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Abel Doering

Pirckheimer-Blog

Abel Doering

Do, 02.06.2016

eine Antwort an alle Besucher des Pirckheimer-Blogs

Jeder Bücher- oder Graphikfreund, jeder mit dem Wunsch, mit anderen Bibliophilen in freundschaftlichen Austausch zu treten, kann bei der Pirckheimer-Gesellschaft Mitglied werden.
Einfach den Antrag herunterladen, ausfüllen und ab in die Post oder an info@pirckheimer-gesellschaft.org.

2 Anmerkungen:

Und Die Postkarte an uns muss niemand frei machen ist sie schon ...
(Ralph Aepler)


Ein Mitglied erhält viermal im Jahr kostenlos die Marginalien, eine Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie mit einer typografisch hochwertigen Beilage und (nur als Mitglied) häufig eine  speziell angefertigten Graphik namhafter Künstler. Und außerdem in unregelmäßigen Abständen eine besondere Jahresgabe.
Die Einträge in das Sammlerverzeichnis der Pirckheimer-Gesellschaft, die Vorstellung des Sammelgebietes und die Aufnahme eines Links zur eigenen Homepage (sofern von bibliophilem Interesse) ist für Mitglieder kostenlos. Es ist kein Geheimnis, dass für Sammler wie für Anbieter bibliophiler Raritäten das Sammlerverzeichnisses von speziellem Interesse ist, um mit anderen Sammlern oder Interessenten in Kontakt zu treten.
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So, 20.03.2016

Pirckheimer in Leipzig 2017

Pirckheimer in Leipzig

durch Klick auf die Abb. können weitere Fotos von Pirckheimern aufgerufen werden
In einer Stunde geht die Leipziger Buchmesse 2016 zu Ende. Hier einige Impressionen von Katrin & Ralph Aepler, Ralf Wege und Abel Doering. Ursula Saile-Haedicke vom Braunschweiger Versandantiquariat Tills Bücherwege stellte weitere Fotos von der 22. Leipziger Antiquariatsmesse ins Netz, die hier aufgerufen werden können. 17 20 März 2016 Leipzig

Diashow

So, 29.11.2015

Weimarer Impressionen

Leichter Schneefall – so begrüßte Weimar gestern die ersten Besucher der 5. Biennale Buchkunst Weimar. Zu der von der Kalligraphin und Buchkünstlerin Gudrun Illert seit 2007 organisierten, alle zwei Jahre stattfindenden, Veranstaltung waren 45 Künstler aus Deutschland, Russland, Spanien und Frankreich nach Weimar gekommen.
Johannes Häfner, ICHverlag Nürnberg, Foto © Ralph Aepler
Das „Gesicht“ der 5. Biennale wurde dieses Jahr von unserem Pirckheimer Freund Johannes Häfner gestaltet, der wie der Pirckheimer Peter Zitzmann aus Nürnberg anreiste. Besuchen Sie die beeindruckende Homepage der Brothers in Art Häfner.
Jens Henkel, Burgart-Presse Rudolstadt Foto © Ralph Aepler
Thüringer Heimspiel hatte auch unser Pirckheimer Freund Jens Henkel aus Rudolstadt. A.T. Mörstedt an der Wand und seine bibliophilen Meisterleistungen auf dem Tisch zogen nicht nur viele Besucher, sondern sogar das Fernsehen an.
Der MDR hat einen schönen Beitrag produziert.
Viele Künstler, die letztes Wochenende noch in Berlin auf der artbook in Berlin waren, konnte man in Weimar erneut treffen. Erfreulich für die Pirckheimer Gesellschaft war das umwerfend positive Feedback zu unserem Stand auf der artbook.berlin, was mir in Weimar „entgegenschlug“. Ich gebe die Komplimente gern weiter an den Organisator unseres Standes Abel Doering und die Pirckheimer Freunde, mit welchen wir gemeinsam unseren Stand betreuten. Herzlichen Dank für Euer Engagement.
(Ralph Aepler)

Mo, 09.11.2015

Ausstellerverzeichnis der artbook.berlin 2015

die Verantwortung für die Verstümmelung des Posters von corn.elius übernimmt ad

So, 08.11.2015

in eigener Sache

Dieser Blog hieß 6 Jahre lang Pirckheimer-Blog, wurde dann für fast 2 Jahre zum Bibliophilen-Blog (siehe: 2014, in eigener Sache) und ist ab heute erneut der Pirckheimer-Blog. Mit dieser Rückbenennung wird das Anliegen des Blogs wieder deutlicher: Es ist eine Plattform zum Informationsaustausch von Mitgliedern der Pirckheimer-Gesellschaft und damit natürlich für jeden bibliophil Interessierten.
Und: wer sich für die Themen dieses Blogs interessiert findet seine Freunde in der Pirckheimer-Gesellschaft. Weitere Informationen können hier angefordert werden.

