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Werner Klemke

Pirckheimer-Blog

Werner Klemke

Sa, 11.03.2017

Marginalien # 224 wurden ausgeliefert

Heute wurden das Heft 1 der Marginalien 2017 ausgeliefert. Für Pirckheimer mit dabei: ein Acrylstich von Egbert Herfurth zu Helmut Richter, Über sieben Brücken musst du gehen, 2016, gedruckt von Thomas Kurz, Museum für Druckkunst Leipzig, ein Holzstich von Hans-Joachim Behrendt, gedruckt von Martin Z. Schröder, ein Lesezeichen/Buchzeiger der Initiative Buchkultur, ein Flyer zu einem Märchenbuch mit erstmals veröffentlichten Zeichnungen von Werner Klemke, je ein Flyer zur BuchDruckKunst und zu "Reihenweise" von Reinhard Klimmt und Patrick Rössler, sowie die Zuwendungsbestätigung für 2016.

Do, 09.03.2017

Werner Klemke ill. Hans Christian Andersen

Anna Thalbach liest »Märchen von Hans Christian Andersen«
Mit einer Ausstellung ausgewählter Originalzeichnungen von Werner Klemke

Die erstmals 1962 im Berliner Kinderbuchverlag erschienene Ausgabe der »Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm«, illustriert von Werner Klemke, wird seither von Generationen von Kindern geliebt. 1963 als »Schönstes Buch des Jahres« ausgewählt, sollte sie Klemkes erfolgreichstes Werk werden. Weniger bekannt war bisher, dass er, einer der vielseitigsten und versiertesten Buchkünstler der DDR, sich in den 1970er Jahren auch mit der Bilderwelt Hans Christian Andersens auseinandersetzte. Ob »Das Feuerzeug«, »Des Kaisers neue Kleider«, »Der Schweinehirt« oder »Der Schatten« - Klemke erschuf dazu Illustrationen in Pastelltönen, mit Tusche, in schwarz-weiß, mal filigran-detailliert, mal romantisch, mal mit frechen Anspielungen auf seine Zeit, doppelbödig und charmant. Der Beltz Kinderbuch Verlag fördert diesen Schatz nun wieder zutage und legt zum 100. Geburtstag des Altmeisters Werner Klemke die von ihm illustrierten Märchen in einer Übersetzung von Albrecht Leonhardt vor. Das Vorwort schrieb Matthias Haberzettl.

Lesung: 25. März 2017, 16 Uhr

Haus des Buches
Literaturhaus Leipzig

Mi, 08.03.2017

Erinnerung an Werner Klemke

Werner Klemke wäre am 12. März dieses Jahres 100 Jahre alt geworden. Er hinterließ ein umfangreiches OEuvre. Allein die Buchgestaltung umfasst weit über 800 Titel. Dazu gehören Klassiker der Weltliteratur wie das »Decamerone«, die »Canterbury Tales«, »Fredmanns Episteln« oder die »Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull«, aber auch viele zeitgenössische Autoren, über 400 Titelbilder für das Magazin, Briefmarken, Theaterplakate, Prospekte, Bühnenbilder, Figurinen, Filmplakate, Abziehbilder, Entwürfe für Bleiverglasungen ...
Besonders bekannt sind seine Illustrationen von Kinderbüchern und -zeitungen: »Die Hausmärchen der Brüder Grimm«, »Hirsch Heinrich«, »Das Wolkenschaf«, die »Trommel«, »ABC-Zeitung«, sowie von Schulbüchern und der Fibel.
»Ich mache Bücher, worunter ich nicht nur ›Bücher illustrieren‹ verstehe. Darunter verstehe ich, einem Buch durch Auswahl der Papiersorte und der Lettern, durch Satzanordnung und Buchschmuck Gestalt zu geben mit allen Zutaten, die nötig sind, den Absichten des Verfassers gerecht zu werden und dem Leser das Lesen zu erleichtern.«. ...
(Martina Dost in akzente, Monatszeitung der Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde, März 2017)

... gesamten Artikel lesen durch Klick auf den Ausriß.

