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Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft

Pirckheimer-Blog

Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft

Di, 20.11.2018

© Büchergilde Buchhandlung & Galerie Wolfgang Grätz

Lyrik von Karl Marx?

Aber ja doch! 

Der politisch interessierte Mensch weiß natürlich, dass Karl Marx Das Kapital verfasst hat, aber Gedichte? Der Karl Marx? Ja, Karl Marx (* 5.5.1818 – † 14.3.1883) verfasste in jungen Jahren unzählige Gedichte, meist romantische Balladen von beträchtlicher Länge, einige Liebesgedichte für seine zukünftige Frau Jenny, Gedichte für seinen Vater. Aber auch einige, in denen er mit Gott und der Welt hadert. Der V.O.Stomps-Preisträger Svato Zapletal, der in Hamburg und in der Nähe von Prag lebt, hat wie schon so oft mit feinem Gespür für verborgene Schätze der deutschen Literaturgeschichte die Gedichte gefunden, ausgewählt und mit mehrfarbigen Orig.-Linolschnitten illustriert.

(Wolfgang Grätz)

KARL MARX – GEDICHTE
Mit neun eingebundenen Orig.-Farblinolschnitten, die alle einzeln signiert und nummeriert sind. 40 Seiten, Handsatz, Buchdruck 25 x 19,5 cm. Auflage 52 Expl., Handeinband, in bedrucktes Leinen gebunden.
Preis: EUR 240

Diese und weitere Informationen finden sich im 221. Frankfurter Grafikbrief.

Mo, 19.11.2018

artbook.berlin 2018

Zum siebenten Mal sind 3 Tage artbook.berlin zu Ende gegangen.

Am Stand der Pirckheimer-Gesellschaft fanden sich zu dieser Künstlerbuchmesse, an der die Pirckheimer sich jetzt das sechste Mal beteiligten, Beispiele unserer Publikationen und Arbeiten unserer Mitglieder, darunter einige Jahresgaben, verschiedene Hefte der Marginalien und graphische Beilagen, Künstlerbücher von Brigitte Iseli-Neustäbler und von XAGO, die Jahresgabe von Harald Kretzschmar, Ausstellungskataloge und vieles mehr.
Der Stand wurde von Till Schröder und Abel Doering betreut und von weiteren Pirckheimern besucht, wie Sigrid und Ralf Wege, Albrecht von Bodecker, Matthias Gubig, Jutta Osterhof, Klaus Ensikat, Jürgen Wilke ... Andere Pirckheimer taten das ihre, auf das Wirken der Gesellschaft am eigenen Stand hinzuweisen, wie Hanfried Wendland, Christian Ewald, miley, Rainer Ehrt, Johanna Binger und Wolfgang Grätz, Claus Lorenzen, sowie Udo Haedicke. Nach nicht so gut besuchten ersten Tagen gab es dann doch noch einen Besucherrekord am Sonntag und natürlich kamen sie alle bei uns vorbei: Jens Ziegler, Zoppe Voskuhl, Hendik Liersch, Ulrich Gördten, Petrus Akkordeon und und und ... Es wäre auch nicht zu verstehen, wenn sich dieser Besucherrekord nicht zu guter Letzt doch noch eingestellt hätte, denn die Messe war hochkarätig besetzt, wie man hier nochmals nachlesen kann.

Hier gehts zu einer kleinen Fotostrecke zur artbook.berlin 2018, © Abel Doering

Do, 15.11.2018

Illustration (Ausschnitt) von Antje Damm aus "Was wird aus uns? Nachdenken über die Natur" © 2018 Moritz Verlag, Frankfurt am Main

Im Garten

Eine Ausstellung im Bilderbuchmuseum zum Staunen, Entdecken und Mitmachen.

