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Ralf Parkner

Pirckheimer-Blog

Ralf Parkner

Mo, 21.09.2015

Fotos vom Pirckheimer-Treffen

Herbert Kästner im Gespräch mit Prof. Dr. Peter Arlt, der das Treffen organisierte
Ralf Parkner hat die ersten Fotos vom Jahrestreffen 2015 der Pirckheimer-Gesellschaft in Meißen und Staucha in seinem Facebook-Konto zur Verfügung gestellt, darunter auch die oberen hier abgebildeten.
Ralf Parkner im Gespräch mit Peter Sodann
Auch Peter Arlt hatte seine Kamera dabei - hier eine Aufnahme anlässlich des Festvortrags von Elmar Faber mit Peter Sodann am Rednerpult in der Bibliothek.

Di, 14.07.2015

Marginalien 218

Eigentlich sollten es schon vor einem Monat bei den Abonnenten sein - jetzt dürfte das neueste Heft der Marginalien jedoch überall im Briefkasten vorliegen.
Es häuften sich allerdings wieder die nicht zustellbaren Sendungen, weshalb alle Empfänger gebeten werden, eventuelle Adressänderungen mitzuteilen. Aber auch bei mir ist das Heft trotz korrektem Adressaufkleber noch nicht eingetroffen, mitunter ist also Geduld gefragt.
Der Inhalt des aktuellen Heftes erfüllt wieder alle Erwartungen: Irmgard Heidler gibt Aus Anlass des 50. Todestages von F.H. Ehmcke ausführliche Einblicke in die Zusammenarbeit und Entwicklung von Strukturen, Harald Kretzschmar berichtet über Eduard Fuchs - Lichtbringer und Schattenmann und Robert Wolf referiert über Die Radierungen des Malers Hans Vent. Sehr interessant auch der Kommentar von Ralf Parkner zu einem Briefwechsel zwischen Karl-Heinz Jacobs und Erwin Strittmatter - Dieser Briefwechsel ist den Marginalien als typographische Beilage (Weidemann Book) beigegeben.

Sa, 27.06.2015

Am Grab von E.T.A. Hoffmann

Aus Anlass des 193. Todestages von E.T.A. Hoffmann trafen sich gestern in Berlin traditionell Mitglieder und Freunde der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft zu einer Gedenkfeier an dessen Grab. Ralf Parkner schreibt dazu auf Facebook:
Hoffmann wird sich über seinen Anteil auch gefreut haben - muss nun wieder über ein halbes Jahr dürsten. Wird von Mal zu Mal internationaler: zwei Chinesen, eine Iranerin, ein spanischer Regisseur, eine Italienerin - nur unsere südkoreanische Germanistikprofessorin war schon eine Weile nicht dabei. (...) Lin Cheng referierte über die Hoffmann-Rezeption in China, die 1922, hundert Jahre nach Hoffmanns Tod, einsetzte.

Foto: Ralf Parkner, weitere Fotos hier

Mi, 20.05.2015

Premiere "Treffpunkt Erasmus"

Bei der Premiere des anlässlich der Jüdischen Filmwoche im Berliner Kino BABYLON vorgeführten Dokumentarfilms "TREFFPUNKT ERASMUS" von Annet Betsalel, der Nachkommin einer Holocaust-Überlebenden, über die Widerstandsarbeit des Grafikers, Illustrator und Gründungsmitglieds der Pirckheimer-Gesellschaft Werner Klemke als Soldat im besetzten Holland, fanden sich auch viele Pirckheimer ein.
Weitere Fotos im Facebook-Album des Pirckheimers Ralf Parkner.
Annet Betsalel | Klaus Höpcke
Christel und Roland Berger | Harald Kretzschmar
Ralf Parkner | Ronald Paris, Matthias Gubig
Matthias Haberzettl
Fotos: Ralf und Dagmar Parkner

Di, 14.04.2015

Abschied von Günter Grass

"Wir werden ihn sehr vermissen"
Nobelpreisträger Günter Grass hat in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten die deutsche Literatur geprägt wie kaum ein zweiter. Jetzt ist er mit 87 Jahren gestorben. Auf boersenblatt.net einige Stimmen aus der Buchbranche – zum Abschied.
Günter Grass beim Signieren im Foyer des Berliner Ensembles (Foto: Dagmar Parkner)
Auch Pirckheimer drücken ihre Trauer über diesen großen Verlust aus, so u.a. Ralf Parkner in einer Erinnerung auf facebook.

