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Wolfram Körner

Pirckheimer-Blog

Wolfram Körner

Mi, 10.07.2019

Beisetzung Prof. Dr. Wolfram Körner

Am 9. Juli 2019 wurde Prof. Dr. Wolfram Körner beerdigt.

Die Trauerfeier und anschließende Beisetzung, an der neben der Familie und Weggefährten von Prof. Wolfram Körner auch viele Pirckheimer teilnahmen, fand auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof Berlin statt. In der Trauerrede zeichnete Dr. Wolfgang Kaiser die zwei wichtigsten Lebenslinien des Verstorbenen nach, die als Mediziner und die als Sammler.

Das Leben von Prof. Körner, er erreichte das stolze Alter von 98 Jahren, umfasste immerhin vier Gesellschaftsformationen und seine Tätigkeit als Chirurg und in der Tropenmedizin, zuletzt am Regierungskrankenhaus, war geprägt von einer grundlegenden Wandlung des medizinischen Verständnisses. Für die Pirckheimer-Gesellschaft war jedoch sein Leben als Sammler und vor allem sein Engagement für die Bibliophilie, nicht nur während seiner Zeit als Vorsitzender dieser Gesellschaft von 19981 bis 1994, von Bedeutung.
Prof. Körner, mit dem einer der letzten Gründungsmitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft verstarb, war niemand, der seine Sammlung vor der Öffentlichkeit verbarg, er verstand sich immer als jemand, der andere dafür zu begeistern suchte, der bestrebt war, den Gedanken der Bibliophilie und des sinnvollen Sammelns, wach zu halten. So zeigte er seine Sammlungen in Ausstellungen und aus seiner Feder stammen diverse Publikationen zu Themen seiner Leidenschaft. Die Trauerrede würdigte darüber hinaus auch sein Vorgehen gegen Versuche der Staatsmacht in den letzten Jahren der DDR, in die Rechte der Sammler einzugreifen und sich wertvolle Sammlungen unter konstruierten Vorwänden anzueignen, wie auch den Einsatz von Prof. Wolfram Körner beim Umschiffen der behördlichen Riffe, denen sich die Pirckheimer-Gesellschaft in der BRD nach 1990 plötzlich gegenüber sah.

Das kommenden Heft der Marginalien wird die Lebensleistung unseres ehemaligen Vorsitzenden ausführlich würdigen.

Sa, 29.06.2019

Wolfram Körner, Frontispiz "Patienten und Bücher, Kunst und ferne Länder. Aus meinem Leben", Berlin 2011, Foto © Manfred Gössinger

Wolfram Körner (1920 - 2019)

Prof. Dr. med. Wolfram Körner, von 1981 bis 1994 Vorsitzender der Pirckheimer-Gesellschaft und deren Gründungsmitglied, ist wenige Monate vor Vollendung seines 99sten Lebensjahres am 22. Juni gestorben.

Das kommende Heft der Marginalien wird sich ausführlich dem Verstorbenen und seiner Leistung, unter anderem für die Pirckheimer-Gesellschaft, widmen.

Die Beisetzung findet am 9. Juli um 11 Uhr auf dem  Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin statt.

Di, 10.04.2018

Frühe Druckgrafik von Arno Mohr 1947-1955

Die kommende Ausstellung in der jW-Ladengalerie widmet sich der frühen Druckgrafik von Arno Mohr (Posen 1910 – 2001 Berlin). Die nebenstehende Einzeichnung von Arno Mohr für seinen Nachbarn, den Pirckheimer Wolfram Körner, wird also auf der Ausstellung nicht zu sehen sein.
Eröffnet wird die Ausstellung von Michael Mäde (jW), Andreas Wessel, der Herausgeber des Werkverzeichnisses der Druckgrafik von Arno Mohr, wird in die auf der Ausstellung gezeigte Graphik einführen. Musik: Annegret Enderle..

