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Pirckheimer-Blog

Mo, 11.02.2019

Massimo Lomasto, Immagine, aus Künstlerbuch BERLIN

Il mosaico Veneziano

Die 110. Ausstellung des Druckgraphik-Ateliers präsentiert Bücher und Graphiken von drei Künstlerinnen und Künstlern Rina Riva, Riccardo Licata und Massimo Lomasto, die seit Jahren im Atelier Aperto, einer Druckwerkstatt Venedigs arbeiten. Das namensgebende Exponat – das mosaico veneziano – ist beispielsweise eine Gruppenarbeit aller Mitglieder des Vereins. Das Atelier Aperto ist ein Ort, wo viele Druckwerke entstehen, wo von der Tradition ausgehend, kontinuierlich neue Wege gesucht und erforscht werden.

Eröffnung: 16. Februar 2019, 17-20 Uhr, Rede: Andreas Kramer, Künstler
Ausstellung: 16. Februar - 19. März 2019

Druckgraphik-Atelier
Dietrich-Bonhoeffer-Str. 3, 10407 Berlin

Fr, 08.02.2019

Feininger/Günther, Foto © Klaus Raasch

Poetische Miniaturen X

Kurz vor der BuchDruckKunst Hamburg sind in der BuchKunstBalance von Henry Günther die ersten Exemplare der Poetischen Miniatur X fertig geworden.

Aus Anlaß des 100jährigen Erscheinens des Bandes "DADA" von Adolf Knobloch und Lyonel Feiniger erscheint in einer Auflage von 35 Exemplaren der 10. Druck der Poetischen Miniaturen Von der Weisheit des Lügners oder vom gottverlassenen Treiben dieser Jahre Eine Homage an das Buch "DADA" von Adolf Knoblauch und Lyonel Feininger 1919 - 2o19

sowie neue Farbholzdrucke aus dem Zyklus "rücken_an_rücken"

(Henry Günther)

Messe: 16./17. Februar 2019

Museum der Arbeit
Wiesendamm 3, 22305 Hamburg

Do, 07.02.2019

Max Liebermann (1847 -1935) „Kenner und Künstler 2" zu Goethe, Ausgewählte Gedichte, Steindruck, 1924

Barlach, Beckmann, Slevogt, Grosz ...

Steindruck aus den Jahren 1919 - 1925

Im Kunsthaus Müller findet eine Ausstellung mit Steindrucken aus der Zeit der Klassischen Modeme statt. Die Blätter von Barlach, Beckmann, Slevogt, Grosz u.v.a. mehr sind auch zu erwerben, handelt es sich doch um Auflagendrucke der Lithographie. Ein Zertifikat ist jedem Blatt beigefügt. Wir danken dem Kunsthaus Lübeck für die Bereitstellung der Arbeiten.

Am Tag der Druckkunst.beteiligt sich das Kunsthaus mit Schaudrucken und Führungen  ebenfalls an diesem Tag findet aus diesem Anlaß das Museumsgespräch statt. Die Geraer Journalistin und Moderatorin Angelika Bohn wird sich mit dem Steindruckmeister Christian Müller unterhalten. 

Am Tag der offenen Töpferei lädt das Kunsthaus Müller laden herzlich von jeweils 10:00-18:00 Uhr ein.

(Christian und Bärbel Müller)

Ausstellung: 6. Februar - 30. April 2019
Tag der offenen Töpferei: 9. und 10. März 2019
Tag der Druckkunst: 15. März 2019

Kunsthaus Müller & Galerie für zeitgenössische Kunst
Markt 6, 07343 Wurzbach/Thüringen

Mi, 06.02.2019

Rolf Lock - Bücherschiffe, Einladungskarten zur BuchDruckKunst 2019

BuchDruckKunst 2019

Wer Schönes & Schräges, Traditionelles und Experimentelles, Erschwingliches und Exklusives auf Papier sucht, wird in Hamburg-Barmbek mit Sicherheit fündig. Die Aussteller erläutern den Besuchern gerne ihre Werke, die während der Messe erworben werden können. Die Fachleute des Graphischen Gewerbes demonstrieren in den Druckwerkstätten des Museums der Arbeit den historischen Hand- und Maschinensatz, Buch- , Stein- und Tiefdruck sowie die Produktion von Holzbuchstaben. Die Herstellung von handgeschöpftem Papier und die handwerkliche Verarbeitung dieses sinnlichen Materials darf dabei nicht fehlen… Alles zusammen schafft eine Atmosphäre, die einzigartig ist.

