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Elke Lang

Pirckheimer-Blog

Elke Lang

Mo, 07.11.2016

Finissage einer Galerie

Ronald Paris zur Finissage der GBM-Galerie am 3. November. Er war 1999 der erste, der eingeladen wurde, seine Bilder zu zeigen. Nun musste er die Galeriefinissage miterleben. Rechts der Galerieleiter Peter Michel.
Ein 17 Jahre währender ehrenamtlicher erfolgreicher Galeriebetrieb mit 87 Ausstellungen und vielen kulturellen und politischen Veranstaltungen ist am 3. November zu Ende gegangen. Die GBM-Galerie in den Räumen der Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde (GBM) in der Berlin-Lichtenberger Weitlingstraße 89 musste schließen, weil die Geschäftsstelle aus finanziellen Gründen in ein kleineres Domizil von 18 Quadratmetern umzieht: in das ND-Gebäude Franz-Mehring-Platz 1, wo am 2. Januar die Arbeit aufgenommen wird. Der Arbeitskreis Kultur, der die Galerie mit namhaften, in der DDR geachteten Künstlern betrieben hat, die nach der Wende kaum Ausstellungsmöglichkeiten erhielten, wird weitermachen. Für Veranstaltungen werden dazu im Gebäude termingebunden Räume gemietet, wie ihr Leiter Peter Michel mitteilt.
(Elke Lang)

Di, 20.09.2016

75 Beiträge für die "Weltbühne" in einem Band

Elke Lang gibt Buch über ihren verstorbenen Ehemann und Kunsthistoriker und -kritiker Lothar Lang heraus
Vor wenigen Tagen wurde hier auf die Herausgabe des Sammelbandes "Begegnung und Reflexion" von Elke Lang mit Texten von Lothar Lang verwiesen - die Marginalien 223 werden eine Rezension dieses Bandes von Jürgen Engler enthalten.
Auch die Märkischer Oderzeitung machte am 20. September auf dieses Buch aufmerksam, illustriert mit einem Foto von Ralph Parkner.
Der Text kann hier oder durch Klick auf den Ausriss nachgelesen werden.

Mo, 19.09.2016

Bildhaftes steht neben Zeichenhaftem

Friedrich B. Henkel: Figur Figuration Zeichen. Skulptur und Grafik

Für mich ist das EWE Kunstparkhaus zu einem besonderen Ort geworden durch die vielen wunderbaren Ausstellungen, die ich hier sehen konnte“, schwärmte der promovierte Berliner Kunsthistoriker Jens Semrau in seiner Rede zur Eröffnung der Präsentation von Skulpturen und Grafiken des Bernauer Bildhauers Friedrich B. Henkel am 15. September. Diesmal begeisterte er sich über eine „Prachtentfaltung durch Material, Farbe und Größenmaße der Stein- und Papierarbeiten“. Dabei ist der Künstler keiner, der durch Buntheit, Kontraste oder Monumentalität beeindrucken will. Vielmehr ist, wie der Kunsthistoriker beobachtet hat, der die Entwicklung des Bildhauers schon sehr lange auch publizistisch begleitet, eine „Tendenz der Steigerung der Reduktion der Figur bis zum Zeichen“ erkennbar, „Zeichen, die für sich selbst stehen, aber immer auf konkrete Erlebnisse zurückgehen“. Viele dieser Erlebnisse haben mit Reisen zu tun, bei denen sich der 1936 in Zella / Rhön Geborene mit Gesteinsformationen auseinandersetzt, wie sie ihn seit seiner Kindheit in der heimatlichen Gebirgslandschaft faszinieren. Allerdings gestaltet er sie nicht naturalistisch nach, sondern es vereinen in in ihnen „Naturhaftigkeit und kulturelle Prägung
“, wie Jens Semrau feststellte. Wenn Friedrich B. Henkel „Reisen zu neuen Landschaftseindrücken“ unternimmt, komme er „nicht mit der tradierten Formenwelt“ zurück.
Friedrich B. Henkel und Harald Metzkes, Foto © Elke lang
Die Ausstellung des Meisterschülers an der Deutschen Akademie der Künste, Berlin bei Fritz Cremer von 1966 bis 1969 und Träger des Will-Lammert-Preises der Akademie der Künste, Berlin 1971, des Kunstpreises der DDR 1976 sowie des Brandenburgischen Kunstpreises für Skulptur 2007 zeigt eine große Vielfalt, wobei die Gliederung der Präsentation „Arbeitsphasen, aber auch Zusammenhänge sichtbar macht“, wie Semrau sagt. Bildhaftes steht neben Zeichenhaftem. Viel und gern gestaltet Friedrich B. Henkel, der in Biesenthal bei Bernau in seinem Freiluftatelier wirkt, in kostbarem Marmor, der sich mitten in der Natur leuchtend vor dem Blattwerk entfaltet. Ganz neu in seinem Schaffen ist die Arbeit mit Holz, Bauholz aus alten Gemäuern, bei dessen kreativer Verarbeitung er sich vom Fachwerk anregen lässt. „Man kann sagen: Das ist ein starker Auftritt“, schloss Jens Semrau seine Laudatio.
(Elke Lang)

