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Pirckheimer-Blog

Do, 01.11.2018

IB-Treffen in Leipzig

Schon zum 20. Mal haben die Freunde der Insel-Bücherei am 22./23.9.2018 ihr nationales Treffen abgehalten. Über 90 Teilnehmer folgten der Einladung nach Leipzig, dessen Rolle als Musikstadt den Veranstaltungsschwerpunkt setzte. Dr. Herbert Kästner referierte zu den Leipziger Musikverlagen, Dr. Michael Maul zu Aspekten von Bachs Wirken in Leipzig. Nach einer Lesung der renommierten Insel-Autorin Sigrid Damm (Goethes letzte Reise), die auch in der IB mit mehreren Titeln vertreten ist, rundete ein Besuch des Schillerhauses in Gohlis (Entstehungsort der "Oder an die Freude") den ersten Veranstaltungstag ab. Am Sonntag führte die Sammlergemeinde noch ein Rundgang durch die DNB mit dem angeschlossenen Deutschen Buch- und Schriftmuseum. Traditionell wurde zum Treffen wieder eine IB-Sonderausgabe (R. Walser: Der Spaziergang, Illustrationen: Christian Thanhäuser) gefertigt, deren Ledervariante ein Originalholzschnitt beilag. Eine Fortsetzung der Treffen ist geplant.

(Gerd Zimmermann)

Michael Bienert – Brechts Berlin

In der Büchergilde Buchhandlung am Wittenbergplatz unseres Mitglieds Johanna Binger stellt Michael Bienert sein neuestes Buch vor. Nach den Spaziergängen mit Erich Kästner, E.T.A. Hoffmann und Döblin begeben wir uns mit dem Autor auf die Spuren von Berthold Brecht.

Seit 1920 versuchte Brecht im Literatur- und Theaterbetrieb der Metropole Fuß zu fassen. Nach etlichen Rückschlägen wurde er hier zum Starautor, der sich unter dem Eindruck der Weltwirtschaftskrise politisch radikalisierte. Vor den Nationalsozialisten geflohen, schrieb Brecht im Exil poetische Satiren auf das braune Berlin. Als „Schutthaufen bei Potsdam“ erlebte er die Stadt nach seiner Rückkehr im Oktober 1948. Brecht hat sich intensiv am Wiederaufbau des Kulturlebens in Ost-Berlin beteiligt und gemeinsam mit Helene Weigel das Berliner Ensemble zu Weltruhm geführt. Begraben liegt er neben vielen Weggefährten auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof, unweit seiner letzten Wohnung in der Chausseestraße 125. Dort ist heute ein Museum, es gibt sein Archiv, das Denkmal und Brecht-Verse an Häusern der ehemaligen Stalinallee.
In der Reihe Literarische Schauplätze legt Bienert nun einen reich illustrierten Band vor, der den ganzen Facettenreichtum des Themas vor Augen führt.

Lesung: 29. November 2018, 20 Uhr

Büchergilde Buchhandlung am Wittenbergplatz
Welserstr. 28, 10777 Berlin

Do, 18.10.2018

Einladung zur deutschen Erstaufführung des Films "Die Würdigung" von Annet Betsalel.
Einladung zur deutschen Erstaufführung des Films "Die Würdigung" von Annet Betsalel.

Die Würdigung

Ein Dokumentarfilm von Annet Betsalel

Vor drei Jahren brachte die holländische Dokumentarfilmerin Annet Betsalel mit dem Dokumentarfilm „Treffpunkt Erasmus – die Kriegsjahre von Werner Klemke“ eine bis dahin unbekannte Seite des unvergessenen Berliner Grafikers und Buchkünstlers (und unseres Gründungsmitglieds) an die Öffentlichkeit. Seine Unterstützung verfolgter Juden während des II. Weltkriegs im besetzten Holland, sein aktives Mitwirken in einem weitgespannten Netzwerk von Helfern und Unterstützern – für ihn eine Selbstverständlichkeit, ungeachtet des persönlichen Risikos.

