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Pirckheimer-Blog

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Di, 14.05.2019

Plakat "Ineinander gespiegelte Form" von Klaus Dennhardt zur Ausstellung 1980/81 der Pirckheimer-Gesellschaft im Kulturbund der DDR, vierfarbiger Siebdruck (braun, rot, silber, schwarz), 81,6 x 57 cm, Abb.: Vorzugsausgabe, 100 Expl., sign., datiert

Rückblick

Vom 28. November 1980 bis 10. Januar 1981 fand im Club der Kulturschaffenden "Johannes R. Becher", Otto-Nuschke-Str. (heute Jäerstr.), Berlin-Mitte, die Graphik-Ausstellung der Pirckheimer-Gesellschaft "Siebdruck-Techniken" statt. 

Das Plakat zu dieser Ausstellung schuf der Dresdener Künstler Klaus Dennhardt.

Klaus Dennhardt, geboren 1941 in Dresden, besuchte nach der Schule bis 1961 die Arbeiter- und Bauernfakultät der Kunsthochschule, arbeitete als Bühnentechniker, Transportarbeiter und Dekorationsmaler, ab 1963 Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, Abschluss 1968, selbständig als freier Maler und Grafiker in Dresden. 1986 übersiedelte er mit seiner Familie aus der DDR nach Westberlin. Nach der Wende zog er zurück in seine Heimatstadt, behielt aber anfangs das Atelier in Berlin-Wedding, seit 2010 lebt und arbeitet er wieder ausschließlich in Dresden.

Fr, 03.05.2019

Andreas Küchler, Und morgen kommt Hans Isegrimm, da wird’s schlimm, 1985, Mischtechnik auf Papierfaltrollo, BLMK, Foto: Archiv BLMK, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018.

Papier ist (un)geduldig

Rollomalerei, Künstlerbücher und Künstlerplakate aus der Sammlung des Brandenburgischen Landesmuseums für moderne Kunst (BLMK)

Ausgehend von den Sammlungsbeständen des BLMK sollen die vielschichtigen Aspekte jener seit Ende der 1970er-Jahre, oftmals quer zu den kulturellen Maßgaben in der DDR entstandenen Werke untersucht und deren Fortleben in der Kunst Ostdeutschlands punktuell vorgestellt werden. Ein Schwergewicht bilden dabei die im Bestand befindlichen Faltpapierrollos von so bekannten Künstler*innen wie Micha Brendel, E.R.N.A., Dieter Ladewig, Max Uhlig, Gudrun Trendafilov oder Hans Scheuerecker – größtenteils in den 1980er-Jahren geschaffen. Die Besonderheit dieser großformatigen Rollomalerei liegt im exemplarischen Ausdruck jenes Zeitgeistes, der im neoexpressiven Aufbruch die ostdeutsche Kunstlandschaft im letzten Jahrzehnt der DDR nachhaltig veränderte.

Das Cottbuser Kunstmuseum war eines der ersten in Ostdeutschland, das 1988 Künstlerbücher in einer Kabinettausstellung präsentierte. Die damals begonnene Sammlung birgt eine Vielzahl jener kreativen Begegnung, so zwischen Maler und Dichter in selbstverlegten Büchern oder in Form des Buchobjektes. Auch Künstlerplakate in ihren unterschiedlichsten Erscheinungsformen bereichern seit Begründung der Plakatsammlung in Cottbus (1979) kontinuierlich die Bestände, die erstmals in umfassender Weise präsentiert werden. Hier offenbart sich ein Erfindungsreichtum, der die oftmals begrenzten Mittel spielend hinter sich läßt und vielfach mit den Drucktechniken experimentiert.

Die Ausstellung präsentiert eine erstaunliche Vielfalt ostdeutscher Positionen und verdeutlicht, wie diese unterschiedlichen Medien oftmals zusammenhingen und sich gegenseitig befruchteten.

