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Pirckheimer-Blog

Mi, 28.03.2018

"Das letzte Heft" erscheint mit Originalgraphik

Das aktuelle und damit "Das letzte Heft" der Einbogendrucke mit Erzählungen aus der Welt der Bücher von Harald Kugler wird auf Wunsch mit einer beiliegenden Originalgraphik von Anne Kern geliefert Es handelt sich um die links abgebildete Kaltnadelradierung "Spiegelung" in einer Aufage von 10 Exemplaren.

Das Heft mit beiliegender Graphik kann zum Preis von 12 € per E-Mail beim Autor bestellt werden.

Di, 27.03.2018

Karl Klingspor (Photographie von Frank Eugene, 1916)

Ein Leben für das Buch

Zum 150. Geburtstag von Karl Klingspor stellt Martina Weiß den großen Bibliophilen vor und präsentiert Highlights aus seiner Sammlung. Klingspor trug als Inhaber der Schriftgießerei Gebr. Klingspor in Offenbach maßgeblich zu einer Erneuerung der Schrift Anfang des 20. Jahrhunderts bei. Seine bibliophile Leidenschaft führte zu einer beachtlichen Sammlung zeitgenössischer Buchkunst, die später den Grundstock des Klingspor Museums bildete. Er initiierte den Wettbewerb „Schönste Bücher“ und war als Mitglied mehrerer bibliophiler Vereinigungen bestens vernetzt mit anderen großen Sammlern seiner Zeit. Zahlreiche Stücke seiner Sammlung besitzen kostbare Einbände. Besonders die über 80 Einbände, die der führende Buchbinder der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Ignatz Wiemeler für Klingspor fertigte, gehören zu den besonderen Zimelien des Museums.

6. April 2018 14 Uhr

Klingspor-Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Fließende Übergänge

Der Kunstkeller Annaberg wird 20 und die Mitglieder feiern das mit einer Ausstellung. Mit Malerei, Graphik, Fotografie und Objekten sind die Mitglieder Jörn Michael, Sabine Sachs, Alexander Stoll, Christine Richter, Erika Sense, Gabriele und Birger Jesch, Elke Harzer, Christei Riebel, Roland Buschmann, Sylke und Jörg Seifert, Thomas Suchomel, Antonia Hofmann, Bärbel und Gottfried Rothe, Kerstin Vicent, Anke Paula Böttcher und Matthias Zwarg, Carola Zörner, Doris Schädlich, Stephan Klaube, Sylvia Graupner daran beteiligt

Ausstellung: 14. April - 30. Juni 2018

Kunstkeller Annaberg
Wilischstr. 11, 09456 Annaberg- Buchholz

Mo, 26.03.2018

Nadia Budde im Buchlokal

Anlässlich der Neuerscheinung von »Eins zwei drei Vampir« aus dem Peter Hammer Verlag, zeigt das Buchlokal in Pankow von der Künstlerin ausgewählte Illustrationen aus ihrem gesamten Schaffen.

Die Autorin und Illustratorin Nadia Budde, geboren 1967 in Berlin, studierte Grafik in Berlin und London. Ihr erstes Kinderbuch „Eins zwei drei Tier" (1999) gewann den Deutschen Jugendliteraturpreis und den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis, „Trauriger Tiger toastet Tomaten" (2000) wurde mit dem Troisdorfer Bilderbuchpreis und dem Luchs der Jury von ZEIT und Radio Bremen ausgezeichnet. Die Comic-Biografie „Such dir was aus, aber beeil dich" (2009, Fischer Schatzinsel), erhielt den Deutschen Jugendliteraturpreis 2010. Nadia Budde lebt mit ihrer Familie in Berlin.

Ausstellung: 26. März - 14. Mai 2018

Buchlokal
Ossietzkystraße 10, 13187 Berlin

Vogel und Trolle

Heute im Briefkasten: eine Klappkarte mit dem Titel Vogel und Trolle (2016) als lieber Gruß des Pirckheimers miley. Diese Radierung kann ich den Graphikfreunden einfach nicht vorenthalten! 