Viele Pirckheimer haben damals dieses Filmprojekt mit ihren Spenden unterstützt, und etliche werden den Film auch gesehen haben.

Grundlage der Recherchen von Annet Betsalel in jenen Jahren waren Funde in der Synagoge in Bussum (nahe Amsterdam) – Dokumente der Jüdischen Gemeinde, die erste Hinweise auf die Geschehnisse gaben. Sie wurde dabei tatkräftig von Paul Joseph, dem Vorsitzenden der Gemeinde unterstützt.

Nun hat Annet Betsalel einen weiteren Film fertiggestellt:
„Die Würdigung“ – die Geschichte des genannten Paul Joseph und seiner Eltern, gebürtig aus Mannheim bzw. Eppingen – die Geschichte ihrer Flucht aus Deutschland nach Holland und dann in die Schweiz.
 

Deutsche Erstaufführung in Heidelberg

Die deutsche Erstaufführung des Films findet statt am
Sonntag, den 11. November 2018, um 20 Uhr,
in der Jüdischen Kultusgemeinde Heidelberg,
Häusserstraße 10-12, 69115 Heidelberg.

Der Eintritt ist frei.

Sa, 22.09.2018

Grundstock einer Grafiksammlung: drei signierte und nummerierte Originalgrafiken, immer in drei verschiedenen grafischen Techniken, zum Beispiel Radierung, Lithografie und Holzschnitt. Zu jeder Grafik gibt es einen „Waschzettel", in dem die Künstlerin bzw. der Künstler vorgestellt und die angewendete Technik genau beschrieben wird. Das Ganze befindet sich in einer handgefertigten Grafikmappe im Format 60 x 80 cm, in deren Deckel auf Wunsch der Name der oder des zu Beschenkenden blindgeprägt werden kann.

Einsteigerpaket für Grafiksammlerinnen und -sammler

"[...] Wie bekommt ein junger Mensch heute [...] Gelegenheit, mit der Kultur der Originalgrafik konfrontiert zu, werden? In der Schule leider in der Regel wenig oder gar nicht, und an die Bilder, die bei Eltern oder Großeltern an den Wänden hängen, hat man sich schon so gewöhnt, dass sie nicht mehr in Rede stehen. (Mal wechseln?) Die Büchergilde, die sich seit ihrer Gründung 1924 der Idee verschrieben hat, Menschen an Literatur und Kunst heranzuführen, möchte die anstehende Verschenk-Jahreszeit nutzen, um ein paar trojanische Kunstpferde in Jugendzimmer zu schmuggeln. 

Dazu stellen wir den Grundstock einer Grafiksammlung zusammen [...] 

Es spricht natürlich auch nichts dagegen, dass Sie - obschon bereits erwachsen - sich selbst mit einer Einsteigermappe für eine Grafiksammlung beschenken. Sie können dabei gern auch einen Motiv-Schwerpunkt, z.B. Landschaft oder Akt, angeben, nach dem wir versuchen, eine entsprechende Mappe zusammenzustellen." 

... kompletter Artikel hier. Bitte auch die letzte Seite beachten.

(Wolfgang Grätz im Artclub Journal 87 der Büchergilde)

Kräftemessen - 100 Sächsische Grafiken 2018

Die 12. Biennale sächsischer Druckgrafik unter dem Thema Kräftemessen präsentiert mit 100 aktuellen Arbeiten von 77 Künstlerinnen und Künstlern eine große Breite künstlerischer Handschriften und Auffassungen. Die Werke spiegeln das Thema in der vollen Breite der Lebenserfahrungen. Unter den Ausstellenden finden sich neben Gestandenen zahlreiche Jüngere, meist AbsolventInnen oder MeisterschülerInnen der Kunsthochschulen des Landes, die erstmals teilnehmen. Neun Preise von privaten Stiftern konnten in verschiedenen Kategorien für herausragende Arbeiten vergeben werden.

