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Schönste Bücher

Pirckheimer-Blog

Schönste Bücher

So, 30.06.2019

Katrin Stangel, Die Riesin , Farblithografie von 4 Steinen gedruckt, Bütten 59,4×42 cm, Auflage: 30 Exemplare, signiert, nummeriert

Katrin Stangl – Grafik und Buchkunst

Die Berliner Büchergide Buchhandlung zeigt Original-Grafik und Buchkunst von Katrin Stangl.

Katrin Stangl, Meisterin der Druckgrafik, geboren 1977, studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und war dort Meisterschülerin von Volker Pfüller. Für die Büchergilde entwarf sie zahlreiche Buchcover, gestaltete das Tolle Heft 26 und illustrierte Fahrenheit 451 – wofür sie beim Wettbewerb „Schönste Bücher aus aller Welt“ mit der Bronzemedaille ausgezeichnet wurde – und „Bonjour Tristesse“ von Francoise Sagan. Außer den eindrucksvollen Grafiken, die im Artclub erschienen sind, entwarf Katrin Stangl für die Büchergilde zahlreiche Buchcover und illustrierte Bücher. Katrin Stangl erhielt zahlreiche Preise, unter anderem den Hans-Meid-Förderpreis und den Birkner-Preis für Illustration. Seit 2009 unterrichtet sie an der Fachhochschule Mainz. Ihre Arbeiten sind in Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen.

(Johanna Binger)

Ausstellung: 8. Juli - 28. September 2019

:Büchergilde Buchhandlung am Wittenbergplatz
Welserstr. 28, 10777 Berlin

Mi, 26.06.2019

wiedergelesen: Boccaccios Dekameron

Wiedergelesen ist eigentlich zuviel gesagt, wieder angeschaut trifft es wohl eher.

Vom Dekameron gibt es bekanntlich nicht nur eine illustrierte Ausgabe, seien es die der unbekannten Holzschneider der venezianischen Ausgabe von 1492 oder der von 1602, seien es die Illustrationen in unterschiedlichsten Techniken von Lucian Zabel, de Brunelleschi, Hilde Schlotterbeck, Grandville, Tony Johannot, Nanteuil, Mac Harshberger, Louis Chalon, F.v. Bayros, Gravelot, Bouchet u. Eisen, Gerd Grimm, Friedrich Hechelmann, Fritz Kredel, Fritz Richter, Guido Somare, A. Grunenberg, Werner Kann, G. Schmedes, Eduard Prüssen, Hans-Joachim Walch und vielen anderen.
Die Ausgabe, die mir wieder in die Hände fiel, sticht jedoch aus der Menge hervor, auch wenn sie in der Auflistung wichtiger Boccaccio-Ausgaben auf Wikipedia fehlt, obwohl deren Illustrator Werner Klemke (1917 - 1994) von der italienische Stadt Certaldo, dem Geburts- und Sterbeort Giovanni Boccaccios, für diese Holzstiche 1975 mit der Ehrenbürgerschaft geehrt wurde - ein durchaus seltener Vorgang für einen DDR-Künstler zu Zeiten des Kalten Krieges.

Werner Klemke schuf für die DDR-Originalausgabe weit mehr als 100 Holzstiche, gut 100 wählte er dann für den Band aus. Es ist jedoch nicht die Edition des Aufbau-Verlags Berlin von 1958, zwei Bände im Schuber, seinerzeit als eines der Schönsten Bücher der DDR ausgezeichnet, die mir heute in die Hände fiel, diese ist, vermutlich verborgt, den Weg der vielen verliehenen Bücher gegangen, es ist auch nicht die 1985 in der Büchergilde Gutenberg Frankfurt am Main, Olten und Wien in Lizenz erschienene Ausgabe, sondern ein weiterer Nachdruck, ebenfalls zweibändig im Schuber, der bei Jokers derzeit stark im Preis gesenkt angeboten wird, 2015 für die Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG) Darmstadt verlegt bei Lambert Schneider, einem Imprint der WBG. Und es sei hinzugefügt: Ausstattung, besseres Papier und gediegener Druck lässt gegenüber der Originalausgabe von vor über 60 Jahren an nichts zu wünschen.

