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Werner Klemke

Pirckheimer-Blog

Werner Klemke

Sa, 20.02.2021

Screenshot mit einem Angebot zu Werner Klemke, leider bereits vergriffen

Vorzugsausgaben und Bücher mit Einzeichnungen

Um die Wartezeit auf die Wiedereröffnung der Galerie der Berliner Graphikpresse zu verkürzen, hat Sabine Ulber eine aktuelle Buchliste mit besonderen illustrierten Büchern, Vorzugsausgaben, interessanten und teils vergriffenen Katalogen und Monographien zusammengestellt.

Darunter unter anderem Bücher mit Einzeichnungen und eine Reihe von Katalogen des Dresdner Meisters Hermann Glöckner. 

Hier geht es zum Katalog.

 

Fr, 29.01.2021

29. Januar 1956

Das Heftchen "29. Januar 1956", als "Bibliophiles des Monats Februar" aus gutem Grund drei Tage zu früh vorgestellt, war der erste Druck der Pirckheimer-Gesellschaft und auch die erste Gabe an ihre Mitglieder - es erschien aus Anlass der vor 65 Jahren an eben diesem Tag stattfindenden Gründungsversammlung im ehemaligen Café Budapest in der heutigen Karl-Marx-Allee in Berlin.

Die Gründungsveranstaltung sollte ursprünglich 1955 in der Bibliothek des Kulturbundes in der Berliner Mauerstraße, begleitet von einer Ausstellung mit Büchern aus Beständen von Bruno Kaiser, zu Schillers 150. Todestag stattfinden, weshalb der Druck zur Gründungsfeier die Anekdote von Friedrich Schiller "Herzog von Alba bei einem Frühstück auf dem Schlosse zu Rudolstadt im Jahre 1547" nach dem Text des Erstdrucks im Deutschen Merkur vom Oktober 1788, sowie den Abdruck der von Schiller genutzten Quelle aus "J. Söffings Res in Ecclesia et Politica Christiana gestae, Rudolstadt 1670 pag. 199 sequ." enthält.

Die Gesamtherstellung übernahm die Hochschule für angewandte Kunst Berlin-Weißensee. Auf dem Titel der 20seitigen fadengehefteten Broschur im Format 14,8 x 21,5 cm prangt erstmalig ein von Werner Klemke geschaffener Holzstich, der bis heute, wenn auch nicht mehr farbig, das Logo der Gesellschaft ist, Seite 5 ziert eine, ebenfalls von ihm geschaffene Vignette (Abbildungen). Der Text wurde gesetzt aus der 10 Punkt Bodoni und mit Blick auf die im Gründungsjahr zu erwartende Mitgliederzahl in 250 Exemplaren auf Faserpapier im Buchdruck gedruckt.

Obwohl diese bibliophil ansprechend gestaltete Gabe zur Gründung nichts mit den ein Jahr später ins Leben gerufenen klammergehefteten, auf Werkdruckpapieren gedruckten Mitteilungsblättern der Pirckheimer-Gesellschaft , den Marginalien, gemein hat, wird sie aufgrund des Formats und einer ähnlichen Umschlaggestaltung unter Pirckheimern mitunter auch "Heft Null der Marginalien" genannt.

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Mi, 20.01.2021

Kater Klemke

Wie man es von Matthias Haberzettl, Sammler und ausgewiesener Kenner von Werner Klemke (1917 - 1994) kennt, erschien zum Jahresbeginn gemeinsam mit einem Neujahrsgruß ein Heftchen mit einem Einblick in seine Sammlung.

Klemkes "Kater-Unikate" lautet in diesem Jahr das Thema seiner 12seitigen Publikation, vorgelegt in 125 Exemplaren. Darin findet man Widmungen und Einzeichnungen, gezeichnete Vorlagen für Wandkalender, u.a. für den Leipziger Verleger Karl Quarch und fünf Blätter mit Skizzen zu seinem wohl am weitesten verbreiteten Werk "Die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm". Aber auch Bilder von Ausstellungen in Kyoto und Tokyo, sowie Zeichnungen seiner Tochter Christine Klemke, was die weltweite Verehrung und Lebendigkeit der Arbeiten dieses beliebten Illustrators zeigt.

