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Armin Schubert

Pirckheimer-Blog

Armin Schubert

Mo, 26.08.2019

Sven Märkisch, "o baum", Blockheftung, Puzzleprint, 2018

Erhörtes und Erlesenes

Die Österreichische Galerie Druck & Buch zeigt im September eine Ausstellung unter dem Titel "ERHÖRTES UND ERLESENES" mit Künstlerbüchern von Sven Märkisch und Anna Helm.

Sven Märkisch, Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, publiziert seit 2000 in der edition sand, die er mit Nancy Jahns führt, gleichermassen subtile wie lakonische Künstlerbücher. Gemeinsam mit Imme Schwarz und Armin Schubert gestaltete er u.a. des Buchprojekt der Bücherkinder Brandenburg zu Arno Mohr und druckte z.B. auch das bibliophile Kinderbuch "Die Zauberflöte" von Elke Lang und Till Sailer.
Seine Unmittelbarkeit spiegelt sich thematisch in der Wiedergabe von aufgeschnappten Alltagssituationen wie technisch in der Verwendung geschnittener MDF-Platten wider, Holzschnitt als Puzzleprint. 

Anna Helm gibt in ihren Künstlerbüchern ausgewählten Autoren (Jandl, Eich, Wolkenstein) und besonders Autorinnen (Lavant, Bachmann, Aichinger, Sachs) sensibel Raum.
Die Komplexität ihrer Buchformen sowie die Präzision in der Ausführung zeugen von ihrer künstlerischen wie buchbinderischen Ausbildung. Internationale Aufmerksamkeit bekam besonders ihr Buch "Böses Wasser", das Dürers Alptraum wiederaufnimmt.

Eröffnung: 5. September 2019, 19 Uhr, die Künstler sind anwesend
Ausstellung: 5. - 27. September 2019

Galerie DRUCK & BUCH
Susanne Padberg
Berggasse 21/2, A - 1090 Wien

So, 04.08.2019

Christine Becker, die jetzt in London lebt, bei den Bücherkindern Brandenburg, die das Buchprojekt zu ihrem Mann ""Du liebe Hühnerkastanie - Auf den Spuren von Jurek Beckers Postkartenpoesie" vorstellen.

eine Anmerkung ...

... zum Post vom 31. Juli: Nun sag, wie hast du's mit der Kultur?

"Mit Unverständnis habe ich gelesen, daß Deinem Bücherkinder-Projekt die Unterstützung verweigert wird. Was für ein Armutszeugnis das Land Brandenburg sich selbst ausstellt. Als würde es zu viel kosten, Deine wertvolle und (wie ich denke) einzigartige Förderung von Grundschulkindern zu unterstützen. Von lokal begrenzter Wirksamkeit ist da die Rede. Aber wenn das ein Problem ist, warum dann nicht das Projekt auf andere Schulen übertragen? Du würdest doch bestimmt beratend zur Seite stehen, wenn auch andere Grundschulen Kindern die Kunst des Büchermachens nahebringen wollten.

Wenn ich mir ansehe, was an Grundschulen großzügig gefördert wird, wundere ich mich mit Dir über die Kleinlichkeit - ausgerechnet wenn es um Bücher und damit Lesen geht. Das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport unterstützt zum Beispiel einzelne Grundschulen, damit sie Computer und Tablets anschaffen. Sicher ist es wichtig, daß Kindern der Umgang mit dem Computer beigebracht wird. Aber warum erscheint die Beschäftigung mit Büchern weniger wichtig?

Die Verweigerer der Unterstützung Deines Projekts scheinen sich sehr sicher zu fühlen - dabei sollten sich fragen, welche Jugendlichen wohl eher zu rechtem Gedankengut neigen: Diejenigen, die Meinungen aus dem Internet übernehmen und sie nicht selten mit Information verwechseln - oder solche, die gelernt haben, Bücher zu wertschätzen und sich mit deren Hilfe eine eigenen Meinung zu bilden."

(Christine Becker an Armin Schubert)

Mi, 31.07.2019

Auslage von Ensikat-Plakaten während einer Präsentation des aktuellen Projekts der Bücherkinder Brandenburg, Foto: Armin Schubert
Die Pirckheimer-Gesellschaft präsentiert Buchprojekte der Bücherkinder Brandenburg
Lesung der Bücherkinder Brandenburg auf der Leipziger Buchmesse

Nun sag, wie hast du's mit der Kultur?

Am 1. September ist Landtagswahl in Brandenburg. 

