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Pirckheimer-Blog

Sa, 06.02.2021

Herr Hegenbarth zoomt

Dem Ziel der Hegenbarth Sammlung, den Zeichner Josef Hegenbarth sowie das Zeichnerische in Gänze zu denken, ist die Sammlung inzwischen ein großes Stück nähergekommen. Viele seiner Zeichnungen können als »epische Mischtechnik« bezeichnet werden, angesiedelt zwischen Zeichnung und Malerei, Figuration und Abstraktion. Hat die Sammlung in den vergangenen Jahren mit ihren Präsentationen erste Schritte in Richtung einer »kategorischen« Grenzüberschreitung unternommen, bilden die gezielten Erwerbungen der jüngsten Zeit dafür ein gesichertes Fundament. Darüber hinaus ergründet sie auf unerwarteten Wegen das Zeichenhafte in der Kunst.

Ab Januar wird die Hegenbarth Sammlung digital aktiver, indem sie ihre Kunstwerke via Bildschirm zum Betrachter nach Hause bringt. Mit »Herr Hegenbarth zoomt« nehmen wir diese genauer unter die Lupe - Sie wählen, wir filmen. Die kommentierten Nahaufnahmen finden Sie dann auf der hegenbarth-berlin.de.

Im Hinblick auf die anhaltende Schließung von Kulturorten fragen wir uns und Sie, wie das Museum angesichts verschiedener Krisen weitermachen soll? Dazu planen wir im Frühjahr 2021 eine digitale Diskussionsrunde, um uns über das »krisenfeste« Museum der Zukunft auszutauschen. Möglicherweise lassen sich erste Resultate im künftigen Hegenbarth Haus umsetzen. Konkrete Vorbereitungen zu diesem Zentrum für Kunst auf Papier haben bereits begonnen.

Für einen kunstvollen Jahresbeginn empfiehlt Herr Hegenbarth die sehenswerte Ausstellung in der Alten Nationalgalerie Dekadenz und dunkle Träume. Nicht zuletzt wegen der selten gezeigten Papierarbeiten und denkbarer Einflüsse, wie z. B. von James Ensor auf Josef Hegenbarth und andere deutschsprachige Künstler, sollten man sich die virtuellen Angebote hierzu im Netz nicht entgehen lassen.

Fr, 05.02.2021

Abriss - Wiederaufbau - Existenzbedrohung

Vor zwei Jahren erschien hier eine kurze Rezension zu einer Dokumentation über das Hamburger Antiquariat Bernhardt. Nach dem Abriss des dortigen Wirtschaftswunder-Bürohochhauskomplexes City-Hof hat der Inhaber des Antiquariats das bewundernswerte Experiment gewagt, das Antiquariat in Hamburg-Wandsbek noch einmal neu aufzubauen, ein Sinnbild für Niedergang und Fortbestehen des antiquarischen Buches im Digitalzeitalter.

Jetzt sieht sich Christian Grasse, der Produzent der filmischen Dokumentation, wohl zu einer kleinen Ergänzung veranlasst: Die Pandemiemaßnahmen bedrohen erneut die Existenz des wohl zu den nettesten Antiquaren der Stadt Hamburg zählenden Torsten Bernhardt, der mit der ruhigen Brummbärstimme bislang noch Jeden aus der literarischen Not rettete.
Hoffen wir, dass sich damit nicht das Sinnbild für die Bedrohung und Widerstand des Buches im Digitalzeitalter durch Niedergang von Kultur in Zeiten der Pandemie vollendet.

Wir lesen noch. Antiquariat Bernhardt, ein Portrait. Ein Film von Christian Grasse
DVD, 43 min.
CGHamburg Film 2018, 10 €

Do, 04.02.2021

Highlights der Buchkunst sind wieder öffentlich

Die seit Mitte Dezember virtuell zu betrachtene Ausstellung "Highlights der Buchkunst von 1969 - 1994" ist in Kürze endlich in der Galerie in der Wiener Berggasse zu sehen und alle Bücher sind zu blättern! 

