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Pirckheimer-Blog

Di, 10.09.2019

Grafik-Kalender 2020

Der Jubiläumskalender der Tabor-Presse Berlin ist gedruckt. Beteiligt sind in diesem, dem 30sten Jahr, die Künstler Tatjana DollKlaus SüßFrancoise PetrovitchTamina AmadyarSebastian MeschenmoserKatharina ArndtAdam SaksKatharina ZiemkeReinhard StanglHanna HennenkemperFides Becker und Maik  Wolf. Das Bonusblatt schuf Thomas Huber. Alle Blätter sind nummeriert und signiert. Im Moment werden die Grafiken montiert. Schon jetzt kann er auf tabopresse.de betrachtet und auch bestellt werden. („Der frühe Vogel fängt die niedrige Nummer“).

"Wir hoffen, dass Ihnen die neue Form und die Grafiken gefallen. Ende September können Sie ihren Kalender dann abholen, oder wir schicken ihn zu. Wir freuen uns auf Ihre Reaktionen zu den Künstlern, bzw. den einzelnen Grafiken. Im November werden u.a. die Kalenderblätter in einer Ausstellung in der Werkstatt gezeigt."

(Jan Pelkofer, Paul Klös und Klaus Büscher)

 

Mo, 09.09.2019

Goethe-Museum Düsseldorf Inv. Nr.: 1916/1985

Ginkgo biloba in der FU Berlin

Goethes eigenhändige Reinschrift des Gedichtes aus dem Buch der .Suleika" aus dem "West-oestlichen Divan"

Dieses Baums Blatt, der, von Osten, 
Meinem Garten anvertraut, 
Gibt geheimen Sinn zu kosten, 
Wie's den Wissenden erbaut. 

Ist es Ein lebendig Wesen? 
Das sich in sich selbst getrennt; 
Sind es Zwei? Die sich erlesen, 
Daß man sie als Eines kennt. 

Solche Fragen zu erwidern 
Fand ich wohl den rechten Sinn; 
Fühlst Du nicht an meinen Liedern, 
Daß ich Eins und doppelt bin? 

zu sehen in der Ausstellung "Goethe und der West-östliche Divan": 9. September - 24.Oktober 2019

Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin
Garystr. 39, 14195 Berlin

So, 08.09.2019

Sehr, sehr einfache Porträts

Die Collagen von Rudi Klein "Sehr, sehr einfache Porträts" entstanden in den Jahren 2018 und 2019. Die verwendeten Textpassagen stammen aus der in den 80er Jahren herausgegebenen, aber seltsamerweise noch immer aktuellen Edition "Wie schaffen unsere bildenden Künstler ihre Werke".
In einer Kartonkassette im A6 Format befanden sich Postkarten, Kleber und Briefmarkenbögen mit Aussagen zur bildenden Kunst von Adorno quer durch den Gemüsegarten bis zu Bhagwan Shree Rajneesh. Da jedoch die Aussagen nicht den Autoren zugeordnet waren, entstand ein durchaus unterhaltsames Gemisch aus kunsthistorischer und/oder simpler Bemühtheit. Die neuen Arbeiten orientieren sich unter anderem auch an antiken afrikanischen Masken, deren Wert des Öfteren mit Reduktion steigen kann. Andererseits stellen Gesichter starke Stimuli dar, nicht ausschließlich nur bei Säuglingen, sondern natürlich auch bei Erwachsenen. Die Größe der Augen stellt hier ein wesentliches Element dar. Hypnotische Effekte sind nicht auszuschließen....

Die gesammelten Bilder gibt es jetzt in einem auf 100 Stk limitierten, signierten Katalog dessen Umschlag je ein Original ziert - wohlfeil um 100€ !

(Susanne Padberg)

Buchpräsentation: 9.9.2019, 19 Uhr, Master of Ceremonies: Dirk Stermann

Galerie DRUCK & BUCH
Berggasse 21/2, 1090 Wien

Jahrestreffen 2019 in Mainz

Mit der Mitgliederversammlung endete heute das diesjährige Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft in Mainz.

Fotos der vergangenen 3 Tage können auf Facebook angesehen und heruntergeladen werden. Dort wurde eine Auswahl der von cross-effect gemachten Fotos eingestellt, wobei von mehrfach fotografierten Motiven jeweils nur eines ausgewählt wurde.
Darunter z.B. das nebenstehende, es zeigt unseren Redakteur der Marginalien Till Schröder in symbolischem bibliophilen und typografischen Umfeld - eine der vielen wirklich gelungene Aufnahmen.

