Sie sind hier

Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft

Pirckheimer-Blog

Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft

Do, 19.04.2018

BERND JENTZSCH/ INGRID JÖRG – DIE WIRKUNG DES EBERS AUF DIE SAU 24 S. mit 8, davon 5 doppelseitigen achtfarbigen Orig.-Linolschnitten, ein weitere auf dem Buchdeckel. 56. Druck 1980. 34,5 x 33,5 cm, Handsatz, Buchdruck, Hardcover, im Impressum von Ingrid Jörg signiert, nummeriert, Auflage 95 Expl.

Aus dem Grafikbrief 217

Ingrid Jörg ist als Pressendruckerin und Schöpferin wunderbarer Farblinolschnitte bekannt, aber zu ihrem Lebenswerk gehörte und gehört immer auch die Malerei, sie bevorzugt das große Format und kann auf ein bemerkenswertes Oeuvre blicken. Die Büchergilde Buchhandlung Frankfurt/M zeigt in einer Ausstellung neben den Pressendrucken und Einzelgrafiken auch diese großartige Malerei.

Die Berliner Handpresse, von Wolfgang Jörg (1934 - 2009) und Erich Schöning (1935 - 1989) 1961 gegründet, wird von Ingrid Jörg nach dem Tod der Betreiber weitergehührt mit Handpressendrucken, die von Erich Schönig, Wolfgang Jörg, Klaus Ensikat und eigenen Orig.-Farblinolschnitten ausgestattet wurden. Dies, obwohl es 17 eigenständige Drucke von Ingrid Jörg gibt – aber die waren und sind schwer zu bekommen! Denn im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen, deren Gemeinschaftswerke meist eine Auflage von 300 Exemplaren hatten, druckte sie immer höchstens 100 Exemplare, was bei z.B. acht Farblinolschnitten pro Buch à 6 Farben gewaltige 4800 Handdruck-Vorgänge je Buchauflage ausmachte.

Ausstellung: 20. April - 9. Juni 2018

Büchergilde Buchhandlung & Galerie
Frankfurt am Main, An der Staufenmauer 9

Hier geht es zum aktuellen Grafikbrief.

 

Mi, 18.04.2018

Graphik der Jahresgabe des BBA | Wem die Glocke schlägt, Herrn Hegenbarths Entdeckungen, Band 5, Hg. von Jutta und Christopher Breu, ISBN 978-3-945970-05-8

Jahresgabe des BBA - Das Lied von der Glocke

Als der Berliner Bibliophilen Abend am 8. November 2017 in bei "Herrn Hegenbarth" zu Gast war und die dort gezeigten Illustrationen von Josef Hegenbarth zu Schillers "Lied von der Glocke" bewundern konnten, wurde die Idee zu einer Jahresgabe geboren und sogleich vom Leiter der Sammlung, Christopher Breu, aufgegriffen. Ein von ihm bereits geplantes Buchprojekt zu den Zeichnungen und Aquarellen konnten Till Schröder und Dr. Jens Ziegler noch ein wenig auf die "Bedürfnisse" des BBA zuschneiden und es entstand die Jahresgabe 2017:

Eine Teilauflage von 70 Exemplaren des Titels "Wem die Glocke schlägt", bibliophil gebunden in Schweizer Broschur mit einem 8-seitigen, gestanzten Umschlag, enthält als Jahresgabe des BBA eine nummerierte Hochdruckgrafik nach der Federzeichnung "Zeitungsleser in der Straßenbahn" von Josef Hegenbarth (um 1952), gedruckt auf 160 g Metapaper rough mit einer Blindprägung, auf der Rückseite nummeriert. Den Druck und die Blindprägung besorgten Die Lettertypen in Berlin Adlershof, die der BBA am 22. Januar 2018 in der Werkstatt besuchte.

Di, 17.04.2018

Arno Mohr - Werkverzeichnis Druckgrafik

Zur Finissage der Arno-Mohr-Ausstellung in der jW-Ladengalerie am 22. Juni wird Andreas Wessel die Manuskriptfassung eines lang überfälligen Werkverzeichnises der Druckgrafik dieses Künstlers vorstellen. Es dokumentiert mehr als 800 Grafiken und bietet damit erstmals die Möglichkeit, Entwicklungen von Gestaltungsmitteln und -techniken, Motiven und Themen über fünf Dekaden nachzuvollziehen.

