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Matthias Haberzettl

Pirckheimer-Blog

Matthias Haberzettl

Mo, 16.04.2018

Werner Klemke in Chemnitz

Mit der Aufführung des Dokumentarfilmes »Treffpunkt Erasmus. Die Kriegsjahre Werner Klemkes« ging am 15. April 2018 eine Werkausstellung Werner Klemkes (12. März 1917– 26. August 1994) im Chemnitzer Schlossbergmuseum zu Ende.[ ...]

Matthias Haberzettl ist der bedeutendste Sammler von Klemkes Arbeiten. ... Ihn begeistert die Vielseitigkeit Klemkes. Auch wenn die Ausstellung aus der Sammlung Haberzettl Klemkes Werk nur in einem einzigen Raum präsentiert werden konnte, wurde jedem Besucher auf den ersten Blick die Vielseitigkeit und breite handwerkliche Basis des Kunst-Professors deutlich. [ ...] Etwa 800 Bücher wurden von ihm im Sinne Pirckheimers gestaltet. Die Titelgestaltungen der Zeitschrift »Das Magazin«, die ihn populär machten, waren nur die »Spitze des Eisberges« seiner Fähigkeiten. Das Filmplakat Klemkes für den Konrad-Wolf-Film »Goya« macht deutlich, dass er den Stil Goyas mühelos adaptieren und weiterführen konnte. In der Ausstellung werden die Stilwechsel Klemkes sichtbar. Dazu Holzstiche, die auf den ersten Blick in der Qualität von Radierung erscheinen. [ ...]

Am 17. April 2014 hatte Galerist Matthias Lehmann im Lunzenauer »Prellbock« und in der Lunzenauer Kirche Matthias Haberzettl zur ersten Präsentation der Klemke-Sammlung in der Region Chemnitz-Zwickau begrüßt. [ ...] Mit dem 15. April 2018 wird die Unsterblichkeit des Werkes Klemkes noch deutlicher sichtbar. Die von ihm gestalteten Bücher werden noch in Jahrhunderten Leser erfreuen.

(Clara Schwarzenwald auf LiteratA)

Sa, 07.04.2018

Zwei Vorzugsausgaben der Pirckheimer-Jahresgabe

Von unserer Jahresgabe Harald Kretzschmar: Stets erlebe ich das Falsche  gibt es auch zwei Vorzugsausgaben, eine in einer Auflage von 15 Exemplaren mit einer signierten Einzeichnung auf dem Titelblatt zum Preis von 99 € und eine in einer Auflage von 45 Exemplaren, die ebenfalls auf dem Titelblatt signiert ist. Beide Vorzugsausgaben wurden mit einer zusätzlichen signierten Original-Radierung "Leonard Bernstein" versehen.

Hier werden beide Vorzugsausgaben vorgestellt. Bestellung bitte an Matthias Haberzettl.

Mo, 19.03.2018

Pirckheimer jetzt auch in Norwegen

Trotz Schneeschauer, die den Verkehr zum Erliegen brachten und dem Messeveranstalter willkommener Anlass waren, ein gesunkenes Aussteller- und Besucherinteresse zu begründen, war zumindest der Auftritt der Pirckheimer auf der Leipziger Buchmesse ein voller Erfolg.

Der Vorstand hatte verschiedene Veranstaltungen organisiert, die Anliegen und Engagement der Pirckheimer erfolgreich vorstellten, so wie das neueste Projekt der Bücherkinder Brandenburg. Armin Schubert merkte allerdings an: "Sehr beeinträchtigend fanden wir alle, dass wir dieses Jahr durch die Nazi-Verlage umzingelt und damit eingemauert waren. So fehlte das staunende Zufallspublikum.
Auf jeden Fall werde ich bei der Messeleitung protestieren. Angela Hampel, Henry Günther und viele Künstler waren ebenfalls entsetzt, dass in der Künstlerhalle soetwas passiert. Es wurden ja sogar die kleinen Imbissanbieter angehalten, bald zu schließen und die Polizie war massiv vor Ort.
"

