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Pirckheimer-Blog

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Di, 19.09.2017

Klemke illustriert Brecht

Die Bitten der Kinder

Die Häuser sollen nicht brennen.
Bomber sollt man nicht kennen.
Die Nacht soll für den Schlaf sein.
Leben soll keine Straf sein.
Die Mütter sollen nicht weinen.
Keiner sollt töten einen.
Alle sollen was bauen.
Da kann man allen trauen.
Die Jungen sollen`s erreichen.
Die Alten desgleichen.

Bertolt Brecht (1951)

Abb. 1 zeigt die 1. Aufl. Unsere Fibel. Autorenkollektiv. - Berlin: Verlag Volk und Wissen. 1974. - 111(1) S. - 27,5 x 18,8 cm. - iOPp.
Abb. 2 dass. 2 Auflage: 1975.

Gefunden im Katalog Schönste Bücher 1974 (DDR), S. 37: Illustrationen und Ein­band: Werner Klemke. Schreibschrift: Renate Trost. Auflage: 300.000. Schrift: Gill-Grotesk (Monophoto). Pappband. 112 Seiten mit 140 Bildern.

Di, 18.04.2017

Babette, Bärbels ältere Schwester



Bärbel had an older sister, cousin, clone...?
Babette bindet Bücher, an earlier (1935) version of Bärbels fröhliche Lehrzeit (1953) by the same author. Same premise, same characters, same... Look forward to comparing - where is an Hinman collator when you need one?
(Peter Verheyen,
The Pressbengel Project)

Sa, 18.03.2017

Bookbinding as Chick Lit

Charming piece of teen lit. for women. Bärbels fröhliche Lehrzeit (Bärbel's Happy Apprenticeship) by Felix Riemkasten written in 1953. After the death of her father, Bärbel needs to leave school to take up an apprenticeship rather than going on to university like her eldest brother (She was a straight A student). She loves book, bookbinding isn't too strenuous (says her mother), ... what could go wrong? ...
(Peter Verheyen, The Pressbengel Project)

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Fr, 13.01.2017

Ensikat illustriert Hacks

Klaus Ensikat, ein wahrer Meister der Zeichenkunst, dessen Graphik "Willibald Pirckheimer" der letzten Jahresgabe der gleichnamigen bibliophilen Gesellschaft beilag und der mit seinem Material eine Kunstaktion der Bücherkinder Brandenburg zur artbook.berlin begleitete, feiert in der kommenden Woche, am 16. Januar, seinen 80. Geburtstag. Die Pirckheimer gehören dann zu den ersten Gratulanten!
Auch die Eulenspiegel Verlagsgruppe feiert das und verlost 5 x das grandios gezeichnete Kinderbuch von Peter Hacks »Jules Ratte«! Hier geht´s zur Verlosung.

Di, 06.12.2016

wiedergelesen: Die Pirckheimer in Rostock

Katja Burmester vom Antiquariat Schusterjunge in Wismar schickte uns freundlicherweise ein Feuilleton des damaligen Mitglieds der Pirckheimer-Gesellschaft Heinz Knobloch zu einem Jahrestreffen dieser Gesellschaft in Rostock 1976.
Der Text findet sich in einem Heftchen aus der Reihe "Angebote" des Verlags Tribüne Berlin, 1979 mit Illustrationen nach Schabblättern von Harry Jürgens und kann hier nachgelesen werden.

Do, 22.09.2016

neu im Archiv

Im Archiv der Pirckheimer-Gesellschaft sollten eigentlich alle Publikationen vorhanden sein, leider ist jedoch mit dem Umzug von der Friedrichstraße in die Nordkapstraße einiges verloren gegangen. Aus Schenkungen und Nachlässen konnten einige Fehlbestände in den letzten 25 Jahren wieder ersetzt werden, gestern nun ein Katalog zu einer Wanderausstellung, die in der Medizinischen Akademie Carl Gustav Carus Dresden, in der Charité Berlin und in Magdeburg in den Jahren 1989 und 1990 gezeigt wurde, kuratiert vom Graphiker Wolfgang Beier und dem damaligen Rektor der Medizinischen Akademie Dresden und Pirckheimer Prof. Albrecht Scholz.
Der 24seitige broschierte Katalog "Lebenskreis" mit Graphiken und Illustrationen zum Thema Geburt, Leben und Tod erschien 1989 ohne Verlagsangabe.

