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Ausstellung

Pirckheimer-Blog

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Do, 19.04.2018

Otto Dix, Artistin, um 1923, Aquarell und Silberbronze über Feder mit Tusche auf Karton, 21,4 x 19,9 cm, Foto: Kunstsammlungen Chemnitz/László Tóth © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Otto Dix

Die Kunstsammlungen Chemnitz – Museum Gunzenhauser präsentieren eine umfangreiche Sonderausstellung mit Werken des Künstlers Otto Dix (1891–1969). Auf vier Etagen werden im gesamten Museum über 300 Werke des zentralen Protagonisten der Neuen Sachlichkeit gezeigt. Sie bilden das Herzstück der Sammlung Gunzenhauser. Das Konvolut seiner Arbeiten gehört weltweit zu den größten musealen Beständen. Gemälde, Aquarelle, Pastelle, Zeichnungen und Druckgrafiken aus allen Schaffensphasen bieten einen repräsentativen Querschnitt durch seine künstlerische Entwicklung: von frühen expressionistischen Werken über Hauptwerke der Neuen Sachlichkeit bis hin zu den großen symbolischen Landschaften aus seiner Zeit der Inneren Emigration.

Ausstellung: 29. April - 9. September 2018

Museum Gunzenhauser
Stollberger Str. 2, 09112 Chemnitz

Mo, 16.04.2018

Werner Klemke in Chemnitz

Mit der Aufführung des Dokumentarfilmes »Treffpunkt Erasmus. Die Kriegsjahre Werner Klemkes« ging am 15. April 2018 eine Werkausstellung Werner Klemkes (12. März 1917– 26. August 1994) im Chemnitzer Schlossbergmuseum zu Ende.[ ...]

Matthias Haberzettl ist der bedeutendste Sammler von Klemkes Arbeiten. ... Ihn begeistert die Vielseitigkeit Klemkes. Auch wenn die Ausstellung aus der Sammlung Haberzettl Klemkes Werk nur in einem einzigen Raum präsentiert werden konnte, wurde jedem Besucher auf den ersten Blick die Vielseitigkeit und breite handwerkliche Basis des Kunst-Professors deutlich. [ ...] Etwa 800 Bücher wurden von ihm im Sinne Pirckheimers gestaltet. Die Titelgestaltungen der Zeitschrift »Das Magazin«, die ihn populär machten, waren nur die »Spitze des Eisberges« seiner Fähigkeiten. Das Filmplakat Klemkes für den Konrad-Wolf-Film »Goya« macht deutlich, dass er den Stil Goyas mühelos adaptieren und weiterführen konnte. In der Ausstellung werden die Stilwechsel Klemkes sichtbar. Dazu Holzstiche, die auf den ersten Blick in der Qualität von Radierung erscheinen. [ ...]

Am 17. April 2014 hatte Galerist Matthias Lehmann im Lunzenauer »Prellbock« und in der Lunzenauer Kirche Matthias Haberzettl zur ersten Präsentation der Klemke-Sammlung in der Region Chemnitz-Zwickau begrüßt. [ ...] Mit dem 15. April 2018 wird die Unsterblichkeit des Werkes Klemkes noch deutlicher sichtbar. Die von ihm gestalteten Bücher werden noch in Jahrhunderten Leser erfreuen.

(Clara Schwarzenwald auf LiteratA)

Di, 10.04.2018

Frühe Druckgrafik von Arno Mohr 1947-1955

Die kommende Ausstellung in der jW-Ladengalerie widmet sich der frühen Druckgrafik von Arno Mohr (Posen 1910 – 2001 Berlin). Die nebenstehende Einzeichnung von Arno Mohr für seinen Nachbarn, den Pirckheimer Wolfram Körner, wird also auf der Ausstellung nicht zu sehen sein.
Eröffnet wird die Ausstellung von Michael Mäde (jW), Andreas Wessel, der Herausgeber des Werkverzeichnisses der Druckgrafik von Arno Mohr, wird in die auf der Ausstellung gezeigte Graphik einführen. Musik: Annegret Enderle..

