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Pirckheimer-Blog

Di, 31.12.2019

PF 2020

Save the Date: (Im)Possible Futures - die Ausstellung zu Beginn des Neuen Jahres mit Arbeiten und Statements von 50 Künstlern zum Thema Freiheit in der Galerie Christoph Dürr

Vernissage am 14. Januar 2020, 19:00 Uhr

FREUNDE DER BUCHDRUCK-WERKSTATT E.V.
Hübnerstraße 5, D- 80637 München

 

Josef Hegenbarth, PF 1960, durch Blindprägung durch "Herr Hegenbarth" in einen Neujahrswunsch 2020 verwandelt

PF 2020

Die allerbesten Wünsche 
für den Sprung ins neue Jahr.
Spring herein
ins neue Heim.
Herr Hegenbarth
ist schon gesprungen
samtSack und Pack
und Nibelungen.

Hegenbart Sammlung Berlin
Kunst auf Papier
ab 2020: Laubacher Str. 38, 14197 Berlin

Mo, 30.12.2019

PF 2020

Auch im Jahre ZwanzigZwanzig,
künden diese Beiden weise,
wird alte Butter manchmal ranzig
und Selberdenken steigt im Preise.

GUTE WÜNSCHE
von Martha-Luise und Matthias Gubig

So, 29.12.2019

PF 2020

Auch wenn sich die Gelehrten streiten, wann genau ein neues Jahrzehnt beginnt - fest steht, die 20er werfen ihre Schatten voraus.
Ob es "Goldene" werden, bleibt abzuwarten.
Trotz gesunder Skepsis allen Freunden und Mitgliedern der Pirckheimer-Gesellschaft die besten Wünsche für das neue Jahr!

(Matthias Frohl)

Sa, 28.12.2019

PF 2020

Der Pressendruck für Freunde der Officina Ludi zum Jahreswechsel 2019/2020 wurde im Buchdruckverfahren im Hamburger Museum der Arbeit gedruckt. Das Zitat Herman Hesses ist seiner Danksagung für den 1946 verliehenen Goethe-Preis der Stadt Frankfurt entnommen.

Alle Jahre wieder ...

... gelingt dem Pirckheimer Matthias Haberzettl ein neuer Jahresgruß zum Thema Werner Klemke, auch zum Jahresabschluss 2019 hat sich wieder etliches Neue (und Alte) in den Tiefen seiner Sammlung gefunden.

Werner Klemke wird im Vorwort zitiert: "Neben der Arbeit für das Buch habe ich immer vieles andere gatan. Ich glaube, es gibt nichts Schlimmeres, als sich zu spezialisieren. Ich habe viel für die Presse gezeichnet, Plakate gemacht, Prospekte, Typographien, Ausstellungstafeln, habe Schrift gezeichnet, Bühnenbilder und Kostüme entworfen und immer wieder - bloß so und für mich - gezeichnet, gemalt und herumprobiert."

Das Heftchen "Werner Klemke und das Theater", Augsburg 2019, 12 Seiten, Klammerheftung, zahlreiche farbige Abb., erschien in 125 Exemplaren.