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Di, 18.06.2019

Schönste Deutsche Bücher 2019

In der Berliner Buchhandlung „ocelot, not just another bookstore“ fand gestern die Weltpremiere des „Förderpreis(es) für junge Buchgestaltung“ sowie die Verkündung der „Schönsten Deutschen Bücher 2019" durch die Stiftung Buchkunst statt!
Aus 682 Einsendungen haben zwei Expertenjurys die 25 Schönsten Deutschen Bücher 2019 ausgewählt, unter den 5 Büchern in der Rubrik Allgemeine Literatur auch den von Kat Menschik gestalteten und im Verlag Galiani Berlin erschienenen Titel "Edgar Allan Poe - Unheimliche Geschichten".
Bis zum 6. September bleibt es trotzdem spannend: Wer den "Preis der Stiftung Buchkunst" bekommt, wird erst im Rahmen der Preisverleihung in Frankfurt am Main verkündet.

Mi, 20.09.2017

Anmerkung zur Anmerkung von Martin Z. Schröder

Affig? Lieber Herr Schröder, so kenne ich Sie ja gar nicht! Welche Laus ist Ihnen denn da nachts über die Leber gelaufen? Die schönsten deutschen Bücher 2017 sind also alle gräßlich? Und sehen langweilig aus? Keine Lust auf die Inhalte? Dann verpassen Sie was ...

Als kritischer Geist die Fahne der Typografie- und Buchkultur hochzuhalten, ist verdienstvoll. Allerdings frage ich mich: Waren Sie bei der Preisverleihung am 14. September im Frankfurter Museum Angewandte Kunst? Haben Sie einige der Bücher in Händen gehalten?

Wohl kaum. Zum Beispiel zeichnen sich alle Bücher der Kategorie 1 (Allgemeine Literatur) schon einmal durch wunderbare Papiere aus. Paul Auster, Tilman Rammstedt – zwei äußerst lesefreundlich gestaltete und auch lesenswerte Romane, letztgenannter dem Inhalt entsprechend differenzierter gestaltet, Grundschrift ist die robuste Franziska; wenn Sie die Anspielungen auf die 1970er Jahre auf Umschlag und Einband nicht mögen, sei’s drum (das führt allerdings direkt ins Buch hinein) – Sie verpassen eine toll erzählte, turbulente Geschichte mit einem inhaltlichen und einem gestalterischen Clou am Ende. Dann die Voltaire-Texte inklusive ausführlichem Nachwort, die im neu gegründeteten Verlag Das kulturelle Gedächtnis erschienen sind – allesamt lesenswert für vielseitig interessierte Zeitgenossen, wie übrigens auch die anderen Titel des Verlages. Der bedruckte Einband verführt geradezu zum Anfassen und Lesen.
Formate, Gestaltung, Inhalte – die Vielfalt ist enorm. Ob „Der Harburger Binnenhafen“, eine handliche Klappenbroschur für 5 Euro, oder der Bildband „Im eisigen Weiß“ mit berückenden Fotos und zurückgenommener Typo für 68 Euro – auch die preisliche Bandbreite ist groß. Ich jedenfalls bin von diesem Jahrgang begeistert.
Sie müssen den Wettbewerb nicht mögen und auch nicht die ausgezeichneten Bücher, jedoch ist mir Ihre Kritik zu pauschal und oberflächlich. Anzudeuten, dass die Einschätzung auch anders ausfallen kann, ist mir jedenfalls ein Anliegen.
Auf der Frankurter Buchmesse (Stiftung Buchkunst in Halle 4.1) können alle Buch- und Literaturliebhaber die ausgezeichneten Titel wie auch die Short- und Longlist-Titel selbst in Augenschein nehmen. Die Einladung gilt ...

