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Jürgen Wilke

Pirckheimer-Blog

Jürgen Wilke

Mo, 19.11.2018

artbook.berlin 2018

Zum siebenten Mal sind 3 Tage artbook.berlin zu Ende gegangen.

Am Stand der Pirckheimer-Gesellschaft fanden sich zu dieser Künstlerbuchmesse, an der die Pirckheimer sich jetzt das sechste Mal beteiligten, Beispiele unserer Publikationen und Arbeiten unserer Mitglieder, darunter einige Jahresgaben, verschiedene Hefte der Marginalien und graphische Beilagen, Künstlerbücher von Brigitte Iseli-Neustäbler und von XAGO, die Jahresgabe von Harald Kretzschmar, Ausstellungskataloge und vieles mehr.
Der Stand wurde von Till Schröder und Abel Doering betreut und von weiteren Pirckheimern besucht, wie Sigrid und Ralf Wege, Albrecht von Bodecker, Matthias Gubig, Jutta Osterhof, Klaus Ensikat, Jürgen Wilke ... Andere Pirckheimer taten das ihre, auf das Wirken der Gesellschaft am eigenen Stand hinzuweisen, wie Hanfried Wendland, Christian Ewald, miley, Rainer Ehrt, Johanna Binger und Wolfgang Grätz, Claus Lorenzen, sowie Udo Haedicke. Nach nicht so gut besuchten ersten Tagen gab es dann doch noch einen Besucherrekord am Sonntag und natürlich kamen sie alle bei uns vorbei: Jens Ziegler, Zoppe Voskuhl, Hendik Liersch, Ulrich Goerdten, Petrus Akkordeon und und und ... Es wäre auch nicht zu verstehen, wenn sich dieser Besucherrekord nicht zu guter Letzt doch noch eingestellt hätte, denn die Messe war hochkarätig besetzt, wie man hier nochmals nachlesen kann.

Hier gehts zu einer kleinen Fotostrecke zur artbook.berlin 2018, © Abel Doering

Do, 23.02.2017

Conrad Felixmüller

Unter dem Titel »Kunst ist eine historische Angelegenheit«, einem Zitat von Conrad Felixmüller aus dem Jahr 1924, präsentiert der Kreis Unna mit mehr als 100 Arbeiten das Werk des Malers, Zeichners und Grafikers. Die Ausstellung im Haus Opherdicke, die zum großen Teil aus der Sammlung des Pirckheimers und ehemaligen Druckers des Künstlers, Jürgen Wilke, gespeist wird, wurde aufgrund des großen Zuspruchs um einen Monat verlängert. Einige Mitglieder der Regionalgruppe Berlin/Brandenburg der Pirckheimer-Gesellschaft werden diese Gelegenheit nutzen, die Ausstellung zu besuchen.
Conrad Felixmüller (1897-1977) gehört zu den bedeutendsten Künstlerpersönlichkeiten seiner Generation. Zwischen Expressionismus und Neuer Sachlichkeit zeigen seine Bilder einfühlsame Porträts und spiegeln Szenen des Alltags wider, insbesondere sozialkritische Darstellungen des Arbeitermilieus. Aufgrund seiner außergewöhnlichen Begabung wird er 1914 als Meisterschüler von Carl Bantzer an der Königlichen Kunstakademie Dresden aufgenommen. Schon im Alter von 18 Jahren arbeitet Conrad Felixmüller als freischaffender Künstler, wobei Kunst und politische wie soziale Verantwortung für ihn untrennbar miteinander verknüpft sind. 1919 wird er Gründungsmitglied der Dresdner Sezession und Mitglied der Novembergruppe.

