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Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft

Pirckheimer-Blog

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Do, 23.05.2019

Eine sehr kalligraphische Kursiv, die heute als Handsatzschrift nur noch selten anzutreffen ist. Sie wurde vor rund 110 Jahren von Walter Tiemann, dem feinsinnigen Schriftkünstler, Typographen, Lehrer und, zusammen mit Carl Ernst Poeschel, Herausgeber der janus-Presse, entworfen.

7. Dresdener Schriftenfest

Inhaltlich knüpft das Schriftenfest an die Themen des Vorjahres an. Es geht um die Formen der Schriften, deren Lesbarkeit, Erkennbarkeit, aber auch deren individuellen Charakter.

Den Auftakt machen Artur Dieckhoff und Jürgen Bönig mit einem Bericht und einem Film über ihre Funde in der bereits 1632 (!) gegründeten Druckerei J. J. Augustin in Glückstadt, die wie die Offizin Haag-Drugulin ein Hort an exotischen, also nicht-lateinischen Schriften war. Einen kleinen Eindruck vermitteln Schriftproben beider Firmen in unserer Ausstellung. Gezeigt wird eine kleine Zahl seltener Proben, darunter auch solche von Jean Midolle

Zwei Persönlichkeiten, die auf den Gebieten Typographie, Schriftentwurf, Kalligraphie wie auch als Dozenten geradezu Bewundernswertes geleistet haben, wollen wir hier gedenken: Hildegard Korger und Axel Bertram

Mit Indra Kupferschmid und dem Schriftdesigner Dan Reynolds zwei versierte und sehr kompetente Referenten für die Schriftvorträge gefunden zu haben. Darin geht es einmal um die >Forrna<, eine verhältnismäßig junge Grotesk, die zwischen 1966 und 1970 unter der Leitung von Aldo Novarese von einem Designerteam entworfen wurde und bei der Schriftgießerei Nebiolo als Bleisatzschrift herausgekommen ist. 

Ein weiterer Vortrag ist Jean Midolle gewidmet, diesem Tausendsassa, dessen schier unerschöpfliche Phantasie und Vorstellungsgabe die kuriosesten Alphabete hervorbrachte. Er hinterließ ein umfangreiches Schriftenwerk, das einzigartig, doch heute selbst Kennern vielfach unbekannt ist. 

Johann Gottlob Immanuel Breitkopf wurde im November vor 300 Jahren in Leipzig geboren. Anlaß, Person und Gießerei hier zum Thema zu wählen. Breitkopf war ein ideenreicher Mann, er befaßte sich mit dem Notensatz und hat Versuche unternommen, Landkarten mit typographischem Material zu erstellen. Nicht ganz spannungsfrei war das Verhältnis zu seinem Kollegen Johann Friedrich Unger in Berlin. 

Die veränderten Drucktechniken - Bleisatz und Buchdruck gibt es heute fast nicht mehr - werfen die Frage auf, wie sich die handwerklichen Berufe - Schriftgießer, Bleisetzer, Buchdrucker - erhalten lassen. Eine ausführliche Diskussion dazu am Sonntag vormittag.

Schriftenfest Dresden: 15./16. Juni 2019

Offizin Haag-Drugulin Dresden
Großenhainer Str. 11a, 01097 Dresden (im Gebäude der früheren Schriftgießerei Typoart

Formular für Anmeldung

Johannes Bobrowski: Mäusefest, Neue Kleider Druck 1989

46. Neue Kleider Druck

Der 46. Druck der Neue Kleider Drucke von Hanfried Wendland mit vier Erzählungen von Johannes Bobrowski mit neun mehrfarbigen Original-Holzschnitten vom Künstler illustriert.wird erstmals zur 25. Mainzer Minipressen-Messe vorgestellt. Es enthält die Erzählungen:

Lipmanns Leib (1962)
In Fingals Haus (1962)
Unordnung bei Klapat (1962)
Der Tänzer Malige (1965). 

