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Pirckheimer-Blog

Do, 08.04.2021

Verlosung der DVD "The Booksellers"

Der Film "THE BOOKSELLERS – Aus Liebe zum Buch" konnte Ende letzten Jahres nach nur wenigen Tagen um den Kinostart herum aufgrund der Pandemiebeschränkungen leider kaum im Kino gezeigt werden.
Nunmehr wird er jedoch pünktlich zum Welttag des Buches am 23. April 2021 auf DVD veröffentlicht und kann dann auch gestreamt werden.

Bereits jetzt kann der Film über die Webseite des Filmverleihs vorbestellt werden. Wer jedoch die 18.90 €, die die DVD kosten wird, sparen will, hat die Möglichkeit an einer Verlosung des Films teilzunehmen. Dafür wurde der Pirckheimer-Gesellschaft für Leser dieses Blogs einige Exemplare zur Verfügung gestellt - senden Sie einfach eine E-Mail mit dem Betreff "The Booksellers" und schreiben Sie, wo Sie auf die Verlosung aufmerksam wurden, hier über unseren Blog oder auf Facebook.

Die Gewinner werden hier am Welttag des Buches mit Nachname und Stadt bekanntgegeben.

Mi, 07.04.2021

Ferdinand Puhe auf dem Bronzesessel "Dem ungelesenen Buche" von Liesel Metten vor dem Gutenberg Museum Mainz, Foto: privat

Bronzesessel "Dem ungelesenen Buche"

"Liesel Metten, 1938 in Recklinghausen geboren, studierte nach der Schulzeit an der Münchener Akademie Bildhauerei, war aber immer auch als Grafikerin tätig. Sie illustrierte zudem mehrere Bücher. Henry Moore, den sie in seinem Haus Hoglands besuchen konnte, ermunterte sie, dem eingeschlagenen Weg als Bildhauerin zu folgen. Für ihre Bildhauerarbeiten – meist Bronzeguss – erhielt sie nationale und internationale Preise. Ihre Großplastiken sind in mehreren Städten auf öffentlichen Plätzen zu finden [...].
Im Herbst gestaltete Metten zusammen mit den Kindern der Liesel-Metten-Schule in Nieder-Olm zu Ehren des Schriftstellers
Wilhelm Holzamer einen Büchersessel in Originalgröße, dessen Rohform von den Schülern aus zusammengetragenen Büchern geschichtet wurde. Der erste Bronzeguss wurde vor der Pfarrkirche im Wohnort der Künstlerin aufgestellt, und er wird gern als Sitzgelegenheit genutzt, manchmal wohl auch zum Lesen. Ein weiterer Guss wurde [in Mainz vor der Universitätsbibliothek der Johannes Gutenberg-Universität und vor] dem Gutenberg-Museum aufgestellt."

(Ferdinand Puhe, in Marginalien 236, S. 124)

Di, 06.04.2021

ALLES FÜR DIE KATZ, 49. Druck der burgart-presse von Jens Henkel, Teilauflage als Jahresgabe der Pirckheimer-Gesellschaft 2020 mit beigelegter Graphik von Klaus Ensikat

BURGART-PRESSE

Im Kabinett zeigt die Büchergilde Buchhandlung & Galerie Frankfurt am Main ab heute für 6 Wochen die Ausstellung: Die burgart presse Rudolstadt

"Man schaut auf die perfekten Künstlerbücher der burgart presse und nimmt sie wie selbstverständlich, aber wie kam es denn dazu, dass ein gewisser Jens Henkel in der thüringischen – pardon – Kleinstadt Rudolstadt (25.000 Einwohner) 1990 einen der bedeutendsten Pressendruck-Verlage des jungen Gesamtdeutschland gründeten und 30 Jahre lang eine bibliophilen Kostbarkeit nach der anderen vorlegte, daneben Werkverzeichnisse und Monografien? Dem es zudem gelingen konnte, Autor/inn/en wie Walter Jens und Christa Wolf, Friederike Mayröcker und Adolf Endler für Klein(auflagen)-Editionen mit überschaubarem Honorar-Ertrag zu gewinnen.

Henkel, Jahrgang 1953, ist von Haus aus akademisch ausgebildeter Museologe – ein Studiengang, den es nur in der DDR gab, und man muss kein Prinz sein, um zu konstatieren: Es war nicht alles schlecht –, und Historiker, und arbeitete als solcher neben seiner Verlegertätigkeit immer auch im Thüringer Landesmuseum Heidecksburg in Rudolstadt.

