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Pirckheimer-Blog

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Di, 20.11.2012

Jutta Osterhof 2012 bei einem Vortrag beim BBA über Eberhard Schlotter, Foto © Abel Doering

Eberhard Schlotter - Bücher und Mappenwerke

 
Am heutigen Abend stellte Frau Jutta Osterhof in der Villa Oppenheim den Mitgliedern des Berliner Bibliophilen Abend in einem Dia-Vortrag das graphische Werk von Eberhard Schlotter in Büchern und Mappenwerken vor. Im Anschluss konnten die Teilnehmer des Abends (fast) alle vorgestellten Titel in einer, speziell für den heutigen Abend aufgebauten, Ausstellung betrachten, darunter die Luxusausgaben mit Lucians Hetärengesprächen mit 17 Farbradierungen oder Arno Schmidts Seelandschaft mit Pocohontas, zu der "es" 17 Radierungen schuf, oder die gefragten Einblattdrucke, die ebenfalls bei The Baer Press erschienen. Beeindruckender Höhepunkt der Ausstellung war die Kassette Schwarze Spiegel, zehn Ver=Ätzungen zu einer Erzählung von Arno Schmidt mit 10 Radierungen und einer eingelegten Radierplatte aus diesen Motiven der Galerie Stübler.
Den Teilnehmern des Abends wurde deutlich, was Eberhard Schlotter über sich selbst sagte: ..."es" malte und malte und malte.
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Mo, 15.10.2012

Die Bibliothek Gustav Radbruchs (1878 - 1949)

Vor dem Berliner Bibliophilen Abend stellten heute im Bundesministerium der Justiz Frau Diplom-Bibliothekarin Birgit Rehberg-Reichenbach und Frau Ministerialrätin Annette Schlag die persönliche Bibliothek Gustav Radbruchs (1878 - 1949) anhand von kleinen Leseproben und Buchvorstellungen aus der Justizhistorischen Sammlung vor und gaben Einblicke in Leben und Werk des Rechtsphilosophen und ehemaligen preußischen Justizministers.

Di, 18.09.2012

Julius Stindes Nachahmer und Plagiatoren

 
Vor dem Berliner Bibliophilen Abend berichtete heute in der Villa Oppenheim unser Mitglied Ulrich Goerdten über "Unbekannte Episoden der literarischen Piraterie". So hörten wir über die Familie Buchholz, die kurz nach dem erfolgreichen Erscheinen der "Buchholzens in Italien" (Verlag Freund & Jeckel) auch unautorisiert als "Buchholtzens in Paris" (geschrieben mit "tz", Arthur Mennell im Verlag Unflad) auftauchten und weshalb sich Julius Stinde gegen weitere Nachahmer wehren musste, die die Familie Buchholz u.a. in Breslau, im Riesengebirge oder in Amerika auftauchen ließen oder sie dorthin schicken wollten und den Stoff als Boulevardstück ins Theater brachten. Bei einer letzten Ankündigung der "Wilhelmine Buchholz in Königsberg" handelt es sich dann vermutlich um einen Jux von Stinde selbst, der den Literaturwissenschaftlern lange zu schaffen machte.
Der Vortrag wurde durch zahlreiche Titel und Zimelien aus der Bibliothek Goerdten illustriert und Interessenten konnten neben weiteren Editionen eine vom Referenten herausgegebene Neuausgabe eines frühen Romans von Stinde erwerben: "In eiserner Faust. Ein Polizeiroman aus der neuesten Zeit".

Sa, 11.08.2012

Jahresexkursion des Berliner Bibliophilen Abend

Werner Bader in der Bibliothek im Grafenstall
Die diesjährige Exkursion des BBA führte die Mitglieder nach Nennhausen, dem Wohnort von Caroline und Friedrich de la Motte Fouqué in den Jahren 1802 bis 1831 und zur "Bibliothek im Grafenstall" in Görne.
"In Görne, einem kleinen Dorf in der Mark Brandenburg, wo Störche über die Wiese staksen und Mobilfunknetze nicht mehr funktionieren, liegt ein noch kleinerer Garten. Darin stehen Rosenbüsche, weiße Bänke und ein alter Stall. Aus Feldsteinen und Ziegeln gebaut, mit großen Holztoren. Einst muhten hier die Kühe der gräflichen Familie Bredow. Nun steht "Leserast" in bunten Buchstaben vor Tür. Und drinnen, zwischen 40 Regalen und 150 Bücherkisten, sitzt auf einem Sofa der Hausherr: Werner Bader ..." (Quelle: Deutschlandfunk)

So, 01.07.2012

Bibliographie Gotthilf Weisstein

Von unserem Mitglied Ulrich Goerdten erschien diese Publikation in der Reihe Bibliographie zur deutschen Literaturgeschichte als Band 19