Aber die eigentlichen Höhepunkte spielten sich am Stand E 508 ab, dem diesjährigen Zentrum des Pirckheimer-Auftritts auf der Buchmesse, der von Katrin und Ralph Aepler, Matthias Haberzettl, Abel Doering, Ralf Wege, Till Schröder und weiteren Pirckheimern betreut wurde.
So erklärten ihr Interesse an einer Mitgliedschaft (schon lang erwartet!) Marc Johne vom Buchwerk Bodoni, Roman Goldhahn, der Galerist Udo Würtenberger, Gisbert Amm, über dessen Lyrikhaus hier bereits mehrfach berichtet werden konnte, Udo Haedicke, Vorsitzender des Freundeskreises Miniaturbuch Berlin, der Antiquar Olaf Drescher und H.-Rainer Rausch, in dessem Atelier filigran gestalteten Künstlerbücher entstehen, um nur einige der Neueintritte aufzuführen. Und seit Leipzig haben die Pirckheimer auch ein Mitglied in Norwegen!
Fast schon aufgegeben hatten wir unsere Hoffnung, auf der Buchmesse das 500ste Mitglied begrüßen zu können - wenige Stunden vor Messeende war es dann soweit: unser Standnachbar Bodo W. Klös von der edition noir unterschrieb diesen bedeutenden Mitgliedsantrag.

Fotostrecke Pirckheimer auf der Leipziger Buchmesse 2018

Mo, 26.02.2018

Ein Stück DDR-Kindheit im Schloßbergmuseum

Unter dieser Überschrift berichtet Jeannine Pohland heute in "Freie Presse" über die aktuelle Klemke-Ausstellung mit rund 300 Arbeiten des Künstlers aus der Sammlung des Pirckheimers Matthias Haberzettl im Chemnitzer Schlossbergmuseum:

[...] "Werner Klemkes Illustrationen sind herausragend in Qualität und Quantität", sagt der Augsburger, der den 1994 verstorbenen Künstler nie persönlich kennenlernte. Lachend fügt er hinzu: "Der Nachteil ist, mein ganzes Haus ist damit voll."
[...]
Die Ausstellung findet im Rahmen der Tage der jüdischen Kultur statt. Denn was erst 2011 ans Licht kam: Mithilfe seines Talentes bewahrte Werner Klemke viele Menschen vor dem Tod. Als er im Zweiten Weltkrieg zur Wehrmacht eingezogen war, fälschte er für holländische Juden Lebensmittelmarken und Ausweispapiere. "Damit konnte er geschätzt 300 Juden das Leben retten", sagt Klemke-Experte Haberzettl. [...]

... gesamten Artikel lesen auf freiepresse.de

Ausstellung: 25. Februar bis 15. April 2018

Schloßbergmuseum (Großer Saal)
Schloßberg 12, 09113 Chemnitz

Do, 08.02.2018

Werner Klemke | Grafik und Buchkunst

Der Pirckheimer Matthias Haberzettl stellt in Chemnitzer Schlossbergmuseum Grafik und Buchkunst von Werner Klemke aus seiner Sammlung aus.

Man muss eigentlich nicht mehr darauf hinweisen: Prof. Werner Klemke (1917–1994), Gründungsmitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, gehörte zu den bekanntesten Buchgestaltern und Illustratoren in der DDR. Kaum einer, der nicht mit den von ihm illustrierten Kinderbüchern vom Wolkenschaf, dem Hirsch Heinrich oder Grimms Kinder- und Hausmärchen aufgewachsen ist …
Enorme Popularität erzielte Klemke mit den von ihm über drei Jahrzehnte hinweg gestalteten Titelseiten des „Magazins“, in denen er immer sein Markenzeichen, den Klemke-Kater zu verstecken wusste. Dauerhaften Erfolg bescherten ihm seine Illustrationen zu Werken der Weltliteratur, wie etwa dem „Dekameron“ von Boccaccio, Thomas Manns „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ oder den „Wahrhaftigen Geschichten“ von Montesquieu. Plakate, Briefmarkenserien, Karikaturen, Ex Libris und Miniaturen runden das Werk Werner Klemkes weiter ab.