Sie bleiben aber auch weiterhin online zu sehen! Hinter jedem online abgebildeten Buch verbirgt sich ein kurzer Film, der Ihnen das Buch von vorn bis hinten zeigt, sowie eine Beschreibung und eine Verfügbarkeitsanfrage – einfach klicken.

Der Fokus der Ausstellung liegt auf den Jahren 1969 – 94! Künstlerbücher sind, in all ihrer Verschiedenheit auch eine Art internationale Zeitzeugen. 

Ausstellung: 8. - 26. Februar 2021

Galerie DRUCK & BUCH
Susanne Padberg
Berggasse 21/2, 1090 Wien

Mi, 03.02.2021

Dagmar Ranft-Schinke, Aquarell, 2021

"Was wird aus den Lesern, die wir einst waren?"

(Maryanne Wolf, Kognitionswissenschaftlerin aus L.A.)
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Frage gleich Antwort

Warum halte ich Närrin mich noch immer an meine Maxime „Kunst ist eine moralische Kraft in der Gesellschaft und ein seelischer Stabilisator"? 
Mein Gott, wie altmodisch bin ich! Ja, - und ich bin stolz darauf, wohl auch bewußt starrköpfig!
Was würde aus den künftigen Generationen werden, wenn alle ideellen Werte die Bäche hinabschwimmen beim Fressen, Saufen, beim F .. , dem E-Mailen, beim Lügen, dem Surfen, dabei sich im Netz verfangend, und beim Dauerglotzen in die Kastenferne, einschlafend dabei im Wohlfühlsessel.
Schneller, weiter, höher ist die heutige Devise, sportlich wie wirtschaftlich, dabei sich krank konsumierend, während freudig gewisse Kassen klingeln. Aber VORSICHT, - ein tiefer Absturz ist möglich ...

„Frau DRS, was denken Sie denn da wie damals vor Jahren schon wieder und machen immer weiter Ihre Bilder, die inzwischen kaum noch einer von uns verstehen will und kann. Wir wollen Spaß, bzw. FUN. FUN, FUN, wie's doch jetzt richtig heißt, und nicht solches Zeug, na!, wie ist doch gleich noch das schwierige Wort, ach ja, o.k.: „anspruchsvolle" Darbietung Ihrerseits! Eine Zumutung, man sollte solche Künstler wie Sie und auch so manchen Schrifthersteller zur Umschulung schicken, damit unsere Bürgermassen noch zufriedener und ruhiger und nicht durch Bildung verbildet werden, Sie Kassandra! Merken Sie sich das gefälligst!"

Unterschrift: Initiatorengruppe FUNGmbH

(Dagmar Ranft-Schinke, DSR-Künstlerbrief 19.8.2019)

Di, 02.02.2021

Auf ein Neues ...

Nach der Verschiebung der BuchDruckKunst und des Jahrestreffens der Pirckheimer-Gesellschaft können bei Klaus Raasch ab sofort Flyer und Plakate mit dem Bücherparadies von Rainer Ehrt kostenlos bestellt werden, die den neuen Termin im September enthalten. Die Auslieferung beginnt in der zweiten Februarhälfte 2021.

Darüber hinaus kann jeder Freund des Buches und der Bibliophilie die einzigartige Messe für Erlesenes auf Papier auch durch den Kauf des Messe-Magazins unterstützen, das in diesem Jahr wieder 96 Seiten und einen eingehefteten Originaldruck mit Typografiken von Caroline Saltzwedel umfasst. Jeder Messe-Besucher erhält es zwar kostenlos – die ohnehin durch den Ausfall 2020 und die Verschiebung 2021 gebeutelten Veranstalter sind jedoch dankbar für jedes zusätzlich erworbene Exemplar! Die Auslieferung zum Preis von 6 € plus Versand erfolgt ab Mitte März.

Weitere Informationen zum Jahrestreffen hier ...