Arno Mohr (1910–2001) gehörte zu den prägenden Figuren der ostdeutschen Nachkriegskunst. In einem Plakat zum 1. Mai 1946 gelang dem bis dahin völlig unbekannten Künstler, der gerade aus der Kriegsgefangenschaft entlassen worden war, die Empfindungen seiner Zeitgenossen kongenial auszudrücken. Als Maler schuf er 1949 in Kollektivarbeit mit René Graetz und Horst Strempel das legendäre Wandbild »Metallurgie Hennigsdorf«, das bald darauf den ideologischen und ästhetischen Kämpfen der Zeit zum Opfer fiel. Als Professor an der von ihm mitbegründeten Kunsthochschule Berlin-Weißensee lehrte Mohr Generationen von Kunststudenten denken und sehen. Die größte Wirkung, ja sogar Popularität, erlangte er jedoch zweifellos als Grafiker.
Die Verbindung von Handwerk und Kunst in der druckgrafischen Praxis boten ihm ein ideales Arbeits- und Lehrgebiet, das er als »selbstdruckender« Künstler, Werkstattleiter und Lehrer ausfüllte. Die Druckgrafik bildete den Schwerpunkt von Mohrs künstlerischer Arbeit.

Andreas Wessel: Arno Mohr. Werkverzeichnis der Druckgrafik
Lukas Verlag, Berlin 2018
210 x 280 mm, Festeinband, ca. 350 Seiten, ca. 800 Schwarzweißabbildungen und 50 farbige Reproduktionen
ISBN 978-3-86732-284-3
Preis 40,– €

Mo, 16.04.2018

„Leicht ist, wenn ich es nicht mag.“

Wir, einige bayerische Pirckheimer, besuchten die Handbuchbinderei Olaf Nie in Weßling. Um es gleich vorwegzunehmen, dieser Besuch war
    a) bestens organisiert, Dank dafür und
    b) trotz Freitag, d. 13. – ein Glücksgriff.
Denn wir erlebten einen kompetenten, engagierten und aufgeschlossenen Gastgeber. Alle unsere Fragen, kluge, neugierige und (manchmal – natürlich nur fachlich) auch weniger kluge wurden umfassend beantwortet und mit einer Auswahl von meisterlichen Beispielarbeiten untermauert. Z.B. wie Werk und Einband (in Material, Farbgebung und Umsetzung) eine Einheit bilden können. Dargestellt am Beispiel Franz Kafkas „Das Schloss“, in dessen Einband eine Betonplatte integriert ist, oder in einem Bildband über Arbeiten von Gerhard Richter, in dessen Einband die Fotografie einer Bergwelt einerseits, andererseits einige abstrakte, grobe Pinselstriche durch eine Reihung von geschnittenen und neu zusammengefügten dünnen Plexiglasstreifen betrachtet, optisch beinahe gleichartig erscheinen. Auf solche Ideen muss man erst mal kommen …
Metall, unterschiedliche,  verschieden bearbeitete Sorten von Pappe oder Papier, Kunststoff (als Folie oder Masse), Stoff, Pergament, selbst gefärbt, bis hin zu Perlrochenleder,  … jedes Buch bekommt, was es verdient.
So erzeugt der Einband im Idealfall bereits einen Vorgeschmack auf den Inhalt des Buches. Z.B. „Maus. Die Geschichte eines Überlebenden“, von Art Spiegelman, der schwarz-weiß im Stil eines Undergroundcomics die Geschichte seines Vaters, eines Auschwitzüberlebenden, und seiner Mutter erzählt und dieser Einband durch Farbgebung und Materialität schon eine Art zögernder Neugier erzeugt. Andererseits wird dann erst eine (mögliche) Diskrepanz zwischen dem eigenen Anspruch des Autors/ Künstlers und dem Ergebnis seiner Arbeit deutlich, wenn wie im Beispiel von Erasmus von Rotterdams „Stultitiae Laus“ (Lob der Torheit) durch den Künstler lediglich Zitate herausgegriffen und immer gleichähnlichen Farbeffekten, Seite um Seite gegenüber gestellt werden. (Den Namen des Künstler hat der Schreiber dieser Zeilen zugegebenermaßen sowohl nicht gekannt, aber auch gleich wieder vergessen.) Hier sollte das Buch am besten geschlossen bleiben. So kann man wenigstens noch den Einband genießen.
Wobei wir beim Thema Handwerk, Kunst und Künstlerbücher wären… Hier hat Olaf Nie sehr klare Vorstellungen, trennt Handwerk und Kunst, bzw. Handwerker und Künstler klar, fast schon rigoros … Vielleicht hat er es nur nicht gern, wenn man ihn nicht nur als Meister seines Fachs, sondern auch als Künstler seiner Arbeiten bezeichnet. … Möglicherweise liegt dieses Dilemma aber auch nur im Auge des Schreibers dieser Anmerkungen.
Wir haben Olaf Nie jedenfalls kennengelernt als großartigen Hand-Werker (im besten Wortsinn), gleichzeitig als beredten Verfechter seiner Ansichten, der mit Sachkenntnis, Offenheit, Verve und Wortwitz seine Sicht der Dinge vertritt. Man möchte gerne mehr von ihm hören.
Wir bedanken uns für die überaus freundliche Aufnahme.
(Klaus Staffel)