Vrnissage mit Preisverleihung: 25. September 2018, 19.30 Uhr
Laudatio: Mathias Lindner, Direktor Neue Sächsische Galerie, Musik: Gregor Kuhn

Ausstellung: 25. September - 25. November 2018

Neue Sächsische Galerie
Neue Chemnitzer Kunsthütte e.V.
Moritzstraße 20, 09111 Chemnitz

Fr, 21.09.2018

and the Winner is ...

Jeweils eine Freikarten zu einem einmaligen Besuch der Frankfurter Buchmesse in der Zeit vom 10. bis 14. Oktober 2018 haben gewonnen:

A. Baumann, Bad Homburg
K. Walter, Aschaffenburg
G. Schmid, Biblis
I. Schmidt, Altenstadt
M. Repik, Hamburg
Ch. Sönnichsen, Neumünster
M. Lutz, Rüsselsheim
U. Puster-Wall, Wiesbaden

Die Gewinner werden per E-Mail informiert und erhalten die Freikarten mit der Post. Wir würden uns freuen, die Gewinner und aller Besucher der Frankfurter Buchmesse an unserem Stand in Halle 4.1/N17 begrüßen zu können.

Die richtige Antwort war übrigens A (der Mitgliedsbeitrag für Personen bis 27 Jahre mit kostenlosem Bezug alle 4 jährlich erscheinenden Hefte der Marginalien einschließlich originalgrafischer Beilagen beträgt 30 € p.a.).

Do, 20.09.2018

Fotos: Abel Doering, Abb. © Anja Seidel

bei Anja Seidel im Milchhof

War heute zu einen letzten Besuch bei Anja Seidel in der PrenzlBerger Ateliergemeinschaft Milchhof  eingeladen, sie muss sich leider auf die Suche nach neuen Räumlichkeiten begeben. Erst zur artspring berlin wurde ich auf diese Künstlerin aufmerksam, die in ihren Graphiken Text und Bild, mitunter auch mit musikalischem Bezug, in häufig morbiden und gleichzeitig skurilen Bildfindungen mit phantasievollen Schriftbildern vereint. Diese Darstellungen erschließen sich dem Betrachter nicht sofort und erfordern gründliches Sehen.

Die obere Abbildung zeigt Arbeiten von 2016 mit eigenen Texten, von denen sie in späteren Graphiken Zitate aufnahm und mit umfassender Symbolik verarbeitete. Die untere Abbildung zeigt einen aus ihre Kindheitserinnerung immer wieder dargestellten Maulwurf, hier auf dem Operationstisch in einer Figurenkonstellation, die an Rembrandts Anatomie des Dr. Tulp erinnert, derartige Zitate an Gemälde anderer Künstler kann man immer wieder bei ihr finden.

Pirckheimer werden gern zur Kenntnis nehmen, dass das Kollektiv Tod gemeinsam mit Anja Seidel ein Künstlerbuch plant, über dieses Projekt kann vermutlich erst Ende November nach der Teilnahme der Künstlerin an Ausstellungen, u.a. in Chemnitz und Paris genaueres berichtet werden.

Hier kann man sich weiter über Anja Seidel informieren: seidel-malerei.de.

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Sa, 15.09.2018

© Brigitte Iseli-Neustäbler

Zwiebelfisch

Unser Schweizer Mitglied Brigitte Iseli-Neustäbler bereitet die Herausgabe eines Künstlerbuches unter dem Titel Zwiebelfisch mit Gedanken zur Wortbedeutung für den Schriftsetzer und als Speise vor. Geplant ist eine Auflage von 15 Exemplaren. Das Buch, das gerade von Stefan Cseh gebunden wird, enthält Originalholzschnitte im Handabzug. Der nebenstehend abgebildete Titel des Künstlerbuchs zeigt eine Darstellung des gleichnamigen Restaurants am Savignyplatz in Berlin.

