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Staatsbibliothek zu Berlin

Pirckheimer-Blog

Staatsbibliothek zu Berlin

Mo, 20.08.2018

Superheld*innen in der Staatsbibliothek

Aus Anlass der Schenkung einer umfangreichen privaten Sammlung amerikanischer Comics an die Staatsbibliothek im Jahr 2017 wird In Reihe „Werkstattgespräche" Professor Daniel Stein von der Universität Siegen einen Vortrag zum Thema „Superheldencomics als mobiles Archiv" halten.

Eine kleine Ausstellung ausgewählter Superheld*innen-Comics aus der neuen Sammlung der Kinder- und Jugendbuchabteilung ergänzt den Abend.

Vortrag: 20. September 2018, 18.15 Uhr

Dietrich-Bonhoeffer-Saal der Staatsbibliothek zu Berlin
Potsdamer Straße 33, Berlin- Tiergarten

Mo, 14.05.2018

© Bild: Ursula Kirchberg, CC NC-BY-SA

Buchillustrationen von Ursula Kirchberg

Im Rahmen der Reihe „Kinderbuch im Gespräch“ der Staatsbliothek zu Berlin fündet unter dem Titel "Die Lust am Gestalten. 50 Jahre Buchillustrationen von Ursula Kirchberg" die Übergabe von Skizzen und Originalillustrationen Ursula Kirchbergs an die Kinder- und Jugendbuchabteilung statt.

Ihre Devise „Illustrieren heißt, ein Herz zu haben für literarische Geisteskinder und ihre Urheber“ sowie auch die Überzeugung, dass Illustrationen zur aktiven, möglichst verbalen, Auseinandersetzung mit dem Bild und einem bestimmten Thema auffordern sollen, merkt man den Werken Ursula Kirchbergs an. Gepaart mit hohem künstlerischem Niveau begründen sie ihren Erfolg.
Zwischen 1960 und 2012 erschienen zahlreiche von Ursula Kirchberg illustrierte Werke, vor allem im Kinderbuchbereich und insbesondere Bilderbücher. Während sich die Originale zu insgesamt 14 Bilderbüchern aus der Zeit zwischen 1967 und 2003 heute im Bilderbuchmuseum Burg Wissem in Troisdorf befinden, und die Illustratorin die Originalarbeiten zu vier Bänden mit Texten Theodor Storms dem Literaturmuseum Theodor Storm in Heiligenstadt übereignet hat, darf sich die Kinder- und Jugendbuchabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin über die überaus großzügige Schenkung weiterer Werke aus dem Vorlass von Ursula Kirchberg freuen. Darunter befinden sich u.a. die Skizzen und Illustrationen zu „Selim und Susanne“, ein Titel, der sich bereits 1978 dem Thema der Integration ausländischer Kinder widmete, der 1979 auf der Auswahlliste zum Deutschen Jugendliteraturpreis stand und 1984 mit dem Kinderliteraturpreis der Ausländerbeauftragten der Stadt Berlin ausgezeichnet wurde, sowie auch die Skizzen zu „Isidor und Adebar“ und die Illustrationen für „Fridolin“, beide zählten, 1969 bzw. 1977, zur Auswahlliste für den Deutschen Jugendliteraturpreis.

(Sigrun Putjenter)

8. Juni 2018, 18 Uhr
Anmeldung bis zum 1. Juni 2018 an kinderbuchabt@sbb.spk-berlin.de

Dietrich-Bonhoeffer-Saal der Staatsbibliothek zu Berlin, Potsdamer Platz

Mi, 07.03.2018

Deckel des Gebetbuches mit Elfenbeinarbeit, © Staatsbibliothek zu Berlin - PK

Gebetbuch der Herzogin Maria von Geldern

Im Jahr 1415 wurde für die Herzogin Maria von Geldern ein Gebetbuch fertiggestellt, das sich heute in der Staatsbibliothek zu Berlin befindet.