Ausstellung: 15. September - 30. November
Künstlergespräch zwischen Friedrich B. Henkel und dem Kulturjournalisten Peter Liebers: 11. Oktober, 18 Uhr 

Strausberg, Hegermühlenstraße 58

Fr, 09.09.2016

Herbert Kästner ist Ehrenmitglied der Pirckheimer-Gesellschaft

Neben interessanten Begegnungen, Gesprächen und Besuchen der bibliophilen Hotspots Münchens brachte das Jahrestreffen natürlich auch einige konkrete Ergebnisse, die für alle Bücherfreunde von Interesse sind.
Herbert Kästner im Interview "100 Jahre Insel-Bücherei, 2012, © Zeitzeugen TV
Herbert Kästner, langjähriger Vorsitzender des Leipziger Bibliophilen-Abend und Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, wurde mit starkem Beifall aus Anlass seines 80. Geburtstages am 1. September zum Jahrestreffen zum Ehrenmitglied der Pirckheimer-Gesellschaft ernannt. Die Mitgliederversammlung in München fand zum selben Zeitpunkt wie eine Ehrung zu seinem 80. Geburtstag in Leipzig statt. Herbert Kästner wurde per Handy zur Pirckheimer-Mitgliederversammlung in der juristischen Bibliothek München zugeschaltet und auf diese Weise über die beschlossene Ehrenmitgliedschaft informiert.

Die Mitgliederversammlung diskutierte ein neues Beitragsmodell, dem die Mitglieder unter der Voraussetzung zustimmten, dass der Vorstand die Juniormitgliedschaft auf Gesetzeskonformität prüft und diese gegebenenfalls herstellt.
Als Ort für das Jahrestreffen 2017 wurde Potsdam bestätigt. Es wird federführend durch Gerhard Rechlin organisiert, der die Mitglieder bereits über den bisherigen Planungstand informierte. Für 2018 wurde von Ralf Parkner und Elke Lang die Region um Beeskow vorgeschlagen und von der Mitgliederversammlung beschlossen.

So, 28.08.2016

Begegnung und Reflexion.

Kunstkritik in der Weltbühne, so lautet der Titel des neuen Buches des Mitgliedes der Pirckheimer-Gesellschaft Elke Lang mit Texten von Lothar Lang, dem langjährigen Chefredakteur der Marginalien, die dieser von 1953 bis 1993 in der Weltbühne veröffentlichte.
"Die Kunst der Klassischen Moderne bis zum Ende des 20. Jahrhunderts hatte in dem Kunsthistoriker Lothar Lang einen ihrer profiliertesten Kritiker. Seine mitunter persönlich gefärbten Anschauungen zur bildenden Kunst, gaben mitunter Anlass zu heftigen Diskussionen." Wie schrieb Elmar Faber so treffend über LL "Überall, wo Lang ist, geht etwas aus...".
"Lang kam es besonders darauf an, die Arbeit der ostdeutschen Künstler seiner Generation zu fördern. Er wollte zudem seine Leser mit der europäischen Moderne vertraut machen und die „ältere Generation“, an welcher er seine Qualitätsmaßstäbe geschult hatte, vor dem Vergessen bewahren."

