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Pirckheimer-Blog

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Mi, 02.08.2017

Walter Dohmen - Geflogenes, zweifarbiger Steindruck, gedruckt auf der Schnellpresse von Cristian Müller

Sommerfest für die Kunst

Zum SOMMERFEST FÜR DIE KUNST im Kunsthaus Müller wird Herr Prof. Walter Dohmen zum Thema "Mit dem Lithostein im Dialog" reden.

Anläßlich des Sommerfestes wird der Komponist Friedrich Schenker zum 75. Geburtstag geehrte. Der Bruder Gerd und der Sohn Christoph übernehmen die musikalische Umrahmung.
Traditionell gibt es auch wieder Graphik auf der Wäscheleine: In diesem Jahr Vorzugsarbeiten der letzten Jahre in unterschiedlichen Techniken. Für das leibliche Wohl wird Hausgebackenes geboten.

Am Tag des Offenen Denkmals wird es um 14 Uhr ein Museumsgespräch mit Walter Dohmen geben. Im Anschluß daran drucken der Künstler und Christian Müller auf historischen Steindruckpressen
(Christian und Bärbel Müller)

Ausstellung: 2. August - 29. Oktober 2017
Sommerfest: 19. August 2017, 14.00 Uhr
Tag des Offenen Denkmals: 10. September 2017

EDITIONEN
"Der neue Gesichtsausdruck", Walter Dohmen, Lithographie vom Stein, Büttenkarton, Blattgröße 53 x 39 cm, Auflage 30 Exemplare, Vorzugspreis 60 Euro, nach der Ausstellung 180 Euro.

"Friedrich Schenker - 75 Jahre", Text Regina Goldmann, Faksimile aus der Partitur zur Stettiner Sinfonie, Mappe, Büttenkarton, 50 x 35 cm, Auflage 50 Exemplare, Vorzugspreis 90 Euro, nach dem 30. August 2017 150 Euro.

Do, 27.07.2017

Dagmar Zemke, "Eva und Lilith". Holzschnitt auf Japanpapier, Unikat. 228,- Euro

Fünf bedeutene Klemke-Schüler/innen

Am 15. August beginnt in der Büchergilde Buchhandlung Ffm die Ausstellung "Werner Klemke zum 100. Geburtstag: Fünf bedeutende Klemke-SchülerInnen"
Werner Klemke war der wohl wichtigste Buchillustrator der DDR, aber auch Professor an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Gezeigt werden Arbeiten von Inge Jastram (*1934), Wolfgang Würfel (*1932), Hans-Joachim Behrendt (*1937), Dietrich Lusici (*1942) und Dagmar Zemke (*1958), die bei Klemke studiert haben.
Matthias Haberzettl (Klemke-Sammler und bester Kenner des Künstlers) führt am Dienstag, den 15.8.2017 um 19.30 Uhr in das Werk von Klemke ein.

Büchergilde Buchhandlung & Galerie Frankfurt | An der Staufenmauer 9 | 60311 Frankfurt/M

Aufbruch der Gräser

Im Rahmen der 18. Langen Nacht der Kunst wird in Ahrenshoop eine Ausstellung mit Farbholzdrucken des Künstlers und Pirckheimers Henry Günther eröffnet.

Die gezeigten Farbholzdrucke sind die Grundlage für ein neues Künstlerbuch, das im kommenden Jahr unter dem Titel "Aufbruch der Gräser / Fischland Darss" mit Gedichten und Farbholzdrucken (Abb.) von Henry Günther auf handgeschöpftem Papier von John Gerard erscheint.

Begleitend zur Ausstellung findet in der Bunten Stube ein Buchmarkt mit dem Berliner Buch- und Kunstantiquariat Riewert Q. Tode, ebenfalls Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, statt.

Das vollständige Programm und weitere Informationen über die 18. Lange Nacht der Kunst sind unter ostseebad-ahrenshoop.de zu finden.