Do, 26.12.2019

Bernd-Ingo Friedrich 2019, fotografiert von Hagen Schnauss

Umzug Nr. 12 und die Folgen

Hier geht sie hin, da geht sie hin – meine halbe Bücherei: Der polyglotte „Pierer“, Vaters „Brockhaus“ (das „Allbuch“) von 1942, der „DDR-Meyer“, das erbärmliche Lexikon von Bertelsmann. Kindlers Literatur Lexikon. Sämtliche Literaturgeschichten. Zwei Meter Philosophie. Karl Julius Weber. Anderthalb Meter „Bibliothek des 18. Jahrhunderts“. Casanova. Jonathan Swift, Edgar Allan Poe. Mark Twain bis auf Reise um die Welt, Bummel durch Europa, Die Arglosen im Ausland und Der geheimnisvolle Fremde. 28 Bände Herder; Goethe, Schiller, Heine; Treitschke, Ranke, Bismarck, Spengler; Alfred Brehm und Albert Schweitzer. Alle Bändchen „ad libitum“ und die „Erkundungen“. Max Goldt. Rund vier Meter Insel-Bändchen. Vincent van Gogh. Salvador Dali und Leonor Fini. Kunst- und Reiseführer. Erwin Strittmatter außer Der Laden, Arno Schmidt außer Das essayistische Werk zur deutschen Literatur. Und: Alle Regionalliteratur bis auf ein paar Nachschlagewerke, so gut wie alle Sekundärliteratur zum Biedermeier, Sengle inklusive; die Schefer- und die Pückler-Sammlung; über ein Dutzend „Schatzkästlein“, Andachts- und Gesangbücher. Und viele andere mehr. Schluß. Aus. Schnauze voll. Nie wieder umziehen mit Büchern, hatt‘ ich mir geschworen, aber das hab‘ ich dann doch nicht fertig gebracht.

Wenigstens hab‘ ich mir mit meinen Abschaffungen die Rückkehr auf Gebiete abgeschnitten, wo nichts als Ärger auf einen wartet. Geschichte, Regionalgeschichte … – Wozu? Die Sachsen waren, sind und bleiben untertänigst-dämlich, weil sie gar nichts anderes wollen. Schluß. Aus. Schnauze voll. Das Aus lag quasi in der Luft. Der Umzug als Katalysator. Fünf Monate lang habe ich keinen Hirn- und keinen Handschlag für den Geist getan.
Ich schreibe nichts, ich lese nichts, ich bin entsetzlich faul,
ich stopfe bloß noch 4 x täglich mein Schlaraffenmaul.

Das war vor einer Woche, kurz bevor die Vergangenheit in Gestalt des „Hongloumeng“, des großen Romans der Chinesen, mich wieder einholte. Inzwischen ist der Artikel „Wie ‚Die Geschichte vom Stein‘ unter die Räder kam“ fix & fertig; 48.789 Zeichen = 33 Seiten, die im Dezember in „minima sinica“ erscheinen werden. – China …!
Nächst „Stieglitz“ war die vor rund einem Jahr schon beendete Arbeit an diesem Beitrag der letzte Sargnagel für meinen Glauben an die Wissenschaft. Schluß. Aus. Schnauze voll: Ausgaben ohne Ende, Ärger mit Redakteuren, Herausgebern und Verlegern ohne Maß, Einkünfte unter aller Sau. Und bei Mehrkosten von 111,99 Euro monatlich fürs traute Heim zerstiebt die Hälfte meiner „Luftschlösser“ sowieso. Wenn überhaupt, schreib‘ ich künftig nur noch Katzen- oder andere Geschichten, für mich; für Katrin bring‘ ich vielleicht „Venedig“ (ohne Exkurse!) noch zu Ende, und, das Maximum: sollte mich jemand – was aber ganz unwahrscheinlich ist – sehr dazu überreden, würd‘ ich den Briefwechsel zwischen Schefer und Pückler noch edieren. Wär schon schön. Ist ja nun einmal (fast) fertig, das Ganze. Daß es nutzlos wäre, weiß sogar der Kuckuck, denn während ich das hier schreibe, sitzt ein halbes Dutzend älterer Damen am PC und tippt dem impotenten Pückler Heldengeschichten à la Casanova. Traurig. Bald werd‘ ich nicht mehr dran denken und alles wird gut. Die Stereo-Anlage? Die Schallplattensammlung? Schon vergessen. Wer in meinem Alter braucht schon noch Musik im Gegenwert von einigen Monaten Freizeit auf zentnerschwerem PVC? Die schönste Musik gibt’s auch im Netz, jede Menge niemals gepreßte obendrein.
Punktum: der Umzug hat uns gutgetan. Wir haben uns an die relativ niedrigen Decken der kleinen Wohnung gewöhnt; genießen die Ruhe am Ortsrand, frieren nicht ohne zu heizen, und meine Brillen such‘ ich selten. Alles „isi“. Katrin findet die neue Küche „geil“ und blüht darin förmlich auf. Sogar eine Kürbistorte mit Blätterteigboden gab es schon. Ausgewalzt hatte sie den Teig mit einer Flasche: Das Nudelholz hatten wir verschenkt.
Aber im Grunde gibt es kaum etwas, das uns wirklich fehlen könnte. Bis auf die Katze …

(Bernd-Ingo Friedrich, 12.11.2019, nach seinem dritten Umzug seit der Wende, der nach Verkauf erzwungen wurde.)