Eröffnung: 12. April 2018, 19 Uhr, um Anmeldung wird gebeten unter mm@jungewelt.de
Ausstellung: 12. April -12. Juni 2018

jW-Ladengalerie, Torstr. 6, 10119 Berlin

So, 07.08.2016

„Auch dieses Kleid ist ein echter Klemke“

Er wolle „Höhepunkte“ seiner Klemke-Sammlung zeigen, so hatte Agnes Kunze das Sammlergespräch mit dem Pirckheimer Matthias Haberzettl am 3. August im Winckelmann-Museum Stendal angekündigt und damit etwas tief gestapelt. Geradezu von Gipfel zu Gipfel stürmte Haberzettl an diesem Abend. Als Ausrüstung hatte er lediglich einen, wie er es nannte „Promillebereich“, seiner Sammlung dabei. Ein „Promillebereich“ hört sich zwar nach wenig an an, doch birgt er in diesem Fall außergewöhnliche, seltene und auch einzigartige Stücke.
Dass das Gespräch im Winckelmann-Museum stattfand, hatte seinen guten Grund. Dort war acht Wochen zuvor die Ausstellung „Eigentlich bin ich ein alter Grieche - Werner Klemke (1917-1994) Künstler und Büchernarr“ eröffnet worden. Viele Exponate stammen ebenfalls aus der Haberzettlschen Sammlung. Sind dort bereits seltene Stücke zu sehen wie eine japanische Ausgabe vom „Wolkenschaf“, die drei Bände des „Amicis Librorum“ oder einen Stichel und Pinsel, mit denen Werner Klemke selbst gearbeitet hatte, so legte Haberzettl jetzt noch einmal nach. [...]
[...] Dass auch völlig unerwartete Objekte Bestandteil seiner Klemke-Sammlung werden könnten, ließ Haberzettl anklingen, indem er einen erst wenige Stunde alten Bescheid wegen eines „Verstoßes im ruhenden Verkehr“ hochhielt und laut überlegte: „Original signiert, datiert mit dem 3. August in Stendal, das wird mich immer an diesen Klemke-Abend erinnern.“ Aber diese Sammelobjekte sind bereits die nächste Geschichte …
(Ralf Wege)

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facebook.com/Pirckheimer.org

Di, 19.01.2016

Arno Mohr und seine Schüler

An Arno Mohr (Posen 1910 – 2001 Berlin) kommt man nicht vorbei, wenn man sich mit Graphik und Zeichnung in Berlin nach 1945 beschäftigt. Sein Werk steht für höchste Verknappung bei vollendeter Beherrschung der künstlerischen Mittel, es erzählt Geschichten, ohne zu fabulieren. Seine Motive fand er vor allem in alltäglichen Begebenheiten im Leben der Menschen und in seiner Wahlheimatstadt Berlin. Mohrs hintersinniger Humor, seine Menschenfreundlichkeit und der scharfe Blick fürs Detail sind bis heute beim Publikum bekannt und beliebt.
In 30jähriger Lehrtätigkeit an der Kunsthochschule Weißensee bildete er ganze Generationen nachfolgender Künstler aus und prägte so die Ostberliner Kunstszene entscheidend mit.
Arno Mohr - Einzeichnung für Wolfram Körner
Eine Ausstellung der Galerie der Berliner Graphikpresse will an diesen großen Meister erinnern, eine (Wieder-) Begegnung mit seinen bekannten und weniger bekannten graphischen Arbeiten ermöglichen. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf Mohrs Lithographien aus den späten 50er Jahren. Hinzu kommen Pastelle, Zeichnungen und Acrylmalerei, um die enorme Bandbreite seines künstlerischen Schaffens abzubilden. Im Kabinett werden Arbeiten von Schülern Arno Mohrs, unter anderem von Konrad Knebel, Christine Perthen, Volker Pfüller, Nuria Quevedo, Hans Ticha und Dieter Tucholke gezeigt.

Vernissage: 4. Februar 2016, 19 Uhr
Einführende Worte: Andreas Wessel,  Musik: Felix Korinth, Viola
Ausstellung: 4. Februar - 11. März 2016


è Galerie der Berliner Graphikpresse
Silvio-Meier-Str. 6
10247 Berlin

Fr, 20.11.2015

Herzlichen Glückwunsch zum 95sten

Aus Anlass des 95. Geburtstages des Ehrenmitgliedes der Pirckheimer-Gesellschaft, Prof. Wolfram Körner, hatte Ralph Aepler zu einem Empfang in ein Berliner Hotel geladen und viele Gratulanten ließen es sich, trotz teilweiser langer und beschwerlicher Anreise nicht nehmen, an diesem verregneten Novembertag einen alten Freund zu ehren.
 
