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Pirckheimer-Gesellschaft

Pirckheimer-Blog

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Do, 23.05.2013

Jahrestreffen 2013

Das detaillierte Programm des Jahrestreffens 2013 der Pirckheimer-Gesellschaft kann ab sofort hier eingesehen und ausgedruckt werden.

7. Juni 2013 - Gera
13:00 - 14:00 Anmeldung (Royal Inn Regent)
Rundgänge und Besichtigungen
19:00 Mitgliederversammlung/Wahl des Vorstandes


8. Juni 2013 - Greiz
Sommerpalais - Oberes Schloss - Gespräch (Unteres Schloss) und Ausstellungseröffnung Horst Sakulowski (Stadtkirche St. Marien)
18:00 Festessen im Oberen Schloss

9. Juni 2013 - Gera
Rundgänge und Besichtigungen -  Ateliergespräch mit Gerda Lepke

Fr, 26.04.2013

Erich Ohser - e.o. plauen

Gut besucht mit gut 60 Mitgliedern und Gästen war der heutigen Abend der Berlin-Brandenburger Regionalgruppe zu einem Vortrag von Dr. Elke Schulze zum Thema Erich Ohser - e.o. plauen. Der Zeichner, Illustrator, Karikaturist und Erfinder von "Vater und Sohn" im Kleinen Säulensaal der Zentral- und Landesbibliothek Berlin.
Frau Dr. Schulze, Vorstand der Erich Ohser - e.o. plauen Stiftung, holte in Ihrem Vortrag weit aus und schilderte ausführlich sowohl die Herausforderungen beim Aufbau des Erich-Ohser-Hauses in Plauen, als auch den künstlerischen Werdegang des Erich Ohser vom Zeichner und politisch engagiertem Karikaturisten beim Vorwärts an der Seite von Erich Kästner und Erich Knauf über seine, den Zwängen der Zeit geschuldeten Neufindung als o.e. plauen mit den Bildergeschichten Vater und Sohn für die BIZ bis zu seiner Mitarbeit an der nationalsozialistischen Zeitschrift Das Reich. Als o.e. plauen karikierte er die Feinde Deutschlands, so wie er sie sah, wurde aber denunziert ob seiner Abneigung gegen die Nationalsozialisten und setzte seinem Leben 1944 ein Ende. Nicht nur dieses kontroverse Wirken in der Weimarer Republik und unter faschistischem Diktat, sondern auch das bislang weitgehend unbekannte Schaffen des Künstlers, welches weit über Vater und Sohn hinausgeht, war Anregung für eine umfangreiche Verständigung über sein Werk und auch über Mythen der angeblich fehlenden Rezeption des Erich Ohser in der DDR.
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Mi, 03.04.2013

unerwartete Erbschaft

In Heft 208 der MARGINALIEN konnte über eine unerwartete Erbschaft informiert werden. Die Aufarbeitung dieses Erbes hat im Auftrag des Vorstandes freundlicherweise Herr Ulrich Goerdten übernommen.
Der Nachlass wird unseren Mitgliedern zum Vorzugspreis angeboten - die ersten Listen können ab sofort auf unserer Homepage im geschützten Bereich eingesehen werden. Weitere Listen werden bis zum Jahresende folgen.
Einige ausgewählte Titel werden auf unserer traditionellen Auktion zu unserem Jahrestreffen in Gera versteigert. Aus diesem Grund ist es in diesem Jahr nicht erforderlich, dass Teilnehmer eigene Bücher zur Versteigerung einreichen und können sich auf Graphikspenden für die Auktion beschränken.
Bitte informieren Sie Mitglieder unserer Gesellschaft über die Möglichkeit, die Listen im Internet einsehen zu können. Die nächsten MARGINALIEN werden einen entsprechenden Hinweis enthalten. Selbstverständlich werden wir allen Mitgliedern, die sich nicht im Internet informieren können, die Listen auf Anforderung zum Selbstkostenpreis von 1,50 € pro Sendung zusenden. Eine generelle Versendung durch Beilage zu den MARGINALIEN ist nicht vorgesehen.

Do, 21.03.2013

Bühne auf!

