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Fred Lautsch

Pirckheimer-Blog

Fred Lautsch

Do, 15.10.2020

Druckmaschinenraum mit Teufelbeutel
Kleines Pandämonium Fotos: © Jugendkunst e.V.

Kleines Pandämonium in Stralsund

Im historischen Ambiente der Stralsunder Spielkartenfabrik am Katharinenberg wurde kürzlich eine feine kleine Ausstellung von Katja Zwirnmann eröffnet.

Die seit 2005 selbständige Künstlerin, die ihr Graphisches Atelier in der Leipziger Baumwollspinnerei betreibt, war der Einladung des Jugendkunst e.V. nach Stralsund gefolgt.

Die Graphikerin präsentierte vor gut besuchtem Haus 32 Graphiken, die die Grundlage für ein phantasievoll gestaltetes Kartenspiel werden sollen. Die Projektbeschreibung ihres "Kleinen Pandämoniums" verrät, daß sie den Versuch unternommen hat, "die faszinierende Fülle der Wesenheiten der Dämonen in einer kleinen Auswahl nach ihren Erscheinungsformen und Wirkweisen zu gruppieren." In ihrem Quartettspiel versammeln sich sowohl himmlische Heerscharen als auch Bösewichte, Schreckgestalten aus dem Volksglauben und hilfreiche Geister, die man so gern gegen Corona einzusetzen wünschte.

Die Expertin für Buchgestaltung und Illustration war dem Pirckheimer und Chef des Hauses Fred Lautsch wie stets willkommen, denn die Spielkartenfabrik Stralsund als gemeinnütziges Projekt des Jugendkunst e.V. produziert in ihrer äußerst lebendigen Museumswerkstatt alte und neue Kartenblätter an historischen Druckmaschinen.

Auf die 32 Karten des „Kleinen Pandämoniums“, die dreifarbig auf dem Heidelberger Zylinder im Hochdruck gedruckt werden sollen, darf man sich freuen! Ein Begleitbüchlein, das die Kulturgeschichte der Dämonologie streift und Wissenswertes zu Katja Zwirnmanns Figuren vermittelt, wird das Quartett ergänzen.

Die Finanzierung der Druckklischees, des Spielkartenkartons und des Offsetdrucks des Begleitbüchleins ist bereits gut durch Crowdfunding angelaufen. Unterstützer sind aber weiterhin sehr willkommen, wobei ein Teufelbeutel, im Siebdruck entstanden, das Dankeschön unterstreichen wird!

(Gisela Klostermann)

Spielkartenfabrik
Katharinenberg 35, 18439 Stralsund

Di, 25.08.2020

Gisela Klostermann und Fred Lautsch (Mückenschweinverlag), Foto: Henning Klostermann

Keine HPM Frauenfeld 2020

Seit 30 Jahren alle zwei Jahre: Eine lebendige Schau alter Handwerke, zukunftsweisend angewandt: Bleisatz, Maschinenbleisatz Linotype, Handpressendruck, Papierschöpfen, Kupfertiefdruck, Buchbinden von Hand, Holz- und Linolschneiden – und natürlich die Produkte: hervorragend gemachte Bücher, Handpressendrucke, Einblattdrucke, Bucheinbände mit Ideen und Witz, fantastische hand- und maschinengeschöpfte Papiere, Marmorpapiere, Karten. Von gediegen bis verrückt, von Graumäuschen bis aufregend, von nostalgisch bis topmodern, von ausgefallen bis cool.

Der diesjährige Ehrengast sollte Fred Lautsch (Mückenschweinverlag) aus Stralsund sein. 

Die Buch- und Druckkunst Messe in Frauenfeld 2020 wurde jetzt abgesagt, so das OK der HPM, der Bodoni-Club und der Gründer, Beat Brechbühl. Die Gründe seien offensichtlich: „Wir tragen die Verantwortung für die Gesundheit aller Ausstellenden und Besucherinnen und Besucher,“ so die Leiterin des Organisations-Komitees, Esther Menzi, „dazu kommen die Unsicherheiten in der Entwicklung der Fallzahlen sowie bei den Reisemöglichkeiten vieler Ausstellerinnen und Aussteller aus dem Ausland.“ Präsident des Trägervereins, Urs Heinz Aerni, ergänzt, dass der Aufwand, den die allerdings zu Recht von den Behörden geforderten Sicherheitsauflagen mit sich bringen, nicht mehr im Verhältnis sei zu sicherlich minder ausfallenden Umsätzen der Ausstellenden durch weniger Publikum. Die HPM Frauenfeld findet alle zwei Jahren statt, so dass das Jahr 2022 Ziel für die nächste Ausgabe ist.

