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Pirckheimer-Blog

Di, 17.12.2019

PF 2020

Eine Collage (297 x 150 mm) zum neuen Jahr aus der Edition Linksrum des Pirckheimers Prof. Dr. Roland R. Berger.

Mo, 16.12.2019

einszweidrei im Sauseschritt ...

In zwei Wochen ist wieder ein Jahr vorüber - es beginnt somit die Zeit, in der sich Pirckheimer Weihnachts- und Neujahrswünsche senden, von denen einige hier vorgestellt werden.
Den Anfang macht nebenstehender zweifarbiger Holzschnitt von miley mit dem Zitat frei nach Wilhelm Busch aus Julchen "Einsweidrei im Sauseschritt läuft die Zeit - wir laufen mit."

Sa, 14.12.2019

Marginalien # 235 (für Mitglieder mit einem von 4 Motiven des Siebdruck von OttoGrafic) auf dem vorweihnachtlichen Gabentisch

Marginalien Heft 235

Einige Themen der gerade ausgeliederten Marginalien # 235 drehen sich

" ... um den Ausbruch aus der Konvention. Michael Faber erzählt anhand der Illustrationen verschiedener Ausgaben von den wechselnden Interpretationen des Maulhelden Tartarin von Tarascon, der so gern mehr sein wollte, als er war. Hans-Jürgen Rehfeld wirft ein Schlaglicht auf Andreas Musculus, den wortgewaltigen Moralprediger der Reformation, für den auffällig gleich nicht gottgefällig bedeutete, dessen auflagenstarken Bücher wider den Teuffel, ob in Gestalt von Pluderhosen oder Spielsucht, ihn aber zu einem der auffälligsten Buchautoren einer ganzen Epoche machten. V. Gheeta und Maren Poppe beleuchten die bis heute wirkende Erzählmacht sowjetischer Kinderbücher in Indien, die propagandistisch intendiert ganz gegenteilig gelesen wurden: als Beispiel unabhängigen Verlegertums jenseits jeden Hegemonialanspruchs. Ernst Falk stellt uns den Kunstanstifter-Verlag vor, der die Bandbreite visueller Sprachen in seinen Bilderbüchern für Kinder wie Erwachsene erst aus einer Garage heraus nun als veritabler Leuchtturm zeitgenössischer Illustration verbreitet. Jürgen Bönig analysiert die einzelkämpferische Buchkunst der Kleinstedition M & M von Jürgen Meyer Jurkowski, während Uwe B. Glatz eine Einzelkämpferin des Geistes in Erinnerung ruft: Lou Andreas-Salomé, umworben von Nietzsche, gefördert von Freud, gelesen von Rickert. Wolfgang Schmitz erinnert an den kürzlich verstorbenen Grafiker und Pressendrucker Eduard Prüssen, dem lange Jahre einzigen Stadtgrafiker Bergisch Gladbachs. Und ich leg ihnen die Siebdruckbücher von OttoGraphic ans Herz, einem deutschen Einmann-Unternehmen aus England, das durch Faltung und Furor aus dem Raster fällt – und Standards ganz wortwörtlich verschiebt."

(Till Schröder)

Fr, 13.12.2019

Niemandsland

Anläßlich der traditionellen Adventsfeier des Berliner Bibliophilen-Abend wurde gestern auch die Jahresgabe des BBA ausgereicht.

Es ist für 2019 aus dem Kunstanstifter, Verlag für Illustration, der Band Niemandsland von Matthias Friedrich Muecke in einer nummerierten Teilauflage von 50 Expl., versehen mit einem nummerierten und signierten farbigen Siebdruck einer Illustration des Autors aus dem Buch, die sich dort als s/w-Zeichnung findet.

Aus dem Klappentext: "Berlin während des Kalten Krieges. Aus der Perspektive des Zeitzeugen und mit einem genauen Blick für die Besonderheiten und Entbehrungen des Ostberliner Alltags erzählt Matthias Friedrich Muecke die Geschichte zweier Heranwachsender. Vorlaut und unerschütterlich der eine, schüchtern und fragil der andere. ... 
Matthias Friedrich Muecke wurde 1965 in Ostberlin geboren. Nach einer Berufsausbildung bei der Denkmalpflege, Abitur und Abendstudium an der Kunsthochschule Berlin Weißensee, arbeitete er als Schaufensterdekorateur, Heizer und Ausstellungstechniker. Seit 1988 ist er freiberuflich als Maler, Grafiker und Szenenbildner für Film und Fernsehen tätig.
... Im Jahr 2000 gründete er die Edition Mueckenschwarm. 2009 wurde er von der Stiftung Buchkunst ausgezeichnet, 2013 erhielt er den Brandenburgischen Kunstpreis und 2015 den Nordhäuser Grafikpreis.
"

Mo, 09.12.2019

Gerhard Goßmann

Heute eröffnet in beiden Häusern der Stadt- und Regionalbibliothek Frankfurt (Oder) eine Ausstellung mit Buchillustrationen von Gerhard Goßmann (1912 - 1994), einem Graphiker  der DDR, der sich vor allem als Illustrator von nahezu 250 Werken der Weltliteratur, insbesondere von Abenteuer- und Jugendbüchern, einen Namen machte, und der zu Unrecht im letzten Jahrzehnt zunehmend in Vergessenheit geriet.