Dieser Hinweis prangt auf dem Briefbogen mit der Antwort des Brandenburger Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur auf eine Anfrage um Unterstützung der kulturellen Arbeit der Bücherkinder Brandenburg. Es heißt dort:

"Die Anträge auf Förderung der Projekte der AG „Bücherkinder" wurden im MWFK 2018 und 2019 geprüft. Dabei spielten die grundsätzliche Förderfähigkeit sowie die Zuständigkeit des Ministeriums ebenso eine Rolle wie die Erfüllung der Kriterien der Kulturpolitischen Strategie des Landes. Da die Projekte eine lokal begrenzte Wirksamkeit haben und nur in einer Schule des Landes Brandenburg stattfinden, liegt eine Förderung für den Bereich Kulturelle Bildung in der Literatur nach Einschätzung des MWFK nicht im vorrangigen Landesinteresse."

Es sei vielleicht angemerkt, dass man keineswegs, wie im Antwortschreiben geschehen, von nur "lokal begrenzte[r] Wirksamkeit" sprechen kann, da z.B. allein durch die Pirckheimer-Gesellschaft eine Wahrnehmung der Arbeit der Bücherkinder über alle Landes- und Bundesgrenzen hinaus gegeben ist, auch dass dieses sowohl kulturelle wie bildungspolitische Projekt z.B. auch im Programm der Leipziger Buchmesse Beachtung fand und dass die Arbeit der Bücherkinder Brandenburg nicht zuletzt auch das kulturelle Erscheinungsbild dieses Bundeslandes aufwertet - es ist ebenso erstaunlich, dass für das "Ministerium für [...] Kultur" eine Förderung im "Bereich Kulturelle Bildung [...] nicht im vorrangigren Landesinteresse" liegt.
Vielleicht trifft aber einfach zu, was einer der beteiligten Künstler dazu orakelt: "... ein Kultusministerium was solche Projekte ablehnt, zeigt wenig Verständnis für deutsches Geschichtsbewußtsein [...] - mir als Künstler drängt sich die Frage auf, resultiert diese Ablehnung aus mangelnder Fachkenntnis, Arroganz der Macht oder aus einer politischen Siegermentalität !?"

Wie gesagt, am 1. September ist Landtagswahl in Brandenburg.

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Do, 27.06.2019

Fotos: Armin Schubert

Ja, von den alten Dichtern kann man was lernen

Das ist eines der Worte aus dem Mund der Bücherkinder Brandenburg bei der Arbeit an ihrem aktuellen Buchprojekt "Ensikat unter der Lupe" mit Texten zu den vier von Klaus Ensikat illustrierten Büchern: "Knecht Ruprecht" von Theodor Storm, Schillers "Die Räuber", Goethes "Osterspaziergang" und das im Kindermann-Verlag erschienene Buch "Faust für Kinder".
Hier weitere Worte aus Kindermund, von Armin Schubert gesammelt:

Ich suche in jedem Winkel, welche Botschaft in den Bildern steckt.
Die Windrose auf dem Handschuh bei Knecht Ruprecht verrät, dass er noch weiter muss.
Es schneit und die Tränen der Götter scheinen gefroren.

Franz Mohr ist ein Betrüger, aber das Leben hätte ich ihm geschenkt.
Franz tut traurig und innen ist er ganz heiter.
An Basecap und Brille erkenn ich den Gangster.
Der Typ mit den grünen Haaren, den gab es schon immer.
Das Gute hat sich durchgesetzt, das kann man an Ensikats Bildern sehn.
Der Blaue Planet ist doch etwas Besonderes.

Der Zeichner hat die Sache durchschaut, wenn er Goethe mit Eckermann wie Faust mit Wagner spazieren gehen lässt.
Mutter Erde hat Fieber.
Doch was können wir Kinder dafür?
Es gibt einen Weihnachtsspaziergang.
Wenn man klug ist, kann man von diesem Bild eine Menge lernen.
Der Erdgeist war der gescheiteste Geist.
Da gibt es die Nachricht zum Nachweis vom Schwarzen Loch, das für die Erkenntnis von Faust wichtig wäre.
Es wird gewarnt vor dem Geist, der alles verneint. Wir wollen Erkenntnis nicht scheuen.
Was aber ist des Pudels Kern?
Zufrieden jauchzet die Menge und schiebt sich ins Touristengedränge.

