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Abel Doering

Pirckheimer-Blog

Abel Doering

Do, 13.12.2018

Foto © Abel Doering

Letzter Berliner Bibliophilen Abend 2018

Zum letzten Mal im Jahr 2018 traf sich der Berliner Bibliophilen Abend, schon traditionell, in der Wohnung von Ulrich Goerdten und Dr. Susanne Rothe.

Neben Kuchen, Tee und Kaffee, Häppchen und Wein, neben den üblichen Vorstellungen der schönsten Neuerwerbungen des letzten Jahres, gab es Neues. Till Schröder präsentierte die im Januar neu im Netz stehende überarbeitete Internetpräsenz des BBA, ein eindrucksvoller Neustart dieser inzwischen in die Jahre gekommenen Seite.

Ulrich Goerdten stellte die diesjährige Jahresgabe des BBA vor, den von ihm herausgegebenen Titel "Bücher, die die Welt noch braucht" mit Anzeigen und Rezensionen des Kladderadatsch von 1872 bis 1907 auf Bücher, die es nie gegeben hat, ein bibliophiler, humorvoller und vor Allem intellektueller Leckerbissen, der, in der Edition Schwarzdruck verlegt, in einer Teilauflage der Buchhandelsausgabe für den BBA mit individuellem Cover versehen wurde. Auf diesen Titel, der unter keinem Gabentisch eines Bibliophilen fehlen sollte, wird an dieser Stelle nochmals gesondert hingewiesen.

Der Kreis der Teilnehmer hielt sich in Grenzen, trotzdem konnten erst gegen Mittenacht die beiden Kerzen im Adventskranz gelöscht werden. Ein Zeichen dafür, dass sich im BBA nicht nur Liebhaber der Berliner Buchkunst, sondern Berliner Freunde im Bibliophilen zusammenfinden. 

Mo, 19.11.2018

artbook.berlin 2018

Zum siebenten Mal sind 3 Tage artbook.berlin zu Ende gegangen.

Am Stand der Pirckheimer-Gesellschaft fanden sich zu dieser Künstlerbuchmesse, an der die Pirckheimer sich jetzt das sechste Mal beteiligten, Beispiele unserer Publikationen und Arbeiten unserer Mitglieder, darunter einige Jahresgaben, verschiedene Hefte der Marginalien und graphische Beilagen, Künstlerbücher von Brigitte Iseli-Neustäbler und von XAGO, die Jahresgabe von Harald Kretzschmar, Ausstellungskataloge und vieles mehr.
Der Stand wurde von Till Schröder und Abel Doering betreut und von weiteren Pirckheimern besucht, wie Sigrid und Ralf Wege, Albrecht von Bodecker, Matthias Gubig, Jutta Osterhof, Klaus Ensikat, Jürgen Wilke ... Andere Pirckheimer taten das ihre, auf das Wirken der Gesellschaft am eigenen Stand hinzuweisen, wie Hanfried Wendland, Christian Ewald, miley, Rainer Ehrt, Johanna Binger und Wolfgang Grätz, Claus Lorenzen, sowie Udo Haedicke. Nach nicht so gut besuchten ersten Tagen gab es dann doch noch einen Besucherrekord am Sonntag und natürlich kamen sie alle bei uns vorbei: Jens Ziegler, Zoppe Voskuhl, Hendik Liersch, Ulrich Goerdten, Petrus Akkordeon und und und ... Es wäre auch nicht zu verstehen, wenn sich dieser Besucherrekord nicht zu guter Letzt doch noch eingestellt hätte, denn die Messe war hochkarätig besetzt, wie man hier nochmals nachlesen kann.

Hier gehts zu einer kleinen Fotostrecke zur artbook.berlin 2018, © Abel Doering

Do, 20.09.2018

Fotos: Abel Doering, Abb. © Anja Seidel

bei Anja Seidel im Milchhof

War heute zu einen letzten Besuch bei Anja Seidel in der PrenzlBerger Ateliergemeinschaft Milchhof  eingeladen, sie muss sich leider auf die Suche nach neuen Räumlichkeiten begeben. Erst zur artspring berlin wurde ich auf diese Künstlerin aufmerksam, die in ihren Graphiken Text und Bild, mitunter auch mit musikalischem Bezug, in häufig morbiden und gleichzeitig skurilen Bildfindungen mit phantasievollen Schriftbildern vereint. Diese Darstellungen erschließen sich dem Betrachter nicht sofort und erfordern gründliches Sehen.

