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Elke Lang

Pirckheimer-Blog

Elke Lang

Mo, 07.10.2019

Florentine Nadolni und Angelika Weißbach begrüßten die Künstler Ingrid Hartmetz, Ingo Arnold, Horst Peter Meyer und Ursula Strozynski (v. l.), Foto © Elke Lang

Spurensuche. 1990

Spurensuche. 1990. Grafik, Fotografie und Malerei aus dem Kunstarchiv Beeskow“ heißt die Ausstellung, die am Sonnabend unter großer Publikumsbeteiligung eröffnet wurde. Im Zentrum steht eine Mappe, die anlässlich des 100. Geburtstages von Johannes R. Becher entstand. 

Was hat die 18 Künstlerinnen und Künstler 1989/90 an einem Mann interessiert, der 1891 geboren wurde, mit 19 Jahren einen Doppelselbstmord überlebte, als Wortführer des Expressionismus galt, als KPD-Mitglied nach Moskau emigrierte und Stalin verehrte, Präsident des Kulturbundes zur demokratischen Erneuerung Deutschland wurde und 1958 Kulturminister der DDR – Johannes R. Becher? Das fragten sich die Mitarbeiter des Kunstarchivs Beeskow unter Leitung von Angelika Weißbach, als ihnen eine Kulturbundmappe mit insgesamt 30 Werken in die Hände geriet, die zum 100. Geburtstag des Dichters 1991 vom Kulturbund herausgegeben werden sollte. Als Antwort fielen zu dem Kulturpolitiker und Poeten Becher sowohl bei dem Grußwort durch die Leiterin des Kunstarchivs Florentine Nadolni und dem Einführungsvortrag durch die Kuratorin Angelika Weißbach sowie durch Besucher immer wieder die Worte „Zerrissenheit“ und „Ambivalenz“. Das ist deutlich an den Arbeiten abzulesen und war ganz im Sinne des damaligen Auftraggebers als Mitarbeiter des Kulturbunds, Hans Peter Klausnitzer, der auch anwesend war. „Ohne mich gäbe es 90 Prozent der Mappe nicht“, ist er stolz auf seine Spurensuche, an der sich viele seiner guten Künstler-Freunde beteiligt hatten. Er nennt Uwe Pfeifers Blatt „Grünewald (Becher)“. „Wie Becher da blickt, und das Blut tropft ihm über das Gesicht vom gekreuzigten Jesus herab, das sagt alles.“ Auf ein Blatt von Joachim John deutend, zeigt er. „Becher schreibt mit zwei Händen, und Stalin hält ihm den Mund dabei zu.

Nicht nur das interessierte am Sonnabend zur Ausstellungseröffnung mit allen Blättern in Ergänzung durch zwei Plakate, einer Vitrine mit Originaldokumenten sowie Gemälden aus dem Kunstarchiv, die zur gleichen Zeit entstanden. Auf einem Blatt von Otto Möhwald liegt ein Mann, der in die leere Stadt guckt. „Damals wusste niemand, dass es keine DDR mehr geben würde“, sinniert Hans Peter Klausnitzer, „aber haben wir es heute besser, oder sind wir immer noch einsam?“ Dass die künstlerischen Werke von damals wieder hervorgeholt werden, soll nämlich auch zum Nachdenken über 30 Jahre Wiedervereinigung anregen. Im Bezug auf Johannes R. Becher bedeutet es, so der einstige Kulturbundmitarbeiter, dass „der Verfasser der DDR-Nationalhymne nicht einseitig als Staatsdichter betrachtet werden darf“. Herbert Schirmer, auf dessen Initiative das Kunstarchiv überhaupt erst entstand, war zur Zeit der Entstehung der Mappe Kulturminister der DDR unter Lothar de Maizière.  Auch er denkt an die Ambivalenz von Becher, einmal an seine Hinwendung zur expressionistischen Dichtung, andererseits an seine Dankbarkeitsbezeugungen gegen Stalin, „aber auch an seinen verzweifelten Kampf gegen die Vorurteile seiner eigenen Genossen“. Schirmers Urteil ist: „Man müsste sich heute mit ihm mehr befassen. Er ist eine schicksalhafte Figur, die kaputtgespielt wurde.

Nicht unerwähnt bleiben soll Hannes Zerbes Improvisation auf dem Klavier zu den so einfachen, aber eindringlichen Zeilen des Dichters: „Heimat meine Trauer ...war, um dich zu einen, dir ein Lied geweiht“ in der Vertonung von Hanns Eisler.

(Elke Lang)

Ausstellung: 5. Oktober 2019 - 1. März 2020

Galerie Burg Beeskow
Frankfurter Straße 23, 15848 Beeskow

Mo, 26.08.2019

Sven Märkisch, "o baum", Blockheftung, Puzzleprint, 2018

Erhörtes und Erlesenes

Die Österreichische Galerie Druck & Buch zeigt im September eine Ausstellung unter dem Titel "ERHÖRTES UND ERLESENES" mit Künstlerbüchern von Sven Märkisch und Anna Helm.

