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Pirckheimer-Blog

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Fr, 13.12.2019

Niemandsland

Anläßlich der traditionellen Adventsfeier des Berliner Bibliophilen-Abend wurde gestern auch die Jahresgabe des BBA ausgereicht.

Es ist für 2019 aus dem Kunstanstifter, Verlag für Illustration, der Band Niemandsland von Matthias Friedrich Muecke in einer nummerierten Teilauflage von 50 Expl., versehen mit einem nummerierten und signierten farbigen Siebdruck einer Illustration des Autors aus dem Buch, die sich dort als s/w-Zeichnung findet.

Aus dem Klappentext: "Berlin während des Kalten Krieges. Aus der Perspektive des Zeitzeugen und mit einem genauen Blick für die Besonderheiten und Entbehrungen des Ostberliner Alltags erzählt Matthias Friedrich Muecke die Geschichte zweier Heranwachsender. Vorlaut und unerschütterlich der eine, schüchtern und fragil der andere. ... 
Matthias Friedrich Muecke wurde 1965 in Ostberlin geboren. Nach einer Berufsausbildung bei der Denkmalpflege, Abitur und Abendstudium an der Kunsthochschule Berlin Weißensee, arbeitete er als Schaufensterdekorateur, Heizer und Ausstellungstechniker. Seit 1988 ist er freiberuflich als Maler, Grafiker und Szenenbildner für Film und Fernsehen tätig.
... Im Jahr 2000 gründete er die Edition Mueckenschwarm. 2009 wurde er von der Stiftung Buchkunst ausgezeichnet, 2013 erhielt er den Brandenburgischen Kunstpreis und 2015 den Nordhäuser Grafikpreis.
"

Di, 12.11.2019

Quelle: https://artbookberlin2019.blogspot.com

Jens Ziegler im Gespräch mit Claudia Berg

Das Programm auf der artbook.berlin, der Messe für Künstlerbücher und Editionen, ist auch 2019 prall gefüllt und vielseitig. 

Unter anderem findet am Eröffnungstag eine Podiumsdiskussion mit der Grafikerin Claudia Berg aus Halle mit dem Vorsitzenden des Berliner Bibliophilen-Abend, Dr. Jens Ziegler, statt.

Claudia Berg (Jahrgang 1976) ist allen Pirckheimern und Bibliophilen als renommierte Künstlerin mit dem Schwerpunkt Kaltnadelradierung bekannt. Sie hat zahlreiche originalgrafische Bücher geschaffen und ist mit ihrem vielfältigen Werk in vielen Sammlungen und Museen vertreten.

Der Eintritt zur artbook berlin ist kostenlos, Gäste sind gern willkommen.

Podiumsgespräch: 22. November 2019, 20 Uhr
artbook.berlin: 22. - 24. November 2019

Kunstquartier Bethanien
Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

Mi, 11.09.2019

Blick in die Ausstellung mit zwei Plakaten von A.M. Cassandre und einigen Schautafeln von Lásló Moholy-Nagy
Kinoplakate von Jan Tschichold

Wohin geht die typographische Entwicklung?

Unter diesem Titel stand im Mai 1929 ein Ausstellungsraum des Bauhaus-Künstlers László Moholy-Nagy, der in Berlin innerhalb der  Ausstellung „Neue Typographie“ präsentiert wurde. Die Kunstbibliothek rekonstruierte anläßlich der Bauhauswochen diesen historischen Ausstellungsraum mit den erhalten gebliebenen 78 Schautafeln und zeigt ergänzend eine Auswahl berühmter Plakate und Reklamedrucke der „Neuen Typografie“ u.a. von Willi Baumeister, A. M. Cassandre, Walter Dexel, Johannes Molzahn, Kurt Schwitters und Jan Tschichold aus der Sammlung der Kunstbibliothek.

Gleichzeitig wird einer Neuerscheinung zu dieser historischen Ausstellung von Moholy-Nagy in gemeinsamer Herausgeberschaft mit dem Designlabor Gutenberg, Hochschule Mainz präsentiert.

Der Berliner Bibliophilen Abend ließ sich heute durch Michael Lailach fachkundig durch die Ausstellung führen.