Neben dem bekannten Künstler und Illustrator jedoch gab es einen lange „unbekannten“ Werner Klemke. Wie erst 2011 durch Funde im Archiv einer niederländischen jüdischen Gemeinde bekannt wurde, kam Klemke während der Besatzungszeit als Wehrmachtssoldat in Kontakt mit dem holländischen Widerstand. Er nutzte seine grafischen Fähigkeiten und Fertigkeiten, um Dokumente wie Lebensmittelkarten und Ausweispapiere zu fälschen und ermöglichte dadurch über 300 holländischen Juden Flucht und Überleben. In der Ausstellung werden Ausschnitte aus dem Film „Treffpunkt Erasmus“ von Annet Betsalel zu sehen sein.

Ausstellung: 25. Februar bis 15. April 2018

Schloßbergmuseum (Großer Saal)
Schloßberg 12, 09113 Chemnitz

Sa, 30.12.2017

Zwei Publikationen zum Jahreswechsel

Wie jedes Jahr schuf Matthias Haberzettl auch 2017 zwei limitierte Schriften über seine Sammelgebiete "Werner Klemke" und "Eduard Prüssen", die er mit seinen Weihnachts- und Neujahrsgrüßen Pirckheimer-Freunden schickte - Vielen Dank!

Entdeckungen 2017. Meine schönsten Funde im Klemke-Jahr lautet diesmal seine in 100 nummerierten Exemplaren aufgelegte Publikation zu Werner Klemke. Und es ist dort erstaunliches zu lesen, nicht nur über die erworbenen Graphiken und Bücher von Werner Klemke, sondern z.B. auch über das unerwartete Ende einer Auktion, in der der Bieter Haberzettl unterlag und trotzdem das nicht ersteigerte Exemplar seiner Sammlung hinzufügen konnte.
Eine zweites, in einer nummerierten Auflage von 30 Exemplaren erschienenes Heft behandelt unter dem Titel Eduard Prüssen ... und die Medizin Illustrations-Arbeiten des Künstlers in populär-medizinischen Zeitschriften 1973 - 1992, ein eher seltenes und deshalb besonders hoch zu schätzendes Betätigungsfeld für gefragte Illustratoren.

Fr, 15.12.2017

Herzlichen Glückwunsch zum Neunzigsten

Prof. Lisa Beck feiert runden Geburtstag

Viele Pirckheimer werden noch an das Treffen in Augsburg vor zehn Jahren, im September 2007 zurückdenken. Den Festvortrag im prachtvollen „Kleinen Goldenen Saal“ hielt damals Prof. em. Lisa Beck zum Thema „Schriftgestaltung. Funktion, Geschichte, Spuren in Augsburg“ – nachzulesen auch in den Marginalien Nr. 188 (4/2007).

Ich kann mich noch gut erinnern, dass Frau Beck nach anfänglicher Zusage dann doch im Sommer plötzlich „kalte Füße bekam“, ob sie sich das in ihrem Alter noch zutrauen sollte (sie stand da ja auch schon ein Vierteljahr vor ihrem Achtzigsten). Zu unser aller Glück ließ sie sich dann aber schnell überreden ...

Die gebürtige Augsburgerin war von 1967 bis 1971 Dozentin an der „Werkkunstschule Augsburg“ für die Fachgebiete Schrift, Typographie, Gestaltungsgrundlagen, Grafik-Design, und an der dann umgewidmeten „Fachhochschule Augsburg“ von 1971 bis 1990 Professorin im Fachbereich Gestaltung, Lehrgebiet Grafikdesign mit Schwer­punkt Schriftgestaltung. 1998 wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

»Im 20. Jahrhundert besitzt Augsburg mit Eugen Nerdinger und Lisa Beck, fortgesetzt von Manfred Heitmann, Schriftgestalter von europäischem Ansehen.« Dr. Peter Fassl, Bezirksheimatpfleger; im Konzept zur Bewerbung Augsburgs als Europäische Kulturhauptstadt 2010.

Auch die Augsburger Allgemeine würdigt Lisa Beck heute mit einem großen Artikel; das Foto zeigt sie in ihrem Wohnzimmer vor meinem Lieblingsbild „Aus den Wurzeln kommt die Kraft“, von dem sie mir schon vor Jahren auch einen kleinformatigen Abdruck schenkte.

