Sie sind hier

Blog

Pirckheimer-Blog

Mi, 22.05.2019

Die Künstlerin Andrea Lange begrüßte die Gäste zur Eröffnung ihrer Ausstellung

Hinter geschlossenen Lidern

Knapp 50 Gäste waren in das Literaturhaus Magdeburg gekommen, um bei der Eröffnung der Ausstellung "Hinter geschlossenen Lidern" mit mit 50 Grafiken und einer Auswahl an Künstlerbüchern der in Kemberg lebenden Künstlerin Andrea Lange dabei zu sein. Vor dem Rundgang durch die Ausstellung hielt Dr. Gisela Albrecht eine sehr persönliche und berührende Laudatio. ...

... weiterlesen: Bibliophile und Graphikfreunde Magdeburg und Sachsen-Anhalt e.V. "Willibald Pirckheimer"

Ausstellung: 17. April - 29. Juni 2019

Literaturhaus Magdeburg
Thiemstraße 7, 39104 Magdeburg

 

Di, 21.05.2019

Wegspur Fontane

Wie interessierte Pirckheimer beim Literarischen Gartenfest in Spreewerder im August 2018 bereits erfuhren, reizte es den Pirckheimer Till Sailer nicht erst im Jahr seines 200sten Geburtstages zu erfahren, was aus Fontanes Heimatlandschaft geworden ist und auch, was andere Autoren auf Fontanes Spuren berichtenswert fanden. Zeugnisse von Andrew Hamilton, Kurt Tucholsky, Günter de Bruyn, Gisela Heller, Georg Lentz und vielen anderen fügen sich zu einer Langzeitbeobachtung, wie sie kaum einer anderen Region zuteilwurde.
Breits vor fünfzig Jahren gingen Wanderer in die Spur. Die Schriftsteller Franz Fühmann und Joachim Seyppel sowie der Kunstwissenschaftler Lothar Lang erforschten Fontanes Land in den Farben der DDR. Zwanzig Jahre später strömten Gäste aus westlichen Gefilden zu den Erinnerungsstätten preußischer Heroen.

All die Wanderer auf der „Wegspur Fontane“ suchten auch nach Poeten, die im Ruppiner Land zur Literatur gefunden hatten, wie Georg Heym, Erich Arendt und Eva Strittmatter, deren Lyrik das Bild einer faszinierenden Kulturlandschaft vervollständigt. Till Sailer reizte es, die fiktive Langzeitbeobachtung fortzuschreiben und Elke Lang ergänzte diese Beobachtungen mit dem Fotoapparat. Im Vordergrund der Nachlese steht die Frage: Was wurde aus der Region, der Fontane einst öffentliche Aufmerksamkeit verschaffte? Till Sailer wird das druckfrische Buch im Geburtsort des Dichters vorstellen.

Lesung: 24. Mai 2019, 19 Uhr

Stadtbibliothek
Am Alten Gymnasium 1-3, 16816 Neuruppin

Till Sailer: Wegspur Fontane. Eine Nachlese im Ruppiner Land
vbb verlag für berlin-brandenburg 2019
mit Fotos von Elke Lang, 168 Seiten, 23 Abbildungen, Hardcover
ISBN 978-3-947215-43-0, € 19,90

Mo, 20.05.2019

vor 220 Jahren wurde Honoré de Balzac geboren

Der große französische Romancier Honoré de Balzac wurde heute vor 220 Jahren geboren.

Die Pirckheimerin Friederike Jacob lädt aus diesem Anlass zu Balzacs letztem großen Abenteuer ein: zu seiner Reise im Spätsommer 1847 in das Russische Reich, um Hand und Herz der Gräfin und schwerreichen Großgrundbesitzerin Ewelina Hańska zu gewinnen. In 8 Tagen überquerte er dabei 4 Landesgrenzen und legte rund 2500 Kilometer zurück: Mit dem Zug, ab Gleiwitz mit Postpferden und Mietkutschen, brachte er die Strecke in sagenhafter Geschwindigkeit hinter sich, um endlich sein Begehren zu erfüllen. In seinem Reisebericht und seinen Briefen verbinden sich köstliche Reiseszenen mit Gedanken zu Russlands Reichtum und den ungeahnten Möglichkeiten des Landes, farbige Schilderungen des Alltags auf dem Landsitz der Gräfin Hańska und kühne Geschäftsideen.