Johannes Bobrowski wurde 1917 in Tilsit geboren. Aufgewachsen ist er auf beiden Seiten der Memel in einem Landstrich, wo Deutsche in engster Nachbarschaft mit Litauern, Polen und Russen lebten und in dem der jüdische Bevölkerungsanteil sehr hoch war. Sein Prosawerk hat das schwierige und schuldhafte Verhältnis der Deutschen zu ihren östlichen Nachbarvölkern bis in die jüngste Vergangenheit zum Gegenstand. Ab 1939 Soldat, kehrte Bobrowski zehn Jahre später aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft zurück. Er starb 1965 in Ostberlin. 

Das Buch im Format 39 mal 29,5 cm ist auf 140g/qm Werkdruckpapier gedruckt. Es umfaßt 64 Seiten und ist von Christian Klünder, Berlin, von Hand gebunden. Der Text ist in der 14 p Magere Times-Antiqua gesetzt. Den Druck besorgte Peter Rensch, Berlin. 

Ausgabe A
Normalausgabe (Nummern 5/24 bis 24/24), 20 Exemplare im Halbleineneinband und im Schuber, 580 Euro.
Vorzugsausgabe im bedruckten Schuber mit einer Suite aller Grafiken im Halbledereinband, (Numme~ 1/24 bis 4/24), 4 Exemplare. Die Grafiken der Suite sind separat nummeriert und signiert, 730 Euro. 

Ausgabe B
Fünf römisch nummerierte Exemplare im Halbledereinband, im bedruckten Schuber und mit einer Suite aller Grafiken, zusätzlich zwei farbige, signierte Entwurfsmalereien, 880 Euro. 

Alle Bezieher erhalten bei Bestellung bis zum 15. Juni 2019 beide Ausgaben zum Einführungspreis:
Ausgabe A, Normalausgabe 490 Euro
Ausgabe A, Vorzugsausgabe 640 Euro
Ausgabe B 790 Euro. 

Mi, 22.05.2019

screenshot Thüringer Allgemeine <http://bit.ly/2Wb8euv>

Harald Kretzschmar: „UNartig“

"Einen kleinen Querschnitt durch sein reichhaltiges Lebenswerk zeigt Eulenspiegel-Zeichner Harald Kretzschmar seit dem Wochenende in der Galerie „UNartig“.
Freie Handzeichnungen, Landschaftsskizzen, Erotika, Druckgrafik, Cartoons, politische Satireblätter und seine legendären Por­trätkarikaturen. Die Gäste der Vernissage an der Windischen­straße hörten aber auch Passagen aus seinem Buch „Stets erlebe ich das Falsche“. Für die Freunde seiner Kunst war es die Krönung, das Buch bei ihm zu erwerben und auf besondere Weise signiert zu bekommen: Kretzschmar versah es auf Wunsch mit einer Porträtskizze.
"

(TA in  "Thüringer Allgemeine")

Ausstellung: 17. Mai - 15. Juni 2019

Galerie "UNartig"
Steubenstr. 10, 99423 Weimar

urban - sozial - normal

Der Pirckheimer Jörg Seifert und der Kunstkeller Annaberg lädt ein zu einem Gespräch mit Katja Schwalenberg (Leipzig) und Osmar Osten (Chemnitz) zur Buchvorstellung ‹urban - sozial - normal›.

"Wo passiert das Leben und wie tut es dies? Wie leben wir heute und in welchen Wohnformen? Wie sind Lebensführung, soziale Strukturen, Gemeinschaften, Milieus. Wie passiert Leben auf dem Land, im Gegensatz zu Leben in der Stadt? Gibt es eine Krise der Stadt mit ihrer Verödung der Innenstädte? Im Gegenzug eine Landflucht?"

Diese Fragen beschäftigten Nina Kummer und die beiden Künstler, was zu einem Fund im Museum Olbernhau führte. Dort waren Messekataloge aus dem 19Jh. ausgestellt, welche in phantastischer Weise ihre Produkte, Holzspielzeuge in verschiedensten Ausführungen, auf querfomatigen Seiten gezeichnet und kolloriert zeigen.