Ausstellung: 25. September 2016, verlängert bis 26. März 2017

Haus Opherdicke
Dorfstraße 29, 59439 Holzwickede

Di, 06.12.2016

Sammlerabend des BBA

Heute trafen sich Mitglieder des Berliner Bibliophilen Abends und ein Gast, um sich zum Jahresausklang gegenseitig Neuerwerbungen für die eigene Sammlung und andere bibliophile oder interessante Titel vorzustellen.
Die Gastgeber Susanne Rothe und Ulrich Goerdten hatten für ein angenehmes Ambiente gesorgt und die Teilnehmer des Abends brachten nicht nur Kuchen und Wein zu diesem geselligen Beisammensein in der Vorweihnachtszeit mit, sondern vor allem Anekdoten, Geschichten und Beispiele aus dem Sammlerjahr 2016. Seltene Autographen (Jürgen Wilke) gehörten dazu, wie auch Funde zu Klopstock in Auktionskatalogen (Fritz Jüttner) oder weise Worte von Erasmus von Rotterdam (Christian Klinkenstein), eine eigene Veröffentlichung (Jörg Petzel), der Fund eines Buches auf dem Flohmarkt, welches der eigene Vater einmal besaß (Bernd Illigner) oder die Entdeckung einer Arbeit einer Studentin aus Burg Giebichenstein mit dem Titel überuntertage (Jürgen Ziegler).
Zuvor konnten die Teilnehmer die wieder gelungene Jahresgabe des BBA in Empfang nehmen, über die in einem späteren Post berichtet wird.

Mi, 01.06.2016

Werner Rübe – BENN’S GARTEN

Buchvorstellung am 2. Mai 2016 in der Büchergilde Buchhandlung am Wittenbergplatz - eine Nachlese
Jürgen Wilke (lks.) und Rolf Hochhuth, Foto © Beatrix Wolff
Schön, dass viele Gäste kamen, um mit uns Gottfried Benns 130. Geburtstag zu begehen und den interessanten Werdegang dieser Neuauflage kennenzulernen. Herausgeber Hans Jürgen Wilke war dem Künstler Conrad Felixmüller sehr verbunden. In seinem langen Berufsleben als Drucker bei der Firma Reiter-Druck hat er dessen Arbeiten nicht nur gedruckt, sondern diese auch gesammelt. Deshalb bedauerte er besonders, dass „seine“ Druckerei die Erstauflage von BENN’S GARTEN nicht herstellen konnte. Zufällig entdeckte er 2015 in der Anzeige eines Auktionshauses, dass die Buchsammlung des 2006 verstorbenen Werner Rübe zur Versteigerung kommt. Darunter eine handkolorierte Ausgabe BENN’S GARTEN sowie die 11 Holz-Druckstöcke. Ein Glückstreffer für den Drucker und Sammler und die Neuauflage eine einmalige Gelegenheit für alle Benn- und Felixmüller-Freunde, dieses Buch erwerben zu können. Bei uns ist es noch zu haben. Durch Rolf Hochhuth wurde mit seinem Vortrag von Benns Briefen und Gedichten die Veranstaltung abgerundet. Hier noch einige Fotos des Abends von Beatrix Wolff.
(Johanna Binger)

Do, 21.04.2016

Buchvorstellung "Benns Garten"

Buchvorstellung: 2. Mai 2016, 20:00 Uhr
Der Herausgeber H.-J. Wilke wird über dieses besondere Buch berichten und Rolf Hochhuth hält in einem kurzen Beitrag eine Hommage an Benn als Briefeschreiber.

:Büchergilde Buchhandlung am Wittenbergplatz
Kleiststr. 19 - 21, 10787 Berlin

Fr, 15.04.2016

Werner Rübe - BENNs GARTEN

Für Benn- und Felixmüller-Freunde, sowie für Liebhaber des reinen schwarz-weiß Holzschnitts kann hier eine interessante Neuauflage angekündigt werden.
40 Jahre nach der Erstauflage gibt Jürgen Wilke aus Anlass des 130. Geburtstages und des 60. Todesjahres von Gottfried Benn eine Neuauflage des Buches "Werner Rüben - Benns Garten" heraus, 52 Seiten, illustriert mit 11 vom Stock gedruckten Original-Holzschnitten. Die Holzstöcke wurden von Conrad Felixmüller geschnitten.
Beilage der Vorzugsausgabe
Die Buchauflage beträgt 500 Stück, davon eine Vorzugsausgabe von 50 Exemplaren, in der ein vom Stock gedruckter Originalholzschnitt auf feinstem Japan-Papier beigegeben ist. Diese Ausgabe ist vom Herausgeber signiert. Alle Bücher mit Schutzumschlag und Schuber. Das Buch erscheint zum Geburtstag von Gottfried Benn am 2. Mai 2016.

Normalausgabe 90 €
Vorzugsausgabe 140 €


Das Buch kann hier oder telefonisch unter 030 691 12 93 bestellt werden - Berücksichtigung in der Reihenfolge des Bestelleingangs.