Werner Klemke in Chemnitz

Mit der Aufführung des Dokumentarfilmes »Treffpunkt Erasmus. Die Kriegsjahre Werner Klemkes« ging am 15. April 2018 eine Werkausstellung Werner Klemkes (12. März 1917– 26. August 1994) im Chemnitzer Schlossbergmuseum zu Ende.[ ...]

Matthias Haberzettl ist der bedeutendste Sammler von Klemkes Arbeiten. ... Ihn begeistert die Vielseitigkeit Klemkes. Auch wenn die Ausstellung aus der Sammlung Haberzettl Klemkes Werk nur in einem einzigen Raum präsentiert werden konnte, wurde jedem Besucher auf den ersten Blick die Vielseitigkeit und breite handwerkliche Basis des Kunst-Professors deutlich. [ ...] Etwa 800 Bücher wurden von ihm im Sinne Pirckheimers gestaltet. Die Titelgestaltungen der Zeitschrift »Das Magazin«, die ihn populär machten, waren nur die »Spitze des Eisberges« seiner Fähigkeiten. Das Filmplakat Klemkes für den Konrad-Wolf-Film »Goya« macht deutlich, dass er den Stil Goyas mühelos adaptieren und weiterführen konnte. In der Ausstellung werden die Stilwechsel Klemkes sichtbar. Dazu Holzstiche, die auf den ersten Blick in der Qualität von Radierung erscheinen. [ ...]

Am 17. April 2014 hatte Galerist Matthias Lehmann im Lunzenauer »Prellbock« und in der Lunzenauer Kirche Matthias Haberzettl zur ersten Präsentation der Klemke-Sammlung in der Region Chemnitz-Zwickau begrüßt. [ ...] Mit dem 15. April 2018 wird die Unsterblichkeit des Werkes Klemkes noch deutlicher sichtbar. Die von ihm gestalteten Bücher werden noch in Jahrhunderten Leser erfreuen.

(Clara Schwarzenwald auf LiteratA)

Fr, 13.04.2018

Lithografiestein "Frühstückspause", mit dem das originalgraphische Plakat zur Arno-Mohr-Ausstellung gedruckt wurde

Gestern abend in der jW-Ladengalerie ...

... die Eröffnung einer Ausstellung mit Druckgraphik von Arno Mohr aus den Jahren 1947 bis 1955.

Selbstverständlich ließen sich das Freunde einer Druckgraphik, die in der "Formalismus-Debatte" wichtig und für die Anfangsjahre der DDR prägend war, nicht entgehen und die Sitzplätze reichten bei Weitem nicht aus - der Pirckkheimer Armin Schubert war aus Brandenburg angereist, der Kunstwissenschaftler Peter Michel, Ronald Paris, der bei Arno Mohr Malerei studierte, Felix Martin Furtwängler, Graphiker und Buchkünstler aus der Generation nach Arno Mohr und auch der Sohn von Arno Mohr, Thomas, fanden sich unter den Besuchern.