So, 25.03.2018

Goldenes Land

Unter diesem Motto steht eine Ausstellung der Graphikfolge der russischen Graphikerin und Exlibris-Künstlerin Elena Kiseleva in Schmetterlingshorst .

Die Idee zu diesem Projekt ist der alte Menschheitstraum von Utopia, wo Menschen, Tiere und Natur friedlich und glücklich zusammenleben können. Da dieses Land überall und nirgends sein kann, sind die Motive aus Fantasie und Realität konstruiert, die man durchaus als „Architekturmeditation“ bezeichen kann.
Die Stärke der Künstlerin zeigt sich in den Verbindung eines kühlen Konstruktivismus mit dem malerisch Traumhaften in ästhetischer Schönheit. Ihre Stadtansichten wie Wiesbaden, Biostadt oder Stadtstilleben zeigen akribisch gezeichnete Architektur. Doch überzieht diese architektonische Genauigkeit ein Hauch lyrischer Unwirklichkeit. Kiselevas Fliegende Fische, ihr Yellow Submarine und andere Werke haben einen Touch zärtlicher Verspielheit. Obwohl sich an Bildern von Lionel Feininger und Paul Klee orientierend, zeigt die Künstlerin eine absolut eigenständige, aparte Individualität.

Elena Kiseleva ist Mitglied Exlibrisgesellschaften St. Petersburg und Deutschlande. 1997 gewann sie einen belgischen Exlibriswettbewerb.

Vernissage: 22. April 2018, 17 Uhr, einleitende Worte: Dr. Gregor Gysi, Musik: Ulrike Fieguth (Akkordeon)
Ausstellung: 23. April - 24. Juni 2018

Schmetterlingshorst
Zum Schmetterlingshorst 2, 12559 Berlin

Bleiläuse in Soltau

In Soltau ist mit einem Buchdruck-Museum eine Erlebniswerkstatt geplant, welche der Bewahrung der Kunst des Umgangs mit Schriftzeichen und dem damit verbundene Erfahrungswissen der Buchdrucker dienen soll.

Neben den wertvollen alten Schriftsätzen, Druckplatten und einer Setzmaschine aus dem Bestand historischer Firmen in Soltau wird auch eine kleine leistungsfähige Druckmaschine im Museum zu finden sein, daneben natürlich die Geschichte des Buchdrucks und Beispiele guter Typografie und es sind Schulungen und Vorträge geplant. Ein besonderes Angebot soll Schülern sowie Vorschulkindern gelten. Dafür existiert mit einem Museumskoffer bereits mobiles Museum.

Das Projekt wird getragen durch den Verein "Erlebniswerkstatt Buchdruck-Museum Soltau" und ist darüber hinaus auf Spenden angewiesen.

 

Klaus Raasch, Cornelius Brändle und Hanneke van der Hoeven

Bilder von der 13. BuchDruckKunst

Die 13. BuchDruckKunst hat ihre Pforten geschlossen, hier sind einige Foto-Impressionen von dieser bedeutenden Buchkunstmesse.

Klick hier (Fotos © Abel Doering)

 

Sa, 24.03.2018

Von den Füßen auf den Kopf gestellt

Aus Anlass der Ausstellung im Hamburger Museum der Arbeit "150 Jahre Kapital", die bis zum 5. Mai 2018 verlängert wurde, stellt Klaus Waschk, selbst vertreten in der Ausstellung, am Rande der BuchDruckKunst Illustrationen zur Kapitalausgabe aus, die 2007 bei Faber und Faber erschien.

Zu dieser Präsentation entstand eine Zeichnung, gehängt an der Rückwand der Bilderstrecke mit den Zeichnungen zum Kapital, die auf den ersten Blick eine Sicht in Anlehnung an Georg Baselitz vermuten lässt.
Weit gefehlt: Klaus Waschk illustriert mit dieser Zeichnung kompromisslos und in aller Deutlichkeit seine Sicht auf die Kapital-Ausstellung: Marx, der als Sozialökonom und Philosoph mit seinen Schriften die Deutschen Philosophe "vom Kopf auf die Füsse stellte" bleibt unverstanden, wird damit "umgekehrt" und in der Ausstellung von den Füßen auf den Kopf gestellt.