Mo, 08.08.2016

8. August - Internationaler Katzentag

Auf einem Plakat in meiner Buchhandlung heißt es: "Man kann im Leben auf vieles verzichten, aber nicht auf Katzen und Literatur". Nachdem also der Tag des Kusses, der Tag der Berge, der Tag des Kaffees und der Tag des Hosenträgers im Pirckheimer-Blog sträflich ignoriert wurde, muss hier wenigstens der heutige Tag der Katze Erwähnung finden. Dieser Tag kann dann für einen Bücherfreund Grund genug sein, wieder einmal ein Buch aus dem Regal zu ziehen, das von dem Grafiker und Cartoonisten Manfred Bofinger (1941-2006) hervorragend illustrierte wurde - die "Ratschläge für den Katzenfreund" (Neumann-Verlag 1984).
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Mi, 20.07.2016

wiedergelesen: Das Buch vom Papier

"Der Künstler, er sei Dichter, Maler oder Grafiker, wird Stellung zu nehmen haben zu dem Stoff, welcher der Träger seiner Gedanken ist; er wird ihn lieb gewinnen und zu schätzen wissen wie einen Kameraden, an den ihn Schicksal und Neigung binden. So können wir es häufig erleben, wie die geheimnisvolle Liebe zum Material im Werk des Schaffenden melodisch mitschwingt und nachklingt." - schreibt Armin Renker in einem Beitrag zum Philobiblon, 8. Jg. Heft Nr. 1 aus dem Jahre 1935.
"Das Buch vom Papier" (1934) von ihm, aus dem die nebenstehende Abbildung stammt, öffnet einem Bücherliebhaber das Herz und bringt dem Material, aus dem die Gegenstände seiner Verehrung geschaffen sind, wieder Ehrerbietung in Erinnerung.
(Harald Kugler)

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Fr, 20.05.2016

neues Literaturkabinett in Bad Saarow

Zur morgigen Eröffnung des neuen Literaturkabinetts in Bad Saarow, welches sich im Wesentlichen mit dem Werk von Becher und Gorki beschäftigt und zur Enthüllung einer Präsentation von Graphiken zum Werk von Johannes R. Becher anlässlich der Tage der Poesie grüßt die Pirckheimer-Gesellschaft mit dieser von Heinz Hellmis (1935 - 2014) gestalteten Mappe mit 21 Blättern von Fotis Zaprasis zu Variationen zu Liebesgedichten von Johannes R. Becher, welche 1982, vom Künstler signiert, als Jahresgabe ausgereicht wurde.
Abends wird der mit dem Grimme-Sonderpreis ausgezeichnete Film von U. Kasten und dem Pirckheimer Jens-Fietje Dwars "Über den Abgrund geneigt ... Leben und Sterben des Johannes R. Becher" gezeigt. Der Vorsitzende der Pirckheimer-Gesellschaft wird an dieser, vom Kulturbund geförderten Veranstaltungen zum 125. Geburtstag von Johannes R. Becher anwesend sein.

Mi, 18.05.2016

die erste Ausstellung der Pirckheimer-Gesellschaft

Meine Suche im Internet zur Geschichte bibliophiler Gesellschaften ergab einen Treffer ..., dachte ich.
Die NBI von 1956, Heft 3 sollte entsprechend der Artikelbeschreibung einen Bericht über die Gründung der Pirckheimer-Gesellschaft enthalten - es handelte sich jedoch um einen Bericht über die Ausstellung "Don Quijote in der internationalen Buchkunst", die von der Pirckheimer-Gesellschaft in der Karl-Marx-Buchhandlung ausgerichtet wurde, nur wenige Schritte vom heute nicht mehr existierenden Café Budapest entfernt, in welchem am 29. Januar 1956 die Gründungsveranstaltung stattfand.
Im Text heißt es: "Wir veröffentlichen diese Blätter mit der freundlichen Genehmigung der Pirckheimer-Gesellschaft im Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands, die mit dieser Don-Quijote-Ausstellung zum ersten Mal an die Öffentlichkeit tritt. Ihr Ziel ist die 'Wahrung in der Tradition der deutschen Buchpflege, die Nutzbarmachung persönlicher Büchersammlungen für das gesellschaftliche Leben bei Erhaltung ihres privaten Charakters, die Förderung aller Bestrebungen für die Herstellung schöner, inhaltlich wertvoller Bücher in der DDR' ..."
Die Dokumentation kann hier aufgerufen werden. Die Zeitung werde ich, da darin die erste Ausstellung der Pirckheimer-Gesellschaft dokumentiert wird, trotz des fehlenden Artikels über die Gründungsveranstaltung in unser Archiv einstellen.
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Sa, 14.05.2016

