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Pirckheimer-Blog

Fr, 06.11.2020

Moritz Götze, Der letzte Zentaur oder Der Kampf mit dem Alphabet, Siebdruck 2018

Ein Künstler erzählt Geschichte auch in Emaille

Moritz Götze ist derzeit in der Ausstellung „Hoffnung Glaube Liebe“ mit erstklassiger Pop Art in Augsburg zu sehen.

Er zählt seit langem zu einem der größten Pop Art Künstler Europas, welcher mit seinem comicartigen Malstil seine ganz eigene, unverwechselbare Handschrift besitzt. Pirckheimer konnten sich anhand der originalgraphischen Beilage in den Marginalien # 3/2018 mit dem Siebdruck "Der letzte Zentaur oder Der Kampf mit dem Alphabet" (Abb.) von der künstlerischen Qualität des Künstlers überzeugen.

Moritz Götze "greift Vorlagen aus der historischen, kunsthistorischen oder auch der modernen Welt auf und versetzt sie mit allerlei bekannten Motiven und erschafft neue Bedeutungsebenen. Die Arbeiten in Öl auf Leinwand und seine zahlreichen Emaillemalereien zeigen Verschränkungen von Historischem und Gegenwärtigem, er versetzt seine Rezeptionen mit Metaphern, ironischen Verweisen, mit Symbolen, Allegorien und Personifikationen wie in der gezeigten Arbeit „Friedensfries“. Hierbei interpretiert Moritz Götze das Attika-Fries oder auch Friedensfries genannte Werk, das den Einzug der Friedensgöttin, als monumentale, 8,70 Meter breite Emaille-Version, darstellt.
Konvention und ihr Bruch, Zitat, Paraphrase und Neuschöpfung, Symbol und Realität: Das Zusammenspiel all dieser Komponenten macht die Kunst von Moritz Götze unverwechselbar und lädt immer wieder zum Staunen und Rätsel lösen ein."
(Pressetext Galerie Cyprian Brenner)

Ausstellung: 25. Oktober - 22. November 2020

Galerie Cyprian Brenner
Elias-Holl-Platz 6, 86150 Augsburg

Mi, 04.11.2020

Book Arts Newsletter

Im Book Arts Newsletter von Sarah Bodman findet jeder Buchliebhaber alles Interessante über Ausstellungen, Ankündigungen, Kurse, Konferenzen, Vorträge & Workshops, Chancen, Buchmessen und Events, Internet Nachrichten, neue Publikationen und Berichte. Schon zum Bezug angemeldet?

Hier steht der aktuelle Book Arts Newsletter Nr. 135, November 2020, ab sofort zum Download bereit.

Übrigens kann man auch selbst Beiträge für diesn Newsletter einreichen, nächste Deadline ist der 17. November für den Newsletter Dezember 2020 - Januar 2021.

Di, 03.11.2020

ALLES FÜR DIE KATZ

Für 2020 wurde als Jahresgabe der Pirckheimer-Gesellschaft der 49. und letzte Druck der burgart-presse ausgewählt, von welchem aus der 800er Auflage eine Teilauflage von 600 Exemplare für die Mitglieder erschienen, getrüffelt mit einer beigelegten Originalgraphik von Klaus Ensikat.
Die Teilnehmer des Jahrestreffens 2020 der Pirckheimer-Gesellschaft hielten die Jahresgabe bereits im September in den Händen, nun wurde sie auch für die weiteren Pirckheimer ausgeliefert.

Mit diesem 49. Druck der burgart-presse lieferte Jens Henkel einen Überblick über "Dreißig Jahre burgart". Für diese Dokumentation der Verlagsarbeit, die u.a. eine Bibliografie aller etwa 150 Veröffentlichungen der burgart-presse, eine Verlagschronik und ein Namensregister enthält, hat Herbert Kästner hat den einführenden Text verfasst.

Siehe auch ALLES FÜR DIE KATZ.

Mo, 02.11.2020

"kein" Buch des Monats

Aufgrund der aktuellen Corona-Maßnahmen bleibt das Klingspor Museum voraussichtlich bis Ende November 2020 geschlossen.
In dieser Zeit finden keine Veranstaltungen statt.

Plakat: Ursula Strozynski/Berlin, mehrfarbige Serigrafie, gedruckt von Henning Schmidtmann

39. Dresdner Graphikmarkt

Aufgrund der aktuellen Situation findet auch der 39. Dresdner Graphikmarkt  nur virtuell statt.

