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Pirckheimer-Blog

So, 30.12.2018

PF 2019 mit W. Klemke & E. Prüssen

Die Neujahrswünsche von Matthias Haberzettl sind auch in diesem Jahr mit kleinen exklusiven Publikationen zu seinen Sammelgebieten Werner Klemke und Eduard Prüssen verknüpft.

Die Jahresgabe "Werner Klemke - Zum 100. Geburtstag 2017" berichtet in einer Auflage von 125 Exemplaren, illustriert mit Fotos, Veranstaltungs- und Ausstellungsankündigungen, über die wichtigsten Ereignisse im Jahr des 100. Geburtstages dieses Künstlers, darunter die (schon 2016 stattgefundene) Ausstellung im Winckelmann-Museum Stendal, in Oranienburg, danach in der Galerie Sonnensegel" in Brandenburg, in der Wissenschaftlichen Bibliothek der Russischen Akademie der Künste in St. Petersburg und dann in Kiew.
In Weissensee fand ein Festakt statt und es wurde eine Grünfläche in "Werner-Klemke-Park" umbenannt. Neben den Veranstaltungen in Leipzig, Berlin, Frankfurt/M, Bernau, Halle, Offenbach wird auch auf wichtige Artikel in unterschiedlichhesten Zeitungen verwiesen.

Die Jahresgabe "Eduard Prüssen - Neujahrsgrüße / Eine Auswahl" erschien in einer Auflage von 30 Exemplaren und enthält nicht nur Abbildungen von Neujahrsgrüßen von 1963 bis 2010, sondern auch Vorarbeiten und nicht ausgeführte Entwürfe.

 

Sa, 29.12.2018

Neujahrsdruck 2019

Seit Jahren gibt die Officina Ludi traditionell einen Neujahrsdruck heraus, der an Freunde dieses Hamburger Hauses verschickt wird, in diesem Jahr an über 400 treue Leser. Die verbleibenden Exemplare der 800er Auflage können mit gut Glück auf einer der kommenden Messen bei der Offizina Ludi erstanden werden.
Der diesjährige Text "Lesen" wurde Robert Walsers Sämtlichen Werken in Einzelausgaben, Band 5, S. 183-185, Der Spaziergang, entnommen, den Umschlag gestaltete Rainer Ehrt. Der Satz erfolgte aus der Bernhard Modern, die Zeichnungen und der Text wurden von Lothar Schumann und Claus Lorenzen im Buchdruckverfahren auf den historischen Maschinen im Hamburger Museum der Arbeit auf Lessebo natural (150 und 200 g/m") gedruckt. Die Magnesium-Ätzungen für den Buchdruck fertigte die Fa. Klausmann-Repro in Lahr, die Fadenheftung von Hand übernahm Monika Lorenzen.

Fr, 28.12.2018

Farbholzdruck zu Gedichten von Reiner Kunze, Poetische Miniaturen XI, "Die luft der trottoire/ vibriert vom geläut / der kurzen glocken"

PF 2019

"luft der trottoire"
auch 2019

Mi, 26.12.2018

miley - Zeitstrom, 2018

PF 2019

... der willkürliche Wechsel der Jahreszahl - eine menschgemachte Zäsur im ZEITSTROM. Diese Größe "Zeit" bleibt ein Mysterium, etwas ungreifbares und noch weniger Abbildbares. Es dennoch zu versuchen ist vielleicht Trotz um ein Zeichen zu setzen, nicht im ZEITSTROM zu versinken ...
(miley)

Di, 25.12.2018

E. Hartwig 18-19 12/2018 Kaltnadelradierung 54x107 cm

Frohe und gesunde Weihnachtstage ...

Kalt ist´s, erste Schneeflocken tanzten nachts und Glühwein duftet in der Weihnachtszeit.

Frohe und gesunde Weihnachtstage,
einen angenehmen Jahreswechsel
sowie einen Guten Start ins Neue Jahr 2019

(Eberhard Hartwig)

Mo, 24.12.2018

Allen Pirckheimern ein Frohes Fest

Ey
Alter!
Was geht?
Was guckstu?
Was druckst du?
Was steht zu Buche?
Was haben wir gebucht?
Wohin soll die Reise gehen?
Mit Breydenbach ins Heilige Land
oder mit dem Narrenschiff nach Utopia?
Navigatio Brendani oder Gulliver´s Travels?
Zur Insel der Glückseeligen? Zum Mittelpunkt der Erde?
___________________
Laus Stultitiae
oder
Scala intellectus?