Er war in der DDR ein interessierter Sammler von Drucken der alternativen Kunst- und Literaturszene, die zwar von der Stasi akribisch überwacht wurde, aber ihre oft original-grafischen Hefte und Bücher bei Auflagen unter 100 Exemplaren ohne Druckgenehmigung produzieren durfte. Bald entstand in Henkel der Wunsch, auch selbst wider den Stachel zu löcken und Widerständiges als Ausdruck des eigenen Lebensgefühls zu publizieren.

Da er die eigenen bildnerischen wie poetischen Fähigkeiten als nicht genügend einschätzte, wurde er zum Ideenproduzent, Anreger und Organisator. Bücher wie „Türen“ von Jörg Kowalski mit Grafiken von Steffen Volmer, dessen Türen keine Klinken aufwiesen, erschienen unter dem Dach der Bibliophilen-Vereinigung Pirckheimer-Gesellschaft oder der Karl-Marx-Städter Galerie Oben, die erfolgreich Abstand zu staatlichen Institutionen hielt und in der auch Klaus Süß groß wurde, von dem später sechs Pressendrucke in der burgart presse erscheinen sollten." ... weiterlesen

(Wolfgang Grätz, 236. Frankfurter Grafikbrief)

Kabinett-Ausstellung: 6. April - 16. Mai 2021

Büchergilde Buchhandlung & Galerie
An der Staufenmauer 9, 60311 Frankfurt am Main

Mo, 05.04.2021

500 Jahre Buchdruckerkunst, 1440 - 1940, Tunnelbuch, hrsg.: Bauersche Gießerei in Frankfurt, Illustration: Fritz Kredel
Fritz Otto, "Assistent" des Buchbinders Peter D. Verheyen stellt das Buch "500 Jahre Druckkunst" vor: "ohne die Buchdruckerei gäbe es viel weniger Buchkunst." (Fotos © Peter D. Verheyen)

Buchbinden ist immaterielles Kulturerbe

Das Buchbinder-Handwerk gehört seit dem 1. April 2021 zu den in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommenen lebendigen Traditionen.
Wir sind stolz, dass das Buchbinder-Handwerk diese besondere Würdigung erfährt“, erklärt Maik Beckmann, Vorsitzender des Bundes Deutscher Buchbinder, Aachen. „So wird unterstrichen, dass das Buchbinder-Handwerk historisch und gegenwärtig ein wesentlicher Teil unserer Kultur ist. Bucheinbände bewahren und schützen den auf Papier geschriebenen Inhalt; über die Jahrhunderte kommen unterschiedliche Materialien und Werkstoffe zur Anwendung. Letztendlich gilt es für das Buchbinder-Handwerk in besonderer Weise, historische und gleichzeitig traditionelle Bindetechniken nicht nur zu bewahren, sondern auch im Rahmen einer qualifizierten Ausbildung weiterzugeben. Die Anerkennung [...] unterstreicht einmal mehr die gesellschaftliche Bedeutung, Individualität und Einzigartigkeit des Handwerks – im Kontrast zur industriellen Massenproduktion“, unterstreicht Maik Beckmann.

So, 04.04.2021

Ulrich Tarlatt, Frohe Ostern, Holzschnitt 2021

Ostern im ausgehenden Mittelalter

Einen Ostergruß schickte auch Ulrich Tarlatt aus Bernburg. Und die Pandemiemaßnahmen sind Anlass genug, in diesem Jahr einen zweiten Ostergruß an alle Mitglieder und Freundinnen der Pirckheimer-Gesellschaft ins Netz zu stellen. Dieser zusätzliche Gruß erfolgt mit einem Blick auf einen Osterspaziergang in Zeiten von Willibald Pirckheimer für alle, die in freiwilliger Quarantäne in ihrer Bücherstube sitzen, weil sie nicht als unvernünftig oder gar asozial gelten möchten.

... Überall regt sich Bildung und Streben,
Alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlts im Revier,
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.
Kehre dich um, von diesen Höhen
Nach der Stadt zurück zu sehen!
Aus dem hohlen finstern Tor
Dringt ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
Denn sie sind selber auferstanden:
Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
Aus Handwerks- und Gewerbesbanden,
Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
Aus der Straßen quetschender Enge,
Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
Sind sie alle ans Licht gebracht.
...

(J.W.v.G.)