Elmar Faber (links) und Dr. Carsten Wurm, Foto © Abel Doering
Am heutigen Abend trafen sich die Berlin-Brandenburger Pirckheimer im Kleinen Säulensaal der Stadtbibliothek Berlin zur Buchvorstellung von "Bühne auf! Die Erstlingswerke deutscher Autoren des 20. Jahrhunderts". Einführend schilderte Elmar Faber interessant und gewürzt mit diversen Anekdoten, wie die Idee zu diesem Buch geboren wurde und gab einen Überblick über die Besonderheiten von Erstlingswerken und Herausforderungen, denen sich die Verleger zu stellen haben. Danach las er aus diesem Lexikon die Abschnitte über Erich Kästner und Wolfgang Hilbig, die deutlich machten, dass dieses mehr als ein Nachschlagwerk und durchaus wert ist, als unterhaltsame literaturgeschichtliche Abhandlung gelesen zu werden. Carsten Wurm erläuterte dann in einem Diavortrag ausgewählte Titelabbildungen der enthaltenen Erstlingswerke quer durch die literarischen Strömungen deutsprachiger Literaten des 20. Jahrhunderts.
 
Rezension von Prof. Dr. Hans Altenhein
Rezension von Klaus Bellin in MARGINALIEN 209

Do, 24.01.2013

Es war wie ein Glas zwischen uns

 
Im Kleinen Säulensaal der Zentral- und Landesbibliothek Berlin stellte Klaus Bellin vor gut 60 Mitgliedern der Regionalgruppe Berlin/Brandenburg und Gästen sein bereits 2010 erschienenes Buch über Mary und Kurt Tucholsky vor, zu welchem Carsten Wurm in den MARGINALIEN, Heft 198 eine Rezension verfasst hatte.
 
Kurt Tucholsky hatte viele Frauen. Für Mary Gerold gab es nur einen Mann: ihn. Ihre Beziehung begann mitten im Ersten Weltkrieg, und sie ist reich an Enttäuschungen, Verstörungen, Krisen. Sie war beides und manchmal beides zur selben Zeit:
Liebesgeschichte und Tragödie, ein Auf und Ab aus Glück und Enttäuschung, Entfremdung, Sehnsucht und Trennung. Er, unstet, widersprüchlich, oft depressiv, ging immer wieder eigene Wege, und erst zuletzt, als der Wille zum Leben erloschen war, sprach er aus, was er im Grunde schon lange wusste: Er hat nur einmal wirklich geliebt – sie, Mary, die 1924 seine zweite Frau geworden war.
Seit 1928 lebten beide getrennt, sie in Berlin, er in Schweden. Die Gefährtinnen seiner späten Jahre waren Gertrude Meyer und Hedwig Müller. Aber zu seiner Alleinerbin bestimmte er Mary. Sie hat nach Kriegsende ganz allein und mit beeindruckender Energie aus dem Nichts das Tucholsky-Archiv in Rottach-Egern aufgebaut und sich mit Hingabe für die literarische Hinterlassenschaft Kurt Tucholskys eingesetzt. Sein Nachruhm war ihr Werk.
(Klappentext: verlag für berlin-brandenburg)

Fr, 28.12.2012

Jahrestreffen 2013

Gera und Greiz, 7. bis 9. Juni

Das Jahrestreffen wird organisiert von Udo Wittkowski. Geplant sind Besichtigungen der Kunstsammlungen in Gera, des Museums Schloß Greiz und der Karikaturensammlung und der Bibliothek, des Otto-Dix-Hauses Gera, einer Horst-Sakulowski-Ausstellung (Diskussion mit dem Künstler) sowie ein Ateliergespräch mit Gerda Lepke.
Zimmer sind reserviert im Hotel è 
The Royal Inn Regent, Einzelzimmer 44 €, Doppelzimmer 66 € (incl. Frühstück). Das detaillierte Programm liegt ca. Mitte Januar vor. Für Teilnehmer aus Berlin wird zum Preis von 45 € pro Person ein Bustransfer Berlin-Gera-Greiz-Gera-Berlin angeboten.
Wir bitten um Anmeldung bis Ende Februar 2013, einschließlich der Überweisung der Tagungsgebühr von 65 € auf das Pirckheimer-Konto.

Fr, 14.12.2012

Erwerbungen und Sammlerfreuden 2012

 
Am heutigen Abend trafen sich die Berliner und Brandenburger Pirckheimer in gewohnter Tradition zu ihrem letzten abendlichen Treffen des Jahres in der Büchergilde-Buchhandlung unseres Mitglieds Johanna Binger, um Rückschau zu halten auf ein erfolgreiches Jahr der Regionalgruppe und auf die Erfolge, die beispielhaft von einzelnen Mitgliedern vorgestellt wurden. Gleichzeitig verständigten sich die Anwesenden auf ein interessantes Programm im Jahr 2013.
 

