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Pirckheimer-Blog

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Sa, 18.08.2018

C. Kreiser: ups and downs, Linoldruck, 2016

Wasser und Feuer

Der Frankfurter Kunstverein hat Constanze Kreiser für einen Ausstellungs- und Arbeitsaufenthalt im Projekt "Regenerativverfahren" ausgewählt. Die Künstlerin wird sich mit dem Thema Stoffwandel auseinandersetzen. Paracelsus Vorstellungen zum Körperstoffwechsel sind der Ausgangspunkt. Aufnahmen der Oder werden Wasser und Wärme ausgesetzt. Die Ausstellung ‚Wasser und Feuer‘ zeigt diese Wandlungs-prozesse.

Constanze Kreiser ist Konzeptkünstlerin, sie setzt sich mit gesellschaftlichen Themen wie Körpermanipulationen (z.B. 2004 mit ‚Unter die Haut‘) und Grenzen des Lebens auseinander, um sie in eine begreifbare künstlerische Form zu bringen: als Bild, als Text oder in beliebige räumliche Kombinationen von beidem.

Ihre Arbeiten entstehen beim Lesen und Nachdenken über Raum und Gesellschaft. Grundlage dafür ist ein abgeschlossenes Architekturstudium mit Abstechern in die Psychologie, Philosophie und Kunstgeschichte. Verschiedene Auslandsaufenthalte zu Forschungszwecken verhalfen ihr zu einem fremden Blick auf Vertrautes.

Vernissage: 15. November 2018, 19.30 Uhr,
Ausstellung: 15. November - 13. Dezember 2018
Finissage: 13. Dezember 2018, 19.30 Uhr mit den Ergebnissen der Einwirkungen

Galerie B, Haus der Künste, Lindenstr. 4, Frankfurt/Oder

Mi, 15.08.2018

Erstes Brandenburgisches Konzert ...

... für 26 Buchstaben und einen Typographen

Die Eremitage Gransee eröffnet am kommenden Freitag eine Ausstellung des Belgischen Typographen Stephane de Schrevel.

Stephane de Schrevel, Gent, arbeitet gern und oft mit Blei- und Holzlettern, um seine rein typografischen Blätter zu drucken. Und er ist einer der ganz wenigen Kollegen, der hervorragend auch mit exotischen Schriften umgehen kann …
Wer sein Blatt „Je suis dada“ zur DADA-Ausstellung der Eremitage, die international gezeigt wurde, gesehen hat, dürfte gespannt sein auf weitere Arbeiten.
Die Eremitage ist außerordentlich erfreut, die Drucke nun auch etwas ausführlicher in Deutschland vorstellen zu dürfen.

Vernissage: 24. August 2018, 18 Uhr, der Künstler ist anwesend, einführende Worte: Marc Berger
Ausstellung: 24. August - 28. Oktober 2018

EREMITAGE GRANSEE
Galerie für zeitgenössische Buchkunst und Druckgraphik
Mauerstraße 4A, 16775 Gransee

Di, 14.08.2018

Standpunkte

Unser Mitglied Christoph Liepach stellt in Leipzig Fotografien unter dem Titel Standpunkte mit Momentaufnahmen osteuropäischer Einwanderer aus.