Sa, 05.12.2015

Pirckheimer bei der Büchergilde

Traditionell trafen sich die Berlin/Brandenburger-Pirckheimer am 3. Dezember zu ihrer letzten Zusammenkunft des Jahres in der Büchergilde-Filiale am Wittenbergplatz bei Johanna Binger, der Ehefrau von Rolf Hochhuth und Leiterin der Büchergilde-Filiale, um das Jahr Revue passieren zu lassen und Erwerbungen des letzten Jahres zu präsentieren.
Gleichzeitig fand ein Wechsel in der Leitung der Gruppe statt: Ursula Lang und Robert Wolf stellten aus Altersgründen ihr Amt zur Verfügung und machten Platz für Rüdiger Schütz (Abb. oben), der als neue Leiter der Gruppe das Jahresprogramm für 2016 vorstellte und für Hans-Jürgen Wilke (Abb. unten), den letzten Drucker von Conrad Felixmüller und Sammler seines Lebenswerks. Die Dritte im Bunde ist Ninon Suckow, ehem. Bibliothekarin in der Staatsbibliothek zu Berlin, Arbeitskreis für die Erfassung, Erschließung und Erhaltung historischer Bucheinbände. Der langjährige Leiterin der Berlin/Brandenburger Regionalgruppe Ursula Lang wurde mit Blumen gedankt und Dr. Fritz Jüttner hielt auf Sie eine Laudatio. Der Vorsitzende der Pirckheimer-Gesellschaft, Ralph Aepler, ließ es sich nicht nehmen, wieder extra aus Mannheim zu kommen und aus Magdeburg war ein weiteres Vorstandsmitglied, Ralf Wege, angereist.
(Ralf Parkner)

... weitere Fotos von Ralf Parkner bei Facebook.

Fr, 20.03.2015

neue MARGINALIEN und eine Erinnerung an Walter Rheiner

Der heutige Pirckheimer-Abend im Kleinen Säulensaal der ZLB war Premiere für die von Matthias Gubig neu gestalteten und in einem moderneren Gewand daher kommenden MARGINALIEN, der von der Pirckheimer-Gesellschaft herausgegebenen Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie. Matthias Gubig übernahm diesen Staffelstab vom verstorbenen Heinz Hellmis, konnte aber leider nicht dabei sein, um die vorrangig positiven, aber auch, wie bei allem Neuen und Ungewohnten, verhalten kritischen Reaktionen der Pirckheimer mitzuerleben.
Anschließend erinnerte der Pirckheimer Hans-Jürgen Wilke in einem Vortrag vor Gästen und Mitgliedern der Berlin-Brandenburger Regionalgruppe der Pirckheimer-Gesellschaft an das künstlerische Leben des expressionistischen Lyrikers und Schriftstellers Walther Rheiner (1895 – 1925). Rheiners tragisches Schicksal, der durch Drogeneinnahme der Mobilmachung zum (ersten) Weltkrieg zu entkommen versuchte, war von Finanzproblemen und Drogen, von denen er nicht mehr loskam, bestimmt. Trotz immer wieder hoffnungsvollen Neuanfängen und Erfolgen seiner künstlerischen Arbeit, wozu vor allem seine Novelle Kokain gehört und u.a. sein Wirken in der Dresdener Künstlervereinigung Gruppe 1917, nahm er sich entmutigt und vom Leben enttäuscht mit 30 Jahren vereinsamt das Leben und blieb bis weit in die späten 60er fast unbekannt. Ja, sein Name fehlt, obwohl sein Werk inzwischen durch Publikationen in der BRD und seinerzeit in der DDR weitgehend wieder zugänglich ist, noch immer in einschlägigen Literaturgeschichten.