Der Artikel schließt mit ihrem Satz „Ich verschickte zu Weihnachten immer noch an die hundert Briefe an Freunde und ehemalige Studenten“, sagt Lisa Beck – selbstverständlich von Hand geschrieben; auch ich darf mich zu den glücklichen Empfängern zählen. Und er beginnt so: Ihr größtes Glück: „Dass ich immer noch schreiben kann.“

Die Pirckheimer-Gesellschaft wünscht ihr noch viele glückliche und gesunde Jahre.

(Matthias Haberzettl)

Do, 09.11.2017

v.l.n.r.: Béatrice Hernad, Claudia Fabian, Reinhard Grüner, Hubert Kretschmer

We keep on fighting... - zwei Sammler, zwei Konzepte zum wahren Künstlerbuch

Als Begleitveranstaltung im Rahmen der Künstlerbuchausstellung SHOWCASE, die noch bis zum 7. Januar 2018 in den „Schatzkammern“ der Bayerische Staatsbibliothek läuft, lieferten sich die beiden Münchner Pirckheimer Reinhard Grüner und Hubert Kretschmer am 7. November ein Wortduell um das „wahre Künstlerbuch“. Beide sind sowohl Sammler von Künstlerbüchern – aber nicht nur deswegen ausgewiesene Experten, wie zahlreiche Veröffentlichungen (zuletzt R. Grüner in den Marginalien 226) und Ausstellungen bezeugen. Sehenswert sowohl die Homepage von Kretschmers „Archive Artist Publications“ wie auch Grüners „Moderne Buchkunst seit 1960 - Eine private Sicht“.

Große Gemeinsamkeiten also bei beiden Sammlern – aber noch größere Unterschiede, ja Gegensätze, was ihre Auffassung vom „Künstlerbuch“ betrifft. Ist für den einen (R.G.) auch, ja vorrangig das Äußere (Papier, Abbildungen, Herstellung) ausschlaggebend, oft nur im Unikatbuch oder in kleinster Auflage zu verwirklichen, so ist für den anderen (H.K.) allein die Aussage des Künstlers wichtig, durchaus auch einfachste Fotokopien zur weitreichenden Verbreitung.

Aber es führt zu weit, den fast zweistündigen Diskurs, souverän moderiert von der Leiterin der Abteilung Handschriften und Alte Drucke, Dr. Claudia Fabian, und unterstützt von Dr. Béatrice Hernad, in der Abteilung verantwortlich für die Sammlung der Künstler- und Malerbücher, Pressendrucke, die auch die Ausstellung SHOWCASE kuratiert hat, hier auch nur ansatzweise wiederzugeben. Und das ist auch unnötig, denn über den Twitter-Account der BSB kann die gesamte Veranstaltung angeschaut und miterlebt werden.

Erst vor sechs Wochen wurde übrigens Claudia Fabian die Karl-Preusker-Medaille verliehen, und damit ihre (und der Bayerischen Staatsbibliothek) „herausragenden Verdienste für die Erschließung, Erforschung und Sichtbarmachung des schriftlichen Kulturguts vom Mittelalter bis in die neueste Zeit“ gewürdigt.

(Matthias Haberzettl)

Mi, 23.08.2017

Hans-Joachim Behrendt bei der Vernissage am 15.8.2017 Foto: Dr. Thomas Müth

Unser „jüngstes“ Mitglied

Dem vorletzten Heft der Marginalien, der Nummer 224, lag ein kleiner Holzstich eines Pelikans von Hans-Joachim Behrendt bei – in rot gedruckt (und als Spende beigegeben) von Martin Z. Schröder aus Berlin-Weißensee.

Erst in der vergangenen Woche wurde in der Büchergilde Buchhandlung & Galerie unseres Mitglieds Wolfgang Grätz eine Ausstellung eröffnet „Werner Klemke zum 100. Geburtstag: fünf seiner Schüler/innen Wolfgang Würfel, Inge Jastram, Hans-Joachim Behrendt,ž Lusici, Dagmar Zemke“, bei der ich dem Künstler, der mit seiner Frau aus Zingst angereist war, wieder begegnete ... und bei der mein „Werben“ nun Gehör fand: Hans-Joachim Behrendt ist jetzt ein „Pirckheimer“.