Peter Padubrin-Thomys, EIERWÄCHTER, 2020, Morgenzeichnung Osterspezial

Frohe Ostern

Mit diesem EIERWÄCHTER von Peter Padubrin-Thomys, Leipzig, wünschen wir allen Pirckheimern und Bücherfreunden, Liebhabern des Gedruckten und der Graphik ein Frohes Osterfest und die baldige Auferstehung des kulturellen Lebens!

Sa, 03.04.2021

Volker Pfüller, Holzschnitt der verlorenen Form in 650 Exemplaren zweifarbig gedruckt von Thomas Siemon im atelier carpe plumbum, Leipzig, im Januar 2020, originalgraphische Beilage zu den Marginalien #236

Einladung zur Subskription

30. Jahresschrift für Künstlerbücher und Handpressendrucke / Edition 2021 / Jubiläumsausgabe 

  • Aufsätze/Essays zu Buchkunst, Buchhandwerk, über Sammlungen, Initiativen, Künstler und Verlage:
  • Exlibris. Die Geschichte einer Sammlung im Deutschen Buch- und Schriftmuseum der Deutsche Nationalbibliothek (Gabriele Netsch)
  • Volker Pfüller 1939-2020 (Red.)
  • Auskunft über Volker Pfüller (Anne Braun / Archiv)
  • Trauer um Prof. Volker Pfüller (Prof. Thomas M. Müller)
  • Artist in Residence. Ein neues Programm der Giesecke+Devrient Stiftung im Museum für Druckkunst Leipzig (Clara Marie Thöne)
  • 30. Sächsisches Druckgrafik Symposion. Schwarze Kunst ohne Publikum (Jost Braun)
  • Wer bin ich? - Identität in Bildern. Ein Diplomprojekt an der HGB Leipzig von Monika Miceviciute (Ilse Riediger)
  • Gedicht "Fehlende Worte" (Ingo Cesaro)
  • Die originalgraphischen Beigaben der 30. Jahresschrift für Künstlerbücher (Jost Braun)
  • IAKH - Die Jahresschriften 1992 bis 2020
  • IAKH - Ausstellungen und Aktionen 1992 - 2021

Mehrere Ausgabe-Varianten mit je 4 sign. Originalbeiheftungen: 

  • Buch im Buch "Das gesetzte Kleid. Meine Linotypegeschichte / 1. Kapitel der Fortsetzungsgeschichte" - Essay von Svea Gustavs (8-seitige Sonderbeiheftung; Bleisatz von der Linotype, Druck Original Heidelberg Zylinder, signiert, numeriert)
  • abwechselnd je eine von vier Original-Radierungen zum Thema Totentanz von Steffen Braumann ("nahe am Nachtkasten", "hello again", "recht seltsam" bzw. "Parkfest Sallgast 1986")
  • je ein farbiger Fine Art Print zum Projekt "Wer bin ich? - Identität in Bildern" von Monika Miceviciute (zwei wechselnde Motive)
  • abwechselnd je eine Originalgraphik von Petra Schuppenhauer ("Bewegung", Holzschnitt), Sebastian Speckmann (Linolschnitt), Lisa Wilkens ("Das war mal Zukunft", Spiritus-Flachdruck) oder Diogo de Calle (Steindruck)

Format A5, mehr als 100 Abbildungen plus originalgraphische Beigaben in wechselnder Sortierung.

Subskription bis 12.04.2021 ein Exemplar 64 Euro (nur ab Verlag)
ein weiteres Exemplar 69 Euro
danach wenige Restexemplare je Variante ab 79 Euro bis ca. 120 Euro auf Anfrage.

Originalbeilagen - hier können Sie sich ansehen, welche Motive in den Ausgaben der 30. Jahresschrift enthalten sind: 

zur Web Gallery 2021

Ulrike Geist in der Lyrikhandlung am Hölderlinturm, © privat

Lyrikhandlung am Hölderlinturm

In der im Märtz eröffnete Lyrikhandlung in Tübingen finden Kunden neben zeitgenössischer Lyrik auch antiquarisches und anspruchsvolle literarische Belletristik, Biografien und Briefwechsel.