Fritz Jüttner würdigte das Lebenswerk des Pirckheimers, des Chirurgen und bekannten Sammlers u.a. von Erotica oder IB in einer bewegenden Laudatio, angefangen vom Einsatz des Jubilars bei der Gründung der Pirckheimer-Gesellschaft bis zu seinem Wirken als Vorsitzender dieser Bibliophilen-Vereinigung ab 1981, über die problematischen Endachziger, bis zum Jahre 1994. Prof. Körner, den sein Beruf in fast alle Ecken der Welt verschlug, nutzte diese Reisen auch, um nicht nur eine bedeutende eigene Sammlung aufzubauen, er bereicherte nebenbei z.B. eine Sammlung von Fingerhüten, die vielleicht etwas skurilere Leidenschaft seiner Ehefrau. Vieles davon kann nachgelesen werden in den Memoiren des Jubilars, die bereits anläßlich seines 90. Geburtstages von der Pirckheimer-Gesellschaft herausgegeben wurden, ein Buch, das als Jahresgabe bei allen Mitgliedern im Bücherschrank steht. Selbstverständlich erwähnte Fritz Jüttner in seiner Laudatio das persönliche Engagement von Wolfram Körner für Sammlungen anderer Bücherfreunde, welches auch er in freundschaftlicher Verbundenheit häufig genießen konnte und schloss - alle Hörer hatten darauf gewartet - mit einem Zitat von Klopstock.
 

Fr, 20.03.2015

Marginalien 217

Heute wird das erste Heft des Jahres 2015 der von der Pirckheimer-Gesellschaft herausgegebenen Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie ausgeliefert.
Die Gestaltung und den Satz übernahm mit diesem Heft Matthias Gubig und das zeigt sich nicht nur in einem moderneren, jungen Titel, sondern auch bei der Satzgestaltung, wobei neben einer neuen Darstellung der Überschriften insbesondere die graphisch ansprechende Anordnung der Angaben zu den Abbildungen hervorzuheben ist. Aber überzeugen Sie sich selbst! Auch die Zusammensetzung des Redaktionskollegium hat sich leicht geändert. Ihm gehören jetzt neben Carsten Wurm als Chefredakteur an: Ulrich Goerdten, Herbert Kästner, Wolfram Körner, Wolfgang Schmitz und Hans-Georg Sehrt.
Neben bewegenden Worten des Abschieds von Heinz Hellmis durch Gotthard Erler, Richard Pietraß und Hans-Jürgen Willuhn und einem Text von Wolfgang Schmitz In memoriam Friedhilde Krause berichtet Jürgen Engler über 30 Jahre Die Andere Bibliothek und Hans-Rudolf Landbecker findet Worte der Würdigung zum 70. Geburtstag von Giesela Klostermann. Weitere Themen sind Paul Burghardt und der Schieferstich (Sebastian Hennig), Der Buchbinder Theophil Zwang und Die Gurke (Ute Maria Etzold) und Dieter Gleisberg schreibt Zu meinen Briefen von Karl-Georg Hirsch. Selbstverständlich fehlen die bekannten Rubriken Rezensionen und Nachrichten nicht.
Die von Matthias Gubig gestaltete typografische Beilage widmet sich unter dem Titel Schall und Rauch dem Lob der Buchstaben mit Gedichten von Arthur Rimbaud (dtsch. Stefan George), Josef Weinheber und Karl Kraus.
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So, 28.09.2014

Gedanken zum Sinn bibliophilen Wirkens

Aus den Eröffnungsworten des Vorsitzenden der Pirckheimer-Gesellschaft zum Jahrestreffen 2014