Sven Märkisch, Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, publiziert seit 2000 in der edition sand, die er mit Nancy Jahns führt, gleichermassen subtile wie lakonische Künstlerbücher. Gemeinsam mit Imme Schwarz und Armin Schubert gestaltete er u.a. des Buchprojekt der Bücherkinder Brandenburg zu Arno Mohr und druckte z.B. auch das bibliophile Kinderbuch "Die Zauberflöte" von Elke Lang und Till Sailer.
Seine Unmittelbarkeit spiegelt sich thematisch in der Wiedergabe von aufgeschnappten Alltagssituationen wie technisch in der Verwendung geschnittener MDF-Platten wider, Holzschnitt als Puzzleprint. 

Anna Helm gibt in ihren Künstlerbüchern ausgewählten Autoren (Jandl, Eich, Wolkenstein) und besonders Autorinnen (Lavant, Bachmann, Aichinger, Sachs) sensibel Raum.
Die Komplexität ihrer Buchformen sowie die Präzision in der Ausführung zeugen von ihrer künstlerischen wie buchbinderischen Ausbildung. Internationale Aufmerksamkeit bekam besonders ihr Buch "Böses Wasser", das Dürers Alptraum wiederaufnimmt.

Eröffnung: 5. September 2019, 19 Uhr, die Künstler sind anwesend
Ausstellung: 5. - 27. September 2019

Galerie DRUCK & BUCH
Susanne Padberg
Berggasse 21/2, A - 1090 Wien

Di, 21.05.2019

Wegspur Fontane

Wie interessierte Pirckheimer beim Literarischen Gartenfest in Spreewerder im August 2018 bereits erfuhren, reizte es den Pirckheimer Till Sailer nicht erst im Jahr seines 200sten Geburtstages zu erfahren, was aus Fontanes Heimatlandschaft geworden ist und auch, was andere Autoren auf Fontanes Spuren berichtenswert fanden. Zeugnisse von Andrew Hamilton, Kurt Tucholsky, Günter de Bruyn, Gisela Heller, Georg Lentz und vielen anderen fügen sich zu einer Langzeitbeobachtung, wie sie kaum einer anderen Region zuteilwurde.
Breits vor fünfzig Jahren gingen Wanderer in die Spur. Die Schriftsteller Franz Fühmann und Joachim Seyppel sowie der Kunstwissenschaftler Lothar Lang erforschten Fontanes Land in den Farben der DDR. Zwanzig Jahre später strömten Gäste aus westlichen Gefilden zu den Erinnerungsstätten preußischer Heroen.

All die Wanderer auf der „Wegspur Fontane“ suchten auch nach Poeten, die im Ruppiner Land zur Literatur gefunden hatten, wie Georg Heym, Erich Arendt und Eva Strittmatter, deren Lyrik das Bild einer faszinierenden Kulturlandschaft vervollständigt. Till Sailer reizte es, die fiktive Langzeitbeobachtung fortzuschreiben und Elke Lang ergänzte diese Beobachtungen mit dem Fotoapparat. Im Vordergrund der Nachlese steht die Frage: Was wurde aus der Region, der Fontane einst öffentliche Aufmerksamkeit verschaffte? Till Sailer wird das druckfrische Buch im Geburtsort des Dichters vorstellen.

Lesung: 24. Mai 2019, 19 Uhr

Stadtbibliothek
Am Alten Gymnasium 1-3, 16816 Neuruppin

Till Sailer: Wegspur Fontane. Eine Nachlese im Ruppiner Land
vbb verlag für berlin-brandenburg 2019
mit Fotos von Elke Lang, 168 Seiten, 23 Abbildungen, Hardcover
ISBN 978-3-947215-43-0, € 19,90

Mo, 06.05.2019

Getrud Zucker, Illustrationen zu "Till Sailer: Die Zauberflöte"

Die Kleine Zauberflöte

Mozarts "Die Zauberflöte" ist eigentlich ein Märchenspiel für Erwachsene. Die Geschichte um einen Prinzen mit seinem lustigen Gefährten, die die Prinzessin unter Auflage von schweren Prüfungen befreien, und am Schluss finden alle ihr großes Lebensglück, ist jedoch auch eine Geschichte, von der jedes Kind träumt.

Die Premiere "Die Kleine Zauberflöte" bringt das Kinderbuch von Till Sailer (Autor), Gertrud Zucker (Ill.) und Elke Lang (Hrsg.) mit Mozarts „Die Zauberflöte“ auf die Bühne:
In einem Atelier, zwischen den bildgewaltigen Illustrationen von Getrud Zucker, werden eine Malerin und ein Besucher durch den Zauber einer einfachen Holzflöte in den Bann der Geschichte gezogen. Die beiden lassen die wichtigsten Momente des Märchens erblühen und begeben sich auf die abenteuerliche Reise zur Befreiung der Prinzessin Pamina durch den Prinzen Tamino und seinem Freund Papageno.