Ausstellung: 29. August - 15. September 2019

Kunstbibliothek Berlin
Matthäikirchplatz 6, 10785 Berlin

Fr, 03.05.2019

Wandelhalle für Bücherfreunde

Unter der Redaktion von Silvia Werfel und gestaltet von Michael Hempel erschienen pünktlich zum Osterfest die neuesten Nachrichten der Gesellschaft der Bibliophilen, die Wandelhalle für Bücherfreunde.

Im Zentrum das 100jährige Jubiläum des Bauhauses, dem die ersten 13 der insgesamt 47 Seiten gewidmet sind. Auch ein Bericht über den Verlag der Hegenbarth-Sammlung Berlin, in welchem u.a. eine Teilauflage des Bandes 5 der Entdeckungen "Schiller/Hegenbarth: Wem die Glocke schlägt" als Jahresgabe des BBA erschien, sowie ein Bericht über den 37. FISAE-Kongress 2018 in Prag und Termine des LBA und der Pirckheimer-Gesellschaft finden sich in finden sich in der Wandelhalle. Und ein zweites Mals stoße ich auf eine Jahresgabe des BBA: unter den Büchertipps eine Rezension des Titels "Bücher, die die Welt noch braucht" von Ulrich Goerdten, dem ehemaligen Vorsitzenden der Pirckheimer, dessen Buch ebenfalls in einer Teilaufkage mit einem eigenen Einband bei der Edition Schwarzdruck Gransee als Jahresgabe des BBA erschien.

Das Heft wird nach einem Relaunch der Seite der Gesellschaft der Bibliophilen Ende März dort nachzulesen sein, bis dahin kann man hier einen Blick in die Wandelhalle für Bücherfreunde werfen.

Fr, 14.12.2018

Umschlaggestaltung für den BBA, © Edition Schwarzdruck

Jahresgabe des BBA

Heute ist der Tag der Affen. Und just am heutigen Tag lese ich in einer Rezension Über die Zucht und Pflege des Affen: "... Nur das wollen wir bemerken, daß Jedermann, der sich bisher einen Zeisig, Mops, Laubfrosch oder Ameisenlöwen gehalten hat, nach Lesung dieses Büchleins zu dem viel leichter zu erziehenden und viel mehr Unterhaltung gewährenden Affen übergehen wird." Der Rezensent ergänzt: "Für alle Herren, welche die Flasche lieben, eine Festgabe, die ihnen Thränen der Rührung in die Augen zaubern wird", wozu der Hrsg. des Büchleins anmerkt, dass hier "... in camouflierender Weise auch die Folgen der Alkoholintoxikation (veisalgia) [gemeint seien], die heutzutage gemeinhin mit dem Wort ´Kater`bezeichnet werden."

Gefunden habe ich diese in der von Ulrich Goerdten herausgegebenen Jahresgabe des BBA Bücher, die die Welt noch braucht. Anzeigen und Rezensionen des Kladderadatsch von 1872 bis 1907. Damit setzt diese Sammlung die Reihe fiktiver Bibliographien fort, die seit der frühen Neuzeit Sammler und Buchkundler erfreut haben. "Zwei Register, Anmerkungen, ein Literaturverzeichnis und ein informatives Nachwort geben dem Buch jene Seriosität, auf die seine künftigen Leser Anspruch zu erheben sich berechtigt fühlen dürfen." (Umschlagtext)

Das Buch, von Marc Berger gestaltet, gesetzt und verlegt und im Schaltungsdienst Lange gedruckt und gebunden, wurde in einer Teilauflage von 70 Exemplaren mit einem entsprechenden Eindruck und eigenem Umschlagtitel für den BBA herausgegeben, der Großteil der Auflage kann jedoch über den Buchhandel auf den Gabentisch eines jeden Bücherfreundes gelangen.

Bücher, die die Welt noch braucht
Anzeigen und Rezensionen des Kladderadatsch von 1872 bis 1907

zusammengetragen, herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Ulrich Goerdten

Edition Schwarzdruck 2018, 160 Seiten
ISBN: 978-3935194952

Do, 13.12.2018

Foto © Abel Doering

Letzter Berliner Bibliophilen Abend 2018

Zum letzten Mal im Jahr 2018 traf sich der Berliner Bibliophilen Abend, schon traditionell, in der Wohnung von Ulrich Goerdten und Dr. Susanne Rothe.