Ob Paradiesgarten, Irrgarten, botanischer Garten oder der ganz gewöhnliche Schrebergarten – der Garten ist ein Thema mit vielen Facetten. Daher ist es wenig überraschend, dass der Garten und seine Pflanzen- und Tierwelt auch im Bilderbuch einen zentralen Stellenwert einnehmen. Dabei wird der Garten und seine historische Bedeutung und Nutzung nicht nur in fiktiven Geschichten oftmals zum Thema. Auch Sachbücher, wie illustrierte Naturkundebücher sowie Bildenzyklopädien, nutzen den heimischen Nutz- und Schaugarten, um Kindern die vielfältige Thematik und das Verständnis von Natur und Ökologie oder den Jahreskreislauf näher zu bringen. In der Ausstellung »Im Garten» werden Originalillustrationen aus Sachbüchern und erzählenden historischen Bilderbüchern ebenso gezeigt wie pädagogisch  aufbereitete Informationen zu Geschichte, Entwicklung  und ökologischen Zusammenhängen zum Thema »Garten«.  Zusätzlich sollen sich die Kinder dem »Garten» in zahlreichen Mitmach-Stationen spielerisch und kreativ nähern.

Ausstellung: 2. Dezember 2018 - 10. März 2019

Burg Wissem, Bilderbuchmuseum | Burgallee | 53840 Troisdorf

Jutta Osterhof, Till Schröder, Matthias Haberzettl, Foto © Abel Doering

Das Pirckheimer-Archiv zieht um

Vor einem Monat flatterte der Pirckheimer-Gesellschaft die Kündigung unseres Lagerräume ins Haus und seitdem sind wir dabei, das Lager unserer Gesellschaft zu räumen. Ab Ende November werden wir das dezentralisiert unterbringen müssen, Teile davon gehen nach Augsburg, andere nach Mannheim und manches bleibt in Berlin.
Aber der Umzug ist auch willkommener Anlass, einen Satz der von der Pirckheimer-Gesellschaft herausgegebenen Plakate zusammenzustellen und an das Plakatarchiv der Akademie der Künste zu geben.

Mi, 14.11.2018

Bücherkinder Brandenburg besuchen den Kindermann Verlag

Die Arbeitsgemeinschaft „Bücherkinder Brandenburg“ besucht am Donnerstag den Kinderbuch-Verlag Kindermann.
Dieser Verlag hat sich unter der Leitung von Dr. Barbara Kindermann seit Jahren verdient gemacht, Kindern Klassiker der Weltliteratur näher zu bringen. So erschienen Bücher zu Wilhelm Tell, Goethes Faust, Luthers Thesen oder auch „Die Räuber“ von Friedrich Schiller. Dabei haben die besten Illustratoren Deutschlands die Gestaltung der Bücher übernommen.
Zu den herausragenden Illustratoren in der Bundesrepublik gehört Klaus Ensikat, der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde. In Vorbereitung auf Schillers 240. Geburtstag haben die Kinder das Buch „Die Räuber“ kennengelernt und Klaus Ensikat gebeten, ihm zu Ehren ein Hommage-Buch im kommenden Jahr machen zu dürfen.
Aus diesem Anlass werden die Bücherkinder auch den Künstler treffen und überlegen, in welcher Art sie ihr nächstes Buch anlegen werden. Fest steht schon jetzt, dass die Kinder auch wieder auf der Lesebühne bei der Leipziger Buchmesse im März 2019 lesen dürfen. Die Pirckheimer-Gesellschaft unterstützt diese Arbeit in besonderem Maße und fördert die Schüler, die sich für das Selbermachen von Büchern entschieden haben.
In der Weihnachtszeit erscheint erst einmal das Buch zum Berliner Grafiker Arno Mohr, an dem die Kinder ein Jahr gearbeitet haben.

(Armin Schubert)

Die Reisen des Ritters John von Mandeville

Von vielen Inseln und wunderlichen Menschen
Künstlerische Gestaltung H. A. Dankert

John Mandevilles Berichte über seine Fahrten nach Indien und China waren der »Bestseller« des Mittelalters: verbreitet in zahllosen Handschriften, nach der Erfindung des Buchdrucks, in gedruckten Ausgaben. Der geheimnisumwitterte Autor, ob nun englischer Ritter oder Lütticher Arzt, tatsächlich Reisender oder nur Kopist berühmter Reisen, verführt uns auch heute noch mit seinen Schilderungen über die sagenumwobene Welt der Skiapoden, hungrigen Anthrophagen, Amazonen, Kentauren, Riesen und Drachen. Wahrlich ein buntes Bild dessen, was an Wesen und Unwesen in seiner erstaunlichen Schöpfung Platz hatte.