In der Zeitung Junge Welt widmet sich Frank Burkhard dem 100. Geburtstag von Werner Klemke, der Artikel kann hier nachgelesen werden.

100. Geburtstag von Werner Klemke

Aus Anlass des 100. Geburtstages von Werner Klemke am 12. März findet in der Brandenburger Galerie "Sonnensegel" eine Ausstellung mit Werken des Künstlers statt.
Eine Begegnung mit der Kunst von Werner Klemke ist immer eine Reise wert. Die Galerie „Sonnensegel“ ist Klemke ja sehr verbunden, insbesondere über die Bücherkinder Brandenburg, die in der Galerie beheimatet sind. So ist die Ausstellung zum 100. Geburtstag auch eine ideale Einstimmung auf die folgende Leipziger Buchmesse, wo die Bücherkinder Brandenburg am 25. März um 14.30 Uhr ihr Buch „Klemke 100 - Kinder kennen Klemkes Kater“ vorstellen und rappen werden. In Halle 3, Stand E 532, als Gäste der Pirckheimer-Gesellschaft.

Eröffnung: 11. März, 16 Uhr
Ausstellung: 11. März - 7. Juli 2017

Galerie "Sonnensegel" e.V.
Gotthardtkirchplatz 4/5, 14770 Brandenburg an der Havel

Di, 24.01.2017

Programm der Regionalgruppe Halle (Saale) und Umgebung


Das Jahresprogramm der Regionalgruppe Halle (Saale) und Umgebung ist jetzt online und kann durch Klick auf die Abb. aufgerufen werden.

Weitere Termine der Pirckheimer-Regionalgruppen hier: pirckheimer-gesellschaft.org/Termine.

Fr, 06.01.2017

Werner Klemke - Mit meinen Augen gesehen

Titel: Briefmarke, 1985
Matthias Haberzettl überraschte auch in diesem Jahr Freunde mit einem besonderen Thema seiner Jahresgabe zu Werner Klemke: einer Auswahl von Porträts mehr oder weniger bekannter Personen gezeichnet oder in Holz gestochen, wie gewohnt in einer limitierten, nummerierten Auflage von 70 Exemplaren.
Im Vorwort wird dazu ausgeführt: "Werner Klemke war nicht an erster Stelle als Porträtzeichner bekannt. Dennoch finden sich immer wieder Konterfeis von Berühmtheiten in seinem Werk verstreut. Bei den Buchgestaltungen sind vorwiegend die jeweiligen Autoren dargestellt, oft als Frontispiz; bei den Presseillustrationen wurden die Dargestellten wohl meist zu besonderen Jahrestagen von den Redaktionen vorgegeben."
Vorgestellt 21 Porträts, von Shakespeare über Marx und Harriet Beecher-Stone bis Marlene Dietrich und diesmal ohne das Porträt von Willibald Pirckheimer aus dem bekannten Logo der gleichnamigen bibliophilen Gesellschaft.

Mo, 26.12.2016

Coole Kids und freche Kater

»Seit langem gibt es diese Katze mit der coolen Zeitungsfratze«, hat ein Kind der im Dezember 1989 in Brandenburg an der Havel als Jugendkunstschule gegründeten Jugend-Kunst-Galerie »Sonnensegel« gereimt. Das Gedicht steht in dem soeben in einer Startauflage von 40 handgesetzten Exemplaren erschienenen Buch »Kinder kennen Klemkes Kater«. Dieses versteht sich als eine Hommage auf den 1994 verstorbenen Künstler Werner Klemke anlässlich dessen 100. Geburtstag am 12. März 2017. Im nächsten Jahr wird eine größere Auflage im modernen Buchdruck folgen.  
[...]
Die Aufgabe für die Kinder hatte darin bestanden, sich zu einigen Magazin-Titelbildern sowohl Geschichten einfallen zu lassen als auch in der von Klemke gern verwendeten Schabkunsttechnik neue Bilder zu schaffen. In dem seit dem Jahr 2000 zur Galerie gehörenden Druck-Laden haben sie selbst per Hand gesetzt und gedruckt. Entstanden ist ein Buch »von intelligenten Kindern für kluge Erwachsene« zum Zwecke der »ästhetischen Erziehung der nächsten Generation«, wie Armin Schubert in seiner Begrüßung zur Buchpremiere ausführte. [...] Gefördert wurde das Projekt [... unter anderen von] der Pirckheimer-Gesellschaft [...]. 
(Elke Lang)
gesamter Artikel in Ossietzky 24/2016, Bemerkungen