Fr, 21.06.2019

Einband: Henry Günther, BuchkunstBalance
S. 32/33: Arno Mohr - Meine Brille / Franz Bauch - Die Fliege vor der Brille

Auch ich finde den Gedanken gut

Mit diesem Zitat auf dem Rücktitel könnte Arno Mohr (1910 bis 2001) durchaus das fünfte Buchprojekt der Bücherkinder Brandenburg meinen, welches 2018 vollendet wurde. Mit eigenen Texte und Radierungen haben sie ein zu Grafiken des Künstlers ein Hommage-Buch auf den Berliner Grafiker, Maler und Hochschullehrer geschaffen und zu einem Buch vereint.

Unter Anleitung ihres "Büchervaters" Armin Schubert lernten sie damit ein Stück der jüngeren Kunstgeschichte kennen - ganz im Sinne von Arno Mohr, dem die Bildung und das Einfache, das nach Brecht schwer zu machen ist, sehr am Herzen lag. 

Es entstand ein Mesterwerk, bibliophil zu nennen nicht nur wegen der Gestaltung (Satz und Layout Imme Schwarz, Sven Märkisch, Armin Schubert) nicht nur, weil Henry Günther (BuchKunstBalance) wieder gekonnt den Einband gestaltete und die Bindung übernahm, nicht nur aufgrund der geringen Auflagenhöhe von 50 nummerierten und signierten Exemplaren, nicht nur infolge des eingebundenen, vom Originalstock gedruckten, Holzschnitts von Arno Mohr mit Nachlassstempel, sondern eben auch, weil die AG Bücherkinder Brandenburg unter Leitung von Armin Schubert und die AG Grafik unter der Leitung von Dietmar Block einfach eine hervorragende Arbeit machten. Und es sollte nicht wundern, wenn von dem einen oder der anderen irgendwann einmal ein Buch verlegt oder eine Arbeit in einer Galerie zu finden sein wird.

Arno Mohr von hinten oder Nichts geht verloren
Brandenburg an der Havel 2018
Pb, Fadenheftung, 76 Seiten, 47 teils farb. Abb.

Do, 13.06.2019

Barbara Kindermann, Ralph Aepler, Klaus Ensikat
Armin Schubert
Fotos: Abel Doering

Culture for Future

In der Ev. Schule beim Dom zu Brandenburg fand gestern eine außergewöhnliche Lesung statt. Die Bücherkinder Brandenburg würdigten gemeinsam mit ihrem "Vater", dem Pirckheimer Armin Schubert, einen der Großen unter den gegenwärtigen Kinderbuchillustratoren, Klaus Ensikat, in einer Präsentation die Ergebnisse eines Jahres ihres aktuellen Projekts  "Ensikat unter der Lupe".

Die Pirckheimer-Gesellschaft unterstützt dieses Prejekt, wie schon die vorangegangenen zu Werner Klemke und Arno Mohr und ließ es sich nicht nehmen, gemeinsam mit Barbara Kindermann, die in ihrem Verlag die wunderbar von Ensikat illustrierten Bücher verlegt, an der Lesung mit den Vorstandsmitgliedern Jutta Osterhof, Ralph Aepler und Ralf Wege teilzunehmen. Die Präsentation wurde zwar stark beachtet, so durch den regionalen Fersehkanal SKB, der Märkischen Allgemeinen und von Buch Contact, eine Agentur, die sich der Öffentlichkeitsarbeit für das Buch verschrieben hat, leider findet jedoch die verdienstvolle Arbeit der Bücherkinder Brandenburg im Sinne ihres Mottos "Culture for Future" nicht die notwendige Beachtung und Unterstützung durch das Kulturminmisterium des Landes Brandenburg.

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Sa, 08.06.2019

Foto: Armin Schubert

zu Besuch bei den Bücherkindern Brandenburg

Die „Bücherkinder Brandenburg“ stecken zusammen mit ihrem „Vater“ Armin Schubert mitten in der Arbeit zu ihrem aktuellen Buchprojekt „Ensikat unter der Lupe“. Darin beschäftigen sie sich mit Texten der Weltliteratur und deren Illustrationen von Klaus Ensikat, einem der bedeutendsten gegenwärtigen Kinder- und Jugendbuch-Illustratoren Deutschlands. Inzwischen ist das Buchprojekt so weit gediehen, dass die Kinder einige ihre Partner zu einer Lesung und zum gemeinsamen Arbeiten an dem Buch eingeladen haben.  
 