Mi, 25.02.2015

Zu Gast beim Drucker von Conrad Felixmüller

Der Berliner Bibliophilen Abend war heute zu Gast bei Hans-Jürgen Wilke, dem letzten Drucker und leidenschaftlichem Sammler von Conrad Felixmüller.
Felixmüller, 1897 in Dresden geboren, Gründungsmitglied und Präsident der Dresdner Sezession Gruppe 1919 mit Lasar Segall, Otto Dix und Otto Griebel und Mitglied der Novembergruppe, war Mitglied der KPD, bis er 1924 enttäuscht das Parteibuch zurückgab und, nach langer Schaffenspause, in der dieser bedeutende Künstler sich u.a. auf das Malen von Preischildern für Karstadt beschränkte, 1949 bis 1961 Professor an der Universität Halle. Die 20 Hörer des heutigen Abends erfuhren von Freundschaften Felixmüllers z.B. mit Hans Koch oder Otto Dix, Carl Sternheim oder mit Friedrich Wolf, die ihn auch zu Buchillustrationen inspirierte. 1967 übersiedelte er von Berlin-Köpenick (DDR) nach Westberlin, wo er ab 1971 in Jürgen Wilke "seinen" Drucker fand. Das Œuvre von Felixmüller umfasst gut 2.500 Werke.
Bereits die erste Begegnung mit Felixmüller 1971 begeisterte den Drucker für dessen künstlerisches Schaffen und legte den Grundstein für Wilkes beeindruckende Sammlung, die inzwischen viele äußerst rare Stücke beinhaltet, die häufig zusätzlich mit einer persönlichen Widmung versehen sind. Als überraschendstes Stück präsentierte Jürgen Wilke ein Ölgemälde mit einem Doppelportrait mit seiner Frau, welches Felixmüller 1976, ein Jahr vor seinem plötzlichen Tod am 24. März 1977 fertigte. (Wilke trug bei der Präsentation dasselbe Hemd wie auf dem Gemälde.)

Mo, 23.02.2015

Der Dichter Walter Rheiner – ein tragisches Künstlerschicksal

Die Zentral- und Landesbibliothek Berlin verweist heute auf eine Veranstaltung der Regionalgruppe Berlin-Brandenburg der Pirckheimer-Gesellschaft: Hans-Jürgen Wilke, einstiger Drucker und Sammler von Felxmüller, wird das künstlerische Leben des Expressionisten Walter Rheiner (1895–1925) beleuchten. Rheiner, mit bürgerlichem Namen Schnorrenberg, wurde in Köln geboren, war u.a. mit Conrad Felixmüller befreundet. Drogenabhängig nahm er sich mit 30 Jahren vereinsamt und kaum beachtet das Leben; einzig die erschütternde Novelle "Kokain" ist heute noch bekannter.

Vortrag: 19. März 2015, 19.00 Uhr

Berliner Stadtbibliothek
Kleiner Säulensaal

Sa, 18.01.2014

Arno-Schmidt-Ausstellung der UB der FU Berlin

Jutta Osterhof (links) und Dr. Susanne Rothe
Zum 100. Geburtstag von Arno Schmidt am 18. Januar 2014 luden der Vorsitzende unserer Gesellschaft, Herr Goerdten, und die Stellv. Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit, Frau Dr. Rothe, interessierte Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft zu einer Sonderführung durch die Arno-Schmidt-Ausstellung in der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin.
Im Mittelfeld der Ausstellung wurde der Werkausgabe der Arno Schmidt Stiftung im Suhrkamp Verlag besonders viel Platz gegeben. Die Überführung des Textes von "Zettel's Traum" aus dem Typoskript-Faksimile in normalen Buchdruck-Satz ist eine bewunderungswürdige Leistung, die hier dokumentiert wird. Daneben ist der "Berliner Raubdruck" in zwei Exemplaren zu sehen, der ein wichtiges Detail der Rezeption dieses Werkes von Arno Schmidt darstellt.
Die Abfolge der Darbietung ist chronologisch, sie möchte die Erscheinungsfolge der Werke Schmidts nachvollziehbar machen. In den seitlichen Vitrinen sind Randbereiche dargestellt wie Übersetzungen, die Aktivitäten der Schmidt-Stiftung, Materialien zu den früheren Schmidt-Ausstellungen (zum Beispiel des Deutschen Literaturarchivs in Marbach) und besonders die wissenschaftlichen Erträge, die zu Arno Schmidt aus der FU Berlin hervorgegangen sind. Hier war es vor allem in den 1980er Jahren der Literaturprofessor Horst Denkler, der über mehrere Semester hin die Studierenden mit dem Werk Schmidts und den sich daraus ergebenden Forschungsproblemen bekannt gemacht hat. Die Dissertationen und Magister-Arbeiten, die hier erarbeitet worden wurden, sind möglichst vollständig zusammengetragen worden.
Ulrich Goerdten (links) im Gespräch mit Ernst Reif und Jürgen Wilke,
Fotos © Abel Doering, weitere Abbildungen durch Klick auf das Bild