Eröffnung: 22. August 2018, 17 Uhr
Ausstellung: 22. August - 17. Oktober 2018

NEBENAN
Alte Salzstraße 53
04179 Leipzig

Do, 09.08.2018

Die Tollen Hefte

Eine geballte Ladung graphischer und literarischer Kunst auf 32 Seiten, das sind die »Tollen Hefte«, die seit 1991 erscheinen. Angetrieben wurde ihre Drucklegung durch Armin Abmeier, der – inspiriert durch die Buchreihe »Die tollen Bücher« des Elena Gottschalk Verlages in den zwanziger Jahren – 1990 beschloss, eine Erzählung des Lieblingsautors Walter Serner als ein erstes tolles Heft zu drucken, das Volker Pfüller illustrierte und gestaltete. Verlegt wurde es vom Maro-Verlag, der es auf einer Einfarb-Maschine als Original-Flachdruckgrafik in drei Farben druckte, fadengeheftet mit Schutzumschlag. Ab dem 16. Heft übernahm die Büchergilde Gutenberg das Verlegen der »Tollen Hefte«. Und seit 2013 werden sie von Rotraut Susanne Berner herausgegeben. Sie setzt damit künstlerisch versiert das Erbe ihres Mannes Armin Abmeier fort. Die Ausstellung gibt einen umfassenden Ein- und Überblick über die »Tollen Hefte« seit Beginn ihrer Publikation. Zugleich vereint sie AutorInnen und IllustratorInnen, die literarisch und gestalterisch die vergangene und aktuelle Illustrations- und Literaturszene stark beeinflusst haben oder es aktuell noch tun.

Ausstellung: 8. September - 18. November 2018

Burg Wissem, Bilderbuchmuseum | Burgallee | 53840 Troisdorf

Di, 07.08.2018

Steindruck von Sarah Dudley, gedruckt auf der Steindruckschnellpresse

keystone editions

Am 18.8.1988 wurde mit der Ausstellung zu Paul Zimmermann die Galerie für zeitgenössische Kunst in Großpösna bei Leipzig eröffnet und feierte aus diesem Anlaß das erste Sommerfest für die Kunst mit der nun schon traditionellen Graphik auf der Wäscheleine. Seit 2005 findet sich das Kunsthaus Müller in Wurzbach, Thüringen. Das 30jährige Jubiläum soll feierlich begangen werden.

Sarah Dudley und Ulrich Kühle aus Berlin, eine junge Werkstatt für Steindruck werden sich mit graphischen Blättern internationaler Künstler in der Ausstellung vorstellen. und werden in der Steindruckerei drucken. 

Birgit Maria Sturm, Geschäftsführerin des Bundesverbandes der Galerien und Kunstverleger, wird zu keystone editions und zum Jubiläum sprechen. Für die musikalische Einführung konnte Sebastian Krause, Mitglied des MDR Sinfonieorchesters, mit seiner Posaune gewonnen werden. Ab 18 Uhr spielen zu Unterhaltung und Tanz die Band Kastrierte Kannibalen. Traditionell wird Kunst auf der Wäscheleine hängen. Für das leibliches Wohl ist gesorgt.  

Zur Ausstellung erscheint eine Vorzugsgraphik von Sarah Dudley.

(Christian und Bärbel Müller)

Vernissage: 18. August 2018, 15.30 Uhr
Eintritt ab 15.30 Uhr frei, 10 Euro für Besucher, die ab 18 Uhr kommen möchten. 
Ausstellung: 18. August - 18. November 2018

Kunsthaus Müller & Galerie für zeitgenössische Kunst
Markt 6, 07343 Wurzbach/Thüringen

Finissage der RUB-Ausstellung an der FU Berlin

Zum Abschluss der Reclam-Ausstellung wird der Kurator und Reclam-Sammler Herr Dr. Hans-Jochen Marquardt durch die Ausstellung führen. Interessierte sind herzlich eingeladen!

Finissage: 27. August  2018, 14 Uhr

Fr, 27.07.2018

Let’s print in Leipzig

Let’s print in Leipzig“ ist eine neuartige Kooperation dreier künstlerischer Druckwerkstätten (stein_werk. Werkstatt für Lithografie und Buchdruck / Thomas Franke, Atelier für Radierung / Maria Ondrej, atelier carpe plumbum / Thomas Siemon) aus Leipzig mit dem Museum für Druckkunst. Für zwölf Sommertage ist das Museum für Druckkunst für neun Akteure gemeinsamer Arbeits- und Schaffensraum. Zum Künstlerworkshop werden sie in an den historischen Pressen ihre grafischen Arbeiten umsetzen.

Das Besondere des Workshops ist das experimentelle Format. Nur in den historischen Werkstätten des Museums für Druckkunst können gleichzeitig drei verschiedene Drucktechniken, der Hoch-, Tief- und Flachdruck, künstlerisch genutzt werden und ermöglichen somit neue grafische Ausdrucksformen. Unterstützt werden die Künstler von den Leitern der drei Druckwerkstätten. Der Druckworkshop ist im Rahmen der 6. Tage der Industriekultur Leipzig vom 23. bis 26. August öffentlich.
Im Anschluss zeigt die korrespondierende Ausstellung „Let’s print in Leipzig“ die Arbeitsergebnisse sowie weitere grafische Arbeiten der beteiligten Künstler.