Gründerin Ulrike Geist hat als Kunsthistorikerin und Germanistin lange als Herausgeberin eines Kulturjournals und Redakteurin diverser Kulturmagazine gearbeitet. Mit dieser Lyrikhandlung erfüllt sie sich einen "schon lang gehegten Traum". „Nur wenige Orte erfüllen die Seele mit so viel Hoffnung wie ein Buchladen.“, erklärt Ulrike Geist mit „tiefem Vertrauen, mit der Lyrik einen Platz in der Welt der Bücher zu finden. Doch Gerade die zeitgenössische Lyrik, die hier einen der Schwerpunkte bildet, gehört zu den derzeit aufregendsten Kunstformen unserer Zeit und dennoch scheint dies abseits einer größeren Öffentlichkeit vorzugehen.“Sie findet, Lyrik brauche mehr denn je "auch eigene Orte der analogen Begegnung". Ein solcher Ort will die Lyrikhandlung am Hölderlinturm sein. Schon bald sollen in Leseabenden in ihrem Laden regelmäßig lyrische Neuerscheinungen zu Gehör gebracht werden.

Lyrikhandlung am Hölderlinturm
Bursagasse 15, 72070 Tübingen

Fr, 02.04.2021

Hamburger Bothe 3

Mit einem „Frohe Ostern“ versenden wir den Hamburger Bothen, das Nest prall gefüllt mit frischem Lesenachschub für die coronabedingten kontaktarmen und zurückgezogenen Stunden.

Beginnend mit dieser Ausgabe 3 erweitern wir unseren Standardverteiler um die Pirckheimer-Freunde in Niedersachsen.
Herzlich willkommen in unserem wachsenden Leserkreis!

Bereits nach der Erstausgabe konnten wir uns über ein großes Interesse freuen. Mehr Pirckheimer Mitglieder im Norden und mehr "Gast-Leser" versprechen für die Zukunft breitgefächerte Themen und Inhalte. Der Bothe "lebt" von den Beiträgen der Leserschaft; diese sollen immer den Schwerpunkt bilden.
Wie immer, bitten wir alle Leser um Zuschriften mit persönlichen Vorstellungen, Berichten über Sammelleidenschaften und künstlerischen Aktivitäten. Das wachsende Netzwerk der Bibliophilen wird uns allen viel Freude bringen.

Wir wünschen wieder viel Freude und entspanntes Lesen bei der Lektüre!

Herzlichst aus Hamburg
(Rudolf Leonardo Angeli und Peter Engel)

© Constanze Kreiser

SchriftBildKörper

Innerhalb der Veranstaltungsreihe der 2. Brandenburgischen Tage des offenen Buches wird in Brandenburg am Welttag des Buches die Ausstellung SchriftBildKörper mit Künstlerbüchern von Constanze Kreiser eröffnet.

Gezeigt werden Arbeiten zum Thema Lesen und Schreiben aus den letzten 8 Jahren. Dabei sind einige Lesenotizbücher, die sich wunderbar für eigene Kommentare zu dem vorgestellten literarischen Text und anschließendem Austausch mit anderen Lesern eignen.
Weitere Buchobjekte untersuchen die Schnittstelle von analoger zu digitaler Schrift bzw. auch das damit sich verändernde Leseverhalten.
SchriftBildKörper setzt sich mit der Körperlichkeit des Schreibens auseinander. Text ist etwas Amorphes, das Platz nimmt auf Oberflächen, sich von dort in uns hineinschlängelt, sammelt, neu mischt und wieder nach draußen befördert wird: wir schaffen Spuren.
Monotypien, Siebdrucke, Linolschnitte, Digitaldrucke und Risographien, aber auch Cuttings und Zeichnungen auf Transparenten sind die dafür verwendeten sehr unterschiedlichen Techniken.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog 'Schreiben, Denken, Lesen' á 3 €.

Ausstellung: 23. April - 12. Juni 2021

Fouqué Bibliothek
Brandenburg/Havel, Altstädtischer Markt
(voraussichtlich auf der Website der Bibliothek als filmischer Aufbaurundgang)

Do, 01.04.2021

Von Contains modified Copernicus Sentinel data [2021], processed by Pierre Markuse - Container Ship "Ever Given" stuck in the Suez Canal, CC BY 2.0

Wir müssen Prioritäten setzen!

Die Blockade des Suezkanals durch das Containerschiff Ever Given hat sich zu einem größeren Problem entwickelt, als bisher befürchtet. Noch immer ist die Flottille von Frachtschiffen, die hinter dem 200.000-Tonnen-Giganten festsaß, nicht aufgelöst.
Walter Schalka, CEO des brasilianischen Zellstoffunternehmens Suzano SA, das für etwa ein Drittel der weltweiten Lieferungen von Hartholz-Zellstoff verantwortlich ist, äußerte gegenüber Bloomberg News, dass die Firma nun angesichts der Blockade Schwierigkeiten habe, den Rohstoff für Toilettenpapier zu transportieren. Schalka befürchtet nun, dass sich die Probleme bei der Verschiffung verschlimmern werden, da der Rohstoff derzeit ohnehin stärker nachgefragt werde.