Bunte Stube | Dorfstraße 24 | 18347 Ahrenshoop

So, 23.07.2017

Der Pressezeichner Emil Stumpp

Emil Stumpp (1886-1941) – der bekannteste Pressezeichner der Weimarer Republik, ein vergessener Künstler der Weimarer Republik – in der DDR „wiederentdeckt“ durch seinen Schwiegersohn, den Komponisten Kurt Schwaen aus Berlin-Mahlsdorf mit seiner Veröffentlichung „Über meine Köpfe: Texte, Porträts, Landschaften“ (Berlin, Der Morgen 1983).
Um die 20.000 Bilder brachte er, zumeist mit Holzkreide als Entwurf zu Papier, das dann mit einem speziellen Umdruckverfahren auf den Lithostein gebracht wurde, ist in einer Auswahl von Porträtzeichnungen nun in einer Ausstellung im Grafischen Kabinett in Augsburg zu sehen, die gestern eröffnet wurde, und zum überwiegenden Teil aus der Sammlung des Augsburger Pressehistorikers Dr. Martin Welke (Stiftung Deutsches Zeitungsmuseum) bestückt wurde, der auch die detailreiche Einführung hielt.
Bert Brecht und Gerhart Hauptmann, Käthe Kollwitz und Heinrich Zille, Konrad Adenauer und Franklin D. Roosevelt, Albert Einstein, Max Schmeling und Fridtjof Nansen – Stumpp zeichnete sie alle in den „Goldenen Zwanzigern“ (und Dreißigern).
»Kunstkritiker attestierten ihm [...] eine fast übernatürliche Begabung zum „psychologischen Porträt“: Bei aller Sachlichkeit schwinge stets „ein starker und vernehmbarer Unterton mit, der das seelische und geistige Profil des inneren Menschen bloßlegt.« (zitiert aus dem Flyer der Kunstsammlungen & Museen Augsburg)
„... das Profil des inneren Menschen bloßlegt“ – so nimmt es nicht wunder, dass ein wenig schmeichelhaftes Hitlerporträt, „nach dem Leben gezeichnet“ (so der Unter-Bildtitel), veröffentlicht zu Führers Geburtstag am 20.4.1933 im „Dortmunder Generalanzeiger“, seiner Karriere ein abruptes Ende bescherte.

(Matthias Haberzettl)

Über die Ausstellung wird hier in der Augsburger Allgemeinen berichtet.
Hier findet sich der Flyer zur Ausstellung.
Die Ausstellung läuft noch bis zum 12. November 2017.

Kunstsammlungen & Museen Augsburg
Grafisches Kabinett
Maximilianstr. 46, 86150 Augsburg
In Kooperation mit der Stiftung Deutsches Zeitungsmuseum

Mi, 19.07.2017

Verlockende Vielfalt der Zirkuswelt

Unter diesem Titel erschien in der MOZ ein Artikel über die derzeitige Ausstellung von Zirkusbildern aus der Sammlung des Pirckheimers Roland R. Berger in der Eremitage Gransee von Marc Berger.

In dem Artikel heist es: "Viele der von Berger ausgestellten Kunstwerke spannen ebenso einen Bogen zwischen Clownerie und fast unmenschlicher Perfektion zirzensischer Darbietungen - getragen von einer ästhetischer Vielfalt, die den Betrachter nur noch sprachlos macht. Die Liste der Künstler, deren Werke der Sammler ausgewählt hat, liest sich wie ein "Who is Who" bekannter Maler und Grafiker. Neben dem Solitär Picasso finden sich Namen wie Harald Metzkes, Alfred Kubin, Hans Ticha, Gunter Schulz, Joachim John, Peter Thiele und viele andere.
Eine Lithographie stammt von Marcel Marceau. Nicht zuletzt zeigt aber auch Berger einen eigenen Linolschnitt ..."

Der Artikel kann hier aufgerufen werden.

EREMITAGE GRANSEE
Galerie für zeitgenössische Buchkunst und Druckgraphik
Mauerstraße 4 A · D-16775 Gransee

Do, 06.07.2017

BILDER VOM ZIRKUS (2)

Einladung zur Eröffnung der Ausstellung »BILDER VOM ZIRKUS (2)« am Sonnabend, den 15. Juli 2017, um 16 Uhr. Einführung: Roland R. Berger in der Die Ausstellung wird bis zum 8. Oktober 2017 gezeigt.