Saskia Jeske hat die Auszüge (die Reisen ins Heilige Land wurden nicht aufgenommen) aus dem Mittelhochdeutschen Text der Stuttgarter Papierhandschrift Cod. HB V86 von 1475 in eine heute lesbare Fassung übersetzt, unter Wahrung der sprachlichen Eigentümlichkeiten des Originals.

Das Künstlerbuch ist eine Neugestaltung des Blockbuch VI mit s/w Holzschnitten: 7 ganzseitige und 8 kleinere sowie etliche handgeschnittene Initialien.
Limitierte Auflage 5 Exemplare, römisch nummeriert
Kaschierte Pappe mit Original-Holzschnitten und Schuber
Format 31 x 42 cm, 26 Seiten als Leporello gebunden

edition offizin parvus
Im Atelier Helmut Schulze

Di, 13.11.2018

GESTE FILM FIGUR

Das Museum Ludwig zeigt eine Auswahl der Arbeiten von Christoph Mauler aus dem AAP Archive Artist Publications in München, von den 1980er Jahren bis heute:

Leporellos, Buchobjekte, Klapp- und Pop-Up-Bücher, meist aus Karton, mit Klebeband zusammengehalten, mit Fotokopien beklebt oder mit Acrylfarbe bemalt.
Reissen, schneiden, kratzen, kleben mit Tesafilm, radieren, übermalen, verdecken, ausprobieren, klammern, verbinden – Tätigkeitsworte charakterisieren die Bucharbeiten von Christoph Mauler oder anders gefasst: Gesten.
Geste, Film, Figur sind ebenso Begriffe wie Sujets, die Maulers Arbeiten ab den 1980er Jahren prägen. Mit starkem Fokus auf das verwendete Material und dem Einsatz von Malerei und Zeichnung reflektiert Mauler Themen und deren Darstellung ebenso wie das Medium Buch selbst.
Untrennbar sind die Bücher nicht nur in der Herstellung mit einer Geste verbunden: Klappt man sie auf, so treten Figuren, Gebäudeteile und surreal anmutende Objekte heraus. Beim Durchblättern der Zeichnungshefte wird die Geste an die BesucherInnen abgegeben, in der Zeichnung erstarrt sie: fragmentarische, steinartige Riesenfiguren sind in den Heften zu sehen, deren Bilder an Sequenzen eines Films erinnern, der plötzlich eingefroren ist. Zwar sind die Figuren hier die Hauptakteure, Gegenstände stehen ihnen als Ware aber gleichwertig zur Seite: ausgeschnittene Produktabbildungen von Messern, Löffeln und Gabeln, in einer anderen Serie Würste und Pommes frites, anwesend als Cut-out-Formen.

Anlässlich der Ausstellung ist im icon Verlag ein Buch erschienen mit Texten von Beatrice Hernad, Hajo Düchting und James Geccelli. Softcover mit Fadenheftung, Klappbroschur, DE/EN, 200 Seiten, 23x15,8cm, Auflage 200, mit 290 Schwarz-Weiß-Abbildungen, ISBN 978–3-928804–89-9, 19.- €

Ausstellungseröffnung: 16. November 2018, 19 Uhr, Einführung: Hubert Kretschmer (Archive Artist Publications
Ausstellung: 17. November 2018 - 13. Januar 2019

Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln im Museum Ludwig
Heinrich-Böll-Platz / Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln

Mo, 12.11.2018

GUDDI GUTENBERG will Schallgrenze von 100 durchbrechen

In der Allgemeine Zeitung Mainz berichtete Bernd Funke am 1. Oktober über das Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft Erlebniswerkstatt Buchdruck-Museum Soltau:

In Soltau wirbt Bleilaus Guddi Gutenberg für die Errichtung einer Erlebniswerkstatt Buchdruck-Museum. [...] Die Bleilaus, ein in der „Bleizeit" der Druckkunst als Berufsscherz erfundenes Lebewesen, steht auch heute noch als Synonym für Fachkräfte der Druckindustrie, die einmal den Beruf des Schriftsetzers erlernt haben.