Bei Interesse von Pirckheimern an diesen oder weiteren Fotos zur privaten Verwendung genügt eine Mail an den Blogbetreiber.

Sa, 07.09.2019

Jahrestreffen 2019 in Mainz

Unterhaltsamer Buchabend am zweiten Tag des Pirckheimer-Treffens in Mainz.

"Das Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft e.V. brachte Denis Scheck und Karin Schmidt-Friderichs zusammen, die über das schöne Buch und seine Zukunft diskutierten. Der Büchertisch wurde gestaltet von Erlesenes & Büchergilde!"
(Börsenverein - Landesverband Hessen, Rheinland-Pfalz)

Hier gibt es ein paar Fotos.

Fr, 06.09.2019

Inka Grebner, Die Schmetterlingskundlerin, Aufl. 70 Expl., Format: 40 x 30 cm, Linolschnitt: 23 x 14 cm

Jahrestreffen 2019 in Mainz

Heute begann das Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft in Mainz. In den Tagungsunterlagen fanden die Teilnehmer eine Graphik zum diesjährigen Treffen, die 2019 von Inka Grebner, Augenfalter, gestalttet wurde (siehe nebenstehende Abb.).

"Zur Eröffnung der Jahresversammlung der Pirckheimer-Gesellschaft e.V. in Mainz sprach Verleger Matthias Rötzer und Gestalterin Pauline Altmann vom Matthes & Seitz Verlag im Gutenberg Museum über Buchgestaltung und das Verlegen an sich.
Großartig! Ein sehr spannender und sympathischer Verlag, der vom lauten Marketing weg will und deshalb jede Verlagsvorschau einer "Adjektiv- und Superlativwäsche" unterzieht. Bescheidenheit und Ehrlichkeit kommen bei Buchhändler*Innen und Leser*Innen gut an. Aber vor allem sind es die außergewöhnlichen Bücher, die begeistern.
"
(Erlesenes & Büchergilde)

 

Do, 05.09.2019

Michael Mäde, jW-Ladengalerie und die Pirckheimer Andreas Wessel und Roland R. Berger (von lks. nach rechts), Foto © Abel Doering

Reverenzen eines Pirckheimers 2.0

Heute wurde die Ausstellung "Reverenzen" des Pirckheimers Roland R. Berger, gegenüber der Präsentation in der Eremitage um einige Linolschnitte erweitert, in der jW-Ladengalerie eröffnet. Kuratiert wird die Ausstellung durch unser Mitglied Andreas Wessel.
Da aufgrund des morgen in Mainz startenden Jahrestreffens nur wenige Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft dabei sein konnten ist geplant, der Regionalgruppe Berlin-Brandenburg einen geführten Besuch der Ausstellung anzubieten.

5. September - 8. November 2019

jW-Ladengalerie
Torstr. 6, 10119 Berlin

Di, 03.09.2019

Das Schweigen des Schäfers

Zum Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft in Mainz werden Produzenten, welche bibliophil arbeiten, ihre Arbeiten präsentieren. Eine Gelgenheit, Fachleuten zu begegnen und auch Erfahrungen auszutauschen.
Eines der vorgestellten Bücher wird ein gerade erschienenes bibliophiles Bändchen mit Gedichten von Ingo Cesaro und Original-Holschnitten von Brigitte Neustäbler zum Thema Wolf sein, ihr erstes gemeinsames Projekt. Es erscheint in einer Auflage von 33 nummerierten und signierten Exemplaren zum Vorzugspreis von 40 Euro.

07. September 2019, 19:30 Uhr

Kurfürstliches Schloss Mainz
Forstersaal

Ingo Cesaro, Das Schweigen des Schäfers, ill. Brigitte Neustäbler
Neustäblerverlag, August 2019
Papier: Werkdruck 100 g/qm 1,75faches Volumen Japanblock
Umschlag: handgeschöpft aus Nepal mit Wolleinschüben, Bleisatz, Buchdruck
Durchstichbindung
Verarbeitung: Gisela Gülpen
ISBN 978-3-9820255-l-3 

Mo, 02.09.2019

Foto © Friedenauer Presse

250. Geburtstag von Alexander von Humboldt

Am 14. September ist der 250. Jahrestag von Alexander von Humboldts Geburt. Aus diesem Anlass findet ab heute in der Humboldt-Bibliothek in Berlin eine Ausstellung mit einer Auswahl der Tierzeichungen Alexander von Humboldts statt. 