Um den zu erwartenden Mangel an Toilettenpapier, wie es ihn seit den frühen Tagen der COVID-19-Pandemie im vergangenen Jahr nicht mehr gegeben hat, entgegenzuwirken, appellierte die Bundeskanzlerin und die Ministerrunde heute an die Papier- und Druckindustrie und an die Verlage, die Produktion herunterzufahren, zumal Buchhandlungen vorerst bis zum 24 April kaum Bedarf an Neuerscheinungen oder Nachauflagen haben. "Wir müssen Prioritäten setzen!", so die Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Gespräch mit Thomas Rathnow und Markus Dohle (Penguin Random House) und weitere CEOs der größten Deutschen Verlagshäuser.

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Wortlaut des Appells an Verlagshäuser herunterladen

Gegen Verführung

Im April 2021 starten die 2. Tage des offenen Brandenburgischen Buches. Dieser Neustart für die Tage der Literatur und Buchkunst in Brandenburg, die im letzten Jahr nach einer erfolgreichen Premiere 2019 ausfallen mussten, finden vom 17. April - 2. Mai und vom 28. Mai - 20. Juni statt. Wie auch die Buchkünstlerin und Pirckheimerin Constanze Kreiser wird sich auch der Pirckheimer Rainer Ehrt an den Tagen des offenen brandenburgischen Buches beteiligen.

Aus diesem Grund wird als "Bibliophiles des Monats April" das 2017 entstandene originalgrafische Künstlerbuch des Pirckheimers Rainer Ehrt »Gegen Verführung« nach den Schlussversen aus der »Hauspostille« von 1925 von Bertolt Brecht präsentiert. In diesem Künstlerbuch werden in opulente, sinnliche Bilder die Verse voll von poetischer Energie von Provokation, Lebenslust, Todesahnung und prophetische Krisenstimmung umgesetzt.

28 x 37 cm, 24 S.
Druck: dreifarbiger Hand-Siebdruck auf schwerem Karton von corn.elius (Cornelius Brändle, Wasser im Turm, Berlin)
Einband: Siebdruck auf grobem Naturleinen
Buchbinder: Marcus Saturna, Berlin
Aufl.: 30 Expl.

Homepage Rainer Ehrt
Homepage Constanze Kreiser

Mi, 31.03.2021

Einladungskarte mit dem Motiv Nr. 198 aus dem Besitz des Klingspor Museums

Marc Chagall -DIE BIBEL

EIN MEISTERWERK DES FRANZÖSISCHEN MALERBUCHS

Die Bebilderung der Bibel lag Marc Chagall wie kaum einem anderen Künstler des 20. Jahrhunderts am Herzen. Sie begann nicht erst mit seinen farbigen Bildern und Glasfenstern in späteren Phasen seines Schaffens, sondern bereits in den 1930er Jahren. Beauftragt von dem Initiator des französischen Malerbuchs, dem Verleger Ambroise Vollard, nahm der Maler die Arbeit auf, bis er 1939 vor den Nationalsozialisten aus Paris fliehen musste. Das Werk drohte unvollendet zu bleiben, wurde aber von dem Verleger Teriade Anfang der 50er Jahre wieder aufgenommen. Chagall vollendete seinen Zyklus von 100 Radierungen. Daraus zeigt die Ausstellung die erste Hälfte. Die übrigen Blätter können im Lesesaal des Klingspor Museums eingesehen werden. Es bedeutet für Offenbach einen Glücksfall, dass das Klingspor Museum das Exemplar, Nr. 198 von 275, besitzt.
Die beiden Museen freuen sich, zum Festjahr Jüdisches Leben ein so hochrangiges Werk einbringen und an Hand der exquisiten Radierungen ihre gemeinschaftliche Bemühung um das Feld der Druckkunst erneuern können. - Die Ausstellung wird begleitet von vier Fahnen im Rathausfoyer, deren Bibel-Motive Chance und Krise der geistigpolitischen Führung veranschaulichen.
Am 14. April, 19 Uhr, hält Kerstin Appelshäuser-Walter den Vortrag: »Chagalls Lithographien zu Szenen aus dem Alten Testament«. Führungen zur Ausstellung (Rathaus und Haus der Stadtgeschichte) durch Annina Schubert werden zeitnah kommuniziert.

