Sie sind hier

Matthias Gubig

Pirckheimer-Blog

Matthias Gubig

Fr, 04.06.2021

Klaus Waschk, Zeichnung zur Ausstellung "150 Jahre Kapital" im Hamburger Museum der Arbeit

Klaus Waschk zum 80.

Wir gratulieren dem Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft Prof. Klaus Waschk herzlich zu seinem heutigen 80. Geburtstag.

Bücherfreunden brauch man diesen in Hamburg lebenden Künstler nicht mehr vorzustellen, schon häufig konnten hier und in den Marginalien aus der Vielzahl der von ihm illustrierten Bücher einzelne Titel präsentiert werden, so zu Matthias Claudius, Peter Rühmkorf, Karl Marx und Joseph Roth, seine "Biographische Bilderbogen" und zuletzt als "Bibliophiles des Monats" der in Kürze erscheinende, ursprünglich als Werkverzeichnis gedachte und ausgeuferter Titel "Vor&Nachbilder".

Über seinen künstlerischen Werdegang gibt Klaus Waschk in der letzten Nummer des "Hamburger Bothen" Auskunft.

Matthias Gubig sagt über unseren Jubilar: "Stets demonstriert Klaus Waschk in den von ihm illustrierten Büchern, daß er ein aufmerksamer, fein differenzierender Menschenbeobachter ist. Dies gilt für die Darstellung der einzelnen Charaktere, wie auch für deren Verwicklung in die zumeist misslichen Verhältnisse." (Marginalien 234) Ein Lob für das zeichnerische Schaffen von Klaus Waschk, dem anlässlich seines heutigen Ehrentags nur voll zuzustimmen ist.

Di, 11.05.2021

Goldene, silberne und bronzene Nägel sind die Auszeichnungen, die im ADC-Wettbewerb für kreative Leistungen verliehen werden. | © ADC/Instagram

BRONZE-NAGEL FÜR DIE „MARGINALIEN“

Die »Marginalien – Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie« wurde im diesjährigen Wettbewerb des Art Directors Club für Deutschland (ADC) mit einem Bronze-Nagel in der Kategorie »Editorial: Magazin/Jahrgang« ausgezeichnet. Insgesamt wurden in dieser Kategorie drei Bronze-Nägel vergeben. Die beiden anderen Preisträger sind die Design-Zeitschrift »form« und das Magazin der Wochenzeitung »ZEIT«.

Die »Marginalien« werden von der Pirckheimer-Gesellschaft herausgegeben und beleuchten die unterschiedlichsten Bereiche der Buchkunst und Bibliophilie aus Geschichte und Gegenwart. Sie erscheinen viermal im Jahr. Jedem Heft ist eine typografische Beilage eingebunden. Diese enthält – mitunter selten publizierte – Texte in anspruchsvoller typografischer und drucktechnischer Gestaltung. Einer Teilauflage liegt eine Originalgrafik verschiedenster Techniken bei.

Chefredakteur ist der Journalist und Autor Till Schröder. Die Gestaltung der Zeitschrift liegt in den Händen von Prof. Matthias Gubig, Buchgestalter, Grafiker und Herausgeber eigener Pressendrucke.

»Wunderbar, dass in der großen bunten Medienwelt unsere bescheiden vorgetragenen ›Randbemerkungen‹ ob ihrer inhaltlichen und gestalterischen Qualität bemerkt und ausgezeichnet werden. Danke auch für die ideenreiche, konsequente, geduldige und freundliche Zusammenarbeit mit Till Schröder«, sagt Matthias Gubig.
Auch Till Schröder freut die Anerkennung durch die Jury: »Angesichts der hohen Qualität der anderen Einreicher freut unsere kleine Redaktion der ADC-Preis sehr. Zeigt er doch, dass, wenn relevante Inhalte durch gestalterische Konsequenz an Schärfe gewinnen – egal ob Indie oder Mainstream – sie auch ihr Publikum finden. Ich danke allen Autorinnen und Autoren für den pointierten Blick auf solche Themen buchkünstlerischer Relevanz von damals wie heute. Und Matthias Gubig im besonderen, der allem feintypografierend das markante Gesicht gibt.«