Mo, 01.02.2021

HAMBURGER BOTHE, Ausgabe 2

Im Frühsommer 2020 haben Peter Engel und Rudolf Angeli eine Regionalgruppe für den Norden (Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein) aus der Taufe gehoben.
Leider kam es bisher wegen Corona zu keinem einzigen Treffen. Peter Engel und Rudolf Angeli entschlossen sich daher zu einer regelmäßigen Rundmail, die die Regionalgruppe zusammenführen soll. Der Bothe erscheint alle zwei Monate.

"Bereits nach der Erstausgabe können wir uns über ein wachsendes Interesse freuen. Mehr Pirckheimer Mitglieder im Norden und mehr "Gast-Leser" versprechen für die Zukunft breitgefächerte Themen und Inhalte.
Der Bothe "lebt" von den Beiträgen der Leserschaft; diese sollen immer den Schwerpunkt bilden. Wir bitten alle Leser um Zuschriften mit persönlichen Vorstellungen, Berichten über Sammelleidenschaften und künstlerischen Aktivitäten. Das wachsende Netzwerk der Bibliophilen wird uns allen viel Freude bringen."

(Rudolf Leonardo Angeli und Peter Engel)

Hamburger Bothe, Ausgabe 2 (pdf, 607 KB)

So, 31.01.2021

Virtuelle Messe Stuttgart verlängert

Nachdem die virtuelle Antiquariatsmesse Stuttgart mit etwas Verzögerung angelaufen ist, da die online Eröffnung am Freitag leider technische Probleme hatte, wird die Messe um 2 Tage verlängert.

Die Möglichkeit durch das virtuelle Angebot zu flanieren, besteht damit noch bis zum Mittwoch um 24 Uhr.

Virtuelle Antiquariatsmesse Stuttgart: 29. Januar - 3. Februar 2021

virtuell: Antiquariatsmesse Stuttgart

Sa, 30.01.2021

BuchDruckKunst und Jahrestreffen 2021 finden statt

Der neue Termin der BuchDruckKunst und für das Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft steht fest.

Für das Jahrestreffen parallel zur BuchDruckKunst bleibt vermutlich das Programm bestehen wie geplant. Dieses Programm war für den März weitgehend vorbereitet und kann den Marginalien Heft 4/2020 entnommen werden. Teilnehmer können nach Terminbekanntgabe in Hamburg bei unserem Tagungshotel IntercityHotel Hamburg-Barmbek ihr Zimmer aus dem Kontingent "Pirckheimer Jahrestagung" buchen, bereits getätigte Buchungen werden entsprechend den Wünschen der Teilnehmer umgebucht. Der Teilnehmerbeitrag wird sich auf 97 € belaufen und beinhaltet wie gehabt 7 Euro für eine Reiserücktrittsversicherung.

Zur BuchDruckKunst 2021 erscheint neben weiteren Vorzugsausgaben die Zeichnung von Rainer Ehrt als Ultrachromeprint in feinster Auflösung auf Büttenkarton. Motivformat 44 x 35 cm, Papierformat 59,4 x 42 cm, signiert und numeriert. Das Blatt kann bis zum 1. Juni zum Subskriptionspreis von 48 € (danach 68 €) erworben werden.

Rainer Ehrt, Jahrgang 1960, studierte in den achtziger Jahren Schrift, Grafikdesign und Illustration an der Hochschule für Kunst und Design Halle / Burg Giebichenstein. Er ist seither sowohl als Cartoonist, Illustrator und Künstlerbüchermacher als auch auf dem Gebiet der freien Grafik, Malerei und Bildhauerei unterwegs. Seine Bildsprache ist figürlich-ironisch mit vielfältigen historischen, mythologischen und literarischen Bezügen. Unter anderen erhielt er den Brandenburgischen Kunstpreis, den Grand Prix World Press Cartoon und den Publikumspreis des Deutschen Karikaturenpreises. Zum 200. Geburtstag von Theodor Fontane zeichnete er 2019 den Dichter für eine Sonderbriefmarke. Der Pirckheimer Rainer Ehrt lebt und arbeitet in Kleinmachnow bei Berlin.