Über 50 Künstler und Editionen zeigen ihre erlesenen Werke in den zwei Stockwerken der „Alten Fabrik“ des Museums der Arbeit. Die Original Hersbrucker Bücherwerkstätte feiert ihren 50. Geburtstag mit frischen Drucken aus Mittelfranken. Studenten der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle zeigen aktuelles Buch-Design. Uwe Warnke, Herausgeber der Zeitschrift ENTWERTER/ODER, stellt anläßlich des 30jährigen Jubiläums der deutschen Wiedervereinigung Buchkunst vor, die ihren Anfang im künstlerischen Untergrund der DDR nahm. Johannes Follmer von der Papiermühle Homburg schöpft von Hand Büttenpapier.
Im Erdgeschoß der „Neuen Fabrik“ erläutern die Meister der Einbandkunst ihre exzellenten Einzelstücke. Die Büchergilde Gutenberg bietet schön gestaltete Bücher und Vorzugsausgaben zu erschwinglichen Preisen an. Die Buchbinder-Innung Hamburg und Schleswig-Holstein demonstriert klassisches Buchbinde-Handwerk. Im ersten Obergeschoß sind die Kollegen der Grafischen Abteilung aktiv: Schriftguß, Stahlstich, Holzlettern-Herstellung, Hand- und Maschinensatz sowie der Buchdruck auf verschiedenen Maschinen werden anschaulich erklärt und vorgeführt. Natürlich auch die neue Errungenschaft: das funktionsfähige Modell einer Rotationsmaschine für den Buch- und Tiefdruck. Das Museum für Druckkunst Leipzig ist zu Gast und erläutert die aufwendige Herstellung von Notensatz.

Eröffnung: 15. Februar 2019, 19:00 – 22:00
Messe: 16./17. Februar 2019

Museum der Arbeit
Wiesendamm 3, 22305 Hamburg

Mo, 04.02.2019

Aus dem Bestand der Bibliotheken der FU Berlin: „Rudolf Dutschke - Ausgewählte und kommentierte Bibliographie des revolutionären Sozialismus“, Ausstellungsplakat

Rudolf Dutschke "Bibliographie des revolutionären Sozialismus"

In einer von Susanne Rothe kuratierten Ausstellung der Freien Universität Berlin sind alle erreichbaren Titel „Ausgewählte und kommentierte Bibliographie des revolutionären Sozialismus, von K. Marx bis in die Gegenwart“ von Rudi Dutschke aus dem Bestand der FU-Bibliotheken zu sehen und werden ergänzend mit Biographien und Schriften zu Dutschkes Stellenwert innerhalb der Studentenbewegung ausgestellt.

Rudi Dutschke (1940 – 1979) veröffentlichte diese „Bibliographie“ als Sondernummer der „SDS – Korrespondenz“ im Oktober 1966 (hier online). Auf 23 Seiten behandelt Dutschke von den frühen Marxschen Schriften ausgehend insgesamt etwa achtzig Veröffentlichungen von und über Anarchisten und Vertreter des Marxismus, über die Arbeiterbewegungen und Räterepubliken in den verschiedenen Ländern, über den Sowjetmarxismus bis zu den kommunistisch-sozialistisch geprägten Staaten seiner Zeit in China, Cuba, Vietnam.
Die „Bibliographie“ wurde mehrfach nachgedruckt und erschien 1969 in einer „Neuherausgabe“ mit vier Ergänzungs-Seiten als Nr. 1 der „Kleinen Agitationsbroschüren“ (Druck- und Verlagskooperative Heidelberg - Frankfurt - Hannover – Berlin). 
Die Ausstellung wird, soweit möglich, "schleichend" erweitert, eventuell auch einmal mit einem Exemplar von Dutschkes Buch „Versuch, Lenin auf die Füße zu stellen“, das er dem Ehepaar Gollwitzer gewidmet hatte: „Den lieben Gollis. Rot Front! Rudi“, welches leider nicht mehr auffindbar ist.

Die „Bibliographie“ zeigt die umfassende Kenntnis des 26-jährigen Dutschke, der seit Beginn des Soziologie-Studiums an der FU Berlin durch intensive Lektüre die Schriften Marx‘, der frühen Sozialisten, der Anarchisten und der Sekundärliteratur durchgearbeitet hatte.