Fr, 20.02.2015

Georg Barber (ATAK) - Zwischen Kinderbuch und Graphic Novel

Gestern war ATAK in der ZLB zu Gast bei den Berlin/Brandenburger Pirckheimern. ATAK wurde 1967 als Georg Barber in Frankfurt (Oder) geboren. Barber, Professor für Bildende Kunst auf der Burg Giebichenstein in Halle, ist als ATAK international anerkannter Comic-Künstler und Illustrator.
Sein Vortrag war in drei Teile gegliedert: Die Geschichte des Comics (belgisch/französische, amerikanische, japanische /Mangas/), Illustrierte Kinderbücher und Eigenes Schaffen, unterstützt durch vom Beamer an die Wand geworfene Bilder und mitgebrachte Bücher aus der eigenen Sammlung.
Auf facebook finden sich weitere Fotos von der gestrigen Veranstaltung.
(Ralf Parkner)

So, 25.01.2015

239. Geburtstag von E.T.A. Hoffmann

Heute trafen sich Mitglieder und Freunde der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft anlässlich seines 239. Geburtstags an seinem Grab auf dem Jerusalemskirchenfriedhof. Das Foto zeigt Ralf Parkner, der auch eine Reihe weiterer Aufnahmen in seinem Profil auf facebook veröffentlichte.
Mit einem gemütlichen Beisammensein im Kreuzberger Restaurant "Taverna Dionysos" klang der Hoffmann-Abend aus, auf welchem Jörg Petzel nicht nur das Programm des Jahrestreffens im Mai in Dresden vorstellte, sondern auch ein kürzlich entdecktes Gedicht E.T.A. Hoffmanns vortrug.

Fr, 05.12.2014

Sammlerfreuden

An ihrem letzten Abend des Jahres trafen sich die Berlin-Brandenburger Pirckheimer traditionsgemäß in der Büchergilde-Buchhandlung am Wittenbergplatz der Pirckheimerin Johanna Binger, um sich gegenseitig interessante Neuerwerbungen des vergangenen Jahres vorzustellen. Ralf Parkner konnte eine bemeerkenswerte Eigenschöpfung vorstellen: Unikat-Fotobücher, in denen er gemeinsam mit bekannten nationalen und internationalen Größen der Rockmusik abgebildet ist, oft von den Künstlern signiert, Jutta Osterhof berichtete über eine unerwartete Komplettierung ihrer Sammlung, Carsten Wurm zeigte interessante und teilweise zum Schmunzeln
verleitende Widmungen in Büchern aus dem Nachlass bekannter Autoren und Bibliothekare, Abel Doering konnte ein Geschenk der Pirckheimerin Elke Rehder präsentieren, die er über das Netz als Schachfreundin kennenlernte, Konrad Hawlitzki schwelgte noch in bibliographischen Erinnerungen an Bamberg, Ursula Lang zeigte eine Neuerscheinung von Richard Pietraß und anderen Freunden und Fritz Jüttner zitierte bewegend aus einer letzten Arbeit von Hermann Kant, bevor er wie erwartet auf äußerst spezielle und bibliophil interessante Ausgaben von Klopstock zu sprechen kam ...

Di, 23.09.2014

E.T.A. Hoffmann und seine Illustratoren

E.T.A. Hoffmann: Kreisleriana,
Ill. Steffen Faust
Gestern Abend trafen sich Berliner Bibliophilen und weitere Freunde von E.T.A. Hoffmann im Haus am Lützowplatz, um sich "eine kleine Auswahl bibliophiler und illustrierter Hoffmann-Ausgaben" präsentieren zu lassen.
Einen ähnlichen Vortrag konnten auf einem Berliner Bibliophilen Abend schon einmal hören, seinerzeit vom 2013 verstorbenen Mitglied des BBA Prof. Hans-Dieter Holzhausen, aber die Untersuchung von Jörg Petzel machte sehr schnell deutlich: selbst ein neuer, fast zweistündiger Vortrag kann sich nur einen kleinen Teil der Illustratoren von E.T.A. Hoffmann beschäftigen. Da wären zuallererst seine eigenen Zeichnungen, aber auch die Buchillustrationen von Ernst Stern, Alfred Kubin und Hugo Steiner-Prag. Aber eine Aufzählung der Hoffmann-Illustratoren würde natürlich unvollständig bleiben, so dass sich der Referent auf Höhepunkte der Illustrationsgeschichte, vornehmlich unter dem Aspekt der Bibliophilie, konzentrierte.