Jahrestreffen und BuchDruckKunst: 24. bis 26. September 2021

Tagungshotel: IntercityHotel Hamburg-Barmbek

© Klingspor Museum

Kinderbuch selbst gemacht

Vom Versuch zum Buch

Die Internationale Kinderbuch-Ausstellung im Klingspor Museum betrachtet derzeit zum 65. Mal den aktuellen Buchmarkt und stellt Bilderbücher aus dem Jahr 2020 aus, deren Gestaltung, Ausstattung und Inhalt in besonderem Maß überzeugen. Genauer: sollte derzeit zum 65. Mal den aktuellen Kinderbuchmarkt betrachten. Etwa 200 Bücher aus ca. 70 Verlagen wurden zur Ausstellung ausgewählt, darunter in diesem Jahr auch Bücher aus Südkorea, Chile oder der Ukraine.

Normalerweise liefe jetzt auch das Rahmenprogramm zur Kinderbuch-Ausstellung, das nun in den virtuellen Raum verlegt werden musste. So wird es das Tutorial zum Thema ‚Kinderbuch selbst gemacht‘ mit Monika Jäger mit einfachen Tipps zum bildlichen Erzählen und zum Binden eines Leporellos. Material dazu findet sich dann auch am Zaun des Klingspor Museums.
Der Link zum Video wird am 8. Februar 2021 im Internet, z.B. hier, auf Instagram, YouTube und facebook veröffentlicht.

Fr, 29.01.2021

29. Januar 1956

Das Heftchen "29. Januar 1956", als "Bibliophiles des Monats Februar" aus gutem Grund drei Tage zu früh vorgestellt, war der erste Druck der Pirckheimer-Gesellschaft und auch die erste Gabe an ihre Mitglieder - es erschien aus Anlass der vor 65 Jahren an eben diesem Tag stattfindenden Gründungsversammlung im ehemaligen Café Budapest in der heutigen Karl-Marx-Allee in Berlin.

Die Gründungsveranstaltung sollte ursprünglich 1955 in der Bibliothek des Kulturbundes in der Berliner Mauerstraße, begleitet von einer Ausstellung mit Büchern aus Beständen von Bruno Kaiser, zu Schillers 150. Todestag stattfinden, weshalb der Druck zur Gründungsfeier die Anekdote von Friedrich Schiller "Herzog von Alba bei einem Frühstück auf dem Schlosse zu Rudolstadt im Jahre 1547" nach dem Text des Erstdrucks im Deutschen Merkur vom Oktober 1788, sowie den Abdruck der von Schiller genutzten Quelle aus "J. Söffings Res in Ecclesia et Politica Christiana gestae, Rudolstadt 1670 pag. 199 sequ." enthält.

Die Gesamtherstellung übernahm die Hochschule für angewandte Kunst Berlin-Weißensee. Auf dem Titel der 20seitigen fadengehefteten Broschur im Format 14,8 x 21,5 cm prangt erstmalig ein von Werner Klemke geschaffener Holzstich, der bis heute, wenn auch nicht mehr farbig, das Logo der Gesellschaft ist, Seite 5 ziert eine, ebenfalls von ihm geschaffene Vignette (Abbildungen). Der Text wurde gesetzt aus der 10 Punkt Bodoni und mit Blick auf die im Gründungsjahr zu erwartende Mitgliederzahl in 250 Exemplaren auf Faserpapier im Buchdruck gedruckt.

Obwohl diese bibliophil ansprechend gestaltete Gabe zur Gründung nichts mit den ein Jahr später ins Leben gerufenen klammergehefteten, auf Werkdruckpapieren gedruckten Mitteilungsblättern der Pirckheimer-Gesellschaft , den Marginalien, gemein hat, wird sie aufgrund des Formats und einer ähnlichen Umschlaggestaltung unter Pirckheimern mitunter auch "Heft Null der Marginalien" genannt.