Nach einleitenden Worten von Michael Mäde (Kurator) verwies Andreas Wessel (Verfasser "Werkverzeichnis der Druckgrafik Arno Mohrs") auf die ausgestellten Stücke: "Im Frühjahr 1946 kehrt Arno Mohr aus der Kriegsgefangenschaft nach Berlin zurück: ein mit 35 Jahren nicht mehr ganz junger »Nachwuchskünstler« mit dem Wollen zur Kunst, aber ohne ein nennenswertes Werk. Die dann folgende Entwicklung muss ihm manchmal wie ein Traum erschienen sein. Er bekommt sofort Kontakt zur »Wirkungsgruppe bildender Künstler Berlin-Weißensee« unter Leitung von Otto Sticht, der eine »Kunstschule des Nordens« aufbauen will. Obwohl am Anfang äußerst primitive Bedingungen herrschen, keinerlei Gehälter gezahlt werden und überhaupt unklar ist, ob der Schulbetrieb genehmigt wird, widmet Mohr sich mit ganzer Kraft der neuen Tätigkeit des Lehrens und wird belohnt: Bei der offiziellen Gründungsfeier der »Hochschule für angewandte Kunst« ist er einer der neun zum Professor berufenen Dozenten." (Quelle: jungewelt / die kunst des druckens).

In der Ausstellung dann einige noch nie gezeigten Graphiken, teilweise Unikate, zu meiner Freude auch eine Darstellung Horst Strempels, Freund Mohrs (und meiner Eltern) und eines der prominentesten Opfer der "Formalismus-Debatte", sowie eine bisher nicht gezeigte, seinerzeit als formalistisch eingestufte Strichätzung, Aquatinta, als Vorarbeit zu seiner bekannten, dann eher in der Tradition von Menzel gezeichneten Radierung "Stahlwerker".
Einige Drucke können käuflich erworben werden, so passend zum Marx-Jahr ein bislang weitgehend unbekanntes kraftvolles Portrait (vermutl. 1948) dieses Kapitalismuskritikers, gedruckt von Harald Weller und ein originalgraphisches Plakat von Arno Mohr mit der Lithografie "Frühstückspause" (um 1950).

Zur Ausstellung erschien ein hervorragend illustrierter Katalog (ISBN 978-3-931745-25-7) mit Texten von Michael Mäde und Andreas Wessel (Repros: Bernhard Schurian), die einiges zu den Hintergründen des Schaffens von Arno Mohr in der Zeit bis 1955 erhellen.
(ad)

Ausstellung: 12. April -12. Juni 2018

jW-Ladengalerie, Torstr. 6, 10119 Berlin

Do, 12.04.2018

Ein Gruß der Bücherkinder Brandenburg

Am 15. April findet in Mainz ein Bürgerentscheid zum Bibelturm statt. Heute findet dazu die letzte öffentliche Informationsveranstaltung im Gutenberg-Museum statt.

"... Die Pirckheimer-Gesellschaft e.V. sagt Ja zum Bibelturm in Mainz. Für uns gibt es kein Für & Wider. Für uns ist eine zeitgemäße und zukunftsfähige Präsentation des Lebens, Wirkens und Erbes von Johannes Gutenberg längst überfällig. Eine Präsentation, die der international unbestrittenen historischen Rolle Gutenbergs gerecht wird. Mit den jetzigen Gegebenheiten im Gutenberg-Museum ist das nicht möglich. Deshalb unterstützen wir die Anstrengungen von Museums-Direktorin Anette Ludwig und ihrem Team, dies zu ändern. Dabei sehen wir aber auch die Bundesrepublik Deutschland und das Land Rheinland-Pfalz in der Pflicht, dieses nationale und internationale kulturelle Erbe so zu fördern, dass eine würdige Präsentation dauerhaft in Mainz möglich ist. ..."
(gesamten Text lesen)

Der Druck-Laden in der Seilergasse von Mainz mit Dr. Martin war für Armin Schubert Inspiration, in der Galerie Sonnensegel unbedingt auch eine Gutenberg-Druckerei haben zu wollen. Das war um 2000 eine gute Idee. Nebenan abgebildet ein Druck, der von den Bücherkindern für HAP Grieshaber gemacht wurde.

Di, 10.04.2018

Frühe Druckgrafik von Arno Mohr 1947-1955

Die kommende Ausstellung in der jW-Ladengalerie widmet sich der frühen Druckgrafik von Arno Mohr (Posen 1910 – 2001 Berlin). Die nebenstehende Einzeichnung von Arno Mohr für seinen Nachbarn, den Pirckheimer Wolfram Körner, wird also auf der Ausstellung nicht zu sehen sein.
Eröffnet wird die Ausstellung von Michael Mäde (jW), Andreas Wessel, der Herausgeber des Werkverzeichnisses der Druckgrafik von Arno Mohr, wird in die auf der Ausstellung gezeigte Graphik einführen. Musik: Annegret Enderle..