Jörg Petzel, Foto © Ralf Parkner
Jörg Petzel, der zweite Vorsitzende des BBA und Vizepräsident der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft, dessen Sachkenntnis sich aus einer über 40jährigen Beschäftigung mit dem Thema speist, stellte neben den deutschspachigen Ausgaben auch andere europäische Editionen vor, so den Nussknacker und Mäusekönig, der in Frankreich fälschlich unter der Autorenschaft Alexandre Dumas, dem Übersetzter, erschien und der für Tschaikowski die Vorlage für das Ballett Der Nussknacker abgab, aber auch die hervorragenden DDR-Ausgaben, illustriert von Gerhard Goßmann, Josef Hegenbarth, Ruth Knorr, Jutta Mirtschin oder in der Buchgestaltung und mit Abbildungen von Ticha bis hin zu den verdienstvollen bibliophilen Ausgaben von Serapion vom See, z.B. illustriert von Steffen Faust oder gestaltet von Johannes Häfner, dessen Beschäfigung mit E.T.A. Hoffmann bekanntlich weit über die Buchillustration hinausgeht.

Foto © Ralf Parkner
So war es auch nicht überraschend, dass Ralf Parkner im Anschluss an den Vortrag noch eine Reihe weiterer Hoffmann-Illustratoren vorstellen konnte, die vornehmlich im östlichen Europa erschienen.
Den Vortrag wird der Referent dem BBA zur Verfügung stellen, was umsomehr begrüßt wurde, da die Fülle der Informationen so auch später noch greifbar bleiben wird - viele Teilnehmer nutzten das Treffen ganz im Sinne E.T.A. Hoffmanns, den Abend bei einem Glas Wein und intensiven Gesprächen ausklingen zu lassen.
(ad)

Sa, 02.08.2014

Salvador Dalí (1904 - 1989)

Welche Schädel und welche Schädelharfe

Aquarelle, Handzeichnungen, Druckgrafik zur Weltliteratur (1930 - 1980) anlässlich seines 110. Geburtstages

Zum komplexen Gesamtwerk von Salvador Dalí gehören neben der Malerei vor allem auch seine Illustrationen zur Weltliteratur. Ca. 300 Exponate stellt das Museum Junge Kunst Frankfurt (Oder) vor. Es handelt sich jedoch nicht um die „Bebilderung“ von Literatur, sondern um Interpretationen mit „paranoia-kritischer“ Neubewertung berühmter Texte von Autoren der Literaturgeschichte.
So werden in opulenter Fülle neben zahlreichen meist großformatigen Zeichnungen, Aquarellen und Gouachen in der Ausstellung auch Vorzeichnungen und Zustandsdrucke, Druckstöcke und -platten aus Holz, Zink, Kupfer und Gold gezeigt, die es ermöglichen, Informationen über Konzepte und Realisierungen der umfangreichen Illustrationsreihen zu erhalten.
Der Leihgeber Richard H. Mayer, der engsten Kontakt zum Künstler und zu dessen Werk besaß, hat Vieles von Dalí bzw. aus dessen engstem Umkreis erwerben können.
Neben der Fülle von wertvollsten Unikaten aus über 50 Schaffensjahren Dalís sind aber auch Schrifttafeln zur Besonderheit von Künstler und Werk zu finden. Hinzu tritt Wissenswertes zur Literatur und den jeweiligen Autoren, wodurch die einzelnen Arbeiten Dalís für den Betrachter noch besser nachzuvollziehen sind.
Der Pirckheimer Ralf Parkner und der Lyriker Henry-Martin Klemt haben auf Facebook einige Fotos von der Eröffnungsausstellung eingestellt.
 
Ausstellung: 29. Juli - 19. Oktober 2014
 
Museum Junge Kunst
Rathauishalle, Marktplatz 1
15230 Frankfurt (Oder)

Fr, 27.06.2014

Am Grab von E.T.A. Hoffmann

Jörg Petzel liest E.T.A. Hofmann, Foto © Ralf Parkner
Aus Anlass des 192. Todestages von E.T.A. Hoffmann trafen sich vorgestern in Berlin traditionell Mitglieder und Freunde der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft zu einer Gedenkfeier an dessen Grab auf dem Friedhof der Gemeinde der Jerusalem- und Neuen Kirche vor dem Halleschen Tor mit anschließendem Umtrunk. Ralf Parkner hat diesen Abend mit dem Fotoapparat begleitet und einige Aufnahmen davon in seinem Facebook-Profil eingestellt.