Eröffnung: 12. April 2018, 19 Uhr, um Anmeldung wird gebeten unter mm@jungewelt.de
Ausstellung: 12. April -12. Juni 2018

jW-Ladengalerie, Torstr. 6, 10119 Berlin

Mo, 09.04.2018

links: X. Scherenberg Farret, „Berlin 1“, 2017, Aquatinta and punta seca, 28 x 19 cm rechts: E. Hartwig, ADLIBITUM, 03/2018, Kaltnadel, 15,4 x 19,2 cm

Schnittpunkte

Lithographien, Radierungen und Monotypien von Xavier Scherenberg Farret und Eberhard Hartwig.

Xavier Scherenberg Farret (geb. 1973 in Oaxaca, Mexiko, Mathematiker) vereint seit 23 Jahren vereint Tausende von Linien, um seine Arbeiten: Aquatinten, Kaltnadeln, Lithographien und Monotypien, zu beleben. Der Künstler geht von einer Technik zur anderen, von einem Fraktal zum  anderen, nur mit dem alleinigen Wunsch,  Dinge zu lösen.
Zu den „Schnittpunkten“, die er im Druckgraphik-Atelier präsentiert, zeigt er Arbeiten aus rund zwei Jahrzehnten.

Eberhard Hartwig hat sich in den vergangenen Jahren nicht nur als Drucker, Werkstattleiter, Galerist und Herausgeber, sondern auch als bildender Künstler einen Namen gemacht, sowohl als Maler als auch in besonderem Maße als Graphiker. Dabei dominieren auch in seiner Malerei graphische Elemente. ...
In allen Bildern wird sie spürbar, die sich bemühende ordnende Hand, in der kreativen Zuordnung der Flächen, aber besonders in der oft darübergelegten Zeichnung, sei es nun mit dem Pinselstrich oder den radierten Linien. Diese setzen einen eigenen Akzent, oft aber sollen sie die Flächen konturieren, sie bändigen.
(aus: „Eberhard Hartwig – Maler, Graphiker, Buchgestalter, Drucker, Dozent, Galerist“ von Volkhard Böhm, 2011)

Eröffnung: 14. April 2018, 17-20 Uhr, Hinrich Beermann, Saxophon

Druckgraphik-Atelier
Dietrich-Bonhoeffer-Str. 3, 10407 Berlin

Fr, 06.04.2018

Harald Kretzschmar, Abb. aus »Stets erlebe ich das Falsche«, Quintus-Verlag 2017

Harald Kretzschmar. Zeichner und Sammler

Ab dem 14. April zeigt das Museum Wilhelm Busch die Ausstellung »Harald Kretzschmar. Zeichner und Sammler«.

Harald Kretzschmar (*1931) hat begleitend zu seinem über 60-jährigen Schaffen eine Sammlung historischer Karikaturen aufgebaut und sich in einem zeichnerischen Dialog wiederholt damit auseinandergesetzt. Die Ausstellung gibt mit 89 Blättern einen Einblick in dieses Lebenswerk.

Der heute 87-Jährige veröffentlichte seine ersten Karikaturen in der Leipziger Volkszeitung, zeichnete rund 35 Jahre für die satirische Zeitschrift Eulenspiegel und engagierte sich im Verband Bildender Künstler der DDR für die Karikatur. Seine Begabung wurde früh entdeckt, mit 13 Jahren zeichnete er seine erste Hitler-Karikatur. Das war 1944. Ob Erich Mielke, Janosch, Loriot, F. K. Waechter oder Ronald Searle – viele bekannte Zeitgenossen hat er seitdem porträtiert.

Die aus seiner Sammlung historischer Karikaturen für die Ausstellung ausgewählten Blätter französischer Karikaturisten wie Honoré Daumier oder Leopold Boilly sowie von Künstlern der revolutionären Zeit um 1848 übereignet Harald Kretzschmar dem Museum als Schenkung.

Ausstellung: 14. April - 1. Juli 2018

Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur & Zeichenkunst
Georgengarten, 30167 Hannover

 

Di, 03.04.2018

Walpurgisnacht in Potsdam

"Walpurgisnacht" ist das neueste Künstlerbuch von Rainer Ehrt, welches neben seinen kraftvollen Illustrationen einen kalligrafischen gestalteten Text von Goethe enthält, der in Selbstzensur des Dichterfürsten aufgrund der deftigen erotischen Darstellungen nicht in den Faust aufgenommen wurde. Dieses Unikatbuch ist nur eines der Stücke einer Ausstellung mit Kunstbüchern und Grafik zur Literatur und Zeichnungen von Rainer Ehrt, die im Mai und Juni in Potsdam unter dem Titel „GRAPHOMANIA“ zu sehen sein werden.
Im Rahmen der Ausstellung wird Rainer Ehrt bislang unveröffentlichte erotische Texte lesen, in denen Goethe die Walpurgisnacht schildert.