Beteiligte Künstler:
Luke Carter (Leipzig), Sebastian Gögel (Leipzig), Pascale Hémery (Paris, Frankreich), John Jacobsmeyer (New York, USA), Yvette Kießling (Leipzig), Marie Carolin Knoth (Leipzig), Ellen Möckel (Berlin), Robert Schwark (Berlin), Thomas Widmer (Winterthur, Schweiz)

Künstlerworkshop vom 20. - 31. August 2018
Ausstellung vom 2. September - 11. November 2018

Mo, 23.07.2018

Entwurf: Albert Kapr

Albert Kapr 100

Albert Kapr, einer der großen Typografen des 20. Jahrhunderts, wäre am 20. Juli 2018 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass widmet das Deutsche Buch- und Schriftmuseum dem Buchkünstler, Hochschullehrer, Rektor, Historiker und Autor eine Präsentation. Albert Kapr ist nicht nur ein herausragender Vertreter seines Faches, sondern steht zugleich für eine besonders produktive Phase in der Leipziger Typografiegeschichte.

Die präsentierten Objekte aus dem reichen Schaffen Kaprs entstammen dem Nachlass des 1995 verstorbenen Künstlers, der im Museum aufbewahrt wird. Sie können seit der Integration der Museumssammlungen in das Portal der Deutschen Nationalbibliothek Anfang 2018 auch dort recherchiert werden.

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Im Rahmen der Ausstellung haben sich Studierende der Hochschule mit Kaprs Text “Die Kunst des Bücherkaufens”, der Pirckheimern mit dem nächsten Heft der Marginalien (#230) als Faksimile zur Verfügung gestellt wird, auseinandergesetzt und präsentieren ihre ganz persönliche Auswahl bester und schönster Bücher.

Eröffnung: 29. Juli 2018, 11 Uhr.
Ausstellung: 29. Juli - 30. Dezember 2018

Deutsches Buch- und Schriftmuseums / Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig

Mo, 16.07.2018

Sylke Wunderlich (l.) und Florentine Nadolni mit dem Besucher Peter Seibelt aus Neubrandenburg im Raum mit Plakaten aus der DDR und Polen in den 50er bis 80er Jahre. Foto © Elke Lang

La beauté est dans la rue

Auf der Burg Beeskow findet zur Zeit die Ausstellung von Plakaten aus Frankreich, Polen und der DDR, „La beauté est dans la rue – Die Schönheit ist auf der Straße“, statt.
Die Kuratoren Sylke Wunderlich von der Stiftung Plakat OST und Florentine Nadolni, Leiterin des Kunstarchivs Beeskow und des Dokumentationszentrums Eisenhüttenstadt, bieten nach Anmeldung Führungen durch die Ausstellung an.
Am 26. August, 17 Uhr findet im Rahmen der Präsentation die Buchvorstellung & Lesung „Zeitenwende / Wendezeiten" statt. Der Autor Rudolf Grüttner wird dabei ein Gespräch mit dem Grafiker Hans-Eberhard Ernst führen. Am 30. August veranstaltet nach Anmeldung das Museum einen Offenen Plakatworkshop. Die Finissage mit Künstlergespräch wird am 7. Oktober, 16 Uhr sein.

(Elke Lang)

Ausstellung: noch bis 7. Oktober 2018
Galerie der Burg Beeskow
Frankfurter Str. 23, 15848 Beeskow.