Atelier Neustäbler
Burgfelder Str. 25, CH 4055 Basel

Fr, 14.09.2018

1. Pirckheimer-Abend nach dem Jahrestreffen

Gestern fand im Säulensaal der ZLB der erste Treff der Berlin/Brandenburger Pirckheimer nach dem Jahrestreffen statt.
Dr. Fritz Jüttner hielt seinen Vortag "Vom Saale- an den Pleißestrand - ein bibliophiler Ritt mit Zachariäs "Renommisten", einem Sauf- und Raufbold des 18. Jahrhunderts", anhand zahlreicher mitgebrachter Bücher aus seiner eigenen Bibliothek anschaulich dargebracht.

(Fotos: Ralf Parkner)

Jüttners Bibliothek umfasst sämtliche Ausgaben des "Renommisten" vom ersten Druck 1744 in den "Belustigungen des Verstandes und des Witzes", der ersten belletristischen Zeitschrift Deutschlands, bis zur von Detlef Ignasiak herausgegebenen Ausgabe des quartus-Verlags 1998, darunter alle von Zachariä besorgten Ausgaben seiner Werke und die Nachdruck-Ausgaben des 18. Jahrhunderts, den ersten Separatdruck 1840 mit Erstveröffentlichung der Illustrationen von Theodor Hosemann und die prächtige Ausgabe 1909 des Verlags Eugen Diederichs. Natürlich fehlte auch nicht der Band 700 der Insel-Bücherei mit seiner speziellen Ausgabe für die Teilnehmer des Leipziger Pirckheimer-Jahrestreffens 1989.

Do, 13.09.2018

Handschrift von Christine Hartmann zu einem Text von Federico Garcia Lorca, 1991, © Klingspor Museum Offenbach

Hommage à Christine Hartmann

Am 18. September wäre die renommierte Offenbacher Schriftkünstlerin Christine Hartmann 80 Jahre alt geworden. Doch die Schriftkünstlerin, die sich so großer Bekanntheit in Offenbach und weit darüber hinaus erfreute, starb am 24. Juli 2014. An ihrem Geburtstag möchte das Klingspor Museum ihrer gedenken. Es werden Arbeiten aus ihrem umfangreichen Oeuvre im Museum ausliegen, Erläuterungen dazu gibt Museumsleiter Stefan Soltek. Christine Hartmann gehört zu jenen wenigen ProtagonistInnen ihres Faches, die aus der Meisterschaft klassischer Schriftkunst schrittweise eine ganz eigene Kunst des Schreibens von Hand entwickelt haben, durchaus unter Einbeziehung vieler Stilelemente, wie sie in der Bildenden Kunst des 20. Jahrhunderts sich herauskristallisiert haben. Besonders der expressive Gestus hat in Hartmanns Werk eine besondere Bedeutung, unterstützt von einer kühnen Experimentierfreude sowohl im Form- wie im Farbkompositorischen.

18. September, 17.30 Uhr

Klingspor-Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Mi, 12.09.2018

Foto: Karl Kretschmer

Buchmachermarkt in Mosbach

Im Oktober steht im Mosbacher Rathaussaal, Druckmuseum mit Museumshof, und im alten Hospital das Papier in allen seinen Facetten im Mittelpunkt. Der alle zwei Jahre stattfindende ›Buchmachermarkt‹ lädt dieses Jahr am Samstag zeitgleich mit dem Kürbismarkt auf dem Marktplatz sowie am Sonntag dazu ein, sich mit einem riesigen Angebot rund um die Themen Buchmacher- und Papierkunst zu beschäftigen. Etwa 40 Aussteller zeigen, was sich aus, mit und auf dem Material alles machen lässt: Papier geschöpft, beschrieben, gebunden, bedruckt, gefaltet, geschnitten, gerollt, uralt oder druckfrisch. Gezeigt werden u.a. im Druckmuseum Handsatz, Letternguß mit dem Handgießinstrument und der Setzmaschine ›Linotype‹ sowie traditionelle Drucktechnik. Die Besucher können beim Papierschöpfen und Buchbinden mitwirken sowie in der Druckwerkstatt selbst drucken.
Begleitend zum Buchmachermarkt findet am Sonntag den 07. Oktober ein Bücher(floh)markt statt. Dieser bildet einen fließenden Übergang vom Marktplatz, Rathaus und Museumshof.
(Karl Kretschmer)