Ein Bild, welches nicht nur für diese Ausstellung, sondern im Marx-Jahr 2018 hinsichtlich der ausufernden Oberflächlichkeiten einige Gültigkeit hat.

Fr, 23.03.2018

Till Sailer und Gertrud Zucker mit dem Entwurf des Buches auf einer Veranstaltung im Scharwenka-Kulturforum in Bad Saarow Foto © Elke Lang
Auf der Leipziger Buchmesse stellte Sven Märkisch am Stand der Edition Sand das Buch vor

Die Zauberflöte

Nach Mozarts Oper mit dem Libretto von Emanuel Schikaneder gestalteten die Saarower Künstler Gertrud Zucker (Illustration) und Till Sailer (Text) ein Kinderkunstbuch, herausgegeben von Elke Lang. Entstanden ist diese Version der “Zauberflöte“ in Kooperation mit der Kinder- und Jugend-Kunst-Galerie „Sonnensegel e. V.“ in Brandenburg an der Havel.
Für dieses Buch übernahm Sven Märkisch in seiner 2000 gegründeten „Edition Sand“ die Gestaltung. Es wird zum Pirckheimer-Treffen in Frankfurt/Oder vorliegen. Der mit Bleisatz in traditioneller Buchdrucktechnik ausgeführten Sonderausgabe von 40 Exemplaren wird  je Buch eine von zehn Radierungen zu dem Thema „Zauberflöte“ beigegeben, die in einem der Kunst-Kurse von „Sonnensegel“ entstanden und in einer kleinen Ausstellung in der Galerie zu sehen sein werden.  Sie ergänzen ein anregendes Kunstbuch, das gleichermaßen für Kinder und Erwachsene gedacht ist.

Gertrud Zucker (geb. 1936), die sich besonders durch ihre Illustrationen zu über einhundert Kinderbüchern einen Namen gemacht hat, betrachtet die Geschichte der Zauberflöte mit einer großen Portion Schalkhaftigkeit.  Sie studierte von 1954 bis 1959 an der Hochschule für angewandte und bildende Kunst in Berlin-Weißensee bei Werner Klemke, Arno Mohr und Paul Rosié. Alle drei Professoren waren Meister der Reduktion, der Beschränkung auf das Wesentliche durch die Aussagekraft der Linie. In den Schabkunstblättern für die „Zauberflöte“ beruft sich die Künstlerin auf Werner Klemke, den der Kunstwissenschaftler Lothar Lang den „Grandseigneur der Buchkunst“ genannt hat. Die Technik des Schabkunstblatts, bei der aus einem schwarzen oder weißen Kreidegrund weiße beziehungsweise schwarze Linien herausgearbeitet werden, verbindet die Anmutung des rustikalen Holz- und auch Linolschnitts mit den Möglichkeiten des ziselierenden Holzstichs, der durch Klemke wiederbelebt und mit Boccaccios „Dekameron“ 1958 zum Höhepunkt geführt wurde.

Der Schriftsteller Till Sailer versteht es als Absolvent der Weimarer Musikhochschule, Hauptfach Querflöte und des Leipziger „Literatur-Instituts Johannes R. Becher“  unter anderem als seine Aufgabe, „auf dem Weg über die Literatur vor allem junge Leser mit Leben und Werk  bedeutender Musiker vertraut zu machen“. Die Nacherzählung der „Zauberflöte“ ist aus einer Veranstaltungsreihe des Autors über diese Oper hervorgegangen, wobei er vor jungen Zuhörern selbst Passagen mit Klavier, Querflöte und Gesang vortrug.  Es kam ihm darauf an, ein bewegendes Märchen zu erzählen, in dem die eindrücklichsten Lieder und Arien des Werkes zitiert werden, damit diese von den Kindern bei einem künftigen Opernbesuch wiedererkannt werden können.