Fr, 06.12.2013

Erwerbungen und Sammlerfreuden 2013

Gerhard Rechlin bei der Vorstellung eines Palmbaum, gestaltet von Karl-Georg Hirsch
Heute, (Zufall oder Bestimmung?) am 543sten Geburtstag Willibald Pirckheimers, trafen sich die Berliner und Brandenburger Pirckheimer traditionell zum letzten Abend des Jahres in der Büchergilde-Buchhandlung am Wittenbergplatz unseres Mitglieds Johanna Binger, um Freunden interessante neue Stücke aus den eigenen Sammlungen vorzustellen. Und es blieb wie immer nicht nur bei einer Vorstellung von Neuerwerbungen, spannender waren die Geschichten, die hinter diesen Sammlerfreuden steckten: die Umstände, die das erworbene Stück zu einem Erlebnis für den Sammler machen, die Berichte über die Unterstützung, die jeder durch andere Mitglieder erfuhr, die bibliophilen Besonderheiten und einzigartigen Hintergründe ...
Für Ulrich Goerdten war es der Umstand, dass er bislang unbekannte, weil verstreute Artikel von Johannes Trojan, die bislang als Hundert Momentaufnahmen erschienen, um die fast doppelte Anzahl in Buchform erweitern konnte, Carsten Wurm konnte originelle, mit dem Wissen von heute verblüffende Widmungen in Büchern vorstellen, Jutta Osterhof berichtete über die schwierige Suche nach einem Faksimile von Felixmüller, welches ihr "nur noch" im Original vorlag, Jürgen Wilke konnte den Erwerb eines Buchumschlages vorweisen und machte deutlich, warum dieses ausgeschlachtete Buch ein Prunkstück seiner Sammlung ist und Ursula Lang zeigte, wie sich Kinderbuchautoren durch einen versteckte Hinweise in einem Buch gegenseitig Hochachtung zollten. 5 Minuten für jeden Beitrag und nur 90 Minuten Zeit, nicht nur mit Blick auf den Beitrag von Fritz Jüttner eindeutig zu wenig Zeit.
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Di, 12.03.2013

Conrad Felixmüller (1897-1977)

Conrad Felixmüller Selbstbildnis in Halle
mit Studenten, 1960 Öl auf Leinwand,
Foto: MLU Halle-Wittenberg, Zentrale Kustodie
© VG Bild-Kunst, Bonn 2012
Conrad Felixmüller verfügte über ein außergewöhnliches künstlerisches Talent, das ihm bereits mit 15 Jahren die Aufnahme in die Malklasse von Carl Bantzer an der Königlichen Kunstakademie in Dresden ermöglichte. Gegen Ende der 1920er-Jahre hat Felixmüller zu einer für sein weiteres Schaffen charakteristischen sachlichen Bildsprache gefunden, verbunden mit einem kräftigen Kolorit und einer zarten Malweise. 1934 verließ der Künstler infolge der nationalsozialistischen Kulturpolitik seine Heimatstadt Dresden und ging mit der Familie nach Berlin. Hier lebte er, unterbrochen von Reisen, zurückgezogen bis 1944. Nach der Ausbombung seiner Wohnung fand Felixmüller bis 1961 im sächsische Tautenhain seinen Lebensmittelpunkt. Diese Zeit ist eng verbunden mit seiner Lehrtätigkeit an der Martin-Luther-Universität in Halle/Saale, wo er von 1949 bis 1962 Zeichnen unterrichtete. Eine wichtige Arbeit aus diesem Zeitraum sind die 1952 entstandenen sechs großformatigen Gemälde für die Tautenhainer Jakobikirche. Gleichzeitig führte er seine Auseinandersetzung mit dem Leben der Werktätigen fort, wodurch sein Schaffen von der Kulturpolitik der DDR zunächst mit Interesse verfolgt und instrumentalisiert, in den 1950er-Jahren aber mehr und mehr abgelehnt wurde. 1961 zog Felixmüller zunächst nach Ost-Berlin und siedelte 1967 nach West-Berlin über. Seit den 1970er-Jahren war sein Œuvre Gegenstand zahlreicher Ausstellungen in beiden deutschen Staaten.
Die Exposition, die als wechselnde Wanderausstelung konzipiert wurde, wurde mit Graphiken und Gemälden unserer Mitglieder Jutta Osterhof und Jürgen Wilke unterstützt.