Übertragen von Nicola Denis, erschien 2018 der Reisebericht erstmals in deutscher Sprache, ausführlich kommentiert und ergänzt durch Briefe, die Balzac aus der Ukraine schrieb. Mit Freude liest man das Nachwort, die Herausgeberin Brigitte van Kann wirft einen Blick hinter die Kulissen der temporeichen Reise und beleuchtet eine wenig bekannte Seite von Balzacs Leben.

Honoré de Balzac: Ein Abglanz meines Begehrens. Bericht einer Reise nach Russland 1847
Friedenauer Presse 2018
200 S. / 12,0 x 18,0 cm / fadengeheftete Broschur, 18 €
ISBN 978-3-932109-85-0

So, 19.05.2019

Am John-Heartfield-Haus, Foto © Abel Doering
Krejsa, Michael: John Heartfield in Waldsieversdorf (1953 bis 1968), Frankfurter Buntbücher 52, © verlag berlin-brandenburg
Gustav Seitz Museum, Foto © Abel Doering
Gustav Seitz: Bertolt Brecht, Bronze, 1967, Foto © Abel Doering

Exkursion zu John Heartfield und Gustav Seitz

Bei strahlendem Sonnenschein, also bestem "Pirckheimer-Wetter", begab sich die Berlin-Brandenburger Regionalgruppe gestern in das östlich von Berlin in der Märkischen Schweiz gelegene Waldsieversdorf und Trebnitz zu einem Besuch des John-Heartfield-Hauses und des Gustav Seitz Museums.

John Heartfield, bekannt als Gründer, gemeinsam mit seinem Bruder Wieland Herzfelde, des Malik-Verlages und einer der Initiatoren der Berliner Dada-Bewegung, der u.a. an der Reinhardt-Bühne für Erwin Piscator arbeitete, gab 1929 gemeinsam mit Kurt Tucholsky das viel beachtete Buch "Deutschland, Deutschland über alles" heraus und war seit 1956 Mitglied der Deutschen Akademie der Künste (in der DDR).
Heartfield, der auf Anraten von Bertolt Brecht seit 1953 seine freien Wochenenden in der Märkischen Schweiz verbrachte, pachtete 1957 in Waldsieversdorf ein Waldgrundstück, auf dem er ein Sommerhaus errichtete und bis zu seinem Tod im Frühjahr 1968 gemeinsam mit seiner Frau Gertrud die Sommermonate verbrachte.

Bevor der Busausflug weiterführte nach Trebnitz, konnten sich die Pirckheimer an einem umfangreichen warmen und kalten Buffet stärken, ausgerichtet vom Freundeskreis John Heartfield Waldsieversdorf e.V.

Gustav Seitz, gemeinsam mit Bertolt Brecht und Heinrich Mann Gründungsmitglied der Deutschen Akademie der Künste (in der DDR) übersiedelte 1958 nach Hamburg, ohne jedoch seinem Leben in der DDR, wie von der Adenauer-Regierung gewünscht, abzuschwören. Als Grenzgänger zwischen den Welten erhielt er den Nationalpreis in Weimar, den Großen Niedersächsischen Kunstpreis und war 1968 einer der drei Vertreter der BRD auf der Biennale in Venedig. 1961 wurde in Prenzlauer Berg auf dem gleichnamigen Platz sein Denkmal "Käthe Kollwitz" aufgestellt.

Zu sehen bekamen die Pirckheimer nicht nur die aktuelle Ausstellung im Museum mit Reisezeichnungen, die insbesondere 1952 in Paris und in Südfrankreich entstanden sind, sondern erlebten auch eine sachkundige Führung durch den 25 ha großen Schlosspark, abgerundet mit einer Kaffeetafel im internationalen Juniorcafé.