Ausstellung: 4. Februar - 1. März 2019

FU Berlin
Foyer der Universitätsbibliothek

So, 03.02.2019

Ein Resümee

Ein Rückblick auf die Stuttgarter Antiquariatsmesse 2019. So vielfältig ist die Messe - die Besucher, Aussteller und vor Allem die Auswahl wertvoller Bücher, Druckgrafiken und anderen Materialien auf Papier. Deutschlands wichtigste Antiquariatsmesse
.
Mit herzlichem Dank an Sina Munsch für das Video.

Marc Johne im Gespräch, Foto © edition bodoni

Bodoni - Das Veranstaltungsprogramm 2019

In diesem Jahr ist im Land Brandenburg »der Fontane los«: Theodor Fontanes 200. Geburtstag wird gefeiert und alle schwingen die Gläser. Bei uns im Bodoni-Museum findet im September ein Jugendprojekt »Fontane-Texte im Bleisatz« statt. Hoch, die Tassen! Das ist schön so, nebenbei gibt es auch noch viele andere Anlässe zu feiern und sich zu treffen, Poesie und Musik zu lauschen.
Wir haben einige ganz besondere für Sie vorbereitet. Wenn Sie nach durchzechter Nacht bei uns bleiben möchten – kein Problem: Die Ferienwohnung Kulturfreizeiten steht bereit. Termine zu Buchvorstellungen und Lesungen folgen noch in nächster Zeit auf der edition bodoni.

- edition bodoni auf der Leipziger Buchmesse
  mit neuen Büchern vom 21.–24. März 2019
  Halle 3, Stand C 603
- Rum, Wein & Maritime Geschichten
  mit Roman Noack und Frank Schroeder
  Sonnabend, 6. April 2019 – 19:00 Uhr
- Klezmer-Konzert mit »manifest«
  Weltmusik aus Osteuropa
  Sonnabend, 13. April 2019 – 19:00 Uhr
- Tino Eisbrenner – Das Lied vom Frieden
  Lesung, Konzert, Gespräch
  Sonnabend, 4. Mai 2019 – 19:00 Uhr
- Tobias Morgenstern & Jansen Folkers 
  Concert pour deux – Akkordeon & Violine
  Freitag, 24. Mai 2019 – 19:00 Uhr
- Steinlandpiraten & Unbekannt Verzogen
  Songs von Gundermann und Eigenes
  Freitag, 14. Juni 2019 – 19:00 Uhr
- Wenzel & Band Bodoni OpenAir
  Neue CD – Wo liegt das Ende dieser Welt
  Sonnabend, 31. August 2019 – 19:00 Uhr
- Musikalischer Frühschoppen – Bodoni OpenAir
  Junge Talente aus der Region
  Sonntag, 1. September 2019 – 11:00 Uhr
- Trio Scho – handgemachte russische Musik
  mit Borschtsch & Wodka
  Sonnabend, 26. Oktober 2019 – 19:00 Uhr
- Whisky, Wein & Krimis
  mit Roman Noack und Frank Schroeder
  Sonnabend, 16. November 2019 – 19:00 Uhr
- Heine-Abend mit Jens-Uwe Bogadtke
  Heinrich Heine zum 222. in Liedern und Gedichten
  Sonntag, 15. Dezember 2019 – 16:00 Uhr

Sa, 02.02.2019

Titelseite des sog. Prunk ABC-Buchs Maximilians – © Österreichische Nationalbibliothek

Kaiser Maximilian I. Ein großer Habsburger

Maximilian I. regierte an der Zeitenwende vom Mittelalter zur Renaissance, weshalb er auch den Beinamen „der letzte Ritter“ trug. Anlässlich seines 500. Todestages präsentiert die große Sonderausstellung im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek den Kaiser und seine Zeit anhand zahlreicher, eindrucksvoller Handschriften und wertvoller Frühdrucke.

Zu sehen sind über 90 wertvolle Objekte, darunter prachtvoll ausgestattete Handschriften aus Maximilians Büchersammlung wie das berühmte Abc-Buch und Werke aus der Frühzeit des Buchdrucks. Ebenfalls zu sehen ist ein Porträtholzschnitt Albrecht Dürers und Maximilians autobiografisch beeinflusster „Weißkunig“: Das reich illustrierte Werk war nach dem Tod des Kaisers in Vergessenheit geraten, erst im 18. Jahrhundert hatte man die Druckplatten wiederentdeckt.

