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Pirckheimer-Blog

Fr, 27.09.2019

"20 sächsische Künstler ...

... aus fünf privaten Sammlungen" werden bis Ende des Jahres im Kunstkeller Annaberg zu sehen sein:

Elisabeth Ahnert, Irene Bösch, Carlfriedrich Claus, Hermann Glöckner, Herta Günther, Hans Heß, Günter Hofmann, Günther Hornig, Fritz Keller, Holger Koch, Annerose Leiter, Osmar Osten, Curt Querner, Dagmar Ranft-Schinke, Otto Sander-Tischbein, Fritz Schönfelder, Andreas Schüller, Klaus Sobolewski, Carl-Heinz Westenburger, Albert Wigand.

Ausstellungseröffnung: 12. Oktober 2019, 17 Uhr
Ausstellung: 12. Oktober - 30. Dezember 2019

Kunstkeller Annaberg
Willischstraße 11, 09456 Annaberg-Buchholz

Do, 26.09.2019

30 Jahre BuchKunstBalance

Das Kunstmuseum Ahrenshoop eröffnet die Winterakademie mit einem Gespräch und der Buchpräsentation des Pirckheimers Henry Günther/BuchKunstBalance, Ribnitz-Damgarten.

Vom ersten Druck der Balance, dem "Gleichmaß der Unruhe" bis hin zum aktuellen Buchprojekt mit Gedichten von Reiner Kunze in den Poetischen Miniaturen spricht Henry Günther über die Entstehung von Künstlerbüchern.

Die Idee, Texte, Typografie und Seitengestaltung, Buch- und Einbandgestaltung, Auswahl der Künstler für die grafischen Arbeiten, Herstellung von handgeschöpften Papieren, Druckformen und Bucheinbänden.

Eine Auswahl von Ausstellungskatalogen und originale Künstlerbücher, wie auch die Buchprojekte der Bücherkinder Brandenburg (siehe Abb.), dokumentieren die Vielfalt der Produktion von originalgrafischen Künstlerbüchern von Henry Günther.

7. Oktober 2019, 18.30 Uhr

Kunstmuseum Ahrenshoop
Weg zum Hohen Ufer 36, 8347 Ostseebad Ahrenshoop

Mi, 25.09.2019

Drucke für die Kunst ...

In der 27. Ausstellung der Eremitage Gransee werden anläßlich des 50sten Geburtstages Arbeiten des Druckers Thomas Siemon präsentiert. Er hat über die Jahre viele feine Sachen gemacht: ambitionierte Handpressendrucke, eine Literaturzeitschrift (in Blei!), Typo- und sonstige Grafiken, an diversen Gemeinschaftsproduktionen mitgewirkt … und ist schon lange einer der besten Hochdrucker in diesem Land. Und wohl kein anderer V. O.-Stomps-Preis-Träger kann sogar auf eine Beteiligung an einer mit dem „Oscar“ ausgezeichneten Produktion verweisen.

Das Publikum darf also gespannt sein. Der Grund für die Terminwahl der Eröffnung wird erst in der vermutlich nicht ganz kurze Rede vom Herrn Berger verraten! Es gibt wie immer Kaffee, Kuchen und Getränk.

Eröffnung: 3. Oktober 2019, 16 Uhr
Ausstellung: 3. Oktober - 24. November 2019

EREMITAGE GRANSEE
Galerie für zeitgenössische Buchkunst und Druckgraphik
Mauerstraße 4A, 16775 Gransee

Di, 24.09.2019

KUNST HEUTE MV

Der Pirckheimer Henry Günther stellt in Ribnitz-Damgarten sein neues Künstlerbuch "Von der Weisheit des Lügners oder vom gottverlassenen Treiben dieser Jahre" vor.

Dieser Einblattdruck aus der Reihe der Poetische Miniaturen ist eine Homage an das Buch "DADA" (1919) von Adolf Knoblauch und Lyonel Feininger.

An Hand des Buches dokumentiert Henry Günthert auch Arbeitsschritte bei der Herstellung von Künstlerbücher.
Zu sehen sind Entwürfe und Druckstöcke der Poetischen Miniaturen, so auch zum aktuellen Buchprojekt mit Gedichten von Reiner Kunze "luft der trottoire".