1 Kommentar: Ralf Wege hat gesagt ...

Der Vorstand der Pirckheimer-Gesellschaft freut sich,
dass Abel Doering den Blog als Plattform der Pirckheimer-Gesellschaft fortführt und wünscht ihm dafür viel Erfolg. Je mehr Bücherfreunde sich im Blog beteiligen, umso interessanter wird er. Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft muss man dafür nicht sein, kann es aber werden. Ich bin sicher, dass nicht nur die Pirckheimer, sondern alle Freunde des Buchs und der Grafik diesen Blog als einen Ort des lebendigen Austausches gestalten werden.
9.10.2015

Do, 24.09.2015

Resümee: Pirckheimer-Jahrestreffen und Mitgliederversammlung 2015

Ralph Aepler, Foto: privat
Der 45-jährige Unternehmer Dr. Ralph Aepler aus Mannheim wurde am 18. September durch die Mitgliederversammlung zum Vorsitzenden der Pirckheimer-Gesellschaft gewählt. Er löste damit den Germanisten Ulrich Goerdten ab, der, wie auch die bisherigen Vorstandsmitglieder Ferdinand Puhe, Prof. Dr. Roland R. Berger und Abel Doering, nicht mehr zur Wahl angetreten waren. Neu in den Vorstand wurden für die Mitgliederbetreuung Jutta Osterhof (Berlin), für die Koordinierung der Regionalgruppen Matthias Haberzettl (Augsburg) und für die Öffentlichkeitsarbeit Ralf Wege (Magdeburg) gewählt, wiedergewählt wurde der bisherige Schriftführer Ernst Reif (Reichertshofen) als Schatzmeister.
Begrüßt wurden die Teilnehmer des Jahrestreffens durch den Landrat des Landkreises Meißen im historischen Ratssaal des Meißener Rathauses, in dem auch die Mitgliederversammlung stattfand. Das zentrale Thema des Jahrestreffen war der Besuch der Peter-Sodann-Bibliothek in Staucha.
Tagungsmappe
Für die Unterstützung dieses Anliegens bedankte sich der Organisator des Jahrestreffen Prof. Dr. Peter Arlt beim Landrat Arndt Steinbach u.a. mit folgenden Worten: "... herzlichen Dank! Dieses Entgegenkommen von Ihnen ist sicher nicht allein ein Ausdruck, sich der dringlichen Bitte Peter Sodanns zu entledigen, wie Sie scherzhaft gesagt haben, sondern ein Ausdruck Ihrer großen Achtung für Peter Sodann, für den Theatermann, Buchfreund und Verteidiger kultureller Leistungen der DDR ... und für Ihre Bewunderung seiner Bibliothek in Staucha. Uns ist es ein Ausdruck dafür, dass der Landrat damit rechnet, dass wir als Pirckheimer-Gesellschaft den Aufbau und die Arbeit der Bibliothek unterstützen.
Alle unsere Mitglieder mit unterschiedlicher politischer Einstellung könnten in der allmählichen Vollständigkeit des Bibliothekbestandes, die Möglichkeiten und Beschränkungen der DDR erkennen und sich so der historischen Wahrheit annähern."
Foto © Ralf Parkner
Der Pirckheimer Peter Sodann führte die Teilnehmer durch die Bibliothek. Auf großes Interesse stießen ebenso die Ausstellung mit Werken der Dresdener Malerin und Illustratorin Angela Hampel und das Theaterstück „Speer“ von Esther Vilar, aufgeführt durch Peter Sodann und Schauspielkollegen. Den Festvortrag hielt Elmar Faber, Publizist und ehemaliger Cheflektor und Verlagsleiter bei Edition Leipzig, Direktor des Aufbau-Verlags und Verleger von Faber & Faber. Das traditionelle Festessen mit einer Auktion von Graphiken aus Sammlungen der Mitglieder beendete den offiziellen Teil des Treffens in der Winzergenossenschaft Meißen.
Die Teilnehmer einigten sich darauf, dass das Jahrestreffen 2016 Anfang September in München stattfinden wird.
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Sa, 21.02.2015