Eröffnung: 28. April 2018, 15 Uhr, Begrüßung: Dr. Hinrich Enderlein, einführende Worte Richard Rabensaat, am Akkordeon Cathrin Pfeifer
Lesung: 6. Mai 2018, 21 Uhr, Rainer Ehrt
Ausstellung: 29. April - 24. Juni 2018

Museumshaus "Im güldenen Arm"
Hermann-Elflein-Str. 3, 14467 Potsdam

Sa, 31.03.2018

Gerhard Lahr

Im Januar 2018 wäre Gerhard Lahr (1938 - 2012) achtzig Jahre alt geworden. Aus diesem Grund finden in diesem Jahr 3 Ausstellungen statt. Die erste im Perleberger Rathaus ist inzwischen beendet.

Ende Juni wird in Reichenbacher Neuberinmuseum in der Reihe "Reichnbacher Persönlichkeiten" posthum "Die Schenkung. Der Kinderbuchillustrator Gerhard Lahr" vorgestellt.
Gerhard Lahr besuchte von 1944 bis 1952 die Weinholdschule in Reichenbach. Nach seiner Schulzeit begann er 1953 eine 2-jährige Lehre als Plakat- und Schriftmaler (Gebrauchswerber) in der Werbeabteilung des Kaufhauses am Graben in Reichenbach. und studierte von 1956 bis 1959 an der Fachschule für Angewandte Kunst Magdeburg/Fachrichtung Gebrauchsgrafik. 1962 folgte ein Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Seit 1963 lebte er freischaffend  in Berlin und widmete sich Illustrationen, vorwiegend für Kinder- und Jugendbuchverlage, aber auch für Zeitschriften. Über 150 Kinder-, Jugend- und Schulbücher werden von ihm illustriert. In den Jahren 1969, 1972, 1973 und 1979 erhielt er den Preis „Schönstes Buch" zur Internationalen Buchkunst-Ausstellung Leipzig. 1982 nahm er den "Hans-Baltzer-Preis" des Kinderbuchverlages Berlin entgegen.

Anläßlich von "20 Jahre Book Town" wird ab September eine Ausstellung in der Bücherstadt Wünsdorf eröffnet. Dort werden Illustrationen von Gerhard Lahr, Buchkunst von Rainer Ehrt und Kalligrafie von Heike Adler.

Ausstellung Reichenbach: 29.Juni 2018 (Dauer nicht bekannt)
Ausstellung Wünsdorf: 1. September - 7. Oktober 2018

Neuberinmuseum, Johannisplatz 3, 08468 Reichenbach im Vogtland
Neue Galerie im Haus Gutenberg, Bücherstadt Wünsdorf

Mo, 26.03.2018

Nadia Budde im Buchlokal

Anlässlich der Neuerscheinung von »Eins zwei drei Vampir« aus dem Peter Hammer Verlag, zeigt das Buchlokal in Pankow von der Künstlerin ausgewählte Illustrationen aus ihrem gesamten Schaffen.

Die Autorin und Illustratorin Nadia Budde, geboren 1967 in Berlin, studierte Grafik in Berlin und London. Ihr erstes Kinderbuch „Eins zwei drei Tier" (1999) gewann den Deutschen Jugendliteraturpreis und den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis, „Trauriger Tiger toastet Tomaten" (2000) wurde mit dem Troisdorfer Bilderbuchpreis und dem Luchs der Jury von ZEIT und Radio Bremen ausgezeichnet. Die Comic-Biografie „Such dir was aus, aber beeil dich" (2009, Fischer Schatzinsel), erhielt den Deutschen Jugendliteraturpreis 2010. Nadia Budde lebt mit ihrer Familie in Berlin.

Ausstellung: 26. März - 14. Mai 2018

Buchlokal
Ossietzkystraße 10, 13187 Berlin

So, 25.03.2018

Goldenes Land

Unter diesem Motto steht eine Ausstellung der Graphikfolge der russischen Graphikerin und Exlibris-Künstlerin Elena Kiseleva in Schmetterlingshorst .

