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Pirckheimer-Gesellschaft

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So, 09.06.2013

Totentanz der Ästhetik

Horst Sakulowski bei der Vernissage in der Stadtkirche St. Marien, Foto A. Doering
Am 28. August 2013 begeht der in Saalfeld geborene und seit 1967 in Weida bei Gera lebende Künstler Horst Sakulowski seinen 70. Geburtstag. Sechs Expositionen werden im Jubiläumsjahr von und über den Künstler gezeigt, was die hohe Wertschätzung des Künstlers unterstreicht.
Die am 8. Juni in der Stadtkirche Greiz unter dem Titel „Non finito“ (unvollendet) eröffnete Ausstellung ist die umfangreichste ...
(Gerhard R. Zeuner )

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Die Teilnehmer des Jahrestreffens der Pirckheimer-Gesellschaft nahmen nach einer Führung durch die Ausstellung durch Horst Sakulowski und einem Künstlergespräch an der Ausstellungseröffnung teil.

Di, 04.06.2013

Die Kollegen sind am Boden zerstört

Die Pirckheimer-Gesellschaft beabsichtigte zum Jahrestreffen unter anderem den Besuch der Orangerie und des Otto-Dix-Hauses in Gera, sowie des Sommerpalais in Greiz. Das ist der Flut zum Opfer gefallen.

"... Seit dem Wochenende ist der komplette Park vom Hochwasser der Weißen Elster geflutet und auch im Gartensaal des Palais, im Küchenhaus und in der Orangerie steht das Wasser. „Es ist eine Katastrophe", beschreibt Stiftungssprecherin Dr. Susanne Rott den Zustand in Greiz. „Die Kollegen, unser Parkgärtner Christian Lenz mit seinem Team und Schlossverwalterin Pia Büttner, sind am Boden zerstört." Wo es möglich war, wurden Ausstellung und Mobiliar ausgeräumt und die Kübelpflanzen in die Parkgärtnerei geschafft. „Wir versuchen, Vorsorge zu treffen. Eine Bestandsaufnahme ist aber erst möglich, wenn das Wasser abgepumpt ist, wenn die Räume entfeuchtet werden konnten und die Wege vom Schlamm befreit sind", erläutert Susanne Rott. ... Schon jetzt aber sei absehbar, dass an dem als national bedeutsam eingestuften Denkmalensemble mit Schäden im sechsstelligen Bereich gerechnet werden muss. Während die Vogtlandhalle in der Schloss- und Residenzstadt Greiz ebenfalls geflutet ist, bezeichnete gestern Nachmittag Museumschef Rainer Koch die Lage am Unteren Schloss in Greiz als „noch entspannt". Obwohl er selbst aufgrund des Hochwassers noch nicht im Museum eingetroffen war und die Informationen per Handy einholen musste, geht er davon aus, dass die Ausstellung „Non Finito" mit Werken von Horst Sakulowski planmäßig am Samstag eröffnet werden kann.
Die Orangerie in Gera vor der Flut - Foto: © Stadtverwaltung
Für Besucher geschlossen sind seit Sonntag die Museen im Geraer Stadtteil Untermhaus, der gestern zum Teil evakuiert werden musste. ... Unermüdlich im Einsatz, um ihre Kunstschätze vor dem Hochwasser zu retten, waren am Sonntag und gestern auch Mitarbeiter und Helfer am Otto-Dix-Haus und der Orangerie in Gera. „Wir haben sämtliche Dix-Werke aus dem Erdgeschoss nach oben ins Depot gebracht und auch den Nord- und Südflügel der Orangerie von den Ausstellungsobjekten beräumt", sagte gestern Astrid Lindinger, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Kunstsammlung Gera. Die Gebäude wurden mit Sandsäcken gesichert. ..."
(Sabine Wagner und Angelika Bohn, Ostthüringischen Zeitung)

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Mo, 03.06.2013

... unser Jahrestreffen in Gefahr?