VDA-Handbuch

Seit 3 Wochen ist die Ausgabe 2015/16 des Handbuchs des Verbandes Deutscher Antiquare erhältlich.
Schwerpunkttheman dieses alle zwei Jahre erscheinenden Handbuchs waren in den vergangenen Ausgaben z.B. "Bibliotheken" und "Sammler und ihre Sammlungen". In der neuen Ausgabe werden diesmal neben einem aktuellen Verzeichnis mit den Namen und Adressen der Mitglieds-Antiquare in Deutschland, Österreich und der Schweiz die "bibliophilen Gesellschaften in Deutschland" vorgestellt. Reinhard Wittmann schreibt über die 1899 gegründete Gesellschaft der Bibliophilen, bereichert durch Auszüge aus einem „bibliophilen Drama“ aus dem Jahr 1913, Wulf D. v. Lucius stellt mit der Maximilian-Gesellschaft für alte und neue Buchkunst die heute größte Vereinigung ihrer Art im deutschsprachigen Raum vor, Ulrich Goerdten und Abel Doering informieren über die 1956 in der DDR gegründete Pirckheimer-Gesellschaft, Bernt Ture von zur Mühlen beschäftigt sich in seinem Beitrag mit Regionalen Bibliophilen-Gesellschaften in Deutschland und Bettina Wagner stellt die Association Internationale de Bibliophilie (AIB) und ihrer Aktivitäten vor.
Die Gestaltung des Tafelteils und des Umschlags haben die Buchkünstler der Burg Giebichenstein, Kunsthochschule Halle, unter der Leitung von Frau Professor Sabine Golde übernommen.
Das Handbuch ist auch in seiner neuen Ausgabe 2015/2016 kostenlos auf den Antiquariatsmessen, über die Mitglieder des Verbands Deutscher Antiquare und über die Geschäftsstelle des VDA erhältlich.

Do, 05.02.2015

Leipziger Buchmessse

Die diesjährige Leipziger Buchmesse lädt erstmals alle Blogger rund um das Buch zur Berichterstattung ein. Natürlich war ich auf der Messe als Pirckheimer, sofern es mir möglich war, schon immer dabei, als Freund des Gedruckten, mit meiner Tochter oder mit ihrer Schulklasse, als Antiquar oder als Besucher - diesmal aber nun als akkreditierter Berichterstatter! So kann ich mich nicht nur auf Begegnungen mit Verlegern, Druckern oder anderen Buchschaffenden, auf Gespräche mit Buchhändlern und Antiquaren freuen, sondern auch auf viele weitere Kollegen, die sich um das Buch bemühen. Man wird es hier nachlesen können.
Eine begrüßenswerte Initiative aus Leipzig.


Messe: 12. - 15. März 2015

Leipziger Buchmesse

Fr, 05.12.2014

"Sammlerfreuden" 2014 in der Buchhandlung am Wittenbergplatz

Sammlerfreuden

An ihrem letzten Abend des Jahres trafen sich die Berlin-Brandenburger Pirckheimer traditionsgemäß in der Büchergilde-Buchhandlung am Wittenbergplatz der Pirckheimerin Johanna Binger, um sich gegenseitig interessante Neuerwerbungen des vergangenen Jahres vorzustellen. Ralf Parkner konnte eine bemeerkenswerte Eigenschöpfung vorstellen: Unikat-Fotobücher, in denen er gemeinsam mit bekannten nationalen und internationalen Größen der Rockmusik abgebildet ist, oft von den Künstlern signiert, Jutta Osterhof berichtete über eine unerwartete Komplettierung ihrer Sammlung, Carsten Wurm zeigte interessante und teilweise zum Schmunzeln
verleitende Widmungen in Büchern aus dem Nachlass bekannter Autoren und Bibliothekare, Abel Doering konnte ein Geschenk der Pirckheimerin Elke Rehder präsentieren, die er über das Netz als Schachfreundin kennenlernte, Konrad Hawlitzki schwelgte noch in bibliographischen Erinnerungen an Bamberg, Ursula Lang zeigte eine Neuerscheinung von Richard Pietraß und anderen Freunden und Fritz Jüttner zitierte bewegend aus einer letzten Arbeit von Hermann Kant, bevor er wie erwartet auf äußerst spezielle und bibliophil interessante Ausgaben von Klopstock zu sprechen kam ...