Neben Kuchen, Tee und Kaffee, Häppchen und Wein, neben den üblichen Vorstellungen der schönsten Neuerwerbungen des letzten Jahres, gab es Neues. Till Schröder präsentierte die im Januar neu im Netz stehende überarbeitete Internetpräsenz des BBA, ein eindrucksvoller Neustart dieser inzwischen in die Jahre gekommenen Seite.

Ulrich Goerdten stellte die diesjährige Jahresgabe des BBA vor, den von ihm herausgegebenen Titel "Bücher, die die Welt noch braucht" mit Anzeigen und Rezensionen des Kladderadatsch von 1872 bis 1907 auf Bücher, die es nie gegeben hat, ein bibliophiler, humorvoller und vor Allem intellektueller Leckerbissen, der, in der Edition Schwarzdruck verlegt, in einer Teilauflage der Buchhandelsausgabe für den BBA mit individuellem Cover versehen wurde. Auf diesen Titel, der unter keinem Gabentisch eines Bibliophilen fehlen sollte, wird an dieser Stelle nochmals gesondert hingewiesen.

Der Kreis der Teilnehmer hielt sich in Grenzen, trotzdem konnten erst gegen Mittenacht die beiden Kerzen im Adventskranz gelöscht werden. Ein Zeichen dafür, dass sich im BBA nicht nur Liebhaber der Berliner Buchkunst, sondern Berliner Freunde im Bibliophilen zusammenfinden. 

Mi, 18.04.2018

Graphik der Jahresgabe des BBA | Wem die Glocke schlägt, Herrn Hegenbarths Entdeckungen, Band 5, Hg. von Jutta und Christopher Breu, ISBN 978-3-945970-05-8

Jahresgabe des BBA - Das Lied von der Glocke

Als der Berliner Bibliophilen Abend am 8. November 2017 in bei "Herrn Hegenbarth" zu Gast war und die dort gezeigten Illustrationen von Josef Hegenbarth zu Schillers "Lied von der Glocke" bewundern konnten, wurde die Idee zu einer Jahresgabe geboren und sogleich vom Leiter der Sammlung, Christopher Breu, aufgegriffen. Ein von ihm bereits geplantes Buchprojekt zu den Zeichnungen und Aquarellen konnten Till Schröder und Dr. Jens Ziegler noch ein wenig auf die "Bedürfnisse" des BBA zuschneiden und es entstand die Jahresgabe 2017:

Eine Teilauflage von 70 Exemplaren des Titels "Wem die Glocke schlägt", bibliophil gebunden in Schweizer Broschur mit einem 8-seitigen, gestanzten Umschlag, enthält als Jahresgabe des BBA eine nummerierte Hochdruckgrafik nach der Federzeichnung "Zeitungsleser in der Straßenbahn" von Josef Hegenbarth (um 1952), gedruckt auf 160 g Metapaper rough mit einer Blindprägung, auf der Rückseite nummeriert. Den Druck und die Blindprägung besorgten Die Lettertypen in Berlin Adlershof, die der BBA am 22. Januar 2018 in der Werkstatt besuchte.

Mo, 22.01.2018

Das Blatt "Zeitungsleser in der Straßenbahn" von Josef Hegenbarth wartet auf den Aufdruck einer Zueignung des BBA

Lettertypen, BBA und Hegenbarth

Heute Abend trafen sich die Mitglieder und Freunde des BBA bei den Lettertypen in Adlershof. Die ehemalige Druckerei Lutz Nessing, 2014 von den Lettertypen wiedereröffnet, versteht sich nicht nur als eine Werkstatt des Buchhochdrucks, sondern als eine Institution, die dieses Handwerk traditionellen Druckens bewahren möchte. Heute drucken hier u.a. auch Studenten, Künstler, Pädagogen und Pirckheimer, Akzidenzen stehen auf dem Programm genauso wie Verlagsaufträge.

Daniel Klotz, der zum heutigen Bibliophilen Abend die Hörer gastlich empfing, begeisterte die Teilnehmer mit seinem Enthusiasmus und einer Sachkenntnis, die selbst den Mitgliedern des Berliner Bibliophilen-Abend, die ursprünglich als Bewunderer fast vergessener Druckmaschinen nach Adlershof gekommen waren und für die die Beschäftigung mit Papier, Drucktechniken und der jüngeren Geschichte des Druckens nicht fremd sind, neue Erkenntnisse brachten.