Die Idee zu diesem Projekt ist der alte Menschheitstraum von Utopia, wo Menschen, Tiere und Natur friedlich und glücklich zusammenleben können. Da dieses Land überall und nirgends sein kann, sind die Motive aus Fantasie und Realität konstruiert, die man durchaus als „Architekturmeditation“ bezeichen kann.
Die Stärke der Künstlerin zeigt sich in den Verbindung eines kühlen Konstruktivismus mit dem malerisch Traumhaften in ästhetischer Schönheit. Ihre Stadtansichten wie Wiesbaden, Biostadt oder Stadtstilleben zeigen akribisch gezeichnete Architektur. Doch überzieht diese architektonische Genauigkeit ein Hauch lyrischer Unwirklichkeit. Kiselevas Fliegende Fische, ihr Yellow Submarine und andere Werke haben einen Touch zärtlicher Verspielheit. Obwohl sich an Bildern von Lionel Feininger und Paul Klee orientierend, zeigt die Künstlerin eine absolut eigenständige, aparte Individualität.

Elena Kiseleva ist Mitglied Exlibrisgesellschaften St. Petersburg und Deutschlande. 1997 gewann sie einen belgischen Exlibriswettbewerb.

Vernissage: 22. April 2018, 17 Uhr, einleitende Worte: Dr. Gregor Gysi, Musik: Ulrike Fieguth (Akkordeon)
Ausstellung: 23. April - 24. Juni 2018

Schmetterlingshorst
Zum Schmetterlingshorst 2, 12559 Berlin

Mi, 07.03.2018

Deckel des Gebetbuches mit Elfenbeinarbeit, © Staatsbibliothek zu Berlin - PK

Gebetbuch der Herzogin Maria von Geldern

Im Jahr 1415 wurde für die Herzogin Maria von Geldern ein Gebetbuch fertiggestellt, das sich heute in der Staatsbibliothek zu Berlin befindet.

In den Jahren 2016 bis 2018 wurde bzw. wird die Handschrift konserviert. Dazu wurden zunächst die rund 500 Blätter vereinzelt und materialtechnisch mit verschiedenen Techniken untersucht. Die Ergebnisse aus dem Rathgen-Forschungslabor der Staatlichen Museen und der Restaurierungwerkstatt der Staatsbibliothek zu Berlin mündeten in ein Konservierungskonzept.
Nach der Konservierung wird die lagenweise gebunden und in Kassetten aufbewahrt. Der Einband wird separat aufbewahrt.

Am Lehrstuhl der Radboud Universität für Ältere Niederländische Literatur erforschen Wissenschaftler verschiedener Disziplinen die Person Maria von Geldern wie auch insbesondere ihr Gebetbuch. Ab Otober werden die Forschungsergebnisse in Nijmegen der Öffentlichkeit mit der Ausstellung und dem Katalog „Ich, Maria von Geldern. Die Herzogin und ihr berühmtes Gebetbuch“ sowie während einer wissenschaftlichen Tagung vorgestellt.

Aussstellung: 13. Oktober 2018 - 6. Januar 2019

Museum Het Valkhof
Nijmegen, NL

Fr, 02.03.2018

Kat Menschik In der Galerie „Sonnensegel“

In der aktuellen Frühjahrs-Ausstellung der Brandenburger Galerie „Sonnensegel“ wird ein repräsentativer Querschnitt aus dem Illustrationswerk von Kat Menschik gezeigt. Neben den genannten Buchillustrationen sind u.a. Siebdrucke und Originalzeichnungen zu nordischen Sagen sowie die Bilder aus dem erfolgreichen Garten-Buch „Der Goldene Grubber“ zu sehen.

Internationale Bestseller-Autoren wie Haruki Murakami (Japan) lassen ihre Erzählungen von der Künstlerin illustrieren oder schreiben extra für die Künstlerin ganz und gar neue Texte als Basis für Bildnerisches. So handhabte es Volker Kutscher als er im Vorfeld der Verfilmung seiner Berlin-Krimis Kat Menschik eine Geschichte widmete, in der die Vorgeschichte der Protogonisten aus der preisgekrönten Serie „Babylon“ erzählt wird.