(ad)

Sa, 18.05.2019

© Hartmut Andryczuk

Alfred-Döblin-Preis für Ulrich Woelk

Ulrich Woelk, von dem u.a. im Hybriden-Verlag von Hartmut Andryczuk seit über 10 Jahren Künstlerbücher erscheinen, hat den Alfred-Döblin-Preis, der "für ein längeres, noch unabgeschlossenes Prosamanuskript" vergeben wird, gewonnent. Glückwunsch!

Die Begründung Jury: „Der Alfred-Döblin-Preis 2019 geht an den Berliner Schriftsteller Ulrich Woelk. Sein Romanprojekt ‚Für ein Leben’ erzählt am Beispiel zweier Frauen aus unterschiedlichen sozialen Milieus rund ein halbes Jahrhundert Berliner und europäischer Geschichte. Detailgenau, lebensnah, tragisch und komisch geht Ulrich Woelk den großen Fragen des Lebens nach: Liebe und Tod.

Ulrich Woelk, 1960 in Bonn geboren und in Köln aufgewachsen, promovierte 1991 in Physik. Von 1988 bis 1995 arbeitete er als Astrophysiker an der Technischen Universität Berlin. Sein erster Roman, Freigang, erschien 1990 im S. Fischer Verlag und wurde mit dem aspekte-Literaturpreis ausgezeichnet. Sein erstes Theaterstück, Tod Liebe Verklärung, erschien 1992 und wurde 1993 am Schauspielhaus Köln uraufgeführt. Seit 1995 lebt Ulrich Woelk als freier Schriftsteller und Dramatiker in Berlin. Sein Werk wurde in viele Sprachen übersetzt und umfasst neben Romanen zahlreiche Theaterstücke, Hörspiele, Reportagen und Essays. 2005 erhielt Woelk den Thomas-Valentin-Literaturpreis.

Zuletzt erschien im Hybriden-Verlag der erste von sieben geplanten Bänden unter dem Titel PLANETENSCHREIBER. Dieses, von bei Hartmut Andryczuk illustrierte Künstlerbuch beschreibt einen Aufenthalt auf dem Planeten MERKUR.

Bäume

Der Pirckheimer miley stellte heute eine neue Arbeit vor, das 18seitige Künstlerbuch "Bäume" (im Innentitel "Trees") mit teilweise mehrfarbigen Holzschnitten.

Das Büchlein aus starkem Karton ist als Heft fadengebunden, die Auflage beträgt 10 Exemplare.
Die nebenstehende Abb. zeigt auf einer Doppelseite im Mittelteil die Graphik "Sturmbaum". Weitere Abbildungen im Facebookkonto von Abel Doering (Anmeldung erforderlich). 

Fr, 17.05.2019

Franz Kafka, Die Sorge des Hausvaters, © EDITION SCHWARZE SEITE, Eckhard Froeschlin
Edgar Allan Poe, The Ravens, © EDITION SCHWARZE SEITE, Eckhard Froeschlin

Edition Schwarze Seite auf der MMPM

Auch die EDITION SCHWARZE SEITE von Eckhard Froeschlin wird nach langer Zeit wieder mit einen Stand auf der Mainzer Minipressenmesse vertreten sein.

Zu sehen sein werden: 

  • Franz Kafka, DIE SORGE DES HAUSVATERS, mit Hochdruck-Zinkätzungen von mir, auf Japanpapier
  • Ernst Meister, SAGE VOM GANZEN DEN SATZ, Gedichte mit englischer Übersetzung und Holzschnitten von Anne Büssow
  • BOB DYLAN 1965, Eine Mappe mit 15 Radierungen von Ulrich Brauchle
  • Mark Twain, THE AWFUL GERMAN LANGUAGE, mit Radierungen von mir
  • Edgar Allan Poe, THE RAVEN, mit Steinlithographien von Jim Reed (USA)
  • Robert Lax, WHAT HAVE YOU TO SAY TODAY?, mit Holzschnitten von Anne Büssow
  • neue Bücher aus dem Graphikprojekt in Matagalpa/Nicaragua.