Lesung: 14. Juni 2019, 19 Uhr

Kunstkeller Annaberg e. V.
Wilischstraße 11, 09456 Annaberg-Buchholz

urban - sozial - normal
Pappband, 72 Seiten, Querformat 32×20,7cm
Zeichnungen, Malerei, Druckgrafik: Osmar Osten
Zeichnungen: Katja Schwalenberg
Texte: Nina Kummer
17 €

Di, 21.05.2019

Wegspur Fontane

Wie interessierte Pirckheimer beim Literarischen Gartenfest in Spreewerder im August 2018 bereits erfuhren, reizte es den Pirckheimer Till Sailer nicht erst im Jahr seines 200sten Geburtstages zu erfahren, was aus Fontanes Heimatlandschaft geworden ist und auch, was andere Autoren auf Fontanes Spuren berichtenswert fanden. Zeugnisse von Andrew Hamilton, Kurt Tucholsky, Günter de Bruyn, Gisela Heller, Georg Lentz und vielen anderen fügen sich zu einer Langzeitbeobachtung, wie sie kaum einer anderen Region zuteilwurde.
Breits vor fünfzig Jahren gingen Wanderer in die Spur. Die Schriftsteller Franz Fühmann und Joachim Seyppel sowie der Kunstwissenschaftler Lothar Lang erforschten Fontanes Land in den Farben der DDR. Zwanzig Jahre später strömten Gäste aus westlichen Gefilden zu den Erinnerungsstätten preußischer Heroen.

All die Wanderer auf der „Wegspur Fontane“ suchten auch nach Poeten, die im Ruppiner Land zur Literatur gefunden hatten, wie Georg Heym, Erich Arendt und Eva Strittmatter, deren Lyrik das Bild einer faszinierenden Kulturlandschaft vervollständigt. Till Sailer reizte es, die fiktive Langzeitbeobachtung fortzuschreiben und Elke Lang ergänzte diese Beobachtungen mit dem Fotoapparat. Im Vordergrund der Nachlese steht die Frage: Was wurde aus der Region, der Fontane einst öffentliche Aufmerksamkeit verschaffte? Till Sailer wird das druckfrische Buch im Geburtsort des Dichters vorstellen.

Lesung: 24. Mai 2019, 19 Uhr

Stadtbibliothek
Am Alten Gymnasium 1-3, 16816 Neuruppin

Till Sailer: Wegspur Fontane. Eine Nachlese im Ruppiner Land
vbb verlag für berlin-brandenburg 2019
mit Fotos von Elke Lang, 168 Seiten, 23 Abbildungen, Hardcover
ISBN 978-3-947215-43-0, € 19,90

Sa, 18.05.2019

Bäume

Der Pirckheimer miley stellte heute eine neue Arbeit vor, das 18seitige Künstlerbuch "Bäume" (im Innentitel "Trees") mit teilweise mehrfarbigen Holzschnitten.

Das Büchlein aus starkem Karton ist als Heft fadengebunden, die Auflage beträgt 10 Exemplare.
Die nebenstehende Abb. zeigt auf einer Doppelseite im Mittelteil die Graphik "Sturmbaum". Weitere Abbildungen im Facebookkonto von Abel Doering (Anmeldung erforderlich). 

© Hartmut Andryczuk

Alfred-Döblin-Preis für Ulrich Woelk

Ulrich Woelk, von dem u.a. im Hybriden-Verlag von Hartmut Andryczuk seit über 10 Jahren Künstlerbücher erscheinen, hat den Alfred-Döblin-Preis, der "für ein längeres, noch unabgeschlossenes Prosamanuskript" vergeben wird, gewonnent. Glückwunsch!