Mi, 21.12.2016

"Klemke 100" im Dombrief

Die Vorstellung des Buches „Klemke 100 - Kinder kennen Klemkes Kater“, dem jüngst vollendeten Buchprojekt der Bücherkinder, welches im Beisein von Dr. Frank-Walter Steinmeier, Werner Klemkes Sohn Christian und dem Vorsitzenden der Pirckheimer-Gesellschaft, Ralph Aepler, erfolgte, wurde jetzt auch im neuesten Brandenburger Dombrief berichtet.

Mi, 14.12.2016

100 Jahre Werner Klemke


Am 12. März 2017 würde der Illustrator und Buchgestalter Werner Klemke (1917-1994) 100 Jahre alt. Wir gratulieren mit einem 100 Titel umfassenden Katalog; dieser erscheint zur Leipziger Antiquariatsmesse am 23. März 2017.
Zur Ansicht und zum Verkauf kommen Vorzugsausgaben, Widmungsexemplare, Werkausgaben, Originalzeichnungen. Insgesamt ein Querschnitt durch Klemkes Schaffen von 1949 bis in die 80er Jahre, eine subjektive Auswahl an Klassischem, Bleibendem, Seltenem.
Die interessantesten Titel werden auf der Leipziger Antiquariatsmesse vom 23. bis 26. März 2017 im Rahmen einer Ausstellung gezeigt. Die Werkauswahl wird bereichert durch Exemplare des Antiquariats Kurt-Georg Zeisig, Berlin.
Der Katalog kann gegen eine Schutzgebühr von 5.- Euro oder als PDF angefordert werden.

Grünstraße 11, 12555 Berlin
Tel.: 030-29351753

Sa, 05.11.2016

Frank Walter Steinmeier und Ralph Aepler bei den "Bücherkindern"

