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Harald Kretzschmar

Pirckheimer-Blog

Harald Kretzschmar

Di, 05.06.2018

Moderation: Birgit Pomorin, rechts: Harald Kretzschmar

Bunte Bilder für ein Buch in Schwarz Weiss

Harald Kretzschmar stellte heute seinen im Quintus-Verlag erschienenen Titel „Stets erlebe ich das Falsche“ vor (siehe untenstehenden Hinweis), ohne jedoch eine Zeile daraus zu lesen und indem er nur zwei Blicke in das Buch gönnte. Darin eintauchen könne man ja auch zu Hause.

Das Falsche oder das Richtige, wahr oder unwahr, schwarz oder weiß - alles nur Wortpaare, mit denen die Wirklichkeit nur verkürzt beschrieben wird. Vermutlich stimmt wenigstens einigermaßen nur das Wortpaar ´links oder rechts`, denn die Gesellschaft lässt sich nicht in Gegensätzen beschreiben.
Harald Kretzschmar, der vorige Woche seinen 87. Geburtstag feierte, schilderte mit einer Bildpräsentation, was und wer seinen Werdegang (nach anfänglich gemeinsam mit Gerhard Richter verpatzten Aufnahmeprüfung an der Kunsthochschule) formte und begleitete, als Portraitzeichner und Karikaturist, als Vorsitzender der Sektion Karikatur im VBK der DDR, als Buchgestalter und Künstler. Vieles davon kommt natürlich auch in dem heute (nicht) vorgestellten Buch vor! Und Harald Kretzschmar räumte mit Klischees auf, die seit einem viertel Jahrhundert die Darstellung der DDR-Kunstszene in Feuilleton und Kunstkritik bestimmen und belegte das Gegenteil mit amüsanten Anekdoten, verwies deutlich auf die zur Oberflächlichkeit neigende heutige Karikatur und beklagte die zunehmenden Mankos in der modernen Buchproduktion, vor allem in Hinblick auf Buchgestaltung, Illustration und Satire.

Rückblickend eine Masse an Informationen, für die die zwei Stunden "Lesung" eigentlich nicht ausreichten.
Anlässlich der Lesung in der "Helle(n) Panke" konnte nicht nur das beworbene Buch, welches Pirckheimer als Jahresgabe erhalten, käuflich erworben werden, durch das angeschlossene Antiquariat wurden auch einige Titel aus dem Schaffen von Harald Kretzschmar oder mit seiner Beteiligung entstandene angeboten - in der nebenstehenden Abbildung allerdings kaum noch vorhanden.
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Fr, 01.06.2018

Bildvortrag von Harald Kretzschmar

Die Helle Panke - Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin präsentiert eine Lesung mit Harald Kretzschmar, dessen aktueller Titel Stets erlebe ich das Falsche. Der alternative Künstlerreport im Quintus-Verlag erschien. 

Ein zeitlebens kritischer Zeichner nimmt hier Abstand zum Erlebten, indem er noch einmal mitten hinein taucht. Harald Kretzschmar schreibt und zeichnet heute auf, was er in der Begegnung mit namhaften, ihm nahen Künstlern erlebte.
Früh von Josef Hegenbarth, Albert Schaefer-Ast, Otto Griebel und Elisabeth Voigt beeinflusst, wuchs er an der Seite von Leo Haas und Carl Sturtzkopf, Henry Büttner und Heinz Behling, Karl Schrader und Manfred Bofinger in das publizistische Milieu der Zeitschrift Eulenspiegel hinein und prägte es mit. Als satirischer Zeitzeichner und ironischer Gesichterdarsteller orientierte er sich an Leitfiguren wie Olaf Gulbransson, George Grosz, Erich Ohser, Karl Holtz, Herbert Sandberg und Werner Klemke. Auf internationalem Terrain war er Boris Jefimow und Eryk Lipinski, Adolf Born und Herluf Bidstrup verbunden. Ost-West-Annäherungen gab es zu Loriot und Chlodwig Poth, Robert Gernhardt und F. W. Bernstein.

Wie die nebenstehenden Bilder vermuten lassen, wird den Teilnehmer mehr als nur eine Lesung erwarten - Harald Kretzschmar hat nicht umsonst einen "BildVortrag" angekündigt. Wir dürfen gespannt sein.