So, 22.06.2014

Exkursion nach Stendal und Tangermünde

Die Exkursion 2014 führte die Berliner und Brandenburger Pirckheimer nach Stendal zum Winckelmann-Museum und zur Besichtigung der Schönbeckschen Stiftung in Tangermünde.
Nach zweieinhalbstündiger Busfahrt schlossen sich noch Pirckheimer aus Magdeburg und Stendal der Gruppe an und Prof. Dr. Max Kunze, Präsident der Winckelmann-Gesellschaft, informierte die Teilnehmer über die Aktivitäten dieser Gesellschaft und über Probleme und Erfolge beim Aufbau des Winckelmann-Museums. Anschließend bestand Gelegenheit zu einem kurzen Bick auf eine Inkunable und ein, zwei weitere Bücher der Bibliothek der Schönbeckschen Stiftung, die 1662 eingerichtet, sich heute in der Marienkirche in Stendal befindet. Die Stiftung Christoph Schönbeck ermöglichte u.a. auch Johann Joachim Winckelmann das Studium. Nach einem gemeinsamen Mittagessen sprach Dr. Peter Labuhn über seine Sammlung zu Hans Ticha, dem er seit Jahrzehnten freundschaftlich verbunden ist. Großes Interesse fand die Ausstellung zu Tichas Buchgestaltung, von Exlibris und PFs aus der Sammlung Labuhn.
Ein gemeinsamer Kaffee in Tangermünde gab dann Gelegenheit zu einer dortigen Stadtführung oder dem Besuch eines Antiquariats mit leider bescheidenem Angebot.
Durch Klick auf die Abbildungen können einige Fotos von diesem, durch Agnes Kunze maßgeblich organisiertem Ausflug von Ralf Parkner, Michael Ley, Ralf Wege, Dr. Hartmut Beßerdich und Abel Doering aufgerufen werden, im Facebook-Profil von Ralf Parkner finden sich weitere Fotos.

Di, 20.05.2014

zu Gast bei Hendrik Liersch

Heute Abend war der Berliner Bibliophilen Abend zu Gast in der Werkstatt der Corvinus Presse im tiefen Kreuzberg, unweit des Görlitzer Bahnhofs. Man glaubt sich, obwohl an einem verkehrsreichen und belebten Ort, in idyllischer ländlicher Gegend, nachdem man die Tordurchfahrt zum Hinterhof mit der Remise durchschritten hat, wo die Corvinus Presse seit nunmehr 15 Jahren beheimatet ist. Vor fast 25 Jahren von Hendrik Liersch gegründet, erschien im April 1990 das erste Buch in diesem, für die Kunstszene in Berlin wichtgen Verlag, mittlerweile sind es über 300 Titel von ca. 100 Autoren. Meist mit Zeichnungen, Linolschnitten, Holzschnitten oder Radierungen, so von Horst Hussel, Kay Voigtmann, Bernhard Jäger, Zoppe Voskuhl, Frank Wildenhahn, Hans Scheib, u.v.a., im Hand- und Maschinensatz hergestellte bibliophile Kostbarkeiten in häufig geringen Auflagen.
Hendrik Liersch schilderte dem BBA anschaulich seinen Werdegang vom Bausoldaten in der DDR zum Verleger und Drucker, beginnend als Autor, womit er seine Erlebnisse und sein Trauma als Pazifist aufarbeitete. Inzwischen ist die Corvinus Presse eine wichtige kulturelle Institution in Berlin geworden und Hendrik Liersch wurde 2009 mit dem V.O. Stomps-Preis geehrt.
Die anschließende Besichtigung der Werkstatt gab den Teilnehmern des Abends Gelegenheit, die Editionen der Corvinus Presse etwas genauer unter die Lupe zu nehmen und eventuell auch das eine oder andere zu erwerben und sie zeigte deutlich, dass Hendrik Liersch nicht nur in der Tradition von Victor Otto Stomps steht, er führt dessen künstlerisches und verlegerisches Vermächtnis in würdiger Form fort.
Einige Teilnehmer fanden sich dann noch zu einem Gespräch bei einem kühlen Bier in einer der zahlreichen Kneipen neben der Werkstatt zusammen und setzten damit bereits eine Idee des Vorstandes um, künftig neben den Vorträgen mehr Gelegenheit für Gespräche untereinander zu geben.
(Abel Doering)
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... und noch einige Fotos aus dem facebook-Album von Ralf Parkner