wiedergelesen: Kleinste Bücher der Welt im Auflagendruck

Lange Zeit galt als das kleinstes aller gedruckten Bücher ein japanische Blockbuch aus dem Jahre 1965 im Format von 4 mm x 2,8 mm.

In der Edition Leipzig erschien 1971 im Auflagendruck ein "Bilder-ABC", für welches Egon Pruggmayer in strenger Stilisierung zu jedem Buchstaben des Alphabetes einen Gegenstand aus der Vorstellungswelt des Kindes zeichnete und welches gerade einmal 2,4 mm hoch und 2,9 mm breit ist. Die winzigen Klischees im Format von etwa 2 x 2 mm fertigte die Graphische Kunstanstalt H. F. Jütte auf dem gewöhnlichen Weg der Strichätzung. Den Druck auf japanischem Seidenpapier führte Heinz Schneider in der Hochschule für Grafik und Buchkunst aus, die Handbindearbeit wurde von Elisabeth Altmann mit einer kleinen Schar von Mitarbeiterinnen besorgt.
Bei Faber & Faber Leipzig erschien im Jahre 2000 nochmals ein "Bilder-ABC" in der gleichen Größe, allerdings diesmal mit farbigen Buchstabenbildern des Typografie-Künstlers Josua Reichert.
Das Gutenberg-Museum Mainz bietet in seinem Shop als das »Kleinste Buch der Welt im Auflagendruck mit ganzen Texten« einen Titel in Ledereinband mit verschiedenen Inhalten (Vaterunser, Ich liebe Dich, Olympischer Eid) im Format von 3,5 x 3,5 mm an.

Mi, 11.05.2016

wiedergelesen: Die Facezien des Poggio Bracciolini mit Illustrationen von Werner Klemke

Neulich kam ich mit einem Klemke-Sammler auf "Die Facezien des Florentiners Poggio" in der Übersetzung von Hanns Floerke mit Illustrationen von Werner Klemke, erschienen 1967 bei der Edition Leipzig, zu sprechen. Im Internet finden sich diverse Ausgaben auch von anderen Verlagen der Facezien von Poggio Bracciolini, illustriert und ausgestattet vom Gründungsmitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, darunter auch eine 1976 ebenfalls in der Edition Leipzig erschienene Miniaturausgabe in vier in Leder gebundenen Bänden (4 x 5,7 cm), die in meiner Minibuchsammlung noch fehlte.
Vom Leipziger Antiquariat fand ich ein erfreulich günstiges Angebot, dem ich nicht widerstehen konnte. Leider wurde mir von der Post ein aufgerissenes Kuvert geliefert, welches nur die Zahlungsbestätigung, nicht aber wie ausgewiesen eine Büchersendung enthielt und ich hatte mich schon damit abgefunden, diesen Titel jetzt doch nicht meiner Sammlung hinzufügen zu können. Das teilte ich dem Leipziger Antiquariat mit und siehe da: Heute nun konnte ich eine Ersatzlieferung in Empfang nehmen und möchte auf diesem Wege ein herzliches Dankeschön nach Leipzig senden!
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Mi, 13.04.2016