28. März- 23. Mai 2021, es besteht die Möglichkeit von Änderungen

Foyer im Rathaus und Haus der Stadtgeschichte
Offenbach

Marginalien 240

Pünktlich vor Ostern kam Heft 240 der Marginalien (Heft 1/2021), diesmal für Pirckheimer mit einem Faksimile aus der Sammlung Gleimhaus Halberstadt als Erinnerung an das Jahrestreffen 2020, im Heft ausführlich beschrieben von Ute Pott im Artikel "Emphase in der Briefkultur des 18. Jahrhunderts – eine Bildergeschichte von Johann Georg Jacobi für Johann Wilhelm Ludwig Gleim". Angelehnt auch die von Matthias Gubig gestaltete und kommentiert typografische Beilage Postalische Gedichte.
Till Schröder schreibt im Prolog des Heftes: "Die Marginalien tauchen in dieser Ausgabe ab in ganz unterschiedliche Sammelzusammenhänge. André Schinkel berichtet nicht nur von Coco, dem wahrscheinlich einzigen Papagei mit eigenen Exlibris, sondern auch dessen Besitzern, dem Sammlerpaar Brigitte und Gerhard Hartmann und ihren in Bibliotheken gestifteten Grafiken und Kassettenunikate. Leopold von der Gabelentz erzählt von einem Phantom der Forschung, einem Sammler, der eine der hochwertigsten Maseerel-Sammlungen der Welt besaß – und Zeit seines Lebens in der Buchhaltung eines Golf-Clubs in Beverly Hills arbeitete. Ferdinand Puhe schaut auf das buchgrafische Werk Fritz Mösers und dessen Beziehung zu einem Sammlerpaar, dem er als einzige erlaubte, seine Grafiken zu vertreiben. Ich plaudere mit Wolf von Lojewski über seine Sammelleidenschaft der Schedelschen Weltchronik von 1493, und warum er sie 40 Jahre lang aus weltweit verstreuten Einzelblättern wieder zu einem Buch zusammenfügte."
Mehr zum Inhalt und Leseproben hier.
Für Pirckheimer dürfte darüber hinaus interessant sein, neben beigelegten Schreiben des Vorstandes, dem Jahresprogramm der BB-Regionalgruppe und neuen Informationen zu unserem gemeinsam mit der BuchDruckKunst in Hamburg stattfindenden Jahrestreffen im September, dass wir auch mit diesem Heft wieder 29 neue Mitglieder in der Pirckheimer-Gesellschaft begrüßen können.

Di, 30.03.2021

Linolschnitt

Mit dem Titel "Linolschnitt" erschien jetzt ins Deutsche übertragen das 2019 in den USA herausgekommene Buch "Block Print Magic" von Emely Louise Howard.

Gedacht als Anleitung, sich in dieser künstlerischen Technik einmal selbst zu versuchen, geht das Buch weit über diesen Ansatz hinaus und vermittelt einen grundlegenden Einblick für den Liebhaber dieses Hochdruck-Verfahrens. Nicht nur Anforderungen an Werkzeug und Material, Verfahren zur Übertragung des Motivs auf die Druckplatte werden erläutert, auch die wichtigsten Techniken, wie der Druck mit verlorener Platte, der Druck von mehreren Druckstöcken oder mit Regenbogenrolle, Puzzle-Druck oder kolorierter Druck. Damit erhält man ganz nebenbei wichtige Kenntnisse zur Beurteilung von künstlerischer Ausfertigung bis zu Kriterien zur Einschätzung der Qualität des fertigen Druckes.
Eingeflochten in diese reich illustrierte Vorstellung der Techniken des Linolschnitts und die Beschreibung von konkreten Projekte in einzelnen Schritten sind Interviews der Autorin, die selbst Malerei studierte und unter dem Namen "The Diggingest Girl" ein Druckatelier in Erlanger, Kentucky, USA, betreibt, mit anderen Künstlern, die auf diesem Gebiet tätig sind, wie Derrik Riley, Kelli MacConnel, Aftyn Shah, Lili Arnold und Jen Hewett.

(ad)

Haupt Verlag, Bern 2021
144 Seiten, kartoniert, 21,6 x 25,4 cm
€ 25
ISBN: 978-3-258-60229-5