Die Begründung Jury: „Der Alfred-Döblin-Preis 2019 geht an den Berliner Schriftsteller Ulrich Woelk. Sein Romanprojekt ‚Für ein Leben’ erzählt am Beispiel zweier Frauen aus unterschiedlichen sozialen Milieus rund ein halbes Jahrhundert Berliner und europäischer Geschichte. Detailgenau, lebensnah, tragisch und komisch geht Ulrich Woelk den großen Fragen des Lebens nach: Liebe und Tod.

Ulrich Woelk, 1960 in Bonn geboren und in Köln aufgewachsen, promovierte 1991 in Physik. Von 1988 bis 1995 arbeitete er als Astrophysiker an der Technischen Universität Berlin. Sein erster Roman, Freigang, erschien 1990 im S. Fischer Verlag und wurde mit dem aspekte-Literaturpreis ausgezeichnet. Sein erstes Theaterstück, Tod Liebe Verklärung, erschien 1992 und wurde 1993 am Schauspielhaus Köln uraufgeführt. Seit 1995 lebt Ulrich Woelk als freier Schriftsteller und Dramatiker in Berlin. Sein Werk wurde in viele Sprachen übersetzt und umfasst neben Romanen zahlreiche Theaterstücke, Hörspiele, Reportagen und Essays. 2005 erhielt Woelk den Thomas-Valentin-Literaturpreis.

Zuletzt erschien im Hybriden-Verlag der erste von sieben geplanten Bänden unter dem Titel PLANETENSCHREIBER. Dieses, von bei Hartmut Andryczuk illustrierte Künstlerbuch beschreibt einen Aufenthalt auf dem Planeten MERKUR.

Fr, 17.05.2019

Das Grundgesetz, Ill. Markus Lüpertz, 2012

70 Jahre Grundgesetz

Das Deutsche Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek Leipzig erinnert am 23. Mai an die Geburtsstunde des Grundgesetzes, eine der wichtigsten Publikationen des vergangenen Jahrhunderts in Deutschland.

Das Deutsche Buch- und Scvhriftmuseum nimmt In einer Veranstaltung, das Grundgesetz und dessen ganz unterschiedliche historische Erscheinungsweisen in den Blick. Zugleich wird auch aktuelle Fragen an den Text gestellt. Denn vier Jahre nach Ende der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft legten die Mütter und Väter des Grundgesetzes Ende der 1940er-Jahre besonderes Augenmerk auf die Begrenzung der Staatsmacht: »Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus«. Das war ein Befreiungsschlag, der die unterschiedlichen Verfassungstraditionen in Deutschland – von der Paulskirche bis zur Weimarer Verfassung – berücksichtigte.

Was bedeutet das heute? Zu einzelnen Artikeln des Grundgesetzes werden die Veranstaltungsteilnehmer mit einem Juristen des Bundesverfassungsgerichtes Karlsruhe ins Gespräch kommen und es wird eine kleine Auswahl der unzähligen, auch außergewöhnlichen und skurrilen Ausgaben des Grundgesetzes aus den Beständen der DNB vorgestellt.

23. Mai 2019, 17 Uhr

Deutsches Buch- und Schriftmuseum
Museumsfoyer
Deutscher Platz 1, 04103 Leipzig

Mi, 15.05.2019

Ralf Hentrich in zwei Ausstellungen

Die „Reverenzen“ des Pirckheimers Roland Berger in der Eremitage Gransee sind abgehängt - wer sie verpasst hat, hat im August/September nochmal eine Chance, sie in Berlin in der "Ladengalerie junge welt“ in der Torstraße zu sehen. Die nächste Ausstellung in der Eremitage zeigt weniger bekannte Holzschnitte des im vorigen Jahr unerwartet und viel zu früh verstorbenen Ralf Hentrich.

Auch die Klostergalerie in Zehdenick widmet diesem, u.a. mit dem Barndenburgischen Kunstpreis ausgezeichneten Künstler eine Ausstellung. Dort werden vorwiegend die weitgehend bekannten Radierungen von Ralf Hentrich gezeigt, aber auch Buchobjekte.