Die obere Abbildung zeigt Arbeiten von 2016 mit eigenen Texten, von denen sie in späteren Graphiken Zitate aufnahm und mit umfassender Symbolik verarbeitete. Die untere Abbildung zeigt einen aus ihre Kindheitserinnerung immer wieder dargestellten Maulwurf, hier auf dem Operationstisch in einer Figurenkonstellation, die an Rembrandts Anatomie des Dr. Tulp erinnert, derartige Zitate an Gemälde anderer Künstler kann man immer wieder bei ihr finden.

Pirckheimer werden gern zur Kenntnis nehmen, dass das Kollektiv Tod gemeinsam mit Anja Seidel ein Künstlerbuch plant, über dieses Projekt kann vermutlich erst Ende November nach der Teilnahme der Künstlerin an Ausstellungen, u.a. in Chemnitz und Paris genaueres berichtet werden.

Hier kann man sich weiter über Anja Seidel informieren: seidel-malerei.de.

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Mo, 03.09.2018

Bilder vom 43. Jahrestreffen ...

Das hier aufzurufende FotoalbumAbel Doering, mit Aufnahmen von Gisela Klostermann, Martel Meinfelder und Elke Lang) kann durch die Teilnehmer des Treffens gern erweitert werden und es können weitere Fotoalben im Netz hier verlinkt werden. Einfach durch E-Mail an Pirckheimer-Blog.
Bei Wunsch, auf einem Foto unkentlich gemacht zu werden (#DSGVO), sollte das bitte dem Blogbetreiber mitgeteilt werden.

Weitere Fotos können im Profil von Ralf Parkner (Anmeldung erforderlich) und (ohne Anmeldung) auf der Seite der Pirckheimer-Gesellschaft auf facebook eingesehen werden.

So, 24.06.2018

Günter Böhme, Foto © Abel Doering

Günter Böhme in der Eremitage

Gestern eröffnete der Pirckheimer Roland Berger, der ebenfalls schon dort ausstellte, in der Eremitage Gransee eine Ausstellung mit vorwiegend Holzschnitten, aber auch Radierungen, von Günter Böhme. Beide Künstler können auf einen ähnlichen Werdegang zurückblicken, beide unterrichteten als Kunsterzieher sowohl Kinder und Jugendliche, als auch in der Lehrerbildung und selbst in der Themenwahl und Bildfindung lassen sich teilweise Gemeinsamkeiten entdecken. Roland Berger würdigte, fast schon als Laudatio auf Günter Böhme, in seinen einführenden Worten das druckgrafische Werk des Künstlers, ging aber auch kritisch und authentisch auf die Situation sowohl der bundesdeutschen Kunstszene und auch auf Mißständen in der heutigen Kunstvermittlung ein. Und Günter Böhme ergänzte, welch bedeutender Beitrag Marc Berger mit seiner Werkstatt und der Eremitage für Kunst und Kultur darstellt.

Die symbolbeladenen, meist zweifarbigen Holzschnitte der Ausstellung von Günter Böhme führen des Werk expressionistischer Holzschneider genauso fort, wie das der DDR in den späten siebziger und achtziger Jahren: die Motive greifen Themen der antiken Mythologie und des durch die Aufklärung geprägten modernen Menschenbildes genauso auf wie heutige Harlekinaden. Es sind kritische Auseinandersetzungen mit dem Menschen in Kultur und Gesellschaft und so erklärt sich auch der Titel der Ausstellung: "DRUCK MACHEN".

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Hier werden einige Fotos (© Abel Doering) von der Vernissage gezeigt.