Ausstellung: 18. Mai – 4. August 2019

Dieselkraftwerk
Uferstraße/Am Amtsteich 15, 03046 Cottbus

Do, 02.05.2019

© Christiane Pieper

Troisdorfer Bilderbuchpreis 2019 verliehen

Der Troisdorfer Bilderbuchpreis, der in diesem Jahr zum 22. Mal verliehen wird, geht an Christiane Pieper für ihre Illustrationen zum Buch „Hick!“ (Tara Publishing, 2017). Den zweiten Preis vergab die Jury an die Illustratorin Susanne Straßer für „Der Wal nimmt ein Bad“ (Peter Hammer Verlag, 2018). Der dritte Preis wurde schließlich an die Illustratorin Ulrike Möltgen für ihr Buch „Das Geschenk der Weisen“ (Insel Verlag, 2018) vergeben. Den Förderpreis erhält Claudia Schramke, die mit ihrem Dummy zu „Der Hund“ berzeugte. Die unabhängige Kinderjury, die sich aus Viertklässlern Troisdorfer Grundschulen zusammensetzte, wählte als ihren Favoriten das Buch „Eisbjörn. Das unglaubliche Abenteuer des tapferen Mäuserichs“ von Lev Kaplan (Thienemann, 2017). Der Troisdorfer Bilderbuchpreis ist der einzige Spezialpreis für künstlerische Bilderbuchgestaltung im deutschsprachigen Raum.

Mit der Preisverleihung, die am 7. Juli 2019 um 11 Uhr stattfinden wird, eröffnet das Museum zugleich die Ausstellung zum Troisdorfer Bilderbuchpreis. Sie zeigt eine Auswahl der eingereichten Arbeiten und damit ein abwechslungsreiches und repräsentatives Bild aktueller Bilderbuchillustration im deutschsprachigen Raum.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit zahlreichen farbigen Abbildungen sowie Texten von Rotraut Susanne Berner, Antje Ehmann, Karin Gruß, Pauline Liesen und Jennifer Walther-Hammel.

Weiter Informationen zum Troisdorfer Bilderbuchpreis 

(Dr. Pauline Liesen, Leiterin Museen Burg Wissem, Troisdorf)

Blick in das Arbeitszimmer von Anna Seghers, Akademie der Künste, Berlin | © Foto: Andreas Süß, 2019
Blick in das Arbeitszimmer von Anna Seghers, Akademie der Künste, Berlin | © Foto: Andreas Süß, 2019

Erlesene Bibliotheken – Artists’ Libraries

Für viele Künstlerinnen und Künstler stellt die eigene Büchersammlung eine wichtige Arbeitsumgebung und Inspirationsquelle dar. Die persönliche Bibliothek als bevorzugte Werkstatt von Kunstschaffenden steht im Fokus der Ausstellung „Erlesene Bibliotheken – Artists’ Libraries“, die ab dem 5. Mai am Pariser Platz gezeigt wird.

Ausgewählt aus über 300 persönlichen Bibliotheken, die sich im Besitz der Akademie befinden, werden wertvolle Bücher, Unikate und Rara, unter anderem aus dem Nachlass von Heinrich Mann, George Grosz, Bernhard Minetti und Christa Wolf, ausgestellt. Darunter befinden sich annotierte Exemplare, Künstlerbücher, zensierte Drucke, bibliophile Werke in Kleinstauflagen und Samisdat-Produktionen. Lesespuren wie Anstreichungen und Kommentare zeugen von intensiven Auseinandersetzungen, Widmungen lassen künstlerische Netzwerke erkennen, Bucheinlagen fungieren als Zeitkapseln. 