Ausstellung: 9. Dezember 2019 - 28. Februar 2010

Stadt- und Regionalbibliothek Frankfurt (Oder)
Bischofstr. 17 und Collegienstr. 10, 

Fr, 06.12.2019

© Klingspor Museum

Es war einmal …

Am Sonnabend eröffnet in Offenbach die 64. Internationalen Kinderbuchausstellung sowie Květa Pacovská, Open Space Bilder mit Büchern, Musik und Kinderaktion.

Prinzen, Feen, Wölfe und Zwerge bevölkern in der diesjährigen Kinderbuch-Ausstellung das Klingspor Museum. Neben zahlreichen aktuellen Kinderbuchausgaben aus aller Welt spielen Märchenstoffe in diesem Jahr eine besondere Rolle und führen zurück in vergangene Zeiten und tief in die Winkel der menschlichen Seele. Die farbintensiven, teilweise abstrakten Märchenillustrationen der tschechischen Künstlerin und Illustratorin Květa Pacovská bilden den Kern der Ausstellung, um den sich Kinderbücher und Künstlerbücher gruppieren. Eine große Gruppe freier Gemälde Pacovskás aus den 1990er Jahren zeigt daneben die enorme Ausdrucksstärke der Künstlerin in Farben und Formen über ihre Arbeiten am Kinderbuch hinaus. 

Eröffnung: 7. Dezember 2019, 14.30 Uhr
Ausstellung: 7. Dezembe 2019 - 23. Februar 2020

Klingspor Museum Offenbach

Do, 05.12.2019

smile amazon

Wenn amazon, dann smile.amazon, das unterstützt die Pirckheimer-Gesellschaft!

Ludwig Tieck - Der blonde Eckbert

Als Buch des Monats stellt Elmar Gerhart im Klingspor Museum das Buch Ludwig Tieck - Der blonde Eckbert, in der Edition Viesel illustriert von Johannes Lebek erschinen, vor.
Romantik und Märchen – sie sind miteinander verbandelt wie Mutter und Kind. Volksmärchen und das jüngere Kunstmärchen sind Geschwister – gleiche Wurzeln, aber unterschiedlich in Aussehen und Gestalt. Ludwig Tiecks “Der blonde Eckbert“, ein kurzes und ein gerade deshalb tiefgründiges und brillantes Kunstmärchen, kann als bedeutsamer Prototyp dieser in der Romantik zur Blüte gebrachten literarischen Gattung betrachtet werden. Johannes Lebek hat Tiecks Kunstmärchen einen Bilderzyklus aus Holzschnitten gegenübergestellt, weniger illustrierend als vielmehr kongenial dem Märchen eine visuelle Tiefe verleihend.

Freitag, 6. Dezember, 14 Uhr

Klingspor Museum Offenbach
Büsing Palais
Herrnstrasse 80, 63065 Offenbach am Main

Manifest

Einmal im Jahr findet bei der Offizin Haag-Drugulin in Dresden das Schriftenfest statt. Ein Thema war in diesem Jahr die Frage, was geschieht mit der in der Welt einmaligen Sammlung seltener Schriften, geschaffen von berühmten Künstlern und Schriftschneidern, wenn es keine erfahrenen Fachleute mehr gibt - Schriftgießer, Handsetzer, Buchdrucker?
Aus der Sorge um die Folgen entstand das beigefügte Manifest auf dem nebenstehend abgebildeten typographisch schönen Blatt.