Im Galiani-Verlag gestaltet die Grafikerin eine Buchreihe mit selbst ausgesuchten Texten zu denen nicht nur kongeniale Bilderwelten geschaffen werden, sondern auch die von Kat Menschik besorgte Ausstattung aus jedem Exemplar auch eine gedruckte Liebeserklärung an das Medium Buch macht - am 12. April erscheint in dieser Reihe der Band „Unheimliche Geschichten“ von Edgar Allan Poe, ausgewählt von Fjodor Dostobjewski.
Die Grafikerin arbeitet für bekannte Zeitschriften und ist den Lesern des MAGAZINs aus Gestalterin des Titels bekannt..

Zur Vernissage wird Kat Menschik mit den Ausstellungsgästen ein „frühlingshaftes“ Plakat drucken.

Ausstellungseröffnung: 10. März 2018, 16 Uhr
Ausstellung: 10.März - 22. Juni 2018

Galerie „Sonnensegel“
Brandenburg/Havel, Gotthardtkirchplatz

Mo, 26.02.2018

Otto Rohse. Grafiker und Buchgestalter

In einer Ausstellung in der Landesbibliothek Oldenburg werden im Mai und Juni die zentralen Werkkomplexe des Künstlers Otto Rohse (1925 - 2016) - seine Pressendrucke, seine Kupferstiche und Holzstiche, seine Gebrauchsgrafik - in repräsentativer Auswahl vorstellen. Dank großzügiger Leihgaben seiner beiden Töchter kann zudem auch erstmals die Oldenburger Zeit Rohses ins Licht der Öffentlichkeit gestellt werden.

Otto Rohse genießt als meisterhafter Typograf, Holz- und Kupferstecher, Buchgestalter und Illustrator weit über die Grenzen Deutschlands hinaus einen hervorragenden Ruf. Zu seinen international bekannten Arbeiten gehören u.a. der 1966 von ihm gestaltete Katalog für den Deutschen Pavillon auf der Weltausstellung 1969 in Montreal/Kanada und die seit 1959 für die Deutsche Bundespost entworfene Briefmarken-Dauerserie “Deutsche Bauten aus 12 Jahrhunderten”. Besondere künstlerische Wirksamkeit hat Rohse als Typograph und Illustrator moderner Pressendrucke entfaltet. 1962 begründete Rohse eine eigene Presse: die Otto Rohse Presse in Hamburg. Herausragende Editionen sind Griechische Lyrik, Andreas Gryphius, Goethe und Kleist, Lasker-Schüler und Benn, Ansichten von Venedig, toskanische Blumen und seit 1969 die Zeitschrift „Sigill: Blätter für Buch und Kunst“.

Was wenig bekannt ist: 1967 bis 1968, also vor 50 Jahren, verbrachte Otto Rohse mit seiner Familie ein ganzes Jahr im Oldenburger Land. Rohse arbeitete in dieser Zeit nicht nur an einer Auftragsarbeit für Rolf Bölts, den damals größten Enten- und Putenzüchter Europas, sondern entwickelte in den zauberhaften "Oldenburger Landschaften" seine Technik des mehrfarbigen Kupferstichs weiter und ließ sich u.a. von Marionetten des Landesmuseums zu den Illustrationen in seinem berühmten Pressendruck Kleists "Marionettentheater" inspirieren.

Ausstellung: 3. Mai - 30. Juni 2018

Landesbibliothek Oldenburg
Pferdemarkt 15, 26121 Oldenburg

So, 25.02.2018

Eberhard Hartwig, BRIEF, 2006-07, Rohrfeder, Fett-Tusche, Pigmente auf Papier, 3,25 x 1.33 m; Foto © E. Hartwig

Skriptuale malerei und Graphik

Ein Stasi- oder FBI-Archiv? Bibliothek von Alexandria? Eberhard Hartwig nimmt Bezug auf über 6000 Jahre Schrift-/Kommunikationsgeschichte, von den ersten Bilderschriften über fernöstliche bis zu Geheimschriften. Mit seinen BRIEFEN in Schrift-/Buchrollenform zitiert er ebenso chiffrierte Berichte wie für Fremde nicht lesbare TagebuchAUFZEICHNUNGEN. Was ist aufzeichnungswert und damit bewahrenswert? Wie geht es uns z.B. bei Beschriftungen in Japanisch? Wie fühlen sich Immigranten in Deutschland dabei? Wie kommunizieren wir? Sprache und Schrift formen die Wahrnehmung der Welt jedes Individuums und prägen gleichzeitig seine Verortung darin. In Sprache und Schrift sind Denken und Tun, Autonomie und Kollektivität miteinander verwoben. Als Instrument für Teilhabe und Herrschaft ermöglichen sie Emanzipation und Unterdrückung gleichermaßen.