Messe: 4. bis 6. November 2022

Eisenwerk Frauenfeld
Industriestr. 23, 8500 Frauenfeld
Schweiz

Do, 10.01.2019

Henry Günther, Foto: Gisela Klostermann
Gisela Klostermann und Fred Lautsch (Mückenschweinverlag), Foto: Henning Klostermann
Martin Kliefert - Fischer am Strand vor Kap Arkona

Impressionen vom kunstMARKT in Stralsund

Als wir uns am letzten Adventssamstag auf den Weg zum 14. kunstMARKT am Katharinenberg begeben, freuen wir uns auch auf das Wiedersehen mit zwei dort agierenden Pirckheimern. Im Erdgeschoß der Spielkartenfabrik (Jugendkunst e.V.) begrüßen uns wunderbare Punschdüfte, auf die wir verzichten, um uns rasch an den Druckmaschinen und den vielen Besuchern vorbei zu Fred Lautsch durchzudrängeln. Der Initiator und jahrzehntelange Ideengeber des Hauses ist gerade dabei, eine Grafik von Martin Kliefert (1893 - 1994) vom Originaldruckstock zu drucken, den dessen Enkelin Sabine zur Verfügung gestellt hatte. Der Charme dieser alten Werkstattdruckerei begeistert nicht nur die Bibliophilen. Der in Adventslicht getauchte Raum wirkt anheimelnd und lädt zum Stöbern an den Tischen der vielen Künstler und Kunsthandwerker ein. Gutenberg würde sich freuen, daß auch zwei Tage vor Heiligabend hier noch mit historischen Druckmaschinen hantiert wird. In der 1. Etage stoßen wir später auf den gutbestückten Stand von Henry Günther aus Ribnitz-Damgarten (Edition Balance), der gerade lächelnd einem erfreuten Kunden einen großen Farbholzdruck einpackt. Während die Kinder in den Nebenräumen basteln und Plätzchen backen können, blättern die Eltern begeistert in den ansprechenden, originellen Büchern des hauseigenen Mückenschweinverlags und werden mit diesen so manchen Gabentisch bereichern. Zu den Künstlern, die alljährlich hier teilnehmen, gehören mit ihren wunderbaren Arbeiten (zählen) auch Volkmar Herre (edition herre) und Jorinde Gustavs (Textil & Buch). Von der großen Treppenstiege aus genießen wir den Blick auf das quirlige Treiben im Erdgeschoß und steigen zu Fred Lautsch hinab, der noch immer eifrig die Kurbel dreht und auch uns ein Blatt ausdruckt. Mit dem Kliefertschen Blick auf die Rügensche Kreideküste vor Kap Arkona grüßen wir alle Pirckheimer mit guten Wünschen für 2019!

(Gisela und Henning Klostermann, Stralsund)

Di, 06.02.2018

Pirckheimer in Leipzig 2017

Zwei wichtige Termine im März

Zwei für Freunde des Bibliophilen interessante Veranstaltungen stehen im nächsten Monat auf dem Programm, die

Leipziger Buchmesse vom 15. bis 18. März und die
BuchDruckKunst Hamburg am 24. und 25. März.

An der Leipziger Buchmesse wird, bereits das zweite Mal nach 1990, die Pirckheimer-Gesellschaft mit einem eigenen Stand teilnehmen. Die Gesellschaft wird an fast derselben Stelle wie 2017 in Halle 3 an Stand E513 zu finden sein, in trauter Nachbarschaft zu den Pirckheimern Wolfgang Grätz (Büchergilde artclub) und Jürgen Schweitzer (Edition Curt Visel) und in der Nähe der Pirckheimer Hartmut Andryczuk (Hybriden-Verlag), Jens Henkel (Burgart-Presse), Fred Lautsch (Mückenschweinverlag), Henry Günther (Edition Balance) und Christian Ewald (Katzengraben-Presse). Weitere Pirckheimer sind auf der 24. Antiquariatsmesse direkt neben dem Stand der Pirckheimer-Gesellschaft und auch in anderen Hallen anzutreffen.

Und bereits eine Woche später startet in Hamburg die 13. BuchDruckKunst, ebenfalls wieder mit Beteiligung von Mitgliedern der Pirckheimer-Gesellschaft. Klaus Waschk wird im Foyer Zeichnungen zum Kapital präsentieren und als Aussteller werden wie gewohnt Henry Günther, Rainer Ehrt, Claus Lorenzen und Hanfried Wendland dort vertreten sein.