Sa, 24.10.2020

Volker Pfüller (1939 - 2020)

Der Graphiker, Bühnenbildner und Illustrator Volker Pfüller ist gestern nach langer Krankheit in Rudolstadt gestorben.

Volker Pfüller, geboren 1939 in Leipzig, war einer der wichtigsten deutschen Plakatgestalter, Bühnenbildner und Illustratoren. Als Professor für Bühnenbild an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und für Illustration an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig hat er - selbst Schüler von Werner Klemke, Klaus Wittkugel und Arno Mohr - Generationen von Studenten geprägt.

Die Liste der Verlage, für die Volker Pfüller gearbeitet hat, beinhaltet viele bekannte Namen, darunter Eulenspiegel Verlag, Kinderbuchverlag Berlin, Aufbau Verlag, MaroVerlag, Büchergilde Gutenberg und Lubok Verlag. Volker Pfüllers Bücher wurden mehrfach prämiert, u. a. bei den Wettbewerben »Schönste Bücher der DDR« und »Die Schönsten Deutschen Bücher« der Stiftung Buchkunst.

Der nebenstehende Druck entstammt einer Einladung des LBA im Haus des Buches Ende 2019 zu einer Ausstellung mit Illustrationen des Künstlers. Als eine seiner letzten Arbeiten hielten die Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft seinen Holzschnitt der verlorenen Form in der Hand, der den Marginalien #236 als Originalgraphik beilag.

Do, 24.09.2020

»Ich mag die Vielfalt.«

In einer Veranstaltung des Leipziger Bibliophilen-Abends spricht der Pirckheimer Matthias Haberzettl über den Gebrauchsgrafiker Werner Klemke.

Es gab in der DDR wohl keinen Haushalt, der nicht über Drucksachen aus der Feder von Werner Klemke verfügte. Von den beliebten Kinder- und Märchenbüchern über Briefmarken und das monatlich erscheinende »Magazin« mit dem ständig neuen Kater als Markenzeichen auf der Titelseite war Werner Klemke wie kaum ein anderer Grafiker omnipräsent. Doch über Illustrationen, Zeichnungen und Holzstiche für unzählige Ausgaben illustrierter Bücher hinaus war sein grafischer Kosmos viel weiter gespannt, wie auch sein Credo »Ich mag die Vielfalt« deutlich macht.
Matthias Haberzettl ist dem Werk von Werner Klemke in mehrfacher Hinsicht eng verbunden. Er ist Vorstandsmitglied der Pirckheimer-Gesellschaft - deren Mitbegründer Klemke 1956 war - und als einer der wichtigsten Klemke-Sammler  auch einer der besten Kenner seines Œuvres. Matthias Haberzettl bringt seinem Publikum das nahe, was viele von Werner Klemke in großen Teilen noch nicht kennen: die enorme Vielfalt.

6. Oktober 2020 / 19.30 Uhr, Eintritt frei. Anmeldung unter 0341 30 85 10 86 oder tickets@literaturhaus-leipzig.de

Literaturhaus Leipzig e.V. /  Literaturcafé
Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig

Sa, 28.12.2019

Alle Jahre wieder ...

... gelingt dem Pirckheimer Matthias Haberzettl ein neuer Jahresgruß zum Thema Werner Klemke, auch zum Jahresabschluss 2019 hat sich wieder etliches Neue (und Alte) in den Tiefen seiner Sammlung gefunden.

Werner Klemke wird im Vorwort zitiert: "Neben der Arbeit für das Buch habe ich immer vieles andere gatan. Ich glaube, es gibt nichts Schlimmeres, als sich zu spezialisieren. Ich habe viel für die Presse gezeichnet, Plakate gemacht, Prospekte, Typographien, Ausstellungstafeln, habe Schrift gezeichnet, Bühnenbilder und Kostüme entworfen und immer wieder - bloß so und für mich - gezeichnet, gemalt und herumprobiert."

Das Heftchen "Werner Klemke und das Theater", Augsburg 2019, 12 Seiten, Klammerheftung, zahlreiche farbige Abb., erschien in 125 Exemplaren.