Mi, 04.07.2018

Abb. Plakat: Albertine, Struwwelpeter Recoiffé, freie Arbeit, 2017

Struwwelpeter Recoiffé

Französische IllustratorInnen frisieren den Struwwelpeter neu

Frankreich war das Gastland der Frankfurter Buchmesse 2017. Aus diesem Anlass baten das Struwwelpeter-Museum, Frankfurt und das Institut franco-allemand IFRA/Institut français, Frankfurt einige der besten frankophonen IllustratorInnen um eine Version der klassischen Struwwelpeter-Geschichten. Dem deutschen »Struwwelpeter«, der in Frankreich als »Pierre l´Ébouriffé« oder »Crasse-Tignasse« bekannt ist, widmeten sich bedeutende KünstlerInnen wie Albertine (CH), Blexbolex (F), Anouck Boisrobert und Louis Rigaud (F), Marc Boutavant (F), Anne Brouillard (B) Kitty Crowther (B), Claude K. Dubois (B), Marianne Dubuc (Kanada), Chen Jiang Hong (F), Emmanuelle Houdart (CH), Edouard Manceau (F), Anaïs Vaugelade (F) und Christian Voltz (F). Sie erschufen Kunstwerke als Bilder mit und ohne Text, als 3D-Illustrationen oder als Skulpturen. Insgesamt ermöglicht die Ausstellung einen aktuellen Einblick in die frankophone Illustrationsszene. Dabei wird zugleich ein historischer Rückblick sowohl auf die Geschichte des deutschen Struwwelpeters als auch auf die 1860 beginnende französische Editionsgeschichte von Heinrich Hoffmanns Bilderbuch gewährt.

Ausstellung: 8. Juli - 16. September 2018

Burg Wissem, Bilderbuchmuseum | Burgallee | 53840 Troisdorf

Mi, 27.06.2018

Arno Mohr

In der Galerie der Berliner Graphikpresse läuft noch bis zum 20. Juli 2018 die Ausstellung "Arno Mohr - Das druckgrafische Werk".
Zur Finissage der Ausstellung wird der Pirckheimer Andreas Wessel mit dem langjährigen Drucker von Arno Mohr, Dieter Béla, das Werkverzeichnis vorstellen und eine Vorzugsausgabe dieses Werkverzeichnisses zur Subskription anbieten.
 


Aufgrund der begrenzten Platzzahl wird um Reservierung per Telefon oder Mail gebeten.

Ausstellung: 13. Juni - 20. Juli 2018
Finissage:  20. Juli 2108, 18 Uhr

Galerie der Berliner Graphikpresse
Silvio-Meier-Str. 6, 10247 Berlin

Mo, 25.06.2018

Horst Hussel - Franz.

Buchpräsentation mit Lesung von Marcus Haucke und Klaus Ferentschik und Ausstellung "Horst Hussel" (1934 - 2017) in der PalmArtPress.

"Hussels Franz, ein einzigartiger Eigenbrötler, teilt seine Ein- und Ausdrücke in kurzen, kürzeren und kürzesten Geschichten bzw, Begebenheiten in literarischer Vielfalt, tun nicht zu sagen Virtuosität, mit, Er steckt voller Humor, liebt alles Absurde, ist verschmitzt, durch und durch sprachverspielt & lautmalerisch und trotzdem - oder gerade deshalb - unglaublich hintergründig und tiefsinnig.
Franz betreibt das Spiel nicht nur mit Worten und Wendungen, allein schon wie er das Waldhorn so kühn in seiner Küche einsetzt, haben es zuletzt Robert Walser, Herrmann Löns und Kurt Schwitters vor 100 Jahren gewagt."
(Catharine J. Nicely)

Lesung: 7. Juli 2018, 19 Uhr, am Klavier spielt Victor NicoaraFranz
Ausstellung: 8. Juli - 26. August 2018

PalmArtPress
Pfalzburger Str. 69, 10719 Berlin

So, 24.06.2018

Günter Böhme, Foto © Abel Doering

Günter Böhme in der Eremitage

Gestern eröffnete der Pirckheimer Roland Berger, der ebenfalls schon dort ausstellte, in der Eremitage Gransee eine Ausstellung mit vorwiegend Holzschnitten, aber auch Radierungen, von Günter Böhme. Beide Künstler können auf einen ähnlichen Werdegang zurückblicken, beide unterrichteten als Kunsterzieher sowohl Kinder und Jugendliche, als auch in der Lehrerbildung und selbst in der Themenwahl und Bildfindung lassen sich teilweise Gemeinsamkeiten entdecken. Roland Berger würdigte, fast schon als Laudatio auf Günter Böhme, in seinen einführenden Worten das druckgrafische Werk des Künstlers, ging aber auch kritisch und authentisch auf die Situation sowohl der bundesdeutschen Kunstszene und auch auf Mißständen in der heutigen Kunstvermittlung ein. Und Günter Böhme ergänzte, welch bedeutender Beitrag Marc Berger mit seiner Werkstatt und der Eremitage für Kunst und Kultur darstellt.