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Do, 28.01.2021

Morgen beginnt die virtuelle Antiquariatsmesse Stuttgart

Die Antiquariatsmesse Stuttgart wird 2021 zum ersten Mal in ihrer Geschichte coronabedingt nicht als physische, sondern virtuelle Messe stattfinden. Sie öffnet am 29. Januar 2021 um 12 Uhr und wird am 1. Februar 2021 um Mitternacht wieder geschlossen.

76 Händler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aber auch Australien, den USA, Großbritannien, den Niederlanden und Frankreich bieten sowohl auf der vom Verband Deutscher Antiquare entwickelten virtuellen Messeplattform als auch über den klassischen aber erweiterten Katalog, Kostbarkeiten des Buchdrucks und der Graphik an.

Virtuelle Antiquariatsmesse Stuttgart: 29. Januar - 1. Februar 2021,

virtuell: Antiquariatsmesse Stuttgart

Philipp Hennevogl "Fenster", 2016, Reduktionsschnitt, 6 Farben © P. Sevilla Ciordia

Philipp Hennevogl "HOCH - Das Paradies lauert im Hinterhof"

Unter dem Titel »DURCH – HOCH – FLACH – TIEF« hat Kuratorin Katja M. Schneider im Haus für Stadtgeschichte Offenbach ein spannendes Programm zum Unesco-Weltkulturerbe »Druckkunst« zusammengestellt. Gemeint sind die vier traditionellen Drucktechniken: Durchdruck (Siebdruck), Hochdruck (Linoldruck), Flachdruck (Lithographie) und Tiefdruck (Radierung). Diese künstlerisch nutzbaren Drucktechniken werden in ihrer modernsten Ausprägung durch Ausstellungen aktueller Künstlerinnen und Künstler vorgestellt. Offenbach am Main hat nämlich eine Druckgeschichte, die viele Höhepunkte aufweist, beispielsweise den hugenottischen und hebräischen Buchdruck im 18. Jahrhundert, die weltweit erste kommerzielle Einführung des Steindrucks im Musikverlag Johann André im Jahr 1800, die Andréschen Mozart-Notendrucke aus den bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts im Verlag vorhandenen Original-Manuskripten, den illegalen Druck der politischen Flugschrift »Der Hessische Landbote« von Georg Büchner (1834) beim Offenbacher Buchdrucker Carl Preller, die Schriftgestalter der Druckerei Gebr. Klingspor im beginnenden 20. Jahrhundert und vieles mehr.

Die Verselbständigung der Linie, die gleichwohl eingebunden bleibt in die technische Behandlung der Fläche; dies ist eines der Merkmale der zum Teil sehr großformatigen Arbeiten des Berliner Künstlers Philipp Hennevogl. Ausgangspunkt jedes Werks ist immer zunächst die Photographie, die dann in einen Linolschnitt transformiert wird. Anders als erwartet, führt dies jedoch nicht zu einem schlichten Realismus, sondern der Bezug zum Realen wird auf frappierende Art und Weise unterlaufen. Wohl erkennt man auf jeder Arbeit ein Motiv, jedoch erreicht der Künstler durch die eingesetzte Technik eine Detailfülle, die es dem photographischen Ursprung entzieht und in den Schnitt selbst überträgt. Erzielt wird damit eine optische Simultanität, das Motiv wird in die Fläche gesetzt und damit dem räumlichen Kontext entzogen. Durch diese Technik werden überbordende Muster erschaffen, Strukturen, serielle Flächen, mäandernde und florale Linien, die dem Motiv den Realismus austreiben. Zu sehen sind die großen Register der Kunstgeschichte: Stilleben, Portraits, Landschaften, Architekturen.