Lothar Lang - Begegnung und Reflexion. Kunstkritik in der Weltbühne
Quintus Verlag, Berlin 2016 (Inh. André Förster)
248 Seiten, 9 Abbildungen

Hardcover, Fadenheftung
Format: 13,5 x 21,2 cm
ISBN: 978-3-945256-77-0 € 20,00

Do, 26.05.2016

Literaturkabinett in Bad Saarow mit Becher-Ausstellung eröffnet

Grafikmappe der Pirckheimer-Gesellschaft als Geschenk

Am 21. Mai wurde in Bad Saarow zum Abschluss der zusammen mit dem Kulturbund Brandenburg e. V. als Partner vom 1. bis 22. Mai veranstalteten Tage der Poesie ein Literaturkabinett im SaarowCentrum, dem Alten Moorbad, eröffnet. Sein Träger ist im Auftrag der Gemeinde Bad Saarow der Förderverein „Kurort Bad Saarow“. Anlass war der 125. Geburtstag von Johannes R. Becher.
Dessen 1981 eingerichtete Gedenkstätte in Bad Saarow, sein einstiges „Traumgehäuse“ am See, in dem er von 1948 bis zu seinem Tod 1958 unbeschwerte Erholung fand, war 1991 wie auch die Gorki-Gedenkstätte leergeräumt und später veräußert worden. Das Archivgut blieb die Jahre hindurch unbeachtet bei der Gemeinde eingelagert. Nun werden in der ersten Ausstellung des Literaturkabinetts Teile davon gezeigt. In einer Vitrine sind unter anderem Gegenstände, wie eine Keule, ein Samowar und ein Schachspiel, zu sehen. In einem Regal befinden sich frei zugängliche Bücher zum Durchblättern. An den Wänden hängen Grafiken zum Werk von Johannes R. Becher. Darunter befinden sich Arbeiten von Karl-Georg Hirsch, Joachim John, Carlfriedrich Claus, Bernhard Heisig und Herbert Sandberg. Die Pirckheimer-Gesellschaft, deren Vorsitzender Dr. Ralph Aepler persönlich anwesend war, steuerte eine von Heinz Hellmis (1935 – 2014) gestaltete Mappe mit 21 Blättern von Fotis Zaprasis zu Variationen zu Liebesgedichten von Johannes R. Becher (Abb.) als Geschenk bei.
Absicht des Saarower Fördervereins ist es, die Archivbestände zu erweitern, und zwar vor allem durch Leihgaben und Spenden. Das bezieht sich auch auf Maxim Gorki sowie alle 53 Autoren und Literaten, die in Bad Saarow und dem Scharmützelseeumland gelebt haben einschließlich der 19 Gäste im ehemaligen Kulturbundheim Eibenhof. Sie sollen nacheinander ebenfalls im Literaturkabinett gewürdigt werden. Es wird weiterhin die Gründung eines Freundeskreises Literaturkabinett vorbereitet. Zur Eröffnung rezitierten und lasen Schüler der Maxim-Gorki-Gesamtschule aus Gedichten und Briefen des Dichters.
Jens-Fietje Dwars, Fotos © Elke Lang
Am Abend wurde in Anwesenheit von Jens-Fietje Dwars, einem der beiden Autoren des Films, der Streifen „Über den Abgrund geneigt – Leben und Sterben des Johannes R. Becher“ von 2000 gezeigt, der Johannes R. Bechers als Dichter und Kulturpolitiker darstellt. Im anschließenden Gespräch schilderte Jens-Fietje Dwars, welche nicht in jedem Punkt erfolgreiche Mühe bei der Produktion aufgewendet werden musste, um Schiefstellungen in der Sichtweise auf die Persönlichkeit Bechers zu verhindern. Auch am Sonntag im Eibenhof, wo von 10 bis 15.30 Uhr Vorträge und Diskussionen auf dem Programm standen, war der Autor zu Gesprächen vor Ort.
(Elke Lang)