So, 28.09.2014

Gedanken zum Sinn bibliophilen Wirkens

Aus den Eröffnungsworten des Vorsitzenden der Pirckheimer-Gesellschaft zum Jahrestreffen 2014

Die Pirckheimer-Gesellschaft ist in der DDR gegründet worden zu einer Zeit, die geprägt war von Hoffnungen auf demokratische Erneuerungen und freiheitliche Entwicklungen, von der Hoffnung, dass Kriege Geschichte sein werden und dass das Leben der Menschen von Gemeinschaft und Kultur bestimmt sein wird. Unter dem Dach des „Kulturbundes zur demokratischen Erneuerung Deutschlands“ fanden sich Sammler und Kenner der Kunst und Literatur um Bruno Kaiser, Horst Kunze und andere zusammen, die Bibliophilie noch aus der Vor-Nazizeit kannten. An dieses vergangene, sehr lebendige und auch öffentlich wirksame Geschehen wollten sie anknüpfen, von jenem alten Schwung, der vom Ende des 19. Jahrhunderts, als die Bibliophilen sich erstmals organisierten, bis in die neunzehnhundertzwanziger Jahre die Bewegung beherrschte, wollten sie etwas herübernehmen in ihre Aktivitäten. Die frühen Pirckheimer hatten hohe Ziele: sie wollten die Qualität der Buchproduktion beeinflussen, sie wollten Maßstäbe setzen und Einfluss ausüben, sie rekrutierten Mitglieder in hohen Staatsfunktionen und ernannten sie zu Ehrenmitgliedern, sie waren mit den Institutionen des Staates gut verbunden, sie wollten die gesamte Gesellschaft mit prägen und voranbringen. Und sie taten das erfolgreich. Die Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft machten das Thema Bibliophilie zu einem öffentlichen, sie vergruben sich nicht in ihre vier Wände, hinter ihren Schätzen, sondern gestalteten Ausstellungen, waren beteiligt an der Wahl der Schönsten Bücher, nahmen Einfluss auf Verlagsproduktionen, wirkten in Druckereien, in Bibliotheken und kritisierten Fehlentwicklungen in der staatlichen Kulturpolitik genauso wie das schlecht gemachte und auf schlechtem Papier gedruckte Buch, das auch in der DDR leider noch zu häufig zu finden war. Dass die Bücher aus der DDR international dennoch einen ausgezeichneten Ruf genossen, die sich zunehmend durch qualitativ hochstehende Buchgestaltung, gute handwerkliche Arbeit und hervorragende Illustrationen auszeichneten und häufig zu den schönsten der Welt gekürt wurden, ist somit auch ein Verdienst der Pirckheimer-Gesellschaft.
... welchen Sinn und Zweck hat unser Tun unter den heutigen Umständen?  ...
 

Di, 23.09.2014

Fotos vom Jahrestreffen 2014

Durch Klick auf untenstehende Abbildungen können Fotos vom Jahrestreffen 2014 in Bamberg und Schweinfurt aufgerufen werden. Diese wurden von Dr. Hartmut Beßerdich (9), Abel Doering (78), sowie Marta (3), Dr. Peter Meinfelder (1) un d Ralf Wege (30) bereitgestellt.
Die Mitglieder der Fränkischen Bibliophilen und der Pirckheimer-Gesellschaft freuen sich über weitere Fotos von Teilnehmern an diesem Treffen.

 
 
In Kürze werden hier weitere Informationen zum gemeinsamen Jahrestreffen eingestellt.