2. Juni 2013: Gera löst Katastrophenalarm aus / Greiz ist zehn Zentimeter von Rekordhoch entfernt
 
Focus online: "... Wegen des unaufhaltsam steigenden Wassers der Weißen Elster hat nun auch Gera ... Katastrophenalarm ausgelöst. Der Wasserspiegel steige dramatisch, so dass in einigen Stadtteilen Evakuierungen nötig werden könnten, sagte eine Sprecherin am Sonntagabend. .... Bedroht ist auch der Stadtteil Untermhaus, wo das Geburtshaus des Malers Otto Dix steht. Dort ist die Kunstsammlung der Stadt beheimatet. ..."
Die Welt online: "... Im thüringischen Greiz stieg der Wasserstand der Weißen Elster am späten Abend stetig weiter ... Beim Krisenstab war von 5,40 Metern die Rede, nur 10 Zentimeter unter dem Rekordhoch von 1954. ... Ob die betroffenen Stadtteile evakuiert werden müssen, ist noch unklar. Am Nachmittag hatte der Krisenstab des Landratsamtes mitgeteilt, dass ab einem Wasserstand von 5 Metern eine Überflutung der Greizer Neustadt nicht mehr verhindert werden könne. ... "

Hoffen wir, natürlich in erster Linie für die von der drohenden Katastrophe direkt Betroffenen, dass die Fluten nicht unser Jahrestreffen gefährden.

3. Juni 2013, 11:00: Die Anfahrt zum Tagungshotel in Gera ist möglich, das Hotel wird für uns zur Verfügung stehen und die Versorgung ist gesichert. Dass die Führungen wie geplant stattfinden können, ist jedoch unwahrscheinlich und kann noch nicht beantwortet werden. Zumindest die Orangerie steht im Erdgeschoß unter Wasser und auch das Otto-Dix-Haus ist stark gefährdet.
In Greiz ist das Sommerpalais und der Park geflutet, das Obere und das Untere Schloss ist zwar derzeit zugänglich und auch der Catering-Service kann liefern, ob aber die Ausstellungseröffnung Sakulowski stattfinden wird, ist noch fraglich. Es gibt nur noch eine Zufahrt nach Greiz und es ist nicht ausgeschlossen, dass auch diese Brücke gesperrt wird.
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3. Juni 2013, 19:00: Die Stadtinformation Gera hat infolge der Unpassierbarkeit durch Überflutung alle Führungen abgesagt. Da in Greiz ebenfalls nicht gewährleistet werden kann, dass wir zum Oberen oder Unteren Schloss, den einzigen nicht überfluteten Zielen unserer geplanten Veranstaltungen kommen, hat der Vorstand beschlossen, dass wir das Jahrestreffen nur am Freitag, den 7. Juni durchzuführen und am Sonnabend, den 8. Juni vormittags nach einem gemeinsamen Frühstück die Heimreise anzutreten. Es können nur die Programmpunkte Ateliergespräch mit Gerda Lepke, sowie im Tagungshotel die Mitgliederversammlung, das Festessen und die Auktion durchgeführt werden. Näheres morgen Vormittag, nachdem letzte Details mit dem Hotel geklärt werden konnten.
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4. Juni 2013, 16:00: Soeben wurde die Absage der Veranstaltungen in Greiz zurückgenommen, so dass diese, mit Ausnahme der Führungen im Sommerpalais, jetzt doch wie geplant durchgeführt werden können. Die Jahrestagung findet somit mit den Abstrichen des Rahmenprogramms in Gera wie geplant vom 7. - 9. Juni statt.
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NON FINITO - Horst Sakulowski

Horst Sakulowski begeht am 28. August 2013 seinen siebzigsten Geburtstag. Die Teilnehmer unseres diesjährigen Jahrestreffens werden einer feierlichen Eröffnung der Ausstellung aus diesem Anlaß in Greiz in der Stadtkirche St. Marien am Unteren Schloss werden beiwohnen.
"UNVOLLENDET" ist der vieldeutige Ausstellungstitel, der die Bedeutung des künstlerischen Schaffens im persönlichen sowie sozialen Kontext und eine ständige Auseinandersetzung mit den vielschichtigen Facetten des Lebens betont.
Als Non-finito werden in der Bildenden Kunst einerseits äußerlich unvollendete Skulpturen und Plastiken bezeichnet. Andererseits wird diese Bezeichnung für Handzeichnungen verwendet, die durch die zeichnerische Komponente der Linienführung einer gewissen Abstraktion bedürfen.
Der Betrachter vollendet durch seine Wahrnehmung das Gesehene und wird somit aktiver Bestandteil des Kunsterlebnisses.
Horst Sakulowski lässt in seinen Werken dem Rezipienten viel Platz, diese mit eigenen Gefühlen, Gedanken, Bezügen und Interpretationen zu beleben.