(Silvia W. Werfel)

Di, 19.09.2017

Schönste Bücher - eine Anmerkung

Wenn man sich diese triste Sammlung eines vollkommen unkritischen sog. Fachmagazins anschaut, kann man kaum glauben, daß es eine Auswahl von Büchern ist, die wegen ihrer Schönheit prämiert wurde. Das eint diese Bücher: Sie sind angeblich die fünfundzwanzig schönsten des Jahres 2017. Abgesehen davon, daß ich keines dieser Bücher lesen will, weil sie so langweilig und nichtssagend ausschauen, so fällt mir vor allem auf, daß fast alle, nicht nur der Siegertitel mit dem Affen, irgendwie affig wirken. Das betont Handgemachte, also richtig mies und schwer leserlich gekrakelte Schriften, auch als Imitat (also eine Satzschrift, die so tut, als sei sie geschrieben) – als sei handgemachte Arbeit gesetzmäßig krumm und schief, brrr! –, das naiv Dümmliche, ebenso aber auch das Naive an sich, nämlich die serifenlose Schrift, vor allem solche, die ein bißchen auffällig gemacht wurden durch Extreme wie feinste Linien oder Verzerrungen oder willkürliche und überflüssige Verzierungen, werden besonders goutiert. Eine Sammlung von Büchern von zwei oder drei Design-Maschen. Ein bißchen Zitat, ein bißchen Retrospektive, ein bißchen Verzierungen, aber in der Anlage sind alle diese Umschläge vollkommen innovationsfrei. Werbeagenturkram. Der Durchschnitt von dem gedankenlosen Zeug, das in unseren Buchhandlungen herumliegt und den schlechten Geschmack der Buchhandelsvertreter aus den Verlagen spiegelt. »Schönste Bücher« – wenn es nicht so trübselig wäre, wäre es wenigstens ein lahmer Witz. Gräßlich. Man wird übrigens auch in keinem deutschen Feuilleton eine Kritik dazu finden, denn die Form des Buches ist dem Feuilleton ebenso schnurzpiepe wie den sog. Fachmedien. Es ist deshalb in dieser Hinsicht inkompetent. Auch gräßlich. Es lebe das Antiquariat. Aber auch die Kleinverlage, die sich an dem affigen Wettbewerb nicht beteiligen (er kostet Gebühr) und wirklich gute Bücher machen, sie leben hoch!

(Martin Z. Schröder)

Klemke illustriert Brecht

Die Bitten der Kinder

Die Häuser sollen nicht brennen.
Bomber sollt man nicht kennen.
Die Nacht soll für den Schlaf sein.
Leben soll keine Straf sein.
Die Mütter sollen nicht weinen.
Keiner sollt töten einen.
Alle sollen was bauen.
Da kann man allen trauen.
Die Jungen sollen`s erreichen.
Die Alten desgleichen.

Bertolt Brecht (1951)

Abb. 1 zeigt die 1. Aufl. Unsere Fibel. Autorenkollektiv. - Berlin: Verlag Volk und Wissen. 1974. - 111(1) S. - 27,5 x 18,8 cm. - iOPp.
Abb. 2 dass. 2 Auflage: 1975.

Gefunden im Katalog Schönste Bücher 1974 (DDR), S. 37: Illustrationen und Ein­band: Werner Klemke. Schreibschrift: Renate Trost. Auflage: 300.000. Schrift: Gill-Grotesk (Monophoto). Pappband. 112 Seiten mit 140 Bildern.

Mo, 18.09.2017

Wer ist das schönste Buch im Land?

[ ... ] 727 Titel wurden zum Wettbewerb der »25 schönsten deutschen Bücher 2017« eingereicht, der im Juli entschieden wurde. Aus diesen Preisträgern wiederum wurde jetzt der »Preis der Stiftung Buchkunst« vergeben, der das schönste deutsche Buch auszeichnet.

Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung fiel auf den Bildband »A.R. Penck. Rites de passage«, der von dem Pariser Grafikdesigner SpMillot gestaltet wurde. Damit gewann im zweiten Jahr in Folge ein Buch, das im Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln, erschien. [ ... ]

(Sabine Danek in page)

... weiterlesen auf page-online

Di, 04.07.2017

Die 25 »Schönsten deutschen Bücher« 2017 stehen fest!