Fr, 25.07.2014

Sammeln: Im Spannungsfeld zwischen Leidenschaft und Kapitalanlage

Zu diesem Thema erschien im Steinbeis Research Center for Financial Services eine Studie von Jens Kleine und Maximilian Jolmes auf der Grundlage einer repräsentativen Befragung von 5.000 Personen in Deutschland. Für viele Bibliophilen klingt der Titel sicher erst einmal weniger interessant, da für diese das Büchersammeln in der Regel als kulturelle und intellektuelles Beschäftigung und keineswegs als Kapitalanlage gesehen wird. Jedoch werden hier auch einige interessante Aspekte des Büchersammelns beleuchtet. Die Studie belegt übrigens auch eindeutig, dass sich der Bibliophile nicht in diesem Spannungsfeld bewegt, sondern sein Hobby vorwiegend der Leidenschaft geschuldet ist.
Die wichtigste Feststellung ist, dass „Die Bedeutung klassischer Sammelgebiete, wie Briefmarken oder auch Modellautos, im Laufe der Zeit stark abgenommen (hat). Dagegen hat sich das Sammelgebiet Bücher zum Favoriten der deutschen Bevölkerung entwickelt. Jeder Vierte sammelt diese. Damit sind Bücher das beliebteste Hauptsammelgebiet.
Weiterhin wird belegt, dass das Büchersammeln, obwohl es in allen Altersgruppen das eindeutige Hauptinteresse findet, mit 55 Jahren langsam abnimmt und bei über 65jährigen z.B. das Interesse am Sammeln von Wein auf 6% steigt.
In der Studie wird klar herausgestellt, dass „Die wichtigsten Motive zum Sammeln ... der Spaß bzw. das Hobby (sind). Dieses gaben 79% (der Teilnehmer) an. Der zweitwichtigste Grund zu Sammeln ist mit 55% die Schönheit bzw. die Ästhetik des Sammelobjektes“, wobei „die Büchersammler (wie aus der Studie hervorgeht) ... die größte Gruppe der befragten Personen“ bilden.
Und gern wird der Bibliophile die Erkenntnis der Studie zur Kenntnis nehmen: „Vergleicht man die Büchersammler mit den Durchschnittssammlern fällt auf, dass der Anteil der Frauen mit rund 55% signifikant höher ist. Im Hinblick auf Merkmale, wie Alter, Bildung, Einkommen, existieren dagegen keine wesentlichen Unterschiede. Bei der Betrachtung der Persönlichkeitseigenschaften fällt auf, dass sich Büchersammler dadurch auszeichnen, dass sie besonders kreativ und offen für neue Erfahrungen sind. Büchersammler haben vor allem ein Interesse daran, sich intellektuell weiterzubilden. Dies wird schon allein aus dem Sammelgebiet deutlich.
(Abel Doering)

Di, 22.07.2014

Der Sammler auf Reisen: Erkner

Man hört viel über den angeblichen Niedergang de Buches und man findet im Netz auch immer wieder neue Hinweise darauf: Schließung von Buchhandlungen, Verdrängung des Antiquariats durch Billig- und Ramschanbieter im Internet, Insolvenzen in der Druckindustrie, prekäre Situation von Buchkünstlern. Auf Reisen kann man aber auch einen anderen Trend beobachten: die Liebe am Buch lässt den Leser und Bücherfreund zunehmend Wege finden, am Monitären vorbei das Kulturgut Buch weiterleben zu lassen: Bücher werden ohne irgendeinen kommerziellen Nutzen an neue Leser weitergegeben. So finden sich inzwischen nicht nur in Gotteshäusern in Wales Regale mit Büchern zum Mitnehmen oder gegen eine freiwillige Spende, sondern auch in Kirchen in Deutschland (und sogar in Museen, wie die Berlin-Brandenburger Pirckheimer auf ihrer letzten Exkursion feststellten), Telefonhäusschen werden zur BücherboXX und weltweit "lassen Bookcrosser ihre Bücher frei".

Eine anderes Bücherprojekt konnte ich jetzt in Erkner bei Berlin näher beobachten, ähnlich der BücherboXX, nur eben betreut durch eine Inmobilienfirma, die bereits mit sieben derartigen Projekten für sich wirbt und diese finanziell am Leben hält. Es finden sich dort natürlich keine oder nur äußerst selten wertvolle Ausgaben, aber wertvolle Literatur, natürlich zwischen Ramsch und billigem Lesefutter. Das Erstaunliche für mich war, wie intensiv dieses Angebot genutzt wurde. In den drei Wochen, in denen ich immer mal wieder dort vorbeischaute, waren die knapp 80 eingestellten Titel spätestens innerhalb von 48 Stunden komplett ausgewechselt. Und neben Heften mit Artzromanen, Liebesschnulzen und Readers Digest bestand die Hälfte des Angebots aus Th. Mann, Hesse, Heine, Lessing, es fand sich dort Čapeks "Krieg der Molche" in der genialen Buchgestaltung und Illustration von Ticha, sowie Inselbücher und und und ...
Ich selbst lieh mir nacheinander, um sie im Urlaub zu lesen, zwei Bände mit Majakowskis Poemen aus, die natürlich zu Hause in meinem Bücherschrank stehen, stellte sie wieder zurück und fand an ihrer Stelle Kants "Impressum" und Melvilles "Mobi Dick" in der Ausgabe der Sammlung Dieterich.
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So, 22.06.2014