(Susanne Thier, Leiterin der Bibliothek)

5. Mai bis 16. Juni 2019, Di–So 11–19 Uhr,
Führungen: mittwochs 17 Uhr und sonntags 12 Uhr

Akademie der Künste
Pariser Platz 4, 10117 Berlin

Fr, 19.04.2019

Bild: René Halkett (1900–1983), Frau der Zwanziger Jahre, 1972, Öl auf Presspappe, 69 cm x 54 cm © Sammlung Memoria © Yuri Brodsky (Foto)

EINGEDENKEN

Bildende Künstlerinnen und Künstler im Exil 1933–1945
Kunstwerke aus der Sammlung Memoria Thomas B. Schumanns

Etwa eine halbe Million Menschen wurde ab 1933 von den Nationalsozialisten wegen ihrer politischen Gesinnung oder jüdischen Herkunft aus Deutschland vertrieben und zur Emigration gezwungen. 

Unter den vielen Intellektuellen, die ab 1933 ins weltweite Exil vertrieben wurden, waren auch mehrere hundert bildende Künstler. Außer den wenigen Berühmten, wie Max Beckmann, Oskar Kokoschka, George Grosz, Josef Albers oder Max Ernst, gerieten die allermeisten nach 1945, als Abstraktion und Informel vorherrschten, in unverdiente Vergessenheit, obwohl sie bis 1933 durchaus eine wichtige Rolle gespielt hatten. Wie sehr zu Unrecht diese Künstler nicht mehr präsent sind, belegt die Sammlung Memoria des Verlegers Thomas B. Schumann, der seit Ende der neunziger Jahre über 750 Arbeiten von emigrierten Künstlern und Künstlerinnen zusammengetragen hat, die vor, während oder auch nach der Zeit ihres Exils entstanden sind.

Anlässlich des Jahrestags der Bücherverbrennung vom 10. Mai, dem ersten Fanal der zerstörerischen Kulturpolitik der Nationalsozialisten, zeigt die aktuelle Ausstellung im Dialograum Kreuzung an St. Helena einen Ausschnitt der Sammlung Memoria Thomas B. Schumanns in der Absicht, auf infolge der Emigration unbekannt gebliebene Künstler und Künstlerinnen, wie z. B. Eugen Spiro, Charlotte Berend Corinth, Arthur Kaufmann, Herbert Fiedler, René Halkett, Carl Rabus, Hans Tombrock oder Rudolf Jacobi, aufmerksam zu machen.

Denn sie schufen Werke, so die Kunsthistorikerin Dr. Brigitte Schad 2013, „deren Qualität erstaunen lässt“. Zugleich verbinden wir mit dieser Initiative den Wunsch, für die laut WDR und FAZ „einzigartige“ Sammlung Memoria mitsamt Archiv in Bonn ein Domizil zu finden, d. h. ein Museum inklusive Forschungsstätte für Exil-Kunst und auch Exil-Literatur zu schaffen.

Eine Initiative der Projektgruppe Museum des Exils Bonn (Jürgen Repschläger, Thomas B. Schumann, Georges Paul), kuratiert von Georges Paul, veranstaltet vom Dialograum Kreuzung an St. Helena, in Kooperation mit: Edition Memoria, Antiquariat Walter Markov, In Situ Art Society, Singularity Arts Collective und mit Unterstützung durch das Kulturamt der Stadt Bonn.

Vernissage: 10. Mai 2019, 19 Uhr
Ausstellung: 10. Mai - 6. Juni 2019
Rahmenprogramm: kreuzung-helena
Finissage: 6. Juni 2019, 19 Uhr

Dialograum Kreuzung an St. Helena
Bornheimer Straße 130, 53119 Bonn

Di, 09.04.2019

Ralf Hentrich - „o.T.“, Strichätzung/Aquatinta, 2017, 113 x 122 mm

SÜDLICH VON KOPENHAGEN

Der Verein Kulturlandschaft Nord widmet dem Künstler Ralf Hentrich posthum eine Ausstellung mit Druckgrafiken und Buchobjekten aus den letzten Schaffensjahren.

