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Pirckheimer-Blog

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Fr, 11.06.2021

Jutta Osterhof 2012 bei einem Vortrag beim BBA über Eberhard Schlotter, Foto © Abel Doering

Jutta Osterhof zum 80.

Ein herzlicher Glückwunsch zum heutigen Geburtstag geht auch an das Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft Jutta Osterhof.

Jahrzehntelang sorgte sie sich in der Revisionskommission um die korrekte Verwendung unserer finanziellen Mittel, hatte trotzdem immer eine helfende Hand, z.B. beim Umzug unseres Archivs und bei seiner Pflege und ist seit einem Jahr im Vorstand für die Mitgliederbetreuung tätig.

Wie sie dabei noch Zeit fand und noch immer findet für ihr Sammelgebiet Eberhard Schlotter, das aus einer persönlichen Freundschaft mit dem Künstler erwuchs, oder für ihr Wirken im Berliner Bibliophilen-Abend, sowie als Vorsitzende des Kuratoriums der Eberhard Schlotter Stiftung Celle, ist nur mit dem allgemeingültigen Slogan der Pirckheimer zu erklären: "Bücherstaub hält jung".

Sa, 01.05.2021

... hier wurde nichts zerschnitten, lediglich zwei Fotos ineinander montiert! © ad

Ungers Didot-Fraktur

Als "Bibliophiles des Monats" Mai wurde ein Faksimile-Druck der Ausgabe von Wilhelm Abraham "Tellers Trauungsrede für Herrn von Itzenplitz und Fräulein von Friedland, 1792" gewählt. Der Nachdruck erschien in einer Auflage von 500 Exemplaren, davon 300 nummeriert für die Teilnehmer am Stiftungsfest des Berliner Bibliophilen Abends 1928.

Herausgegeben und mit einem Nachwort versehen wurde das Faksimile von Ernst Crous (1882 - 1967), Kirchenhistoriker, Bibliothekar und Mitglied des BBA, der damit den Berliner Johann Friedrich Unger (1753 - 1804) und dessen Verdienste als Schweizerdegen und Schriftgestalter, u.a. als Schöpfer der für den Druck verwendeten Didot-Fraktur würdigte.
Mit dem Erwerb 1789 der deutschen Lizenz für die Didot vom französischen Typografen Firmin Didot versuchte Unger ursprünglich zur Popularisierung der neuen Antiqua-Schrifttypen beizutragen. Crous schreibt dazu im Nachwort: "Unger, immer nach dem Höchsten in seiner Kunst strebend und mit einem starken Sinn für den Geist der Zeit ausgestattet, hatte sich, sobald nur erst seine Druckerei auf festen Füßen stand, mit Eifer den lateinischen Didotschriften zugewandt, die eben damals jenseits der Grenzen das Neueste des Neuen waren. Er vertrieb diese Lettern, er druckte mit diesen Lettern Bücher, schöne Bücher, lateinische, französische, hauptsächlich deutsche. Es fehlte nicht an lautem Beifall, aber bald mußte Unger doch erkennen, daß auch der stürmischste Anlauf die Antiqua, wenigstens in seinen Tagen, nicht zu einem vollen Siege in Deutschland bringen könne. Da warf er denn, ebenso wie sein großer Rivale Breitkopf, entschlossen das Steuer herum und strebte nun einer zeitgemäßen Fraktur zu, einer Schrift, die ein gotisches Seitenstück zu Didots Antiqua sein würde."