Der Künstler ist nach wie vor überwiegend als „Holzstecher“ tätig; viele Sammler erfreuen sich an einem Exlibris aus seiner Hand. Vor drei Jahren schuf er ein Blatt für meine Klemke-Sammlung, das ebenfalls bei MZS in Weißensee gedruckt wurde. Die aufwändige Arbeit mit zahlreichen feinsten Details ist typisch für den Künstler. (Näheres zu dem ereignisreichen „Druck-Tag“ kann nachgelesen werden unter blog.druckerey.de mit zwei Fortsetzungen: blog.druckerey.de; blog.druckerey.de)

Wir wünschen Hans-Joachim Behrendt, der zu Jahresbeginn seinen achtzigsten Geburtstag feierte und nach wie vor mit ungebrochener Schaffenskraft den Stichel ins Holz führt, auch weiterhin eine gute Gesundheit und viel Freude (und Freunde) in der Pirckheimer-Gesellschaft.

(Matthias Haberzettl)

P.S.: Im (Jubiläums-) Heft 200 der Marginalien schrieb der Pirckheimer Peter Labuhn über die „Exlibrisstempel von Hans-Joachim Behrendt“; der Artikel lohnt das Wieder-Lesen.

Mi, 16.08.2017

Matthias Haberzettl (lks.) und Wolfgang Grätz, Foto: Lisa Stöhr

Klemke-SchülerInnen in Ffm

Ausstellungseinführung 5 bedeutene Klemke-SchülerInnen, gestern Abend in der Büchergilde-Buchhandlung Ffm:

Matthias Haberzettl erzählte zunächst über Werner Klemke, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre. Zu seinem Leben gehört nicht nur seine umfangreiche Arbeit als Buchillustrator, sondern auch seine langjährige Lehrtätigkeit. Um davon zu erzählen, waren zwei der fünf ausgestellten Klemke-SchülerInnen vor Ort: Dagmar Zemke und Hans-Joachim Behrendt.

Haberzettl erzählte aber auch davon, dass Klemke während seiner Zeit in der Wehrmacht begann, für verfolgte Juden Dokumente zu fälschen. Auf diese Weise rettete er etwa 300 Menschen das Leben, erzählte aber nach dem 2. Weltkrieg nie davon. Erst lange nach seinem Tod fand eine Dokumentarfilmerin Aufzeichnungen dazu.

Weitere Fotos hier.

Büchergilde Buchhandlung & Galerie Frankfurt | An der Staufenmauer 9 | 60311 Frankfurt/M

Do, 27.07.2017

Dagmar Zemke, "Eva und Lilith". Holzschnitt auf Japanpapier, Unikat. 228,- Euro

Fünf bedeutene Klemke-Schüler/innen

Am 15. August beginnt in der Büchergilde Buchhandlung Ffm die Ausstellung "Werner Klemke zum 100. Geburtstag: Fünf bedeutende Klemke-SchülerInnen"
Werner Klemke war der wohl wichtigste Buchillustrator der DDR, aber auch Professor an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Gezeigt werden Arbeiten von Inge Jastram (*1934), Wolfgang Würfel (*1932), Hans-Joachim Behrendt (*1937), Dietrich Lusici (*1942) und Dagmar Zemke (*1958), die bei Klemke studiert haben.
Matthias Haberzettl (Klemke-Sammler und bester Kenner des Künstlers) führt am Dienstag, den 15.8.2017 um 19.30 Uhr in das Werk von Klemke ein.

Büchergilde Buchhandlung & Galerie Frankfurt | An der Staufenmauer 9 | 60311 Frankfurt/M