In den Jahren 2016 bis 2018 wurde bzw. wird die Handschrift konserviert. Dazu wurden zunächst die rund 500 Blätter vereinzelt und materialtechnisch mit verschiedenen Techniken untersucht. Die Ergebnisse aus dem Rathgen-Forschungslabor der Staatlichen Museen und der Restaurierungwerkstatt der Staatsbibliothek zu Berlin mündeten in ein Konservierungskonzept.
Nach der Konservierung wird die lagenweise gebunden und in Kassetten aufbewahrt. Der Einband wird separat aufbewahrt.

Am Lehrstuhl der Radboud Universität für Ältere Niederländische Literatur erforschen Wissenschaftler verschiedener Disziplinen die Person Maria von Geldern wie auch insbesondere ihr Gebetbuch. Ab Otober werden die Forschungsergebnisse in Nijmegen der Öffentlichkeit mit der Ausstellung und dem Katalog „Ich, Maria von Geldern. Die Herzogin und ihr berühmtes Gebetbuch“ sowie während einer wissenschaftlichen Tagung vorgestellt.

Aussstellung: 13. Oktober 2018 - 6. Januar 2019

Museum Het Valkhof
Nijmegen, NL

Do, 25.01.2018

Ausschnitt aus dem Nibelungenlied | Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin - PK

Handschriften gehen online

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft bewilligt ein nationales Web-Portal für Buchhandschriften des Mittelalters und der Neuzeit in deutschen Kultureinrichtungen. Unter Projektleitung der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz wirken die Universitätsbibliothek Leipzig, die Bayerische Staatsbibliothek und die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel zusammen.

Seit dem frühen Mittelalter wurden handschriftliche Texte zunehmend als gebundene Bücher überliefert. Etwa 60.000 dieser Unikate allein aus der Zeit bis um 1500 werden in deutschen Bibliotheken und Archiven aufbewahrt. Zu den prominentesten Vertretern gehören Handschriften des Nibelungenliedes (13. Jh.), die Carmina Burana (um 1230) oder ein Autograph des Decamerone von Giovanni Boccaccio (1370).

Innerhalb der bibliothekarisch-wissenschaftlichen Informationsinfrastruktur wird sich mit dem Handschriftenportal die zentrale Instanz für digitale Informationen zu Buchhandschriften deutscher Kultureinrichtungen etablieren. Während der Entwicklung der Open-Source-Anwendung werden die verschiedenen User-Communities kontinuierlich eingebunden sein.

Auch die breite Öffentlichkeit wird ohne Schranken auf das Web-Portal zugreifen und sich mit dem ältesten schriftlichen Kulturerbe in Deutschland befassen können. Die Freischaltung einer Beta-Version ist für Sommer 2020 vorgesehen.

Fr, 03.11.2017

Büchertisch MUNDO AZUL
Silva Finger
Vitrinenausstellung Klaus Ensikat
Klaus Ensikat signiert, Foto © Marianne Müller

Klaus Ensikat

Heute Abend wurde in der Staatsbibliothek zu Berlin Klaus Ensikat geehrt und natürlich, wie es sich aus diesem Anlass gehört, mit Superlativen überschüttet. Nach einer Begrüßung durch die Generaldirektorin Barbara Schneider-Kempf führte Carola Pohlmann, Leiterin der Kinder- und Jugendbuchabteilung, in das umfangreiche Œvre des Künstlers ein, danach sprach Barbara Kindermann über die 16jährige Zusammenarbeit ihres Verlages mit dem Kinderbuchillustrator und Roswitha Budeus-Budde, Redakteurin für Kinder- und Jugendliteratur der SZ, stellte Illustrationen vor, die bisher nicht erschienen und von der eine unter dieser Rubrik in der morgigen Ausgabe veröffentlicht wird. Kurz: eine Laudatio jagde die nächste, eine Laudatio übertraf die andere. Zu Recht.