Ein Höhepunkt der Buchvorstellung wird die Übergabe des originalen Buches "DADA - 1919",  mit einem Holzdruck von Lyonel Feininger, als Dauerleihgabe an das Feininger Kabinett der Galerie im Kloster. Dokumentiert das Buch doch auch die Vielfältigkeit der Künstlerszene Anfang des 20. Jahrhundert, sich in verschiedenen Kunstformen zu betätigen. 

5. Oktober 2019, 15 Uhr

Galerie im Kloster
Ribnitz-Damgarten

AdA 3/2019

Das Heft 3 "Aus dem Antiquariat" ist erschienen. Arnd Hepprich stellt auf 10 Seiten unter dem Titel Ein Name wird Programm, die "Bücher der Neunzehn", 1954 bis 1972 vor. Und in der Rubrik "Exil" schreibt Hans Altenhain Ein Gedenkblatt über den Werner Plaut Verlag 1932 bis 1938.
Sehenswert auch ein Fotobericht über die Ausstellung "DarasHeineWilde & Co. contra Amazon & Zeitgeist. Düsseldorfer Antiquariate in Bedrängnis" mit Fotografien von Hartmut Bühler (in Kooperation mit dem Literaturbüro NRW).
Darüber hinaus enthält das Heft wie gewohnt Katalognotizen, Rezensionen, so über die "Librairie Au Pont de l´Europe" oder über Mirco Schädels "Bibliophilie für Amateure", sowie natürlich Nachrichten, Personalia und Termine.

Interessant übrigens auch zwei beigelegt Werbungen, einmal zu Gustave Flaubert "Der Büchernarr" mit signierten Original-Radierungen von Stephan Klenner-Otto in zwei Ausgaben mit einer Gesamtauflage von 100 Exemplaren, erschienen bei der Pegasus Presse Peter J. Moosbrugger, sowie eine Einladung zur Subskription des E.T.A. Hoffmann-Titels "Die Abenteuer der Sylvester-Nacht" mit 11 Radierungen von Klaus Ensikat, welches bei The Bear Press von Wolfram Benda in 120 Exemplaren in 3 Ausgaben erscheinen wird.

Mo, 23.09.2019

Das Falsche im richtigen Leben

Unter diesem Titel liest Harald Kretzschmar neue Texte mit Seitengedanken zu "Stets erlebe ich das Falsche". Dieser Titel, im 2017 Quintus-Verlag erschienen, war in einer Teilauflage Jahresgabe der Pirckheimer-Gesellschaft 2018. Er bietet ein Kaleidoskop der deutschen Kunst- und Karikaturszene, ein absolutes Muss für alle Liebhaber von Satire und Humor.

25. September 2019, 19 Uhr

Karl-Liebknecht-Haus
Kleine Alexanderstraße 28, Berlin

Die Tet-Bilder aus Dong Ho

wiedergelesen:

Acht Jahre nach ihrer Gründung erschien auf Initiative der Pirckheimer-Gesellschaft die Mappe "Glück und Wohlergehen. Die Tet-Bilder aus Dong-ho" mit 10 farbigen Originalholzschnitten auf Reispapier, montiert auf Pappbögen, die in traditioneller Technik unter Anleitung von Druckern aus Dong-ho in einer Werkstatt des Kunstverlages in Hanoi hergestellt wurden.
Das im Bleisatz gedruckte Vorwort schrieb Rudolf Mayer (1928–2008), unter dessen Leitung im Verlag der Kunst Dresden u.a. auch die hochwertigen Editionen originaler Drucke der eikon Grafik-Presse publiziert wurden.
Die Leinenmappe wurde von Günter Gnauk gestaltet, die buchbinderische Gestaltung lag in den Händen von H. Sperling, Leipzig.
Eine Teilauflage (11-110) der 600 im Verlag der Kunst Dresden herausgegebenen Mappen ging an die Pirckheimer-Gesellschaft.

(vgl. H. Pätzke, Veröffentlichungen und Gaben der Pirckheimer-Gesellschaft und mit ihrer Unterstützung entstandenen Publikationen 1956 - 1991)

Max Ernst, Maximiliana. Typografie Iliazd. Foto: Klingspor Museum (Noch bis zum 24. November sind einige Seiten des Werks in der Ausstellung „Ausdrücklich Schrift“ im Klingspor Museum zu sehen.)

Ilya Zdanevič, genannt Iliazd

Der Poet, Typograph und Buchkünstler Iliazd (1894–1975) spielte seit den 20er Jahren im künstlerischen Milieu von Paris eine außerordentliche Rolle. Mit den größten Künstlern seiner Zeit wie Picasso, Mirò, Max Ernst schuf er herausragende Bücher. In Deutschland ist er weitgehend unbekannt.