Der Dresdner Graphikmarkt entstand aus dem Bemühen, zeitgenössische graphische Kunst für jeden Interessenten zugänglich zu machen und aufgrund des Marktcharakters preiswert anzubieten.
„Durch Jahrzehnte gehört gerade die Grafik zu den schöpferischsten Äußerungen Dresdner Künstler.“ Mit diesen Worten begründet der Dresdner Kunsthistoriker und Denkmalpfleger Dr. Fritz Löffler den „oft geäußerten und niemals erfüllten Wunsch“ zur „Durchführung eines Marktes für Dresdner Grafik im umfassendsten Sinne“.
Mit den Anfängen im Jahr 1976 und den alljährlichen Graphikmärkten seit 1984 ist dieser Wunsch Wirklichkeit geworden. Von Anfang an wählten die Organisatoren die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler aus. Bedingung war damals die Mitgliedschaft im Verband Bildender Künstler. 
Der Dresdner Graphikmarkt überstand die politische Wende 1989/1990. Seit 1991 unterstützt die Ostsächsische Sparkasse Dresden den Dresdner Graphikmarkt in vielfältiger Weise und hat daher einen großen Anteil an seinem Fortbestand.
2012 gründeten die Mitglieder der Arbeitsgruppe Dresdner Graphikmarkt einen Verein. Die Vereinsmitglieder entscheiden wie bisher in jedem Jahr neu über die Künstlerinnen und Künstler, die eine Einladung zum Dresdner Graphikmarkt erhalten.
Geblieben sind die Ziele des Dresdner Graphikmarktes: Vielfalt, hohe Qualität der Arbeiten bei moderaten Preisen.

1. bis zum 29. November 2020

Dresdner Graphikmarkt online

So, 01.11.2020

2. November 2013 - 24. Berliner Exlibris-Treffen, Fotos © Manfred Krause

DEG versucht sich in Alternativen

In diesem Jahr konnte die Deutsche Exlibris-Gesellschaft Corona bedingt keine einzige Veranstaltung im Exlibriskreis durchführen, kaum jemand konnte neue Exlibris im größeren Kreis tauschen und auch im November werden in fast allen europäischen Ländern die Veranstaltungen und Kontakte zwischen mehreren Menschen zum Schutz der Gesundheit aller nicht mehr erlaubt sein.
Deshalb sucht die Gesellschaft neue Wege, damit der Kontakt zwischen den Mitglieder untereinander erhalten bleibt und wieder befördert werden kann.

Zu diesem Zweck wurde eine auszufüllende Pdf-Datei an die Mitglieder verschickt, die diese mit bis zu 3 Exlibris als Scan versehen können, um sie über die Geschäftsstelle an alle Mitglieder weiterzugeben. Jeder Tauschwillige kann dann mit dem Anbieter in Verbindung treten. Dieses Angebot besteht zunächst bis Ende November und wird bei bei Bedarf verlängert.

(Anke Polenz)

Ausgiebig blätterten die Magdeburger Bücherfreunde in den Einblattdrucken, die Dr. Wolfram Benda aus Bayreuth mitgebracht hatte.
Ausgiebig blätterten die Magdeburger Bücherfreunde in den Einblattdrucken, die Dr. Wolfram Benda aus Bayreuth mitgebracht hatte. | © Ralf Wege
Dr. Wolfram Benda zu Gast bei den Magdeburger Pirckheimern.
Dr. Wolfram Benda war zu Gast bei den Magdeburger Pirckheimern und stellte in der Galerie Grimm seine Bear Press vor. | © Ralf Wege

Alles aus einer Hand und doch mit vielen Händen

Vortrag von Dr. Wolfram Benda bei den Magdeburger Pirckheimern

Rund 20 Mitglieder unserer Schwestergesellschaft, des "Vereins der Bibliophilen und Graphikfreunde Magdeburg und Sachsen-Anhalt", haben sich am 24. Oktober zu ihrer Mitgliederversammlung in der Galerie Grimm getroffen.
Daran schloss sich im öffentlichen Teil ein Besuch von unserem Pirckheimer Dr. Wolfram Benda an, der seine Bear Press vorstellte.
Unter dem Motto „Die Liebe zum Buch“ plauderte Wolfram Benda faktenreich und sehr unterhaltsam aus vier Jahrzehnten als Verleger handgemachter Pressendrucke und Verfechter einer Bibliophilie, die "nicht nur für die Sinne gemacht, sondern auch wissenschaftlich fundiert ist". Begonnen hat alles mit Jean Pauls „Des Luftschiffers Giannozzo Seebuch“, illustriert von Caspar Walter Rauh. Aktuell ist eine Ausgabe von Nikolaj GogolsDer Mantel“ mit Radierungen von Klaus Ensikat in Vorbereitung.