Am Projekt »48 Stnden Oberhavel«, das am Wochenende vom 26. und 27. August 2017 tattfindet, beteiligt sich der im Hause ansässige V.E.B. Schwarzdruck mit Druckvorführungen und lädt zur Besichtigung des Drucksaales und der Bleisetzerei ein.Jeweils um 14 Uhr wird in der Galerie ein Rundgang mit Erläuterungen durch die Ausstellung angeboten.

Den »Tag des offenen Denkmals« am Sonntag, den 10. September 2017, machen wir von 11 bis 18 Uhr zum »Tag der offenen Druckwerkstatt«. Drucksaal und Setzerei können besichtigt werden; die eine oder andere Maschine wird vorgeführt und fachmännisch erklärt.

Zu allen Veranstaltungen ist der Eintritt frei.

EREMITAGE GRANSEE
Galerie für zeitgenössische Buchkunst und Druckgraphik
Mauerstraße 4 A · D-16775 Gransee

Mi, 05.07.2017

Blick auf die von Transmissionen angetriebenen Trockenzylinder der alten Papiermaschine © Karl Heinz Rothenberger

Edle Papiere aus Gmund – Eine Papierfabrik stellt sich vor

Fotografiert von Karl Heinz Rothenberger mit einer Leica.

Eine Ausstellung in Leipzig präsentiert anhand von 50 Fotografien die Papierproduktion in der Papierfabrik Gmund am Tegernsee. Sie gleicht einer Führung durch das Unternehmen, denn die kommentierten Fotos veranschaulichen auf ästhetische Art den komplexen Produktionsprozess von Papier.

Karl Heinz Rothenberger, der die Serie 2003 und 2011 aufgenommen hat, wurde 1945 in Landshut geboren und fotografiert seit seinem 14. Lebensjahr. Als passionierter Anhänger der analogen Schwarzweiß-Fotografie lehnt er digitale Bildmanipulationen ab. Mit präzise festgelegtem Bildausschnitt lenken Rothenbergers monochrome Fotografien den Blick des Betrachters auf das Wesentliche. Ihre Stärke besteht in der Reduktion. Alle Abzüge des zweimaligen Preisträgers des Bayerischen Journalistenpreises für das beste Pressefoto entstehen in Handarbeit im eigenen Labor. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland zeigten bereits seine Arbeiten. In seinen Aufnahmen aus Gmund verschmelzen auf eindrucksvolle Weise Handwerk und Tradition mit Hightech und Innovation. Sie vermitteln ein aktuelles Bild von Industriekultur im Bereich hochwertiger Papierherstellung. Gegründet 1829, beherbergt die Fabrik am Tegernsee heute die älteste gewerblich genutzte Papiermaschine Europas, die seit 1886 ihren Dienst verrichtet. Auch in Sachsen war die Papierherstellung ab 1843 ein wesentlicher Wirtschaftszweig, und noch heute werden in Königstein Spezialpapiere produziert.

Das Museum für Druckkunst, als Ort der anschaulichen und aktiven Vermittlung von Industriekultur, versteht sich als idealer Präsentationsrahmen für die Ausstellung. Denn ohne Papier ist kein Druckbetrieb möglich, der im Museumsgebäude seit fast 100 Jahren gepflegt wird. Mit Mustern aus aktuellen Kollektionen von Gmund Papier, die heute über 100.000 Varianten an Feinstpapieren umfassen, lädt die Schau darüber hinaus zum Berühren geprägter Oberflächen und zum Entdecken einer vielfältigen Farbgebung des Stoffes Papier ein.

Ausstellung: 30. Juli - 15. Oktober 2017

Museum für Druckkunst Leipzig
Nonnenstraße 3804229 Leipzig

Do, 29.06.2017

Julie Völk, Freie Arbeit, 2016

Troisdorfer Bilderbuchpreis 2017

Die Stadt Troisdorf vergibt alle zwei Jahre den Troisdorfer Bilderbuchpreis, der sich aus einem lllustrationspreis, einem Kinderjurypreis sowie einem Förderpreis zusammensetzt. Der Troisdorfer Bilderbuchpreis ist der einzige deutsche Preis, der speziell Illustrationen zu Bilderbüchern auszeichnet. Er würdigt damit herausragende Leistungen auf dem Gebiet der künstlerischen Bilderbuchillustration.