Die Kinder werden aus ihrem Buch lesen und mit Klaus Ensikat an den Illustrationen arbeiten. Mit dem Illustrator, der Verlegerin Dr. Barbara Kindermann und dem Vorsitzenden der Pirckheimer-Gesellschaft Dr. Ralph Aepler werden die Bücherkinder auch besprechen, wie sie künftig ihre Projekte in der Öffentlichkeit, beispielsweise auf der kommenden Leipziger Buchmesse, vortsellen werden.

Lesung: 12. Juni 2019, 13 Uhr

Grundschule am Dom zu Brandenburg / Kunstraum
Brandenburg an der Havel

Mo, 25.03.2019

klick nebenstehend Leipziger Buchmesse 2019

Impressionen von der Leipziger Buchmesse

Vier ereignisreiche Tage verbrachte die Pirckheimer-Gesellschaft in Leipzig, durch den Vorstand vertreten mit Ralph Aepler, Matthias Haberzettl, Jutta Osterhof, Ralf Wege und weiteren Pirckheimern, wie Katrin und Charlotte Aepler, Abel Doering, Jens-Fietje Dwars und Till Schröder und unterstützt durch viele Pirckheimer, die sich mit eigenen Ständen auf der Messe präsentierten. Und, obwohl die Anzahl der Neueintritte mit 10+ nicht ganz an die der letzten Jahre herankam, war der Pirckheimer-Auftritt in Leipzig erfolgreich. Wir bestritten viele Auftritte auf der Lesebühne, so u.a. mit den Bücherkindern Brandenburg, mit Hartmut Andryczuk und Jens-Fietje Dwars, mit dem Quarch-Verlag, über den in Leipzig eine Dokumentation vorgestellt werden konnte, die alle Pirckheimer in diesem Jahr als Jahresgabe erhalten werden, mit Marc Johne vom BODONI-Vielseithof, wir stellten die Marginalien einer breiten Öffentlichkeit vor und vertieften unsere Zusammenarbeit mit Kunsthochschulen.
Viele Pirckheimer und andere Freunde des gut gemachten Buches und der Druckgraphik besuchten uns, für alle, denen das verwehrt blieb, hier einige Impressionen von der Leipziger Buchmesse 2019. (Fotos © Ralph Aepler, Abel Doering, Manfred Krause, Ralf Wege).

... siehe auch Renate Bojanowski und Mironde Verlag.

So, 24.02.2019

Arno Mohr von hinten oder Nichts geht verloren

Am 23. März 2019 | 12:30 – 13:00 Uhr werden auf der Leipziger Buchmesse Armin Schubert mit seinen Bücherkindern Brandenburg ihr aktuelles Buchprojekt vorstellen. Die Bücherkinder haben zu Grafiken des Künstlers Arno Mohr eigene Texte und Radierungen in einem Buch vereint.

Mit der Arbeit an diesem Hommage-Buch auf den Berliner Grafiker, Maler und Hochschullehrer Arno Mohr (1910 bis 2001) lernten die Kinder unter Anleitung ihres "Büchervaters" Armin Schubert ein Stück der jüngeren Kunstgeschichte kennen - ganz im Sinne von Arno Mohr, dem die Bildung und das Einfache, das nach Brecht schwer zu machen ist, sehr am Herzen lag. Die Kinder suchten sich Grafiken dieses Meisters aus, um sich mit selbst verfassten Erzählungen, Gedichten und eigenen Radierungen in diese Kunstwerke hineinzufühlen.

Leseinsel Sachbuch + Buchkunst, Halle 3, Stand B600

Mi, 23.01.2019

Fotos: Armin Schubert

Die Bücherkinder und Klaus Ensikat

"Die Bücherkinder Brandenburg der Evangelischen Grundschule bereiten sich weiter auf eine Hommage á Klaus Ensikat vor. Das zweite Buch mit den Illustrationen zu Schillers "Die Räuber" in der Nacherzählung von Dr. Barbara Kindermann wird jetzt unter die Lupe genommen.

Demnächst erscheint das Buch "Arno Mohr von hinten oder Nichts geht verloren" das vom Bildungsministerium des Landes Brandenburg gefördert wurde."

(Armin Schubert auf Facebook)

Di, 22.01.2019

Arno Mohr von hinten oder Nichts geht verloren

Vor fast genau einem Jahr konnte an dieser Stelle über den Start eines neuen Projekts der Bücherkinder Brandenburg Bücherkinder Brandenburg berichtet werden: "Nach der erfolgreichen Fertigstellung eines Buches zu Werner Klemke und zu Jureck Becker widmet sich das neueste Projekt der Bücherkinder Brandenburg Arno Mohr. ..."
Der erste Einband zum fertiggestellten Buch schickte Henry Günther jetzt auf die Reise von Gelbensande nach Brandenburg zu Armin Schubert.