Die Eröffnung beider Ausstellungen erfolgt in der Galerie in Zehdenick. Am Eröffnungstag kann die Eremitage deshalb nur bis 16 Uhr und dann wieder ab etwa 17 Uhr besucht werden. Die Finissage findet dann in der Eremitage statt.

Vernissage: 19. Mai 2019, 16 Uhr
Ausstellungen: 19. Mai - 6. Juli 2019 
Finissage am 6. Juli 2019, 16 Uhr 

EREMITAGE GRANSEE
Galerie für zeitgenössische Buchkunst und Druckgraphik
Mauerstraße 4A, 16775 Gransee

KLOSTERGALERIE IN DER KLOSTERSCHEUNE ZEHDENICK
Am Kloster, 16792 Zehdenick

Di, 14.05.2019

Holzschnitt auf dem Titelblatt: Ulrich Tarlatt - am weltenbaum

30 Jahre COMMON SENSE

30 Jahre Künstlerbuch Almanach COMMON SENSE 1989-2018

1987 gründeten der Lyriker Jörg Kowalski aus Halle und der Maler/Grafiker Ulrich Tarlatt aus Bernburg die edition augenweide. Bis heute sind 50 Künstlerbücher erschienen. Das Literaturhaus Halle zeigt einen Querschnitt aus den Arbeiten – Grafiken, Gedichte, Texte, Fotografien und visuelle Poesie.

Bereits 1996 konnte der Pirckheimer Reinhard Grüner schreiben:

"Eine der wohl bekanntesten Unternehmungen der Edition Augenweide ist der alljährlich zum Jahresende erscheinende Künstlerbuchalmanach Common Sense. In den bislang sieben publizierten Bänden tummeln sich die wichtigsten Vertreter der literarisch-künstlerischen Avantgarde der Gegenwart, die von Tarlatt und Kowalski persönlich dazu eingeladen werden, sich mit einem Text oder eineroriginalgraphischen Arbeit zu beteiligen. [...] Die imposante Vielfalt der Almanache macht diese Reihe zu einem Kompendium junger Literatur und Kunst in Deutschland."

(Katalog anlässlich der Ausstellung "Ulrich Tarlatt: hortus animae" vom 15. Juni bis 8. September 1996 im Museum Schloss Burgk, S. 99)

Und Till Schröder ergänzte 23 Jahre später:

Die Liste der nahezu 500 Beiträger über die Jahrzehnte liest sich wie ein Who is Who der deutschen Kunst- und Literaturszene: von Hartmut Andryczuk bis Klaus Zylla, von Volker Braun bis Herta Müller, von Manfred Butzmann bis Eugen Gomringer, von Durs Grünbein bis Friederike Mayröcker, von Robert Menasse bis Christoph Niemann, von Klaus Staeck bis Urs Widmer.

(Marginalien ..., Heft 232, S. 116)

siehe auch 30 Jahre COMMON SENSE

Vernissage: 18. Mai 2019, 18 Uhr
Ausstellung: 18. Mai - 30. Juni 2019

Literaturhaus Halle
Bernburger Straße 8, 06108 Halle (Saale)

Mo, 13.05.2019

Tag der offenen Tür im Museum für Druckkunst

Das Museum für Druckkunst im Leipziger Westen feiert Geburtstag! Gegründet 1994, begeht das Museum in diesem Jahr sein 25. Jubiläum. Dies ist ein Grund zum Feiern.

Seit der Gründung hat sich das Museum für Druckkunst Leipzig im Leipziger Westen zu einem lebendigen, industriekulturellen Ort entwickelt. Als eine der letzten historischen Druckereien pflegt und vermittelt das Haus das immaterielle Kulturerbe Drucktechniken an funktionierenden Maschinen in besonderer Werkstattatmosphäre. Getragen wird das Museum seit seiner Gründung aus privaten Mitteln, seit 20 Jahren (d.h. seit 1999) von einer privaten Stiftung, seit 2010 schließlich von der Giesecke & Devrient Stiftung. Zugleich feiern wir dieses Jahr das 25-jährige Bestehen Gesellschaft zur Förderung der Druckkunst Leipzig e.V.