Ein Vortrag im Klingspor-Museum von Françoise Despalles wird den russisch-georgisch-französischen Avantgarde-Künstler ausführlich vorstellen.

25. September 2019, 19 Uhr

Klingspor Museum Offenbach
Büsing Palais
Herrnstrasse 80, 63065 Offenbach am Main

SPRACHE UND EIGENSINN

Am 9. Oktober 2019 stellt der Mironde Verlag von Birgit und Andreas Eichler in Zwickau den ersten Band eines geistigen Wanderführers durch Mitteldeutschland mit dem Titel »Von den Minnesängern bis Herder. Sprache und Eigensinn« vor.

"Wir wandern, wir wandern …
Literatur hat als Hintergrund immer auch Landschaft und Geschichte. Burgen und Klöster, Wälder und Städte sind der Erlebnisraum mitteldeutscher Literatur. Sprache und Dichtung wachsen aus geschichtlichen Bewegungen und Veränderungen. Aus solchen Vorgängen leben Texte und Bilder dieses Buches. Daraus entsteht keine Literaturgeschichte, aber Geschichten zur Literatur. Andreas Eichler, promovierter Philosoph, entwickelt dabei eine Philosophie der literarischen Begegnung. Birgit Eichler bebildert diesen Weg, diese Wanderung. Denn das ist der Kern dieser Unternehmung: Eine Wanderung durch das Land und seine Geschichte in Eigensinn und Sprache.
Wir wandern, wir wandern. Bilder erleben wir und die Schönheiten der Sprache. Ein Buch für Leser und Liebhaber des Lesens, der Bücher, der Literatur
."
(Aus dem Geleitwort von Klaus Walther)

9. Oktober 2019, 19 Uhr, um Platzreservierung wird gebeten: 0375 294075 

Zwickauer Antiquariat & Buchladen
Hauptstraße 22, 08056 Zwickau

Andreas Eichler, Von den Minnesängern bis Herder. Sprache und Eigensinn
Mironde Verlag, Niederfrohna 2019
29,90 €
ISBN 978-3-96063-025-8

So, 22.09.2019

Rare Books & Fine Art Frankfurt 2019

Auf der 15. Rare Books & Fine Art Frankfurt - vormals Frankfurter Antiquariatsmesse, ist eine von Detlef Thursch, abooks.de, organisierte internationale Verkaufsausstellung für antiquarische Bücher, Graphiken und Autographen auf der Frankfurter Buchmesse. präsentieren wieder antiquarische Buchhandlungen ihr Angebotsspektrum vom klassischen Antiquariat bis hin zu seltenen Drucken.

Unter den 30 Ausstellern befinden sich neue Teilnehmer, so Babel Books, Bücheretage Bonn, F. von Hellmann, Quaternio Verlag, Claudia Richeter und das Treptower Bücherkabinett. Auch wenn Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft 2019 leider nicht unter den Ausstellern sind, werden die Pirckheimer jedoch in Frankfurt (und auch in Leipzig) präsent sein, denn unsere Gesellschaft hat einen Förderkreis für die Antiquariatsmesse initiiert, was zumindest optisch an den dafür gemeinsam zur Verfügung gestellten Beuteln sichtbar wird.

Zum zweiten mal wird der Messekatalog gemeinsam mit dem zweiteiligen Gemeinschaftskatalog, an dem 31 Nichtaussteller teilnehmen, ausgeliefert. Der Katalog kann gegen eine Schutzgebühr (5 Euro) bei Abooks bestellt werden. Eine Online-Fassung des Gemeinschaftskatalogs findet sich hier..

16. - 20. Oktober 2019

Frankfurt am Main
Halle 4.1 der Frankfurter Buchmesse

Sa, 21.09.2019

Schrift. Choreografie der Zeichen

Eine Ausstellung in Leipzig, auf der neben Arbeiten von Carlfriedrich Claus, Eugen Gomringer, Sabine Golde, Ines von Kettelhodt und anderen natürlich auch Arbeiten von <usus> vertreten sind, wird Positionen zeigen, wie Künstlerinnen und Künstler mittels Zeichen, die Schrift sind, Schrift vermuten lassen, umgehen.