(Eckehart SchumacherGebler)

"Der Buchdruck und die begleitenden Techniken, Tempelschnitt, Schriftguß und Handsatz, sie haben unsere Kultur geprägt. Allgemeine Bildung, Aufklärung und Demokratie sind ohne die Erfindung Gutenbergs nicht denkbar. Unter diesem Aspekt wurden die traditionellen Verfahren von der UNESCO auch in das immaterielle Kulturerbe eingereiht. Aber genügt das, sie nachhaltig für die Zukunft zu bewahren?
Stahlstempel, Matrizen, Bleischriften, Druckpressen und dazugehörende Geräte konnten vielfach in Museen eine Bleibe finden. Doch die Berufe, sie sind gefährdet, sind vom Aussterben bedroht; denn Museen bilden in der Regel nicht aus.
Angesichts der Gefahr für diese unverzichtbaren Kenntnisse und Fähigkeiten haben sich die Teilnehmer am Schriftenfest 2019 der Offizin Haag-Drugulin und die anwesenden Mitglieder des Vereins für die Schwarze Kunst zu dem umseitigen Manifest entschlossen; gesetzt von Hans Dubronner mit Bleilettern und Holzbuchstaben (fette Koch-Schrift, Centaur-Antiqua, Times-Kursiv) und im Buchdruck gedruckt.
Sie wenden sich damit an alle, die zum Erhalt der bedrohten Berufe beitragen können, an professionelle Buchdruckwerkstätten, an Verlage, an Bildungseinrichtungen, an die Politik."

Mi, 04.12.2019

GRAPHISCHE KUNST 2/2019

"Prof Dr. Frank Oehmichen stellt im ersten Artikel den aus Ungarn stammenden Radebeuler Künstler Richard Paul Meszäros vor. Seine unikaten Holzschnitte beeindrucken durch ungewöhnliche Motivik und einer ebenfalls beeindruckenden Farbigkeit. den Vorzugausgaben liegt ein Holzschnitt bei. Im zweiten Artikel schreibt Günter Guben über das aktuelle und vielseitige Schaffen der in der Graphischen Kunst bereits einige Male vertretenen (aus Deutschland stammenden) Florentiner Künstlerin Eva Aulmann. Von ihr liegt der Vorzugsausgabe A eine Radierung bei. 

Im darauf folgenden Artikel weist uns Dr. Hans Dieter Flach auf die graphischen Arbeiten des aus dem 18. Jahrhundert stammenden Porzellan-Malers Gottlieb Friedrich Riedel hin. 

Nicht im eigentlichen Sinne Kinderbuch-Illustrationen sind die Arbeiten des US-amerikanischen Künstlers David Macaulay. Und doch sind sie in vielen Kinder- und Jugendbüchern zu finden, da sie das Werden eines Kathedralenbaus ebenso verbildlichen wie auch die Funktionsweisen von z.B. technischen Geräten. Eva Masthof! stellt diesen Künstler vor. 

Der Verleger und Drucker der Berliner Corvinus Presse, Hendrik Liersch, stellt uns abschließend die Linolschneiderin Olesya Dzhuraeva aus Kiew vor. Auch von ihr liegt eine Arbeit der Vorzugsausgabe A bei."

(Jürgen Schweitzer)

Di, 03.12.2019

Christoph Links ist Verleger des Jahres

Der Pirckheimer Christoph Links wurde von der Juri des BuchMarkt als Verleger des Jahres 2019 ausgezeichnet.

Aus der Begründung: "Als im Metier aufgewachsenes „Kind der Branche“ hat Christoph Links sofort im Wendejahr seinen Verlag gegründet und ihn in diesen dreißig Jahren zu einer nicht mehr wegzudenkenden Größe im Buchmarkt ausgebaut. Er hat sich an historische Themen herangetraut, die andere haben liegen lassen.
Er hat die deutsche Geschichte des Jahrhunderts in vielen Details beleuchtet, vor allem die DDR-Geschichte und die Nazi-Zeit. Er hat den Osten ernst genommen, jenseits von Ostalgie und anders als die Politik.
Er hat den Verlag inhaltlich wie personell, sowie hinsichtlich der Produktion immer wieder erweitert und nun rechtzeitig vor seinem Rückzug aus der aktiven Arbeit für seinen Verlag, der wichtig für den gesellschaftlichen Diskurs unserer Republik ist, unter dem Dach der Aufbau Verlagsgruppe eine Zukunftslöung gefunden. Mit der Auszeichung zum Verleger des Jahres 2019 wird sein gesellschaftliches Engagement ebenso ausgezeichnet wie sein Unternehmermut.
"

So, 01.12.2019

Künstlerbücher von Constanze Kreiser

2019 liess sich die Buchkünstlerin Constanze Kreiser durch Texte von Domin, Danz, Virilio oder Robinson zu einer Reihe von hochformatigen Leporellos anregen, die nichts weiter tun, als in Farben zu baden. Gedruckt, gemalt, gezeichnet, laviert sind lichtgelbe Frühjahrsstimmungen eingefangen, erdige Herbsttöne oder blaugrüner Sturm begleiten die handgeschriebenen, gedruckten oder gestempelten Texte.
Diesen gegenüber stehen ebenfalls 2019 entstandene schwarzweisse Arbeiten zu Landschaften, die die Weite und Ruhe des Landes Brandenburg vermitteln. Beide Unikatserien wurden vergangene Woche auf der artbook.berlin bzw. gestern auf der Messe Schöne Bücher aus Brandenburg in der Stadt- und Landesbibliothek in Potsdam gezeigt.