Ausstellung: 23. Juni - 19. August 2018

EREMITAGE GRANSEE
Galerie für zeitgenössische Buchkunst und Druckgraphik
Mauerstraße 4A, 16775 Gransee

Do, 14.06.2018

Andreas Wessel, Sabine Ulber, Ilse Klein, Foto © Abel Doering
Foto © Marlene Aulich
Andreas Wessel (lks) im Gespräch mit Abel Doering, Foto © Marlene Aulich

Das druckgrafische Werk von Arno Mohr

Der Pirckheimer Andreas Wessel sprach gestern Abend in der Galerie der Berliner Graphikpresse zur Eröffnung einer Präsentation des druckgrafischen Werks von Arno Mohr über das Schaffen und den Werdegang dieses Künstlers, über den er in Kürze ein Werkverzeichnis veröffentlichen wird, einen Maler, Grafiker und "Meister" der Druckkunst, der wie wenige maßgeblich für die Bildende Kunst der DDR war. Ein Vortrag, der erhellendes zeigte über die Anfänge der Berliner Kunsthochschule Weissensee, die Formalismusdebatte, über Tragik und Erfolg von Mohr, René Graetz und auch das letztliche Scheitern anderer, wie Horst Strempel.
Diese Ausstellung in der Galerie von Sabine Ulber ergänzt hervorragend die zur Zeit die in der jw-Ladengalerie laufende und bis zum 23. Juni verängerte Ausstellung zu frühen druckgrafischen Werken von Arno Mohr, siehe hier, in welcher bislang nie gezeigte Arbeiten des Künstlers zu sehen sind.
Zur Finissage der Ausstellung wird Andreas Wessel mit dem langjährigen Drucker von Arno Mohr, Dieter Béla, das Werkverzeichnis vorstellen und eine Vorzugsausgabe dieses Werkverzeichnisses zur Subskription anbieten.
Aufgrund der begrenzten Platzzahl wird um Reservierung per Telefon oder Mail gebeten.

Ausstellung: 13. Juni - 20. Juli 2018
Finissage:  20. Juli 2108, 18 Uhr

Galerie der Berliner Graphikpresse
Silvio-Meier-Str. 6, 10247 Berlin

Fr, 13.04.2018

Lithografiestein "Frühstückspause", mit dem das originalgraphische Plakat zur Arno-Mohr-Ausstellung gedruckt wurde

Gestern abend in der jW-Ladengalerie ...

... die Eröffnung einer Ausstellung mit Druckgraphik von Arno Mohr aus den Jahren 1947 bis 1955.

Selbstverständlich ließen sich das Freunde einer Druckgraphik, die in der "Formalismus-Debatte" wichtig und für die Anfangsjahre der DDR prägend war, nicht entgehen und die Sitzplätze reichten bei Weitem nicht aus - der Pirckkheimer Armin Schubert war aus Brandenburg angereist, der Kunstwissenschaftler Peter Michel, Ronald Paris, der bei Arno Mohr Malerei studierte, Felix Martin Furtwängler, Graphiker und Buchkünstler aus der Generation nach Arno Mohr und auch der Sohn von Arno Mohr, Thomas, fanden sich unter den Besuchern.

Nach einleitenden Worten von Michael Mäde (Kurator) verwies Andreas Wessel (Verfasser "Werkverzeichnis der Druckgrafik Arno Mohrs") auf die ausgestellten Stücke: "Im Frühjahr 1946 kehrt Arno Mohr aus der Kriegsgefangenschaft nach Berlin zurück: ein mit 35 Jahren nicht mehr ganz junger »Nachwuchskünstler« mit dem Wollen zur Kunst, aber ohne ein nennenswertes Werk. Die dann folgende Entwicklung muss ihm manchmal wie ein Traum erschienen sein. Er bekommt sofort Kontakt zur »Wirkungsgruppe bildender Künstler Berlin-Weißensee« unter Leitung von Otto Sticht, der eine »Kunstschule des Nordens« aufbauen will. Obwohl am Anfang äußerst primitive Bedingungen herrschen, keinerlei Gehälter gezahlt werden und überhaupt unklar ist, ob der Schulbetrieb genehmigt wird, widmet Mohr sich mit ganzer Kraft der neuen Tätigkeit des Lehrens und wird belohnt: Bei der offiziellen Gründungsfeier der »Hochschule für angewandte Kunst« ist er einer der neun zum Professor berufenen Dozenten." (Quelle: jungewelt / die kunst des druckens).