Lesen Sie den ausführlichen Bericht über die Veranstaltung der Magdeburger Pirckheimer "Alles aus einer Hand und doch mit vielen Händen".

(Ralf Wege)

Sa, 31.10.2020

Mariya Plyatsko für Ulrike Ladnar, 2019, Radierung

Exlibris des Monats November 2020

Die junge ukrainische Künstlerin Mariya Plyatsko hat 2019 ein Blatt radiert, welches für den, eigentlich tristen, November zum Exlibris des Monats gekürt wurde.

"Das Thema, das zu gestalten sie gebeten worden ist, lautet MEMENTO VIVERE (Gedenke zu leben). Sie hat auf ihrem Exlibris zu diesem Thema eine Geschichte erzählt, die eine Frau in zwei unterschiedlichen Lebenssituationen, Lebensphasen zeigt. Links erscheint sie uns nur umrisshaft, gesichtslos, sie ist nur mehr, wie man so sagt, ein Schatten ihrer selbst. Ihr Körper, ihr Gesicht, ihr Ich ist nicht mehr erkennbar. Sie hat sich aus dem Leben der anderen zurückgezogen, ist aus dem Leben zurückgetreten. Warum das so ist, weiß man nicht. Sie kann krank sein, sehr krank, sie kann Sorgen haben, die sie auffressen, sie kann einen Verlust erlitten haben, den sie nicht verarbeiten kann. Sie kann vor einem zerbrochenen Lebenskonzept stehen, vor einem gescheiterten Lebensplan. Sie könnte an einem Ort sein, an dem sie nicht sein will, sie kann einsam sein. Auf jeden Fall ist sie in eine tiefe Krise geraten.

Doch dann hat sie sich aus dieser Krise herausgearbeitet und geht zurück ins Leben.

Und so steht sie nun ein zweites Mal vor uns, und zwar selbstbewusst in der Mitte des Blattes. Mit offenen Augen blickt sie nach vorne. Ihre Gesichtszüge sind wieder deutlich erkennbar, ein kleiner Schatten umdunkelt ihre Augen noch, aber ihr Mund scheint zum Lächeln bereit zu sein. Ihr Busen ist wieder voll und sinnlich. Nur noch schemenhaft zu erahnen und fast verschwunden ist der Arm, mit dem sie in der Krise ihre Abwehrhaltung von der Welt manifestiert hat. Nun sind ihre Arme wieder weit ausgebreitet und wollen sich der Welt öffnen, die Welt umarmen. Vor ihr erblüht rechts unten in den leeren Raum hinein bereits eine Blume. Aber sie hält in ihrer rechten Hand noch eine schwarze, tote Blume, die sie auf ihren Kampf zurück ins Leben aus ihrem lebensfeindlichen Dämmerzustand mitgebracht hat, doch bald wird sie nach der darunter sich öffnenden Blüte greifen, die die Künstlerin verlockend signalrot rot koloriert hat. Und alles wird wieder gut werden. Memento vivere! Was für ein schönes Motto für diesen Monat und die nächste Zeit."

Ulrike Ladnar

Fr, 30.10.2020

"Sammlerfreuden" 2014 in der Buchhandlung am Wittenbergplatz

Lockdown auch bei den Pirckheimern

Eine Zusammenkunft der Berlin-Brandenburger Pirckheimer ist in diesem Jahr nicht mehr möglich.

Die Vorstellung von "The Booksellers" mit anschließendem Gespräch kann aufgrund der Kinoschließungen nicht stattfinden, es ist aber beabsichtigt, das nachzuholen.

Auch der Besuch "Blick hinter die Kulissen der Kinderbuch- und Jugendbuchabteilung" der Staatsbibliothek Unter den Linden bei Carola Pohlmann fällt im November aus, dieser Besuch wird ebenfalls auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Ebenso kann das traditionelle Treffen zum Jahresabschluss in der Büchergilde-Buchhandlung bei Johanna Binger-Hochhuth nicht stattfinden, da die Einhaltung der gebotenen Abstände nicht möglich wäre, andererseits ein größerer Raum keine individuellen Gespräche erlauben würde.