So, 23.07.2017

Der Pressezeichner Emil Stumpp

Emil Stumpp (1886-1941) – der bekannteste Pressezeichner der Weimarer Republik, ein vergessener Künstler der Weimarer Republik – in der DDR „wiederentdeckt“ durch seinen Schwiegersohn, den Komponisten Kurt Schwaen aus Berlin-Mahlsdorf mit seiner Veröffentlichung „Über meine Köpfe: Texte, Porträts, Landschaften“ (Berlin, Der Morgen 1983).
Um die 20.000 Bilder brachte er, zumeist mit Holzkreide als Entwurf zu Papier, das dann mit einem speziellen Umdruckverfahren auf den Lithostein gebracht wurde, ist in einer Auswahl von Porträtzeichnungen nun in einer Ausstellung im Grafischen Kabinett in Augsburg zu sehen, die gestern eröffnet wurde, und zum überwiegenden Teil aus der Sammlung des Augsburger Pressehistorikers Dr. Martin Welke (Stiftung Deutsches Zeitungsmuseum) bestückt wurde, der auch die detailreiche Einführung hielt.
Bert Brecht und Gerhart Hauptmann, Käthe Kollwitz und Heinrich Zille, Konrad Adenauer und Franklin D. Roosevelt, Albert Einstein, Max Schmeling und Fridtjof Nansen – Stumpp zeichnete sie alle in den „Goldenen Zwanzigern“ (und Dreißigern).
»Kunstkritiker attestierten ihm [...] eine fast übernatürliche Begabung zum „psychologischen Porträt“: Bei aller Sachlichkeit schwinge stets „ein starker und vernehmbarer Unterton mit, der das seelische und geistige Profil des inneren Menschen bloßlegt.« (zitiert aus dem Flyer der Kunstsammlungen & Museen Augsburg)
„... das Profil des inneren Menschen bloßlegt“ – so nimmt es nicht wunder, dass ein wenig schmeichelhaftes Hitlerporträt, „nach dem Leben gezeichnet“ (so der Unter-Bildtitel), veröffentlicht zu Führers Geburtstag am 20.4.1933 im „Dortmunder Generalanzeiger“, seiner Karriere ein abruptes Ende bescherte.

(Matthias Haberzettl)

Über die Ausstellung wird hier in der Augsburger Allgemeinen berichtet.
Hier findet sich der Flyer zur Ausstellung.
Die Ausstellung läuft noch bis zum 12. November 2017.

Kunstsammlungen & Museen Augsburg
Grafisches Kabinett
Maximilianstr. 46, 86150 Augsburg
In Kooperation mit der Stiftung Deutsches Zeitungsmuseum

Do, 04.05.2017

A. R. Penck (5.10.1939 - 2.5.2017)

© Hartmut Andryczuk

1 Kommentar:
Matthias Haberzettl hat gesagt: Hier ein schöner Nachruf von Rüdiger Heinze in der Augsburger Allgemeinen:  Der Hoehlenmaler des 20 Jahrhunderts..
10. Mai 2017

Mi, 03.05.2017

Werner Klemke

- der bekannte Grafiker - der unbekannte Soldat

In dieser Veranstaltung des Kulturbundes Dessau-Wörlitz e.V., Ortsverband Oranienbaum, werden bekannte und weniger bekannte Werke von Werner Klemke in Wort und Bild vorgestellt; dazu werden Ausschnitte aus "Treffpunkt Erasmus" gezeigt.
Eine Zeichnung von Werner Klemke ziert die
Verpackung des Erasmus-Films
Matthias Haberzettl widmet sich dem Leben und Werk des großen Berliner Illustratoren und Buchkünstlers Werner Klemke, dessen Geburtstag sich 2017 zum 100. Mal jährt.
Mit Ausschnitten aus dem Dokumentarfilm „Treffpunkt Erasmus“ wird die bislang weitgehend unbekannt gebliebene Widerstandstätigkeit Klemkes während des Zweiten Weltkriegs als Wehrmachtssoldat im besetzten Holland beleuchtet.
Haberzettl besitzt eine umfangreiche Sammlung von Arbeiten des vielseitigen Künstlers und gilt als einer der besten Kenner von Klemkes Schaffen. Auch diese beiden Vorträge finden im „Goldenen Fasan“ statt, Beginn jeweils 19 Uhr.

11. Mai 2017, 19 Uhr

Goldener Fasan
Dessau

So, 23.04.2017

Herzlichen Glückwunsch zum 65sten

Foto: Robert Grieger













Matthias Haberzettl, Schatzmeister der Pirckheimer-Gesellschaft, feiert heute seinen 65sten Geburtstag - herzlichen Glückwunsch.