Im Rahmen der Eröffnung einer begleitenden Ausstellung wird der 21. Troisdorfer Bilderbuchpreis im Bilderbuchmuseum Burg Wissem, verleihen. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl aus den Einsendungen zu diesem Preis. Sie vermittelt ein vielschichtiges und abwechslungsreiches Bild aktueller Bilderbuchillustration im deutschsprachigen Raum und ermöglicht einen repräsentativen Überblick über die Tendenzen und Ausprägungen gegenwärtiger Illustration.

Den ersten Preis erhält PETER GOES für DIE ZEITREISE, Beltz & Gelberg, 2016,
der 2. Preis geht an ANTJE DAMM für DER BESUCH, Moritz, 2016,
ein Förderpreis wird vergeben an ELISABETH LAUTENSCHLAGER für das bislang unveröffentlichte Buch ROTKÄPPCHEN UND DER BÖSE WOLF und
der Preis der Kinderjury wurde SONJA DANOWSKI für KLEINE NACHTKATZE, NordSüd, 2016, zugesprochen.

Ausstellung 16. Juli bis 3. September 2017

Burg Wissem, Bilderbuchmuseum
Burgallee
53840 Troisdorf

Mi, 28.06.2017

Svato Zapletal, Stomps-Preisträger 2017

Bis Anfang August findet in der Büchergilde-Buchhandlung in Frankfurt/M unseres Mitglieds Wolfgang Grätz eine Ausstellung des diesjährigen V.O. Stomp-Preisträgers Svato Zapletal statt, wie dem aktuellen Grafikbrief zu entnehmen ist.

1946 in Prag geboren, legte Zapletal 1964 das Fachabitur ab, um dann als Maschinenbautechniker, Beifahrer und beim Zirkus zu arbeiten. Seine Flexibilität kam ihm nach seiner Übersiedlung in die BRD 1969 sehr zupass, und sie zeichnet auch sein buchkünstlerisches Werk aus: Im Studium belegte er nicht nur die Kurse in freier Malerei bei dem Bauhaus-Schüler Hans Thiemann, sondern auch Typografie und Schriftgrafik bei Gerhard Rühm und Werner Bunz. So verschieden seine Lehrer waren, so variantenreich sind nun seine künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten als Büchermacher und freischaffender Künstler.
Während sein Studium erst 1977 endete, erschien bereits 1975 sein erstes originalgrafisches Buch, ein Jahr später, noch als Student, gab er seiner künstlerischen Zukunft die organisatorische Form des Svato Verlags.
Svato gestaltet seine Bücher von A bis Z selbst: Angefangen von der Auswahl der Texte, schafft er, meist in der Technik des Original-Farblinolschnittes und von 6 oder 7 Platten gedruckt, auch die Illustrationen. Die typografische Gestaltung im Bleisatz übernimmt er ebenso (das Setzen selbst nicht unbedingt) wie den Druck der Grafiken von Hand auf einer Andruckpresse. Es entstehen Bücher von klassischer Schönheit und Lesehunger erzeugender Bildpracht.

Ausstellung: 27. Juni - 3. August 2017

Büchergilde Buchhandlung & Galerie Frankfurt
An der Staufenmauer 9
60311 Frankfurt/M

Di, 27.06.2017

miley - Anonymus, Holzschnitt für das ProtestBoard
miley - Protest Statistik, Holzschnitt für das ProtestBoard

17. Ortstermin in Moabit

Am 17. Ortstermin in Berlin Moabit, einem traditionellen Kunstfestival, welches unter 2017 dem Motto PROTEST steht, wird wieder der Pirckheimer miley zu finden sein, diesmal vor dem Rathaus Tiergarten mit dem Protestboard, originalgrafische Protestzettel und -karten zum Abreißen.

"Was denken Künstler/innen, wenn sie »gegen etwas« sind, wie drücken sie ihren Willen aus und welche Strategien haben sie für die Durchsetzung ihrer Interessen? Der diesjährige Ortstermin gibt Einblick in die Welt künstlerischen Widerstands, alternativer Argumentationen und reflektierter Kommunikation.

Die Kunst bietet einen guten Ankerpunkt dazu: Kunst erfordert ein Hinsehen, Verweilen und Nachdenken. Der Ortstermin 17 macht sichtbar, bietet eine Plattform und gibt Raum zum Austausch."