Gotthilf Weisstein (1852-1907), Mitbegründer des Berliner Bibliophilen Abend, war lange Zeit hindurch nur noch den bibliophilen Sammlern und Antiquaren bekannt. Seine umfangreiche Bibliothek war nach seinem frühen Tode zeitweise als Depositum in der Berliner Staatsbibliothek untergebracht. Der 1913 erschienene Katalog der Weisstein-Bibliothek verzeichnet etwa 11.000 Bände in 9.178 kommentierten Titelbeschreibungen. 1933 wurden die Bücher verkauft. Sein übriger umfangreicher Nachlass an Handschriften, Briefen, Portraits und anderen Dingen ist verschollen. Im Gedächtnis der Nachwelt blieb Weisstein nur als korpulentes Berliner Original, dessen Spürsinn als Sammler, dessen geistreiche Witzigkeit und dessen Sprachfehler Fedor von Zobeltitz im Vorwort zu jenem berühmten Bücherverzeichnis geschildert hat. Vom Unfang und den Qualitäten seines wissenschaftlichen und schriftstellerischen Werkes konnte sich niemand bisher eine rechte Vorstellung machen, da es vorwiegend aus Beiträgen zu Zeitungen und Zeitschriften besteht, von denen nur wenige in den Bibliographien verzeichnet sind. Durch die Bibliographie Gotthilf Weisstein soll das Werk dieses jüdischen Schriftstellers für die Forschung und für alle Interessierten wieder zugänglich gemacht werden.

Aisthesis-Verlag 2012
ISBN 978-3-89528-940-8
185 Seiten, kart. EUR 28,-

... Vorwort lesen

Di, 22.05.2012

ein Katalog zum 75sten von Conrad Felixmüller

Am heutigen 115sten Geburtstag von Conrad Felixmüller erzählte unser Mitglied Jürgen Wilke vor dem Berliner Bibliophilen Abend in der Villa Oppenheim über den Druck eines Katalogs zur Ausstellung 1973 und damit über die Bekanntschaft mit diesem Künstler und den Beginn seiner Leidenschaft für dessen Œuvre.


Hierbei ging er detailliert auf die Anforderungen an ihn als Drucker und die Besonderheiten bei der Herstellung dieses im Buchdruck gefertigten Katalogs ein und schilderte die zu beachtenden Hürden im Druckprozess der 70ger, vor denen heute nur noch kleineren Druckereien stehen, die das Handwerk des Druckers noch in traditioneller Form ausüben. Aufgrund der speziellen Wünsche von Felixmüller und aus Sparsamkeitsgründen wurde z.B. der Block des Katalogs nicht aus gefalzten Druckbögen, sondern aus zusammengelegten Einzelblättern mit zwei eingelegten Originalholzschnitten gebunden, was einer ökonomisch sinnvolle, aber ungewöhnliche Ausrichtung der Abbildungen auf den Bögen geschuldet war. Das Original eines Gemäldes aus der Sammlung unseres Mitglieds Jutta Osterhof gab uns Gelegenheit, die hervorragende Qualität der zur Hälfte im Vierfarbdruck entstandenen Abbildungen mit anderen, später im Offsetdruck entstandenen und schlechteren Drucken zu vergleichen.
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Mo, 21.05.2012

3. Berliner Antiquariatstag

Konrad Hawlitzki, Manfred Funke, Abel Doering, Foto © R.F. Meyer
Riewert Q. Tode, Foto © A. Doering
Nachdem wir aufgrund unseres Jahrestreffens am 1. Berliner Antiquariatstag nicht teilnehmen konnten, war auf dem 3. Antiquariatstag im Hotel Ellington neben dem Berliner Bibliophilen Abend auch wieder die Pirckheimer-Gesellschaft präsent. Es gab mit 29 Ständen zwar 6 teilnehmende Antiquariate weniger als beim letzten Mal und auch von unseren Mitgliedern waren nur noch Christian Bartsch, Riewert Q. Tode und Uwe Domke (auch BBA) unter den Ausstellern vertreten, aber wir konnten dennoch an unserem Informationsstand einigen bibliophil Interessierten die Arbeit und Ziele unserer Gesellschaft näher bringen, obwohl es, vermutlich aufgrund des herrlichen Sommerwetters, weniger Bücherfreunde in die schwüle Halle der Messe zog. Das kann auf dem nächsten Berliner Antiquariatstag am 11. November 2012 nur besser werden!
Foto © A. Doering
Übrigens: einige weitere Fotoimpressionen finden sich auch im Blog des Kollegen Rainer Friedrich Meyer.
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Di, 24.04.2012

Künstlerarchive im Georg-Kolbe-Museum


Die Kunsthistorikerin und Bibliothekarin Frau Caroline Jahn sprach heute vor dem Berliner Bibliophilen Abend im Georg-Kolbe-Museum über „Die Künstler-Archive des Georg-Kolbe-Museums“, zeigte einzelne Originale aus dem Depot und unternahm mit den Teilnehmern einen virtuellen Rundgang durch die einschlägige frühere Ausstellung „Künstlerarchive“.

(weitere Informationen)

Fr, 30.03.2012

Veranstaltungsblog des BBA

Der BBA stellt ab sofort einen Blog mit ausführlichen Beschreibungen seiner Veranstaltungen und einer Auflistung seiner Mitglieder zur Verfügung, siehe bba-veranstaltungen.blogspot.com. Die Informationen werden in den nächsten Wochen erst einmal rückwirkend für die letzten 3 Jahre vervollständigt.