Ausstellung: 8. Juni bis 8. September 2013

Oberes Schloss und Unteres Schloss Greiz

Fr, 24.05.2013

Charlotte E. Pauly (1886 - 1981)

Am heutigen Abend sprach die Leiterin der Sammlung Grafikdesign der Kunstbibliothek Berlin, Dr. Anita Kühnel, im gut gefüllten Studiensaal am Matthäikirchplatz vor der Regionalgruppe Berlin/Brandenburg zum Thema "Charlotte E. Pauly: Eine Berliner Künstlerin in Selbstzeugnissen".
Frau Kühnel, die damit ihren jüngsten Titel zu dieser vielseitigen Künstlerin vorstellte, kam nach anfänglichen Bemerkungen zur Editionsgeschichte dieses Buches und dem Verlesen einer erklärenden Passage aus dem Vorwort auf das vielseitige Erleben und das umfangreiche Schaffen von Charlotte E. Pauly zu sprechen - ... indem Sie sie selbst sprechen ließ. Wir kennen Charlotte E. Pauly sicher vor allem als Zeichnerin, Graphikerin und Malerin und konnten uns davon überzeugen, dass sich diese Künstlerin, von der neben Reiseaufzeichnungen nur ein Roman erschien, durch einen bedeutenden Briefwechsel und andere Aufzeichnungen, also auch mit umfangreichen und durchaus literarischen Schriften auszeichnet.
Schade an diesem anregenden Abend war eigentlich nur, dass es die zur Verfügung stehenden anderthalb Stunden nicht zuließen, neben den interessanten Schilderungen aus ihrer Zeit in Nazaré, Portugal und später ab 1938 Agnetendorf (heute Jagniątków, Polen), wo sie sich u.a. mit Gerhard Hauptmann und dessen Frau Margarete anfreundete, näher auf die angestrebte Umsiedlung in die Sowjetische Besatzungszone und vor allem auf ihr Wirken in der DDR einzugehen, denn hier gehörten zu ihren Freunden Bildende Künstler wie Dieter Goltzsche, Egmont Schaefer und vor Allem Sella Hasse oder der Schriftsteller Johannes Bobrowski. Das hatte aber sicher auch etwas Gutes - der Abend war auf jeden Fall Angeregung, sich näher mit dem Leben der Charlotte E. Pauly und damit auch mit der Edition von Anita Kühnel zu beschäftigen.
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Ein schlesisches Fräulein wird Weltbürgerin
Die Malerin und Schriftstellerin Charlotte E. Pauly in Selbstzeugnissen
Herausgegeben von Anita Kühnel
2012 ISBN 978-3-942476-36-2

Do, 23.05.2013

Jahrestreffen 2013

Das detaillierte Programm des Jahrestreffens 2013 der Pirckheimer-Gesellschaft kann ab sofort hier eingesehen und ausgedruckt werden.

7. Juni 2013 - Gera
13:00 - 14:00 Anmeldung (Royal Inn Regent)
Rundgänge und Besichtigungen
19:00 Mitgliederversammlung/Wahl des Vorstandes


8. Juni 2013 - Greiz
Sommerpalais - Oberes Schloss - Gespräch (Unteres Schloss) und Ausstellungseröffnung Horst Sakulowski (Stadtkirche St. Marien)
18:00 Festessen im Oberen Schloss