Fr, 18.04.2014

Pressendrucke zu zwei und vier Händen

Bücher der Editionen "Spätdruck" und "Zwiedruck", so lautete das Thema der Ausführungen von Matthias Gubig vor den Mitgliedern und zahlreichen Freunden der Regionlagruppe Berlin-Brandenburg im Kleinen Säulensaal der Zentral- und Landesbibliothek Berlin.
Matthias Gubig, gelernter Schriftsetzter und Drucker, studierte in Berlin und Leipzig, war im Auftrag verschiedener Verlage typografisch und grafisch tätig. Dabei entstanden viele Bücher, deren Gestaltung mit Preisen und Auszeichnungen geehrt wurden. Zuletzt lehrte Matthias Gubig als Professor im Fachgebiet Kommunikationsdesign an der Kunsthochschule Berlin-Weissensee. Seit 2003 widmet er sich als "Spätdrucker" eigenen Büchern (Edition "Spätdruck") oder gemeinsam mit Karl-Georg Hirsch (Edition "Zwiedruck") in exklusiven Auflagen. Mit den "Spätdrucken" fungiert er als Herausgeber, Verleger, Buchgestalter, Schriftsetzer für Blei- und Computersatz und Buchdrucker. Vor allem aber sucht er nach Bildern zu Texten, die ihm wichtig sind. Illustrationen entstehen dabei in der Regel nicht, sondern kommentierende Grafiken, welche in der Sprache der Bilder das Ihrige hinzufügen. Der gelernte Setzer läßt gern Schriftzeichen in seinen Bildern mitspielen und erinnert so an deren bildhafte Ursprünge. Stets druckt er die Grafiken von den Originaldruckstöcken, zumeist auf einer Buchdruck-Andruckpresse. Die Texte setzt er mittels Blei- oder Holzlettern, mitunter auch mit eigens hierfür geschnittenen Zeichen. Mit dem Buchbinder Michael Knop fand er einen außerordentlich kompetenten und kooperativ mitwirkenden Partner. Seine "Spätdrucke" befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen, so in der Kunstbibliothek Berlin, dem Germanischen National-Museum Nürnberg und dem Museum van het Boek, Den Haag.
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Ralf Parkner hat die Veranstaltung mit dem Fotoapparat begleitet - weitere Aufnahmen aus seinem facebook-Auftritt können durch Klick auf untenstehende Thumbnails aufgerufen werden.
Fotos © Ralf Parkner

So, 06.04.2014

Berliner Malerpoeten

40 Jahre nach der Gründung der Berliner Malerpoeten und mehr als 20 Jahre nach ihrer letzten gemeinsamen Ausstellung in Berlin 1992 ist ab heute in Kreuzberg eine außerordentliche Werkschau der Gruppe zu sehen. Ihr gehörten vierzehn malende Schriftsteller und schreibende Maler an, darunter Günter Grass, Christoph Meckel, Günter Bruno Fuchs, Kurt Mühlenhaupt und Wolfdietrich Schnurre. Die in Litauen geborene und seit 1945 in Berlin lebende Lyrikerin und „Mutter“ der Berliner Malerpoeten Aldona Gustas wählte über hundert Werke für die Ausstellung aus. Damit entstand ein Highlight des Ausstellungszyklus des Mühlenhaupt-Museums „Inside Out I – die Kreuzberger Bohème der 1950er bis frühe 70er Jahre“. Zur Eröffnung der Ausstellung, zu der u.a auch der Pirckheimer Wolfgang Jeske umfangreiches Material aus seiner Meckel-Sammlung zur Verfügung stellte, las Aldona Gustas, eigene Berlingedichte. Ralf Parkner lieferte einige Fotoimpressionen von der Eröffnung, die auf seiner facebook-Seite eingesehen werden können.
Foto © Ralf Parkner
Ausstellung: 5. April bis 3. Mai 2014

Mühlenhaupt Museum
Empore der Marheineke Markthalle
Marheineke Platz 15
10961 Berlin