Mi, 16.10.2019

Musenküsse

Der Leipziger Bibliophilen-Abend präsentiert den Buchkünstler und Illustrator Volker Pfüller. Gezeigt werden neben illustrierten Büchern auch Zeichnungen, Entwürfe, Skizzen und Druckgrafiken in verschiedenen Techniken.

Volker Pfüller, geboren 1939 in Leipzig, ist einer der wichtigsten deutschen Plakatgestalter, Bühnenbildner und Illustratoren. Als Professor für Bühnenbild an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und für Illustration an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig hat er - selbst Schüler von Werner Klemke, Klaus Wittkugel und Arno Mohr - Generationen von Studenten geprägt.
In einer Vielzahl von Ausstellungen wurde Volker Pfüllers Werk bisher in zahlreichen Facetten gezeigt, doch selten stand dabei seine Arbeit für das Buch im Fokus.
Die Liste der Verlage, für die Volker Pfüller gearbeitet hat, beinhaltet viele bekannte Namen, darunter Eulenspiegel Verlag, Kinderbuchverlag Berlin, Aufbau Verlag, MaroVerlag, Büchergilde Gutenberg und Lubok Verlag. Volker Pfüllers Bücher wurden mehrfach prämiert, u. a. bei den Wettbewerben »Schönste Bücher der DDR« und »Die Schönsten Deutschen Bücher« der Stiftung Buchkunst.

Eröffnung: 5. November 20I9, 18 Uhr
Ausstellung: 6. November - 30. Dezember 2019

Haus des Buches
Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig. 

Mo, 12.08.2019

Die Facezien des Poggio Bracciolini mit Illustrationen von Werner Klemke, Minibuch, Foto © Abel Doering

Der Buchkünstler Werner Klemke

In der Leipziger Bibliotheca Albertina läuft derzeit die Ausstellung „Politische Literatur & unpolitische Kunst. 50 MÄRZ Verlag – 100 Jahre Karl Quarch Verlag“.

Innerhalb des umfangreichen Rahmenprogramms zur Ausstellung wird der Pirckheimer Matthias Haberzettl, Inhaber des Karl Quarch Verlags, über den Buchkünstler Werner Klemke (1917-1994) einen Vortrag halten. Als Titel wählte der Klemke-Kenner und -Sammler ein Zitat des bekannten Zeichners und Illustrator: "Ich habe Bücher schon immer als einen Schatz betrachtet".

Ausstellung: 5. Juli - 3. November 2019
Vortrag von Matthias Haberzettl: 3. September 2019, 18 Uhr

Universitätsbibliothek Leipzig / Bibliotheca Albertina, Vortragssaal
Beethovenstr. 6, 04107 Leipzig

Mi, 26.06.2019

wiedergelesen: Boccaccios Dekameron

Wiedergelesen ist eigentlich zuviel gesagt, wieder angeschaut trifft es wohl eher.

Vom Dekameron gibt es bekanntlich nicht nur eine illustrierte Ausgabe, seien es die der unbekannten Holzschneider der venezianischen Ausgabe von 1492 oder der von 1602, seien es die Illustrationen in unterschiedlichsten Techniken von Lucian Zabel, de Brunelleschi, Hilde Schlotterbeck, Grandville, Tony Johannot, Nanteuil, Mac Harshberger, Louis Chalon, F.v. Bayros, Gravelot, Bouchet u. Eisen, Gerd Grimm, Friedrich Hechelmann, Fritz Kredel, Fritz Richter, Guido Somare, A. Grunenberg, Werner Kann, G. Schmedes, Eduard Prüssen, Hans-Joachim Walch und vielen anderen.
Die Ausgabe, die mir wieder in die Hände fiel, sticht jedoch aus der Menge hervor, auch wenn sie in der Auflistung wichtiger Boccaccio-Ausgaben auf Wikipedia fehlt, obwohl deren Illustrator Werner Klemke (1917 - 1994) von der italienische Stadt Certaldo, dem Geburts- und Sterbeort Giovanni Boccaccios, für diese Holzstiche 1975 mit der Ehrenbürgerschaft geehrt wurde - ein durchaus seltener Vorgang für einen DDR-Künstler zu Zeiten des Kalten Krieges.