9. Juni 2013 - Gera
Rundgänge und Besichtigungen -  Ateliergespräch mit Gerda Lepke

Fr, 26.04.2013

Erich Ohser - e.o. plauen

Gut besucht mit gut 60 Mitgliedern und Gästen war der heutigen Abend der Berlin-Brandenburger Regionalgruppe zu einem Vortrag von Dr. Elke Schulze zum Thema Erich Ohser - e.o. plauen. Der Zeichner, Illustrator, Karikaturist und Erfinder von "Vater und Sohn" im Kleinen Säulensaal der Zentral- und Landesbibliothek Berlin.
Frau Dr. Schulze, Vorstand der Erich Ohser - e.o. plauen Stiftung, holte in Ihrem Vortrag weit aus und schilderte ausführlich sowohl die Herausforderungen beim Aufbau des Erich-Ohser-Hauses in Plauen, als auch den künstlerischen Werdegang des Erich Ohser vom Zeichner und politisch engagiertem Karikaturisten beim Vorwärts an der Seite von Erich Kästner und Erich Knauf über seine, den Zwängen der Zeit geschuldeten Neufindung als o.e. plauen mit den Bildergeschichten Vater und Sohn für die BIZ bis zu seiner Mitarbeit an der nationalsozialistischen Zeitschrift Das Reich. Als o.e. plauen karikierte er die Feinde Deutschlands, so wie er sie sah, wurde aber denunziert ob seiner Abneigung gegen die Nationalsozialisten und setzte seinem Leben 1944 ein Ende. Nicht nur dieses kontroverse Wirken in der Weimarer Republik und unter faschistischem Diktat, sondern auch das bislang weitgehend unbekannte Schaffen des Künstlers, welches weit über Vater und Sohn hinausgeht, war Anregung für eine umfangreiche Verständigung über sein Werk und auch über Mythen der angeblich fehlenden Rezeption des Erich Ohser in der DDR.
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Mi, 03.04.2013

unerwartete Erbschaft

In Heft 208 der MARGINALIEN konnte über eine unerwartete Erbschaft informiert werden. Die Aufarbeitung dieses Erbes hat im Auftrag des Vorstandes freundlicherweise Herr Ulrich Goerdten übernommen.
Der Nachlass wird unseren Mitgliedern zum Vorzugspreis angeboten - die ersten Listen können ab sofort auf unserer Homepage im geschützten Bereich eingesehen werden. Weitere Listen werden bis zum Jahresende folgen.
Einige ausgewählte Titel werden auf unserer traditionellen Auktion zu unserem Jahrestreffen in Gera versteigert. Aus diesem Grund ist es in diesem Jahr nicht erforderlich, dass Teilnehmer eigene Bücher zur Versteigerung einreichen und können sich auf Graphikspenden für die Auktion beschränken.
Bitte informieren Sie Mitglieder unserer Gesellschaft über die Möglichkeit, die Listen im Internet einsehen zu können. Die nächsten MARGINALIEN werden einen entsprechenden Hinweis enthalten. Selbstverständlich werden wir allen Mitgliedern, die sich nicht im Internet informieren können, die Listen auf Anforderung zum Selbstkostenpreis von 1,50 € pro Sendung zusenden. Eine generelle Versendung durch Beilage zu den MARGINALIEN ist nicht vorgesehen.

Do, 21.03.2013

Bühne auf!

Elmar Faber (links) und Dr. Carsten Wurm, Foto © Abel Doering
Am heutigen Abend trafen sich die Berlin-Brandenburger Pirckheimer im Kleinen Säulensaal der Stadtbibliothek Berlin zur Buchvorstellung von "Bühne auf! Die Erstlingswerke deutscher Autoren des 20. Jahrhunderts". Einführend schilderte Elmar Faber interessant und gewürzt mit diversen Anekdoten, wie die Idee zu diesem Buch geboren wurde und gab einen Überblick über die Besonderheiten von Erstlingswerken und Herausforderungen, denen sich die Verleger zu stellen haben. Danach las er aus diesem Lexikon die Abschnitte über Erich Kästner und Wolfgang Hilbig, die deutlich machten, dass dieses mehr als ein Nachschlagwerk und durchaus wert ist, als unterhaltsame literaturgeschichtliche Abhandlung gelesen zu werden. Carsten Wurm erläuterte dann in einem Diavortrag ausgewählte Titelabbildungen der enthaltenen Erstlingswerke quer durch die literarischen Strömungen deutsprachiger Literaten des 20. Jahrhunderts.
 