26. Mai 2019, 16 Uhr

Burg Beeskow, Konzertsaal
Frankfurter Straße 23, 15848 Beeskow

Do, 14.03.2019

Thomas Ranft, Till Sailer und Gregor Torsten Kozik vor Gemälde von Kozik

Landschaftssicht = Weltsicht?

Clara-Mosch-Ausstellung auf der Burg Beeskow

Gleich zwei Ausstellungen auf einmal wurden am Sonnabend auf der Burg Beeskow eröffnet. Das ist ungewöhnlich, zumal die Präsentation im Erdgeschoss das Wirken einer Künstlergruppe unter dem Namen Clara Mosch betraf, die von 1977 bis 1982 bestand. In der oberen Etage aber waren Arbeiten zu sehen, die im vorigen Jahr bei einem dreiwöchigen Symposium mit Teilnahme von Künstlern aus Sachsen und Brandenburg in Lübbenau entstanden. Die Berührungspunkte zwischen beiden Expositionen erklärte Burgchef Arnold Bischingen in seiner Begrüßung der rund 50 Gäste der Vernissage so: „Damals wie heute setzen sich Künstler im Verlauf ihres künstlerischen Zusammenseins mit kollektiven und individuellen Perspektiven, Befindlichkeiten und Sehnsüchten und mit gesellschaftlichen Modellvorstellungen auseinander.“ Verbindend ist auch, dass zwei Künstler der Karl-Marx-Städter (heute Chemnitz) Gruppe bei dem von Herbert Schirmer einberufenen Lübbenauer Symposium auch dabei waren: Thomas Ranft, das Haupt von Clara Mosch, der Gruppe, die den Namen nach den Anfangsbuchstaben ihrer fünf Mitglieder gewählt hatte, und Gregor Torsten Schade, seit 1980 Kozik.

Clara Mosch, bestehend aus Carlfriedrich Claus, Dagmar Ranft-Schinke, Michael Morgner und Gregor Torsten Schade, konnten in der DDR künstlerisch nur in einer politischen Grauzone an die Öffentlichkeit treten, denn „die Künstler setzten sich bewusst ab vom vorgegebenen Stil des sozialistischen Realismus und entwickelten unabhängig ihre eigenen Kunstformen“, so Arnold Bischinger. Herbert Schirmer hat nun gemeinsam mit Thomas Ranft versucht, die Landart-Aktionen der Clara-Mosch-Künstler unter den gegenwärtigen Bedingungen wiederzubeleben. Das Thema der zweiten Ausstellung, „Landschaftssicht = Weltsicht?“ stellt die Landschaft des Spreewaldes in den Fokus der aktuellen Weltsicht, ob es die abgelegene Wasserlandschaft der Lausitz ist oder das Besucherbergwerk „Abraumförderbrücke F60“ am Bergheider See. Und damals wie heute kommt es „im ungestümen Malprozess zu spannungsvollen Bildfindungen“, wie Herbert Schirmer bezüglich Gregor Torsten Kozik feststellt, als auch wie bei Thomas Ranft zu „filigranhaften, transparenten Geweben aus ungezählten Linien und Punkten, die den Charakter von meditativen Niederschriften aufweisen“.

Ilona Weser, frühere Leiterin des Beeskower Kunstarchivs, freut sich über die interessante Ausstellungskonzeption und besonders auch, dass viele Blätter von Clara Mosch aus dem Kunstarchiv stammen.

(Elke Lang)

Ausstellung: bis 26. Mai 2019
12. April 2019, 19 Uhr Gespräch mit Christiane Bergelt, Micha Brendel und Herbert Schirmer

Burg Beeskow

So, 13.01.2019

Kleine Galerien - ganz groß

In Bad Saarow wird in einer Ausstellung mit Einlaungen zu Kunstausstellungen aus dem Nachlass von Lothar Lang das von Elke Lang in der edition burgart herausgegebene Buch "Vom Briefkasten in den Papierkorb" mit einem Vortrag des Kunstwissenschftlers Jörg-Heiko Bruns vorgestellt. Es moderiert Till Sailer.

Vortrag: 24. Januar 2019, 19:30 Uhr

Gemeindebibliothek Bad Saarow
Ulmenstr. 15, 15526 Bad Saarow

Mo, 07.01.2019

Eine Besprechung ...