6. und 7. Oktober 2018

Mosbach (Odenwald)

Di, 11.09.2018

Fotos: Anja Harms

unverhofft blühen Worte um Worte auf

Unter diesem Titel stellen Anja Harms und Eberhard Müller-Fries Buchskulpturen, Künstlerbücher und Installationen in der Alten Hansestadt Lemgo aus.

Die Literatur ist der ständige Begleiter der Künstler. Gedichte u. a. von Paul Celan, Hans Arp, Ingeborg Bachmann, Johannes Bobrowski – aber auch altenglische Elegien und die Gesänge aus dem finnischen Nationalepos „Kalevala“ stoßen bei ihnen etwas an, was sie in Farben, Formen und Strukturen übersetzen.

In ihren Werken vereinigen sie zwei Künste. Anja Harms ist Buchkünstlerin, Eberhard Müller-Fries Bildhauer. Ihre gemeinsam erschaffenen Arbeiten leben von der künstlerischen und handwerklichen Aneignung des jeweils anderen. Es entstehen raumgreifende, lesbare Skulpturen, Installationen, Buchskulpturen und Künstlerbücher. Sie denken zusammen, was sich ausschließt und eröffnen damit neue Perspektiven.

Ausstellung: 09. - 16. September und 30. September - 28. Oktober 2018
Vom 17. bis 27. September 2018 kann die Ausstellung nur auf Anfrage geöffnet werden. Anmeldung bitte ggfs. unter der Nummer 05261/213273.

Galerie Eichenmüllerhaus
Braker Mitte 39, 32657 Lemgo

So, 09.09.2018

Harald Kretzschmar in Bergholz-Rehbrücke

Harald Kretzschmar liest, spricht und zeigt Bilder in Bergholz-Rehbrücke zu seinem neuen Buch Stets erlebe ich das Falsche -  Der alternative Künstlerreport. Aus persönlichem Erleben entsteht ein völlig neuer Blick auf ein einzigartiges Panorama kritischer Weltsicht.

Harald Kretzschmar ist seit 1956 in Kleinmachnow bei Berlin ansässig. Er war jahrzehntelang als Karikaturist und Porträtist des „Eulenspiegel“ unübersehbar in der Kunst-und Medienszene aktiv. Ihre prominentesten Vertreter porträtiert er nun im Rückblick als zeichnender und schreibender Buchautor.

An diesem Abend würdigt er besonders den langjährigen Rehbrücker Einwohner und Jahrhundertzeichner Karl Holtz im Umfeld von Zeichnern wie Schaefer-Ast, Hegenbarth oder Herbert Sandberg. Zusätzliche nicht im Buch abgebildete Farbabbildungen runden sein Bildprogramm ab. Das im Quintus Verlag Berlin 2017 erschienene Buch , welches als Teilauflage als Jahresgabe der Pirckheimer-Gesellschaft ausgereicht wurde, ist am Abend für 20 Euro zu haben – signiert und mit Porträtskizze der erwerbenden Person versehen.

Eine weitere Lesung kann man am 13. September in der Galerie der Berliner Graphikpresse erleben.