Werner Klemke schuf für die DDR-Originalausgabe weit mehr als 100 Holzstiche, gut 100 wählte er dann für den Band aus. Es ist jedoch nicht die Edition des Aufbau-Verlags Berlin von 1958, zwei Bände im Schuber, seinerzeit als eines der Schönsten Bücher der DDR ausgezeichnet, die mir heute in die Hände fiel, diese ist, vermutlich verborgt, den Weg der vielen verliehenen Bücher gegangen, es ist auch nicht die 1985 in der Büchergilde Gutenberg Frankfurt am Main, Olten und Wien in Lizenz erschienene Ausgabe, sondern ein weiterer Nachdruck, ebenfalls zweibändig im Schuber, der bei Jokers derzeit stark im Preis gesenkt angeboten wird, 2015 für die Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG) Darmstadt verlegt bei Lambert Schneider, einem Imprint der WBG. Und es sei hinzugefügt: Ausstattung, besseres Papier und gediegener Druck lässt gegenüber der Originalausgabe von vor über 60 Jahren an nichts zu wünschen.

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So, 30.12.2018

PF 2019 mit W. Klemke & E. Prüssen

Die Neujahrswünsche von Matthias Haberzettl sind auch in diesem Jahr mit kleinen exklusiven Publikationen zu seinen Sammelgebieten Werner Klemke und Eduard Prüssen verknüpft.

Die Jahresgabe "Werner Klemke - Zum 100. Geburtstag 2017" berichtet in einer Auflage von 125 Exemplaren, illustriert mit Fotos, Veranstaltungs- und Ausstellungsankündigungen, über die wichtigsten Ereignisse im Jahr des 100. Geburtstages dieses Künstlers, darunter die (schon 2016 stattgefundene) Ausstellung im Winckelmann-Museum Stendal, in Oranienburg, danach in der Galerie Sonnensegel" in Brandenburg, in der Wissenschaftlichen Bibliothek der Russischen Akademie der Künste in St. Petersburg und dann in Kiew.
In Weissensee fand ein Festakt statt und es wurde eine Grünfläche in "Werner-Klemke-Park" umbenannt. Neben den Veranstaltungen in Leipzig, Berlin, Frankfurt/M, Bernau, Halle, Offenbach wird auch auf wichtige Artikel in unterschiedlichhesten Zeitungen verwiesen.

Die Jahresgabe "Eduard Prüssen - Neujahrsgrüße / Eine Auswahl" erschien in einer Auflage von 30 Exemplaren und enthält nicht nur Abbildungen von Neujahrsgrüßen von 1963 bis 2010, sondern auch Vorarbeiten und nicht ausgeführte Entwürfe.

 

Do, 16.08.2018

Logo der Pirckheimer-Gesellschaft, geschaffen von Werner Klemke, auf dem Arm eines wahren Pirckheimers

Sammler & andere Verrückte

Seit anderthalb Jahren ist dem Pirckheimer-Logo augenzwinkernd das Motto "für Sammler & andere Verrückte"  beigefügt und wir wissen alle, die Grenze zwischen Bibliophilie und Bibliomanie verläuft fließend. So verwundert es z.B. nicht, dass 2014 in der Harvard-Universität ein Bucheinband aus Menschenhaut gefunden wurde, ein Unikat des Titels «Des destinées de l'âme» («Schicksal der Seelen») des französischen Schriftstellers Arsène Houssaye.

Der Pirckheimer Ralf Parkner hatte die Courage, dieses Motto "für Sammler & andere Verrückte" wörtlich zu nehmen und ließ sich das Logo der Pirckheimer-Gesellschaft auf seiner Haut auf den Oberarm tätovieren. Respekt!