Bildvortrag: 5. Juni 2018, 19 - 22 Uhr

Helle Panke e.V., Kopenhagener Straße 9, 10437 Berlin

Di, 29.05.2018

Freud und Leid mit der Kunst

So der Titel einer Rezension der Jahresgabe der Pirckheimer-Gesellschaft in der Ostthüringer Zeitung von Volker Müller:

"Mitbegründer des Greizer Satiricums Harald Kretzschmar erweist sich im jüngsten Buch in Wort und Bildals Meister des Porträtierens

Greiz. Kunst schaffen und über Kunst schreiben, sind aller Erfahrung nach zwei verschiedene Dinge. Nicht allzu vielen Frauen und Männern ist esgegeben, auf beiden Gebieten gleichermaßen Bäume auszureißen. Die Karikaturistenlegende Harald Kretzschmar dürfte der seltenen Kategorie zuzuordnen sein. Der Kleinmachnower hat mit seinem kürzlich bei Quintus, einem Imprint des Verlags für Berlin-Brandenburg, erschienenen Buch „Stets erlebe ich das Falsche“ erneut eine Probe seines auch bemerkenswerten schriftstellerischen Könnens geliefert. ..."

(hier weiterlesen)

Sa, 07.04.2018

Zwei Vorzugsausgaben der Pirckheimer-Jahresgabe

Von unserer Jahresgabe Harald Kretzschmar: Stets erlebe ich das Falsche  gibt es auch zwei Vorzugsausgaben, eine in einer Auflage von 15 Exemplaren mit einer signierten Einzeichnung auf dem Titelblatt zum Preis von 99 € und eine in einer Auflage von 45 Exemplaren, die ebenfalls auf dem Titelblatt signiert ist. Beide Vorzugsausgaben wurden mit einer zusätzlichen signierten Original-Radierung "Leonard Bernstein" versehen.

Hier werden beide Vorzugsausgaben vorgestellt. Bestellung bitte an Matthias Haberzettl.

Fr, 06.04.2018

Harald Kretzschmar, Abb. aus »Stets erlebe ich das Falsche«, Quintus-Verlag 2017

Harald Kretzschmar. Zeichner und Sammler

Ab dem 14. April zeigt das Museum Wilhelm Busch die Ausstellung »Harald Kretzschmar. Zeichner und Sammler«.

Harald Kretzschmar (*1931) hat begleitend zu seinem über 60-jährigen Schaffen eine Sammlung historischer Karikaturen aufgebaut und sich in einem zeichnerischen Dialog wiederholt damit auseinandergesetzt. Die Ausstellung gibt mit 89 Blättern einen Einblick in dieses Lebenswerk.

Der heute 87-Jährige veröffentlichte seine ersten Karikaturen in der Leipziger Volkszeitung, zeichnete rund 35 Jahre für die satirische Zeitschrift Eulenspiegel und engagierte sich im Verband Bildender Künstler der DDR für die Karikatur. Seine Begabung wurde früh entdeckt, mit 13 Jahren zeichnete er seine erste Hitler-Karikatur. Das war 1944. Ob Erich Mielke, Janosch, Loriot, F. K. Waechter oder Ronald Searle – viele bekannte Zeitgenossen hat er seitdem porträtiert.

Die aus seiner Sammlung historischer Karikaturen für die Ausstellung ausgewählten Blätter französischer Karikaturisten wie Honoré Daumier oder Leopold Boilly sowie von Künstlern der revolutionären Zeit um 1848 übereignet Harald Kretzschmar dem Museum als Schenkung.

Ausstellung: 14. April - 1. Juli 2018

Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur & Zeichenkunst
Georgengarten, 30167 Hannover

 

So, 01.04.2018

Die erste Bibliophilen-Jahresgabe als E-Book

Die Pirckheimer-Gesellschaft ist bekannt dafür, dass sie als die jüngste deutschlandweit agierende Bibliophilen-Gesellschaft am aufgeschlossensten für innovative Ideen und Konzepte ist. So hat sie sich als Vorreiter bei der Nutzung moderner Medien profiliert und ist die am längsten im Internet präsente Gesellschaft, auf Facebook derzeit mit Alleinstellungsmerkmal. So erfüllt sie ihren satzungsgemäßen Auftrag, "Kenntnisse über Geschichte und Gegenwart des Buches zu verbreiten, Mitglieder und Öffentlichkeit mit Werken der Buchkunst und Graphik vertraut zu machen".