Fr, 20.12.2019

PF 2020

Als Neujahrsgruß der BuchKunstBalance ein Farbholzdruck mit Blindprägungen und Ausstanzung von Henry Günther - eine graphische Interpretation von Reiner Kunzes Gedicht mit dem Titel "Luft der Trottoire", zu denen auch das Künstlerbuch Poetische Miniaturen XI mit Farbholzdrucken zu 3 Gedichten des Lyrikers erschien.

PF 2020

Herzliche Neujahrsgrüsse an alle Pirckheimer:
Auf ein Neues Jahr 2020 mit viel Bewegung!

Constanze Kreiser

Mi, 18.12.2019

Hartmut Andryczuk, Für Serge und Albert: Ein Radiologe und Geologe sammeln russische Buchkunst

Die Kunst des Sammelns

"Ein Sammler ... ist genauso Opfer seiner Passion wie der Künstler. Verwandte Seelen eben."
(Till Schroeder in Der Sound des Sammelns, Marginalien #224, 2017)

Im Hybriden-Verlag von Hartmut Andryczuk entstanden seit 2015 eine Reihe von Künstlerbüchern über und mit bedeutenden Sammlern. Bisher erschienen Bd. 1, Gerhart Odenwald, Bd. 2, Wulf D. von Lucius, Bd. 3, Peter Zitzmann, Bd. 4, Helmut Mayer.

Das Erscheinen des Bandes 5 "Serge Stommels & Albert Lemmens" ist Anlass für ein Gespräch des Künstlers Hartmut Andryczuk über "Die Kunst des Sammelns" mit Michael Lailach. Diese Veranstaltung findet in der Kunstbibliothek gemeinsam mit der Pirckheimer-Gesellschaft statt und wurde nachträglich in das Jahresprogramm der Berlin-Brandenburger Regionalgruppe aufgenommen.
Gäste sind natürlich wie immer willkommen. 

30. Januar 2020, 18 Uhr

Kunstbibliothek Berlin
Matthäikirchplatz 6, 10785 Berlin

Di, 17.12.2019

PF 2020

Eine Collage (297 x 150 mm) zum neuen Jahr aus der Edition Linksrum des Pirckheimers Prof. Dr. Roland R. Berger.

Mo, 16.12.2019

einszweidrei im Sauseschritt ...

In zwei Wochen ist wieder ein Jahr vorüber - es beginnt somit die Zeit, in der sich Pirckheimer Weihnachts- und Neujahrswünsche senden, von denen einige hier vorgestellt werden.
Den Anfang macht nebenstehender zweifarbiger Holzschnitt von miley mit dem Zitat frei nach Wilhelm Busch aus Julchen "Einsweidrei im Sauseschritt läuft die Zeit - wir laufen mit."

Sa, 14.12.2019

Marginalien # 235 (für Mitglieder mit einem von 4 Motiven des Siebdruck von OttoGrafic) auf dem vorweihnachtlichen Gabentisch