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Di, 08.05.2018

In Klemkes Atelier

Christine Klemke lud heute zur Vernissage in ihr Atelier, welches schon Arbeitsstätte ihres Vaters Werner Klemke war. Vorgestellt wurden Bilder von 30 Kindern (für das Foto kamen nur einige der "jungen Künstler" zusammen), die sich in den letzten Monaten unter ihrer Anleitung dem Thema "Liebe zwischen Mutter und Kind in Tierfamilien" widmeten.
Herausgekommen sind kleine Kunstwerke, mit denen nicht nur die Kinder ihre persönlichen Erfahrungen von Mutterliebe in die Tierwelt projezierten, sondern in dieser unverdorbenen kindlichen Art auch der "Erwachsenen"welt zeigen, dass man den Tieren und ihrem Leben mit Achtung und Ehrfurcht begegnen muss.

Ausstellung: 8. Mai - 20. Juni 2018

Atelier und Archiv Prof. Werner Klemke
13086 Berlin Tassostr.21

Mo, 16.04.2018

Werner Klemke in Chemnitz

Mit der Aufführung des Dokumentarfilmes »Treffpunkt Erasmus. Die Kriegsjahre Werner Klemkes« ging am 15. April 2018 eine Werkausstellung Werner Klemkes (12. März 1917– 26. August 1994) im Chemnitzer Schlossbergmuseum zu Ende.[ ...]

Matthias Haberzettl ist der bedeutendste Sammler von Klemkes Arbeiten. ... Ihn begeistert die Vielseitigkeit Klemkes. Auch wenn die Ausstellung aus der Sammlung Haberzettl Klemkes Werk nur in einem einzigen Raum präsentiert werden konnte, wurde jedem Besucher auf den ersten Blick die Vielseitigkeit und breite handwerkliche Basis des Kunst-Professors deutlich. [ ...] Etwa 800 Bücher wurden von ihm im Sinne Pirckheimers gestaltet. Die Titelgestaltungen der Zeitschrift »Das Magazin«, die ihn populär machten, waren nur die »Spitze des Eisberges« seiner Fähigkeiten. Das Filmplakat Klemkes für den Konrad-Wolf-Film »Goya« macht deutlich, dass er den Stil Goyas mühelos adaptieren und weiterführen konnte. In der Ausstellung werden die Stilwechsel Klemkes sichtbar. Dazu Holzstiche, die auf den ersten Blick in der Qualität von Radierung erscheinen. [ ...]

Am 17. April 2014 hatte Galerist Matthias Lehmann im Lunzenauer »Prellbock« und in der Lunzenauer Kirche Matthias Haberzettl zur ersten Präsentation der Klemke-Sammlung in der Region Chemnitz-Zwickau begrüßt. [ ...] Mit dem 15. April 2018 wird die Unsterblichkeit des Werkes Klemkes noch deutlicher sichtbar. Die von ihm gestalteten Bücher werden noch in Jahrhunderten Leser erfreuen.

(Clara Schwarzenwald auf LiteratA)

Fr, 23.03.2018

Till Sailer und Gertrud Zucker mit dem Entwurf des Buches auf einer Veranstaltung im Scharwenka-Kulturforum in Bad Saarow Foto © Elke Lang
Auf der Leipziger Buchmesse stellte Sven Märkisch am Stand der Edition Sand das Buch vor

Die Zauberflöte

Nach Mozarts Oper mit dem Libretto von Emanuel Schikaneder gestalteten die Saarower Künstler Gertrud Zucker (Illustration) und Till Sailer (Text) ein Kinderkunstbuch, herausgegeben von Elke Lang. Entstanden ist diese Version der “Zauberflöte“ in Kooperation mit der Kinder- und Jugend-Kunst-Galerie „Sonnensegel e. V.“ in Brandenburg an der Havel.
Für dieses Buch übernahm Sven Märkisch in seiner 2000 gegründeten „Edition Sand“ die Gestaltung. Es wird zum Pirckheimer-Treffen in Frankfurt/Oder vorliegen. Der mit Bleisatz in traditioneller Buchdrucktechnik ausgeführten Sonderausgabe von 40 Exemplaren wird  je Buch eine von zehn Radierungen zu dem Thema „Zauberflöte“ beigegeben, die in einem der Kunst-Kurse von „Sonnensegel“ entstanden und in einer kleinen Ausstellung in der Galerie zu sehen sein werden.  Sie ergänzen ein anregendes Kunstbuch, das gleichermaßen für Kinder und Erwachsene gedacht ist.