(Eckhard Froeschlin)

MMPM: 30. Mai - 2. Juni 2019

Gutenbergfoyer der Rheingoldhalle

wichtiger Hinweis!

Trotz Brand: Minipressen-Messe findet statt!

Wir möchten Sie darüber informieren, dass es am 16. Mai 2019 einen Brand im alten Teil der Rheingoldhalle Mainz gab. Ein Teil, welcher sich aktuell in der Sanierung befindet. Das tangiert nicht den Bereich, in dem die Minipressen-Messe stattfinden wird. Nach Rücksprache mit der Leitung der Rheingoldhalle sind die Räumlichkeiten der Minipresse davon nicht betroffen. Die Minipressen-Messe wird stattfinden.

(Landeshauptstadt Mainz)

Eröffnung: 30. Mai 2019, 14 Uhr 
Verleihung des 21. V. O. Stomps-Preises: 30. Mai 2019, 20 Uhr (Gutenberg-Museum)
Messe: 30. Mai - 2. Juni 2019

Mainzer Rheingoldhalle

Büchermarkt am Kaiserstuhl

Das 14. Mal wird Endingen am Kaiserstuhl wie gewohnt am Sonntag nach „Christi Himmelfahrt“ zur Bücherstadt im deutschen Südwesten und damit zum Treffpunkt für Bücherfreunde, Sammler, Entdecker und Bibliophile.

In der historischen Altstadt beim Endinger Büchermarkt.dreht sich dann alles um gebrauchte und antiquarische Bücher, Schallplatten, CDs und Schellack-Raritäten.

Erwartet werden über 10.000 Besucher und bis zu 200 Händler aus Baden-Württemberg, dem Elsass und der Schweiz. Begleitet wird der Büchermarkt  durch einen verkaufsoffenen Sonntag.

2. Juni 2019

79346 Endingen am Kaiserstuhl
Historische Altstadt

Das Grundgesetz, Ill. Markus Lüpertz, 2012

70 Jahre Grundgesetz

Das Deutsche Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek Leipzig erinnert am 23. Mai an die Geburtsstunde des Grundgesetzes, eine der wichtigsten Publikationen des vergangenen Jahrhunderts in Deutschland.

Das Deutsche Buch- und Scvhriftmuseum nimmt In einer Veranstaltung, das Grundgesetz und dessen ganz unterschiedliche historische Erscheinungsweisen in den Blick. Zugleich wird auch aktuelle Fragen an den Text gestellt. Denn vier Jahre nach Ende der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft legten die Mütter und Väter des Grundgesetzes Ende der 1940er-Jahre besonderes Augenmerk auf die Begrenzung der Staatsmacht: »Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus«. Das war ein Befreiungsschlag, der die unterschiedlichen Verfassungstraditionen in Deutschland – von der Paulskirche bis zur Weimarer Verfassung – berücksichtigte.

Was bedeutet das heute? Zu einzelnen Artikeln des Grundgesetzes werden die Veranstaltungsteilnehmer mit einem Juristen des Bundesverfassungsgerichtes Karlsruhe ins Gespräch kommen und es wird eine kleine Auswahl der unzähligen, auch außergewöhnlichen und skurrilen Ausgaben des Grundgesetzes aus den Beständen der DNB vorgestellt.

23. Mai 2019, 17 Uhr

Deutsches Buch- und Schriftmuseum
Museumsfoyer
Deutscher Platz 1, 04103 Leipzig

Do, 16.05.2019

Paul Heimbach - Nach Daten

Neues aus der Galerie Druck & Buch

In der Wiener Galerie Druck & Buch wird noch bis Ende des Monats die Ausstellung  "ALLES WAS FARBE IST" gezeigt mit Künstlerbüchern von Paul Heimbach, Katsumi Komagata, Edition Parvus, Carola Willbrand, Karin Sander/Dieter Roth, Russell Maret, Warja Lavater, Bernhard Villers  u.a.m.