Folgerichtig hatte der Vorstand beschlossen, dass die Jahresgabe für 2017 erstmals als E-Book erscheint. Die technische Schwierigkeit dabei war, dieses E-Book wie gewohnt als nummerierte und limitierte Ausgabe herauszugeben, weshalb sich die „Auslieferung“ verzögerte. Dieses Problem konnte jetzt gelöst werden und das Buch „Stets erlebe ich das Falsche. Der alternative Künstlerreport“ von Harald Kretzschmar aus dem Verlag für Berlin-Brandenburg kann ab dem heutigen Tag heruntergeladen werden. Das E-Book, welches exklusiv nur den Mitgliedern der Pirckheimer-Gesellschaft zur Verfügung steht und als solches nicht verkauft wird, ist in der Reihenfolge der Downloads nummeriert und kann mit dieser Nummer jeweils nur einmal auf einem beliebigen Endgerät aufgerufen werden. Dieser Reader kann jederzeit gewechselt werden, in diesem Fall wird das E-Book auf dem zuvor genutzten Endgerät automatisch gelöscht.

Pirckheimer können die Jahresgabe hier herunterladen.

Mo, 19.02.2018

Das Buch »Der Nix« von Pierre Sanoussi-Bliss
Das Buch »Der Nix« von Pierre Sanoussi-Bliss ist im Inselkinder Verlag erschienen.

Veranstaltungen der Pirckheimer-Gesellschaft in Leipzig

  • 15. März 2018 / 15:00 – 15:30 Uhr

Buchkunst im quartus-Verlag II: Die Marginalien – Deutschlands Zeitschrift für Buchkunst
Ralph Aepler, Jens-Fietje Dwars, Matthias Gubig, Till Schröder: Wohin steuert Deutschlands einzige Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie?
Leseinsel Halle 3 Stand H504

  • 16. März 2018 / 11:00 – 11:30 Uhr

„Stets erlebe ich das Falsche. Der alternative Künstlerreport“
(Verlag für Berlin-Brandenburg)
Harald Kretzschmar: Die künstlerische Bilanz eines zeitlebens kritischen Zeichners
Forum Literatur Halle 5 Stand K600

  • 17. März 2018 / 11:00 – 12:00 Uhr

Du liebe Hühnerkastanie – Bücherkinder Brandenburg auf den Spuren von Jurek Beckers Postkartenpoesie
Ralph Aepler, Christine Becker, Bücherkinder Brandenburg: Kinder schreiben, gewinnen Künstler und Politiker, drucken Linolschnitte und stellen nun ihr Buch vor
Moderation: Armin Schubert
Leseinsel Halle 3 Stand H504

  • 17. März 2018 / 13:00 – 13:30 Uhr

Der Nix: Eine Geschichte für Kinder und Erwachsene, gelesen von Pierre Sanoussi-Bliss
Pirckheimer-Gesellschaft in Kooperation mit dem Inselkinder Verlag/ Janet Lindemann & dem Kurznachzehn Verlag GmbH DAS MAGAZIN Die Kulturzeitschrift. Seit 1924,
Mitwirkende: Pierre Sanoussi-Bliss/ Ralph Aepler
"Der Nix" ist eine bezaubernde Geschichte für Kinder ab sechs Jahren und Erwachsene. Die Geschichte handelt von Kaulquappe Kauli, die in einem kleinen See in der Nähe eines Dorfes lebt. Sie möchte kein Frosch werden und träumt davon, eine aus Schaumkronen geborene Nixe zu sein. Bis eines Tages plötzlich ein Sturm über ihrem Teich aufzieht und wundersame Dinge geschehen. In dem Buch geht es um Vorurteile, um Schubladendenken und Anderssein.
Die Botschaft: Egal, wie anders man ist, zusammen ist es zu schaffen.
Anschließend Autogrammstunde auf der Leseinsel und am Stand der Pirckheimer-Gesellschaft e.V. Halle 3 | Stand E 508
Halle 3, Leseinsel H 504