Der 1965 in Zehdenick geborene und und zuletzt in Altglobsow tätig gewesene, große, zeitgenössische Grafiker, der vor allem Landschaftsradierer war, ist Träger zahlreicher Preise und Stipendien. Auf seine eigene konsequente Art, sich auf unkonventionelle, experimentelle, dennoch traditionelle Weise, mit dem Thema der Landschaftsradierung zu befassen, sind unverwechselbare Grafiken entstanden. Für die meist klein- mitunter aber auch großformatigen Arbeiten waren oft nordische Landschaften, von Brandenburg über die kurische Nehrung bis Dänemark mit ihren Regionen und Küsten Inspirationsquelle, mitgebracht von Reisen übers Land.

Hentrichs nordische Momentaufnahmen mit Küstenstreifen, Wetter, Wind und Wolken sind aufs Papier gebrachte Kleinode, meisterhafte Radierungen, in dieser Ausstellung zu sehen.

Zur Ausstellung wird der Katalog „Südlich von Kopenhagen“ im pictus Verlag, Husum-Schobüll-Halebüll, Hrsg. Hans Heinrich Lüth erscheinen.

Zeitgleich wird in der Galerie Eremitage Gransee, eine Kabinettausstellung mit Holzschnitten des Künstlers zu sehen sein.

Ausstellung Radierungen und Buchobjekte *: 19. Mai - 30. Juni 2019
Ausstellung Holzschnitte **: 19. Mai - 6. Juli 2019

* Klostergalerie Zehdenick
Am Kloster,16762 Zehdenick

** Eremitage Gransee
Galerie für zeitgenössische Buchkunst und Druckgraphik
Mauerstraße 4A, 16775 Gransee

Mi, 03.04.2019

"Reframing Worlds" in der Galerie im Körnerpark 2017/18, Foto © Nihad Nino Pusija

DRUCK DRUCK DRUCK

Das Projekt DRUCK DRUCK DRUCK bringt die Druckwerkstatt in die Galerie und schafft Raum für unabhängige Print-Gemeinschaften aus Berlin und darüber hinaus. Die interdisziplinäre, multi-formatige Ausstellung erforscht, wie Printmethoden verwendet werden können, um radikale Ziele in der Kunst, der Bildung und der Gemeinschaft zu erreichen.

Risograph, Siebdruck, Mimeograph, Hochdruck, Xerox; Drucke, Zines, Kunstbücher; Ausstellungen, Installationen, Workshops, Diskussionen, Präsentationen und Leseräume: Über vier Monate werden verschiedene Künstler und Projekte eingeladen, Räume für das Lernen, Kreieren, Teilen, Lesen, Verlegen und Tauschen zu generieren. Die Galerie im Körnerpark verwandelt sich in ein Zentrum für Gemeinschaft, die Ausstellung wächst und wandelt sich in dieser Zeit. Ein Fest für Generationen von Print- und digitalen Leser vor und nach dem Internet.

Mit: Schikkimikki Zinedistro & Library, Czentrifuga kollektiv, Penthaus für schöne Formate, Lucky Punch Press, Archiv der Jugendkulturen, Hopscotch Reading Room, Deniz Beser/Heyt be! Fanzin, Salt and Cedar Press, Erwin Blok, Petra Schulze-Wollgast, Colorama, Lady Liberty Press, Paul Paetzel, Drucken 3000, Gloria Glitzer / We Make It, Luca Bogoni, Outer Space Press / Pogo Books, BAÇOY KOOP, Lucky Punch Press, Aisha Franz, Viktor Vejvoda, Paper News, u.a.

Kuratiert von Nina Prader and John Z. Komurki

Ausstellungseröffnung: Freitag, 12. April 2019, 18 Uhr
Ausstellung vom 13. April - 14. August 2019

GALERIE IM KÖRNERPARK
Schierker Str. 8, 12051 Berlin

So, 03.03.2019

ausgewählt schön

Eine Ausstellung in Berlin widerspiegelt mit etwa 100 Titeln die Vielfalt und Breite des Büchergilde-Programms: Klassiker finden sich darunter ebenso wie illustrierte Bücher und Graphic Novels, Sachbücher sowie aktuelle Romane und die Edition Weltlese.
Begleitend zur Ausstellung werden in einer Lesung auf einem Büchergilde-Abend in den Räumlichkeiten der Philipp-Schaeffer-Bibliothek mit einem moderierten Gespräch Jana Hensel und Wolfgang Engler den Band "Wer wir sind" vorstellen.