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Faksimile der Ausgabe von Tellers "Trauungsrede für Herrn von Itzenplitz und Fräulein von Friedland 1792", Berlin, Unger, 1792 in Ungers Didot-Fraktur erschienen, mit Nachwort von Ernst Crous, Berlin 1928, Broschur mit montiertem Deckelschild, Fadenheftung, 16 nicht paginierte Seiten, 1 Abb., 20,6 x 12,7 cm

Fr, 15.01.2021

BWL-Reihe der Edition Schwarzdruck

Als "Bibliophiles des Monats Januar" wird hiermit die BWL-Reihe vorgestellt, in der auch schon eine Jahresgabe des Berliner Bibliophilen-Abend erschien, eine bibliophile Taschenbuchreihe mit anspruchsvoller neuer und wiederentdeckter Lyrik und Prosa bekannter und weniger bekannter deutschsprachiger Autoren, man sollte nicht auf den Namen der Reihe hereinfallen! Alle Bücher erscheinen im Format von 12 x 20 cm und haben einen handgesetzten und buchgedruckten Schutzumschlag mit einem originalen Linolschnitt des Pirckheimers Roland Berger, teilweise von ihm illustriert. Jede Auflage umfaßt 333 von Hand nummerierte Exemplare.

In der Reihe erschienen unter anderem Titel von Michael Mäde, Günther Rücker, Wolfgang Kohlhaase, Waltraud Lewin, Arthur West, Steffen Mensching und Ulrich Goerdten. Die öffentliche Buchpremiere des zuletzt erschienenen Bandes 25 aus Anlass des 80. Geburtstages Bernd Schirmers im März 2020 war eine der ersten durch die Pandemie-Auflagen verhinderte Veranstaltung.

Die Reihe BWL erscheint bei der Edition Schwarzdruck, Gransee.

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Fr, 13.12.2019

Niemandsland

Anläßlich der traditionellen Adventsfeier des Berliner Bibliophilen-Abend wurde gestern auch die Jahresgabe des BBA ausgereicht.

Es ist für 2019 aus dem Kunstanstifter, Verlag für Illustration, der Band Niemandsland von Matthias Friedrich Muecke in einer nummerierten Teilauflage von 50 Expl., versehen mit einem nummerierten und signierten farbigen Siebdruck einer Illustration des Autors aus dem Buch, die sich dort als s/w-Zeichnung findet.

Aus dem Klappentext: "Berlin während des Kalten Krieges. Aus der Perspektive des Zeitzeugen und mit einem genauen Blick für die Besonderheiten und Entbehrungen des Ostberliner Alltags erzählt Matthias Friedrich Muecke die Geschichte zweier Heranwachsender. Vorlaut und unerschütterlich der eine, schüchtern und fragil der andere. ... 
Matthias Friedrich Muecke wurde 1965 in Ostberlin geboren. Nach einer Berufsausbildung bei der Denkmalpflege, Abitur und Abendstudium an der Kunsthochschule Berlin Weißensee, arbeitete er als Schaufensterdekorateur, Heizer und Ausstellungstechniker. Seit 1988 ist er freiberuflich als Maler, Grafiker und Szenenbildner für Film und Fernsehen tätig.
... Im Jahr 2000 gründete er die Edition Mueckenschwarm. 2009 wurde er von der Stiftung Buchkunst ausgezeichnet, 2013 erhielt er den Brandenburgischen Kunstpreis und 2015 den Nordhäuser Grafikpreis.
"

Di, 12.11.2019

Quelle: https://artbookberlin2019.blogspot.com

Jens Ziegler im Gespräch mit Claudia Berg

Das Programm auf der artbook.berlin, der Messe für Künstlerbücher und Editionen, ist auch 2019 prall gefüllt und vielseitig. 

Unter anderem findet am Eröffnungstag eine Podiumsdiskussion mit der Grafikerin Claudia Berg aus Halle mit dem Vorsitzenden des Berliner Bibliophilen-Abend, Dr. Jens Ziegler, statt.

Claudia Berg (Jahrgang 1976) ist allen Pirckheimern und Bibliophilen als renommierte Künstlerin mit dem Schwerpunkt Kaltnadelradierung bekannt. Sie hat zahlreiche originalgrafische Bücher geschaffen und ist mit ihrem vielfältigen Werk in vielen Sammlungen und Museen vertreten.