Seekühe, Kraterfische, Jaguare - von seiner großen Südamerikareise brachte Alexander von Humboldt Aufzeichnungen über Tiere mit, von denen man in Europa bis dahin kaum gehört hatte. Seine anschaulichen Beschreibungen und realitätsgetreuen Illustrationen brachten den Zeitgenossen die Neue Welt näher, die für die meisten unerreichbar war. Die Tiertexte waren ein Meilenstein für die Zoologie - und ein exotisches Vernügen für das breite Publikum.
Die Forschungsergebnisse, die Alexander von Humboldt von seiner großen Amerikareise in den Jahren von 1799 bis 1804 mitbrachte, revolutionierten das damalige Wissen und den Blick der Alten auf die Neue Welt. Seine Texte über die exotischen Tiere, die zuvor kein Europäer gesehen, geschweige denn beschrieben hatte, waren ein Meilenstein für die Zoologie und wurden auch in Zeitungen für ein großes Publikum nachgedruckt. Nachdem sie lange Zeit in Vergessenheit geraten waren, bietet vorliegende Band mit einer Auswahl von sechszehn Tiertexten- und zeichnungen einen Einblick in Alexander von Humboldts Tierleben und illustriert das Wissenschaftsideal des großen Naturforschers.

Nach Humboldts Tod trat seine zoologische Arbeit hinter anderen Aspekten seines Werks zurück, die Tiere gerieten in Vergessenheit. »Tierleben«, erschienen in der Friedenauer Presse, ermöglicht zum ersten Mal seit Alexander von Humboldts Zeiten wieder einen umfassenden Blick auf sie.

Ausstellung: 2. September - 26. Oktober 2019

Humboldt-Bibliothek
Berlin-Reinickendorf 

Alexander von Humboldt - Tierleben
Herausgegeben und mit einem Nachwort von Sarah Bärtschi
Friedenauer Presse, Berlin 2019
184 S. / Gebunden
ISBN 978-3-932109-90-4
24,00 €

Sarah Settgast: Der Junge und die kleine Blume, Deutsche Pappebuch Gesellschaft Potsdam 2019, ISBN 978-3-947979-00-4, 24 Seiten

Kinderbücher von Sarah Settgast

Die Designerin, Kinderbuchautorin und Illustratorin Sarah Settgast und der Kommunikationswissenschaftler Sven Slazenger stellen in ihrem Verlag Deutsche Pappebuch Gesellschaft in Zusammenarbeit mit Daniel Klotz und den „Lettertypen“ bei der letzten Pappebuch-Fabrik Deutschlands, bei Sachsendruck Plauen, ganz besondere, geradezu bibliophil zu nennende Kinderbücher her, hochwertige Pappebücher auf ökologischem Papier mit Farben nach Spielzeugnorm. Bislang erschienen zwei Titel:

"Der Junge und die kleine Blume", die Geschichte einer Freundschaft eines Jungen zu seiner Blume, einem Löwenzahn. Sie erleben die Welt gemeinsam und verspüren eine tiefe Verbundenheit zueinander... Es kommt jedoch der Tag, an dem die Schirmchen des Löwenzahn in den Himmel aufsteigen, um so wieder neue Blümchen entstehen zu lassen....
Sarah Settgasts zweites Buch knüpft stilistisch an ihr erstes Buch an, ist aber auch für größere Kinder interessant.
"Das Mädchen und die kleine Wolke" ist die Geschichte einer Freundschaft, die auch vom Festhalten und Loslassen erzählt. Liebe und Freundschaft sind unvergänglich, wie die Beziehung der Wolke zu dem kleinen Mädchen, doch auch eine Wolke muss einmal weiterziehen, da sie an einem anderen Ort gebraucht wird.

So, 01.09.2019

Entführung in die Antike

Einladung zur Subskription!

Bei Catharine J. Nicely (PalmArtPress) erscheint im November, von Steffen Marciniak herausgegeben, der Titel "Entführung in die Antike" mit "Neuen Geschichten um griechische Mythen".