Sa, 22.12.2018

PF 2019

Es gibt gute Gründe, (sich) auf eine Bank zu setzen.
Geld mehren, rasten, träumen, beobachten, seinen Horizont erweitern, Pläne schmieden.
Wichtig ist nur, was man daraus macht! ...

(aus einem Weihnachtswunsch und Neujahrsgruß von Katrin und Ralph Aepler)

Fr, 21.12.2018

PF 2019

Um die Vorderseite (Abb.) ranken sich zwei Geschichten, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen .• Vor einiger Zeit erhielten wir einen Anruf. Eine Dame berichtete am Telefon, die Werbeagentur, in der sie tätig war, habe ihre Arbeit eingestellt. Übrig geblieben seien nur vier, fünf Kartons mit Fachbüchern: Typographie, Schrift etc. Niemand habe Interesse daran, aber bei uns wären sie doch gut aufgehoben. Einzige Bedingung: Abholung! Die Sichtung förderte zwei Musterbücher zutage, keine Schriftmusterbücher, sondern solche für Messinglinien, herausgegeben von der Firma Berthold in Berlin (1894) und der fast unbekannten »Berliner Messinglinien-Fabrik Aktiengesellschaft« (1891), die zwei Jahre später mit Berthold vereint wurde. Welche Raritäten! • In diesem Jahr nun, und das ist die zweite Geschichte, wurde uns das Glück zuteil, diese phantasievollen Ornamente nicht nur auf Papier vor uns zu haben, sondern als reale, zum Druck verwendbare Messinglinien. Den Schatz, er präsentiert sich auch in einem richtigen »Schatzkästchen«, verdanken wir Christa Frohburg, als sie die 1842 gegründete Buchdruckerei Roßberg in Frankenberg nicht weiter fortführen wollte. Ganz lieben Dank an Frau Frohburg .• In gleicher Weise gilt unser Dank Gudrun Zapf-von Hesse für eine frühe Kniehebelpresse von Christian Dingler. Sie stand im Arbeitszimmer ihres Mannes, die sie an uns weiterreicht im Sinne der freundschaftlichen Verbundenheit mit Hermann Zapf über viele Jahrzehnte. Sie wurde eingeweiht auf dem letzten Schriftenfest mit dem Text von Beatrice Ward: » This is a Printing Office « gesetzt in der seltenen »Spectrum« .• Wie 2017 haben auch dieses Jahr Mitarbeiter der Sächsischen Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek (SLUB) uns besucht, um die Atmosphäre, den typischen Duft, einer traditionellen Buchdruckerei zu erleben. 
(SchumacherGebler)

Do, 20.12.2018

Betrachtungen zu Weihnachten 2018

Was ist geschehen? Ein Engel soll Maria die Botschaft gebracht haben und die Folgen feiern wir dann Weihnachten seit gut zweitausend Jahren.

Was ist noch geschen? Sehr vieles in der kleinen Welt und bei uns zu Hause. Täglich erreichen uns mehr schlechte Botschaften als gute. Man könnte ja das Schlechte ausschalten, wegbeamen. Augen zu und durch - eben sportlich. Das ist nicht die Lösung. Welche aber dann? Wir haben ja auch gemerkt, dass nicht einmal Bildung hilft, wenn in uns "der alte Adam", Bruder Kain, das Ego je druchkommt. Und doch. Die frohe Botschaft kann nicht sein, weg mit alledem. Denn wenn wir Menschen schon mit unserer religio = "Rückbindung" und mit Bildung so sind, wie wir sind. Wie wären wir aufgestellt, hätten wir all die Kulturleistungen, die Aufklärung nicht?
Es gibt also diese "Engel" in der Welt. Und bei meinen Engelprojekten der letzten Jahre ist mir der Satz begegnet: "Einen Engel erkennt man erst, wenn er gegangen ist."  Dies zu wissen, kann doch aber helfen, positiv zu denken.

Was ist zusätzlich geschehen? Durch die digitalen Möglichkeiten sind die p.f.- Grüße mit der kleinen Originalgrafik zum Neuen Jahr in Größenordnung weggefallen. Das ist schon ein Stück Kulturverlust.

Frohe Weihnachten wünschten und auf ein gutes aufgeklärtes Jahr 2019 hoffend
grüßen
Armin und Barbara Schubert

So, 16.12.2018

Ich wollte doch eigentlich nur Maler sein

Eine Ausstellung in München zeigt Paul Renner, der als Erfinder der Schrift „Futura" bekannt ist, von anderen Seiten. Entdeckt werden kann er als Buchgestalter, als Maler oder politisch handelnder Zeitgenosse. Seine Biographie ist eng mit der Stadt München verbunden: Er studierte an der Akademie der Künste und der Debschitz-Schule, gestaltete unzählige Bücher für den Münchner Georg Müller Verlag und leitete die Meisterschule für Deutschlands Buchdrucker. In den 1920er Jahren trat er mit Thomas Mann öffentlich gegen den aufkeimenden Nationalsozialismus auf. Sein kritischer Text „Kulturbolschewismus?" von 1932 führte dazu, dass seine Schriften auf die Liste der verbotenen Bücher gesetzt wurden. 