... der Marginalien im Feuilleton des Mironde Verlages (Inh.Birgit und Dr. Andreas Eichler und des Freundeskreis Gerd Hofmann:

Die Pirckheimer-Gesellschaft e.V. gibt die Zeitschrift »Marginalien. Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie« heraus. Eben erschien Heft 4/218 (Heft 231).
Im Vorab-Wort benennt Till Schröder Anzeichen für den wachsenden Bedeutungsverlust von Büchern, zieht sich aber auf eine Art von Selbsttröstung zurück: »Alte Medien werden von den neuen nie vollständig verdrängt … Die Marginalien suchen daher lieber in den Nischen von Gegenwart und Vergangenheit nach Best Practic, wie es die Managementkurse so gerne predigen.« (S. 3)
Es folgen 13 Artikel, ein Debattenbeitrag, drei Rezensionen und Nachrichten aus der Pirckheimer Gesellschaft.
Besonders beeindruckte uns der Beitrag des promovierten Historikers Christoph Links über das Schicksal von Kinderbuchverlagen in der DDR (S. 27ff). In vorbildlich nüchterner Weise schildert Links die oft dramatischen Geschichten ausgewählter Verlage. Der Jurist und Buchhändler Paul Zahl erhielt am 12. Dezember 1946 die Lizenz der Besatzungsmacht zur Gründung des Peter-Paul-Verlages in der Feldberger Bahnhofstraße 1a. Die Bücher des Verlages waren in der geistigen Nachkriegssituation begehrt. Dem Amt für Literatur und Verlagswesen, schwebte dem Anschein nach aber eine Verstaatlichung der Verlage vor. Man verweigerte dem Peter-Paul-Verlag 1951 die Neulizenzierung. Paul Zahl fühlte sich bedroht und verließ mit seiner Familie 1953 die DDR. Doch er konnte in der Bundesrepublik nie wieder Fuß fassen. In der DDR ging der zurückgelassene Verlag 1955 in die Liquidation.
Der Verlagsbuchhändler und das KPD-Mitglied Alfred Holz erhielt am 28. August 1946, dem Geburtstag Goethes, innerhalb einer Verlagsgemeinschaft eine Lizenz der SMAD. Die Geschäftstätigkeit des Verlages wurde immer wieder durch fehlende Papierzuteilungen behindert. So konnten keine effizienten Auflagengrößen erreicht werden. Daraus ergaben sich finanzielle Engpässe, die durch zusätzliche Kreditaufnahmen und Rechnungsstundungen der Druckerei abgfangen werden mussten. Die Hauptverwaltung Verlagswesen bot Alfred Holz eine staatliche Beteiligung an, doch dieser wollte seinen Verlag vollständig in Staatseigentum überführen. Nach einer schweren Erkrankung stimmte Holz 1961 der Überführung seines Verlages als Imprint in den SED-eigenen Kinderbuchverlag zu.
Der Verlag Ernst Wunderlich wurde 1876 in Leipzig gegründet. Der Enkel des Verlagsgründers Hans Wunderlich, erhielt 1947 eine Verlagslizenz in Leipzig. 1948 ging Hans Wunderlich aber nach Worms und gründerte dort eine Verlagsbuchhandlung. 1955 erfolgte die Trennung der beiden Firmenteile. 1957 wurde der Leipziger Wunderlich-Verlag in Prisma-Verlag umbenannt. Der Kinder- und Jugendbuchbereich wurde aufgegeben. Kulturgeschichte prägte das Verlagsprofil. 1984 verkauften die Inhaber den Verlag an den LDPD-Buchverlag »Der Morgen«. Dort wurde der Prisma-Verlag bis 1991 als Imprint weitergeführt.
1933 gründeten Karlfriedrich Knabe und seine Ehefrau Helene Knabe die Weimarer Druck- und Verlagsanstalt mit Druckerei, Buchbinderei, Buchhandlung und Antiquariat. Im Jahre 1947 erhielten der Verlag eine Lizenz der Besatzungsmacht. 1948 wandelten Karlfriedrich Knabe und sein Sohn Gerhard das Unternehmen in eine OHG um und änderte den Namen in »Gebr. Knabe Verlag«. Von da an wurden vor allem Kinderbücher verlegt. Bei der Neulizenzierung wurde die Lizenz ausschließlich auf Gerhard Knabe vergeben, jedoch einer Erweiterung des Verlagsspektrums (Jugendliteratur, Romane, Erzählungen, historische Biographien) zugestimmt. 1972 wurde die Druckerei verstaatlicht. 1983 lief die Verlags-Lizenz aus. Der Verlag wurde 1984 abgewickelt. Mit dem 1. Januar 1985 ging das Verlagsvermögen an den Postreiter-Verlag in Halle über. In der Folge der Wiedervereinigung ging 2002 der Postreiter-Verlag in den Besitz des Beltz-Verlage in Weinheim über. Im Jahre 2006 gründete der Urenkel des Verlagsgründers Steffen Knabe den Verlag unter dem Namen »Gebr. Knabe« in Weimar neu.
1903 gründete Rudolf Arnold seinen Verlag in Leipzig. 1948 erhielt sein Erbe Viktor Emanuel Johannes Arnold eine Lizenz der SMAD als Jugendbuchverlag. Mit der Neulizenzierzung 1951 musste sich der Verlag auf Kindernbücher spezialisieren. Zunächst erschienen vier bis fünf Titel im Jahr, Anfang der 1960er Jahre10–15 und in den 1970er Jahren 20–25 Titel. Nach dem altersbedingten Ausscheiden des Lizenzinhabers wurde der Verlag ab 1. Januar 1989 als eine Art Imprint dem SED-eigenen Urania Verlag Leipzig angegliedert. Beim Verkauf der Urania-Gruppe durch die Treuhand-Anstalt hatte die Dornier-Gruppe kein Interess am Arnold Verlag. Dieser stellte Ende 1990 seine Produktion ein. 1994 wurde er aus dem Handelsregister gelöscht. Das Archiv des Arnold Verlages gelangte mit dem Urania-Bestand zur Dornier-Gruppe.
Vielleicht erscheint dem einen oder anderen Leser diese Beschreibung der Verlagsschicksale zu aufwändig? Aber Christoph Links macht sich die Mühe, um auf die Besonderheit jedes einzelnen Verlagsschicksales aufmerksam zu machen. Jeder Verlag hatte eine etwas andere Geschichte. Gerade um die Besonderheiten geht es in der historischen Forschung, nicht um Durchschnittsvergleiche.