di, do, sa: 10 - 15 Uhr 

Di, 12.04.2016

Marginalien 220

Freuen Sie sich auf das 220. Heft der Marginalien. Die aktuellen Exemplare sind heute vom quartus-Verlag auf den Postweg gebracht worden und sollten in den nächsten Tagen bei allen Mitgliedern und Abonnenten im Briefkasten sein. Viel Spaß beim Lesen!
Falls die Marginalien bis kommende Woche nicht eingetroffen sind, melden Sie sich bitte beim Vorstand. Wir kümmern uns darum.
(Ralf Wege)


aus dem Inhalt:
Hans Marquardt, von Westen gesehen | Erinnerung an den Verleger (Hans Altenhein)
Eine Generation auf ihrem Weg durch Kunst und Politik | Betrachtet am Beispiel Joachim John und Lothar Lang
(Elke Lang)
Im Grusel- und Kuriositätenkabinett der Zensur (Elmar Faber)
Angela Hampel für die Pirckheimer und Peter Sodann (Peter Arlt)


Anstelle der typografischen Beilage enthält das Heft das Handschriften-Faksimile mit Aquarellen "Joachim John Vier Gedichte".

Do, 05.11.2015

Bücher der Stunde Null

Foto © Ralf Parkner
Am 4. November wurde im Landratsamt Beeskow die Ausstellung "Den Trümmern abgetrotzt - Bücher der Stunde Null | Die Sammlung Lothar Lang" eröffnet. Sören Gundermann umrahmte die Veranstaltung musikalisch.
Neben dem Vorsitzenden der Pirckheimer-Gesellschaft, Dr. Ralph Aepler, waren die Pirckheimer Jutta Osterhof, Robert Wolf, Dr. Carsten Wurm, Konrad Hawlitzki, Rainer Kolitsch und Ralf Parkner zur Eröffnung angereist.
Die Journalistin Elke Lang 
(im Bild rechts neben der Vitrine), ebenfalls langjähriges Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft und 30 Jahre lang Ehefrau des Kunstwissenschaftlers Lothar Lang, hat diese Ausstellung konzipiert und ein, die Ausstellung begleitendes Buch herausgegeben, welches vom ebenfalls anwesenden Künstler Felix M Furtwängler (im Bild lks.) gestaltet wurde.
(... weitere Fotos von Ralf Parkner auf fb)

siehe auch MOZ, 5.11.2015: Bücher aus der Zeit der Trümmer

So, 01.11.2015

Zeugnisse eines demokratischen Neubeginns 1945

Ausstellung im Landratsamt Beeskow: Buchkunstwerke aus der Privatsammlung von Elke und Lothar Lang
Beeskow
 (MOZ) Wenn es im November wieder eine Ausstellung unter dem Motto "Kunst im Landratsamt" gibt, handelt es sich diesmal nicht um farbenprächtige Gemälde regionaler Künstler. Vielmehr sind rund vierzig Bücher zu betrachten, die, auf schlechtem Papier gedruckt, grau daherkommen und so gar nicht aussehen, als könnte sich jemand für sie interessieren. ...
(MOZ 29. Oktober 2015, S. 13)

... weiterlesen durch Klick auf den Ausriss.

Mi, 21.10.2015

Ausstellungseröffnung und Buchvorstellung

Eröffnung der Ausstellung "Den Trümmern abgetrotzt - Bücher der Stunde Null" aus Anlass des 70. Jahrestag des Kriegsendes. Diese Ausstellung stellt die Sammlung des 2013 verstorbenen Pirckheimers Lothar Lang vor.

Laudatio: Tilman Schladebach, Direktor Burg Beeskow
Musikalische Begleitung: Søren Gundermann, Piano, Frankfurt (Oder)

Begleitend zur Ausstellung erschien ein Buch von Elke Lang mit drei Originalgraphiken von Felix M Furtwängler, welches an die Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft als Jahresgabe ausgereicht wurde. Elke Lang und Felix Martin Furtwängler werden zur Eröffnung anwesend sein und haben sich bereiterklärt zu signieren.

Ausstellungseröffnung: 4. November 2015, 15:00 Uhr
Ausstellung: 4. bis 27. November 2015

Landratsamt Beeskow
Haus B, Atrium
Eingang Rathausstr.