Bei diesem Kunstfestival engagieren sich mehr als 150 Künstler/innen an über 70 Orten mit ihren aktuellen Arbeiten: Eigens konzipierte Ausstellungen, Performances, Kunstaktionen, Lesungen, Film, Soundwalks, geführte Rundgänge und vieles mehr zu unserem diesjährigen Festivalthema können den Blick weiten für ein neues Verständnis von Protest.

An über 70 Orten werden am Wochenende von 14 bis 19 Uhr von 76 Offene Ateliers und Ausstellungen und 75 weiteren Künstlern aktuelle Arbeiten, eigens konzipierte Ausstellungen , Performances, Kunstaktionen, Lesungen Film, Soundwalks, geführte Rundgänge präsentiert, daneben wird es unter dem Motto Protest bis zum 23. Juli 2017 diverse Ausstellungen im Stadtraum geben.

Ortstermin: 30. Juni - 2. Juli 2017

Berlin Mitte/Moabit

Sa, 24.06.2017

Comics auf der Burg

Auf Burg Eisenhardt in Bad Belzig läuft derzeit einen Ausstellung mit Comics von Sascha Dreier. Der Künstler, der neben Buchillustrationen auch für den Tagesspiegel und Hetzer (11 Fteunde) arbeitet, veröffentlichte gerade ein Comicbuch zur Geschichte des FC Bayern München, ein Comic, der sicher auch Lesern  Spaß macht, die nicht unbeäädingt Fans dieses Vereins sind.

Ausstellung: 11. Juni - 6. August 2017

Burg Eisenhardt, Bad Belzig, Wittenberger Straße. 12

Di, 20.06.2017

Am Rande der Metamorphosen

In der Berliner Galerie art.concept wird das Werk Rolf XAGO Schröders präsentiert.

Eines umtriebigen Geistes, der sich biographisch wie künstlerisch eine sehr spezielle Nische schöpferischer Individualität in der DDR schaffen konnte. Dessen Weg ihn vom Heizer zum Philosophiestudium bei Wolfgang Heise, über Tarkowksi und Strawalde in den 1960ern in die Filmhochschule Babelsberg und im Streit über Paul Klee aus der Bauakademie führte. Der als Autodidakt in den 1970ern in den Verband Bildender Künstler kam und letztlich 1990 zu dessen ersten und letzten frei gewählten Präsidenten wurde. Dessen Malerei und Zeichnung sich aus der Rezeption von William Turner, ETA Hoffmann, Paul Klee und Lautréamont zu einem grotesk-­‐ surrealen Stil formte, der sich auch in über 200 gestalteten und illustrierten Büchern niederschlug. Über den Lothar Lang in seinem Buch »Berliner Montmartre. Künstler vom Prenzlauer Berg« (1991) schrieb: »In seiner Kunst amalgamieren sich phantastische Traumvorstellungen mit Zeichenhaftem, Irrationalität gebiert Bildlogik. Malerei lässt das möglich sein.« Der bis heute in Berlin aktiv ist. Der weiter zeichnet, malt und bibliophile Bücher macht. Dessen Metamorphose nach 75 Jahren immer noch der Vollendung harrt. Die Autorin Jutta Voigt eröffnet am Freitag, dem 30.06. 2017, um 19:00 Uhr, die Ausstellung im Gespräch mit XAGO. Ein Hinundher über Sinn und Unsinn der Kunst, und warum beide nicht ohne einander funktionieren.

(Hilde Gräfe)

Ausstellung: 30. Juni - 26. August 2017

Gräfe art.concept
Dr. Hildegard Gräfe
Kollwitzstr. 72, 10435 Berlin

Sa, 17.06.2017

Vernissage der Harlekinade

Am Donnerstag, den 15. Juni 2017, fand in der Galerie Ost-Art in Lichtenberg die Ausstellungseröffnung mit einem wesentlichen Teil des Schaffens des Pirckheimers Roland Berger, seiner Harlekinade, statt, eine Ausstellung, die eigentlich schon 2013 gezeigt werden sollte. Vorgestellt werden konnte nur eine kleine Auswahl der Harlekinade, vieles davon aus der 15 Jahre bestehenden Lichtenberger Druckwerkstatt, in der einige der Werke entstanden.