Errata: Die Standnummer der Pirckheimer-Gesellschaft auf der Leipziger Buchmesse ist E 508 (wird im Ausstellerverzeichnis noch nicht angezeigt)

Sa, 16.12.2017

Fuge & Fügung

Der Jugendkunst e.V. Stralsund lädt traditionell am Vortag des vierten Advent zu einem Moment polyphoner Mehrstimmigkeit ein, zum Kunstmarkt in der Spielkartenfabrik. Bereits der 13. KünstlerInnen und KunsthandwerkerInnen der Region präsentieren und verkaufen ihre Werke inmitten der historischen Druckmaschinen der Museumswerkstatt.

An der mechanischen Setzmaschine LINOTYPE besteht wieder die Möglichkeit, vorbereitete Weihnachts- und Neujahrswünsche (180 Zeichen) zu setzen, in Blei zu gießen und anschließend zu drucken.

Ab 12:00 wird Heart Beat, der Stralsunder Rock- und Popchor, Werkstatt und Besucher mit handgesungenen Stücken in Schwingung versetzen. Kinder können ganztägig mit Holzdruckstöcken eigene Karten drucken.

Im Café können mit Unterstützung des Mehrgenerationenhauses auch Plätzchen selbst gebacken werden. Für den Bauch gibt es Herzhaftes, Glühwein, Kinderpunsch und Gebäck. Der Markt öffnet seine Pforten um 11 und schließt um 19 Uhr.

Mit dabei sind auch wieder die Pirckheimer Henry Günther mit der Edition Balance und Fred Lautsch mit dem mueckenschweinverlag.

23. Dezember 2017

Spielkartenfabrik
Katharinenberg 35, 18439 Stralsund

Fr, 04.08.2017

Auktion zum Jahrestreffen - Corvinus Presse

Und hier der persönliche Favorit des Blogbetreibers zur Auktion anlässlich des Pirckheimer-Jahrestreffens:

Petrus Akkordeon - im amselanzug, Corvinus Presse 2016, mit zusätzlicher Original-Zeichnung.

Der Künstler, der nicht nur beim V.O. Stomps-Preisträger Hendrik Liersch, sondern z.B. auch beim Mückenschwein-Verlag des Pirckheimers Fred Lautsch, corn.elius brändle oder SuKuLTur verlegt wird, wurde hier bereits häufig "auffällig", nicht zuletzt durch sein Engagement, Buchkultur öffentlich zu machen - viele Pirckheimer werden sich gern an Begegnungen mit ihm auf der artbook.berlin oder bei Lesungen bei Hendrik Liersch erinnern.ptsd2017

Do, 30.03.2017

Leipzig, ein weiterer Nachsatz

Unter denen, die in Leipzig einen Antrag auf Mitgliedschaft stellten, war endlich auch der "beste Verlag der Welt", der mückenschweinverlag Stralsund, vertreten durch Fred Lautsch.
Inhalt und Gestaltung ist diesem Verlag wichtiger als Gewinn und so sucht er seine Bücher auch aus und stellen sie her. "Unsere Bücher werden auf Anfrage und ausschließlich in Handarbeit produziert. Dass das auf den ersten Blick mehr Aufwand und Kosten bedeutet als die industrielle Buchproduktion, ist uns klar. Auf den zweiten Blick sieht man vielleicht, dass es nur ein anderer Aufwand und andere Kosten sind. So haben wir die Möglichkeit, Arbeits- und Ausbildungsplätze zu schaffen und auch zu erhalten.
Natürlich ganz ohne angeben zu wollen, aber unsere Bücher sind etwas Besonderes. Bei manchen ist das Papier handgeschöpft, einer unserer Typographen ist ein Pedant, Percy macht viele Cover und Illustrationen per Siebdruck und außerdem gibt es wohl keinen Verlag, bei dem Menschen sich auch mal aus reiner Liebe zum Buch an die Arbeit machen. Außerdem sind wir mit unserer Art der Gestaltung und Produktion an keinerlei Normen gebunden. Besonders wichtig ist uns, dass die AutorInnen bei der Entstehung und Produktion ihrer Bücher direkt mitwirken. So kann es schon mal passieren, dass ein Buch einen Titel bekommt, der niemandem aus dem Verlag, außer der Autorin selbst, gefällt …"