Ein rühriger Förderverein bemüht sich mit derzeit 59 Mitgliedern, die Schallgrenze von 100 zahlenden Förderern zu durchbrechen. Dann nämlich können die von einer heimischen Druckerei kostenfrei zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten bezogen und die Nebenkosten aufgebracht werden. „Schwerpunkt wird die Vermittlung der Kunst des Setzens und Druckens sein", erklärt „Bleilaus" und Vorstandsmitglied Renate Gerstel und hofft auf eine Eröffnung des Museums im Jahre 2020.

„Vater" des Soltauer Guddi Gutenberg ist der heute 72-jährige Fred Tödter aus Steinkirchen im Kreis Stade. Als gebürtiger Soltauer und gelernter Schriftsetzer hat er einen besonderen Draht zum Objekt - und so schuf der, der als Gartoonist der Illustrierten Stern unter dem Künstlernamen Tetsche bekannt ist, eben jene Bleilaus auf Letternsockel. [...]"

Wie kann man das Projekt unterstützen?

Berliner Pirckheimer treffen Harald Kretzschmar

Harald Kretzschmar, selbst Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, wird am kommenden Donnerstag zur  traditionell im November stattfindenen Lesung mit Berliner und Brandenburger Pirckheimern ins Gespräch kommen. Die letzte Jahresgabe der Gesellschaft war sein im Quintus-Verlag erschienener Titel „Stets erlebe ich das Falsche“, der nicht nur bei Bücherfreunden auf großesses Interess stieß. Der Abend im Antiquariat von Katrin Brandel wird mit Sicherheit weitere Anekdoten aus den Begegnungen von Harald Kretzschmar mit Künstlern, Politikern und anderen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zutage fördern und Antworten auf weiterführende Fragen zum Kulturbetrieb in der DDR und der heutigen BRD liefern. Wir dürfen gespannt sein.

Von der Jahresgabe sind noch wenige Exemplare als Vorzugsausgabe zu erwerben:
Vorzugsausgabe 1 (mit Radierung & Einzeichnung), 99 €
Vorzugsausgabe 2 (mit Radierung), 59 €

Lesung: 15. November 2018, 19 Uhr, Nichtmitglieder sind wie immer willkommen, es wird aufgrund der begrenzten Platzanzahl jedoch um Anmeldung gebeten

Antiquariat Brandel
Scharnweberstr. 59, 12587 Berlin Friedrichshagen

Fr, 09.11.2018

William Carlos Williams, The Term, Garagendruck 2018 © Traute Langner-Geißler, Garagendruck

Zeitgenössische Buchkunst in München

An diesem Wochenende findet im Münchner Lyrik Kabinett eine Verkaufsmesse zeitgenössischer KÜNSTLERBÜCHER statt. 

Zum sechsten Mal lockt die Messe zeitgenössischer Buchkunst in die Räume des Lyrik Kabinetts mit einer großen gestalterischen Vielfalt und erstaunlichen Raritäten: 14 Buchkünstlerinnen und Pressendrucker, darunter Marc Berger, Johannes Häfner, sowie Tamara Ivanova + Michael Bensman (MTM) zeigen ihre aktuellen Werke, die auch zu erwerben sind. Die äußere Form ist hier meist unabdingbarer Bestandteil der ästhetischen Aussage des Werkes. Das Spektrum der entfalteten Phantasie reicht von Arbeiten, die noch zwischen zwei Buchdeckel gefasst sind – gemalt, gezeichnet, handgeschrieben, im Bleisatz oder mit Originalgrafik, in Papier geschnitten und vieles mehr – bis hin zu solchen, die die Buchform gänzlich verlassen. Zur Eröffnung gibt der Sammler Reinhard Grüner Einblick in diese eigenständige und faszinierende Welt der Buchkunst.

Weitere Infos unter www.buchkunst-muenchen.de.

Eröffnung: 9. November 2018, 18 Uhr
Messe: 9. - 11. November 2018

Lyrik Kabinett
Amalienstraße 83a, München

Entdeckungen bei ganz besonderen Büchern

CHRISTIAN EWALD STELLT SEINE KATZENGRABENPRESSE VOR
Eine Veranstaltung des Freundeskreises Literaturhaus Heidelberg und der Pirckheimer-Gesellschaft

In seinem 1990 gegründeten Verlag »Katzengraben-Presse« veröffentlicht der Pirckheimer Christian Ewald, gelernter Grafiker aus Weimar, zwei Titel im Jahr. Für sein erstes Buch, das letzte der DDR, erhielt er prompt den »Preis der Stiftung Buchkunst«. Weitere Auszeichnungen folgten, u.a. so renommierte wie der »Premio Felice Feliciano di Verona« und der »V. O. Stomps-Preis 2013« mit einer Sonderausstellung im Gutenberg Museum Mainz.