Virtuelle Vernissage: 14. Februar 2021, 13 Uhr
Ausstellung: 14. Februar – 21. März 2021

Haus der Stadtgeschichte,
Offenbach am Main

Mi, 27.01.2021

morgen beginnt die virtuelle Antiquaria

Die reale 35. Antiquaria - Antiquariatsmesse für Bücher, Autographen, Graphiken musste coronabedingt abgesagt werden. Sie findet nunmehr virtuell statt:

28. Januar 2021, 15 Uhr: Eröffnung der virtuellen Antiquaria durch die Veranstalterin Petra Bewer und mit einem zusätzlichen aktuellen Angebot der TeilnehmerInnen.
28. Januar 2021, 20.15 Uhr: Antiquaria-Preis 2021 – Einblick in das Werk des Preisträgers Olaf Wegewitz mit dem Sammler-Ehepaar Akka und Wulf von Lucius und dem Autor Ingo Schulze. Pirckheimer werden den Autor zum Jahrestreffen in Hamburg hoffentlich live erleben können.

Der Antiquaria-Katalog ist hier einzusehen. Alle Titel sind ab sofort zu kaufen beim jeweiligen Antiquariat!

Ein Hinweis für die kleinen LeserInnen: Die Münchner leselounge bringt zur virtuellen Messeeröffnung am 28. Januar ab 15 Uhr Lesungen für Kinder, ebenso die Ludwigsburger Vorlesescheune, bei der auch ab 15 Uhr Geschichten für Kinder vorgelesen werden.

Di, 26.01.2021

Fortsetzung der Plakatreihe „Freiheit“

Es ist mehr als zehn Jahre her, dass die Galerie „Sonnensegel“ für eine Druckaktion im Rahmen eines ZDF-Gottesdienstes in Wittenberg die Plakatreihe „Freiheit“ erfand.

Der Motivkreis mit der gedruckten Kombination der Porträts von Philosophen, Politikern sowie Kulturschaffenden und einem von diesen Personen verfassten Text zum Thema „Freiheit“ wurde seitdem immer wieder erweitert, siehe hier.

Die jüngsten Drucke würdigen die Schriftstellerin Brigitte Reimann bzw. erinnern an die „runden“ Geburtstage von Friedrich Engels im Jahr 2020 sowie von Friedrich Dürrenmatt (2021).

Sämtliche Motive der im Handpressendruck erstellten  Reihe sind in der Galerie „Sonnensegel“ erhältlich. Nähere Informationen hier

(Matthias Frohl)

Sonnensegel e.V.
Gotthardtkirchplatz 4/5, 14770 Brandenburg a.d. Havel

Mo, 25.01.2021

Und im Kopf wuchern Wiesen

In der Corvinus Presse von Hendrik Liersch, vorgestellt von Elke Lang in den Marginalien Heft 239, ist „Und im Kopf wuchern Wiesen“ mit Gedichten von Elisabeth Wesuls und Linolschnitten von Marcela Miranda erschienen.

Von Elisabeth Wesuls, deren im Buch enthaltenen Gedichte fast ausnahmslos zum ersten Mal veröffentlicht werden, wurde 1954 im Erzgebirge geboren. 1986 erschien von ihr im Verlag Neues Leben das Poesiealbum 216. Die lebt und arbeitet als Autorin und Heilpraktikerin in Berlin. und ist mit Gerd Adloff verheiratet.

Die 1956 in Argentinien geborene italienische Grafikerin und Kunstpädagogin Marcela Miranda hat an 300 Wettbewerben und Ausstellungen teilgenommen und zahlreiche Auszeichnungen erhalten, so die Plakette für die beste Sammlung ex libris und ist in vielen Zeitschriften der Corvinus Presse BODY & SOUL vertreten.

Elisabeth Wesuls, Und im Kopf wuchern Wiesen, Gedichte
mit Linolschnitten von Marcela Miranda
Corvinus Presse 2020
Normalausgabe mit 3 Linolschnitten
Japanische Bindung, 68 Seiten, nicht paginiert
180 Expl., 22 €
Vorzugsausgabe mit 7 signierten Linolschnitten
Handbindung Buch und Kassette: Stefan Cseh, 72 Seiten
22 nummerierte und signierte Expl., 300 €