Am 23. März 2013 hält Hans-Jürgen Wilke, der Conrad Felixmüllers Drucker in dessen letztem Lebens- und Schaffensjahrzehnt nach der Übersiedlung in die Bundesrepublik 1967 war, einen Vortrag. Bis zu Felixmüllers Tod am 24. März 1977, in dessen Gedächtnis die Veranstaltung stattfindet, druckte er die späten Holzschnitte und Radierungen des Künstlers. Hans-Jürgen Wilke berichtet über das produktive Verhältnis zwischen Künstler und Drucker, über Felixmüller als Mensch und Freund sowie über die beiden großen Ausstellungen 1973 in West-Berlin und 1975/76 in Ost-Berlin, Rostock und Dresden. Die West-Berliner Retrospektive war von ihm maßgeblich mit vorbereitet und der Katalog von ihm gestaltet und gedruckt worden.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Ausstellung: noch bis 7. April 2013
Vortrag: 23. März 2013


Museum Gunzenhauser
Falkeplatz, Stollberger Str. 2
09119 Chemnitz

Di, 22.05.2012

ein Katalog zum 75sten von Conrad Felixmüller

Am heutigen 115sten Geburtstag von Conrad Felixmüller erzählte unser Mitglied Jürgen Wilke vor dem Berliner Bibliophilen Abend in der Villa Oppenheim über den Druck eines Katalogs zur Ausstellung 1973 und damit über die Bekanntschaft mit diesem Künstler und den Beginn seiner Leidenschaft für dessen Œuvre.


Hierbei ging er detailliert auf die Anforderungen an ihn als Drucker und die Besonderheiten bei der Herstellung dieses im Buchdruck gefertigten Katalogs ein und schilderte die zu beachtenden Hürden im Druckprozess der 70ger, vor denen heute nur noch kleineren Druckereien stehen, die das Handwerk des Druckers noch in traditioneller Form ausüben. Aufgrund der speziellen Wünsche von Felixmüller und aus Sparsamkeitsgründen wurde z.B. der Block des Katalogs nicht aus gefalzten Druckbögen, sondern aus zusammengelegten Einzelblättern mit zwei eingelegten Originalholzschnitten gebunden, was einer ökonomisch sinnvolle, aber ungewöhnliche Ausrichtung der Abbildungen auf den Bögen geschuldet war. Das Original eines Gemäldes aus der Sammlung unseres Mitglieds Jutta Osterhof gab uns Gelegenheit, die hervorragende Qualität der zur Hälfte im Vierfarbdruck entstandenen Abbildungen mit anderen, später im Offsetdruck entstandenen und schlechteren Drucken zu vergleichen.
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Di, 05.10.2010

Franz Pfemfert (1879 - 1954)

Am 4. Oktober 2010 hielt unser Mitglied Hans-Jürgen Wilke in seiner Wohnung vor dem è Berliner Bibliophilen Abend einen Vortrag über Franz Pfemfert und präsentierte seine Sammlung zum Verlag und zur Zeitschrift "Die Aktion" (1911 - 1932), ein Organ, welches sich auf künstlerischem Gebiet für den Expressionismus, auf politischem für radikalen Sozialismus einsetzte und welches - ebenso wie "Die Weltbühne", "Die Fackel", "Die Zukunft" und "Der Sturm" - zu den seinerzeit vielbeachteten und meinungsbildenden Publikationen gehörte. Beeindruckend für die Berliner Bibliophilen waren allerdings nicht nur die interessanten Ausführungen des Vortragenden, sondern die vielen Originalgraphiken, hauptsächlich von Conrad Felixmüller und die praktisch lückenlose Sammlung des Verlagsprogramms der Aktion.
Hans-Jürgen Wilke widmete den Abend unserem kürzlich verstorbenen Mitglied Carlos Kühn, mit dem er noch kurz vor seinem Tod die Würdigung der Lebensleistung von Franz Pfemfert vorbereiten konnte und dem er einige interessante Stücke seiner Sammlung verdankt.