Sa, 19.09.2015

Angela Hampel - Kassandra, mit einem Zitat aus der gleichnamigen Erzählung von Crista Wolf, Aufl. 70 Exemplare

Jahresgabe und Tagungsmappe

Die Teilnehmer des Jahrestreffens der Pirckheimer-Gesellschaft hatten den Titel »Die Sammlung Lothar Lang« als erste in der Hand. Dieses, von Elke Lang herausgegebene Buch, welches auch eine Ausstellung in Beeskow begleitet, erschien in einer Auflage von 500 Exemplaren als Jahresgabe der Pirckheimer-Gesellschaft 2015.
Der in Quart gehaltene Titel in Broschur ist reich illustriert und wurde von Felix M Furtwängler gestaltet, der auch drei Originalgraphiken, gedruckt auf dem Heidelberger Zylinder, zu Gedichten von Wulf Kirsten aus "Was ich noch sagen wollte" (2004) beigesteuert hat. Der Titel wurde gedruckt auf LuxoArt Samt 150 g/m2, den Satz übernahm Svenja Kiebler.

Und ausschließlich an die Teilnehmer des Jahrestreffens wurde eine Tagungsmappe mit Grafiken von Angela Hampel übergeben, die sowohl eine von der Künstlerin bildlich gestalteten Buffet-Mappe, als auch eine speziell für dieses Jahrestreffen geschaffene Algrafie der Dresdener Malerin und Illustratorin enthält. Diese beeindruckende Graphik (Abb.) mit einem Zitat aus der Erzählung »Kassandra« von Crista Wolf ist auf 70 Exemplare limitiert.
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Di, 15.09.2015

Vernissage: Die Sammlung Lothar Lang

Die Ausstellung "Den Trümmern abgetrotzt - Bücher der Stunde Null" wird am 4. November um 15 Uhr im Landratsamtes in Beeskow offiziell eröffnet.
Die Laudatio hält Burgdirektor Tilman Schladebach, Leiter des Bildungs-, Kultur- und Musikschulzentrum des Landkreises Oder-Spree. Es besteht zur Eröffnung die Möglichkeit, sich von Felix M Furtwängler die im zur Ausstellung erscheinenden Buch von Elke Lang enthaltenen Originalgrafiken signieren zu lassen.


Vernissage: 4. November 2015

Landratsamt Beeskow
Atrium
Breitscheidstraße, Hauptgebäude

Mi, 09.09.2015

Die Sammlung Lothar Lang

Aus Anlass des 70. Jahrestag des Kriegsendes wird es in Beeskow eine Ausstellung geben: "Den Trümmern abgetrotzt - Bücher der Stunde Null", in welcher die Sammlung des 2013 verstorbenen Pirckheimers und langjährigem Chefredakteur der Marginalien, Lothar Lang, vorgestellt wird.
Zu dieser Ausstellung erscheint ein Begleitbuch von Elke Lang, Journalistin und langjährige Ehefrau und Wegbegleiterin des Sammlers, die in einem ausführlichen Kommentar die Sammlung vorstellt, die Motive erläutert, die zu ihrer Entstehung beitrugen und entlang der Sammlungsstücke in die Buchgeschichte der Zeit einführt. Der in Quart gehaltene Titel in Broschur ist reich illustriert und wurde von Felix Martin Furtwängler gestaltet, der auch drei Originalgraphiken, gedruckt auf dem Heidelberger Zylinder, zu Gedichten von Wulf Kirsten aus "Was ich noch sagen wollte" (2004) beigesteuert hat. Der Titel erscheint in einer Auflage von 500 Exemplaren und wurde gedruckt auf LuxoArt Samt 150 g/m2, den Satz übernahm Svenja Kiebler.
Mitgliedern der Pirckheimer-Gesellschaft wird dieses Buch in besonderer Weise vorgestellt.