Lesung:11. September 18 Uhr im

Mehrgenerationenhaus Nuthetal
Bergholz-Rehbrücke, Schlüterstraße 46

Sa, 08.09.2018

Autor und Illustratorin: Till Sailer und Gertrud Zucker präsentieren in der Bad Saarower Gemeindebibliothek ihr gemeinsames neues Kinderkunstbuch „Die Zauberflöte“. Foto: Ruth Buder
Foto: Elke Lang

Die Zauberflöte

Es ist das Buch von drei Enthusiasten: Schriftsteller Till Sailer, Illustratorin Gertrud Zucker und Elke Lang, der Herausgeberin. Mozarts berühmte Oper „Die Zauberflöte“ präsentierten sie mit ihrem gleichnamigen Buch für Kinder, um ihnen das 200 Jahre alte Werk näher zu bringen. Am Donnerstagabend stellten die Macher das Kunstbuch während einer gut besuchten und kurzweiligen Veranstaltung in der Bad Saarower Bibliothek vor. Dazu hatte Sailer, der sowohl Musik als auch Literatur studiert hat, mehrere Flöten und ein Xylophon mitgebracht, um Stücke aus der Oper zu Gehör zu bringen. Wer wusste schon, dass die Melodie von dem bekannten Kinderlied „In einem kleinen Apfel“ aus der Zauberflöte“ stammt?

Schon lange haben er sich mit dem Gedanken getragen, ein Kinderbuch über die „Zauberflöte“ zu schreiben, sagte Sailer. Illustrationen von Gertrud Zucker lagen bereits in der Schublade. Doch es scheiterte an Verlagen, die es herausbringen wollten. Elke Lang entwickelte dann ein Finanzkonzept, um ähnlich wie in der Bildenden Kunst eine limitierte, bibliophile Ausgabe – jedes der 40 Bücher ist handgemacht und ein Unikat – herauszugeben. Lediglich der Landkreis beteiligte sich mit 1500 Euro. Gedruckt wurde es von dem viel gelobten Sven Märkisch im Gutenberg-Druck-Laden der Kinder- und Jugendkunstgalerie „Sonnensegel“ Brandenburg. Jedem Buch liegt ein anderer Linolschnitt von „Sonnensegel“-Kindern“ bei. Das aber hat seinen Preis: 160 Euro. „Wir hoffen auf finanzkräftige und mildtätige Interessenten“, sagte Sailer. Mit den Einnahmen soll die Printausgabe, die wahrscheinlich zu Weihnachten herauskommen und 15 Euro kosten soll, finanziert werden.

Sailer hat das von Emanuel Schikaneder stammende Libretto von einer dramatischen in eine epische und für Kinder verständliche Form gebracht, ohne die Story zu verändern. Herausgekommen ist eine märchenhafte Liebesgeschichte mit Gutem und Bösem. Die lustigen, teils auch etwas gruseligen Illustrationen sind schwarz, wirken aufgrund der Schabtechnik wie Holzschnitte. „Es gibt schon so viel Buntes für Kinder“, sagte Till Sailer, und bei Gertrud Zucker „hat sich noch kein einziges Kind über Schwarz-Weiß-Technik beschwert“.

Elke Lang würdigte das Kunstbuch als „einen guten Einstieg für Kinder in die Welt der Oper, die heute von der Populärkultur beeinflusst sind. Ich finde es ganz wichtig, dass Kinder an solche Sachen herangeführt werden.“

(Ruth Buder in MOZ, 8./9. September 2018)

Fr, 07.09.2018

in Bücher schwimmen

25 Jahre Antiquariat Peter Petrej

Das Antiquariat des ehem. Pirckheimers Peter Petrej feiert in diesem Jahr einen runden Geburtstag. Aus diesem Grund möchte sich das Antiquariat bei allen Kundinnen und Kunden bedanken. Denn jedes Geschäft lebt nur von seiner zufriedenen Kundschaft! Ab sofort und während des ganzen Monats September wird auf alle Titel 25 % Rabatt gewährt

"Ausserdem möchte ich Sie gerne am Freitag, den 14. September, ab 17.00 Uhr, zu einem Apéro riche zu mir ins Antiquariat einladen. Damit wir den Anlass bestmöglichst vorbereiten können, wäre ich sehr dankbar, wenn Sie mir rasch mitteilen würdet, ob Sie am Fest teilnehmen werden."
(Peter Petrej)

14. September, ab 17.00 Uhr

antiquariat peter petrej
Sonneggstrasse 29
CH-8006 Zürich