Die Pirckheimer-Gesellschaft ist in der DDR gegründet worden zu einer Zeit, die geprägt war von Hoffnungen auf demokratische Erneuerungen und freiheitliche Entwicklungen, von der Hoffnung, dass Kriege Geschichte sein werden und dass das Leben der Menschen von Gemeinschaft und Kultur bestimmt sein wird. Unter dem Dach des „Kulturbundes zur demokratischen Erneuerung Deutschlands“ fanden sich Sammler und Kenner der Kunst und Literatur um Bruno Kaiser, Horst Kunze und andere zusammen, die Bibliophilie noch aus der Vor-Nazizeit kannten. An dieses vergangene, sehr lebendige und auch öffentlich wirksame Geschehen wollten sie anknüpfen, von jenem alten Schwung, der vom Ende des 19. Jahrhunderts, als die Bibliophilen sich erstmals organisierten, bis in die neunzehnhundertzwanziger Jahre die Bewegung beherrschte, wollten sie etwas herübernehmen in ihre Aktivitäten. Die frühen Pirckheimer hatten hohe Ziele: sie wollten die Qualität der Buchproduktion beeinflussen, sie wollten Maßstäbe setzen und Einfluss ausüben, sie rekrutierten Mitglieder in hohen Staatsfunktionen und ernannten sie zu Ehrenmitgliedern, sie waren mit den Institutionen des Staates gut verbunden, sie wollten die gesamte Gesellschaft mit prägen und voranbringen. Und sie taten das erfolgreich. Die Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft machten das Thema Bibliophilie zu einem öffentlichen, sie vergruben sich nicht in ihre vier Wände, hinter ihren Schätzen, sondern gestalteten Ausstellungen, waren beteiligt an der Wahl der Schönsten Bücher, nahmen Einfluss auf Verlagsproduktionen, wirkten in Druckereien, in Bibliotheken und kritisierten Fehlentwicklungen in der staatlichen Kulturpolitik genauso wie das schlecht gemachte und auf schlechtem Papier gedruckte Buch, das auch in der DDR leider noch zu häufig zu finden war. Dass die Bücher aus der DDR international dennoch einen ausgezeichneten Ruf genossen, die sich zunehmend durch qualitativ hochstehende Buchgestaltung, gute handwerkliche Arbeit und hervorragende Illustrationen auszeichneten und häufig zu den schönsten der Welt gekürt wurden, ist somit auch ein Verdienst der Pirckheimer-Gesellschaft.
... welchen Sinn und Zweck hat unser Tun unter den heutigen Umständen?  ...
 

Di, 18.12.2012

Ein alter Kalender "passt wie neu"

Schon im März 2007, als ich Professor Wolfram Körner in seiner Wohnung in der Scharnhorststraße besuchte und neben vielen Geschenken auch die Möglichkeit erhielt, die beiden vorliegenden Kalenderblätter aus dem Gewerkschaftsteben zum Kopieren mit nach Hause zu nehmen, keimte der Plan der „Wiederverwertung" für eine meiner Jahresgaben. Es galt nur noch zu prüfen, wann Neujahr wieder auf einen Dienstag fallen würde so wie 1985. Das war zwar schon im Folgejahr 2008 der Fall - da dies allerdings ein Schaltjahr war, hieß es weitere fünf Jahre abwarten.
Erfreuen Sie sich also nun an diesen typischen Klemke-Illustrationen, die wohl für die Mehrzahl meines Adressatenkreises neu sind; und wenn auch die oder der Eine oder Andere anno '85 das Original an der Wand hängen hatte, so ist das ja auch schon eine Zeitlang her. Ich habe diesmal eigens auf das Heften der Blätter verzichtet, um den Kalender problemlos herausnehmen zu können.
Uns als kleines Schmankerl gibt's weiter hinten noch den SIBYLLE-Kalender von 1970 die Extra-Beilage in der Mitte des Heftes 6/1969, zusammen mit einer Zeichnung aus Heft 5 desselben Jahrgangs. Dazu noch Abbildungen von drei „Kalender-Rückwänden", die Klemke Anfang/Mitte der Sechziger für den Buchbindermeister Werner G. Kießig schuf; manchen ist ja vielleicht der Katalog und/oder das Plakat zu der großen Kießig-Ausstellung im Frühjahr 1984 in der Deutschen Staatsbibliothek bekannt.
Und damit gehen wieder einmal herzliche Weihnachts- und Neujahrsgrüße von Augsburg aus „in alle Welt" - wo immer sich die vielen Brief- und Sammlerfreunde auch aufhalten, und einem hoffentlich glücklichen & gesunden Jahr 2013 entgegensehen.