Klaus Ensikat sieht sein Wirken bescheidener, wie es nur einem großen Künstler zusteht: Er habe doch nur Vorlagen abgezeichnet! Und seine akribisch gearbeiteten Zeichnungen waren nur der Hoffnung geschuldet, dass mehr Striche in einer Zeichnung eine höhere Bezahlung bedeuten müsse. Aber es bleibt dabei, seine Illustrationen haben Generationen von Lesern geprägt, ihnen Geschichte und Geschichten, Kultur und Bücher näher gebracht.

Auch die Auftritte von Silva Finger an der Violine zwischen den Vorträgen werden den Gästen, darunter etliche Pirckheimer, in Erinnerung bleiben. Ein wahrhaft gelungener Abend in der Reihe "Kinderbuch im Gespräch" der Staatsbibliothek zu Berlin - Preussischer Kulturbesitz, von Carola Pohlmann und ihrem Team wunderbar realisiert.

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Sa, 21.10.2017

Klaus Ensikat - LX Jahre Pirckheimer Gesellschaft, Zeichnung 2016, von der Nyloprintplatte gedruckt (Schwarzdruck, Marc Berger), Aufl. 550 Expl., Beilage zur Jahresgabe der Pirckheimer-Gesellschaft 2016 (Jubelrufe aus Bücherstapeln III)

Klaus Ensikat (nachträglich) zum Geburtstag

Irgendwas stimmt immer nicht.

(Klaus Ensikat im von Ute Wegmann geführten Interview im Deutschlandfunk am  11. März 2017 unter dem Titel „Ich versuche immer niedlich zu sein, aber es wird nichts”)

Klaus Ensikat wurde im Januar 1937 in Berlin geboren und absolvierte hier Anfang der 1950er Jahre in der DDR eine Ausbildung als Dekorateur. Es folgte ein Studium an der Fachschule für Angewandte Kunst und eine Anstellung als Werbegrafiker bei der DEWAG. Bevor er sich ab 1965 als Grafiker selbständig machte, dozierte er an der Berliner Fachschule für Angewandte Kunst. Mit all diesen Erfahrungen »im Gepäck« widmete sich Klaus Ensikat schließlich der Buchkunst im umfassenden Wortsinn. Er illustrierte für zahlreiche literarische Werke (u.a. Edgar Allan Poe, Mark Twain, Jules Vernes, Lewis Carroll oder Edward Lear), gestaltete Einbände und Titelblätter und arbeitete weiterhin für Zeitschriften (u.a. »Das Magazin« und »Eulenspiegel«). Für sein illustratives Werk wurde ihm 1996 die höchste Anerkennung zuerkannt: der »Hans-Christian-Andersen-Preis«, der sogenannte »Nobelpreis für Illustration«

Die Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz ehrt Klaus Ensikat "(nachträglich) zum Geburtstag" mit einem Festakt am 3. November 2017.

Mi, 30.08.2017

Abb. aus dem Album von Heinrich Friedrich von Diez - Mongolische Reiter mit Gefangenen

Heinrich von Diez - Orient-Gesandter Friedrich II.

Ihre Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz lädt Sie herzlich ein zum Vortrag: Prof. Dr. Hendrik Birus (München/Bremen) spricht über Goethes Hochschätzung des ‚Liebhabers‘ und ‚Polemikers‘ Diez.

Heinrich Friedrich von Diez (1751-1817) wurde im Jahr 1784 von Friedrich II. nach Konstantinopel gesandt, dort verbrachte er sechs Jahre. Später nahm der gute Kenner des Orients als Schriftsteller und Privatgelehrter bedeutenden Einfluss auf das geistige Leben in Berlin, Potsdam und Kolberg. Seine Schriften standen im Zeichen des Sturm und Drang, Goethe würdigte den streitbaren Gelehrten als eine Inspirationsquelle für seinen West-östlichen Divan. Der Königlichen Bibliothek in Berlin, heute Staatsbibliothek zu Berlin, vermachte der leidenschaftliche Sammler seine Privatbibliothek mit 17.000 Druckschriften und mehr als 850 orientalischen und abendländischen Handschriften. Diese Diez-Sammlung gehört heute zu den kostbarsten Sammlungen der Staatsbibliothek.