Holger Koch, Grafikmarktplakat, Detail

42. Radebeuler Grafikmarkt findet statt

Der 42. Radebeuler Grafikmarkt kann nach einer nach Entscheidung des Stadtrates kurz vor dem Lockdown noch stattfinden, Corona bedingt an zwei Tagen mit verkürzten Öffnungszeiten.

Je 50 Künstler (nach dem Alphabet ausgesucht) können pro Tag ihre Werke präsentieren. Über 4.000 Exponate stehen zur Auswahl. Das Spektrum an Techniken, Handschriften und Motiven ist breit gefächert und reicht von der Miniatur bis zum Großformat. Der überwiegende Teil der beteiligten Künstler ist zum Grafikmarkt anwesend und verkauft seine Werke selbst. Es werden daneben Arbeiten aus den Nachlässen verstorbener Künstler angeboten. Der Besucher kann unter Druckgrafiken, Collagen, Zeichnungen, Aquarellen, Scherenschnitten, Fotografien, Plakaten, Kalendern, Künstlerbüchern oder Postkarten seine Favoriten erwählen.

Der Freiberger Maler und Grafiker Holger Koch hat in diesem Jahr das Grafikmarktplakat entworfen, welches auch in einer limitierten Auflage (Handdruck auf Bütten) erworben werden kann.

Der 43. Radebeuler Grafikmarkt ist für den 7. November 2021 geplant.

Do, 29.10.2020

Lockdown für den LBA

Wir bedauern sehr, die Ausstellungseröffnung "Liebe Leser" am 3. November – der Corona-Pandemie geschuldet – absagen zu müssen. Voraussichtlich wird die Ausstellung im Frühjahr nachgeholt, der Termin wird rechtzeitig bekanntgegeben.

Alle weiteren Veranstaltungen im November müssen ebenfalls abgesagt werden.

Auch unser Festakt am 9. Januar 2021 wird in der geplanten Form nicht stattfinden. Wir wollen im Juni 2021 dafür ein Sommerfest im Literaturhaus Leipzig veranstalten, auch der Termin wird per Einladung, Rundschreiben und an dieser Stelle rechtzeitig veröffentlicht.

Im November ergeht zu diesen Punkten ein Rundschreiben an alle Mitglieder, in welchem wir hoffentlich schon konkrete Zeiträume neu benennen können. Der Versand der Reihe "24 x 34 Grafik" im November sowie der Festschrift im Januar sind von den coronabedingten Maßnahmen unbenommen.

Bleiben Sie gesund, viele Grüße
Leipziger Bibliophilen-Abend, Vorstand

Keine tolldreisten Geschichten

Die vor Monatsfrist hier angekündigte Lesung "Tolldreiste Geschichten zur Bücherliebhaberei" des Pirckheimers Harald Kugler in der Stadtbibliothek in Pirna am 4. November wurde Corona bedingt abgesagt.

Ein weiterer Hinweis darauf, dass Kunst und Kultur im Gegensatz zu Gottesdiensten, unwirtschaftlichen Fluggesellschaften oder Reisen auf Kreuzfahrtschiffen nicht als systemrelevant gelten und schon deshalb ein Verlust an Kultur, weil in den letzten Tagen erfreulicher Weise die Nachfrage nach Karten, anders als bei früheren Lesungen des Autors, gestiegen ist.

Nachtrag zur artbook.berlin 2020

Im November jährt sich Paul Celans Tod in der Seine zum fünfzigsten Mal. 2020 ist in doppelter Hinsicht ein Paul-Celan-Jahr, denn vor hundert Jahren wurde er im galizischen Czernowitz geboren.

Im letzten Frühjahr hat sich die Berliner Künstlerin Almut Schildberger auf ein Liebesgedicht des Poeten eingelassen, der zu den wichtigsten deutschsprachigen Dichtern nach 1945 zählt: WER SEIN HERZ AUS DER BRUST REISST ZUR NACHT.

Entstanden ist ein Buch mit unikathaften, großenteils monotypischen Farbgraphiken auf Japanpapier, mit dem Text im Bleihandsatz von Eckhard Froeschlin, und einer japanischen Bindung mit Kassette von Roger Green. Entsprechend der aufwendigen Hochdrucktechnik ist die Auflage auf 20 Exemplare beschränkt; der Preis ist 650,- €.