Durch Klick auf FOTOS BETRACHTEN können einige Fotos (© Abel Doering) von der Vernissage betrachtet werden. Die Ausstellung ist noch bis Ende Juli zu sehen.

 

 

Fr, 16.06.2017

LAB - Labor Künstlerbilderbücher Bilderbuchkünstler

Ab 2017 wird das Bilderbuchmuseum Troisdorf seinen Besuchern ein neues Ausstellungsformat präsentieren: LAB steht als Kürzel für »Labor« und versteht sich als forschendes, experimentelles Ausstellungskonzept, das die Berührungen und Überlagerungen von Bildender Kunst und Bilderbuchkunst an konkreten Beispielen untersuchen wird. Es soll nachgespürt werden, mit welchen künstlerischen Konzepten und in welchen kulturellen Kontexten sich bildende Künstler und Bilderbuchkünstler in Vergangenheit und Gegenwart dem Medium Bilderbuch gewidmet haben. Den Auftakt zum neuen Ausstellungsformat macht die Collagekünstlerin Hannah Höch mit ihrem dadaistisch gestalteten »BILDERBUCH«. Zwar entwarf sie ihr Buch erst 1945, künstlerisch verweist es aber zurück in die frühen Jahre des 20. Jahrhunderts. Nach einer limitierten Auflage im Jahr 1985 (Verlag Philipp Reclam jun., als fünfter Druck der Dürer Presse) wurde das »BILDERBUCH« 2008 im Verlag The Green Box, Berlin publiziert.

Die bevorzugte bildnerische Arbeitsweise Hannah Höchs ist die Collage. So nutzte sie das Trennen und Zerschneiden vertrauter Motive und das Zusammenfügen fremder Teile zu überraschenden, irritierenden oder komischen Gebilden und schuf implizit eine besondere Nähe zum Bilderbuch, das schon früh dazu tendierte, merkwürdige und zugleich humorvolle, lustige Bildangebote für Kinder bereitzustellen. Ab wann die collagierte Illustration im Bilderbuch selbst Fuß fasste und in welcher Vielfalt sie sich bis heute zeigt, soll anhand der ausgewählten Ausstellungsexponate veranschaulicht werden. Dazu gehören außergewöhnlich seltene Bücher aus der Sammlung Friedrich C. Heller sowie berühmte Namen wie Kurt Schwitters, Leo Lionni oder Eric Carle.

Ausstellung: 25. Juni - 27. August 2017

Burg Wissem, Bilderbuchmuseum
Burgallee
53840 Troisdorf

Di, 13.06.2017

Abbildungen von links nach rechts: »Sketch«, »RolaRola«, »Jongleur mit Kegeln und Kugeln«, »Zauberstab« Linolschnittgrafiken aus »Harlekinade«, 2010, je 297 x 210 mm

Harlekinade

Bereits eine Woche nach Ausstellungseröffnung mit Illustrationen zu Anna Seghers eröffnet der Pirckheimer Roland R. Berger eine weitere Ausstellung: "Harlekinade". Aus der Graphikfolge lag der Linolschnitt "... und tschüss!" den MARGINALIEN Heft 209 bei.
Prof. Dr. Roland R. Berger, 1942 in Weinböhla bei Dresden geboren, legte 1966 sein Staatsexamen als Kunsterzieher ab, war von 1966 bis 1995 tätig im Institut für Kunsterziehung der Humboldt-Universität zu Berlin. 1972 erhielt er das Diplom als Graphiker an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, promovierte 1976 zum Dr. phil. und wurde 1983 zum Dozenten und 1985 zum Professor mit künstlerischer Lehrtätigkeit berufen. 1995 war er Lehrer an einer Gesamtschule und Dozent in der Lehrerweiterbildung von Brandenburg, Sachsen und Thüringen.  Roland R. Berger lebt in Hohen Neuendorf bei Berlin. Er arbeitet als Grafiker, Zeichner, Publizist und Kunstpädagoge. Seit 1993 gibt er die EDITION LINKSRUM heraus.


Vernissage: 15. Juni 2017
Ausstellung: 16. Juni - 27. Juli 2017

Galerie Ost-Art
Giselastraße 12, 10317 Berlin