Eröffnung: 4. März 2018, 15 Uhr
Ausstellung: 5. März - 13. Mai 2018

Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz
Schloßsttr. 12/13, 17235 Neustrelitz

Do, 22.02.2018

Eckhard Froeschlin, Reinhold Frank, Radierung

Ein unbehäb Maul

Dichterporträts

Seit inzwischen 40 Jahren sind Porträts von Dichtern und Auseinandersetzung mit ihren Texten in Form von Radierungen und Buchkunst ein Arbeitsschwerpunkt für Eckard Froeschlin (Edition Schwarze Seite). 

Es begann mit etwa 20 Radierungen, die 1977-78 zu Leben und Werk seines mutmaßlichen Vorfahren Nicodemus Frischlin. Der unbequeme württembergische Hofdichter der Renaissancezeit, ein "unbehäb Maul", hat seine Kritik an Adel und Hofkanzlei mit Kerkerhaft auf der Festung Hohenurach bezahlt.
Die Radierungen aus den Mappen FRAGMENTE zu Friedrich Hölderlin und 10 DICHTER werden komplett gezeigt. Neben Künstlerbüchern werden auch die großformatigen, vollfigurigen Porträts von u.a. Hölderlin, Borges und Artaud zu sehen sein. Die jüngsten Arbeiten beziehen sich auf den Widerstandskämpfer Reinhold Frank (siehe Abb.).

Eröffnung: 4. März 2018, 11.30 Uhr
Ausstellung: 4. März - 1. April 2018

Galerie im Rathaus Aalen,
Marktplatz 30, 73430 Aalen

Do, 08.02.2018

Werner Klemke | Grafik und Buchkunst

Der Pirckheimer Matthias Haberzettl stellt in Chemnitzer Schlossbergmuseum Grafik und Buchkunst von Werner Klemke aus seiner Sammlung aus.

Man muss eigentlich nicht mehr darauf hinweisen: Prof. Werner Klemke (1917–1994), Gründungsmitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, gehörte zu den bekanntesten Buchgestaltern und Illustratoren in der DDR. Kaum einer, der nicht mit den von ihm illustrierten Kinderbüchern vom Wolkenschaf, dem Hirsch Heinrich oder Grimms Kinder- und Hausmärchen aufgewachsen ist …
Enorme Popularität erzielte Klemke mit den von ihm über drei Jahrzehnte hinweg gestalteten Titelseiten des „Magazins“, in denen er immer sein Markenzeichen, den Klemke-Kater zu verstecken wusste. Dauerhaften Erfolg bescherten ihm seine Illustrationen zu Werken der Weltliteratur, wie etwa dem „Dekameron“ von Boccaccio, Thomas Manns „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ oder den „Wahrhaftigen Geschichten“ von Montesquieu. Plakate, Briefmarkenserien, Karikaturen, Ex Libris und Miniaturen runden das Werk Werner Klemkes weiter ab.

Neben dem bekannten Künstler und Illustrator jedoch gab es einen lange „unbekannten“ Werner Klemke. Wie erst 2011 durch Funde im Archiv einer niederländischen jüdischen Gemeinde bekannt wurde, kam Klemke während der Besatzungszeit als Wehrmachtssoldat in Kontakt mit dem holländischen Widerstand. Er nutzte seine grafischen Fähigkeiten und Fertigkeiten, um Dokumente wie Lebensmittelkarten und Ausweispapiere zu fälschen und ermöglichte dadurch über 300 holländischen Juden Flucht und Überleben. In der Ausstellung werden Ausschnitte aus dem Film „Treffpunkt Erasmus“ von Annet Betsalel zu sehen sein.

Ausstellung: 25. Februar bis 15. April 2018

Schloßbergmuseum (Großer Saal)
Schloßberg 12, 09113 Chemnitz