Ein Porträt der Buchillustratorin Gertrud Zucker aus der Feder von Elke Lang (S. 38ff) liest sich sehr interessant. Die junge Frau nahm 1954 ein Studium an der Kunsthochschule in Berlin-Weißensee auf. Besonders beeindruckt war sie von Professor Werner Klemke, der ihr eine völlig neue Sehweise vermittelte: »Wir sollten nicht nur die bildliche Darstellung im Auge haben, sondern mit der Grafik die Typografie und die Seitengestaltung mitdenken.« Ausführlich wird in Abbildungen und Erläuterungen das Lebenswerk von Getrud Zucker vorgestellt.

Klaus Walther, ein promovierter Germanist, Autor, Journalist, Lektor, Herausgeber, Verleger und Buchhändler, plaudert im hinteren Teil des Heftes (S. 103ff) über seine 62jährige Suche nach einem Holzschnitt des Straßburger Münsters. Eigentlich gab es vier Auflagen zu je 1000 Exemplaren, die im Leipziger Insel-Verlag erschienen. Doch der Schnitt war sehr begehrt und selten zu erstehen. 1933 hatte Rudolf Koch die Zeichnung gefertigt, Fritz Kredel und Lisa Hampe schnitten diese in Holz. Die vierte Auflage des Holzschnittes erschien 1954 in Leipzig.
Der Student Klaus Walther sah ein letztes Exemplar im Leipziger Antiquariat Engewald, schreckte aber zunächst vor dem Preis zurück. Als er sich besonnen hatte, war es bereits zu spät. Der Schriftsteller und Lektor Eberhard Panitz hatte es erworben und wollte es nicht abgeben. (Dem Anschein nach war der Schnitt für Panitz so wichtig, dass er ihn sogar in der, nach seinem Buch verfilmten Geschichte »Die sieben Affären der Dona Juanita« in einer Rolle »mitspielten« ließ.)
Wir wissen, dass es Klaus Walther versteht Geschichten zu erzählen. Diese Geschichte hat etwas Sinnbildliches: der Autor nimmt uns mit auf sein nahezu lebenslanges Suchen.

(Johannes Eichenthal)

Botschaften der Vergänglichkeit

Diese Druckprodukte bilden schnell wachsende Stapel auf dem Schreibtisch. Irgendwann entschließt man sich dann doch, sie mit leichtem Bedauern in den Papierkorb zu entsorgen. Die Rede ist von Ausstellungseinladungen. Elke Lang hat 72 Stück aus einem offenbar enormen Konvolut aus dem Nachlass ihre Mannes Lothar Lang herausgefischt, klug sortiert und für einen hübschen Band zusammengestellt. Der erschien bei der edition burgart, die der langjährige Kustos des Thüringischen Landesmuseums Heidecksburg Jens Henkel herausgibt. Die Herausgeberin schrieb für das Buch einen einleitenden Essay, der ein Plädoyer für eine zunehmend von virtualisierter Langeweile verdrängte Kunstform darstellt. So ganz nebenbei entstand damit auch ein sehr persönlicher Blick in eine lebendige Kunstlandschaft beider Deutschlands, die beim Kundigen schmerzliche Erinnerungen hervorruft – und beim Nichtwissenden hoffentlich Erstaunen darüber, dass es im Osten eben doch mehr gab als nur „Staatskunst“ und im Westen auch anderes als nur eine sich in Permanenz selbst lobende „Moderne“.