Die Ausstellung ist ein Projekt von Studierenden des Instituts für Deutsche Philologie unter der Leitung von Prof. Dr. Waldemar Fromm (Arbeitsstelle für Literatur in Bayern) und Laura Mokrohs (Zentrum für Buchwissenschaft) in Kooperation mit der Bayerischen Staatsbibliothek, der UB der LMU München und der Typographischen Gesellschaft München.

Ausstellung: 15. Januar bis 26. April2019

UB der Ludwig-Maximilians-Universität München
Ausleihhalle, Geschwister-Scholl-Platz 1

Sa, 15.12.2018

Titel: Franz Stassen

Blütenlese

Präsentation der Neuerwerbung von Jugendstilbucheinbänden der Sammlung Dr. Graham Dry

Zu den bedeutendsten Erwerbungen der Staatsbibliothek zu Berlin im Jahr 2018 gehört die Sammlung von Jugendstileinbänden aus dem Besitz von Graham Dry. Der aus England kommende, in München lebende Kunsthistoriker hat jahrzehntelang intensiv die Zeit des Jugendstils, dessen Künstler und deren Ausdrucksformen erforscht und diese einzigartige Sammlung geformt. Die mehr als 11.000 von ihm zusammengetragenen Bücher geben einen faszinierenden Einblick in die Vielfalt des künstlerischen Schaffens jener Jahre und sind zugleich eine wahre Fundgrube, nicht nur für Kunsthistoriker. Die Sammlung Dry ergänzt den bereits in Berlin vorhandenen hervorragenden Bestand auf trefflichste Weise, zumal die Bände von herausragender Qualität sind. Charakteristische Beispiele werden von Ingeborg Becker, der ehemaligen Direktorin des Bröhan-Museums und ausgewiesenen Jugendstil-Expertin, in Wort und Bild erläutert.

Eine Vitrinen-Präsentation zeigt Originale der Sammlung.

10. Januar 2019, 18 Uhr, Grußworte: Barbara Schneider-Kempf, Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin und Graham Dry, Kunsthistoriker
Vortrag: Ingeborg Becker
Um Anmeldung bis zum 7. Januar wird gebeten: events (at) sbb.spk-berlin.de

Staatsbibliothek zu Berlin - PK
Wilhelm-von-Humboldt-Saal, Unter den Linden 8, 10117 Berlin

Fr, 14.12.2018

Umschlaggestaltung für den BBA, © Edition Schwarzdruck

Jahresgabe des BBA

Heute ist der Tag der Affen. Und just am heutigen Tag lese ich in einer Rezension Über die Zucht und Pflege des Affen: "... Nur das wollen wir bemerken, daß Jedermann, der sich bisher einen Zeisig, Mops, Laubfrosch oder Ameisenlöwen gehalten hat, nach Lesung dieses Büchleins zu dem viel leichter zu erziehenden und viel mehr Unterhaltung gewährenden Affen übergehen wird." Der Rezensent ergänzt: "Für alle Herren, welche die Flasche lieben, eine Festgabe, die ihnen Thränen der Rührung in die Augen zaubern wird", wozu der Hrsg. des Büchleins anmerkt, dass hier "... in camouflierender Weise auch die Folgen der Alkoholintoxikation (veisalgia) [gemeint seien], die heutzutage gemeinhin mit dem Wort ´Kater`bezeichnet werden."

Gefunden habe ich diese in der von Ulrich Goerdten herausgegebenen Jahresgabe des BBA Bücher, die die Welt noch braucht. Anzeigen und Rezensionen des Kladderadatsch von 1872 bis 1907. Damit setzt diese Sammlung die Reihe fiktiver Bibliographien fort, die seit der frühen Neuzeit Sammler und Buchkundler erfreut haben. "Zwei Register, Anmerkungen, ein Literaturverzeichnis und ein informatives Nachwort geben dem Buch jene Seriosität, auf die seine künftigen Leser Anspruch zu erheben sich berechtigt fühlen dürfen." (Umschlagtext)

Das Buch, von Marc Berger gestaltet, gesetzt und verlegt und im Schaltungsdienst Lange gedruckt und gebunden, wurde in einer Teilauflage von 70 Exemplaren mit einem entsprechenden Eindruck und eigenem Umschlagtitel für den BBA herausgegeben, der Großteil der Auflage kann jedoch über den Buchhandel auf den Gabentisch eines jeden Bücherfreundes gelangen.