19. Mai 2019, 11 - 17 Uhr

Museum für Druckkunst Leipzig
Nonnenstraße 38, 04229 Leipzig

Fr, 10.05.2019

Gemeinschaftskatalog der Antiquare 2019

Ende Mai erscheint der 10. Gemeinschaftskatalog der Genossenschaft der Internetantiquare (GIAQ), Betreiber der Plattform antiquariat.de.

Für Interessierte, die nicht im Verteiler sind, ist die Bestellung des Katalogs unter service (at) antiquariat.de.möglich.

Do, 09.05.2019

Schatzsucher

Der Künstler stebü, dessen Serie aus 5 Blättern "Bienen" hier kürzlich vorgestellt wurde, widmet sich seit einigen Wochen in einer weitern Graphikfolge in Form von Linolschnitten auch dem Thema "Lesen", diese Arbeiten werden vom Künstler treffend mit "Schatzsucher" betitelt. Einen der Linolschnitte aus dieser, die Pirckheimer sicher besonders ansprechenden Serie zeigt die nebenstehende Abbildung.

Gleichzeitig entstanden im Atelier von stebü erotische Linolschitte zur Illustration des Buches "Eva" mit Gedichten von Gesa Elsner, dessen Erscheinen derzeit bei Hendrik Liersch in der Corvinus Presse vorbereitet wird.

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Im Mangoschatten - Von der Vergänglichkeit

Die Pirckheimerin Catharine J. Nicely (PalmArtPress) kündigt eine Buchpremiere und Ausstellung an: "Im Mangoschatten - Von der Vergänglichkeit", Lesung und Kunst von Bianca Döring.

Von der Vergänglichkeit, vom Leben und Sterben, von der Hinfälligkeit allen Da-Seins, sowie einem darin leidenschaftlich nach Verortung suchenden Ich handelt das neue Buch der Schriftstellerin, Malerin und Musikerin Bianca Döring. In einer Collage aus Beobachtungsfetzen, Erinnerungen, zwischenmenschlichen Szenen, inneren Bildern und Reflexionen bewegt sich der Text entlang einer angedeuteten Erzählung, ohne je vorzugeben, er wisse irgendetwas von seinem Thema, dem er sich aus unterschiedlichsten Blickwinkeln zuwendet.

25. Mai 2019, 19 Uhr, Musik: Heidemarie Wiesner (Klavier), Waltraut Elvers (Bratsche)

PalmArtPress
Pfalzburgerstr. 69, 10719 Berlin

Di, 07.05.2019

Er kann es nicht lassen ...

... und das ist gut so. 

Mehrfach hörte man von Harald Kugler, er würde seine Leidenschaft zu schreiben aufgeben, folgerichtig hieß das Heft 22 seiner Einbogendrucke "Das letzte Heft".

Aber wie das mit Vorsätzen so ist, man hält sie selten ein. Ein Glücksfall, wenn man das Heft 23 der Einbogendrucke von Harald Kugler mit dem Titel " Die Parallelwelt" in den Händen hält. Für mich der bisher beste Text aus der Feder des Pirckheimers und Autors, dessen Themen sich zumeist an Bibliophilem und an Klassikern der Belletristik reiben. So auch in der "Parallelwelt", die laut Klappentext offenbart, "was sich hinter den Büchern der Bibliothek eines Bibliophilen abspielt", die aber tatsächlich einen Blick in die Seele eines Liebhabers und Sammlers des Gedruckten erlauben.

Mit 32 Textseiten ist die Erzählung wie geschaffen zum Lesen in der Straßen- oder S-Bahn, wer das  tut, wird das Heft mit Sicherheit auf der Rückfahrt wieder zur Hand nehmen und ein weiteres mal genießen.

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Harald Kugler: Die Parallelwelt, Eine Erzählung aus der Welt der Bücher
(Reihe: Einbogendrucke #23), Pirna April 2019
36 Seiten, Klammerheftung