Da zur Zeit keine Buchkunstmesse in Sicht scheint, kann das Buch auch zur Ansicht bestellt werden. Es ist außerdem im Scheerer Atelier zu sehen. Das geplantes Wochenende der Offenen Ateliertür muss leider ausfallen, aber es besteht die Möglichkeit zum Atelierbesuch nach vorheriger telefonischer (0151-56382672) oder Email-Absprache.

Eckhard Froeschlin
EDITION SCHWARZE SEITE
Alte Papierfabrik
Fabrikstr. 32-40, 72516 Scheer/Donau

Mi, 28.10.2020

Bild © ad
Egbert Herfurth und Armin Schubert: Wir planen unser Buch, Foto: privat

neues von den Bücherkindern Brandenburg

Bücher fallen nicht vom Himmel oder die Lust an Wörtern

Die BücherKinder Brandenburg lesen in Vorbereitung ihres nächsten Buchprojekts Sprachspiele von Franz Fühmann aus "Die dampfenden Hälse der Pferde im Turm von Babel".

Sie lernen dabei mit Sprachspielen und Gedanken spielerisch umzugehen, die aus der Gedankenwelt von Schopenhauer, Friedrich Rückert, Schleiermacher, Schiller, von Herder und Wilhelm von Humboldt, von Marx und Engels oder aus der Bibel stammen. Sie erfahren etwas über den Streit aus der Antike zwischen Hesiot und Homer, dem von Cäsar und Xerxes, aber auch etwas von Wilhelm Busch und Brecht, von Goethe und Gottfried August Bürger, von Victor Hugo, von Johann Georg August Galetti und Morgenstern bis hin zur Moderne.

Dabei geht es um Paradoxien, um Orakel, um einen Geheimbrief, um Scherzdichtungen und Stilblüten , Palindrome und Charaden, Anagramme und Homonyme und phantastische Erfindungen von Franz Fühmann. Damit werden wir nach dem Buch der PostkartenPoesie für Jurek BeckerDu liebe Hühnerkastanie“ in einen weiteren Bereich von Sprachschöpfungen und Kreativität vordringen und die Kinder selber solche Texte entwickeln lassen. Hier ist eine erneute Zusammenarbeit mit der Literaturwissenschaftlerin Christine Becker vorgesehen und verabredet.

Im Hinstorff Verlag ist dieses o.g. Buch in der 12. Auflage erschienen, das der ebenso große Peter Härtling 1982 in der Wochenzeitung DIE ZEIT besprochen hat und mit dem Satz beginnt: „Es gibt Kinderbücher, die vorgeben, etwas von Kindern zu verstehen… ( und ) Kinderbücher, die Genrationen verbünden können...“ Dieses hier ist so ein Buch, das Egbert Herfurth aus Leipzig illustriert hat. Ihn wollen wir ebenso kennenlernen und für seine Arbeit am Buch, vor allem die für Kinder, mit dieser Hommage ehren.

(Armin Schubert)

Eine „andere Welt“ – die große Reise des Marco Polo

Wieder einmal gibt es einen originalgrafischen Kalender aus dem DRUCKLADEN der Galerie „Sonnensegel“ .

Thematisch bezieht sich die Kalenderproduktion auf die große Reise des Marco Polo, deren Beginn sich 2021 zum 750.Mal jährt. 1271 reist der Sohn eines venezianischen Kaufmanns in Begleitung seiner Onkel auf der „Seidenstraße“, die Westeuropa mit China verbindet, in den Orient.  Erst 1292 kehrt er nach Venedig zurück.

Schüler/innen des „von Saldern- Gymnasium“ in Brandenburg a. d. Havel nahmen das Jubiläum der großen Expedition in eine „andere Welt“ zum Anlass für die eigene bildnerische Interpretationen des fesselnden Reiseberichts. Unter der Leitung ihres Lehrers, Matthias Frohl, fertigten die Jugendlichen mehrfarbige Linolschnitte an, welche in zwei verschiedenen originalgrafischen Kalendern zusammengefasst wurden.

Die Kalender (70 x 28 cm, immerwährendes Kalendarium, Verkaufspreis: 25 Euro) mit 14 Farbgrafiken druckte Sven Märkisch in einer Auflage von jeweils 60 Exemplaren. Den Handsatz übernahm Helga Bendick.

Bei Interesse bitte eine E-Mail an die Galerie „Sonnensegel“. Wir schicken Ihnen gern vorab eine PDF-Datei mit den unterschiedlichen Motivabfolgen.

(Matthias Frohl)