Der Eintritt zur artbook berlin ist kostenlos, Gäste sind gern willkommen.

Podiumsgespräch: 22. November 2019, 20 Uhr
artbook.berlin: 22. - 24. November 2019

Kunstquartier Bethanien
Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

Mi, 11.09.2019

Blick in die Ausstellung mit zwei Plakaten von A.M. Cassandre und einigen Schautafeln von Lásló Moholy-Nagy
Kinoplakate von Jan Tschichold

Wohin geht die typographische Entwicklung?

Unter diesem Titel stand im Mai 1929 ein Ausstellungsraum des Bauhaus-Künstlers László Moholy-Nagy, der in Berlin innerhalb der  Ausstellung „Neue Typographie“ präsentiert wurde. Die Kunstbibliothek rekonstruierte anläßlich der Bauhauswochen diesen historischen Ausstellungsraum mit den erhalten gebliebenen 78 Schautafeln und zeigt ergänzend eine Auswahl berühmter Plakate und Reklamedrucke der „Neuen Typografie“ u.a. von Willi Baumeister, A. M. Cassandre, Walter Dexel, Johannes Molzahn, Kurt Schwitters und Jan Tschichold aus der Sammlung der Kunstbibliothek.

Gleichzeitig wird einer Neuerscheinung zu dieser historischen Ausstellung von Moholy-Nagy in gemeinsamer Herausgeberschaft mit dem Designlabor Gutenberg, Hochschule Mainz präsentiert.

Der Berliner Bibliophilen Abend ließ sich heute durch Michael Lailach fachkundig durch die Ausstellung führen.

Ausstellung: 29. August - 15. September 2019

Kunstbibliothek Berlin
Matthäikirchplatz 6, 10785 Berlin

Fr, 03.05.2019

Wandelhalle für Bücherfreunde

Unter der Redaktion von Silvia Werfel und gestaltet von Michael Hempel erschienen pünktlich zum Osterfest die neuesten Nachrichten der Gesellschaft der Bibliophilen, die Wandelhalle für Bücherfreunde.

Im Zentrum das 100jährige Jubiläum des Bauhauses, dem die ersten 13 der insgesamt 47 Seiten gewidmet sind. Auch ein Bericht über den Verlag der Hegenbarth-Sammlung Berlin, in welchem u.a. eine Teilauflage des Bandes 5 der Entdeckungen "Schiller/Hegenbarth: Wem die Glocke schlägt" als Jahresgabe des BBA erschien, sowie ein Bericht über den 37. FISAE-Kongress 2018 in Prag und Termine des LBA und der Pirckheimer-Gesellschaft finden sich in finden sich in der Wandelhalle. Und ein zweites Mals stoße ich auf eine Jahresgabe des BBA: unter den Büchertipps eine Rezension des Titels "Bücher, die die Welt noch braucht" von Ulrich Goerdten, dem ehemaligen Vorsitzenden der Pirckheimer, dessen Buch ebenfalls in einer Teilauflage mit einem eigenen Einband bei der Edition Schwarzdruck Gransee als Jahresgabe des BBA erschien.

Das Heft wird nach einem Relaunch der Seite der Gesellschaft der Bibliophilen Ende März dort nachzulesen sein, bis dahin kann man hier einen Blick in die Wandelhalle für Bücherfreunde werfen.

Fr, 14.12.2018

Umschlaggestaltung für den BBA, © Edition Schwarzdruck

Jahresgabe des BBA

Heute ist der Tag der Affen. Und just am heutigen Tag lese ich in einer Rezension Über die Zucht und Pflege des Affen: "... Nur das wollen wir bemerken, daß Jedermann, der sich bisher einen Zeisig, Mops, Laubfrosch oder Ameisenlöwen gehalten hat, nach Lesung dieses Büchleins zu dem viel leichter zu erziehenden und viel mehr Unterhaltung gewährenden Affen übergehen wird." Der Rezensent ergänzt: "Für alle Herren, welche die Flasche lieben, eine Festgabe, die ihnen Thränen der Rührung in die Augen zaubern wird", wozu der Hrsg. des Büchleins anmerkt, dass hier "... in camouflierender Weise auch die Folgen der Alkoholintoxikation (veisalgia) [gemeint seien], die heutzutage gemeinhin mit dem Wort ´Kater`bezeichnet werden."