15. März – 3. November 2019

Österreichische Nationalbibliothek, Prunksaal
Josefsplatz 1, 1010 Wien

© 222. Frankfurter Grafikbrief, Wolfgang Grätz

32. Deutsch-Niederländische Grafikbörse

Seit 1988 findet jedes Jahr am ersten Märzwochenende die Deutsch-Niederländische Grafikbörse statt. 

Das Spektrum der Kunst auf dieser Messe ist breit: Von serieller Druckgrafik reicht es über Künstlerbücher und Mixed Media-Arbeiten bis hin zu Fotografien.
An 70 Ausstellungsständen präsentieren Künstlerinnen und Künstler, Galerien, Kunstvereine, Buchhandlungen und Fotografinnen und Fotografen ihre Werke. Eine fachkundige Jury vergibt unter den eingegangenen Bewerbungen die Ausstellungsstände. Seit 2007 sind Studierende der Grafik- und Fotografieklassen verschiedener Universitäten dazu eingeladen, Arbeiten auf der Grafikbörse zu präsentieren und sich und ihre Kunst dadurch ins Gespräch zu bringen.

Die Grafikbörse ist nicht nur eine Verkaufsschau. Sie ist zugleich ein Forum zum Austausch für deutsche und niederländische Freunde und Aktive der Druckkunst und all jene, die Freude daran haben, auf ungezwungene Weise über die Kunst grenzüberschreitend in Kontakt zu treten.

8. März - 10. März 2019

Stadthalle Vennehof
Am Vennehof 1, 46325 Borken

Fr, 01.02.2019

Claudia Berg - KLEINE KAPELLE (ROM), Kaltnadelradierung, Auflage 11 Exemplare in einer Mappe und 11 röm. nummerierte Einzeldrucke

Claudia Berg – Radierend auf Goethes Spuren in Rom

Im Gegensatz zur Hauptausstellung in der Frankfurter Büchergilde Buchhandlung & Galerie, derzeit "Klassische Druckgrafik - Erich Heckel, Karl Hofer, Hans Meid" sind die Arbeiten im Kabinett sozusagen brandaktuell – in der Qualität aber gibt es keinen Kontrast. Im Gegenteil: Was Claudia Berg – wie übrigens auch ihre Schwester Susanne Theumer – in der Kaltnadelradierung leistet, ist meines Erachtens das Beste, was in dieser Technik überhaupt jemals geschaffen wurde.

Die 1976 in Halle geborene Claudia Berg mit ihrer Liebe zur radierten Landschaft hat sich Goethes „Italienische Reise“ (1786 – 1788) zum Reiseführer erkoren und ist mit einem Stapel großer Kupferplatten nach Rom gefahren, denn sie radiert immer direkt in der Landschaft. Für die noch in Arbeit befindliche zweite Etappe auf Goethes Spuren nach Neapel hat sie die Kupferplatte sogar auf den Vesuv geschleppt, eine Dreiviertelstunde Fußmarsch steil bergauf...

(Wolfgang Grätz)

Diese und weitere interessante Informationen finden sich im soeben erschienenen 222. Frankfurter Grafikbrief.

Ausstellung: 21. Januar - 7. März 2019

Frankfurter Büchergilde Buchhandlung & Galerie

Di, 29.01.2019

Avec quelques briques - Vincent Godeau

Raumgreifend – neue Popups

Das Buch ist ein Raum voller Möglichkeiten. Im Popup greift das Buch tatsächlich ins Dreidimensionale aus und nimmt sich Raum für Experimente. Seit einigen Jahrzehnten entstehen zahlreiche Popup-Bücher, die sich vor allem sachbezogenen Themen widmen oder von Künstlern gestaltet sind, die sich dem Papier als künstlerischem Material verschreiben. Im Buch des Monats Februar des Klingspor Museums stellt Dorothee Ader die spannendsten zeitgenössischen Popup-Bücher vor und zeigt neue Tendenzen auf. Historische Vorgänger beispielsweise aus dem Bereich Spielbilderbuch werden dabei in Beziehung gesetzt, um Themen und Techniken auf die Spur zu kommen.