Exkursion nach Stendal und Tangermünde

Die Exkursion 2014 führte die Berliner und Brandenburger Pirckheimer nach Stendal zum Winckelmann-Museum und zur Besichtigung der Schönbeckschen Stiftung in Tangermünde.
Nach zweieinhalbstündiger Busfahrt schlossen sich noch Pirckheimer aus Magdeburg und Stendal der Gruppe an und Prof. Dr. Max Kunze, Präsident der Winckelmann-Gesellschaft, informierte die Teilnehmer über die Aktivitäten dieser Gesellschaft und über Probleme und Erfolge beim Aufbau des Winckelmann-Museums. Anschließend bestand Gelegenheit zu einem kurzen Bick auf eine Inkunable und ein, zwei weitere Bücher der Bibliothek der Schönbeckschen Stiftung, die 1662 eingerichtet, sich heute in der Marienkirche in Stendal befindet. Die Stiftung Christoph Schönbeck ermöglichte u.a. auch Johann Joachim Winckelmann das Studium. Nach einem gemeinsamen Mittagessen sprach Dr. Peter Labuhn über seine Sammlung zu Hans Ticha, dem er seit Jahrzehnten freundschaftlich verbunden ist. Großes Interesse fand die Ausstellung zu Tichas Buchgestaltung, von Exlibris und PFs aus der Sammlung Labuhn.
Ein gemeinsamer Kaffee in Tangermünde gab dann Gelegenheit zu einer dortigen Stadtführung oder dem Besuch eines Antiquariats mit leider bescheidenem Angebot.
Durch Klick auf die Abbildungen können einige Fotos von diesem, durch Agnes Kunze maßgeblich organisiertem Ausflug von Ralf Parkner, Michael Ley, Ralf Wege, Dr. Hartmut Beßerdich und Abel Doering aufgerufen werden, im Facebook-Profil von Ralf Parkner finden sich weitere Fotos.

Di, 20.05.2014

zu Gast bei Hendrik Liersch

Heute Abend war der Berliner Bibliophilen Abend zu Gast in der Werkstatt der Corvinus Presse im tiefen Kreuzberg, unweit des Görlitzer Bahnhofs. Man glaubt sich, obwohl an einem verkehrsreichen und belebten Ort, in idyllischer ländlicher Gegend, nachdem man die Tordurchfahrt zum Hinterhof mit der Remise durchschritten hat, wo die Corvinus Presse seit nunmehr 15 Jahren beheimatet ist. Vor fast 25 Jahren von Hendrik Liersch gegründet, erschien im April 1990 das erste Buch in diesem, für die Kunstszene in Berlin wichtgen Verlag, mittlerweile sind es über 300 Titel von ca. 100 Autoren. Meist mit Zeichnungen, Linolschnitten, Holzschnitten oder Radierungen, so von Horst Hussel, Kay Voigtmann, Bernhard Jäger, Zoppe Voskuhl, Frank Wildenhahn, Hans Scheib, u.v.a., im Hand- und Maschinensatz hergestellte bibliophile Kostbarkeiten in häufig geringen Auflagen.
Hendrik Liersch schilderte dem BBA anschaulich seinen Werdegang vom Bausoldaten in der DDR zum Verleger und Drucker, beginnend als Autor, womit er seine Erlebnisse und sein Trauma als Pazifist aufarbeitete. Inzwischen ist die Corvinus Presse eine wichtige kulturelle Institution in Berlin geworden und Hendrik Liersch wurde 2009 mit dem V.O. Stomps-Preis geehrt.
Die anschließende Besichtigung der Werkstatt gab den Teilnehmern des Abends Gelegenheit, die Editionen der Corvinus Presse etwas genauer unter die Lupe zu nehmen und eventuell auch das eine oder andere zu erwerben und sie zeigte deutlich, dass Hendrik Liersch nicht nur in der Tradition von Victor Otto Stomps steht, er führt dessen künstlerisches und verlegerisches Vermächtnis in würdiger Form fort.
Einige Teilnehmer fanden sich dann noch zu einem Gespräch bei einem kühlen Bier in einer der zahlreichen Kneipen neben der Werkstatt zusammen und setzten damit bereits eine Idee des Vorstandes um, künftig neben den Vorträgen mehr Gelegenheit für Gespräche untereinander zu geben.
(Abel Doering)
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... und noch einige Fotos aus dem facebook-Album von Ralf Parkner