"Heute ist die Verwendung von Schriftzeichen alltäglich und oft auch Gegenstand in den bildenden Künsten. Die hier ausgestellten Arbeiten spannen den Bogen über drei Generationen. Zwei Künstler, über 90 Jahre alt und wegweisend bis  heute – viele KünstlerInnen der mittleren Generation, d. h. Studierende vor etwa 30 Jahren, die mit dem Zeichnen von  Buchstaben, sowie dem Blei- und Fotosatz begannen und später den Computer als Werkzeug zur Gestaltung von Schrift und Text in die Hand bekamen – bis zu den Jüngeren, die selbstverständlich mit digitalen Medien aufwuchsen und immer öfter Lust verspüren, den Radius des analogen Arbeitens zu vergrößern. In der Kunsthalle werden Konfigurationen zu sehen sein, die graphische Verräumlichungen von Schriftzeichen sind und Objekte  als Hommage an den Anfang der Schrift. Schrift als eine Art Gewebe – Text, der Textur wird. 
Künstlerbücher erweitern die Möglichkeiten der Rezeption von Texten. Im Nacheinander des Blätterns vermittelt sich räumlich und haptisch die Entfaltung einer Idee, die handhabbar ist. So werden in der Ausstellung einige ausgewählte Bücher und Objekte zu sehen sein, die mittels Schrift, Form und Materialität eine dem Inhalt adäquate Lesart zeigen. Typografiken, in denen Schrift Bild werden kann und über die Grenzen  der Lesbarkeit hinausgeht. Bis sie wieder abstrakte Zeichen sind.
"

(Sabine Golde)

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, zu dem Ulrike Stoltz gemeinsam mit Christoph Benjamin Schulz ein «Gespräch über die verschiedenen Facetten von Schrift» beigesteuert hat: «Schrift/Raum Raum/Schrift».

Eröffnung: 26. September 2019, 19 Uhr
Ausstellung: 27. September 2019 - 5. Januar 2020

Kunsthalle der Sparkasse Leipzig
Otto-Schill-Straße 4a / 04109 Leipzig

Fr, 20.09.2019

Bodoni präsentiert Fontane-Textmappe

Fontane-Textmappe im Bleisatz und Steindruck – ein Jugendprojekt

In der letzten Woche entstanden in einer der ältesten original erhaltenen, funktionstüchtigen Buchdruckereien der Region, in einem ehemaligen Kuhstall in Buskow in einem Gemeinschaftsprojekt mit Oberschülern der Montessorischule Neuruppin typografische Bleisatzblätter zu Textzitaten von Theodor Fontane, indem ausgewählte, besonders bekannte Textzitate Fontanes typographisch und lithographisch umgesetzt wurden. Die Lithografien wurden in der Steindruckwerkstatt im Museum Neuruppin gedruckt.
Eine großformatige Leinenmappe nimmt die Arbeiten der Schüler auf, die in den nächsten zwei Monaten im Bodoni-Vielseithof gezeigt werden.. 

Vernissage : 2. Oktober 2019, 17 Uhr
Ausstellung: 3. Oktober - 30. November 2019

BODONI-Vielseithof
Buskower Dorfstraße 21-22, 16816 Neuruppin

Heike Herold, Entwurf zum Buch »Das rote Ding«, 2016

Das rote Ding

Gewinnerin des 8. Troisdorfer Bilderbuchstipendiums, ausgewählt unter mehr als 50 Bewerbungen, ist die Kölner Illustratorin Heike Herold mit ihrem Buch »Das rote Ding«.

Heike Herolds Buchprojekt zum Troisdorfer Bilderbuchstipendium überzeugte vor allem durch die Bildidee und ihre sensible, witzige Umsetzung. Die Geschichte, bei der die eigentliche Erzählung in den Bildern stattfindet und nur durch kurze Textpassagen ergänzt wird, handelt von einem Mädchen, das zufällig einen roten Gegenstand im Fluss entdeckt. Schnell ist es davon überzeugt, dass das schwimmende rote Etwas zu einem Wal gehören könnte. Die Passanten hingegen, denen das Mädchen am Flussufer begegnet, assoziieren angesichts des roten treibenden »Dings« ganz andere Lebewesen oder Gegenstände. Das Rätsel um das rote Etwas bleibt ungelöst und lässt viel Raum für die eigene Phantasie von Leser und Betrachter.

Die Ausstellung zeigt die Illustrationen, die Heike Herold für das Buch gestaltete, und verdeutlicht anhand von Skizzen und Storyboard den Entstehungsprozess des Buches. Im Sommer 2019 wird bereits vorstellen. Einige im Anschluss an eine Präsentation einzelne Bilder zur Buchidee durch die Künstlerin an Troisdorfer Grundschulen entstandenen Kinderbilder werden ebenfalls in der Ausstellung zu sehen sein.