Katharina Hesse, Geschäftsführerin der Stiftung Buchkunst: »Wir freuen uns, nach über 60 Stunden des Austauschs, der Diskussion und der leidenschaftlichen Debatte, unsere 25 Schönsten präsentieren zu können. Ob opulenter Bildband, Roman, schmaler Reiseführer oder Bilderbuch – herausragende Buchgestaltung ist in allen Sparten und Genres zu finden. Wir zeichnen Bücher aus, bei denen sich Gestaltung und Inhalt aufs Beste verbinden und die Gesamtwirkung überzeugt. Ein Trend begleitet uns auch 2017: Der Farbschnitt schmückte zahlreiche Einsendungen. Und er wird immer bunter und ausgefallener. Auffällig oft wurden außerdem die Farben Rot und Schwarz in der Gestaltung verwendet. Dies spiegelt sich auch bei unseren Ausgezeichneten wider.«

Der mit 10.000 Euro dotierte »Preis der Stiftung Buchkunst« wird am 14. September 2017 im Rahmen der feierlichen Preisverleihung in Frankfurt am Main bekannt gegeben. Er wird von einer dritten Jury aus den 25 »Schönsten deutschen Büchern« ausgewählt.

weitere Informationen: Stiftung Buchkunst

Do, 09.03.2017

Werner Klemke ill. Hans Christian Andersen

Anna Thalbach liest »Märchen von Hans Christian Andersen«
Mit einer Ausstellung ausgewählter Originalzeichnungen von Werner Klemke

Die erstmals 1962 im Berliner Kinderbuchverlag erschienene Ausgabe der »Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm«, illustriert von Werner Klemke, wird seither von Generationen von Kindern geliebt. 1963 als »Schönstes Buch des Jahres« ausgewählt, sollte sie Klemkes erfolgreichstes Werk werden. Weniger bekannt war bisher, dass er, einer der vielseitigsten und versiertesten Buchkünstler der DDR, sich in den 1970er Jahren auch mit der Bilderwelt Hans Christian Andersens auseinandersetzte. Ob »Das Feuerzeug«, »Des Kaisers neue Kleider«, »Der Schweinehirt« oder »Der Schatten« - Klemke erschuf dazu Illustrationen in Pastelltönen, mit Tusche, in schwarz-weiß, mal filigran-detailliert, mal romantisch, mal mit frechen Anspielungen auf seine Zeit, doppelbödig und charmant. Der Beltz Kinderbuch Verlag fördert diesen Schatz nun wieder zutage und legt zum 100. Geburtstag des Altmeisters Werner Klemke die von ihm illustrierten Märchen in einer Übersetzung von Albrecht Leonhardt vor. Das Vorwort schrieb Matthias Haberzettl.

Lesung: 25. März 2017, 16 Uhr

Haus des Buches
Literaturhaus Leipzig

Mo, 23.01.2017

Ein Buch, das nicht nur im Dunkeln leuchtet

Buchpremiere mit Kat Menschik zur Neuerscheinung: »Die Bergwerke zu Falun« von E.T.A. Hoffmann
Der alte Bergmann verheißt nicht nur dem jungen Matrosen Elis Fröbom eine glänzende Zukunft in den Bergwerken zu Falun, sondern zieht auch den Leser in seinen Bann und hinein in dieses Buch, in dem der Klassiker auf jeder Seite in neuen Facetten funkelt. Kat Menschik greift in ihren Illustrationen der Erzählung von E.T. A. Hoffmann die bildgewaltige Sprache des Dichters auf und entfaltet in märchenhaft schönen und zugleich schauerlichen Bildern eine ganz eigene Vorstellung von den Bergwerken zu Falun. Ihr Blick auf Details setzt neue Akzente in der bekannten Geschichte.
Ihre Interpretation der Bergwerke zu Falun ist nach Shakespeares Romeo und Julia (2016) und Kafkas Ein Landarzt (2016) der dritte Teil einer Reihe, in der sie Werke der Weltliteratur und persönliche Lieblingstexte in Szene setzt.
Zahlreiche Bücher von Kat Menschik bekamen Auszeichnungen als schönste Bücher des Jahres.