In der Ausstellung dann einige noch nie gezeigten Graphiken, teilweise Unikate, zu meiner Freude auch eine Darstellung Horst Strempels, Freund Mohrs (und meiner Eltern) und eines der prominentesten Opfer der "Formalismus-Debatte", sowie eine bisher nicht gezeigte, seinerzeit als formalistisch eingestufte Strichätzung, Aquatinta, als Vorarbeit zu seiner bekannten, dann eher in der Tradition von Menzel gezeichneten Radierung "Stahlwerker".
Einige Drucke können käuflich erworben werden, so passend zum Marx-Jahr ein bislang weitgehend unbekanntes kraftvolles Portrait (vermutl. 1948) dieses Kapitalismuskritikers, gedruckt von Harald Weller und ein originalgraphisches Plakat von Arno Mohr mit der Lithografie "Frühstückspause" (um 1950).

Zur Ausstellung erschien ein hervorragend illustrierter Katalog (ISBN 978-3-931745-25-7) mit Texten von Michael Mäde und Andreas Wessel (Repros: Bernhard Schurian), die einiges zu den Hintergründen des Schaffens von Arno Mohr in der Zeit bis 1955 erhellen.
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Ausstellung: 12. April -12. Juni 2018

jW-Ladengalerie, Torstr. 6, 10119 Berlin

So, 25.03.2018

Klaus Raasch, Cornelius Brändle und Hanneke van der Hoeven

Bilder von der 13. BuchDruckKunst

Die 13. BuchDruckKunst hat ihre Pforten geschlossen, hier sind einige Foto-Impressionen von dieser bedeutenden Buchkunstmesse.

Klick hier (Fotos © Abel Doering)

 

Mo, 19.03.2018

Pirckheimer jetzt auch in Norwegen

Trotz Schneeschauer, die den Verkehr zum Erliegen brachten und dem Messeveranstalter willkommener Anlass waren, ein gesunkenes Aussteller- und Besucherinteresse zu begründen, war zumindest der Auftritt der Pirckheimer auf der Leipziger Buchmesse ein voller Erfolg.

Der Vorstand hatte verschiedene Veranstaltungen organisiert, die Anliegen und Engagement der Pirckheimer erfolgreich vorstellten, so wie das neueste Projekt der Bücherkinder Brandenburg. Armin Schubert merkte allerdings an: "Sehr beeinträchtigend fanden wir alle, dass wir dieses Jahr durch die Nazi-Verlage umzingelt und damit eingemauert waren. So fehlte das staunende Zufallspublikum.
Auf jeden Fall werde ich bei der Messeleitung protestieren. Angela Hampel, Henry Günther und viele Künstler waren ebenfalls entsetzt, dass in der Künstlerhalle soetwas passiert. Es wurden ja sogar die kleinen Imbissanbieter angehalten, bald zu schließen und die Polizie war massiv vor Ort.
"

Aber die eigentlichen Höhepunkte spielten sich am Stand E 508 ab, dem diesjährigen Zentrum des Pirckheimer-Auftritts auf der Buchmesse, der von Katrin und Ralph Aepler, Matthias Haberzettl, Abel Doering, Ralf Wege, Till Schröder und weiteren Pirckheimern betreut wurde.
So erklärten ihr Interesse an einer Mitgliedschaft (schon lang erwartet!) Marc Johne vom Buchwerk Bodoni, Roman Goldhahn, der Galerist Udo Würtenberger, Gisbert Amm, über dessen Lyrikhaus hier bereits mehrfach berichtet werden konnte, Udo Haedicke, Vorsitzender des Freundeskreises Miniaturbuch Berlin, der Antiquar Olaf Drescher und H.-Rainer Rausch, in dessem Atelier filigran gestalteten Künstlerbücher entstehen, um nur einige der Neueintritte aufzuführen. Und seit Leipzig haben die Pirckheimer auch ein Mitglied in Norwegen!
Fast schon aufgegeben hatten wir unsere Hoffnung, auf der Buchmesse das 500ste Mitglied begrüßen zu können - wenige Stunden vor Messeende war es dann soweit: unser Standnachbar Bodo W. Klös von der edition noir unterschrieb diesen bedeutenden Mitgliedsantrag.