Ausstellung: 4. März - 18. April 2019
Lesung: 12. März 2019, 20 Uhr

Philipp-Schaeffer-Bibliothek
Brunnenstr. 181, Berlin-Mitte 

Do, 07.02.2019

Max Liebermann (1847 -1935) „Kenner und Künstler 2" zu Goethe, Ausgewählte Gedichte, Steindruck, 1924

Barlach, Beckmann, Slevogt, Grosz ...

Steindruck aus den Jahren 1919 - 1925

Im Kunsthaus Müller findet eine Ausstellung mit Steindrucken aus der Zeit der Klassischen Modeme statt. Die Blätter von Barlach, Beckmann, Slevogt, Grosz u.v.a. mehr sind auch zu erwerben, handelt es sich doch um Auflagendrucke der Lithographie. Ein Zertifikat ist jedem Blatt beigefügt. Wir danken dem Kunsthaus Lübeck für die Bereitstellung der Arbeiten.

Am Tag der Druckkunst.beteiligt sich das Kunsthaus mit Schaudrucken und Führungen  ebenfalls an diesem Tag findet aus diesem Anlaß das Museumsgespräch statt. Die Geraer Journalistin und Moderatorin Angelika Bohn wird sich mit dem Steindruckmeister Christian Müller unterhalten. 

Am Tag der offenen Töpferei lädt das Kunsthaus Müller laden herzlich von jeweils 10:00-18:00 Uhr ein.

(Christian und Bärbel Müller)

Ausstellung: 6. Februar - 30. April 2019
Tag der offenen Töpferei: 9. und 10. März 2019
Tag der Druckkunst: 15. März 2019

Kunsthaus Müller & Galerie für zeitgenössische Kunst
Markt 6, 07343 Wurzbach/Thüringen

Sa, 02.02.2019

Titelseite des sog. Prunk ABC-Buchs Maximilians – © Österreichische Nationalbibliothek

Kaiser Maximilian I. Ein großer Habsburger

Maximilian I. regierte an der Zeitenwende vom Mittelalter zur Renaissance, weshalb er auch den Beinamen „der letzte Ritter“ trug. Anlässlich seines 500. Todestages präsentiert die große Sonderausstellung im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek den Kaiser und seine Zeit anhand zahlreicher, eindrucksvoller Handschriften und wertvoller Frühdrucke.

Zu sehen sind über 90 wertvolle Objekte, darunter prachtvoll ausgestattete Handschriften aus Maximilians Büchersammlung wie das berühmte Abc-Buch und Werke aus der Frühzeit des Buchdrucks. Ebenfalls zu sehen ist ein Porträtholzschnitt Albrecht Dürers und Maximilians autobiografisch beeinflusster „Weißkunig“: Das reich illustrierte Werk war nach dem Tod des Kaisers in Vergessenheit geraten, erst im 18. Jahrhundert hatte man die Druckplatten wiederentdeckt.

15. März – 3. November 2019

Österreichische Nationalbibliothek, Prunksaal
Josefsplatz 1, 1010 Wien

Di, 11.09.2018

Fotos: Anja Harms

unverhofft blühen Worte um Worte auf

Unter diesem Titel stellen Anja Harms und Eberhard Müller-Fries Buchskulpturen, Künstlerbücher und Installationen in der Alten Hansestadt Lemgo aus.

Die Literatur ist der ständige Begleiter der Künstler. Gedichte u. a. von Paul Celan, Hans Arp, Ingeborg Bachmann, Johannes Bobrowski – aber auch altenglische Elegien und die Gesänge aus dem finnischen Nationalepos „Kalevala“ stoßen bei ihnen etwas an, was sie in Farben, Formen und Strukturen übersetzen.