Buchpremiere: 16. Februar 2017, 20 Uhr

Buchlokal
Ossietzkystraße 10, 13187 Berlin

Fr, 16.12.2016

Fünf Jahrzehnte Schönste Bücher

Dieser Titel hätte selbst Beachtung als Schönstes Buch finden können: Der Jubiläumsband zu fünf Jahrzehnten Schönste Bücher: "50 Jahre Stiftung Buchkunst".
Vorgestellt wird das Wirken der Stiftung Buchkunst, die seit Gründung im Jahre 1966 die "Schönsten Bücher" kürt, ein Wettbewerb, der bis dahin nach einem auf drei Jahre begrenzten Start von der Deutschen Buchkunststiftung (1930 - 1932) und später vom Börsenverein (ab 1951) und in der DDR vom Leipziger Börsenverein (ab 1952) ausgerichtet wurde. 6 Monate vor dem Beitritt der DDR wurde dann in Wiesbaden beschlossen, dass die Stiftung Buchkunst diesen Wettbewerb für das Gesamtgebiet der BRD und der DDR ausschreibt.
Fotos: Abel Doering
Der von Hans-Heinrich Ruta gestaltete Jubiläumsband stellt auf 240 Seiten 50 Jahre Arbeit für das schöne Buch der Stiftung Buchkunst (und damit ausschließlich für die damalige BRD) ab 1966 vor, jedes Jahr auf zwei Doppelseiten, eine zeigt den jährlichen Katalog mit Informationen zu dessen Gestalter und ein Zitat aus dem jeweiligen Jahr. Auf der zweiten Doppelseite ein Blick in den Katalog. Anschließend wird die Ausstellung "50 Jahre - 50 Bücher" vorgestellt, die aus jeweils einem prämierten Buch der vorangegangenen 50 Jahre aus der BRD zusammengestellt wurde und die von Oktober bis Dezember 2016 in Frankfurt/M. zu sehen war.
Begrüßenswert wäre, wenn auch eine Auswahl der "Schönsten Bücher der DDR" enthalten wäre - immerhin hatte die DDR-Buchproduktion ein internationales Renommee und nach einem viertel Jahrhundert sollte nicht ganz unberücksichtigt bleiben, dass das Engagement für das schöne Buch nicht nur in der BRD, sondern in ganz Deutschland beindruckende Ergebnisse hervorbrachte.
Der Zusammenstellung geht neben einem Vorwort von Katharina Hesse eine ausführliche Darstellung der Geschichte der "Schönsten Bücher" von Wolf D. v. Lucius voraus, abgeschlossen wurde das Ganze durch einen aussagekräftige Auflistung aller "Bestseller" der "Schönsten Bücher", u.a. von Verlagen, Gestaltern, Papierherstellern bis zu Druckereien.
Das für mich schönste und auch hervorstechendste Merkmal des Bandes ist der ungewohnte Lamello-Einband von Kösel (Altusried) - angenehm in Optik, Haptik und Handhabung. Hierbei wurden einzelne Kartonstreifen verklebt, die mit den Rillen dem Festeinband Flexibilität geben ohne ihn zu brechen, wie auf dem Foto zu erkennen.
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50 Jahre Stiftung Buchkunst
Ein Jubiläumsband zu fünf Jahrzehnten Schönste Bücher und zur Sonderausstellung 2016
(Der von
Kösel GmbH gestiftete Band ist vergriffen)

Fr, 14.10.2016

50 Jahre Stiftung Buchkunst

Schöne Bücher! Die Stiftung Buchkunst (Frankfurt/M, Leipzig) feiert 2016 ihren 50. Geburtstag! 50 Jahre Einsatz für das schöne und schönste deutsche Buch, für Bücher, die hervorragend in Konzeption, Gestaltung und Produktion sind. Gefeiert wird auf der Frankfurter Buchmesse mit einem Jubiläumsprogramm, mit einer limitierten Jubiläums-Festschrift und einer Frankfurter Sonderausstellung mit prämierten Bücherperlen der letzten fünf Jahrzehnte.
Mit der Geschäftsführerin der Stiftung Buchkunst, Katharina Hesse, sprach hr2 über fünf Jahrzehnte deutsche Buchproduktion, über längst vergessene Trends der Buchgestaltung, zeitlose Meisterwerke und die Visionen von morgen. Das fast 7minütige Interview kann durch Klick auf die Abb. aufgerufen werden.
(© hr2, 13.10.2016)