Gefunden habe ich diese in der von Ulrich Goerdten herausgegebenen Jahresgabe des BBA Bücher, die die Welt noch braucht. Anzeigen und Rezensionen des Kladderadatsch von 1872 bis 1907. Damit setzt diese Sammlung die Reihe fiktiver Bibliographien fort, die seit der frühen Neuzeit Sammler und Buchkundler erfreut haben. "Zwei Register, Anmerkungen, ein Literaturverzeichnis und ein informatives Nachwort geben dem Buch jene Seriosität, auf die seine künftigen Leser Anspruch zu erheben sich berechtigt fühlen dürfen." (Umschlagtext)

Das Buch, von Marc Berger gestaltet, gesetzt und verlegt und im Schaltungsdienst Lange gedruckt und gebunden, wurde in einer Teilauflage von 70 Exemplaren mit einem entsprechenden Eindruck und eigenem Umschlagtitel für den BBA herausgegeben, der Großteil der Auflage kann jedoch über den Buchhandel auf den Gabentisch eines jeden Bücherfreundes gelangen.

Bücher, die die Welt noch braucht
Anzeigen und Rezensionen des Kladderadatsch von 1872 bis 1907

zusammengetragen, herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Ulrich Goerdten

Edition Schwarzdruck 2018, 160 Seiten
ISBN: 978-3935194952

Do, 13.12.2018

Foto © Abel Doering

Letzter Berliner Bibliophilen Abend 2018

Zum letzten Mal im Jahr 2018 traf sich der Berliner Bibliophilen Abend, schon traditionell, in der Wohnung von Ulrich Goerdten und Dr. Susanne Rothe.

Neben Kuchen, Tee und Kaffee, Häppchen und Wein, neben den üblichen Vorstellungen der schönsten Neuerwerbungen des letzten Jahres, gab es Neues. Till Schröder präsentierte die im Januar neu im Netz stehende überarbeitete Internetpräsenz des BBA, ein eindrucksvoller Neustart dieser inzwischen in die Jahre gekommenen Seite.

Ulrich Goerdten stellte die diesjährige Jahresgabe des BBA vor, den von ihm herausgegebenen Titel "Bücher, die die Welt noch braucht" mit Anzeigen und Rezensionen des Kladderadatsch von 1872 bis 1907 auf Bücher, die es nie gegeben hat, ein bibliophiler, humorvoller und vor Allem intellektueller Leckerbissen, der, in der Edition Schwarzdruck verlegt, in einer Teilauflage der Buchhandelsausgabe für den BBA mit individuellem Cover versehen wurde. Auf diesen Titel, der unter keinem Gabentisch eines Bibliophilen fehlen sollte, wird an dieser Stelle nochmals gesondert hingewiesen.

Der Kreis der Teilnehmer hielt sich in Grenzen, trotzdem konnten erst gegen Mittenacht die beiden Kerzen im Adventskranz gelöscht werden. Ein Zeichen dafür, dass sich im BBA nicht nur Liebhaber der Berliner Buchkunst, sondern Berliner Freunde im Bibliophilen zusammenfinden. 