"Einige wenige Zeilen sind der Schlüssel zu einem Raum, aus dem wir uns selber ausgesperrt haben und der wahrlich ein ‚Lebensraum’ gewesen ist. Unsere Hybris besteht darin, daß wir diesen Raum nicht mehr betreten können, nur die Tür einen Spalt weit öffnen, um unseres Verlustes ansichtig zu werden."
(Günter Kunert)

Diese neue Sammlung von Gedichten und Kurzprosa will entführen und sie will verführen. Insgesamt 63 zeitgenössische Autoren, darunter Volker Braun, Günter Kunert, Christoph Meckel, Rolf Hochhuth, Christoph Geiser, Thoimas Böhme, wollen ihre heutigen Sichten auf ein altes Thema der Erzähl-, Dicht- und Fabulierkunst mitteilen: die griechische Mythologie. Windgott Aiolos und die acht Himmelsrichtungsgötter, die Anemoi, leiten in die neun einzelnen Kapitel des Buches ein: zu den Göttern, Titanen, Chimären, in die Unterwelt, zu den Wasserwesen, Epheben, Nymphen, Heroen und zu den Menschen. Es gibt klassisch erzählte, wie auch in die Moderne versetzte Geschichten; Gedichte, Betrachtungen und manchmal werden die griechischen Mythenfiguren in ganz andere Welten versetzt; auch reale Ereignisse werden zu Mythen. Verschiedene literarische Formen führen in eine Welt, die mit ihrem phantasievollen Reichtum die Künstler seit Jahrhunderten bis heute zu faszinieren vermag. Viele der Beiträge sind Erstveröffentlichungen.

Der Titel kann bis zum 30. 09. 2019 beim Herausgeber zum Subskriptionspreis von 20 € bestellt werden.

Entführung in die Antike, Neue Geschichten um griechische Mythen, Hrsg.: Steffen Marciniak
PalmArtPress Nov. 2019
350 Seiten, Hardcover, 21 x 14 cm
ISBN: 978-3-96258-039-1
28 EUR

Karl Bloßfeld: Exlibris für Dr. med. A. Bräuer, Radierung, 1950

Exlibris zum Tage

Am 1. September 2019 jährt sich zum 80. Mal der Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen.
An diesem Tag wird in Deutschland der „Antikriegstag“ begangen, um der Opfer dieses und aller anderen Kriege zu gedenken. Leider ist sich die Welt wie in vielem andern auch nicht einig darüber, an welchem Tag international die Forderung nach Frieden vertreten werden sollte. Vor der Wiedervereinigung feierte bereits die DDR an diesem Tag viele Jahre lang den „Friedens-„ (auch „Weltfriedens-“) „Tag“, in der BRD wurde seit 1956 ein „Antikriegstag“ begangen. Die katholische Kirche begeht ihren „Weltfriedenstag“ am 1. Januar, die Vereinten Nationen haben ihren „International Day of Peace“ am 21. September auf dem Programm. Diesem Datum hat sich auch der Ökumenische Rat der Kirchen mit einem „Internationalen Tag des Gebets für den Frieden" angeschlossen, um alle Kräfte, die für den Frieden werben, zu unterstützen. – Trotz der vielen Gedenktage allerdings sind wir noch weit entfernt vom allgemeinen friedlichen Zusammenleben aller Menschen auf der Welt.
Gegen den Krieg und für Frieden wirbt auch das Exlibris, das der deutsche Exlibriskünstler Karl Bloßfeld (1892–1975) für den Großsammler Dr. Arthur Bräuer radiert hat. Über eine rurale Landschaft, in der sich Scharen von miteinander Kämpfenden tummeln, schreitet die monsterhafte Figur des Kriegs, die in der linken Hand eine Schar Menschlein zerdrückt. Wo das riesige affenartige Monster hintritt, hinterlässt es eine Spur der Zerstörung. Bei der Bildkomposition hat sich Bloßfeld vielleicht von der ersten direkt für den Film erfundenen Monsterfigur King Kong (1933) inspirieren lassen. Im Hintergrund sehen wir als Gegenbild im hellen Licht eines Strahlenkranzes einen antiken Frauenkopf als Symbol des Friedens. Das Motto „IN ARTE PAX“ (In der Kunst ist Frieden) verrät die Intention von Künstler und Auftraggeber.
(Heinz Decker, DEG)

Sa, 31.08.2019

Halleluja. Corinna Krebber | © Corinna Krebber. Foto: Klingspor Museum Offenbach

Ausdrücklich Schrift

Ausdrücklich Schrift. Schreiben im Spannungsfeld

Das Klingspor Museum als Sammelort zeitgenössischer Schriftkunst ist prädestiniert die große Spannbreite des schriftkünstlerischen Schaffens der Gegenwart aufzuzeigen. Der Fokus der Ausstellung liegt auf experimentellen Arbeiten, wobei die Grenzen der Lesbarkeit oftmals überschritten werden. Gezeigt werden unter anderem Arbeiten von Corinna Krebber, Daniel Ben Hur und Petra Ober.