wiedergelesen: Die Welt der Bücher

Der passionierte Büchersammler Matthew Battles lebt in Jamaica, Plain, Massachusetts, USA und ist angestellt in der antiquarischen Abteilung der Bibliothek der Harvard University.
In seinem, bereits Anfang 2012 im Bibliographisches Institut Mannheim erschienenen Titel "Die Welt der Bücher. Eine Geschichte der Bibliothek" sucht Battles nach jenen Momenten, in denen Leser, Schriftsteller und Bibliothekare nach der eigentlichen Bedeutung der Bibliothek fragen. Er berichtet von den entscheidenden Wendepunkten in der über dreitausendjährigen wechselhaften Geschichte des Büchersammelns. Eine Zeitreise durch Paläste und Ruinen des Wissens – von der Bibliothek in Alexandria über Klosterzellen bis zur British Library, von Privatbibliotheken und sozialistischen Lesesälen bis ins Informationszeitalter, in dem Bibliotheken bedroht zu sein scheinen.
Der Titel, der in der englischsprachigen Ausgabe "Library: An Unquiet History" 2015 auch als Taschenbuch erschien und für 14,10 € erhältlich ist, wird derzeit im Modernen Antiquariat in der deutschsprachigen, gebundenen Ausgabe zum Preis von 5 € angeboten.

Mo, 01.02.2016

wiedergelesen: hrsg. von den Pirckheimern 1957

Als ein großer Verehrer von Hermann Hesse habe ich vor Jahren eine Festschrift zu Ehren des 80. Geburtstag des Dichters erworben, die von den Radebeuler Freunden der Bibliophilie 1957 herausgegeben worden war. Verfasst ist der Text von der damals in Radebeul lebenden Autorin Jeanne Berta Semmig, die auch jede der nummerierten Ausgaben signiert hatte. Beide, die Autorin der Festschrift und der Dichter Hermann Hesse, verband nicht nur eine Brieffreundschaft, deren Zustandekommen und Pflege in einfühlsamen Worten von Manfred Altner 2002 in einem Almanach des Hellerau-Verlag Dresden beschrieben ist. Hermann Hesse besaß ein verbindendes Verhältnis zu Dresden, der Stadt, die er nie besucht, aber dort im Verlag Edgar Pierson 1898 sein Erstlingswerk unter dem Titel "Romantische Lieder" veröffentlicht hat. Auch Gunter Böhmer kam aus Dresden, der sich als Illustrator, nicht nur der Werke von Hermann Hesse, später in Montagnola nieder ließ.
Es ist immer wieder erquicklich, wenn man solcher Art Rarität aus dem Fundus einer Bibliothek vor sich liegen hat, die in ihrer Seltenheit für den Betreffenden die Worte von Goethe bestätigen: "Sammler sind glückliche Menschen".
(Harald Kugler in seinem Blog)

Mi, 27.01.2016

wiedergelesen: Der Zwiebelfisch

"Das Verlegen ist wie die Liebe: es hört nimmer auf,
auch wenn's schief geht bleibt das Herz daran hängen." 
Hans von Weber 
Wer so von seinem Beruf sprechen konnte, der bewies damit, dass er ihn nicht "ausübte" wie ein nüchterner Geschäftsmann, sondern ihm verfallen war mit seinem ganzen Sein und Denken. Dieser Satz ist im "Imprimatur" Band IX aus dem Jahre 1940 über Hans von Weber zu lesen. Neben zahlreichen mit hoher Handwerkskunst hergestellten Büchern und Liebhaberausgaben, erinnert sei nur an die Bücher der "Hundertdrucke", hat Hans von Weber in seinem Hyperion-Verlag 1909 auch eine Zeitschrift mit dem einprägsamen Titel "Der Zwiebelfisch" kreiert. Als eine bibliophile Rarität stellt sich dessen erster Jahrgang dar, der aus vier Heften besteht, von denen jedes anders in Druck, Format, Papier und Umschlag gestaltet ist. Dies war auch das ursprüngliche Ansinnen des Verlegers für dieses Vorhaben mit dem Untertitel "Eine kleine Zeitschrift für Buchwesen und Typographie." Doch bereits mit dem zweiten Jahrgang wurde das für Zeitschriften übliche Gleichmaß eingeführt. Es soll hier nicht der Ort sein, den Verlag und seine Arbeit umfänglich vorzustellen, Interessenten können dies im besagten Artikel von Heinrich F. S. Bachmair (S. 72 ff.) viel genauer erfahren. Mir geht es mit dieser kleinen bibliophilen Aufmerksamkeit um Erinnerung und Nachdenken, was die Buchkultur für Kleinode geschaffen hat, die gelegentlich wieder einer Betrachtung lohnen.
Weiteres im Bibliothekskatalog auf harald-kugler.de Nr. 501, 502.
(Harald Kugler)