Am 16.Mai 2019 um 19 Uhr findet die Buchvorstellung mit Georg Lebzelter - Ausreiseanhaltung statt. "Geboten werden exklusiv an diesem Abend die Erstpräsentation des Leporellos AUSREISEANHALTUNG (ein typischer pejorativer Begriff der derzeitigen österreichischen Regierung) – Anagramme, Radierungen, Siebdrucke –, eine Anagrammlesung – auftretend u.a. Sir Uhu, Haugeraet-Lisa und lustige Ananas –, ein Druck- und Buchgespräch zwischen Susanne Padberg und Georg Lebzelter, sowie die Möglichkeit des Blätterns in weiteren neuen Lebzelterzeichenbüchern."

Am 4. Juni um 19 Uhr wird die Ausstellung von Veronika Schäpers "Won’t know right from wrong” in Anwesenheit der Künstlerin eröffnet.

Zwei Tage später, am 6. Juni ist die Galerie Druck & Buch die erste Station der Dichtermeile mit einer Lesung von Christoph Brändle.

(Susanne Padberg)

Alles was da Farbe ist: 6. - 31. Mai: 2019
Veronika Schäpers: 4. - 31. Juni 2019

Galerie DRUCK & BUCH
Berggasse 21/2, 1090 Wien

Mi, 15.05.2019

Ralf Hentrich in zwei Ausstellungen

Die „Reverenzen“ des Pirckheimers Roland Berger in der Eremitage Gransee sind abgehängt - wer sie verpasst hat, hat im August/September nochmal eine Chance, sie in Berlin in der "Ladengalerie junge welt“ in der Torstraße zu sehen. Die nächste Ausstellung in der Eremitage zeigt weniger bekannte Holzschnitte des im vorigen Jahr unerwartet und viel zu früh verstorbenen Ralf Hentrich.

Auch die Klostergalerie in Zehdenick widmet diesem, u.a. mit dem Barndenburgischen Kunstpreis ausgezeichneten Künstler eine Ausstellung. Dort werden vorwiegend die weitgehend bekannten Radierungen von Ralf Hentrich gezeigt, aber auch Buchobjekte.

Die Eröffnung beider Ausstellungen erfolgt in der Galerie in Zehdenick. Am Eröffnungstag kann die Eremitage deshalb nur bis 16 Uhr und dann wieder ab etwa 17 Uhr besucht werden. Die Finissage findet dann in der Eremitage statt.

Vernissage: 19. Mai 2019, 16 Uhr
Ausstellungen: 19. Mai - 6. Juli 2019 
Finissage am 6. Juli 2019, 16 Uhr 

EREMITAGE GRANSEE
Galerie für zeitgenössische Buchkunst und Druckgraphik
Mauerstraße 4A, 16775 Gransee

KLOSTERGALERIE IN DER KLOSTERSCHEUNE ZEHDENICK
Am Kloster, 16792 Zehdenick

Di, 14.05.2019

Plakat "Ineinander gespiegelte Form" von Klaus Dennhardt zur Ausstellung 1980/81 der Pirckheimer-Gesellschaft im Kulturbund der DDR, vierfarbiger Siebdruck (braun, rot, silber, schwarz), 81,6 x 57 cm, Abb.: Vorzugsausgabe, 100 Expl., sign., datiert

Rückblick

Vom 28. November 1980 bis 10. Januar 1981 fand im Club der Kulturschaffenden "Johannes R. Becher", Otto-Nuschke-Str. (heute Jäerstr.), Berlin-Mitte, die Graphik-Ausstellung der Pirckheimer-Gesellschaft "Siebdruck-Techniken" statt. 

Das Plakat zu dieser Ausstellung schuf der Dresdener Künstler Klaus Dennhardt.