Die symbolbeladenen, meist zweifarbigen Holzschnitte der Ausstellung von Günter Böhme führen des Werk expressionistischer Holzschneider genauso fort, wie das der DDR in den späten siebziger und achtziger Jahren: die Motive greifen Themen der antiken Mythologie und des durch die Aufklärung geprägten modernen Menschenbildes genauso auf wie heutige Harlekinaden. Es sind kritische Auseinandersetzungen mit dem Menschen in Kultur und Gesellschaft und so erklärt sich auch der Titel der Ausstellung: "DRUCK MACHEN".

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Hier werden einige Fotos (© Abel Doering) von der Vernissage gezeigt.

Ausstellung: 23. Juni - 19. August 2018

EREMITAGE GRANSEE
Galerie für zeitgenössische Buchkunst und Druckgraphik
Mauerstraße 4A, 16775 Gransee

Di, 19.06.2018

MoMA-Besuch der Ausstellung „La beauté est dans la rue – Die Schönheit ist auf der Straße. Plakate aus Frankreich, Polen und der DDR“; Florentine Nadolni erläutert die Wechselbeziehungen innerhalb der europäischen Plakatgestaltung (Foto © Mario Behnke, Pressesprecher Landkreis Oder-Spree)

Kuratoren des MoMA in Beeskow und Eisenhüttenstadt

Elf Kuratoren des New Yorker MoMA sahen sich in Beeskow, wenige Stunden vor der offiziellen Eröffnung, die Ausstellung „La beauté est dans la rue - Die Schönheit ist auf der Straße" mit Plakaten aus Frankreich, Polen und der DDR an. Aber das war nur die Zugabe ihres Aufenthalts in Beeskow. In den Osten Deutschlands gekommen sind die Mitarbeiter des weltberühmten Museums, um sich für ein Forschungsprojekt einen Überblick über Sammlungen ostdeutscher Kunst zu verschaffen. 
Nach der Begrüßung durch Arnold Bischinger, Leiter des Kultur- und Sportamtes Oder-Spree, nahmen Florentine Nadolni, die Kunstarchiv und Dokumentationszentrum leitet, und Dr. Angelika Weißbach, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Beeskower Bestandes, die Kuratoren des MoMA im Eilzugtempo mit auf eine Reise durch das Kunstarchiv. Florentine Nadolni erläuterte die ungewöhnliche Entstehungsgeschichte der Sammlung: „Das 1993 entstandene Kunstarchiv Beeskow ist keine kuratorisch gewachsene Sammlung. Wir bewahren hier Kunstwerke aus dem Bestand von Parteien, Massenorganisationen und Staatsorganen der DDR, die nach der Wiedervereinigung Deutschlands besitzerlos geworden waren.“ Rund 23.000 Werke aus den Bundesländern Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern gehören zum Bestand. In jedem Jahr gebe es etwa 300 Ausleihen für Ausstellungen, aber auch Filmproduktionen. „Jetzt, fast 30 Jahre nach dem Ende der DDR kehrt diese Kunst in die ständigen Ausstellungen der Museen zurück“, sagte Florentine Nadolni. In Beeskow habe es dagegen auch in den 1990er Jahren schon Ausstellungen zur DDR-Kunst gegeben.
Worauf dabei unter anderem zurückgegriffen werden konnte, sahen die Kuratoren des MoMA bei ihrem Abstecher ins Depot des Kunstarchivs. Besonders interessiert zeigten sie sich an den Druckgrafiken, die den größten Anteil am Bestand des Kunstarchivs ausmachen. Dr. Angelika Weißbach stellte u.a. thematische Mappen mit grafischen Arbeiten von Carlfriedrich Claus, Michael Morgner, Max Uhlig, Klaus Hähner-Springmühl vor.