Mi, 31.03.2021

Marginalien 240

Pünktlich vor Ostern kam Heft 240 der Marginalien (Heft 1/2021), diesmal für Pirckheimer mit einem Faksimile aus der Sammlung Gleimhaus Halberstadt als Erinnerung an das Jahrestreffen 2020, im Heft ausführlich beschrieben von Ute Pott im Artikel "Emphase in der Briefkultur des 18. Jahrhunderts – eine Bildergeschichte von Johann Georg Jacobi für Johann Wilhelm Ludwig Gleim". Angelehnt auch die von Matthias Gubig gestaltete und kommentiert typografische Beilage Postalische Gedichte.
Till Schröder schreibt im Prolog des Heftes: "Die Marginalien tauchen in dieser Ausgabe ab in ganz unterschiedliche Sammelzusammenhänge. André Schinkel berichtet nicht nur von Coco, dem wahrscheinlich einzigen Papagei mit eigenen Exlibris, sondern auch dessen Besitzern, dem Sammlerpaar Brigitte und Gerhard Hartmann und ihren in Bibliotheken gestifteten Grafiken und Kassettenunikate. Leopold von der Gabelentz erzählt von einem Phantom der Forschung, einem Sammler, der eine der hochwertigsten Maseerel-Sammlungen der Welt besaß – und Zeit seines Lebens in der Buchhaltung eines Golf-Clubs in Beverly Hills arbeitete. Ferdinand Puhe schaut auf das buchgrafische Werk Fritz Mösers und dessen Beziehung zu einem Sammlerpaar, dem er als einzige erlaubte, seine Grafiken zu vertreiben. Ich plaudere mit Wolf von Lojewski über seine Sammelleidenschaft der Schedelschen Weltchronik von 1493, und warum er sie 40 Jahre lang aus weltweit verstreuten Einzelblättern wieder zu einem Buch zusammenfügte."
Mehr zum Inhalt und Leseproben hier.
Für Pirckheimer dürfte darüber hinaus interessant sein, neben beigelegten Schreiben des Vorstandes, dem Jahresprogramm der BB-Regionalgruppe und neuen Informationen zu unserem gemeinsam mit der BuchDruckKunst in Hamburg stattfindenden Jahrestreffen im September, dass wir auch mit diesem Heft wieder 29 neue Mitglieder in der Pirckheimer-Gesellschaft begrüßen können.

Fr, 19.02.2021

Screenshot "Weitere Bücher" mit dem Titel "Typograf/Grafotyp"

Neu im Netz

Der Pirckheimer, Gestalter und Mitautor unserer Zeitschrift Marginalien, Matthias Gubig, ist jetzt ebenfalls mit einer eigenen Homepage im Internet präsent.
Die Seite MATTHIAS GUBIG – DIE ORIGINALGRAFISCHEN BÜCHER ist ab sofort unter matthias-gubig.de aufzurufen und enthält neben den von ihm gestalteten und herausgegebenen Pressendruck-Büchern der Edition Spätdruck weitere Bücher von ihm, in denen man sogar "blättern" kann, jeweils mit Abbildung und Beschreibung, sowie Druckgrafik.

Sa, 23.01.2021

20. Spätdruck - Preußische Tugenden

Seit 2003 gibt Matthias Gubig grafische Pressendruckbücher der Reihe Spätdruck heraus; Werke klassischer und Gegenwartsautoren sowie eigene Texte sind darin vertreten. Gubig gestaltet die Bücher und versieht sie mit Originalgrafiken. Diese und einige der Texte druckt er in seiner Werkstatt selbst. 

Sein 20. Spätdruck trägt den Titel "Preußische Tugenden, Ein Heldenlied in zehn Strophen" und enthält mehrfarbige Zeichnungen auf Nyloprintplatten mit Forexschnitten.

Matthias Gubig, Preußische Tugenden, Ein Heldenlied in zehn Strophen
Blankenfelde 2020
Leporello-Buch, 48 S. mit 9 Orig.-Grafiken in verschiedenen Techniken
Pappband mit originalgrafischem Schild, 16,5 x 30 cm
Auflage 24 Expl., im Impressum signiert und nummeriert
280 €

Fr, 22.01.2021

oben: Radierung von Steffen Volmer | unten: Holzschnitt von Lothar Seruset in Mittwinter