1. Februar 2019, 14 Uhr

Klingspor-Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Mo, 28.01.2019

Neuer Termin! Jahrestreffen und Mitgliederversammlung 2019

Das Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft findet Anfang September 2019 in Mainz statt. Der ursprünglich beschlossene Zeitpunkt parallel zur Mainzer Minipressen-Messe Ende Mai ließ sich nicht realisieren.

Es wird kein zentrales Tagungshotel geben, aber für 90 Teilnehmer werden im Hotel Mainzer Hof  Zimmer zur Verfügung stehen (EZ 72 €, DZ 94 € pro Nacht).
Die Anmeldung und Ausgabe der Unterlagen zum Jahrestreffen, sowie die Veranstaltungen am Sonntag werden im Gutenberg-Museum stattfinden, die Festveranstaltung am Sonnabend mit dem Literaturkritiker Denis Scheck und der Verlegerin Karin Schmidt-Friderichs im Kurfürstlichen Schloss.

Im Rahmen des Jahrestreffens tagt im Gutenberg-Museum die Mitgliederversammlung. Die vorläufige Tagesordnung wird in den kommenden Marginalien 232 vorgestellt. Weitere Vorschläge können bis 15. Mai 2019 eingereicht werden, die endgültige Tagesordnung wird in Heft 233 der Marginalien veröffentlicht.

Anmeldung: bis 15. Mai 2019
Jahrestreffen: 6. - 8. September 2019 (Tagungsbeitrag: 85 Euro)
Mitgliederversammlung: 8. September 2019, 10 Uhr

So, 27.01.2019

FRANKENSTEIN 2018

200 Jahre nach Erscheinen der ersten Ausgabe der Mary Shelleys "Frankenstein or, The Modern Prometheus findet in Bristol eine Künstlerbuch-Ausstellung, kuratiert von Simon Ryder, statt.

 

 

Frankenstein ist aus den unterschiedlichsten Gründen ein klassisches Werk. Es ist nicht nur wohl das erste Werk der Science-Fiction, sondern es ist auch ein Kerntext der gotischen Literatur (Dracula wurde erst fast 80 Jahre später veröffentlicht!). Seine Themen Ehrgeiz und Vermessenheit, Ethik und Moral, Verantwortung für die Konsequenz des eigenen Handelns, freier Wille und Empathie sind seit der Erstveröffentlichung des Buches wichtig. Sie haben an Relevanz nichts verloren, sei es hinsichtlich Genmanipulation und der synthetischen Biologie, der künstlichen Intelligenz und des maschinellen Lernens oder der disruptiven Informationstechnologien.
Buchkünstler aus aller Welt haben mit einem enorm kreativen Ideenspektrum reagiert. Einige wurden durch die Themen des Buches angeregt oder haben sich von der Art und Weise inspirieren lassen, wie die Geschichte erzählt wird, andere haben Verbindungen zwischen Frankenstein und anderen klassischen Geschichten wie Dracula und The Golem hergestellt. Für die Ausstellung haben rund 50 Künstlern und drei Kollektive Werke geschaffen, die eine enorme Vielfalt an Ansätzen, Materialien und Techniken aufweisen. Einige davon wurden in kleinen Auflagen angefertigt, manche sind Unikate. Viele von ihnen können käuflich erworben werden.

Ausstellung: 1. Februar - 28. Februar 2019

Bower Ashton Library
University of the West of England (UWE Bristol)
Kennel Lodge Road, Bristol BS3 2JT

Fr, 25.01.2019

Drehort Antiquariat

Wer Zweiflern noch einmal die besondere Atmosphäre, die ein Antiquariat verströmt, vor Augen führen will, sollte diesen unbedingt einen Film empfehlen, genauer, einen Dokumentarfilm über die Geschäftsaufgabe des Hamburger Antiquariats Bernhardt. Wir lesen noch ist eine ruhige, mit wunderschön sparsamer Klaviermusik von Natsumi Echigo unterlegte Studie des Regisseurs Christian Grasse, eine Liebeserklärung, einzig montiert aus geduldiger Beobachtung, Interviewsequenzen mit Inhaber Torsten Bernhardt und nachdenklichen Bemerkungen von Stammkunden und zufälliger Laufkundschaft am Wochenende vor dem Umzug. Das alteingesessene Antiquariat musste nach über 60 Jahren seinen Standort nahe des Hauptbahnhofs im City-Hof, einem eigentlich denkmalgeschützten Wirtschaftswunder-Bürohochhauskomplex, räumen: Der gesamte Block wird abgerissen. Und mit ihm entschwindet ein »Exoticum« wie Regisseur Grasse im Gespräch mit den Marginalien bemerkt, hinausgedrängt in die Außenbezirke der Stadt: »Direkt gegenüber des historischen Kontorhausviertels, trafen sich hier Architekten, Schiffsbauer, Historiker und eine illustre Schar an Durchreisenden. Der Standort war, genau am Rand der hochpolierten Innenstadt, ideal. Nun nach Wandsbek verzogen, ist er neben Handygeschäften, Brautmodeläden, Fahrschulen und Dönerbuden immer noch ein Exoticum, aber ohne Publikum. Eigentlich ein antiquarisches Todesurteil.«