Fr, 23.11.2012

Jürgen Rennert las

 
Am heutigen Abend las Jürgen Rennert vor den Berlin-Brandenburger Pirckheimern im Antiquariat unseres Mitglieds Katrin Brandel.
Jürgen Rennert, der den meisten Zuhörern mit einem poesiealbum bekannt wurde, einer, inzwischen weitergeführten monatliche erscheinenden Lyrikreihe der DDR, in der sich sein Name zwischen Goethe, Heine oder Weehrt fand, hatte nach eigenen Worten das Dichten durch kirchliche Gesangsbücher und von Wilhelm Busch gelernt. Der Autor begeisterte die Teilnehmer des Abends mit stilsicherer und humorvoller, aber auch Position beziehender Dichtung und berichtete über seine lyrische Arbeit vor und Zwängen nach 1989. Beeindruckend war seine wenige Tage verfrühte Lesung Die Weihnachtsgeschichte der Christen und sein Vortrag von Noachs Kasten (beide bei Hentrich & Hentrich) und immer wieder kam die Rede auf sein Gedicht Mein Land ist mir zerfallen. In einer anschließenden Diskussion erfragten die Teilnehmer auch Hintergründe seiner kirchlichen Arbeit, so z.B. zu der 1984 in der DDR stark beachteten, weil ungewöhnlichen Darstellung der Bildenden Kunst des Landes als Dialog mit der Bibel.

Fr, 26.10.2012

Fecit in Venezia*

Andreas Wittenberg (Staatsbibliothek zu Berlin, Abteilung Historische Drucke)
Unter diesem Titel stellte der Regionalgruppe Berlin-Brandenburg am heutigen Pirckheimer-Abend Herr Wittenberg die Aldinen-Sammlung in der Staatsbibliothek zu Berlin vor.
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Als Aldinen bezeichnet man die Drucke, die aus der Offizin der venezianischen Buchdruckerfamilie Manutius seit etwa 1489 hervorgegangen sind. Die Drucke von Aldus d. Ä. stellen in mehrfacher Hinsicht einen frühen Höhepunkt in der Buchdruckergeschichte dar. Seine Ausgaben zeichnen sich durch Korrektheit und geschmackvolle Ausstattung aus. Man zählt unter ihnen 28 erste Ausgaben griechischer und römischer Klassiker. Andere enthalten aus Manuskripten kritisch berichtigte Texte. Das gilt besonders für neuere italienische Dichter, zum Beispiel Dante, Petrarca, Boccaccio. Aldus arbeitete auch ständig an der ästhetischen Verschönerung seiner Drucktypen. Von griechischen Typen, mit welchen vor ihm noch niemand so viel und so schön gedruckt hatte, ließ er nach und nach neun Varianten, von den lateinischen 14 fertigen.

Fotos in diesem Beitrag © Abel Doering
Die in der Staatsbibliothek vorhandenen 812 Drucke in 1.093 Bänden des Aldus und seiner Nachfolger aus dem 16. Jahrhundert stellen eine der größten Sammlungen ihrer Art dar. In ihr sind vorwiegend Texte griechischer und römischer Autoren enthalten. Sie stammen in der Hauptsache aus der Bibliothek des Grafen Etienne Méjan (1765–1846), die König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen 1847 für 64.000 Taler gegen die harte Konkurrenz des Britischen Museums, des Königs von Bayern sowie finanzkräftiger englischer Bibliotheken und Antiquare erwarb und der Königlichen Bibliothek übergab. Nicht vorrangig der Inhalt, sondern die Erlesenheit der Ausgabe bestimmte die Sammeltätigkeit des Grafen Méjan. Er hatte zudem seine Bücher von den berühmtesten Pariser Buchbindern seiner Zeit, von Bozérian, Motet, Simier, Thouvenin und anderen, binden lassen, so dass sich anhand vieler auf dem Rücken signierter Einbände der Aldinen auch ein Stück Geschichte der französischen Buchbinderkunst im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts belegen lässt. (Quelle: staatsbibliothek-berlin.de)
 
* Gefertigt in Venedig

Di, 02.10.2012

Konstituierung des Vorstands

Die Funktionen innerhalb des Vorstands werden wie folgt verteilt:

Vorsitzender: ...
Stellvertretender Vorsitzender: Ferdinand Puhe
Schatzmeister: Abel Doering
Schriftführer: Ernst Reif
Weiteres Vorstandsmitglied: Prof. Dr. Peter Arlt