Ausstellung: 2. - 27. November 2015

Landratsamt Beeskow

Mi, 27.05.2015

Werkübersicht von Ulla Walter auf der Burg Beeskow

è Vier Wege vor dem Jetzt ist per se ein poetischer Ausstellungstitel. Angesichts unübersehbarer Schnittstellen würde ich stattdessen eher von einem – Umwege und Seitensprünge eingeschlossen – Hauptweg mit verzweigten Stationen sprechen, an denen es wiederholt zu Berührungen mit dem Vorausgegangenen und dem Nachfolgenden kommt. Man kann den mehrfach vollzogenen Stilwandel vom Figurativen hin zum Abstrakten und die Rückkehr zu figurativer Expressivität als offenes Prinzip verstehen, in dem nicht nur beide Ansätze gleichberechtigt zur Geltung gelangen, sondern darüber hinaus mit den kunstfremden mechanischen und elektronischen Gerätschaften triviale Alltagsdinge in ihre Bildwelt gelangen, die es ermöglichen, Disparates in Beziehung zu setzen. ...
Katharina Meng aus Friedland, Heinrich Bleicher aus Berlin und Ulla Walter (v. l.) vor
dem Bild “Welle“ von 2011, das auf das Reaktorunglück in Fukushima Bezug nimmt.
Foto © Elke Lang
Bereits mit dem frühen Selbstbildnis von 1978 hat Ulla Walter sich für eine künstlerische Position entschieden, in der nichts dem Zufall überlassen bleibt. Das Porträt, das mit pointiert individuellen Zügen und mit sparsam gesetzter Farbgebung Wiedererkennbarkeit und psychologische Charakterisierung garantiert, verrät einiges von der über die Jahre verfolgten Zielrichtung, nämlich, mit künstlerischen Mitteln den existenziellen Kampf und dessen Auswirkungen auf Körper und Geist zu thematisieren. Dabei geht es weniger um eine Zurschaustellung der inneren und äußeren Verfasstheit, als um Fragen der Selbstbehauptung und des Durchsetzungsvermögens. Darum stehen im Mittelpunkt dieses und folgender Porträts die reflektierte Selbstsicht eines grübelnden Geistes, dessen Augen Zweifel an den Gewissheiten und innere Unruhe verraten.
Zwischen diesem frühen Selbstporträt und den beiden Darstellungen „Kopf verdreht“ „Ansehen-Wegsehen“ von 2004 liegt ein Vierteljahrhundert. ...
Dass Ulla Walter sich für Überraschungen eignet, wird nicht erst mit der Integration dieser oder anderer kunstferner Materialien in die Bildgestaltung deutlich. So dienen letztlich eben auch die seit den1990er Jahren collagierten Kalkplatten, mit denen etwas Geologisches ins Spiel kommt oder die seit 1995 mit Beton und Ölfarbe reliefartig aufgebauten rudimentären Figurationen dazu, das physische Erleben des Malvorgangs beim Betrachter zu steigern. ...
(Herbert Schirmer)

... gesamte Laudatio zur Eröffnung der Ausstellung „Vier Wege vor dem Jetzt“ è lesen

Ausstellung: 28. März 28. Juni 2015

è Burg Beeskow
Archiv, Lese- und Medienzentrum des Landeskreises Oder-Spree
Frankfurter Straße 23, 15848 Beeskow
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Mi, 17.09.2014

MARGINALIEN 215

Das Heft 3/2014 der MARGINALIEN wurde vom Verlag ausgeliefert und kann den teilnehmenden Pirckheimern zum Jahrestreffen übergeben werden, für nicht teilnehmende Mitglieder wird das Heft am 22.9. in die Post gehen.
Es enthält u.a. Beiträge über den Bibliothekar
Paul Raabe, über die Freundschaft von Herbert Tucholski und Lothar Lang, einen Beitrag unter dem Titel Adler & Pax von Karl-Georg Hirsch und Manfred Jendryschik, Li Portenlänger schildert das Erleben der Lithographie-Werkstadt Eichstädt, Hendrik Liersch berichtet über Victor Otto Stomps und die Erenmiten-Presse, es gibt Hinweise auf Otto Erich Hartleben und Carsten Wurm berichtet über Menschen, Orte, Wegmarken in der Edition A.B. Fischer. Als typographische Beilage sind einige Epigramme aus Der Halkonier von Otto Erich Hartleben, erschienen bei S. Fischer 1904, neu gesetzt in der Walbaum 11/15 Punkt, in das Heft eingebunden.