Rezension von Prof. Dr. Hans Altenhein
Rezension von Klaus Bellin in MARGINALIEN 209

Do, 24.01.2013

Es war wie ein Glas zwischen uns

 
Im Kleinen Säulensaal der Zentral- und Landesbibliothek Berlin stellte Klaus Bellin vor gut 60 Mitgliedern der Regionalgruppe Berlin/Brandenburg und Gästen sein bereits 2010 erschienenes Buch über Mary und Kurt Tucholsky vor, zu welchem Carsten Wurm in den MARGINALIEN, Heft 198 eine Rezension verfasst hatte.
 
Kurt Tucholsky hatte viele Frauen. Für Mary Gerold gab es nur einen Mann: ihn. Ihre Beziehung begann mitten im Ersten Weltkrieg, und sie ist reich an Enttäuschungen, Verstörungen, Krisen. Sie war beides und manchmal beides zur selben Zeit:
Liebesgeschichte und Tragödie, ein Auf und Ab aus Glück und Enttäuschung, Entfremdung, Sehnsucht und Trennung. Er, unstet, widersprüchlich, oft depressiv, ging immer wieder eigene Wege, und erst zuletzt, als der Wille zum Leben erloschen war, sprach er aus, was er im Grunde schon lange wusste: Er hat nur einmal wirklich geliebt – sie, Mary, die 1924 seine zweite Frau geworden war.
Seit 1928 lebten beide getrennt, sie in Berlin, er in Schweden. Die Gefährtinnen seiner späten Jahre waren Gertrude Meyer und Hedwig Müller. Aber zu seiner Alleinerbin bestimmte er Mary. Sie hat nach Kriegsende ganz allein und mit beeindruckender Energie aus dem Nichts das Tucholsky-Archiv in Rottach-Egern aufgebaut und sich mit Hingabe für die literarische Hinterlassenschaft Kurt Tucholskys eingesetzt. Sein Nachruhm war ihr Werk.
(Klappentext: verlag für berlin-brandenburg)

Fr, 28.12.2012

Jahrestreffen 2013

Gera und Greiz, 7. bis 9. Juni

Das Jahrestreffen wird organisiert von Udo Wittkowski. Geplant sind Besichtigungen der Kunstsammlungen in Gera, des Museums Schloß Greiz und der Karikaturensammlung und der Bibliothek, des Otto-Dix-Hauses Gera, einer Horst-Sakulowski-Ausstellung (Diskussion mit dem Künstler) sowie ein Ateliergespräch mit Gerda Lepke.
Zimmer sind reserviert im Hotel è 
The Royal Inn Regent, Einzelzimmer 44 €, Doppelzimmer 66 € (incl. Frühstück). Das detaillierte Programm liegt ca. Mitte Januar vor. Für Teilnehmer aus Berlin wird zum Preis von 45 € pro Person ein Bustransfer Berlin-Gera-Greiz-Gera-Berlin angeboten.
Wir bitten um Anmeldung bis Ende Februar 2013, einschließlich der Überweisung der Tagungsgebühr von 65 € auf das Pirckheimer-Konto.

Fr, 14.12.2012

Erwerbungen und Sammlerfreuden 2012

 
Am heutigen Abend trafen sich die Berliner und Brandenburger Pirckheimer in gewohnter Tradition zu ihrem letzten abendlichen Treffen des Jahres in der Büchergilde-Buchhandlung unseres Mitglieds Johanna Binger, um Rückschau zu halten auf ein erfolgreiches Jahr der Regionalgruppe und auf die Erfolge, die beispielhaft von einzelnen Mitgliedern vorgestellt wurden. Gleichzeitig verständigten sich die Anwesenden auf ein interessantes Programm im Jahr 2013.
 