 

Sa, 30.11.2019

(Im)Possible Futures

Mit "(Im)Possible Futures" eröffnet die Galerie & Buchdruck-Werkstatt Christoph Dürr 36 ausgewählten Künstlern einen Möglichkeitsraum zur Veröffentlichung von Statements und Werken, die die Gestaltung der Gesellschaft in Zukunft zum Thema haben. Ein Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Auseinandersetzung mit dem Begriff der Freiheit.

Auf Grundlage von 10 Thesen zur Kunst und zur Zukunft der Freiheit, formuliert von Herrn Prof. Dr. Söder (LMU, München) zeigen wir Arbeiten die eingehen auf Fragen wie z.B.:

Wo liegen heute die Grenzen der Freiheit?
Wann ist eine Handlung frei?
Erhebt die Kunst noch Anspruch darauf die Welt zu verändern?

Es war an der Zeit die Kunst selbst zu befragen.

Ergebnis dieses Projekts ist ein Kunstbuch mit allen Statements & Arbeiten der Künstler.  Die Texte zu den entstandenen Arbeiten werden im Bleisatz auf der Linotype gesetzt und auf Original Heidelberger Buchdruckmaschinen in einer editierten Auflage von 250 nummerierten und 50 signierten Exemplaren gedruckt.

(Vernissage am 14. Januar 2020, 19 Uhr
Ausstellung: 15. Januar - 29. Februar 2020

Galerieräume Christoph Dürr
München

© ‹usus›

Ein Buch. Welches Buch?

Zusammenarbeit als künstlerisches Konzept.

In einer großen Werkschau zeigen ‹usus› (das sind die Pirckheimer Uta Schneider & Ulrike Stoltz) ihre Bücher in der Landesbibliothek Oldenburg.
Zur Eröffnung lasen sie aus ihren Texten.

Ausstellung: 21. November 2019 - 18. Januar 2020

Landesbibliothek Oldenburg
Pferdemarkt 15, 26121 Oldenburg

Do, 28.11.2019

Radierungen zu Gerhart Hauptmanns Roman „Der Narr in Christo“

Radierungen zu Gerhart Hauptmann

Gefällig ist das nicht, was der Maler und Grafiker Heinrich Ehmsen (1886 – 1964) auf feines deutsches Japanpapier gedruckt und in 90 Mappen aus edlem Pergament beziehungsweise Halbpergament gelegt hat. Es handelt sich um einen Zyklus von 33 Radierungen zu Gerhart Hauptmanns Roman Der Narr in Christo. Die Blätter sind Leihgaben des Berliner Sammlers Robert Fynn Fehler, der sowohl Mitglied der Hauptmann-, wie auch der Pirckheimer-Gesellschaft ist.

So turbulent, skurril, absonderlich und bis zum Exzess gesteigert wie die tragische Handlung im Milieu der Ärmsten Schlesiens um den Wanderprediger Emanuel Quint sind auch die bildlichen Darstellungen. „Sie gehören zum Ausdrucksstärksten, was in seiner Zeit in der Grafik entstanden ist.“ So zitierte Museumsdirektor Stefan Rohlfs am 16. November zur Ausstellungseröffnung im Gerhart-Hauptmann-Museum den Grünheider Kunsthistoriker Lothar Lang (1928 – 2013), aus der Buchausgabe mit Ehmsens Radierungen, die 1973 im Aufbau-Verlag erschienen ist. Entstanden waren die Arbeiten aus Studien in einem Irrenhaus. „Mit ihnen hat Ehmsen die Handlung in die soziale Gegenwart geholt“, so Stefan Rohlfs.

Die Ausstellungseröffnung war der Schlusspunkt der Tagung „Theodor Fontane, Gerhart Hauptmann und die vergessene Moderne“ der Staatsbibliothek Berlin. Anwesend war deshalb auch Monika Linder, die das Referat Nachlässe und Autographen der Handschriftenabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin betreut, wo sich die Archive zu Gerhart, dessen zweite Ehefrau Margarete und dessen Sohn Ivo befinden. Sie arbeitet eng mit der Gerhart-Hauptmann-Gesellschaft zusammen. „Die Kollegen kommen zu uns, wir geben gern Leihgaben für Ausstellungen, und die Hauptmann-Forschung findet zu großen Teilen bei uns statt“, erklärt sie.

(Elke Lang)