La beauté est dans la rue – Die Schönheit ist auf der Straße. Plakate aus Frankreich, Polen und der DDR,
Ausstellung: noch bis 7. Oktober 2018
Galerie der Burg Beeskow
Frankfurter Str. 23, 15848 Beeskow.

Auch die zweite Besuchsstation im Landkreis Oder-Spree kann wie das Kunstarchiv von sich sagen, dass es deutschlandweit einzigartig ist – das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR. 170.000 Objekte aus dem DDR-Alltag gehören zum Fundus – alles in allem etwa „10.000 Kubikmeter Alltag“. So wird auch die nächste Sonderausstellung heißen, wie Axel Drieschner, Kurator im Dokumentationszentrum, ankündigte.
25 Jahre nach Gründung der Einrichtung wird die Ausstellung den Umgang mit den Objekten in allen seinen Schritten beleuchten – von ihrer Aufnahme, über die Dokumentation und Erforschung bis hin zur Vermittlung.

10 000 Kubikmeter Alltag. Erkundung einer Sammlung
Eröffnung: 1.7.2018, 15 Uhr;
Ausstellung: 1. Juli 2018 - 3. März 2019
Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR
Erich Weinert Allee 3, 15890 Eisenhüttenstadt

Besonders interessiert zeigte sich das MoMA-Team für das vom Dokumentationszentrum geplante Ausstellungsprojekt zur Bauhaus-Rezeption in der DDR, das ab April 2019 im Rahmen des 100. Bauhaus-Jubiläums gezeigt wird. Gemeinsam mit Florentine Nadolni und Steffen Schuhmann, Prof. für Visuelle Kommunikation an der weißensee kunsthochschule berlin, dem Kooperationspartner  der Bauhaus-Präsentation, wurden den New Yorkern Schwerpunkte und Objekte dieser Ausstellung vorgestellt.

Alltag formen! Bauhaus-Moderne in der DDR
Ausstellung: ab 7. April 2019
Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR
Erich Weinert Allee 3, 15890 Eisenhüttenstadt

Sa, 16.06.2018

Steindruck von lrmela Ehrmann, gedruckt auf der Steindruckschnellpresse

Steindruck trifft Literatur trifft Steindruck

In der neuen Ausstellung zeigt das Kunsthaus Müller graphische Blätter im Steindruck, die zur Literatur entstanden sind, aber auch Blätter, die zuerst da waren und dann hat die Literatur zu ihnen gefunden. Es sind Einzelblatteditionen, Mappenwerke und Bücher, die präsentiert werden und bei Auflagen auch erworben werden können. In loser Reihe begegnen wir Grass, Bukowski, Christensen, Mueller-Stahl, Panizza, Schenkel, Heisig, Naumann, Ehrmann, Koch u.v.a. 

Zur Ausstellung erscheint eine Vorzugsgraphik von lrmela Ehrmann, ohne Titel, Inspirationsquelle „Das Schmetterlingstal" der Dänischen Schriftstellerin lnger Christensen ( 1935 - 2009), Steindruck, Blattgröße 53 x 37 cm, Motivgröße 33 x 24 cm, Auflagenhöhe 40 Exemplare, signiert und limitiert, Drucker Christian Müller. Vorzugspreis 60 € nach der Ausstellung 180 €. Reservierungen nehmen wir gerne entgegen. 

Am Samstag wird zu einem Literaturcafe eingeladen. Elmar Schenkel aus Leipzig liest Reisetexte von Hugo Kükelhaus, Künstler und Philosoph. Im Anschluß an die Lesung eine Führung mit dem Steindruckmeister Christian Müller durch die aktuelle sowie ständige Ausstellung des Museums erleben. 

(Christian und Bärbel Müller)

Ausstellung: 14. Juni - 29. Juli 2018
Lieraturcafe: 16. Juni 2018, 14 Uhr

Kunsthaus Müller & Galerie für zeitgenössische Kunst
Markt 6, 07343 Wurzbach/Thüringen