Mi, 05.10.2016

Werkstattgespräch mit Hans Ticha

Karel Čapek: „Der Krieg mit den Molchen“

Was hat dieses Buch für eine Geschichte! Als das Buch 1956 erstmalig in der DDR erschien, las der 15-jährige Schüler Hans Ticha im Werbeheft des Aufbau Verlages einen Auszug des Textes – die Szene im Londoner Zoo, die bei einem Werkstattgespräch in der Büchergilde Frankfurt/M die Schauspielerin Ruth Klapperich lesen wird. Ticha war so begeistert, dass er, der schon als Jugendlicher viel zeichnete, beschloss, das Buch zu illustrieren.
Es vergingen bis dahin noch etliche Jahre – aber 1974 legte der Künstler dem Aufbau Verlag als (an sich unübliche) „Initiativbewerbung“ die ersten Skizzen vor. „Schon“ 5 Jahre später kündigte der Verlagsleiter an, man wolle trotz weiter Verbreitung des Textes in der DDR das Illustrations-Projekt realisieren. 1980 lieferte Ticha über 100 Illustrationen ab. Die lagen dann weitere 6 Jahre im Aufbau Verlag, bis auf Drängen der Druckerei 1987 das Buch erschien – gedruckt in 8 Farben (normal sind 4 …) und mit ganz eigentümlicher Typografie, die auch Ticha entwickelt hatte. Gegen heftigen Widerstand etlicher Jury-Mitglieder wurde das Buch unter „Die schönsten Bücher der DDR“ gewählt.
Ein dreiseitiges Interview mit Hans Ticha zu „Der Krieg mit den Molchen“ findet sich im aktuellen Büchergilde-Magazin, Nichtmitgliedern der Büchergilde wird auf Anfrage gern ein Exemplar zugesandt. Das macht schon Appetit auf die Geschichten rund um dieses Buch, z. B. die von dem Englischen Lord, der etliche Originalzeichnungen des Buches gekauft hat. Alles, was noch an Original-Illustrationen verfügbar ist, zeigen wir in einer kleinen Ausstellung zum Werkstattgespräch.

è Büchergilde Buchhandlung & Galerie Frankfurt
An der Staufenmauer 9
60311 Frankfurt/M

Mi, 03.08.2016

Buch der schönsten Bücher

2016 wird der Katalog der Stiftung Buchkunst über die Schönsten deutschen Bücher von der Frankfurter Designerin Sandra Doeller gestaltet. Hier ein erster kleiner Einblick in die Entstehung. Der fertige Katalog wird Anfang September in jeder Buchhandlung erhältlich sein!

Mo, 30.05.2016

»Die Schönsten deutschen Bücher« 2016 stehen fest

Heute wurde von der Stiftung Buchkunst die diesjährigen schönsten und innovativsten Bücher 2016 bekannt gegeben.
Im Wettbewerb der »Schönsten deutschen Bücher« wurden 25 »Schönsten deutschen Bücher 2016« ausgewählt. Aus diesen 25 schönsten Büchern wurde nochmals einen einzigen Titel ausgewählt, der »Preis der Stiftung Buchkunst« erhält. Dieser wird am 08. September 2016 auf einer großen Preisverleihung bekannt gegeben.
Mit dem »Förderpreis für junge Buchgestaltung« wurden drei Gewinnertitel ausgewählt. Kriterium für diesen Wettbewerb sind besonders innovative, zukunftsweisende Konzepte zur gestalterischen Weiterentwicklung des Mediums Buch.
In einem Festakt wird der »Preis der Stiftung Buchkunst« am 8. September 2016 im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main bekannt gegeben und verliehen. Dort werden auch alle 25 Prämierten beider Wettbewerbe geehrt und gefeiert. Zeitgleich erscheint ein durchgängig bebilderter Katalog mit Juryerklärungen zu allen prämierten Titeln.
Im Anschluss werden die prämierten Titel wieder in vielen Ausstellungen in Bibliotheken, auf Buchmessen im In- und Ausland sowie im Buchhandel präsentiert werden. Auch in diesem Jahr wird unsere Dauerausstellung im Foyer des Literaturhaus Frankfurt weitergeführt. Zudem gibt es anlässlich des 50. Geburtstags der Stiftung eine Sonderausstellung im Oktober, die die letzten Jahrzehnte guter Buchgestaltung Revue passieren lässt und Einblicke in die Stiftungsarbeit gewährt.

... alle prämierten Titel auf der Seite der Stiftung Buchkunst