Marginalien Heft 235

Einige Themen der gerade ausgeliederten Marginalien # 235 drehen sich

" ... um den Ausbruch aus der Konvention. Michael Faber erzählt anhand der Illustrationen verschiedener Ausgaben von den wechselnden Interpretationen des Maulhelden Tartarin von Tarascon, der so gern mehr sein wollte, als er war. Hans-Jürgen Rehfeld wirft ein Schlaglicht auf Andreas Musculus, den wortgewaltigen Moralprediger der Reformation, für den auffällig gleich nicht gottgefällig bedeutete, dessen auflagenstarken Bücher wider den Teuffel, ob in Gestalt von Pluderhosen oder Spielsucht, ihn aber zu einem der auffälligsten Buchautoren einer ganzen Epoche machten. V. Gheeta und Maren Poppe beleuchten die bis heute wirkende Erzählmacht sowjetischer Kinderbücher in Indien, die propagandistisch intendiert ganz gegenteilig gelesen wurden: als Beispiel unabhängigen Verlegertums jenseits jeden Hegemonialanspruchs. Ernst Falk stellt uns den Kunstanstifter-Verlag vor, der die Bandbreite visueller Sprachen in seinen Bilderbüchern für Kinder wie Erwachsene erst aus einer Garage heraus nun als veritabler Leuchtturm zeitgenössischer Illustration verbreitet. Jürgen Bönig analysiert die einzelkämpferische Buchkunst der Kleinstedition M & M von Jürgen Meyer Jurkowski, während Uwe B. Glatz eine Einzelkämpferin des Geistes in Erinnerung ruft: Lou Andreas-Salomé, umworben von Nietzsche, gefördert von Freud, gelesen von Rickert. Wolfgang Schmitz erinnert an den kürzlich verstorbenen Grafiker und Pressendrucker Eduard Prüssen, dem lange Jahre einzigen Stadtgrafiker Bergisch Gladbachs. Und ich leg ihnen die Siebdruckbücher von OttoGraphic ans Herz, einem deutschen Einmann-Unternehmen aus England, das durch Faltung und Furor aus dem Raster fällt – und Standards ganz wortwörtlich verschiebt."

(Till Schröder)

Fr, 13.12.2019

Niemandsland

Anläßlich der traditionellen Adventsfeier des Berliner Bibliophilen-Abend wurde gestern auch die Jahresgabe des BBA ausgereicht.

Es ist für 2019 aus dem Kunstanstifter, Verlag für Illustration, der Band Niemandsland von Matthias Friedrich Muecke in einer nummerierten Teilauflage von 50 Expl., versehen mit einem nummerierten und signierten farbigen Siebdruck einer Illustration des Autors aus dem Buch, die sich dort als s/w-Zeichnung findet.

Aus dem Klappentext: "Berlin während des Kalten Krieges. Aus der Perspektive des Zeitzeugen und mit einem genauen Blick für die Besonderheiten und Entbehrungen des Ostberliner Alltags erzählt Matthias Friedrich Muecke die Geschichte zweier Heranwachsender. Vorlaut und unerschütterlich der eine, schüchtern und fragil der andere. ... 
Matthias Friedrich Muecke wurde 1965 in Ostberlin geboren. Nach einer Berufsausbildung bei der Denkmalpflege, Abitur und Abendstudium an der Kunsthochschule Berlin Weißensee, arbeitete er als Schaufensterdekorateur, Heizer und Ausstellungstechniker. Seit 1988 ist er freiberuflich als Maler, Grafiker und Szenenbildner für Film und Fernsehen tätig.
... Im Jahr 2000 gründete er die Edition Mueckenschwarm. 2009 wurde er von der Stiftung Buchkunst ausgezeichnet, 2013 erhielt er den Brandenburgischen Kunstpreis und 2015 den Nordhäuser Grafikpreis.
"

Mo, 09.12.2019

Gerhard Goßmann

Heute eröffnet in beiden Häusern der Stadt- und Regionalbibliothek Frankfurt (Oder) eine Ausstellung mit Buchillustrationen von Gerhard Goßmann (1912 - 1994), einem Graphiker  der DDR, der sich vor allem als Illustrator von nahezu 250 Werken der Weltliteratur, insbesondere von Abenteuer- und Jugendbüchern, einen Namen machte, und der zu Unrecht im letzten Jahrzehnt zunehmend in Vergessenheit geriet.

Ausstellung: 9. Dezember 2019 - 28. Februar 2010

Stadt- und Regionalbibliothek Frankfurt (Oder)
Bischofstr. 17 und Collegienstr. 10,