Wer die „Bücherkinder Brandenburg“ am 4. November in der Domaula in Brandenburg an der Havel erlebt hat, ist mit mindestens einer Gewißheit nach Hause gegangen: Bücher machen Spaß - und selbst Bücher zu machen, macht noch viel mehr Spaß!
Diesen Spaß erlebten die Gäste des Nachmittages hautnah mit dem Buch „Klemke 100 - Kinder kennen Klemkes Kater“. Eingeladen hatte Armin Schubert, Initiator, treibende Kraft und guter Geist der Bücherkinder. „Klemke 100 - Kinder kennen Klemkes Kater“ ist das jüngst vollendete Buchprojekt der Bücherkinder, für das sie sich den Grafiker, Illustrator, Buchkünstler und Mitbegründer der Pirckheimer-Gesellschaft, Werner Klemke, als Leitfigur und Thema auserkoren haben, und mit ihm seinen legendären Magazin-Kater.
Pirckheimer-Gesellschaft und Werner Klemke - beides ergibt einen harmonischen Klang. Klemke ist Pirckheimer der ersten Stunde. Er schuf das Signet, das bis heute das Erscheinungsbild der Pirckheimer-Gesellschaft ist und das Cover der MARGINALIEN, der Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie, ziert. Und so ist es nur folgerichtig, dass die Pirckheimer die Schirmherrschaft über dieses Projekt übernommen haben. Daher war es für den Vorsitzenden Ralph Aepler selbstverständlich, der Präsentation des Buchprojektes beizuwohnen, zumal die Pirckheimer-Gesellschaft jedem ihrer Mitglieder das Vergnügen schenken will, dieses Buch, und die Idee dahinter, als Jahresgabe 2017 in den Händen zu halten.
Spaß mit den Bücherkindern und ihrer Lesung der selbst geschriebenen Texte und der Vorstellung der dazu entstandenen grafischen Arbeiten hatte offensichtlich auch Dr. Frank-Walter Steinmeier. Er war sehr gerne der Einladung von Armin Schubert gefolgt. Er nahm sich die Zeit, alle Signierwünsche der Kinder zu erfüllen. Diese hatten zuvor von Ralph Aepler je ein Exemplar des Lexikons „Von Anton bis Zylinder“ geschenkt bekommen und nutzten die Chance, dies mit einer Unterschrift des Außenministers der Bundesrepublik Deutschland zu verschönern.
Zu den Gästen gehörte auch Werner Klemkes Sohn Christian. Gemeinsam mit seiner Familie war er nach Brandenburg gekommen und hatte offensichtlich viel Spaß an diesem Nachmittag. Besonders an dem Rap auf Werner Klemke, den zwei Brandenburger Bücherkinder vorgetragen haben. Das dürfte auch Till Kaposty-Bliss gefallen haben, der an diesem Nachmittag von Berlin nach Brandenburg gereist war, um die Bücherkinder zu erleben. Till Kaposty-Bliss ist der Verleger des Magazins „Das Magazin“, in dem Klemkes Kater nicht nur die Welt erblickte, sondern auch eroberte.
(Ralf Wege)

Mi, 14.09.2016

Fußball, Hexen und ein Osterwunder

So überschreibt der Brandenburger Kurier am 13. September, Seite 23, einen Bericht über das Projekt der Bücherkinder Brandenburg über Werner Klemke.
Abgedruckt wird neben dem hier bereits vorgestellten Bericht von Armin Schubert auch die Erzählung "Der Löwenkater" aus dem Buch von Franz Bauch. Der Beitrag kann auch durch Klick auf den obigen Ausriss aufgerufen werden.

Fr, 02.09.2016

Vom Wolkenschaf zum Magazin

Die Besucher begeben sich gemeinsam auf die „Suche nach dem Kater“, dem beliebtesten Haustier der DDR (Redaktion: „Das Magazin“), wenn es heißt: „Vom Wolkenschaf zum Magazin - Werner Klemkes schönste Illustrationen“. An diesem Nachmittag werden zahlreiche der Magazinhefte präsentiert, für die Werner Klemke (Buchgestalter, Graphiker, Illustrator und Hochschullehrer) zwischen 1954-1990 monatlich die Titelblätter schuf. Zudem wird eine Auswahl seiner schönsten Buchillustrationen gezeigt, mit Illustrationen zu humoristischen Werken, Illustrationen zu Liebesgedichten und klassischen Werken im Mittelpunkt. Freuen Sie sich auf einen amüsanten Nachmittag rund um den „Meister des Holzstichs“. Im Anschluss an die Präsentation gibt es eine Führung durch die Ausstellung „Eigentlich bin ich ein alter Grieche: Werner Klemke (1917-1994) - Künstler und Büchernarr“.

6. September 2016, 17.00 Uhr

Winckelmann-Gesellschaft | Winckelmann-Museum
Winckelmannstraße 36–38, 39576 Stendal