Ewalds Bücher sind oft zweisprachig, erscheinen in 999 Exemplaren, davon 99 Vorzugsausgaben. In seinem Programm finden sich Titel von Heinrich Heine und Friedrich Schiller, vor allem aber Erstausgaben meist unbekannter Texte zeitgenössischer Autorinnen und Autoren, zuletzt »Schweipolt« von Gusel Jachina, die für ihren Roman »Suleika öffnet die Augen« mit dem wichtigsten russischen Literaturpreis ausgezeichnet wurde.

Gesammelt werden die Wunderstücke der »Katzengraben-Presse« von Museen und Bibliotheken, von Buchliebhabern im In- und Ausland. Und: Jede Buchpräsentation von Christian Ewald ist als Performance ein Kunstwerk für sich. Beat Brechbühl, der den Verleger dieses Jahr als Ehrengast der Frauenfelder Buch- und Druckkunstmesse in die Schweiz eingeladen hat: »Für mich ist Christian Ewald in Sachen Bücher, Gestaltung und Präsentation seiner Werke einer der einfallsreichsten Menschen.«

29. November 2018, 19 bis 21 Uhr

Haus Cajeth
Heidelberg, Haspelgasse 12

Do, 08.11.2018

Heinrich Heine in der Bibliothek Deutscher Klassiker, Aufbau-Verlag 1974

Der junge Heine im alten Berlin – eine Hassliebe?

Heinrich-Heine-Abend zum Geburtstag Heinrich Heines

Heinrich Heine Abend im Bodoni-Museum zum Geburtstag des Dichters mit einem Vortrag von Prof. Roland Schiffter und Andruck eines neuen Heineblattes im Bleisatz, welches alle Gäste erhalten.
Roland Schiffter von der Heinrich-Heine-Gesellschaft Berlin beschäftigt sich mit den prägenden Erlebnissen Heinrich Heines in Berlin in den Jahren 1821-23, 1824 und 1829 und mit den damals Berühmten und Prominenten (Hegel, Gubitz, die Varnhagens, die von Arnims, Grabbe u.a.), die Heine in Berlin traf und die ihn beeinflusst haben. Er betrachtet in seinem Vortrag die Persönlichkeit Heines und die Einschätzung durch seine Freunde und Bekannten.

8. Dezember 2018, 18 Uhr

Bodoni-Museum auf dem Bodoni-Vielseithof
Buskower Dorfstraße 22, 16816 Neuruppin

So, 04.11.2018

HOMMAGE AN SCHWITTERS

Zum ersten Todestag von Horst Hussel (18. November) erschien beim Pirckheimer Jens-Fietje Dwars in der Edition Ornament das Heft "BEGEGNUNGEN MIT KURT SCHWITTERS". 
Horst Hussel (1934-2017) war einer der letzten Dadaisten. Das Heft enthält seine Geschichten um Kurt Schwitters, der Lisbeth, Martha und anderen Damen als der fabelhafte Herr Kuwitter aus Revon erscheint. Nur zwei der neun „Doten“ sind zu Hussels Lebzeiten erschienen, alle anderen stammen aus seinem Nachlaß, ebenso die beiden Radierungen der Vorzugsausgaben sowie neun Fotografien von Dada-Objekten, von denen eine auch der Normalausgabe beiliegt.