  • 18.03.2018 / 11.00 - 11.30 Uhr

Briefwechsel von Christa und Gerhard Wolf mit Carlfriedrich Claus
Zum 90. Geburtstag von Gerhard Wolf und zum 20. Todestag von Carlfriedrich Claus soll der Briefwechsel zwischen den beiden erscheinen. Jörg Seifert, Kunstkeller Annaberg, stellt das Projekt vor.
Halle 3, Leseinsel H 504 oder am Stand der Pirckheimer-Gesellschaft e.V. Halle 3 | Stand E 508

Di, 02.01.2018

Harald Kretzschmar, Abb. aus »Stets erlebe ich das Falsche«, Quintus-Verlag 2017

Viele Beulen am Helm

[ ...] In seinem neuen Buch sagt der inzwischen 86jährige Harald Kretzschmar, [...] tatsächlich alles anders, als es dem Mainstream genehm ist, und bringt es so auch mit dem Filzstift aufs Papier. »Stets erlebe ich das Falsche. Der alternative Künstlerreport« ist der Titel. [...]
Kaum ein Karikaturist war und ist so eng mit den Entwicklungen seines Faches im Osten Deutschlands verbunden. Kretzschmar war nicht nur Lieferant frischer Einfälle, sondern vor allem Förderer neuer Talente; meist nahm er sich selbst zurück. Die Grundfrage, ob nach der »Wende« auch für den Bereich der Karikatur eine »Neubewertung« notwendig sei, wird im Buch eindeutig verneint. Bis in die Gegenwart dominieren Vorurteile, Unwissenheit, Verblendung und Ignoranz gegenüber Künstlern aus der DDR. Dass die Karikaturisten mit kritisch-politischem und künstlerischem Anspruch arbeiteten, also selbstverständlich auch Künstler waren (und sind, soweit sie noch leben), dass sie sich oft gegen Widerstände durchzusetzen hatten und dennoch bei ihrer Haltung blieben, spielt heute keine Rolle mehr. Das geistige Klima, das die Jahre nach 1989 prägte, in manchen Fällen zu blindem Hass gesteigert, ist noch nicht überwunden. Kretzschmars Karikaturen fand man auch auf dem Müll des ausgeräumten Kulturhauses Potsdam-Babelsberg. »Vereinigen durch Ausgrenzen, wie geht das?« fragt er. Und schreibt dagegen an, verbeißt sich nicht, bleibt bei den Tatsachen: »Wie vieles habe ich anders erlebt, als heute … publi­zierte Erlebnisberichte suggerieren wollen.«
[...] Das Buch vermittelt eine Sicht von innen auf die nationale und internationale Karikaturistenszene und andere Kunstbereiche. Kretzschmar erlebte in sieben Jahrzehnten das Richtige, das heute als falsch verdammt wird. »Gibt es in unserer Erinnerungskultur nur blankgeputzte positive oder trübe verfinsterte negative Biografien?« fragt er an einer Stelle: »Dürfen sie vielgestaltig widersprüchlich sein?« Und konstatiert später: »Ich habe viele Beulen am Helm, und nicht alle stammen vom Klassenfeind.« [...]
Kretzschmar ist ein Insider par excellence. Neben seinem Zeichentisch steht heute noch die Staffelei von George Grosz und Carl Stutzkopf. Sein Buch kann der historischen Wahrheit auf die Sprünge helfen.
(Peter Michel, Junge Welt, 2. Januar 2018, S. 11)

... gesamten Artikel lesen

Do, 28.12.2017

PF 2018

Harald Kretzschmar wünscht alles Gute für 2018

Fr, 15.12.2017

Stets erlebe ich das Falsche

Im Quintus-Verlag erschien der alternative Künstlerreport des "frechen Zeichenstifts". Harald Kretzschmar, der prominente Zeichner des Eulenspiegel Satiremagazins, präsentiert seinen alternativen Künstlerreport:

Ein zeitlebens kritischer Zeichner nimmt hier Abstand zum Erlebten, indem er noch einmal mitten hinein taucht. Harald Kretzschmar schreibt und zeichnet heute auf, was er in der Begegnung mit namhaften, ihm nahen Künstlern erlebte.