Beim Blättern fällt die hohe Qualität der den Einladungskarten zugrunde liegenden grafischen Arbeiten von „A“ (Alfred Ahner) bis „Z“ (Baldwin Zettl) auf. Das verwundert nicht. In der DDR wurden die Techniken der Druckgrafik mit großer Leidenschaft gepflegt, sie waren auch für weniger Betuchte – und das waren wohl die meisten Sammler – erschwinglich und somit für die Künstler eine nicht zu unterschätzende Einnahmequelle. Elke Lang hat einige schöne Beispiele von Künstlern ausgewählt, die mit dem offiziellen Kunstbetrieb nichts oder wenig am Hut hatten, und sich auch mit solchen Drucken, zumeist in Kleinst-Auflagen, über Wasser hielten: Bodo Müller, Wolfgang Lehmann („Dottore“), Ute Hünniger („Viola Blum“) zum Beispiel – aber auch die Künstler der von den dortigen Kunstfunktionären heftig befehdeten Karl-Marx-Städter Produzentengalerie „Clara Mosch“.
Langs bedeutende Grafiksammlung existiert nicht mehr. Geblieben sind die Neue Galerie auf Schloss Burgk (nebst dem dortigen Pirckheimer-Kabinett), seine Bücher, seine Artikel für die Weltbühne und die Marginalien – und diese sehr vergänglichen Botschaften aus der Vergangenheit, die Lust auf mehr bereiten.

(Wolfgang Brauer in Das Blättchen, Nr. 1 1/2019)

Elke Lang (Herausgeberin): Vom Briefkasten in den Papierkorb. 72 Einladungen zu Kunstausstellungen zwischen 1964 und 1989 aus dem Nachlass von Lothar Lang, edition burgart, Rudolstadt 2018, 108 Seiten, Aufl. 250 Expl., 24,50 Euro.

Sa, 08.09.2018

Autor und Illustratorin: Till Sailer und Gertrud Zucker präsentieren in der Bad Saarower Gemeindebibliothek ihr gemeinsames neues Kinderkunstbuch „Die Zauberflöte“. Foto: Ruth Buder
Foto: Elke Lang

Die Zauberflöte

Es ist das Buch von drei Enthusiasten: Schriftsteller Till Sailer, Illustratorin Gertrud Zucker und Elke Lang, der Herausgeberin. Mozarts berühmte Oper „Die Zauberflöte“ präsentierten sie mit ihrem gleichnamigen Buch für Kinder, um ihnen das 200 Jahre alte Werk näher zu bringen. Am Donnerstagabend stellten die Macher das Kunstbuch während einer gut besuchten und kurzweiligen Veranstaltung in der Bad Saarower Bibliothek vor. Dazu hatte Sailer, der sowohl Musik als auch Literatur studiert hat, mehrere Flöten und ein Xylophon mitgebracht, um Stücke aus der Oper zu Gehör zu bringen. Wer wusste schon, dass die Melodie von dem bekannten Kinderlied „In einem kleinen Apfel“ aus der Zauberflöte“ stammt?

Schon lange haben er sich mit dem Gedanken getragen, ein Kinderbuch über die „Zauberflöte“ zu schreiben, sagte Sailer. Illustrationen von Gertrud Zucker lagen bereits in der Schublade. Doch es scheiterte an Verlagen, die es herausbringen wollten. Elke Lang entwickelte dann ein Finanzkonzept, um ähnlich wie in der Bildenden Kunst eine limitierte, bibliophile Ausgabe – jedes der 40 Bücher ist handgemacht und ein Unikat – herauszugeben. Lediglich der Landkreis beteiligte sich mit 1500 Euro. Gedruckt wurde es von dem viel gelobten Sven Märkisch im Gutenberg-Druck-Laden der Kinder- und Jugendkunstgalerie „Sonnensegel“ Brandenburg. Jedem Buch liegt ein anderer Linolschnitt von „Sonnensegel“-Kindern“ bei. Das aber hat seinen Preis: 160 Euro. „Wir hoffen auf finanzkräftige und mildtätige Interessenten“, sagte Sailer. Mit den Einnahmen soll die Printausgabe, die wahrscheinlich zu Weihnachten herauskommen und 15 Euro kosten soll, finanziert werden.

Sailer hat das von Emanuel Schikaneder stammende Libretto von einer dramatischen in eine epische und für Kinder verständliche Form gebracht, ohne die Story zu verändern. Herausgekommen ist eine märchenhafte Liebesgeschichte mit Gutem und Bösem. Die lustigen, teils auch etwas gruseligen Illustrationen sind schwarz, wirken aufgrund der Schabtechnik wie Holzschnitte. „Es gibt schon so viel Buntes für Kinder“, sagte Till Sailer, und bei Gertrud Zucker „hat sich noch kein einziges Kind über Schwarz-Weiß-Technik beschwert“.