Anmeldung 

Außerdem widmen sich in einem Symposium Wissenschaftler/innen aus den U.S.A., Japan, der Schweiz, der Türkei und Deutschland dem Leben und Wirken Heinrich von Diez‘, siehe orient/aktuelles. Bei Interesse können Sie sich auch dafür noch bis zum 31. August anmelden, dies bitte ebenfalls bei orientabt.

Vortrag: 7. September 2017, 18 Uhr | Symposium: 7. und 8. September 2017

Staatsbibliothek zu Berlin | Orientabteilung | Potsdamer Str.

Mi, 16.08.2017

Kinderbuch im Gespräch

Gesprächsabend mit dem Bilderbuchkünstler Sebastian Meschenmoser in der Staatsbibliothek zu Berlin.

Sebastian Meschenmoser wurde 1980 in Frankfurt am Main geboren. 2001 begann er ein Studium an der Akademie für bildende Künste in Mainz. Nachdem er für ein halbes Jahr die Ecole Nationale Superieure d'Art in Dijon besuchte hatte, wechselte er 2006 in die Meisterklasse von Anne Berning in Mainz und schloss sein Studium 2007 ab. Sein erstes Buch »Fliegen lernen« erschien im Jahr 2005, sein zweites Bilderbuch »Herr Eichhorn und der Mond« (2006) wurde 2007 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. 2014 erschien Sebastian Meschenmosers Bilderbuch »Gordon und Tapir«, das 2015 erneut für den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Bilderbuch nominiert wurde

Im Herbst 2017 werden gleich zwei neue Bücher des Künstlers veröffentlicht - und in der Veranstaltung erstmals präsentiert: Die von Sebastian Meschenmoser illustrierte Neuausgabe des Kinderbuchklassikers »Der Wind in den Weiden« und der Band »Die verflixten 7 Geißlein«.

Lesung: 11. September 2017, um 18.00 Uhr

Dietrich Bonhoeffer-Saal der Staatsbibliothek zu Berlin | Potsdamer Straße 33, Berlin-Tiergarten

Mo, 22.05.2017

Sola scriptura

Die Berlin-Brandenburger Pirckheimer trafen sich am 18. Mai zum zweiten Mal in diesem Jahr im Haus Unter den Linden der Staatsbibliothek. Unter dem Motto „Sola scriptura – allein durch die Schrift“ stellte Andreas Wittenberg, Referatsleiter in der Abteilung Historische Drucke, die Luther-Sammlung der Bibliothek vor. Erstmalig traf man sich im neuen Konferenzsaal 4, der in dem Bereich des Hauses liegt, der nach umfangreichen Baumaßnahmen nun schrittweise wieder zur Verfügung stehen wird. Die Geschichte der Sammlung geht weit zurück in die Vergangenheit. Schon der Gründungsbestand der „Churfürstlichen Bibliothek zu Cöln an der Spree“ (1661) enthielt eine kleine Büchersammlung, die aus dem Nachlass von Martin Luther stammte. Im Laufe der Zeit kamen weitere Lutherdrucke in die Bibliothek. Entscheidend für den weiteren Aufbau der Sammlung wurden zahlreiche große Erwerbungen im 19. Jahrhundert. Die nun „Königliche Bibliothek“ (seit 1701) galt bereits um die Mitte des Jahrhunderts als die weltweit vollständigste an zeitgenössischen Luther-Drucken und als ab 1841 der Gesamtbestand der Bibliothek neu katalogisiert und neu aufgestellt wurde entschloss man sich, im „großen Realkatalog“ im Fach Theologie eine eigene Signaturengruppe einzurichten und die Ausgaben dort chronologisch zu verzeichnen. Die Luthersammlung bildete fortan eine eigenständige Sondersammlung.
Die „Hure Babylon“ aus dem September-
und dem Dezembertestament (Holzschnitt
aus der Werkstatt Lucas Cranachs d. Ä.).
Abb. aus einem Beitrag der Staats-
bibliothek zu Berlin, Andreas Wittenberg
Während des Zweiten Weltkriegs wurden auch die Lutherdrucke ausgelagert. Wir müssen davon ausgehen, dass diese einmalige Sammlung in den Wirren der letzten Kriegswochen vollständig vernichtet wurde. Einzig der Plakatdruck der 95 Thesen war nicht ausgelagert worden und entging so dem Schicksal der übrigen Drucke. Alle zeitgenössischen Lutherdrucke, die heute wieder im Bestand der Staatsbibliothek vorhanden sind, sind Nachkriegserwerbungen. Im OPAC sind nun wieder über 900 verzeichnet.
Auch wenn die Spitzenstücke - wegen der nochmaligen Präsentation der Ausstellung „Bibel, Thesen, Propaganda“ zum Kirchentag - nicht gezeigt werden konnten, präsentierte Herr Wittenberg eine erstaunliche Auswahl. Der Bogen spannte sich von den eigentlichen Reformationsschriften bis hin zu Luthers Schriften in denen er sich mit anderen religiösen Bewegungen und dem Bauernkrieg auseinandersetzte. Den krönenden Abschluss bildeten die Bibeldrucke, darunter das berühmte „Septembertestament“ und das nicht weniger berühmte „Dezembertestament“ mit den Holzschnitten aus der Cranach-Werkstatt.
(Ninon Suckow)