In der Werkstatt fanden sich dann auch Blätter eines der neuesten Aufträge der Lettertypen - das in 4 Tagen erscheinende Buch "Wem die Glocke schlägt", welches alle Illustrationen von Josef Hegenbarth zu Schillers "Lied von der Glocke" enthält und welches in einer nummerierten Teilauflage als Jahresgabe des BBA ausgereicht wird.

Das Buch konnte heute noch nicht verteilt werden, aber Daniel Klotz gab allen Teilnehmern Gelegenheit, ein selbst gedrucktes Blatt "Lesen macht schön" mit einer Widmung des heutigen Abends mit nach Hause zu nehmen. Danke!
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... weitere Fotos hier

Do, 14.12.2017

Adventsabend der Berliner Bibliophilen

Der BBA traf sich heute bei seinen Mitgliedern Susanne Rothe und Ulrich Goerdten zum traditionellen Adventsabend, um bei Kaffee und Kuchen, später bei Rotwein und Schnittchen das letzte Jahr Revue passieren zu lassen und einen Blick auf das kommende Jahr zu werfen.

Wie in jedem Jahr stellten die Mitglieder interessante und ihnen wichtige Neuerwerbungen des vergangenen Jahres vor. Das reichte über Erinnerungen an den kürzlich verstorbenen Horst Hussel, glückliche Flohmarktfunde oder erstaunliche Entdeckungen auf Auktionen und Buchkunstmessen bis hin zur Entdeckung von Buchtiteln und Illustratoren, die bislang in keiner Bibliiothek bekannt sind. Und sie spiegelten eine erstunliche Vielfalt der Sammelgebiete wider, Graphic Novel, Typographie, bibliophile Klassikerausgaben, Autographen oder einfach gut gemachte Bücher ...

Fr, 13.10.2017

Leipogramme und Lautgedichte

Der Berliner Bibliophilen Abend war am Donnerstag zu Gast bei Ulrich Goerdten, der in die Oulipo (L' Ouvroir de Littérature Potentielle - franz.: „Werkstatt für Potentielle Literatur“) einführte und dabei auch eigenen Gedichte vortrug, wobei er diese künstlerische Technik auch am Beispiel einer Bachschen Fuge demonstrierte. Auch diejenigen, die ähnliche Lesungen von Ulrich Goerdten bereits erleben durften, erfuhren Interessantes zu dieser Lyrik und sogar neue Nuancen seiner Rezitation.

Ein wahrlich bibliophiler Abend in kleiner Runde bei Poesie, Wein und Gebäck, an dem auch Pirckheimer teilnahmen, die nicht im BBA Mitglied sind, für dessen Gelingen neben Ulrich Goerdten natürlich auch Dr. Susanne Rothe herzlich zu danken war.
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Sa, 30.09.2017

Leipogramm und BBA

Ulrich Goerdten wird zum nächsten Treffen des Berliner Bibliophilen Abend unter dem Titel

Das Leipogramm als literarische Form.
Geschichte und Gegenwart.
Mit Rezitation, Musik und Erläuterungen.

über eine Form der Poesie sprechen, die ihm Anregung für seine in der Edition Schwarzdruck erschienenen "Lürische(n) Ybungen" war. Auf Lesungen mit Piano-Begleitung von Ulrich Goerdten in ähnlicher Form wurde hier bereits mehrfach hingewiesen - wer sie erlebte, wird sie weiterempfehlen.
Gäste sind willkommen, ein Teilnahmewunsch sollte aus Kapazitätsgründen bei Dr. Jens Ziegler | BBA angemeldet werden.