Elke Lang würdigte das Kunstbuch als „einen guten Einstieg für Kinder in die Welt der Oper, die heute von der Populärkultur beeinflusst sind. Ich finde es ganz wichtig, dass Kinder an solche Sachen herangeführt werden.“

(Ruth Buder in MOZ, 8./9. September 2018)

Mo, 03.09.2018

Foto: Elke Lang

Buchkunstfreunde im Kunstarchiv

Ganz regional auf den Tagungsort Frankfurt [/Oder] sowie auf den Kreis Oder-Spree ausgerichtet, fand am Wochenende das Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft [...] statt. Von den rund 550 Mitgliedern nahmen 60 an einer Exkursion nach Beeskow, Eisenhüttenstadt und Neuzelle teil. In Beeskow besuchten sie die Ausstellung von Plakaten aus Frankreich, Polen und der DDR und das Kunstarchiv. Hier führte dessen Gründer Herbert Schirmer in die Aufgaben und die Zukunft dieser Sammlung von sogenannter Auftragskunst der DDR ein.
(Oder-Spree Journal, 3.9.2018, S. 13)

Bilder vom 43. Jahrestreffen ...

Das hier aufzurufende FotoalbumAbel Doering, mit Aufnahmen von Gisela Klostermann, Martel Meinfelder und Elke Lang) kann durch die Teilnehmer des Treffens gern erweitert werden und es können weitere Fotoalben im Netz hier verlinkt werden. Einfach durch E-Mail an Pirckheimer-Blog.
Bei Wunsch, auf einem Foto unkentlich gemacht zu werden (#DSGVO), sollte das bitte dem Blogbetreiber mitgeteilt werden.

Weitere Fotos können im Profil von Ralf Parkner (Anmeldung erforderlich) und (ohne Anmeldung) auf der Seite der Pirckheimer-Gesellschaft auf facebook eingesehen werden.

Sa, 25.08.2018

Ralf Parkner hat sich die richtige Bank für eine Verschnaufpause ausgesucht. Sie steht vor der Bibliothek vis-á-vis vom Rathaus. Fotos: Jörg Kottorba

Pirckheimer im "Märkischen Markt"

Annähernd 70 Büchersammler aus ganz Deutschland, die Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft sind, kommen vom 31. August bis zum 2. September zum Jahrestreffen nach Frankfurt. Den Aufenthalt vorbereitet hat der Frankfurter Ralf Parkner, tatkräfig unterstützt von Elke Lang aus Storkow. ...
Der heute 65-jährige Parkner sammelt unter anderem Exlibris, Handzeichnungen und Grafiken - so von Günter Kunert, Peter Sottmeier, Manfred Bofinger und Ulrich Karlkurt. Parkner, der mit seiner Vielzahl von Schallplatten, Filmprogrammen, Autogrammen und einer kompletten Sammlung zum Thema Jazz längst Einzug in ein Rekordbuch halten könnte, besitzt auch eine umfangreiche Büchersammlung. ...
Seit 36 Jahen hat Parkner seine geistige Heimstatt in der Pirckhelmer-Gesellschaft. Zumindest, was das Sammeln von Büchern, Grafiken und Exlibris betrifft. "Die Pirckbeimer Gesellschaft wurde mein zweites Zuhause", erzählt er und zeigt stolz einige seiner Veröffentlichungen ...

(Jörg Kotterba, Märkischer Markt, 22./23. August 2018)

... ganzen Artikel lesen

So, 05.08.2018

Literarisches Gartenfest

Elke Lang lud Pirckheimer aus Berlin und Brandenburg nach Spreewerder zu einem Gartenfest mit Literatur, Musik, Wein und Häppchen. Das Wetter war wie bestellt (eben Pirckheimerwetter, wie man es von unseren Jahrestreffen kennt) und bildete gemeinsam mit duftenden Blumen im Halbschatten hoher Nadelbäume einen wunderbaren Rahmen für eine musikalisch begleitete Lesung.

Till Sailer las vor gut 20 Hörern aus seinem in Kürze erscheinenden Buch über Theodor Fontane und berichtete über die Eindrücke von Literaten, die in den Sechzigern ebenfalls auf Fontanes Spuren wandelten, darunter Franz FühmannJoachim Hans Seyppel und Lothar Lang. Musikalisch begleitet mit Johann Sebastian Bach auf einem Spinettino (ein kleines 100 Jahre altes Spinett) und Mauerseglern.

Angeregt von den Plaudereien über die Mark Brandenburg in der gewollten Sicht der DDR-Führung und in der Wahrnehmung durch Schriftsteller und den Kunstkritiker Lothar Lang, der darüber in der Weltbühne unter Pseudonym schrieb, wurde die angenehme Atmosphäre im Anschluss bei einem kleinen Imbiss mit Köstlichkeiten der regionalen Küche zu Gesprächen und zu einem kleinen Ausflug an die Müggel-Spree genutzt. Und man wurde sich einig, dem Nachmittag den Namen 1. Pirckheimer Gartenfest  zu geben.