Mi, 18.04.2018

Graphik der Jahresgabe des BBA | Wem die Glocke schlägt, Herrn Hegenbarths Entdeckungen, Band 5, Hg. von Jutta und Christopher Breu, ISBN 978-3-945970-05-8

Jahresgabe des BBA - Das Lied von der Glocke

Als der Berliner Bibliophilen Abend am 8. November 2017 in bei "Herrn Hegenbarth" zu Gast war und die dort gezeigten Illustrationen von Josef Hegenbarth zu Schillers "Lied von der Glocke" bewundern konnten, wurde die Idee zu einer Jahresgabe geboren und sogleich vom Leiter der Sammlung, Christopher Breu, aufgegriffen. Ein von ihm bereits geplantes Buchprojekt zu den Zeichnungen und Aquarellen konnten Till Schröder und Dr. Jens Ziegler noch ein wenig auf die "Bedürfnisse" des BBA zuschneiden und es entstand die Jahresgabe 2017:

Eine Teilauflage von 70 Exemplaren des Titels "Wem die Glocke schlägt", bibliophil gebunden in Schweizer Broschur mit einem 8-seitigen, gestanzten Umschlag, enthält als Jahresgabe des BBA eine nummerierte Hochdruckgrafik nach der Federzeichnung "Zeitungsleser in der Straßenbahn" von Josef Hegenbarth (um 1952), gedruckt auf 160 g Metapaper rough mit einer Blindprägung, auf der Rückseite nummeriert. Den Druck und die Blindprägung besorgten Die Lettertypen in Berlin Adlershof, die der BBA am 22. Januar 2018 in der Werkstatt besuchte.

Mo, 22.01.2018

Das Blatt "Zeitungsleser in der Straßenbahn" von Josef Hegenbarth wartet auf den Aufdruck einer Zueignung des BBA

Lettertypen, BBA und Hegenbarth

Heute Abend trafen sich die Mitglieder und Freunde des BBA bei den Lettertypen in Adlershof. Die ehemalige Druckerei Lutz Nessing, 2014 von den Lettertypen wiedereröffnet, versteht sich nicht nur als eine Werkstatt des Buchhochdrucks, sondern als eine Institution, die dieses Handwerk traditionellen Druckens bewahren möchte. Heute drucken hier u.a. auch Studenten, Künstler, Pädagogen und Pirckheimer, Akzidenzen stehen auf dem Programm genauso wie Verlagsaufträge.

Daniel Klotz, der zum heutigen Bibliophilen Abend die Hörer gastlich empfing, begeisterte die Teilnehmer mit seinem Enthusiasmus und einer Sachkenntnis, die selbst den Mitgliedern des Berliner Bibliophilen-Abend, die ursprünglich als Bewunderer fast vergessener Druckmaschinen nach Adlershof gekommen waren und für die die Beschäftigung mit Papier, Drucktechniken und der jüngeren Geschichte des Druckens nicht fremd sind, neue Erkenntnisse brachten.

In der Werkstatt fanden sich dann auch Blätter eines der neuesten Aufträge der Lettertypen - das in 4 Tagen erscheinende Buch "Wem die Glocke schlägt", welches alle Illustrationen von Josef Hegenbarth zu Schillers "Lied von der Glocke" enthält und welches in einer nummerierten Teilauflage als Jahresgabe des BBA ausgereicht wird.

Das Buch konnte heute noch nicht verteilt werden, aber Daniel Klotz gab allen Teilnehmern Gelegenheit, ein selbst gedrucktes Blatt "Lesen macht schön" mit einer Widmung des heutigen Abends mit nach Hause zu nehmen. Danke!
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... weitere Fotos hier

Do, 14.12.2017

Adventsabend der Berliner Bibliophilen

Der BBA traf sich heute bei seinen Mitgliedern Susanne Rothe und Ulrich Goerdten zum traditionellen Adventsabend, um bei Kaffee und Kuchen, später bei Rotwein und Schnittchen das letzte Jahr Revue passieren zu lassen und einen Blick auf das kommende Jahr zu werfen.