Eröffnung: 12. April 2018, 19 Uhr, um Anmeldung wird gebeten unter mm@jungewelt.de
Ausstellung: 12. April -12. Juni 2018

jW-Ladengalerie, Torstr. 6, 10119 Berlin

Katalog Frühjahr 2018

Der Frühjahrskatalog des Roten Antiquariats (Berlin) von Christian Bartsch widmet sich der Avantgarde. Unter den Rubriken Expressionismus und Umfeld, Kubismus, DADA und Umfeld, Bauhaus, Konstuktivismus und Umfeld, sowie Wiener Werkstätten werden auf 52 Seiten 44 Positionen angeboten, darunter das auf dem Titel des Katalogs abgebildete nebenstehende Plakat "section allemande", eine Lithografie für die Werkbundausstellung im Grand Palais, Paris, 1930 zum Preis von 25.000 €.
Gleichzeitig wird die Teilnahme des Roten Antiquariats auf der Pariser Antiquariatsmesse angekündigt, auf der es am Messestand am 14. April eine Signierstunde mit dem Schriftsteller und Filmemacher Georg Stefan Troller zu seinem Buch "Der Traum von Paris. Frühe Texte und Fotografien" geben wird.

Messe: 13. - 15. April 2018

Grand Palais, Paris

 

So, 08.04.2018

Julienne Jattiot - Bestiarium

Mit dem Frühling beginnt auch die Ausstellungssaison in der Eremitage Gransee. Den Anfang macht Julienne Jattiot mit Graphiken unter dem Titel "Bestarium".

Die gebürtige Französin Julienne Jattiot lebt und arbeitet in Berlin und Leipzig. Nach einem Studium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee gründete sie (gemeinsam mit Kollegen) eine Druckwerkstatt für Hoch- und Siebdruck in Berlin.
Dort produziert sie sehr eigenwillige und häufig sehr farbintensive Druckgrafik, die sie gelegentlich auch mit typografischen Elementen aus der Bleisetzerei verbindet. Solch eine intensive Verbindung von Bild und Schrift findet man selten und muß natürlich (nach vielen anderen Ausstellungen im In- und Ausland) nun endlich auch in der Eremitage Gransee gezeigt werden.

Eröffnung: 21. April 2018, 16 Uhr, die Künstlerin ist anwesend, einführende Worte: Prof. Roland R. Berger
Ausstellung: 21.April - 10. Juni 2018

EREMITAGE GRANSEE
Galerie für zeitgenössische Buchkunst und Druckgraphik
Mauerstraße 4 A · D-16775 Gransee

Sa, 07.04.2018

Zwei Vorzugsausgaben der Pirckheimer-Jahresgabe

Von unserer Jahresgabe Harald Kretzschmar: Stets erlebe ich das Falsche  gibt es auch zwei Vorzugsausgaben, eine in einer Auflage von 15 Exemplaren mit einer signierten Einzeichnung auf dem Titelblatt zum Preis von 99 € und eine in einer Auflage von 45 Exemplaren, die ebenfalls auf dem Titelblatt signiert ist. Beide Vorzugsausgaben wurden mit einer zusätzlichen signierten Original-Radierung "Leonard Bernstein" versehen.

Hier werden beide Vorzugsausgaben vorgestellt. Bestellung bitte an Matthias Haberzettl.

Fr, 06.04.2018

Harald Kretzschmar, Abb. aus »Stets erlebe ich das Falsche«, Quintus-Verlag 2017

Harald Kretzschmar. Zeichner und Sammler

Ab dem 14. April zeigt das Museum Wilhelm Busch die Ausstellung »Harald Kretzschmar. Zeichner und Sammler«.

Harald Kretzschmar (*1931) hat begleitend zu seinem über 60-jährigen Schaffen eine Sammlung historischer Karikaturen aufgebaut und sich in einem zeichnerischen Dialog wiederholt damit auseinandergesetzt. Die Ausstellung gibt mit 89 Blättern einen Einblick in dieses Lebenswerk.

Der heute 87-Jährige veröffentlichte seine ersten Karikaturen in der Leipziger Volkszeitung, zeichnete rund 35 Jahre für die satirische Zeitschrift Eulenspiegel und engagierte sich im Verband Bildender Künstler der DDR für die Karikatur. Seine Begabung wurde früh entdeckt, mit 13 Jahren zeichnete er seine erste Hitler-Karikatur. Das war 1944. Ob Erich Mielke, Janosch, Loriot, F. K. Waechter oder Ronald Searle – viele bekannte Zeitgenossen hat er seitdem porträtiert.