Gertrud Zucker (geb. 1936), die sich besonders durch ihre Illustrationen zu über einhundert Kinderbüchern einen Namen gemacht hat, betrachtet die Geschichte der Zauberflöte mit einer großen Portion Schalkhaftigkeit.  Sie studierte von 1954 bis 1959 an der Hochschule für angewandte und bildende Kunst in Berlin-Weißensee bei Werner Klemke, Arno Mohr und Paul Rosié. Alle drei Professoren waren Meister der Reduktion, der Beschränkung auf das Wesentliche durch die Aussagekraft der Linie. In den Schabkunstblättern für die „Zauberflöte“ beruft sich die Künstlerin auf Werner Klemke, den der Kunstwissenschaftler Lothar Lang den „Grandseigneur der Buchkunst“ genannt hat. Die Technik des Schabkunstblatts, bei der aus einem schwarzen oder weißen Kreidegrund weiße beziehungsweise schwarze Linien herausgearbeitet werden, verbindet die Anmutung des rustikalen Holz- und auch Linolschnitts mit den Möglichkeiten des ziselierenden Holzstichs, der durch Klemke wiederbelebt und mit Boccaccios „Dekameron“ 1958 zum Höhepunkt geführt wurde.

Der Schriftsteller Till Sailer versteht es als Absolvent der Weimarer Musikhochschule, Hauptfach Querflöte und des Leipziger „Literatur-Instituts Johannes R. Becher“  unter anderem als seine Aufgabe, „auf dem Weg über die Literatur vor allem junge Leser mit Leben und Werk  bedeutender Musiker vertraut zu machen“. Die Nacherzählung der „Zauberflöte“ ist aus einer Veranstaltungsreihe des Autors über diese Oper hervorgegangen, wobei er vor jungen Zuhörern selbst Passagen mit Klavier, Querflöte und Gesang vortrug.  Es kam ihm darauf an, ein bewegendes Märchen zu erzählen, in dem die eindrücklichsten Lieder und Arien des Werkes zitiert werden, damit diese von den Kindern bei einem künftigen Opernbesuch wiedererkannt werden können.

(Elke Lang)

Einladung zur Subskription:  ein nummeriertes und signiertes Exemplar für 100 Euro bei Normalpreis von 160 Euro. Edition Sand, Sven Märkisch

Fr, 02.03.2018

Das DDR-Filmplakat

Zur Veröffentlichung  des Sammelbandes "Mehr Kunst als Werbung. Das DDR-Filmplakat 1945 bis 1990" zeigt  das Filmmuseum Potsdam in einer Foyerausstellung eine Auswahl dieser Plakate.

Zwischen 1945 und 1990 schufen ca. 400 Grafiker rund 6.400 Filmplakate für Filme, die in der SBZ bzw. DDR zur Aufführung kamen. Damit liegt erstmalig ein komplettes Kompendium aller zum Einsatz gekommener Filme vor. Die Ausstellung bietet aus Anlass der Buchpublikation nicht nur einen Gang durch 45 Jahre Filmgeschichte, sondern auch einen Überblick über die visuelle Vielfalt künstlerischer Plakatgestaltung. Sichtbar wird, dass Filmwerbung in der DDR eine autonome künstlerische Gattung war, deren Reichtum Cineasten erstaunen und Grafiker begeistern wird.
Detlef Helmbold, Autor des gleichnamigen, in der Schriftenreihe der DEFAStiftung erscheinenden Buches und Kurator der Ausstellung, arbeitet als freiberuflicher Grafiker in Berlin und war von 1986 bis 1990 beim PROGRESS Film-Verleih als Grafiker tätig. Ab den 90er Jahren schuf er freiberuflich über 50 Filmplakate.

Eröffnung: 8. März 2018, 19.30 Uhr
Filmvorführung: 21 Uhr Treffpunkt Erasmus - Die Kriegsjahre von Werner Klemke
Ausstellung: 9. März - 1. Juli 2018
Buchpräsentation: 6. Mai 2018, 11 Uhr

Filmmuseum Potsdam