(Matthias Haberzettl, Augsburg, im Dezember 2012)

Werner Klemke - Kalender 2013
Sammlung Matthias Haberzettl
Augsburg im Dezember 2012
Auflage 70 Exemplar

Fr, 16.11.2012

Aus dem Antiquariat

Heute wurde die neueste Ausgabe "Aus dem Antiquariat" ausgeliefert, die u.a. unter dem Titel "Erinnerungen eines unersättlichen Sammlers" auch eine Rezension von Peter Neumann über unsere Jahresgabe 2011 "Wolfram Körner - Aus meinem Leben.Patienten und Bücher, Kunst und ferne Länder" enthält. Umfassende Darstellungen widmen sich dem Druck von Fotografien von Arvid Gutschow (Roland Jaeger), der Werbegemeinschaft "das moderne sachbuch (dms)" (David Oels) und der Geschichte von Karl Markerts "Leitfaden für Antiquare" (Michael Eschmann).

Sa, 17.12.2011

aus einer Erklärung des Vorstandes

"Im Sommer 2010, kurz vor einem bevorstehenden Krankenhausaufenthalt, vollendete Prof. Wolfram Körner die Niederschrift seiner Lebenserinnerungen. Die Pirckheimer-Gesellschaft beschloß, diese ursprünglich für seine Familie gedachte Autobiographie als Gabe für ihre Mitglieder zu veröffentlichen. ... Dies sollte gewissermaßen auch ein Geschenk der Gesellschaft zum 90. Geburtstag am 20. November 2010 ihres Gründungsmitglieds, Ehrenmitglieds und langjährigen Vorsitzenden sein. ...
Auf Seite 126 war ein Foto aus dem Jahre 1982 zu sehen, das Wolfram Körner ... zeigt.
Unser früherer Vorsitzender Hartmut Pätzke erklärte (über eine renommierte Anwaltskanzlei), daß er dieses Foto geschaffen habe, ließ uns die weitere Verbreitung des Buchs untersagen ..., forderte eine Unterlassungs- und Verzichtserklärung, Schadensersatz ... Zusätzlich wurde uns die Übernahme der Anwaltskosten ... auferlegt. Wir mußten uns diesen Forderungen unterwerfen. (Keiner der an der Harausgabe Beteiligten hatte) ... gewußt, daß H.P. der Urheber dieses nicht gekennzeichneten Fotos war. ... In diesem Wissen hätten wir es auch niemals veröffentlicht. Wolfram Körner war ... von einem Familienfoto ausgegangen, aber offensichtlich hatte H. P. ... 1982 Wolfram Körner dieses Foto geschenkt. ...
Wir bitten alle Mitglieder, die sich mit Wolfram Körner solidarisch fühlen, um eine Spende mit dem Vermerk „Prof. Körner“ auf unser Konto Nr. 649 814 106 bei der Postbank Berlin (BLZ 10 010 010), damit die erheblichen Kosten dieses Vorgehens unseres früheren Vorsitzenden getragen werden können."

(komplett in MARGINALIEN 204 (4.211), S. 75)

2 Kommentare

Werte Pirckheimer,
es gibt Handlungsweisen, die formaljuristisch einwandfrei und trotzdem moralisch verwerflich und unverständlich sind. Das erleben wir fast täglich in der Politik. Jetzt hat ein derartiges Vorgehen auch unsere Gesellschaft erreicht – ich meine das Vorgehen von Hartmut Pätzke zu einer Photographie im Buch von Wolfram Körner. Jeder normale Mensch wäre erfreut, wenn sein Werk so gewürdigt wird und hätte höchstens darauf bestanden, daß sein Name als Autor genannt wird. Nicht so unser ehemaliger Vorsitzender, der in für ihn doch bezeichnender kleinlicher Weise die Sache selbst hochspielte, in dem er gar nicht erst einen durchaus möglichen und anzustrebenden Vergleich suchte, sondern gleich einen Anwalt damit beauftragte, den Vertrieb des Buches mit diesem Photo zu untersagen. Ein weiterer Kommentar erübrigt sich.
Ich werde 10 € zur Unterstützung von Wolfram Körner überweisen.
Mit besten Grüßen
Peter Hoffmann, Nassenheide

Es ist enorm traurig, mit was für Zeitgenossen es man heute zu tun bekommen kann. Zumal ich unsere Gesellschaft als eben sehr wohltuend nicht-kommerziell empfinde.
Dr. Ralph Aepler