Di, 27.03.2012

Spurensuche


Roland Templin stellte heute vor dem Berliner Bibliophilen Abend in der Villa Oppenheim überraschende Funde aus seiner Bibliothek vor. Sein Vortrag stand unter dem Titel: Spurensuche – Jakob Haringer am Abgrund, Ret Marut im Untergrund und weitere Funde in gesammelten Schriften. Von Geschichten die eine Widmung, ein Zettel, ein Foto oder eine handschriftliche Notiz erzählen können".
Zuvor fand die Jahresversammlung des BBA statt. Der bisherige Vorstand wurde einstimmig in seiner bisherigen Zusammensetzung für weitere 3 Jahre bestätigt.

Di, 28.02.2012

Včera i segodnja


Unser Mitglied Carola Pohlmann, Leiterin der Kinderbuchabteilung der Staatsbibliothek, stellte heute in der Villa Oppenheim dem è Berliner Bibliophilen Abend unter dem Titel: „Včera i segodnja (Gestern und heute)“ Kinderbücher von russischen Künstlern zwischen Jugendstil und Konstruktivismus vor.
Dabei ging sie im besonderen auf russische Illustratoren ein, die in der der UdSSR und im Exil der Zeit zwischen 1922, also in der Erholung der jungen Sowjetunion nach den Folgen von Weltkrieg und Intervention bis zum Beginn der stalinistischen Zeit wirkten. Frau Pohlmann konnte einige Exponate aus dem Depot der Staatsbibliothek vorstellen, musste aber auch Lücken im Bestand konstatieren, die aufgrund des seit den 90gern bei Sammlern stark gestiegenen Interesses an Kinderbüchern der russischen Avantgarde wohl schwer zu schließen sein werden.
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Di, 17.01.2012

Arno Schmidts „Ländliche Erzählungen“

Dem è Berliner Bibliophilen Abend stellte am heutigen Abend Ulrich Goerdten (Mitgl. des BBA und der Pirckheimer-Gesellschaft) neue Interpretationen zu Arno Schmidt vor, hauptsächlich zu dessen „Ländliche Erzählungen“.
Fünf Tage vor der offiziellen Eröffnung konnten wir im neuen Domizil Villa Oppenheim des Heimatmuseum Charlottenburg den Untersuchungen Goerdtens, insbesondere zu „Der Sonn` entgegen ...“, Untersuchungen, die 2011 unter dem Titel „Arno Schmidts "Ländliche Erzählungen": sechs Interpretationen“ erschienen, lauschen und uns durch seine umfangreich recherchierten und auf den ersten Blick gewagt anmutenden Assoziationen und Deutungen zum Text Arno Schmidt anregen lassen.
Am Ende war Allen „alles andere als klar“ (Illigner), für viele aber auf jeden Fall ein Anlass gegeben, sich wieder einmal auf Arno Schmidt einzulassen und ihn nicht nur erneut, sondern auch neu zu lesen.
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Arno Schmidt? - Allerdings!

Der Berliner Bibliophilen Abend bedankt sich bei unserem Mitglied Hermann Wiederoth für die Gabe "Lesehefte der Arno Schmidt Stiftung" anlässlich des Vortrags vor dem BBA von Ulrich Goerdten.


das BÜCHERHAUS

Inh. Hermann Wiedenroth
Im Beckfeld/48
29351 Bargfeld/Celle

Di, 06.12.2011

Jahresgabe des BBA

Kurt Tucholsky - Merkt Ihr nischt -?
Als exklusive Jahresgabe 2010/2011des è Berliner Bibliophilen Abend erschien im ICHverlag dieses, auf Römerturm Werkdruckpapier gedruckte Leporellobuch mit Texten von Kurt Tucholsky. Die Texte wurden gesetzt aus Folio mager. Gestaltung, Linolschnitt, Handsatz und Handpressendruck übernahm das BBA-Mitglied Johannes è Häfner. Die Auflage beträgt 100 nummerierte Exemplare, für die Gesamtherstellung zeichnete Uwe Domke verantwortlich.

Adventskaffee mit Vorstellung von Neuerwerbungen

Der è Berliner Bibliophilen Abend traf sich in nunmehr 15jähriger Tradition in der Geschäftsstelle der Goethe-Gesellschaft Berlin zum Adventskaffe, um sich gegenseitig die Neuerwerbungen des letzten Jahres und andere interessante Sammlerstücke vorzustellen. Neben den Gästen, die an der Veranstaltung teilnahmen, konnten die Teilnehmer das Nürnberger BBA-Mitglied Johannes Häfner, dem wir die diesjährige Jahresgabe verdanken, und seinen Bruder Guido begrüßen. Die Beiträge waren vielfältig, von Informationen über genealogische Forschungen zur eigenen Familie (Frick) über diverse und spektakuläre Funde auf Trödelmärkten (Klinkenstein u.a.) und fast vergessene Schätze im Bücherschrank (Ilingner) reichten die Vorstellungen und fanden ihren Abschluss in einem Bericht über die Porträtsammlung zu Klopstock (Jüttner). Ein wieder erfolgreiches Jahr für Sammler.