Doch Bernhardt gibt nicht auf. Der Zuschauer begleitet den Inhaber in zweiter Generation zwischen seinen Regalen, am Umzugstag zwischen Helfern, immer wieder beim Gespräch mit Kunden. Und Grasse findet wunderbares Personal: Ein junges Mädchen erzählt vom Sog der Geschichte zwischen Buchdeckeln: »Wenn ich alte Geschichten lese, muss ich auch alte Geschichte riechen können. Wenn ich ein Buch lese, das meine Oma schon gelesen hat, dann fühle ich die Geschichte zwischen den Fingern.« Ein hamburgisch schnackender Stammkunde philosophiert über den Medienwandel: »Die Echokammern der sozialen Medien werden die Meinungsvielfalt verdrängen. Das hat das Buch nie getan, es hat sie gefördert. Du musstest Bücher in eigener Sprache wiedergeben, um andere davon zu überzeugen. Du konntest nicht einfach nur weiterleiten und selbst nichts dazu tun.« Und ein zufällig hereinschauender Herr auf Suche nach Polarliteratur entpuppt sich als ehemaliger Verleger des Astrid Lindgren-Verlags Norstedt in Schweden, der dem Wandel auch optimistisch gegenüber steht: »E-Books sind gut fürs Buch. Aber nicht gut für die Buchhandlungen. Das Antiquariat kann im Internet überleben.«

Vielleicht auch noch vor Ort in Wandsbek. Ein geglückter, trotz seiner Ruhe spannender Film, der Wehmut und Hoffnung gleichermaßen in sich trägt. Die empfehlenswerte DVD kann über das Antiquariat Bernhardt am neuen Standort bezogen werden.

(Till Schröder)

Wir lesen noch. Antiquariat Bernhardt, ein Portrait. Ein Film von Christian Grasse.
CGHamburg Film 2018. 43 Minuten, 10 Euro 
Antiquariat Bernhardt, Wandsbeker Chaussee 159, 22089 Hamburg, 040-336303

Do, 24.01.2019

Grafikbörse und Ausstellung in Leipzig

Am Sonntag endet die aktuelle Ausstellung 35. Leipziger Grafikbörse „Paradox“ im Museum für Druckkunst Leipzig. Zur Finissage findet um 12 Uhr eine Führung mit Kai Hofmann (Museum für Druckkunst statt).
Auf der Grafikbörse werden rund 100 aktuelle Druckgrafiken von internationalen Künstlern präsentiert. Die Leipziger Grafikbörse ist in diesem Jahr zum vierten Mal zu Gast im Museum für Druckkunst Leipzig. Alle gezeigten Arbeiten sind käuflich zu erwerben.

Anfang Februar geht es dann gleich weiter mit Druckgrafik: eine neue Ausstellung zeigt druckgrafische Werke von Markus Lüpertz aus mehreren Jahrzehnten.
Mit dem grafischen Schaffen Markus Lüpertz‘ (*1941) zeigt das Museum für Druckkunst Arbeiten eines der bedeutendsten deutschen Künstlers der Gegenwart. Vor allem bekannt für seine monumentalen Skulpturen richtet die Ausstellung im Museum den Blick auf die druckgrafischen Arbeiten des Künstlers. Gezeigt werden Werkzyklen und einzelne grafische Arbeiten, die die Bandbreite an Drucktechniken in der Ausübung durch Lüpertz präsentieren.

Grafikbörse: 30. November 2018 -  27. Januar 2019
Eröffnung: 7. Februar 2019, 18 Uhr in Anwesenheit des Künstlers
Ausstellung: 8. Februar - 28. Aüpril 2019

Museum für Druckkunst Leipzig
Nonnenstraße 38, 04229 Leipzig