Fotostrecke Pirckheimer auf der Leipziger Buchmesse 2018

So, 11.03.2018

Am MAGAZIN-Tisch, Foto © Armin Schubert

Kat Menschik in der Galerie "Sonnensegel"

Gestern in Brandenburg: Die Galerie "Sonnensegel" erwies sich wieder einmal als zu klein - der Pirckheimer Matthias Frohl hatte zur Eröffnung einer Ausstellung geladen, die das Schaffen der Illustratorin Kat Menschik vorstellt. 
Der Pirckheimer-Gesellschaft ist Sonnensegel e.V. eng verbunden, entstand doch hier unter (An)leitung unseres Mitglieds Armin Schubert das Klemke-Buch der Bücherkinder Brandenburg, auch im DRUCK-Laden des Vereins steht ein Pirckheimer an der Maschine, Sven Märkisch, und so ließ es sich auch Ralph Aepler nicht nehmen, bei der Vernissage anwesend zu sein.
Matthias Frohl würdigte Kat Menschik unter anderem als Tierschützerin, hatte sie doch zum Überleben eines wichtigen Tieres beigetragen, des Klemke-Katers auf dem Titel des Magazins. Musikalisch wurde die Vernissage am Cello durch Jens Naumikat begleitet, zum Abschluss mit einem Stück von Mikis Theodorakis. Anschließend konnte man neben Gesprächen bei Saft und Sekt, Gebäck und Kanapees die Ausstellung besuchen und als Highlight gemeinsam mit Kat Menschik und Sven Märkisch das Ausstellungsplakat drucken und von der Künstlerin signieren lassen.

... einige Fotos von der Vernissage (© Abel Doering)

Ausstellung: 10.März - 22. Juni 2018

Galerie „Sonnensegel“
Brandenburg/Havel, Gotthardtkirchplatz

Sa, 03.02.2018

Abel Doering, Rudolf Angli, Foto © Andreas Erdmann
Einzeichnung von Elke Rehder in eine Ausgabe des Fischer-Verlags der Schachnovelle
Abel Doering im Gespräch mit Elke Rehder, Foto © Andreas Erdmann

Der Sammler auf Reisen: Hamburg

Mit einem Freund machte ich mich heute nach Hamburg auf, um die Erstausgabe des Kapitals, signiert vom Autor, zu betrachten, um Näheres zur Weltreise der Schachnovelle zu erfahren und um eine Pirckheimerin in ihrem Atelier zu besuchen.

Die Ausstellung im Museum der Arbeit begann mit einer leichten Enttäuschung - das von Karl Marx signierte Exemplar Das Kapital, Bd. 1 wurde, um es vor Licht zu schützen, nach drei Tagen aus der Ausstellung genommen. Der Rest der Ausstellung zeigt neben einem unsignierten Exemplar des Werkes eine Einführung in die Entstehungsgeschichte, den Versuch einer Illustration einzelner zentraler Begriffe, die Rezeption durch Wissenschaft und Kunst und den Einfluss von Marx auf Ökonomie und Philosophie von den Anfängen des 20. Jahrhunderts bis in die heutige Zeit. Diese Ausstellung ist sicher durchaus geeignet, das Interesse an der Marxschen Kapitalismusanalyse zu wecken, aber mehr sollte (und kann man vermutlich auch nicht) von einer Ausstellung erwarten. Klaus Waschk, Illustrator der deutschsprachigen Ausgabe des Kapital bei Faber & Faber, die natürlich Eingang in die Ausstellung fand, sagte (und dem kann man nur zustimmen), "eine gute Show, jedoch kaum geeignet zum Erkenntnisgewinn".