Pressendrucke aus Verlegerhand

"... Der Begriff [Pressendruck] bezeichnet handgemachte Bücher in sehr kleinen Auflagen, deren Illustrationen von einem oder mehreren Künstlern als Originalgrafiken geschaffen werden, also keine Reproduktionen sind, wie sie in normalen illustrierten Büchern verwendet werden. Und auch der Text, die Schrift, wird „in der Presse gedruckt“, d.h. hochstehende Lettern pressen sich in das Papier. Früher geschah das im Bleisatz, zuerst gesetzt aus einzelnen Bleilettern, dann wurden im „Linotype“-System ganze Zeilen in Blei gegossen und nach dem Druck wieder eingeschmolzen. Heute kommen beide Techniken aus Kostengründen kaum mehr vor, der Text wird zumeist im Fotosatz gesetzt und dann ein Klischee aus Kunststoff hergestellt – gedruckt wird jedoch im Buchdruck auf der Presse (also nicht von der Rotationswalze oder im Tintenstrahlverfahren). So ein Textklischee kann man sich vorstellen wie den Druckstock eines Holzschnitts, von dem auch nur die hochstehenden Teile der Platte abgedruckt werden.
Sehr häufig werden Pressendrucke von Künstlerinnen und Künstlern herausgegeben, die auf solche originalgrafischen Bücher spezialisiert sind, etwa von
Peter Renschs Andante Handpresse, der Frank Eißner Handpresse, früher Roswita Quadfliegs Ramin Presse oder der Otto Rohse Presse. Das bedeutet, die Künstler suchen sich ihre Autoren oder Texte aus und illustrieren sie mit eigenen Originalgrafiken. Lektorat, Illustration, Druck und Vertrieb liegen also weitgehend in einer Hand.
Daneben gab und gibt es aber auch zahlreiche Pressen, die von Verleger/inne/n betrieben werden. Zwischen 1890 und 1930 entstand als Gegenpol zur lieblosen industriellen Massenproduktion von Büchern diese Buchkunstbewegung, deren Ziel die künstlerische Gesamtgestaltung des Buches war, das Streben nach perfekter Harmonie von Text, Schriftart, Illustration, Papier, Druck und Bucheinband. Es entstanden private Druckpressen, um eine hohe Buchkultur zu bewahren. Betreiber waren so illustre Leute wie der Großherzog
Ernst Ludwig von Hessen oder Harry Graf Kessler, dessen Cranach Presse die wohl bis heute werthaltigsten Bücher hervorbrachte.
Verleger wählen die Texte aus, die sie einer Pressendruck-Adelung für würdig erachten, suchen sich die ihrer Meinung nach dazu passenden Künstler, verfügen über das Geld, Papierlieferanten, Drucker, Buchbinder, Künstler und Autoren vorab zu bezahlen und sehen dann zu, dass dieses Geld durch Verkauf wieder reinkommt. Manche Verleger können einen Teil der Produktion selbst bewerkstelligen:
Reinhard Scheuble war ein Meisterdrucker und -setzer, was den aufwändigen Bänden der Quetsche sehr zugute kam, Henry Günther konnte die Drucke der Edition Balance selbst binden – das hilft sehr, Kosten zu sparen. ..."

(Wolfgang Grätz, 235. Grafikbrief)

Abb.: 2 Pressendrucke der Quetsche
Katja Lange-Müller - Böse Schafe, mit 3 zweiseitigen Original-Farbradierungen von Steffen Volmer
Ulrike Draesner - Mittwinter, mit Farbholzschnitten von Lothar Seruset | Nachworte von Kerstin Hensel und Matthias Gubig

Ausstellung: 25. Januar bis mindestens 31. März 2021, angepasst an eine mögliche Lockdownverlängerung

Frankfurter Büchergilde & Galerie
An der Staufenmauer 9, 60311 Frankfurt am Main

Do, 31.12.2020

PF 2021

Solltest Du Dich einsam wähnen,
vergieße keine Quarantränen.
Es finden sich eventuell
zweitbeste Freunde virtuell.

Viele weitere
gute Wünsche für 2021
sendet
Matthias Gubig

Mi, 02.12.2020

GRAPHISCHE KUNST 2/2020

Auf dem Titel der gerade ausgelieferten, vom Pirckheimer Jürgen Schweitzer herausgegebenen "Graphischen Kunst" findet sich diesmal die Farbradierung von zwei Platten "Im Tollkirschgarten meines Traums" von Christoph Hessel zum Gedicht von Christoph Meckel "Du wie die Nacht mich umgibt".
"Christoph Meckel ist als Literat wohl bekannt. Auch von seiner Tätigkeit als Graphiker und Illustrator wissen wir. Christoph Meckel nun verstarb Ende Januar 2020. Sein Künstlerfreund Christoph Hessel bringt uns nun Meckels ganz eigene Art zu illustrieren nahe.