Früh von Josef Hegenbarth, Albert Schaefer-Ast, Otto Griebel und Elisabeth Voigt beeinflusst, wuchs er an der Seite von Leo Haas und Carl Sturtzkopf, Henry Büttner und Heinz Behling, Karl Schrader und Manfred Bofinger in das publizistische Milieu der Zeitschrift Eulenspiegel hinein und prägte es mit. 

"Stets erlebe ich das Falsche" bietet ein Kaleidoskop der deutschen Kunst- und Karikaturszene, darunter: Herbert Sandberg, John Heartfield, Wolfgang Mattheuer, Willi Sitte, Werner Tübke, Bernhard Heisig, Arno Mohr, Werner Klemke, Hannes Hegen, Tomi Ungerer, Erich Ohser, Loriot, F. W. Bernstein, Gerhard Haderer, Barbara Henniger und und und. All diese Namen werden in Kretzschmars neuem Buch mit pointierten biografischen Essays in Erinnerung gebracht. Immer wieder begleiteten kuriose Begebenheiten den Weg des Verfassers. Wenn sogar Walter Ulbricht und Erich Honecker von Widersachern wie Gisela May und Wolf Biermann eingeführt werden, ist endgültig klar: Dieses Buch ist ein absolutes Muss für alle Liebhaber von Satire und Humor.

Kretzschmar, Harald: Stets erlebe ich das Falsche
Der alternative Künstlerreport
240 Seiten, 61 Abbildungen
Hardcover, Fadenheftung, Format: 18,5 x 23,0 cm
ISBN: 978-3-947215-03-4
€ 20,00

Eine Anmerkung für Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft:
Dieses Buch wird sicher die kulturelle Identität vieler Pirckheimer ansprechen. Deshalb wird diesmal die geplante Jahresgabe 2018 vorab bekannt gegeben: eine Teilauflage dieses Titels ist als Jahresgabe 2018 vorgesehen!

Di, 31.10.2017

Screenshot von ND online mit der Abb. Erich Kissing: »Leipziger am Meer«, 1975 – 1979 zum Artikel von Harald Kretzschmar

Werden wir nachdenklich?

Unter dieser Überschrift erscheint morgen ein Beitrag des Pirckheimers Harald Kretzschmar im ND zur Ausstellung »Hinter der Maske. Künstler in der DDR« im Museum Barberini in Potsdam, welche bis zum Februar zu sehen sein wird und die niemand, ob er mit der Bildenden Kunst der DDR vertraut ist oder sie nur aus Reflektion aus bundesdeutscher Sicht nach 1990 kennt, verpassen sollte. Vor allem Skeptiker am Kunstgeschehen der DDR haben viel zu entdecken, wie Harald Kretzschmar andeutet:

"Das Verwunderlichste: Reihenweise hängen da Bilder, die sowohl Selbstbewusstsein wie auch Zweifel ausdrücken. Dienst an der Kunst nach Vorschrift - so hieß es doch immer. Und nun dies? In welcher Bildecke taucht denn nun der gebietende Staat auf? Ach so, der bestand auf der Erkennbarkeit der Welt. Wieso dann aber diese Ausflüge ins Abstrakte, ins Nackte, ins Vertrackte? Kunstbonzen als Malerfürsten sind wohl doch eine Legende. Sparen wir uns ihre Namen. Es gibt genug andere. Paul Michaelis, Siegfried Klotz, Norbert Wagenbrett, Thomas Ziegler oder Dieter Weidenbach produzieren ihr Selbstbild sehr verschieden. Hans Grundig, Bert Heller, Elisabeth Voigt oder Rudolf Nehmer stehen fürs Archaische. Stefan Plenkers, Hartwig Ebersbach, Frieder Heinze oder Gerda Lepke für Aufbruch. Alternativ darf Strawalde die beiden Peterfreunde Graf und Hermann begleiten."

Der Artikel kann hier ausfgerufen werden.