Ausstellung: 26. September - 24. November 2019

Burg Wissem - Bilderbuchmuseum der Stadt Troisdorf
Burgallee 1, 53840 Troisdorf

Do, 19.09.2019

Bernstein - Marx, © Sabine Weigle

Grafischer Nachlass von F. W. Bernstein in der jw

Der am 20. Dezember 2018 im Alter von 80 Jahren verstorbene Dichter, Satiriker und Grafiker F. W. Bernstein hat, neben seinem bekannten Werk, eine riesige Sammlung an bislang unveröffentlichten Zeichnungen aus seiner Hand hinterlassen. Einen ausgewählten Teil dieses bislang unveröffentlichten Werks wird die »junge Welt« ab 26. Oktober erstmals drucken  und genau ein Jahr lang an jedem Erscheinungstag ein Werk aus dem grafischen Nachlass von F. W. Bernstein veröffentlichen – 300 exklusive Grafiken.

F. W. Bernstein, das stille Genie der »Neuen Frankfurter Schule«, aus der 1979 das Satiremagazin »Titanic« hervorgegangen ist, hat seit seiner Jugend bei jeder Gelegenheit Skizzen- und Notizbücher gefüllt. Es sind Blätter von abgründigem Humor, großer Lakonie und meisterhaftem Minimalismus. Bernstein, der von 1984 bis 1999 als Professor für Karikatur an der Hochschule der Künste in Berlin wirkte, hatte sich zu Lebzeiten nie an eine Veröffentlichung dieser Zeichnungen gemacht.
Dutzendfach hat Bernstein in den Büchern Freunde wie Eckhard Henscheid, Wiglaf Droste oder Manfred Bofinger porträtiert.
Mit den Arbeitsjournalen verfolgte Bernstein seinen Leitspruch: »Jeden Tag grafische Gymnastik«. So sind über die Jahrzehnte viele Kunstwerke entstanden, die kaum vielgestaltiger sein könnten. Das liegt auch an der Wahl der Zeichenwerkzeuge: Bei aller Liebe zum Füller brachte es Bernstein auch mit Buntstiften, Tusche oder Wolle zu einiger Meisterschaft.

Mi, 18.09.2019

Die Kunst des Sammelns

Die niederländischen Sammler Serge Stommels und Albert Lemmens haben eine der umfangreichsten. Sammlungen russischer Künstlerbücher. Der soeben im Hybriden-Verlag erschienene 5. Band aus der Reihe "Die Kunst des Sammelns" dokumentiert hier zum ersten Mal die persönliche Motivation und Geschichte dieser Sammler. Das Buch wird mit 12 Oriiginalzeichnungen von Hartmut Andryczuk zum Thema ergänzt. Eine Übersicht der Sammlung bietet die LS Collection des Van Abbemuseums in Eindhoven. 

Themen: Bildbetrachtung und Radiologie. Humangeographie. Handschriften in der mittelalterlichen Kunst. Kasimir Malewitsch. Hans Belting: Bild und Kult. Boris Grigoriev. Bücherdorf Redu. Museum Het Valkhof. Alexandra Exter. Wladimir Tatlin. Ron Mannheim. Michail Karasik. Serge Segay und Rea Nikonova. David und Nikolas Burljuk. John Bowlt. Archivierungssysteme: Referenz- Manager. Alexander Stroilo. Russische Immigranten-Kunst. Velimir Chlebnikow. Wladimir Majakowski. Dichter-Künstler. Michail Larionow. Natan Altman. Russian Artists and the Children ́s Book. Bibliotheca Wittockiana. Grigorij Katznelson. Transponance. Futuristen und Transfuristen. Bookworks: Rea Nikonova & Serge Segay. Petr Perevezentsev. Boris Konstriktor. Ilja Kabakow. Erik Bulatow. Die Zeitschrift „Sowjetunion“. Van Abbemuseum Eindhoven. Diana Franssen. Begegnungen mit Daniil Charms. Staatsbibliothek Hamburg. Marlene Grau. 

(Quelle: Hybriden-Verlag)

Die Kunst des Sammelns, Bd.5 – Serge Stommels & Albert Lemmens
Hybriden-Verlag Berlin, 2019
Edition: 30 copies, 650 €