Wie in jedem Jahr stellten die Mitglieder interessante und ihnen wichtige Neuerwerbungen des vergangenen Jahres vor. Das reichte über Erinnerungen an den kürzlich verstorbenen Horst Hussel, glückliche Flohmarktfunde oder erstaunliche Entdeckungen auf Auktionen und Buchkunstmessen bis hin zur Entdeckung von Buchtiteln und Illustratoren, die bislang in keiner Bibliiothek bekannt sind. Und sie spiegelten eine erstunliche Vielfalt der Sammelgebiete wider, Graphic Novel, Typographie, bibliophile Klassikerausgaben, Autographen oder einfach gut gemachte Bücher ...

Fr, 13.10.2017

Leipogramme und Lautgedichte

Der Berliner Bibliophilen Abend war am Donnerstag zu Gast bei Ulrich Goerdten, der in die Oulipo (L' Ouvroir de Littérature Potentielle - franz.: „Werkstatt für Potentielle Literatur“) einführte und dabei auch eigenen Gedichte vortrug, wobei er diese künstlerische Technik auch am Beispiel einer Bachschen Fuge demonstrierte. Auch diejenigen, die ähnliche Lesungen von Ulrich Goerdten bereits erleben durften, erfuhren Interessantes zu dieser Lyrik und sogar neue Nuancen seiner Rezitation.

Ein wahrlich bibliophiler Abend in kleiner Runde bei Poesie, Wein und Gebäck, an dem auch Pirckheimer teilnahmen, die nicht im BBA Mitglied sind, für dessen Gelingen neben Ulrich Goerdten natürlich auch Dr. Susanne Rothe herzlich zu danken war.
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Sa, 30.09.2017

Leipogramm und BBA

Ulrich Goerdten wird zum nächsten Treffen des Berliner Bibliophilen Abend unter dem Titel

Das Leipogramm als literarische Form.
Geschichte und Gegenwart.
Mit Rezitation, Musik und Erläuterungen.

über eine Form der Poesie sprechen, die ihm Anregung für seine in der Edition Schwarzdruck erschienenen "Lürische(n) Ybungen" war. Auf Lesungen mit Piano-Begleitung von Ulrich Goerdten in ähnlicher Form wurde hier bereits mehrfach hingewiesen - wer sie erlebte, wird sie weiterempfehlen.
Gäste sind willkommen, ein Teilnahmewunsch sollte aus Kapazitätsgründen bei Dr. Jens Ziegler | BBA angemeldet werden.

Lesung: 12. Oktober 2017, 19:30

Salzburger Straße 8, 10825 Berlin

Di, 30.05.2017

Eberhard Schlotter

Jutta Osterhof bei einem Vortrag über Eberhard Schlotter vor dem BBA 2012
... Am 17. Mai 2017 stellte Jutta Osterhof den Bibliophilen und Graphikfreunden Magdeburg und Sachsen/Anhalts einen speziellen Ausschnitt aus dem mit über 300 Ölgemälden, mehr als 400 Aquarellen, über 4.200 grafischen Arbeiten, zahlreichen  Mappenwerken und bibliophilen Illustrationen äusserst umfangreichen Werkes von Eberhard Schlotter (1921 - 2914) vor. Passend zu einem bibliophilen Verein lag es auf der Hand, sich an diesem Abend auf das Schaffen Eberhard Schlotters als Illustrator von Literatur, als Buchillustrator zu konzentrieren. Arno Schmidt soll Eberhard Schlotter einmal als den größten Illustrator des Jahrhunderts bezeichnet haben. Schlotter schuf zahlreiche Mappenwerke und bibliophile Ausgaben zu Texten von Giovanni Boccaccio, Bertold Brecht, Federico García Lorca. Unter anderen illustrierte Schlotter »Der Tod des Tizian« von Hugo von Hofmannsthal, Goethes »Urfaust«. Nicht fehlen darf natürlich die graphische Auseinandersetzung Schlotters mit Texten seines Freundes Arno Schmidt. So schuf Schlotter unter anderem 17 Radierungen zu Schmidts »Seelandschaft mit Pocahontas.« ...

... den ganzen Bericht lesen auf pirckheimer-magdeburg.de