtlich dargeboten nachlesen kann. 

Mo, 09.03.2020

AdA 1/2020

Heft 1/2020 der gerade in Auslieferung befindlichen Zeitschrift "Aus dem Antiquariat" enthält neben weiteren Beiträgen dem lesenswerten Artikel von Michael Eschmann über Die Leipziger Antiquarin Edith Markert (1927 - 2002). Inhaberin eines der vier in dieser Stadt privat geführten Antiquariate zu DDR-Zeiten und engagierte Sammlerin von Frauenliteratur.

Bei Pirckheimern weckt ein Bericht von Carsten Wurm über das Sommeridyll des Avantgardisten John Heartfield in Waldsieversdorf Erinnerungen, hatte doch diese Gedenkstätte die Pirckheimer Regionalgruppe Berlin/Brandenburg anläßlich ihrer Sommerexkursion am Mai 2019 besucht.

So, 08.03.2020

nach Absage der LBM kommt "buch plan B"

Nach der Absage der Leipziger Buchmesse wird in Berlin "buch plan B" stattfinden, damit die umfangreiche Vorarbeit zur LBM, wie z.B. Veranstaltungsvorbereitungen oder die in Leipzig gefragte Literaturbeilage des nd nicht ganz umsonst waren. Organisiert wird buch plan B unter der Leitung von Mario Pschera, Geschäftsführer des Dağyeli Verlags.

Bislang werden etwa 30 Verlage vertreten sein, mit einem eigenen Stand oder mit Büchern und Prospekten, insgesamt werden 50 Verlage erwartet. Eigene Stände werden u.a. Aviva, Leiv Kinderbuchverlag, be.bra, Verbrecher-Verlag und Osburg haben, in Kommission werden Quintus, Faber & Faber, Alibri, Conte, Das kulturelle Gedächtnis, Wagenbach vertreten sein. Autoren, die Lesungen für Leipzig vorbereitet haben, werden auf dieser Buchmesse ihre Texte vortragen und auch die Pirckheimer-Gesellschaft wird auf dieser Messe ihr Wirken für das gute Buch vorstellen.

11. März 2020: Die ursprünglich am 13. und 14. März - 15. Mai 2020 geplante Messe muss entsprechend einer Aufforderung der Gesundheitsverwaltung der Stadt abgesagt werden.

Sa, 07.03.2020

Joachim John: »Bilder zur Zeit«

Die jW-Ladengalerie zeigt derzeit politische Malerei, Druckgraphik und Zeichnungen des ehemaligen Pirckheimers Joachim John (1933 - 2018).

„Ich will nicht recht haben!", schreibt John 2003. „Ich erschrak, weil ich mich der Aufklärung verpflichtet fühle, weil ich betroffen bis angewidert von Esoterikern und der Gegenaufklärung bin, die wie eine größere Welle des Krakatau um die ganze Erde schwappt. Global. Der Zusammenbruch des Sozialismus hat die Gegenaufklärung ermächtigt und ließ sie zur Sturmflut werden. Ihre darüber noch herausragenden turmhohen Wogen sind die Aggressionskriege."

Kaum ein Künstler heute ist so sorgfältig, zart und deutlich im Umgang mit unserer Geschichte wie John. Die druckgrafischen Zyklen „Thomas Müntzer" und „América Latina", die in der Ladengalerie auch zu sehen sind, zeugen von Johns Studium wissenschaftlicher und künstlerischer Literatur, sie weisen in ihrer Gestaltungskraft auf uns. 1985 erhielt John den Käthe-Kollwitz-Preis, seit 1986 ist er Mitglied der Akademie der Künste. Ein Zurücklehnen in die Historie oder auf schon Erreichtes ist für John jedoch undenkbar. So schreibt er in einer Neujahrskarte 2009:
»wenn die pole schmelzen / laufen wir auf stelzen // wenn die wälder sterben / könn wir brennholz erben // wenn die wasser steigen / auf zum nixenreigen // wenn alle alles wüssten / wärn alle kommunisten«

Ausstellungseröffnung:5. März 2020, 19 Uhr, Einführung Andreas Wessel
Dauer der Ausstellung ist noch nicht bekannt

jW-Ladengalerie
Torstr. 6, 10119 Berlin