(Elke Lang)

Einladung zur Subskription:  ein nummeriertes und signiertes Exemplar für 100 Euro bei Normalpreis von 160 Euro. Edition Sand, Sven Märkisch

Do, 22.03.2018

Barbara Beisinghoff - Room for a Clairvoyante

American Hand Papermaking von den 1960ern bis heute

Die vielen Pirckheimern bekannte Papierschöpferin Barbara Beisinghoff, aus deren Werkstatt wunderbare Künstlerbücher stammen, ist eine der beteiligten Künstler an der vom International Print Center New York veranstalteten Ausstellung American Hand Papermaking, 1960s to Today. Von dieser Künstlerin wird das Künstlerbuch „The Angel is my Watermark“ in der Ausstellung zu sehen sein.
Diese Ausstellung ist die erste, die den Fokus auf die amerikanische Handpapier-Revolution als ein Ergebnis der Druck-Renaissance richtet. Sie wird die besten, bekannte und weniger bekannten, Beispiele von flächigen Werken, Künstlerbüchern bis hin zu Papierobjekten zeigen, um die Verflechtung der amerikanischen Druckhandwerks und Papierherstellung bis zur Gegenwart darzustellen. Für einen Zeitraum von über fünfzig Jahren wird die Ausstellung die Wandlung von Papier von seiner traditionellen Rolle als Grundlage für Drucke zu einem aktiven Gegenstück und Stand-alone-Medium bei der Schaffung von Editionen und einzigartigen Werken bahnbrechender Künstlern das 20. und 21. Jahrhundert präsentieren, wie Mel Bochner, Lynda Benglis, Chakaia Booker, Leslie Dill, Leonardo Drew, David Hockney, Louise Nevelson, Robert Rauschenberg und Richard Tuttle, um nur einige zu nennen.

Ausstellung: 5. April - 14. Juni 2018

IPCNY, 508 West 26th Street, 5A, New York, NY 10001

Mi, 21.03.2018

RHEIN-MAIN.Antiquaria

Die  RHEIN-MAIN.Antiquaria wird erstmalig in Frankfurt am Main stattfinden. Der Veranstalter – das Steeler Antiquariat in Essen - möchte damit in Ergänzung zu der seit neun Jahren erfolgreichen RUHR.Antiquaria in Bochum auch im Rhein-Main-Gebiet einen jährlichen Antiquariatsmarkt etablieren.

25 Antiquare aus dem ganzen Bundesgebiet werden eine große Vielfalt an Büchern aus fast allen Interessengebieten an: vom historischen Kinderbuch und illustrierter Literatur sowie von Pressendrucke über Reisebeschreibungen und Büchern zur Naturgeschichte bis hin zur regionalen Literatur der Landeskunde des Ruhrgebiets und der Industriegeschichte. Ebenso wird ein ausgewähltes Angebot an Landkarten, Städteansichten und dekorativer Graphik anbieten.

Das preisliche Spektrum reicht erfahrungsgemäß vom günstigen Titel der modernen Literatur bis zum hochwertigen Sammlerobjekt im vierstelligen Euro-Bereich. Damit ist dieser Antiquariatsmarkt sowohl für den privaten Gelegenheitssammler und Bibliophilen als auch für den professionellen Händler interessant, zumal eine Reihe von Ausstellern ansonsten weder im Internet noch über Verkaufskataloge präsent sind.

Teilnehmende Antiquariate: antiquariatsmarkt.de

22. April 2018, 11.00 bis 17.00 Uhr

SAALBAU Bornheim,
Arnsburger Straße 24, 60385 Frankfurt am Main

Margarete Löwi und Harald Metzkes, Foto © Elke Lang

Landschaft als Schauplatz

Man tritt in eine Umgebung, die unser tägliches Umfeld zu einer uns verträglichen, wenn nicht sogar nützlichen Ergänzung unseres Lebenskönnens gemacht hat“, erklärte Harald Metzkes am Sonnabend in der Bad Saarower Galerie „Kunst am Bahnhof“ zur Eröffnung seiner Ausstellung „Landschaft als Schauplatz“. Rund zwanzig Besucher waren gekommen, um einen Blick auf Gemälde des Meisters zu werfen, die bislang nicht im Fokus der Öffentlichkeit gestanden hatten. Man kennt ihn eher als Schöpfer eines bunten „Welttheaters“. In dieser Ausstellung aber sind die Farben verhaltener, erdiger gewählt „auf den blauen Überfluss der Welt“, wie der Maler weiter ausführte. „Ferne ein bewaldeter Hügel, von dem ich genau weiß, dass er grün bewachsen ist.“

Harald Metzke hat Landschaft künstlerisch bewältigt, sich „ihr ausgesetzt“, wie sie „winkt und entzückt“, aber auch wie sie in Verbindung mit dem Wetter bedrohlich wirken kann und wie er  selbst bisweilen durch menschliche Einwirkung auf sie „nicht wenig schockiert“ ist.