Bücher, die die Welt noch braucht
Anzeigen und Rezensionen des Kladderadatsch von 1872 bis 1907

zusammengetragen, herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Ulrich Goerdten

Edition Schwarzdruck 2018, 160 Seiten
ISBN: 978-3935194952

Do, 13.12.2018

Foto © Abel Doering

Letzter Berliner Bibliophilen Abend 2018

Zum letzten Mal im Jahr 2018 traf sich der Berliner Bibliophilen Abend, schon traditionell, in der Wohnung von Ulrich Goerdten und Dr. Susanne Rothe.

Neben Kuchen, Tee und Kaffee, Häppchen und Wein, neben den üblichen Vorstellungen der schönsten Neuerwerbungen des letzten Jahres, gab es Neues. Till Schröder präsentierte die im Januar neu im Netz stehende überarbeitete Internetpräsenz des BBA, ein eindrucksvoller Neustart dieser inzwischen in die Jahre gekommenen Seite.

Ulrich Goerdten stellte die diesjährige Jahresgabe des BBA vor, den von ihm herausgegebenen Titel "Bücher, die die Welt noch braucht" mit Anzeigen und Rezensionen des Kladderadatsch von 1872 bis 1907 auf Bücher, die es nie gegeben hat, ein bibliophiler, humorvoller und vor Allem intellektueller Leckerbissen, der, in der Edition Schwarzdruck verlegt, in einer Teilauflage der Buchhandelsausgabe für den BBA mit individuellem Cover versehen wurde. Auf diesen Titel, der unter keinem Gabentisch eines Bibliophilen fehlen sollte, wird an dieser Stelle nochmals gesondert hingewiesen.

Der Kreis der Teilnehmer hielt sich in Grenzen, trotzdem konnten erst gegen Mittenacht die beiden Kerzen im Adventskranz gelöscht werden. Ein Zeichen dafür, dass sich im BBA nicht nur Liebhaber der Berliner Buchkunst, sondern Berliner Freunde im Bibliophilen zusammenfinden. 

Mo, 10.12.2018

Tagebücher 1978 - 1989

Die Tagebücher von Harald Kugler, so betont er, werden das letzte Buch aus seiner Feder sein. Angefangen im 27. Lebensjahr beschreiben sie sein Leben in einem anderen Land und behandeln eine Zeit, lange bevor er Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft wurde. Petra Liermann sagt im Vorwort zu diesem Buch: "Ein sehr zu empfehlendes Buch, in dem sich nicht nur Autoren wiederfinden werden, sondern das gerade in der heutigen Zeit die Unterschiede erklären kann, die immer noch eine scheinbar unüberwindbare Grenze zwischen Ost und West ziehen."
Leider fand sich kein Verlag für diese Publikation, ein bedauernswerter Umstand, denn sie ermöglicht einen selbstbewussten, teils recht intimen, aber auch politisch aufgeschlossenen Einblick in das Alltagsleben und das Denken eines untergegangenen Landes.

Harald Kugler - Wie einer wird, was er ist. Tagebücher 1978 - 1989
Privatdruck 2018
brosch., 382 Seiten, 7 teils farbige Abb.
 

AdA 4/2018

Mitglieder der Maximilian-Gesellschaft für alte und neue Buchkunst und Abonnenten fanden heute das Heft Aus dem Antiquariat 4/2018 in ihrem Briefkasten.

Darin auch das Rundschreiben 182 der Gesellschaft mit zwei vergnüglich zu lesenden Texten aus Louis -Sébastien Mercier. Bücher, Literatur und Leser am Vorabend der Revolution, übers. von Wulf D. von Lucius.

Im Heft finden sich dann u.a. ein Bericht über eine Ausstellung mit Künstlerbüchern von Wolfgang Buchta in Wolfenbüttel und ein ausführicher Artikel von Hans Altenheim unter dem Titel "Rückkehr der Moderne: Heinz Schöffler (1921-1973)". Ein Beitrag zur Kultur der frühen Bundesrepublik. Selbstverständlich finden sich die üblichen Kategorien wie Katalogbesprechnungen, Rezensionen und Nachrichten. Unter der Rubrik Antiquariat auch ein Bericht von Björn Biester über die Rare Books & Fine Art Frankfurt, an der auch die Pirckheimer-Gesellschaft teilnahm, die mit den Worten schließt: "Ob die Veranstaltung im Oktober 2019 ... überhaupt noch einmal zustande kommt, das steht derzeit in den Sternen."