350 num. Exemplare, 40 S., 14/20,5 cm, Handfadenheftung von Silke Steinhagen.
Eine montierte Zeichnung und neun Fotografien von Dada-Objekten.
Separat beiliegend das Hussel-Foto „100 000 000 Dada-Grüße“.
ISBN 978-3-943768-99-2
Normalausgabe: 19,90 EUR
Drei Vorzugsausgaben:
A = 10 Expl. mit beiden Radierungen und allen drei Fotografien: 170 EUR
B = 20 Expl: mit der Radierung „Herr Kuwitter“ + dem Foto „Hahn“ mit Phantasiegedicht: 80 EUR
C = 20 Expl. mit der Radierung „Lisbeth & Martha“ + dem Foto „Fisch“: 80 EUR
Die Radierungen wurden von Manfred Wolf (Berlin) gedruckt und mit Hussels Stempel versehen.

Weitere Informationen: edition-ornament.de/...

Sa, 03.11.2018

Jens Harder - Es lebe die Evolution!

Wenn Künstler auf ihr Publikum treffen, interessiert die Rezipienten sehr oft, wie lange der bildnerisch Tätige für sein Werk gebraucht habe. Diese Frage ist bei Malern, Grafikern und Bildhauern nicht sehr beliebt. Sagt doch die Antwort selten etwas über künstlerische Qualitäten und Inhalte aus. Im Falle des Illustrators Jens Harder, dessen Arbeiten demnächst in der Galerie „Sonnensegel“ zu sehen ist, sind derartige Angaben schon sinnvoll, um die Dimensionen seines Tuns zu begreifen.

Auch wenn man mittlerweile weiß, dass der Comic bzw. die graphic novel ein Medium ist, dass so gut wie jedes Thema erzählen und vertiefen kann, erscheint das sein Vorhaben sehr ambitioniert. Nicht weniger als 14 Milliarden Evolutionsgeschichte, vom Urknall bis zur Gegenwart, inklusive eines Ausblicks auf die Zukunft des Menschen will er in vier Comic- Bänden darstellen. Zwei Alben sind schon erschienen („Alpha“  und „Beta I“) und es zeichnet sich ab, dass der Illustrator nach Fertigstellung des Projektes mehr als 1000 Seiten mit über 7000 Panels (Einzelzeichnungen) gefüllt haben wird. 2004 hat Jens Harder sein  Magnum Opus begonnen, 2021 will er mit dieser Arbeit fertig sein, aber schon jetzt gibt es für das Brandenburger  Publikum die Gelegenheit, die (fast) gesamte Geschichte der Welt mittels Originalzeichnungen aus den Bänden „Alpha“ und „Beta I“ zu erleben. Ergänzt wird die Bilderschau durch Zeichnungen aus zwei weiteren Veröffentlichungen des Berliner Künstlers. Zu sehen sind Bleistiftzeichnungen  zum jüngst erschienenem „Gilgamesch“- Epos und Blätter aus dem Album „Leviathan“. 

Die ausgestellten Illustrationen aus den mit mehreren internationalen Preisen bedachten Büchern dokumentieren nicht nur den handwerklich eindrucksvollen Zeichenstil des Grafikers, sondern zeigen auch die lange Entstehungsphase eines Comicalbums vom handflächengroßen Layout- Skript bis zur digital kolorierten fertigen Buchseite.

(Matthias Frohl)

Ausstellung: 13. Oktober 2018 - 22. Februar 2019

Galerie Sonnensegel
Gotthardtkirchplatz, Brandenburg

Fr, 02.11.2018

1. Brandenburger Buchmarkt

Bücher aus Brandenburg sind anders. Und der Brandenburger Buchmarkt ist damit keine Messe der Massenware, aber es ist eine, die sehr Feines und Eigenes zeigt, nämlich schöne Bücher von Verlagen, Autorinnen und Autoren aus dem Brandenburger Flächenland. Das ist Literatur und Buchkunst, die Zeit für Wahrnehmung einfordert und einen Rahmen, der diesen besonderen Blick ermöglicht. Ein besonderes Schaufenster sozusagen und das an keinem Ort besser, als in der Potsdamer Stadt- und Landesbibliothek zu jener Jahreszeit, in der wir alle mit besonderer Lust in Schaufenstern nach Schönem Ausschau halten.
Fünfzehn außergewöhnliche Brandenburger Verlage, Autorinnen und Autoren, darunter die Edition Ehrt, die Edition Schwarzdruck und die Edition Zwiefach laden herzlich ein.

Buchmarkt: 1. Dezember zwischen 10 und 16 Uhr

Stadt- und Landesbibliothek Potsdam