Do, 25.08.2016

Bücherkinder Brandenburg ehren Werner Klemke zum 100. Geburtstag

Zur Vorbereitung auf den 100. Geburtstag des Buchgestalters und Illustrators Werner Klemke haben sich 10 Bücherkindern der Evangelischen Grundschule am Dom zu Brandenburg an der Havel ein Jahr lang mit dem Leben und Schaffen dieses Buchkünstlers beschäftigt. Es entstand das Buch
KINDER KENNEN KLEMKES KATER
Im März 2017 wird es anlässlich seines Geburtstages einige Gedenkveranstaltungen geben. In Vorbereitung darauf haben sich die Bücherkinder überlegt, wie man diesen großen Meister ehren kann. Die Schüler haben festgestellt, dass in jeder Familie einige Bücher von diesem Künstler vorhanden sind. Nach dem Besuch durch den Vorsitzenden der Pirckheimer-Gesellschaft  Ralph Aepler und den Klemkesammler Matthias Haberzettl  bei den Bücherkindern in Brandenburg waren beide so gegeistert, dass die Gesellschaft die Schirmherrschaft über das Buchprojekt übernommen hat. Prof. Werner Klemke gehört zu den Gründungsvätern.
Die Schüler waren u.a. in seinem ehemaligen Atelier, sprachen mit Familienmitgliedern, suchten seine Grabstelle auf, haben den Film „Treffpunkt Erasmus – die Kriegsjahre Werner Klemkes“ gesehen.

alle am Setzkasten      -      Franz setzt      -      Hanna      -      Jonas liest
So entstand das Buch zum 100. Geburtstag, das am 2. / 3. September 2016 bei dem Treffen der Pirckheimer-Gesellschaft in München vorgestellt wird. Das Buch wurde im historischen Buchdruckverfahren im Gutenberg DRUCK-Laden der Galerie Sonnensegel mit der Hand gesetzt und gedruckt und im Atelier Buchkunst der Edition Balance von Henry Günther gebunden. Es ist in einer Auflagenhöhe von 40 Exemplaren erschienen.
In der Auseinandersetzung mit dem Schaffen dieses Künstlers schrieben die Bücherkinder eigene Erzählungen zu ausgewählten Bildern des Künstlers und schufen in der Technik des Schabkartons, die Klemke so meisterlich beherrschte, eigene Illustrationen zu ihren Texten.
In diesem Buch befindet sich ebenfalls eine Original-Grafik, zu der uns Ulrike Braun, die Tochter Klemkes, den Druckstock zu einer Illustration aus dem Buch „Die Facezien des Florentiners Poggio“ zur Verfügung gestellt hat. Prof. Matthias Gubig hat dazu den Druck im Ehrenamt übernommen.

Die Fotografin Anita Reinsch begleitete dieses Projekt fotografisch.
Im Vorwort des Herausgebers zu diesem Buch wird auf die kulturpolitische Dimension der Arbeit mit Kindern auf diesem Gebiet hingewiesen. Kinder und Jugendliche sind es, die das kulturelle Erbe wertschätzen lernen und antreten werden. Mit diesem Hommage-Buch wollen wir diesen wichtigen Künstler ehren.
(Armin Schubert, Leiter des Projekts „Bücherkinder Brandenburg“)