Do, 20.12.2018

Betrachtungen zu Weihnachten 2018

Was ist geschehen? Ein Engel soll Maria die Botschaft gebracht haben und die Folgen feiern wir dann Weihnachten seit gut zweitausend Jahren.

Was ist noch geschen? Sehr vieles in der kleinen Welt und bei uns zu Hause. Täglich erreichen uns mehr schlechte Botschaften als gute. Man könnte ja das Schlechte ausschalten, wegbeamen. Augen zu und durch - eben sportlich. Das ist nicht die Lösung. Welche aber dann? Wir haben ja auch gemerkt, dass nicht einmal Bildung hilft, wenn in uns "der alte Adam", Bruder Kain, das Ego je druchkommt. Und doch. Die frohe Botschaft kann nicht sein, weg mit alledem. Denn wenn wir Menschen schon mit unserer religio = "Rückbindung" und mit Bildung so sind, wie wir sind. Wie wären wir aufgestellt, hätten wir all die Kulturleistungen, die Aufklärung nicht?
Es gibt also diese "Engel" in der Welt. Und bei meinen Engelprojekten der letzten Jahre ist mir der Satz begegnet: "Einen Engel erkennt man erst, wenn er gegangen ist."  Dies zu wissen, kann doch aber helfen, positiv zu denken.

Was ist zusätzlich geschehen? Durch die digitalen Möglichkeiten sind die p.f.- Grüße mit der kleinen Originalgrafik zum Neuen Jahr in Größenordnung weggefallen. Das ist schon ein Stück Kulturverlust.

Frohe Weihnachten wünschten und auf ein gutes aufgeklärtes Jahr 2019 hoffend
grüßen
Armin und Barbara Schubert

Mi, 14.11.2018

Bücherkinder Brandenburg besuchen den Kindermann Verlag

Die Arbeitsgemeinschaft „Bücherkinder Brandenburg“ besucht am Donnerstag den Kinderbuch-Verlag Kindermann.
Dieser Verlag hat sich unter der Leitung von Dr. Barbara Kindermann seit Jahren verdient gemacht, Kindern Klassiker der Weltliteratur näher zu bringen. So erschienen Bücher zu Wilhelm Tell, Goethes Faust, Luthers Thesen oder auch „Die Räuber“ von Friedrich Schiller. Dabei haben die besten Illustratoren Deutschlands die Gestaltung der Bücher übernommen.
Zu den herausragenden Illustratoren in der Bundesrepublik gehört Klaus Ensikat, der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde. In Vorbereitung auf Schillers 240. Geburtstag haben die Kinder das Buch „Die Räuber“ kennengelernt und Klaus Ensikat gebeten, ihm zu Ehren ein Hommage-Buch im kommenden Jahr machen zu dürfen.
Aus diesem Anlass werden die Bücherkinder auch den Künstler treffen und überlegen, in welcher Art sie ihr nächstes Buch anlegen werden. Fest steht schon jetzt, dass die Kinder auch wieder auf der Lesebühne bei der Leipziger Buchmesse im März 2019 lesen dürfen. Die Pirckheimer-Gesellschaft unterstützt diese Arbeit in besonderem Maße und fördert die Schüler, die sich für das Selbermachen von Büchern entschieden haben.
In der Weihnachtszeit erscheint erst einmal das Buch zum Berliner Grafiker Arno Mohr, an dem die Kinder ein Jahr gearbeitet haben.

(Armin Schubert)

Fr, 13.04.2018

Lithografiestein "Frühstückspause", mit dem das originalgraphische Plakat zur Arno-Mohr-Ausstellung gedruckt wurde

Gestern abend in der jW-Ladengalerie ...

... die Eröffnung einer Ausstellung mit Druckgraphik von Arno Mohr aus den Jahren 1947 bis 1955.

Selbstverständlich ließen sich das Freunde einer Druckgraphik, die in der "Formalismus-Debatte" wichtig und für die Anfangsjahre der DDR prägend war, nicht entgehen und die Sitzplätze reichten bei Weitem nicht aus - der Pirckkheimer Armin Schubert war aus Brandenburg angereist, der Kunstwissenschaftler Peter Michel, Ronald Paris, der bei Arno Mohr Malerei studierte, Felix Martin Furtwängler, Graphiker und Buchkünstler aus der Generation nach Arno Mohr und auch der Sohn von Arno Mohr, Thomas, fanden sich unter den Besuchern.