Auch diesmal wagt Eva Masthoff wieder den Blick über den deutschsprachigen Horizont hinaus. Sie schaut bevorzugt auf die Exlibris-Künstler. Sie stellt uns den in Sofia geborenen Graphiker und Illustrator (und eben den Exlibris-Künstler) Petar Vladimirov Chinovsky vor.

Theo-Franz Maas berichtet uns im Folgenden über den Mezzotinto-Radierer Günter Metz, der 2019 verstarb.

Im darauf folgenden Artikel wird uns Einblick in die Arbeit des Holzschneiders Horst-Dieter Gölzenleuchter gegeben. Sepp Hiekisch-Picard bringt uns diesen Künstler nahe, der sowohl im einfarbigen wie im vielfarbigen Bereich gleichermaßen präsent ist.

Auch traurige Begebenheiten bleiben nicht aus. Der Buchgestalter und Künstler Matthias Gubig erinnert in einem kurzem, aber persönlichen Text an den Tod des Künstlers und Quetsche Verlegers Reinhard Scheuble."

(Jürgen Schweitzer)

Der Ausgabe B liegen jeweils im Original eine Radierung von Reinhard Kling, ein Farblinolschnitt (5 Farben, gedruckt mit verlorener Platte) von Georg Koenigstein und ein Siebdruck von Adrian Wylezol bei, die Ausgabe A enthält zusätzlich einen Kupferstich von Brigada Böttcher und eine Radierung von Wolfgang Böttcher.

Edition Curt Visel (Graphische Kunst)
An der Mauer 9½, 87700 Memmingen

Do, 11.06.2020

Marginalien 237

Trotz des derzeitigen kulturellen Stillstands fand sich heute im Briefkasten bei den Pirckheimern und Abonenten das neueste Heft der Marginalien.

Über den Inhalt kann man sich hier informieren.

Neben einem Flyer für den 49. und letzten Druck der burgart-presse (siehe vorherigen Post) lag dem Heft eine wunderbar gemachte Einladung bei, Mitglied in der Büchergilde Gutenberg Verlagsgenossenschaft eG zu werden (siehe Abb.) und die typografische Beilage, wie immer gestaltet und erläutert von Matthias Gubig widmete sich in sehenswerter Weise einer kleinen lyrischen Presse(rück)-schau.
Auf der nebenstehenden Abbildung im Vordergrund ist die graphische Beilage (die nur Mitglieder dieser Gesellschaft erhalten) zu sehen. Sie schuf der Pirckheimer und Gründer der Katzengraben-Presse Christian Ewald: Auf- und Abstieg des Kletterers CH. E. durch noch schlafende Alphabet-Rudimente zum 1.990 m hohen Gipfel des Schweigens – in 650 Exemplaren gedruckt vom Klischee von Daniel Klotz bei Die Lettertypen, natürlich mit dem Faden.

Fr, 31.01.2020

19. Spätdruck - Das Kissen

Der 19. Spätdruck von Matthias Gubig ist die literarische Erstausgabe eines Textes des Brüder-Grimm- und Ingeborg-Bachmann-Preisträgers Georg Klein, der zudem auch mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet wurde – allein das ist eine kleine Sensation!

Der fürsorglich-freundliche Computer Roy und der alte Mensch Georg sind im Gespräch. Die Erzählung von Georg Klein schildert die scheinbar wunderbar funktionierende Kommunikation zwischen Mensch und Maschine sowie deren Versagen, wenn es um existentielle menschliche Probleme geht…

Georg Klein / Matthias Gubig - Das Kissen (19. Spätdruck)
Pressendruck. 36 Seiten mit 5 ganzseitigen Orig.-Holzstichen von Matthias Gubig sowie 6 Computergrafiken, auf Folie gedruckt. Den Buchtitel ziert eine weitere Orig.-Grafik, Format 31 x 18,5 cm, dünner Pappschuber, im Impressum von Autor und Künstler signiert und nummeriert,
EUR 280

Mo, 30.12.2019

PF 2020

Auch im Jahre ZwanzigZwanzig,
künden diese Beiden weise,
wird alte Butter manchmal ranzig
und Selberdenken steigt im Preise.

GUTE WÜNSCHE
von Martha-Luise und Matthias Gubig

Do, 21.11.2019

Matthias Gubig

Hochdruckgebiet

Auf der artbook.berlin, der Messe für Künstlerbücher und Editionen, wird die Pirckheimer-Gesellschaft am Stand 56 zu finden sein, der Stand mit Kostproben unserer Publikationen, die teilweise käuflich zu erwerben sind, wird betreut von Abel Doering.