Do, 11.08.2016

Exkursion nach Berlin

Im Rahmenprogramm der gerade im Winckelmann-Museum noch bis zum 31.10.2016 laufenden Ausstellung „Eigentlich bin ich ein alter Grieche – Werner Klemke, Künstler und Büchernarr“ begab sich eine Gruppe von 30 „Klemke-Fans“ am 16. Juli auf eine Reise von Stendal nach Berlin, um auf den Spuren von Werner Klemke zu wandeln. Ein erster Höhepunkt war der Besuch der Kinder- und Jugendbuchabteilung der Berliner Staatsbibliothek. Dort empfing uns (außerhalb der Öffnungszeiten) die stellvertretene Leiterin Sigrun Putjenter und führte uns durch das derzeitige Domizil mit besonderen Flair auf dem Gelände des Westhafens, auf welches die Kinder- und Jugendbuchabteilung zeitweilig ausweichen musste. Im Anschluss erhielten wir einen Einblick in die Geschichte der Kinder- und Jugendbuchabteilung und uns wurden die Höhepunkte der Sammlung quer durch die Geschichte der Kinder- und Jugendbuchliteratur präsentiert, erwähnt sei hier das allseits bekannte Werk von Johann Amos Comenius „Orbis sensualim pictus“ (1658, welches bis ins 19. Jahrhundert über 200 Auflagen erlebte) oder die Aufstell- und Ziehbildbücher von Lothar Meggendorfer (1847-1925). Ein besonderer Höhepunkt war selbstverständlich für unsere Gruppe die Präsentation von Originalgraphiken W.K.s.
Auf uns wartete nun gleich der nächste Höhepunkt unserer Reise: Wir fuhren in die Tassostraße 21, dem Atelier von Prof. Werner Klemke, wo wir liebenswürdig von seinen Töchtern Christine Klemke und Ulrike Braun empfangen wurden. Mit wunderbaren Geschichten rund um Leben und Werk ihres Vaters begeisterten beide ihr Publikum.
Zu den angeregten Erzählungen wurden private Fotos und zahlreiche Werke W.K.s präsentiert, die so manche Überraschung zu bieten hatten. Unser dritter und letzter Programmpunkt folgte stante pede: Wir begaben uns in die Kunsthochschule Weißensee, wo W.K. seit 1951 eine Dozentur für Holzstich und seit 1956 eine Professur für Buchgraphik und Typographie innehatte. Am Tag der offenen Tür genossen wir, neben kulinarischen Highlights, das studentische Flair, erhielten die Möglichkeit, einen Vortrag über das Archiv der Kunsthochschule zu hören, konnten u.a. die innovativen Abschlussarbeiten studieren und erhielten schließlich von eben Herrn Peter Müller und Jürgen Neugebauer eine interessante Führung über das Gelände. Ein besonderer Höhepunkt war dabei die Besichtigung der Graphikwerkstatt.
Zu guter Letzt: uns gereichte dieser Tag „zu Nutzen und Vergnügen“! Einen herzlichen Dank an alle Beteiligten!
(Agnes Kunze)

So, 07.08.2016

„Auch dieses Kleid ist ein echter Klemke“

Er wolle „Höhepunkte“ seiner Klemke-Sammlung zeigen, so hatte Agnes Kunze das Sammlergespräch mit dem Pirckheimer Matthias Haberzettl am 3. August im Winckelmann-Museum Stendal angekündigt und damit etwas tief gestapelt. Geradezu von Gipfel zu Gipfel stürmte Haberzettl an diesem Abend. Als Ausrüstung hatte er lediglich einen, wie er es nannte „Promillebereich“, seiner Sammlung dabei. Ein „Promillebereich“ hört sich zwar nach wenig an an, doch birgt er in diesem Fall außergewöhnliche, seltene und auch einzigartige Stücke.
Dass das Gespräch im Winckelmann-Museum stattfand, hatte seinen guten Grund. Dort war acht Wochen zuvor die Ausstellung „Eigentlich bin ich ein alter Grieche - Werner Klemke (1917-1994) Künstler und Büchernarr“ eröffnet worden. Viele Exponate stammen ebenfalls aus der Haberzettlschen Sammlung. Sind dort bereits seltene Stücke zu sehen wie eine japanische Ausgabe vom „Wolkenschaf“, die drei Bände des „Amicis Librorum“ oder einen Stichel und Pinsel, mit denen Werner Klemke selbst gearbeitet hatte, so legte Haberzettl jetzt noch einmal nach. [...]
[...] Dass auch völlig unerwartete Objekte Bestandteil seiner Klemke-Sammlung werden könnten, ließ Haberzettl anklingen, indem er einen erst wenige Stunde alten Bescheid wegen eines „Verstoßes im ruhenden Verkehr“ hochhielt und laut überlegte: „Original signiert, datiert mit dem 3. August in Stendal, das wird mich immer an diesen Klemke-Abend erinnern.“ Aber diese Sammelobjekte sind bereits die nächste Geschichte …
(Ralf Wege)

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