Dann, bei Verkostung der besten Hamburger Currywurst in der "Trude" ein interessantes Gespräch mit Rudolf Angeli über dessen Idee, aus Anlass des 75jährigen Jubiläums des Erscheinens der deutschsprachigen Ausgabe der Schachnovelle von Stefan Zweig diese auf eine Weltreise zu schicken, wobei diese Reise durch Literaturwissenschaftler und Künstler durch die Wirkungsorte Zweigs begleitet wird.
Diese wunderbare Aktion von Rudolf Angeli stellte sich zugleich als Einstand für eine Mitgliedschaft bei der Pirckheimer-Gesellschaft heraus - verdient!

Ein Atelierbesuch bei der Pirckheimerin Elke Rehder, deren Einzeichnungen in das auf die Reise geschickte Exemplar der Schachnovelle die erste Station dieser Aktion bildeten, gab zum Abschluss meiner eintägigen "Reise eines Sammlers" einen Einblick in die Arbeit dieser Künstlerin, die nicht nur als Illustratorin und Malerin tätig ist, sondern auch beachtenswerte Publikationen zur Geschichte des Schachs und dessen Umfeld schuf. Übrigens, sie bäckt auch einen ausgezeichneten Apfelkuchen!

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... weitere Fotos hier.

Mo, 22.01.2018

Das Blatt "Zeitungsleser in der Straßenbahn" von Josef Hegenbarth wartet auf den Aufdruck einer Zueignung des BBA

Lettertypen, BBA und Hegenbarth

Heute Abend trafen sich die Mitglieder und Freunde des BBA bei den Lettertypen in Adlershof. Die ehemalige Druckerei Lutz Nessing, 2014 von den Lettertypen wiedereröffnet, versteht sich nicht nur als eine Werkstatt des Buchhochdrucks, sondern als eine Institution, die dieses Handwerk traditionellen Druckens bewahren möchte. Heute drucken hier u.a. auch Studenten, Künstler, Pädagogen und Pirckheimer, Akzidenzen stehen auf dem Programm genauso wie Verlagsaufträge.

Daniel Klotz, der zum heutigen Bibliophilen Abend die Hörer gastlich empfing, begeisterte die Teilnehmer mit seinem Enthusiasmus und einer Sachkenntnis, die selbst den Mitgliedern des Berliner Bibliophilen-Abend, die ursprünglich als Bewunderer fast vergessener Druckmaschinen nach Adlershof gekommen waren und für die die Beschäftigung mit Papier, Drucktechniken und der jüngeren Geschichte des Druckens nicht fremd sind, neue Erkenntnisse brachten.

In der Werkstatt fanden sich dann auch Blätter eines der neuesten Aufträge der Lettertypen - das in 4 Tagen erscheinende Buch "Wem die Glocke schlägt", welches alle Illustrationen von Josef Hegenbarth zu Schillers "Lied von der Glocke" enthält und welches in einer nummerierten Teilauflage als Jahresgabe des BBA ausgereicht wird.

Das Buch konnte heute noch nicht verteilt werden, aber Daniel Klotz gab allen Teilnehmern Gelegenheit, ein selbst gedrucktes Blatt "Lesen macht schön" mit einer Widmung des heutigen Abends mit nach Hause zu nehmen. Danke!
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... weitere Fotos hier

Di, 12.12.2017

Ralf Parkner
Ingo Schulze

E.T.A. Hoffmann goes Internet

Heute Abend fand in der Staatsbibliothek zu Berlin eine Festveranstaltung zum Launch des E.T.A. Hoffmann-Portals statt. Damit startete nach dem Büchner-Portal und dem Fontane-Portal, welches seine Notizbücher enthalten wird, das dritte große deutsche Literaturportal. Unter den ca. 300 Hörern des heutigen Abends waren naturgemäß auch viele Pirckheimer.