So, 14.05.2017

Prinzessinnen-Bibliothek in der SBB

Die Staatsbibliothek zu Berlin und die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten erwarben gemeinsam Prinzessinnen-Bibliothek.
Fünf Stiftungen und 120 Privatpersonen unterstützten die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg und die Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz beim gemeinsamen Erwerb der Prinzessinnen-Bibliothek. Diese setzt sich aus den einstigen Privatbibliotheken dreier hochadliger Damen zusammen, die alle in enger verwandtschaftlicher Verbindung zu Friedrich II. von Preußen (1712-1786) standen: Seine Mutter Sophie Dorothea von Hannover, Königin in Preußen (1687-1757), seine Schwester Luise Ulrike von Preußen, Königin von Schweden (1720-1782), und seine Nichte Sophie Albertine, Prinzessin von Schweden und Äbtissin des Reichsstifts Quedlinburg (1753-1829).
Die Büchersammlung umfasst 1.445 Titel in 4.500 Bänden. In den Titeln wie auch in den verschiedenen Ausgaben spiegelt sich das Spektrum weiblicher Bildung im europäischen Hochadel ...

... weitere Informationen hier.

Di, 04.04.2017

Private Bilderbücher

In der Veranstaltungsreihe „Kinderbuch im Gespräch" der Staatsbibliothek zu Berlin wird Herr Professor Friedrich C. Heller über „Private Bilderbücher" referieren.
„Private Bilderbücher" - also Bilderbücher, die nicht über die offiziellen Vertriebswege kommerzieller Verlage ihre Verbreitung finden, stellen für Sammler und Bibliographen eine große Herausforderung dar. Einerseits befinden sich darunter wahre Schätze der Bilderbuchkunst, anderseits ist ihre Existenz oft nur durch Zufall oder umständliches Nachforschen eruierbar und über Bibliographien zumeist nicht nachweisbar.
Der rote Faden; Illustration: Ernst Kutzer. – Text (in einem Begleitheft):
Armin Brunner. Wien, Gesellschaft für graphische Industrie, o.J. [1921].
13,8 x 21,5 cm. Sammlung Friedrich C. Heller
Friedrich C. Heller - seit Jahrzehnten auf der Suche nach solchen ungewöhnlichen, unbekannten und überraschenden Büchern - wird versuchen, die Eigenheiten der privaten Bilderbücher in Vergangenheit und Gegenwart systematisch zu erfassen und den Reiz dieser Bilderbuch-Spezies zu charakterisieren.
Eine Bilderschau und eine kleine Vitrinen-Ausstellung (mit Beispielen aus den Sammlungen Friedrich C. Hellers und aus dem Bestand der Staatsbibliothek) ergänzen diese Ausführungen - zur „Augenlust" der Betrachter.