In ihren Werken vereinigen sie zwei Künste. Anja Harms ist Buchkünstlerin, Eberhard Müller-Fries Bildhauer. Ihre gemeinsam erschaffenen Arbeiten leben von der künstlerischen und handwerklichen Aneignung des jeweils anderen. Es entstehen raumgreifende, lesbare Skulpturen, Installationen, Buchskulpturen und Künstlerbücher. Sie denken zusammen, was sich ausschließt und eröffnen damit neue Perspektiven.

Ausstellung: 09. - 16. September und 30. September - 28. Oktober 2018
Vom 17. bis 27. September 2018 kann die Ausstellung nur auf Anfrage geöffnet werden. Anmeldung bitte ggfs. unter der Nummer 05261/213273.

Galerie Eichenmüllerhaus
Braker Mitte 39, 32657 Lemgo

Do, 30.08.2018

Gerhard Lahr in der Bücherstadt Wünsdorf

Zu den Jubiläen 20 Jahre Bücherstadt und 15 Jahre NEUE GALERIE wird Wünsdorf die dritte Station, diesmal in einer Gruppenausstellung, mit Werken von Gerhard Lahr (1938 - 2012), der Im Januar 2018 achtzig Jahre alt geworden wäre. Gezeigt werden Original-Illustrationen des Künstlers, die als Leihgaben der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz; Kinder- und Jugendbuchabteilung zur Verfügung gestellt werden.

Gerhard Lahr begann 1953 eine 2-jährige Lehre als Plakat- und Schriftmaler (Gebrauchswerber) und studierte von 1956 bis 1959 an der Fachschule für Angewandte Kunst Magdeburg/Fachrichtung Gebrauchsgrafik. 1962 folgte ein Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Seit 1963 lebte er freischaffend  in Berlin und widmete sich Illustrationen, vorwiegend für Kinder- und Jugendbuchverlage, aber auch für Zeitschriften. Über 150 Kinder-, Jugend- und Schulbücher werden von ihm illustriert. In den Jahren 1969, 1972, 1973 und 1979 erhielt er den Preis „Schönstes Buch" zur Internationalen Buchkunst-Ausstellung Leipzig. 1982 nahm er den "Hans-Baltzer-Preis" des Kinderbuchverlages Berlin entgegen.

Eröffnung: 1. September 2018, 15 Uhr
Es sprechen: Karsten Dornquast, Amtsleiter Amt für Bildung und Kultur des Landkreises Teltow-Fläming
Margitta Wünsche, Vorsitzende der Kunstfördergemeinschaft des Fördervereins “Freunde der Bücherstadt Wünsdorf” e. V.
Werner Borchert, Geschäftsführer der Bücherstadt-Tourismus GmbH.
Die Laudatio hält der Pirckheimer Rainer Ehrt
Musik: Joachim Gies, Saxophon, Percussion, Sprecher, Komposition mit der Uraufführung JEDER MENSCH TRÄGT EIN ZIMMER IN SICH mit Texten von Franz Kafka.
Ausstellung vom 1. September - 7. Oktober 2018