Mi, 14.09.2011

Die jahrelangen Wohnungsnachbarn

Erinnerungen aus neun Jahrzehnten

Wolfram Körner (geb. 1920) liest und erzählt aus seinem Buch “Patienten und Bücher, Kunst und ferne Länder” - im Dialog mit dem Herausgeber und Arno Mohr (1910 - 2001) Bilder und Bildnisse
Arno Mohr, geb. 1910 in Posen, lernte Schildermaler in Berlin und war von 1946 - 1975 Professor für Malerei an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin-Weißensee. „Fünf Linien sind sein Universum“ titelte einst die „Berliner Zeitung“. Seine Hochschule war die Straße. Mohr erhielt den Käthe-Kollwitz-Preis, den Nationalpreis der DDR und 1995 ein Ehrenstipendium des Berliner Kultursenators. Einige signierte Kataloge und Bücher sind im Rahmen der Ausstellung erhältlich. Ganze Malergenerationen haben bei ihm das Handwerkliche und das Sehen gelernt. Wir zeigen über vierzig Bilder, überwiegend grafische Arbeiten einer Berliner Privatsammlung, dazu Mohr-Portraits von Herbert Tucholski, Albrecht Gehse, Harald Kretzschmar, Rainer Ehrt und Vera Singer.
Professor Dr. Wolfram Körner wurde 1920 in Chemnitz geboren. Er studierte Medizin in den Wirren des Kr
ieges und machte seinen Facharzt für Chirurgie. Nach einem Einsatz in Kuba 1963 begleitete er als Mann für medizinische Fälle zahlreiche offizielle Delegationen der DDR durch die ganze Welt. Viele Prominente aus dem In- und Ausland waren unter seinem Messer. So nebenbei entwickelte er eine Sammelleidenschaft u. a. für schöne Bücher, Exlibris und Erotica. Er besitzt eine der größten Sammlungen erotischer Kunst und Literatur. Körner war Gründungsmitglied der Pirckheimer-Gesellchaft im Jahre 1956 und lange Zeit deren Vorsitzender. In der Scharnhorststraße lebte er auf der gleichen Ebene wie Arno Mohr. Die Zeichnung (Abb.) war bestimmt für Wolfram Körner.

Sonntag, 25. September 2011 um 19.00 Uhr
(mit einem anschließenden Umtrunk. Ein bescheidener Kostenbeitrag ist willkommen.)
Um Anmeldung wird gebeten.


Gaby und Konrad Kutt
Stubengalerie KunstStücke Grunewald
Trabener Str. 14 b
14193 Berlin (nahe S-Bhf. Grunewald)
Tel.: 030-891 51 24 oder 0173 601 491 2
è
E-Mail

Di, 28.06.2011

Wolfram Körner

Patienten und Bücher,
Kunst und ferne Länder
Aus meinem Leben


Soeben erschienen als Gabe unserer Gesellschaft in seinem 91. Lebensjahr die Lebenserinnerungen unseres Ehrenmitglieds und langjährigem Vorsitzenden è Prof. Wolfram Körner. Dieses vom Vorsitzenden im Auftrag der Pirckheimer-Gesellschaft herausgegebene, von unserem Mitglied Matthias Gubig gestaltete, bei Albdruck Berlin gedruckte und bei Stein+Lehmann Berlin gebundene Bändchen erschien in einer Auflage von 800 Exemplaren. 50 Exemplaren liegt eine Originalgraphik von Werner Helfenbein, 10 Exemplaren zwei zusätzliche Originalgraphische Neujahrsgrüße von Wolfram Körner bei. Alle Exemplare sind mit Wolfram Körners Exlibrisstempel von Hans-Joachim Behrendt mit Hand gestempelt.
"Die Pirckheimer-Gesellschaft übergab als >erste Gabe 1958< an ihre Mitglieder den Band von Jürgen Kuczynski Sechs Generationen auf Bücherjagd. Zur Geschichte meiner Bibliothek. Das Impressum weckte bibliophile Hoffnungen, denn man konnte damals folgendes lesen:  "Dies ist der erste Druck einer Schriftenreihe, die von Sammlungen und Sammlern berichtet.< Mit einer Verzögerung von nunmehr 53 Jahren liegt jetzt eine Publikation vor, die als zweiter Druck dieser einst angekündigten Reihe gelten könnte."
(aus dem Vorwort)

1 Kommentar:
28.07.2011: Leider verzögert sich die Versendung der Jahresgabe durch nicht zu beeinflussende Umstände. Bitte haben Sie Verständnis. (Abel Doering)