Die aus seiner Sammlung historischer Karikaturen für die Ausstellung ausgewählten Blätter französischer Karikaturisten wie Honoré Daumier oder Leopold Boilly sowie von Künstlern der revolutionären Zeit um 1848 übereignet Harald Kretzschmar dem Museum als Schenkung.

Ausstellung: 14. April - 1. Juli 2018

Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur & Zeichenkunst
Georgengarten, 30167 Hannover

 

Do, 05.04.2018

Holzbuchstaben © Museum für Druckkunst Leipzig

Learning Type Design

Jährlich veranstaltet die Gesellschaft zur Förderung der Druckkunst Leipzig e.V. die Konferenz „Leipziger Typotage“. In diesem Jahr findet die Veranstaltung zum 24. Mal und unter dem Thema „Learning Type Design“ statt. Sieben Referenten richten in ihren Vorträgen einen Blick auf Schrift damals, heute und in der Zukunft und setzen sich mit Lehrkonzepten im Type Design sowie dessen Wirkung auseinander. Welche Konzepte gab und gibt es? Wohin geht die Entwicklung und wozu überhaupt noch neue Schriften gestalten, angesichts der Fülle an Optionen, die bereits zur Verfügung stehen? Welche Trends zeichnen sich ab und was bewegt Gestalter heute, wenn sie neue Schriften zeichnen?

28. April 2018, 10-18 Uhr

Museum für Druckkunst Leipzig

 

Di, 03.04.2018

Zeichnung aus den Tagebüchern von Werner Tübke

"Mein Herz empfindet optisch"

Die Tagebücher von Werner Tübke

Lesung mit Prof. Friedhelm Eberle und Diskussion mit Dr. Eduard Beaucamp (Frankfurt), Dr. Annika Michalski (Berlin) und Prof. Dr. Frank Zöllner (Leipzig)

Werner Tübke (1929–2004) war einer der Gründerväter der Leipziger Schule und zählt zu den bedeutendsten deutschen Künstlern nach 1945. Die Universitätsbibliothek Leipzig verwahrt als Schenkung 26 private Tage- und Skizzenbücher sowie Notizen von 1950 bis 2001 aus dem Nachlass Tübkes. Im Oktober 2017 wurden diese zum ersten Mal veröffentlicht. Sie erlauben einen tiefen Einblick in die Gedankenwelt des Künstlers. Eindrucksvoll werden die Zumutungen der Kulturpolitik, seine persönlichen Verzweiflungen, Hoffnungen und gesellschaftspolitischen Erfahrungen, aber auch seine Kompromisse, nachvollziehbar. Im Selbstgespräch, tastend auf der Suche nach dem eigenen Ich, ist Tübke neu zu entdecken, ein intellektueller, leidenschaftlich nach Wahrheit und Sinn suchender, fast fanatisch seiner Arbeit verschriebener Künstler.

(Gabriele Albani)

Lesung und Diskussion: 11. April 2018, 19 Uhr

Bibliotheca Albertina, Vortragssaal
Beethovenstr. 6, 04107 Leipzig

Walpurgisnacht in Potsdam

"Walpurgisnacht" ist das neueste Künstlerbuch von Rainer Ehrt, welches neben seinen kraftvollen Illustrationen einen kalligrafischen gestalteten Text von Goethe enthält, der in Selbstzensur des Dichterfürsten aufgrund der deftigen erotischen Darstellungen nicht in den Faust aufgenommen wurde. Dieses Unikatbuch ist nur eines der Stücke einer Ausstellung mit Kunstbüchern und Grafik zur Literatur und Zeichnungen von Rainer Ehrt, die im Mai und Juni in Potsdam unter dem Titel „GRAPHOMANIA“ zu sehen sein werden.
Im Rahmen der Ausstellung wird Rainer Ehrt bislang unveröffentlichte erotische Texte lesen, in denen Goethe die Walpurgisnacht schildert.

Eröffnung: 28. April 2018, 15 Uhr, Begrüßung: Dr. Hinrich Enderlein, einführende Worte Richard Rabensaat, am Akkordeon Cathrin Pfeifer
Lesung: 6. Mai 2018, 21 Uhr, Rainer Ehrt
Ausstellung: 29. April - 24. Juni 2018

Museumshaus "Im güldenen Arm"
Hermann-Elflein-Str. 3, 14467 Potsdam