Lesung: 12. Oktober 2017, 19:30

Salzburger Straße 8, 10825 Berlin

Di, 30.05.2017

Eberhard Schlotter

Jutta Osterhof bei einem Vortrag über Eberhard Schlotter vor dem BBA 2012
... Am 17. Mai 2017 stellte Jutta Osterhof den Bibliophilen und Graphikfreunden Magdeburg und Sachsen/Anhalts einen speziellen Ausschnitt aus dem mit über 300 Ölgemälden, mehr als 400 Aquarellen, über 4.200 grafischen Arbeiten, zahlreichen  Mappenwerken und bibliophilen Illustrationen äusserst umfangreichen Werkes von Eberhard Schlotter (1921 - 2914) vor. Passend zu einem bibliophilen Verein lag es auf der Hand, sich an diesem Abend auf das Schaffen Eberhard Schlotters als Illustrator von Literatur, als Buchillustrator zu konzentrieren. Arno Schmidt soll Eberhard Schlotter einmal als den größten Illustrator des Jahrhunderts bezeichnet haben. Schlotter schuf zahlreiche Mappenwerke und bibliophile Ausgaben zu Texten von Giovanni Boccaccio, Bertold Brecht, Federico García Lorca. Unter anderen illustrierte Schlotter »Der Tod des Tizian« von Hugo von Hofmannsthal, Goethes »Urfaust«. Nicht fehlen darf natürlich die graphische Auseinandersetzung Schlotters mit Texten seines Freundes Arno Schmidt. So schuf Schlotter unter anderem 17 Radierungen zu Schmidts »Seelandschaft mit Pocahontas.« ...

... den ganzen Bericht lesen auf pirckheimer-magdeburg.de

Sa, 06.05.2017

Eberhard Schlotter

Faksimile einer bibliophilen Mappe vom Bomann-Museum und der Stadt Celle
(Jahresgabe 2015 des Berliner-Bibliophilen-Abend)
Jutta Osterhof, Vorstandsmitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, wird beim nächsten Abend der »Schwesterorganisation« der Pirckheimer-Gesellschaft, den Bibliophilen und Grafikfreunde Magdeburg und Sachsen-Anhalt e. V. »Willibald Pirckheimer«, über Eberhard Schlotter sprechen. Im Mittelpunkt ihrer Ausführungen wird dessen Schaffen als Buchillustrator stehen. 
Gäste sind wie immer herzlich willkommen.

17. Mai 2017, 19 Uhr

Literaturhaus Magdeburg, Thiemstraße 7

Fr, 14.04.2017

Jürgen Gottschalk (1950 - 2017)

Tief betroffen musste ich heute erfahren, dass Jürgen Gottschalk am 28. März im Alter von nur 67 Jahren verstorben ist.
Der am 6.3.1950 geborene Historiker Jürgen Gottschalk ist den Pirckheimern nicht nur als Sammler von Judaica zum Thema Musik, Theater, Kabarett, Witz und Humor und durch Aufsätze zu diesem Thema in den Marginalien und anderen Zeitschriften bekannt, wo er u.a. über den Berliner Antiquar, Verleger und Mäzen Louis Lamm publizierte. Seine wissenschaftlich Vorträge vor den Pirckheimern und dem BBA werden den Teilnehmern genauso in Erinnerung bleiben, wie seine musikalischen Kleszmer-Darbietungen am Akkordeon. Seit 2010 stellte Jürgen Gottschalk seine einzigartige Sammlung unter dem Titel Humoristica Judaica im Internet vor und erreichte damit Interessenten an Jüdischen Hochschulen in Deutschland genauso wie auch Bibliotheken und Forschungseinrichtungen in Osteuropa und den USA.
Seine fundierten bibliophilen Recherchen zum Thema Judaica haben das Wissen um dieses Gebiet nicht nur bei den Pirckheimern bereichert - sein Tod hinterlässt eine Lücke.
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Sa, 11.02.2017

Bibliothek im Hugenottenmuseum Berlin

Der Berliner Bibliophilen Abend wird wieder einen weißen Fleck auf seiner bibliophilen Landkarte in Berlin tilgen!
Mitten in der Stadt auf dem Gendarmenmarkt befindet sich ein weitgehend unbekanntes Kleinod der preußisch-französischen Kulturgeschichte, die Bibliothek im Hugenottenmuseum Berlin Ihren Ursprung dürfte sie in den Beständen des 1689 gegründeten Französischen Gymnasiums haben. Zu einer wesentlichen Erweiterung kam es seit 1769 mit dem Aufbau der Bibliothek des Séminaire de Théologie. Trotz erheblicher Kriegsverluste birgt sie besondere Schätze aus vielen Bereichen, darunter seltene Lehrmaterialien des Gymnasiums aus dem 18. und 19. Jahrhundert.
Herr Robert Violet, Leiter der Bibliothek, wird die Teilnehmer empfangen und über die Geschichte, Bedeutung und Bestände seiner Schatzkammer aufklären. Gäste sind wieder herzlich willkommen!

27. Februar 2017, 18.30 Uhr
Treffpunkt 18.20 Uhr

Französischer Dom, Eingang Markgrafenstraße
(gegenüber Restaurant AMICI)