Nach einleitenden Worten von Michael Mäde (Kurator) verwies Andreas Wessel (Verfasser "Werkverzeichnis der Druckgrafik Arno Mohrs") auf die ausgestellten Stücke: "Im Frühjahr 1946 kehrt Arno Mohr aus der Kriegsgefangenschaft nach Berlin zurück: ein mit 35 Jahren nicht mehr ganz junger »Nachwuchskünstler« mit dem Wollen zur Kunst, aber ohne ein nennenswertes Werk. Die dann folgende Entwicklung muss ihm manchmal wie ein Traum erschienen sein. Er bekommt sofort Kontakt zur »Wirkungsgruppe bildender Künstler Berlin-Weißensee« unter Leitung von Otto Sticht, der eine »Kunstschule des Nordens« aufbauen will. Obwohl am Anfang äußerst primitive Bedingungen herrschen, keinerlei Gehälter gezahlt werden und überhaupt unklar ist, ob der Schulbetrieb genehmigt wird, widmet Mohr sich mit ganzer Kraft der neuen Tätigkeit des Lehrens und wird belohnt: Bei der offiziellen Gründungsfeier der »Hochschule für angewandte Kunst« ist er einer der neun zum Professor berufenen Dozenten." (Quelle: jungewelt / die kunst des druckens).

In der Ausstellung dann einige noch nie gezeigten Graphiken, teilweise Unikate, zu meiner Freude auch eine Darstellung Horst Strempels, Freund Mohrs (und meiner Eltern) und eines der prominentesten Opfer der "Formalismus-Debatte", sowie eine bisher nicht gezeigte, seinerzeit als formalistisch eingestufte Strichätzung, Aquatinta, als Vorarbeit zu seiner bekannten, dann eher in der Tradition von Menzel gezeichneten Radierung "Stahlwerker".
Einige Drucke können käuflich erworben werden, so passend zum Marx-Jahr ein bislang weitgehend unbekanntes kraftvolles Portrait (vermutl. 1948) dieses Kapitalismuskritikers, gedruckt von Harald Weller und ein originalgraphisches Plakat von Arno Mohr mit der Lithografie "Frühstückspause" (um 1950).

Zur Ausstellung erschien ein hervorragend illustrierter Katalog (ISBN 978-3-931745-25-7) mit Texten von Michael Mäde und Andreas Wessel (Repros: Bernhard Schurian), die einiges zu den Hintergründen des Schaffens von Arno Mohr in der Zeit bis 1955 erhellen.
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Ausstellung: 12. April -12. Juni 2018

jW-Ladengalerie, Torstr. 6, 10119 Berlin

Do, 12.04.2018

Ein Gruß der Bücherkinder Brandenburg

Am 15. April findet in Mainz ein Bürgerentscheid zum Bibelturm statt. Heute findet dazu die letzte öffentliche Informationsveranstaltung im Gutenberg-Museum statt.

"... Die Pirckheimer-Gesellschaft e.V. sagt Ja zum Bibelturm in Mainz. Für uns gibt es kein Für & Wider. Für uns ist eine zeitgemäße und zukunftsfähige Präsentation des Lebens, Wirkens und Erbes von Johannes Gutenberg längst überfällig. Eine Präsentation, die der international unbestrittenen historischen Rolle Gutenbergs gerecht wird. Mit den jetzigen Gegebenheiten im Gutenberg-Museum ist das nicht möglich. Deshalb unterstützen wir die Anstrengungen von Museums-Direktorin Anette Ludwig und ihrem Team, dies zu ändern. Dabei sehen wir aber auch die Bundesrepublik Deutschland und das Land Rheinland-Pfalz in der Pflicht, dieses nationale und internationale kulturelle Erbe so zu fördern, dass eine würdige Präsentation dauerhaft in Mainz möglich ist. ..."
(gesamten Text lesen)

Der Druck-Laden in der Seilergasse von Mainz mit Dr. Martin war für Armin Schubert Inspiration, in der Galerie Sonnensegel unbedingt auch eine Gutenberg-Druckerei haben zu wollen. Das war um 2000 eine gute Idee. Nebenan abgebildet ein Druck, der von den Bücherkindern für HAP Grieshaber gemacht wurde.