Vortrag: 3. Mai 2017, 18.00 Uhr

Dietrich-Bonhoeffer-Saal der Staatsbibliothek zu Berlin
Potsdamer Straße 33, Berlin-Tiergarten

So, 25.12.2016

Luther-Jahr 2017 in der Staatsbibliothek

Bibel - Thesen - Propaganda.
Die Reformation erzählt in 95 Objekten

Einer der wesentlichen Auslöser der Reformationsbewegung ab dem Ende des Jahres 1517 war die Verbreitung der 95 Thesen Martin Luthers, in denen er seine fundamentale Kritik zum Ablasshandel niedergeschrieben hatte.
Heute  sind nur noch sieben Exemplare der Thesendrucke aus Nürnberg und Leipzig bekannt. Der Nürnberger Plakatdruck der Staatsbibliothek zu Berlin wurde 2015 in das UNESCO-Register „Memory of the World“ aufgenommen und damit zum Weltdokumentenerbe erklärt. Zur Ausstellung erscheint von diesem Exemplar ein Faksimile, das auf praktische Handgröße gefaltet ist, ebenso wie es die Faltspuren des Originals aus dem Jahr 1517 zeigen.
Ausschnitt aus dem Nürnberger Plakatdruck der 95 Thesen, 1517
Neben der ersten Übersetzung der Luther-Bibel in das Sorbische sind auch Übersetzungen in eine Variante der Hindustani-Sprache oder ins Chinesische zu sehen. Zur lutherischen Kirchenmusik sind Autographe Bachs, Telemanns und Mendelssohns zu bewundern, ebenso ein sofort wieder verworfener Kompositionsversuch Martin Luthers selbst. Die Ausstellung stellt die Quellen der Reformationsbewegung, die vor 500 Jahren ihren Anfang nahm, wie auch deren weiteren Verlauf bis hin zur Manifestation der lutherischen Kirche zunächst in Europa, später auf anderen Kontinenten, in großer formaler Breite und inhaltlicher Tiefe vor.  Der Eintritt zur Ausstellung ist frei, in zahlreiche Führungen werden die einzelnen Objekte erläutert.

Ausstellung: 3. Februar – 2. April 2017
und zum Ev. Kirchentag 24. – 28. Mai 2017

Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Haus Potsdamer Straße 33 / Kulturforum, 10785 Berlin

Sa, 22.10.2016

Adoleszenz in den Comics. Damals und heute

March 7, 1897 Fortune Smiles Upon
the Yellow Kid at the Monte Carlo
New York Journal
Schon in den Vorläufern der heutigen Comics, den sogenannten Comicstrips stehen meist Kinder und kindliche Lebenswelten im Mittelpunkt des Geschehens. Ihre Darstellung erfolgt allerdings aus einer satirischen Perspektive, die Handlung konzentriert sich überwiegend auf die Späße und Streiche, die sie einander und den Erwachsenen spielen. Als prominente Beispiele für solche Bildergeschichten gelten „The yellow kid“ (1895) oder „Buster Brown“ (1902) von Richard F. Outcault.
Mit dem Aufkommen der Comichefte in den 1930er Jahren ergaben sich nicht nur erweiterte Möglichkeiten des graphischen Erzählens – mit dem Wandel des Mediums änderte sich auch die Leserschaft. Während die in den Zeitungen abgedruckten Comicstrips meist von einem erwachsenen Publikum gelesen wurden, wird das Comicheft nun Lieblingslektüre von Kindern und Heranwachsenden. Der veränderte Rezipientenkreis beeinflusste auch die erzählerische Perspektive: mit Beginn der 1960er Jahre etablierte sich neben dem bis dahin vorherrschenden humoristischen Ansatz eine mehr und mehr realistische Darstellung der zeit- und alterstypischen  Lebenswelten von Heranwachsenden. In der deutschsprachigen Comiclandschaft ist seit Beginn des neuen Jahrtausends die adoleszente Lebensphase häufig Gegenstand von fiktionalen sowie von autobiographischen Comics, die das Subgenre des Adoleszenzcomics bilden.
Dr. Felix Giesa, Mitarbeiter der Arbeitsstelle für Kinder- und Jugendmedienforschung (ALEKI) an der Universität zu Köln gibt einen umfassenden Überblick über die Darstellung von Adoleszenz in Comics des 20. Jahrhunderts und untersucht erstmals Entstehung und Entwicklung der Adoleszenzcomics als eigenständige Bilderzählungen.