Beschluss Nr. 1 in 2012

Fr, 21.09.2012

Barbara Beisinghoff

Vor der Regionalgruppe Berlin/ Brandenburg der Pirckheimer-Gesellschaft stellte die Künstlerin, Papierschöpferin und Graphikerin Barbara Beisinghoff im kleinen Säulensaal der Stadtbibliothek Berlin Künstlerbücher mit Radierungen und Wasserzeichen vor und informierte über Hintergründe zu den Projekten und ihr Wirken, häufig gemeinsam mit internationalen Künstlern oder im Ausland. Die teilnehmenden Pirckheimer und Gäste, darunter auch die US-Künstlerin Susan Goethel-Campbell, welche vom 16.8.-16.9. als artist in residence im Atelierhaus Beisinghoff in Diemelstadt–Rhoden arbeitete, wurden mit den von Barbara Beisinghoff (weiter)entwickelten und praktizierten Techniken vetraut gemacht und konnten sich ausführlich unter anderem mit ihren Arbeiten "Klavierkindheit, Die Finger zur Schnur verflochten", "Song of Paper", "Mit Goethe den Farbenkreis durchlaufen oder wenn Farben verrückt werden" oder "Der Engel ist mein Wasserzeichen" auseinandersetzen.
Ein inspirierender Abend mit einer inspirierenden Künstlerin.
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... weitere Fotos
... siehe auch Die gläserne Libelle

Mi, 19.09.2012

Pirckheimer-Gesellschaft-Fetischisten

© Suhrkamp
In der FAZ wurde neulich (Ausg. vom 12.9.2012) eine Gewinnerin eines "Schönsten Deutschen Buches des Jahres 2011" der Stiftung Buchkunst, die Autorin und Buchgestalterin Judith Schalansky, interviewt. Sie outete sich als wirkliche Kennerin unserer Gesellschaft: "... Zu meinem „Giraffen“-Roman höre ich manchmal, dass die Buchstaben auf dem Umschlag sich ablösen. Das finde ich toll; ich bin keine von diesen Pirckheimer-Gesellschaft-Fetischisten, die sich bei der Lektüre weiße Handschuhe anziehen ...".
Leider denken noch immer viele Mitglieder und Freunde unserer Gesellschaft, dass das Buch gerade nicht in Archive verbannt oder wenigstens hinter Glas in Galerien gehört, sondern als ein zu nutzendes Kunstgut in die Hände von Lesern und Kunstinteressenten und auch betrachtet und gelesen werden sollte. Und noch immer sind die Ziele und Aufgaben der Pirckheimer-Gesellschaft in unserer Satzung gegenteilig festgelegt, aber diese stammen auch noch aus der Gründerzeit der Pirckheimer.
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... gesamten Artikel lesen

Fr, 14.09.2012

Kanonen in Leder für eine Spezialeinheit

Unter der Überschrift Die schönsten Schlachten in Leinenerwähnt der Journalist Christian Silvester am 8. September in einem Artikel über die Bayrische Armeebibliothek auch unser Jahrestreffen in Ingolstadt und unseren Besuch eines Dublettenverkaufs anläßlich der Langen Nacht der Museen:
"Samstag rückt übrigens eine bibliophile Spezialeinheit an: die Pirckheimer-Gesellschaft. (Der Bibliothekar) Bayer empfängt sie mit Bücherschätzen. Kanonen in Leder, Schlachten in Leinen. So was. Er hat ja genug davon."
aus Gründen des Urheberschutzes muss die Seite leider unlesbar abgebildet werden

Di, 11.09.2012

Neuburger Rundschau

Dieser Artikel auf der Internetseite der Augsburger Allgemeinen lesen.

Mo, 10.09.2012

neuer Vorstand

Die Mitgliederversammlung der Pirckheimer-Gesellschaft hat am Wochenende in Ingolstadt turnusgemäß einen neuen Vorstand gewählt.
 
Dem neuen Vorstand gehören an: WK - Vorstandsvorsitzender, Peter Arlt (Gotha), Abel Doering (Berlin) - Schatzmeister, sowie Ferdinand Puhe (Eltville) - Stellv. Vorsitzender und – als neues Vorstandsmitglied – Ernst Reif (Reichertshofen) - Schriftführer. Konrad Hawlitzki (Berlin) stand aus Altersgründen für eine Wiederwahl in den Vorstand nicht mehr zur Verfügung.

Außerdem beschloss die Mitgliederversammlung, dass das Pirckheimer-Jahrestresffen 2013in Gera und Greiz stattfinden wird. Die Organisation wird in den Händen von Udo Wittkowski liegen.