Aber auch Mitglieder unserer Bibliophilen-Organisation kann man dort mit eigenen Präsentationen antreffen. Am Sonnabend, dem 23. November 2019 stellt Matthias Gubig um 17 Uhr neue und alte Spätdrucke vor.

22. November 2019, 18 - 21 Uhr
23. November 2019, 13 - 20 Uhr
24. November 2019, 11 - 17 Uhr

Kunstquartier Bethanien
Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

Mo, 04.11.2019

Matthias Gubig & Martha-Luise Gubig

Martha-Luise & Matthias Gubig

Halbzeit

Am 19. November findet in der Bohnsdorfer Kulturküche in der derzeit laufenden Ausstellung ein Gespräch mit den beiden Künstlern Martha-Luise und Matthias Gubig über ihre grafischen Arbeiten und die sich gewandelten Arbeitsweisen in fünf Jahrzehnten statt. Der Laudator der Eröffnung, Grafikerkollege und Freund Hans-Eberhard Ernst, wird dieses Gespräch begleiten.
Zu den ausgestellten Bildern werden auch die zugehörigen und andere Bücher präsentiert.

Ausstellung: 14. Oktober - 5. Dezember 2019
Gespräch mit den Künstlern: 19. November 2019, 15 Uhr

Bohnsdorfer Kulturküche
Dahmestraße 33 / 12526 Berlin

Mo, 14.10.2019

Nur am Eröffnungstag der Ausstellung konnte man einige Leporellos dreidimensional betrachten und sogar in die Hand nehmen, an den übrigen Tagen sind die Bücher, wie auch die weiteren Objekte dann nur noch hinter Glas an den Wänden zu sehen. (Fotos: Abel Doering)

Pegasus neben Hase und Igel

Selbstverständlich zog es auch einige Pirckheimer in das ansonsten verschlafene Bohnsdorf bei Berlin, um am 12. Oktober die Vernissage einer Ausstellung mit Werken der Pirckheimer Martha-Luise und Matthias Gubig zu besuchen. Und es lohnte. Sie erlebten im Besisein der beiden Künstler Bücher, Buchillustrationen, Druckgraphiken und Plakate, sowie Andreas Wolter am Klavier und eine weitgespannte Laudatio, also mehr als nur einführende Worte, des Graphikers und Illustrators Hans-Eberhard Ernst, in der es u.a. hieß:

"Das Plakat zu dieser Ausstellung spannt einen Bogen von »Pegasus« bis »Hase und Igel«, gewissermaßen von der griechischer Sage bis zur deutschen Fabel. Es erwartet uns also eine sagenhafte und eine fabelhafte Ausstellung.
Auf der Einladung begegnen sich Schwalben im Tiefflug über einer Kaffeetasse  mit einem fliegenden Pferd, das sich gerade seines Reiters entledigt. Mit dieser dramatischen Konstellation
[...] konfrontiert uns das Künstlerehepaar aus Blankenfelde. [...]
Martha-Luise und Matthias Gubig können beide auf mehr als ein halbes Jahrhundert Berufspraxis zurückschauen und stellen einige ältere und viele neue Arbeiten aus. Der sogenannte »Schnee von gestern« hat seinen handgemachten Reiz noch nicht verloren und gewinnt im Zeitalter des abschmelzenden Polareises inzwischen schon Seltenheitswert. Gubigs Wendeplakat »Wir sind das Volk« entstand vor 30 Jahren und ist immer noch oder schon wieder aktuell."

(ad)

Sa, 12.10.2019

Plakat © Matthias Gubig

PLAKATE ZUR WENDE

Eine Ausstellung im Rahmen von Salon-Ost der Stiftung Plakat OST zu "30 Jahre Mauerfall - 30 Jahre Wiedervereinigung".

Plakate sind zeitgeschichtliche Momentaufnahmen. Nach 30 Jahren blickt die Ausstellung zurück: Wie sahen die OST-Plakate der Wendezeit aus? Die Ausstellung der Stiftung Plakat OST im Kulturbahnhof Biesenthal zeigt Plakate der Jahrgänge 1988 bis 1990 von Künstlern aus der DDR, drunter auch Plakate von Matthias Gubig.

Ausstellung: 3. Oktober - 2. Dezember 2019

Kulturbahnhof Biesenthal
Bahnhofsplatz 1, 16359 Biesenthal