Fr, 23.11.2012

Jürgen Rennert las

 
Am heutigen Abend las Jürgen Rennert vor den Berlin-Brandenburger Pirckheimern im Antiquariat unseres Mitglieds Katrin Brandel.
Jürgen Rennert, der den meisten Zuhörern mit einem poesiealbum bekannt wurde, einer, inzwischen weitergeführten monatliche erscheinenden Lyrikreihe der DDR, in der sich sein Name zwischen Goethe, Heine oder Weehrt fand, hatte nach eigenen Worten das Dichten durch kirchliche Gesangsbücher und von Wilhelm Busch gelernt. Der Autor begeisterte die Teilnehmer des Abends mit stilsicherer und humorvoller, aber auch Position beziehender Dichtung und berichtete über seine lyrische Arbeit vor und Zwängen nach 1989. Beeindruckend war seine wenige Tage verfrühte Lesung Die Weihnachtsgeschichte der Christen und sein Vortrag von Noachs Kasten (beide bei Hentrich & Hentrich) und immer wieder kam die Rede auf sein Gedicht Mein Land ist mir zerfallen. In einer anschließenden Diskussion erfragten die Teilnehmer auch Hintergründe seiner kirchlichen Arbeit, so z.B. zu der 1984 in der DDR stark beachteten, weil ungewöhnlichen Darstellung der Bildenden Kunst des Landes als Dialog mit der Bibel.

Fr, 26.10.2012

Fecit in Venezia*

Andreas Wittenberg (Staatsbibliothek zu Berlin, Abteilung Historische Drucke)
Unter diesem Titel stellte der Regionalgruppe Berlin-Brandenburg am heutigen Pirckheimer-Abend Herr Wittenberg die Aldinen-Sammlung in der Staatsbibliothek zu Berlin vor.
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Als Aldinen bezeichnet man die Drucke, die aus der Offizin der venezianischen Buchdruckerfamilie Manutius seit etwa 1489 hervorgegangen sind. Die Drucke von Aldus d. Ä. stellen in mehrfacher Hinsicht einen frühen Höhepunkt in der Buchdruckergeschichte dar. Seine Ausgaben zeichnen sich durch Korrektheit und geschmackvolle Ausstattung aus. Man zählt unter ihnen 28 erste Ausgaben griechischer und römischer Klassiker. Andere enthalten aus Manuskripten kritisch berichtigte Texte. Das gilt besonders für neuere italienische Dichter, zum Beispiel Dante, Petrarca, Boccaccio. Aldus arbeitete auch ständig an der ästhetischen Verschönerung seiner Drucktypen. Von griechischen Typen, mit welchen vor ihm noch niemand so viel und so schön gedruckt hatte, ließ er nach und nach neun Varianten, von den lateinischen 14 fertigen.

Fotos in diesem Beitrag © Abel Doering
Die in der Staatsbibliothek vorhandenen 812 Drucke in 1.093 Bänden des Aldus und seiner Nachfolger aus dem 16. Jahrhundert stellen eine der größten Sammlungen ihrer Art dar. In ihr sind vorwiegend Texte griechischer und römischer Autoren enthalten. Sie stammen in der Hauptsache aus der Bibliothek des Grafen Etienne Méjan (1765–1846), die König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen 1847 für 64.000 Taler gegen die harte Konkurrenz des Britischen Museums, des Königs von Bayern sowie finanzkräftiger englischer Bibliotheken und Antiquare erwarb und der Königlichen Bibliothek übergab. Nicht vorrangig der Inhalt, sondern die Erlesenheit der Ausgabe bestimmte die Sammeltätigkeit des Grafen Méjan. Er hatte zudem seine Bücher von den berühmtesten Pariser Buchbindern seiner Zeit, von Bozérian, Motet, Simier, Thouvenin und anderen, binden lassen, so dass sich anhand vieler auf dem Rücken signierter Einbände der Aldinen auch ein Stück Geschichte der französischen Buchbinderkunst im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts belegen lässt. (Quelle: staatsbibliothek-berlin.de)
 
* Gefertigt in Venedig

Di, 02.10.2012

Konstituierung des Vorstands

Die Funktionen innerhalb des Vorstands werden wie folgt verteilt:

Vorsitzender: ...
Stellvertretender Vorsitzender: Ferdinand Puhe
Schatzmeister: Abel Doering
Schriftführer: Ernst Reif
Weiteres Vorstandsmitglied: Prof. Dr. Peter Arlt

Beschluss Nr. 1 in 2012