Werkstattgespräch: 10. November 2016, 18.15 Uhr

Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße
Dietrich-Bonhoeffer-Saal

Mi, 24.08.2016

Der goldene Käfig. Prächtiges Federvieh

  POST # 2.500 im PIRCKHEIMER-BLOG  

© Bohem Press
In der Veranstaltungsreihe „Kinderbuch im Gespräch“ lädt die Staatsbibliothek zu Berlin zu einem Gesprächsabend mit dem flämischen Bilderbuchkünstler Carll Cneut ein. Begleitend zur Veranstaltung werden in der Reihe „Literatur im Foyer“ Originalillustrationen von Carll Cneut ausgestellt.
Carll Cneut gehört gegenwärtig zu den bedeutendsten lllustratoren in Europa. Sein erstes Bilderbuch „Varkentjes van marsepein (Marzipanschweinchen) mit einem Text von Geert de Kockere erschien 1996. inzwischen hat Carll Cneut über 40 Bilderbücher sowie Kinder- und Jugendbücher veröffentlicht, die in mehr als zehn Sprachen übersetzt und in über 35 Ländern verkauft wurden. Für seine Arbeiten wurde Carll Cneut mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt. Nach Erscheinen der deutschen Übersetzung wurde „Der goldene Käfig in der Kategorie Bilderbuch für den „Deutschen Jugendliteraturpreis 2016“ nominiert. In diesem Jahr ist Carll Cneut Gast des internationalen literaturfestivals berlin (ilb).
Für Teilnahme an "Kinderbuch im Gespräch" wird um Voranmeldung per E-Mail, Telefon 030 266 436401 oder per Post (Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, Kinder- und Jugendbuchabteilung, Westhafenstraße 1, 13353 Berlin) gebeten.

Lesung: 13. September 2016, 18 Uhr
Ausstellung: vom 7. - 17. September 2016

Staatsbibliothek zu Berlin, Haus II
Potsdamer Str. 33, Berlin-Tiergarten
Foyer (Ausstellung)
Dietrich-Bonhoeffer-Saal (Lesung)

Di, 21.06.2016

Die Zweite Kultur der DDR

Entwerter/Oder Nr. 33, Berlin 1989,
Hrsg: Uwe Warnke, Umschl: Thomas Günther
Im Rahmen einer Veranstaltungsreihe der Berliner Universitäten und der Staatsbibliothek zu Berlin über „Die Materialität von Schriftlichkeit“ spricht Uwe Warnke (Uwe Warnke Verlag) über „ENTWERTER/ODER und die Folgen: vom >Zeitschriftenunwesen< zur Buchkunst im DDR-Untergrund.
Der Publikationswille des literarischen und künstlerischen Untergrunds (besser: der Zweiten Kultur) der 1980er Jahre in der DDR zeichnete sich durch eine große Vielfalt an Ausdrucksmitteln aus: Künstlerzeitschriften, original-grafische Editionen, Mappenwerke, Bücher. Die Künstlerzeitschriften waren das Experimentierfeld. Die Künstlerbücher folgten.

5. Juli 2016, 18.15 Uhr

Staatsbibliothek zu Berlin
Haus Unter den Linden, Konferenzraum 4