NEUE GALERIE, Bücherstadt Wünsdorf-Waldstadt

Mo, 27.08.2018

Dr. Hans-Jochen Marquardt
Fotos © Abel Doering

Reclam braucht keine Reklame

Pirckheimer aus Berlin und Potsdam, selbst Reclam-Freunde aus Leipzig und Halle, nutzten heute den letzten Tag der Ausstellung "Reclams Universal-Bibliothek im Wandel der Zeiten" in der Bibliothek der Freien Universität Berlin für einen Vortrag und eine durch Dr. Hans-Jochen Marquardt geführte Besichtigung. Dieser kuratierte nicht nur die Ausstellung und ist Vorstandsvorsitzender des Literarischen Museums e.V., aus seiner Sammlung, in 50 Jahren zusammengetragen, stammen auch die vorgestellten Exponate.
Für alle, die diese interessante Ausstellung jetzt verpasst haben eine wichtige Information: Das Literarische Museum, ein gemeinnütziger Verein zur Pflege von Reclams Erbe, wird Ende Oktober (im Gespräch war der 24.) in Leipzig das Literarische Museum eröffnen, ein Reclam-Museum, wozu Herr Marquardt, den viele Pirckheimer vor einigen Jahren als Leiter des Kleist-Museums in Frankfurt/O kennenlernen konnten, schon jetzt herzlich einlud. Hier erwarten den Besucher dann z.B. ein originalgetreuer Nachbau eines Reclam-Automaten und ein Bücherregal in Altarform, speziell hergestellt vom Verlag für die komplette Reclam-Sammlung und natürlich vieles aus der Verlagsproduktion, was an der FU Berlin nur beispielhaft gezeigt werden konnte.
(ad)

Sa, 18.08.2018

C. Kreiser: ups and downs, Linoldruck, 2016

Wasser und Feuer

Der Frankfurter Kunstverein hat Constanze Kreiser für einen Ausstellungs- und Arbeitsaufenthalt im Projekt "Regenerativverfahren" ausgewählt. Die Künstlerin wird sich mit dem Thema Stoffwandel auseinandersetzen. Paracelsus Vorstellungen zum Körperstoffwechsel sind der Ausgangspunkt. Aufnahmen der Oder werden Wasser und Wärme ausgesetzt. Die Ausstellung ‚Wasser und Feuer‘ zeigt diese Wandlungs-prozesse.

Constanze Kreiser ist Konzeptkünstlerin, sie setzt sich mit gesellschaftlichen Themen wie Körpermanipulationen (z.B. 2004 mit ‚Unter die Haut‘) und Grenzen des Lebens auseinander, um sie in eine begreifbare künstlerische Form zu bringen: als Bild, als Text oder in beliebige räumliche Kombinationen von beidem.

Ihre Arbeiten entstehen beim Lesen und Nachdenken über Raum und Gesellschaft. Grundlage dafür ist ein abgeschlossenes Architekturstudium mit Abstechern in die Psychologie, Philosophie und Kunstgeschichte. Verschiedene Auslandsaufenthalte zu Forschungszwecken verhalfen ihr zu einem fremden Blick auf Vertrautes.

Vernissage: 15. November 2018, 19.30 Uhr,
Ausstellung: 15. November - 13. Dezember 2018
Finissage: 13. Dezember 2018, 19.30 Uhr mit den Ergebnissen der Einwirkungen

Galerie B, Haus der Künste, Lindenstr. 4, Frankfurt/Oder

Mi, 15.08.2018

Erstes Brandenburgisches Konzert ...

... für 26 Buchstaben und einen Typographen

Die Eremitage Gransee eröffnet am kommenden Freitag eine Ausstellung des Belgischen Typographen Stephane de Schrevel.

Stephane de Schrevel, Gent, arbeitet gern und oft mit Blei- und Holzlettern, um seine rein typografischen Blätter zu drucken. Und er ist einer der ganz wenigen Kollegen, der hervorragend auch mit exotischen Schriften umgehen kann …
Wer sein Blatt „Je suis dada“ zur DADA-Ausstellung der Eremitage, die international gezeigt wurde, gesehen hat, dürfte gespannt sein auf weitere Arbeiten.
Die Eremitage ist außerordentlich erfreut, die Drucke nun auch etwas ausführlicher in Deutschland vorstellen zu dürfen.

Vernissage: 24. August 2018, 18 Uhr, der Künstler ist anwesend, einführende Worte: Marc Berger
Ausstellung: 24. August - 28. Oktober 2018

EREMITAGE GRANSEE
Galerie für zeitgenössische Buchkunst und Druckgraphik
Mauerstraße 4A, 16775 Gransee