Eröffnung: 18. September, 19 Uhr
Ausstellung: 19. September - 24. November 2019

Roland Berger, Reverenz vor … Hermann Glöckner, 1988 | Kurt Schwitters, 2016 | Jackson Pollock, 2013 | Max Beckmann, 2017 | Victor Vasarely, 2019 | Fernand Léger, 2019 (Fotos Abel Doering)

Reverenzen eines Pirckheimers

Mit einer Ausstellung in der jw-Ladengalerie erweist der Pirckheimer Prof. Roland Berger erneut Größen der Malerei wie Michelangelo, Dürer, Kandinsky, Bill, Malewitsch, Warhol, Mattheuer, Metzkes und anderen seine "Reverenz", wie er es bereits im April und Mai in der Eremitage Gransee tat.
Einfühlsam deutet er seit nunmehr gut 50 Jahren mit Graphiken, zumeist als Linolschnitt, das Werk dieser Künstler neu.und nimmt, teilweise mit neuem gesellschaftlichen Hintergrund und auch einem humorvollen Ernst, Bezug auf das Werk dieser Künstler. So verreckt etwa der "Sklave" von Michelangelo hinter der Windschutzscheibe eines verunfallten Luxusautos oder Warholds blecherne "Soup-Büchsen" werden zu Pfandflaschen einer DDR-Marke. Dabei interpretierte der Künstler Themen, künstlerische Aussagen, Linienführung und Bildaufbau in seiner eigenen Art neu.

Eröffnung: 5. September 2019, Eröffnung: Andreas Wessel. Es spricht: Roland R. Berger
Ausstellung: 6. September - 8. November 2019

jw-Ladengalerie
Torstraße 6, 10119 Berlin

Fr, 30.08.2019

Fotos © Constanze Kreiser

Odine Langs ‚FOLIA‘ in Wolfenbüttel verlängert

Arbeiten der Aachener Künstlerin Odine Lang in einer seit Mai in der Wolfenbütteler Herzog August Bibliothek laufenden Ausstellung werden noch bis Mitte Oktober zu sehen sein. Es erschien ein Katalog.

"Odine Lang versteht Bücher als Erkundungsräume und hat sich entsprechend mit den Räumen der Bibliotheca Augusta auseinandergesetzt: der symmetrischen Augusteerhalle, allseits mit wunderbaren Büchern bestanden, aber in der Mitte leer; mit den einzelnen Vitrinen und der parallel laufenden Ausstellung ‚ausdrucksvoll‘.
[...]
Technisch handelt es sich um Forschungen zum Buch – aber: kein einziges sieht so aus wie die Bücher in den Regalen ringsum, nur wenige von Odine Langs Buchobjekten verwenden Text – und doch: sie versteht es, die Ähnlichkeiten zum gewählten Bezugsmedium Buch auch in ihren skulpturalen Arbeiten sichtbar zu machen. Eine Zeitlichkeit des Entdeckens, das Vorhandensein einer festeren Aussenhaut und ein zu schützendes Inneres, eine Art immanente Entwicklungsgeschichte.
Die Bücher erzählen von Neophyten und deren Überwältigungsstrategien, von Frau Langs eigenen Versuchen, sich die neue Umgebung über deren Vegetation zeichnerisch anzueignen. Im Malerbuchkabinett finden Pflanzen Metamorphosen in kleineren Faltbüchern und Leporellos statt, vielfältigste Formen auch hier, auf Küchenkrepp, als Abdrucke und Palimpseste, eine große Materialvielfalt bei einer reduzierten Farbigkeit zwischen braun und cremeweiß bindet die Verschiedenartigkeiten zusammen."

(Constanze Kreiser in Künstlerbücher und Buch Objekte)

Ausstellung: 9. Mai - 13. Oktober 2019

Herzog August Bibliothek
Lessingplatz 1, 38304 Wolfenbüttel