Klaus Dennhardt, geboren 1941 in Dresden, besuchte nach der Schule bis 1961 die Arbeiter- und Bauernfakultät der Kunsthochschule, arbeitete als Bühnentechniker, Transportarbeiter und Dekorationsmaler, ab 1963 Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, Abschluss 1968, selbständig als freier Maler und Grafiker in Dresden. 1986 übersiedelte er mit seiner Familie aus der DDR nach Westberlin. Nach der Wende zog er zurück in seine Heimatstadt, behielt aber anfangs das Atelier in Berlin-Wedding, seit 2010 lebt und arbeitet er wieder ausschließlich in Dresden.

Holzschnitt auf dem Titelblatt: Ulrich Tarlatt - am weltenbaum

30 Jahre COMMON SENSE

30 Jahre Künstlerbuch Almanach COMMON SENSE 1989-2018

1987 gründeten der Lyriker Jörg Kowalski aus Halle und der Maler/Grafiker Ulrich Tarlatt aus Bernburg die edition augenweide. Bis heute sind 50 Künstlerbücher erschienen. Das Literaturhaus Halle zeigt einen Querschnitt aus den Arbeiten – Grafiken, Gedichte, Texte, Fotografien und visuelle Poesie.

Bereits 1996 konnte der Pirckheimer Reinhard Grüner schreiben:

"Eine der wohl bekanntesten Unternehmungen der Edition Augenweide ist der alljährlich zum Jahresende erscheinende Künstlerbuchalmanach Common Sense. In den bislang sieben publizierten Bänden tummeln sich die wichtigsten Vertreter der literarisch-künstlerischen Avantgarde der Gegenwart, die von Tarlatt und Kowalski persönlich dazu eingeladen werden, sich mit einem Text oder eineroriginalgraphischen Arbeit zu beteiligen. [...] Die imposante Vielfalt der Almanache macht diese Reihe zu einem Kompendium junger Literatur und Kunst in Deutschland."

(Katalog anlässlich der Ausstellung "Ulrich Tarlatt: hortus animae" vom 15. Juni bis 8. September 1996 im Museum Schloss Burgk, S. 99)

Und Till Schröder ergänzte 23 Jahre später:

Die Liste der nahezu 500 Beiträger über die Jahrzehnte liest sich wie ein Who is Who der deutschen Kunst- und Literaturszene: von Hartmut Andryczuk bis Klaus Zylla, von Volker Braun bis Herta Müller, von Manfred Butzmann bis Eugen Gomringer, von Durs Grünbein bis Friederike Mayröcker, von Robert Menasse bis Christoph Niemann, von Klaus Staeck bis Urs Widmer.

(Marginalien ..., Heft 232, S. 116)

siehe auch 30 Jahre COMMON SENSE

Vernissage: 18. Mai 2019, 18 Uhr
Ausstellung: 18. Mai - 30. Juni 2019

Literaturhaus Halle
Bernburger Straße 8, 06108 Halle (Saale)

Mo, 13.05.2019

Tag der offenen Tür im Museum für Druckkunst

Das Museum für Druckkunst im Leipziger Westen feiert Geburtstag! Gegründet 1994, begeht das Museum in diesem Jahr sein 25. Jubiläum. Dies ist ein Grund zum Feiern.

Seit der Gründung hat sich das Museum für Druckkunst Leipzig im Leipziger Westen zu einem lebendigen, industriekulturellen Ort entwickelt. Als eine der letzten historischen Druckereien pflegt und vermittelt das Haus das immaterielle Kulturerbe Drucktechniken an funktionierenden Maschinen in besonderer Werkstattatmosphäre. Getragen wird das Museum seit seiner Gründung aus privaten Mitteln, seit 20 Jahren (d.h. seit 1999) von einer privaten Stiftung, seit 2010 schließlich von der Giesecke & Devrient Stiftung. Zugleich feiern wir dieses Jahr das 25-jährige Bestehen Gesellschaft zur Förderung der Druckkunst Leipzig e.V.

19. Mai 2019, 11 - 17 Uhr

Museum für Druckkunst Leipzig
Nonnenstraße 38, 04229 Leipzig