Die 15 Gemälde sind eine Auswahl einer größeren Ausstellung, die schon im rbb zu sehen war. Hier in Bad Saarow aber ist ein Bild dabei, das noch nie öffentlich gezeigt wurde und genau diesen unheilvollen Eingriff in Landschaft zeigt: eine Tagebauansicht „Brücke“ von 1989, eine Förderbrücke, die als ein fragiles Spinnennetz über den toten Abgrund führt. Die anderen Ölgemälde aber sind durch die flache märkische Landschaft mit ihrem hohe Himmel und mit malerischen Bäumen geprägt. Es ist einfach eine schöne Ausstellung.

„Für uns als kleinen Verein ist das eine unglaubliche Sache“, ist nicht nur die Galerieleiterin Margarete Löwi glücklich. Paul-Olaf Beeking hat als Saarower Gästeführer kräftig die Werbetrommel gerührt, denn „Harald Metzkes ist einer der wichtigsten noch lebenden deutschen Maler“, weiß er.

(Elke lang)

Ausstellung: bis 28. März und vom 6. - 29. April 2018

Galerie „Kunst am Bahnhof“
Bahnhofsplatz 4, 15526 Bad Saarow

Di, 20.03.2018

Erzählungen aus der Welt der Bücher

Der Autor und Pirckheimer Harald Kugler wird in Pirna aus seinen "Erzählungen aus der Welt der Bücher" lesen.

Die Veranstaltung unter dem Titel "Büchersammler und andere Verrückte in der Pirckheimer-Gesellschaft" wird begleitet durch eine Vitrinenausstellung mit ausgewählten Objekten aus der Sammlung des Pirckheimers.

Ralph Aepler wird in seinen einführenden Worten die Pirckheimer-Gesellschaft und das Wirken ihrer Mitglieder vorstellen.

Lesung: 18. April 2018, 19 Uhr

Pirnaer Stadtmuseum

Künstlerische Drucktechniken sind Immaterielles Kulturerbe

Es ist eine herausragende Anerkennung und Bestätigung für die Relevanz von Druckkunst: Die „Künstlerischen Drucktechniken des Hochdrucks, Tiefdrucks, Flachdrucks, Durchdrucks und deren Mischformen“ sind mit Beschluss der Deutschen UNESCO-Kommission im März 2018 in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden. 

Gedruckte Text- und Bildmedien sind seit mehr als 500 Jahren Teil der europäischen Kultur und Wissensgesellschaft. Seit 1500 waren der Kupfertiefdruck und der Hochdruck und ab 1800 auch der Stein- und Lichtdruck sowie der Durchdruck die wesentlichen Techniken für die Herstellung von Printmedien. Mitte des 19. Jahrhunderts erfolgte unter Beibehaltung der Grundprinzipien der Übergang von der Handwerkstechnik zum industriellen Druck. Der handwerkliche Bereich wurde im künstlerischen Umfeld weitergepflegt. Beispiele hierfür sind die Künstlergruppe „Die Brücke‘‘ und die Collagenkunst des Dada.

Seit dem Ende des 20. Jahrhunderts wird die Nutzung traditionell-manueller Drucktechniken nur noch von Künstler*innen, in künstlerischen Druckwerkstätten und in Museen sowie schulisch weitergeführt, erhalten, gepflegt und vermittelt. Industrielle Produktion und technologischer Fortschritt führen jedoch dazu, dass das Wissen über und das Ausüben von historischen Handwerkstechniken im Druckwesen verdrängt werden.

Durch die Anerkennung wird das Bewusstsein für die künstlerischen Drucktechniken als immaterielles Kulturerbe gestärkt und in die breite Öffentlichkeit getragen.