Nach einer Begrüßung durch Barbara Schneider-Kempf, Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin, Dr. Bettina Wagner, Direktorin der Staatsbibliothek Bamberg und Jörg Petzel, Vize-Präsident der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft, stellten Ursula Jäcker und Christina Schmitz dieses "Angebot für Forschung, Lehre und Kultur" vor und Frau Prof. Dr. Claudia Liebrand sprach zu aktuellen Tendenzen der E.T.A. Hoffmann-Forschung.
Sibylle Söring, Center für Digitale Systeme der FU Berlin, führte in die Welt der Digitalen Edition ein, ein Vortrag, der deutlich macht, wie das Medium Internet den "Leser zum Nutzer" machen kann und damit das Kulturgut Buch ergänzt.
Susanne Henschel, Jorma Lünenbürger und Maximilian Kleinert spielte Stücke von E.T.A. Hoffmann (ich gestehe, dass es mir genauso ging, wie Ingo Schulze - bei allem Enthusiasmus zu Hoffmann hatte ich noch nie auch nur eine seiner Noten gehört), anschließend gab es eine Lesung und Gespräch mit Ingo Schulze, der sich u.a. auch von E.T.A. Hoffmann sehr inspirieren ließ, was in seinen vorgetragenen Texten in vergnüglicher Weise deutlich wurde.

Also: nicht nur aufgrund des abschließenden Sektempfangs von Lutter & Wegner, dem Stammhaus von E.T.A. Hoffmann, ein gelungener Abend.

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(Weitere Fotos in den Facebookprofilen von Abel Doering und Ralf Parkner, Anmeldung erforderlich)

So, 19.11.2017

artbook.berlin 2017

Die artbook.berlin 2017 ist vorbei - geblieben sind viele gute Erinnerungen, interessante Gespräche, neue Freunde und ein paar Fotos!

Die Pirckheimer konnten sich erfolgreich vorstellen oder in Erinnerung bringen, nicht nur durch unsere Präsentation an Stand A26, auch durch einen Vortrag von Ralph Aepler und die Vorstellung durch Armin Schubert des von den Pirckheimern unterstützten Buchprojekts "Hühnerkastanie" der Bücherkinder Brandenburg. Auch unser Mitglied Claus Lorenzen (Offizina Ludi) leistete dazu einen bemerkenswerten Beitrag durch Signierstunden mit Albrecht von Bodecker, Klaus Ensikat und Felix Scheinberger. Die am Pirckheimer-Stand ausgelegten Informationen mit Beitrittsantrag waren bereits Stunden vor Schließung der artbook.berlin vergriffen.

Zu danken ist natürlich den vielen Betreuern unseres Standes, vor allem Till Schroeder und Robert R. Fehler.

Alle Freunde des gut gemachten Buches, der artbook.berlin und der Pirckheimer-Gesellschaft finden hier nochmals einige Fotoimpressionen, diesmal "barrierefrei" ohne die Notwendigkeit, sich über Facebook anzumelden.

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Do, 09.11.2017

artbook.berlin 2017

Die Pirckheimer-Gesellschaft wird auch in diesem Jahr mit einem eigenen Stand auf der artbook.berlin vertreten sein. In den vergangenen Jahren konnten die Pirckheimer auf dieser Messe neue Freunde finden und selbstvertsändlich sind auch in diesem Jahr alle Pirckheimer angesprochen, auf der artbook.berlin an unserem Stand den Kontakt zu anderen Freunden zu suchen und zu finden. Es wird diesmal keinen "Plan" für die Besetzung des Standes geben, denn das hat sich in den letzten Jahren als überflüssig erwiesen. Aber wer von den Pirckheimern die artbook.berlin besucht und diese Gelegenheit nutzen möchte, am Pirckheimer-Stand mit anderen Bücherfreunden ins Gespräch zu kommen, für unser Anliegen zu werben oder unsere Publikationen an den Mann (selbstverständlich auch an die Frau!) zu bringen, ist natürlich willkommen. Bitte einfach eine E-Mail mit einem gewünschten Zeitfenster an Abel Doering. Einige Pirckheimer haben sich bereits zur Unterstützung bereit erklärt, es wird also niemand allein an unserem Stand stehen.

17. November 2017, 16 - 20 Uhr
18. November 2017, 12 - 20 Uhr
19. November 2017, 11 - 17 Uhr

Kunstquartier Bethanien
Mariannenplatz 2 | 10779 Berlin