Weitere Fotos hier © Abel Doering, Ralf Parkner

Mo, 16.07.2018

Sylke Wunderlich (l.) und Florentine Nadolni mit dem Besucher Peter Seibelt aus Neubrandenburg im Raum mit Plakaten aus der DDR und Polen in den 50er bis 80er Jahre. Foto © Elke Lang

La beauté est dans la rue

Auf der Burg Beeskow findet zur Zeit die Ausstellung von Plakaten aus Frankreich, Polen und der DDR, „La beauté est dans la rue – Die Schönheit ist auf der Straße“, statt.
Die Kuratoren Sylke Wunderlich von der Stiftung Plakat OST und Florentine Nadolni, Leiterin des Kunstarchivs Beeskow und des Dokumentationszentrums Eisenhüttenstadt, bieten nach Anmeldung Führungen durch die Ausstellung an.
Am 26. August, 17 Uhr findet im Rahmen der Präsentation die Buchvorstellung & Lesung „Zeitenwende / Wendezeiten" statt. Der Autor Rudolf Grüttner wird dabei ein Gespräch mit dem Grafiker Hans-Eberhard Ernst führen. Am 30. August veranstaltet nach Anmeldung das Museum einen Offenen Plakatworkshop. Die Finissage mit Künstlergespräch wird am 7. Oktober, 16 Uhr sein.

(Elke Lang)

Ausstellung: noch bis 7. Oktober 2018
Galerie der Burg Beeskow
Frankfurter Str. 23, 15848 Beeskow.

Fr, 23.03.2018

Till Sailer und Gertrud Zucker mit dem Entwurf des Buches auf einer Veranstaltung im Scharwenka-Kulturforum in Bad Saarow Foto © Elke Lang
Auf der Leipziger Buchmesse stellte Sven Märkisch am Stand der Edition Sand das Buch vor

Die Zauberflöte

Nach Mozarts Oper mit dem Libretto von Emanuel Schikaneder gestalteten die Saarower Künstler Gertrud Zucker (Illustration) und Till Sailer (Text) ein Kinderkunstbuch, herausgegeben von Elke Lang. Entstanden ist diese Version der “Zauberflöte“ in Kooperation mit der Kinder- und Jugend-Kunst-Galerie „Sonnensegel e. V.“ in Brandenburg an der Havel.
Für dieses Buch übernahm Sven Märkisch in seiner 2000 gegründeten „Edition Sand“ die Gestaltung. Es wird zum Pirckheimer-Treffen in Frankfurt/Oder vorliegen. Der mit Bleisatz in traditioneller Buchdrucktechnik ausgeführten Sonderausgabe von 40 Exemplaren wird  je Buch eine von zehn Radierungen zu dem Thema „Zauberflöte“ beigegeben, die in einem der Kunst-Kurse von „Sonnensegel“ entstanden und in einer kleinen Ausstellung in der Galerie zu sehen sein werden.  Sie ergänzen ein anregendes Kunstbuch, das gleichermaßen für Kinder und Erwachsene gedacht ist.

Gertrud Zucker (geb. 1936), die sich besonders durch ihre Illustrationen zu über einhundert Kinderbüchern einen Namen gemacht hat, betrachtet die Geschichte der Zauberflöte mit einer großen Portion Schalkhaftigkeit.  Sie studierte von 1954 bis 1959 an der Hochschule für angewandte und bildende Kunst in Berlin-Weißensee bei Werner Klemke, Arno Mohr und Paul Rosié. Alle drei Professoren waren Meister der Reduktion, der Beschränkung auf das Wesentliche durch die Aussagekraft der Linie. In den Schabkunstblättern für die „Zauberflöte“ beruft sich die Künstlerin auf Werner Klemke, den der Kunstwissenschaftler Lothar Lang den „Grandseigneur der Buchkunst“ genannt hat. Die Technik des Schabkunstblatts, bei der aus einem schwarzen oder weißen Kreidegrund weiße beziehungsweise schwarze Linien herausgearbeitet werden, verbindet die Anmutung des rustikalen Holz- und auch Linolschnitts mit den Möglichkeiten des ziselierenden Holzstichs, der durch Klemke wiederbelebt und mit Boccaccios „Dekameron“ 1958 zum Höhepunkt geführt wurde.

Der Schriftsteller Till Sailer versteht es als Absolvent der Weimarer Musikhochschule, Hauptfach Querflöte und des Leipziger „Literatur-Instituts Johannes R. Becher“  unter anderem als seine Aufgabe, „auf dem Weg über die Literatur vor allem junge Leser mit Leben und Werk  bedeutender Musiker vertraut zu machen“. Die Nacherzählung der „Zauberflöte“ ist aus einer Veranstaltungsreihe des Autors über diese Oper hervorgegangen, wobei er vor jungen Zuhörern selbst Passagen mit Klavier, Querflöte und Gesang vortrug.  Es kam ihm darauf an, ein bewegendes Märchen zu erzählen, in dem die eindrücklichsten Lieder und Arien des Werkes zitiert werden, damit diese von den Kindern bei einem künftigen Opernbesuch wiedererkannt werden können.

(Elke Lang)

Einladung zur Subskription:  ein nummeriertes und signiertes Exemplar für 100 Euro bei Normalpreis von 160 Euro. Edition Sand, Sven Märkisch