Ausstellung: 29. Oktober 2017 - 4. Februar 2018

Museum Barberini, Humboldtstraße 5-6, Potsdam

Fr, 05.05.2017

Ein Illustrator und Gebrauchsgraphiker aus Leidenschaft

Heute wurde in der "Hellen Panke" eine Ausstellung mit Holzstichen, Illustrationen und weiteren Graphiken, Theaterplakaten, Briefmarken und Schallplattenhüllen von Werner Klemke eröffnet. Die Exponate stammen aus Sammlungen von Andre Eckardt, Hans Hübner und dem Pirckheimer Roland Berger. Die Ausstellung enthält auch zwei Informationstafeln zum Film "Treffpunkt Erasmus" von Annet Betsalel, der dort am 28. Juni gezeigt wird.
Die Laudatio (die zentralen Worte waren "Leidenschaft" und "Lust") stammte aus der Feder von Herbert Kretzschmar, der leider seine Teilnahme aus gesundheitlichen Gründen absagen musste und die Vernissage wurde durch Musik von Frank-Paul Schubert am Saxophon begleitet.
Die Pirckheimer-Gesellschaft war ständig präsent, sowohl in den Begrüßungsworten und der Laudatio, wie auch persönlich durch viele ihrer Mitglieder.
Einige Fotos von der Vernissage, aufgenommen von Abel Doering, können hier betrachtet werden.


Ausstellung: 4. Mai - 1. September 2017

Helle Panke
Kopenhagener Str. 9, 10437 Berlin

Mi, 05.04.2017

Werner Klemke zum 100. Geburtstag

Die "Helle Panke" und die Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin zeigt aus Anlass des 100sten Geburtstages von Werner Klemke die Ausstellung "Ein Illustrator und Gebrauchsgrafiker aus Leidenschaft" mit Arbeiten aus den Privatsammlungen von Annet Betsalel, Andre Eckardt, Hans Hübner und Prof. Roland R. Berger.
Am Mittwoch, den 28. Juni 2017 wird der Dokumentarfilm von Annet Betsalel "Treffpunkt Erasmus – Die Kriegsjahre von Werner Klemke" gezeigt. Anschließend Diskussion mit der Filmemacherin Annet Betsalel (Niederlande).

Vernissage: 4. Mai 2017, 19:00 bis 21:00 Uhr, Laudatio: Harald Kretzschmar
Musik: Frank-Paul Schubert (Saxophon)
Ausstellung: 4. Mai - 1. September 2017

Kopenhagener Str. 9, 10437 Berlin

So, 12.03.2017

Vernissage in Brandenburg an der Havel

Aus Anlass des 100. Geburtstages von Werner Klemke wurde in Brandenburg in der Kindergalerie Sonnensegel eine Ausstellung mit einer Auswahl des Künstlers und von Arbeiten der Teilnehmer des Projekts "Klemke 100" eröffnet.
Die Worte zur Eröffnung der von Armin Schubert organisierten Ausstellung sprach Harald Kretzschmar. Jutta Osterhof und Matthias Haberzettl vertraten die Pirckheimer-Gesellschaft.
Durch Klick auf die nebenstehende Abb. erhält man einen kleinen Eindruck von der Vernissage, zur Verfügung gestellt von Armin Schubert.


Ausstellung: 11. März - 7. Juli 2017

Galerie "Sonnensegel" e.V.
Gotthardtkirchplatz 4/5, 14770 Brandenburg an der Havel

Do, 02.06.2016

Wilhelm Fraenger (1890-1964)

Am 5. Juni 2016 feiert die Wilhelm-Fraenger-Gesellschaft e.V. den Geburtstag von Wilhelm Fraenger und hat aus diesem Anlass den Pirckheimer, Kleinmachnower Autor und satirischen Zeichner Harald Kretzschmar (der am 23. Mai 2016 fünfundachtzig Jahre alt geworden ist) eingeladen, im Gespräch mit Astrid Vehstedt über sein Leben und seine Arbeiten zu reden und aus seinen Büchern TREFF DER ORIGINALE und PARADIES DER BEGEGNUNGEN (Faber & Faber) zu lesen.
Andreas Frye (Gitarre und Gesang) und Timofey Sattarow (Akkordeon) begleiten den Nachmittag mit Liedern von Brecht/Weill, Udo Lindenberg u.a.

Lesung: 5. Juni 2016, 15 Uhr

Fraenger-Haus
Tschaikowskiweg 4, 14480 Potsdam