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Hartmut Andryczuk

Pirckheimer-Blog

Hartmut Andryczuk

Di, 06.02.2018

Pirckheimer in Leipzig 2017

Zwei wichtige Termine im März

Zwei für Freunde des Bibliophilen interessante Veranstaltungen stehen im nächsten Monat auf dem Programm, die

Leipziger Buchmesse vom 15. bis 18. März und die
BuchDruckKunst Hamburg am 24. und 25. März.

An der Leipziger Buchmesse wird, bereits das zweite Mal nach 1990, die Pirckheimer-Gesellschaft mit einem eigenen Stand teilnehmen. Die Gesellschaft wird an fast derselben Stelle wie 2017 in Halle 3 an Stand E513 zu finden sein, in trauter Nachbarschaft zu den Pirckheimern Wolfgang Grätz (Büchergilde artclub) und Jürgen Schweitzer (Edition Curt Visel) und in der Nähe der Pirckheimer Hartmut Andryczuk (Hybriden-Verlag), Jens Henkel (Burgart-Presse), Fred Lautsch (Mückenschweinverlag), Henry Günther (Edition Balance) und Christian Ewald (Katzengraben-Presse). Weitere Pirckheimer sind auf der 24. Antiquariatsmesse direkt neben dem Stand der Pirckheimer-Gesellschaft und auch in anderen Hallen anzutreffen.

Und bereits eine Woche später startet in Hamburg die 13. BuchDruckKunst, ebenfalls wieder mit Beteiligung von Mitgliedern der Pirckheimer-Gesellschaft. Klaus Waschk wird im Foyer Zeichnungen zum Kapital präsentieren und als Aussteller werden wie gewohnt Henry Günther, Rainer Ehrt, Claus Lorenzen und Hanfried Wendland dort vertreten sein.

Errata: Die Standnummer der Pirckheimer-Gesellschaft auf der Leipziger Buchmesse ist E 508 (wird im Ausstellerverzeichnis noch nicht angezeigt)

So, 28.01.2018

crossbreeding Hybriden-Verlag

Im Van Abbemuseum Eindhoven wird in einer Woche eine Ausstellung mit Künstlerbüchern aus dem Hybriden-Verlag des Pirckheimers Hartmut Andryczuk mit Werken von Rea Nikonova, Serge Segay, Boris Konstriktor, Valeska Gert, An Paenhuysen, Wolfgang Müller, Die tödliche Doris, Hartmut Geerken, Jaap Blonk, Anselm Ruest, Mynona/ Friedlaender, Michael Lentz, Velimir Chlebnikow, Ulrich Woelk, Herman de Vries und vielen anderen eröffnet.
Zur Ausstellung erscheint 

Crossbreeding. Hybriden-Verlag
LS  Collection Van Abbemuseum
(in Kooperation mit dem Hybriden-Verlag)

Künstlerbuch und Katalog (deutsch/englisch) mit Texten von Serge Stommels & Albert Lemmens (LS Collection Van Abbemuseum), Hybridisierung; Michael Lailach (Berliner Kunstbibliothek), Die Odenwald-Odyssee von Hartmut Andryczuk; Stefan Soltek (Klingspor-Museum Offenbach), Notizen und Herman Moens (Deutsches Literaturarchiv Marbach), Mynonas Diarium 1944/1945.
Mit einer Liste aller im Hybriden-Verlag erschienenen Titel (Stand 2017).
100 Seiten mit 25 farbigen Abbildungen sowie 10 Originalzeichnungen von Hartmut Andryczuk (Kleine Nietzsche-Lektion auf Russisch oder: Der Wille zur Macht ist im Arsch).

Limited edition of 50 copies, signed and numbered
ISBN: 978 90 79393 21 3
550 €

Eröffnung: 4. Februar um 15 Uhr,
Einführung: Serge Stommels, Performance: Jaap Blonk
Ausstellung 6. Februar – 4. Mai 2018

Van Abbemuseum
Bilderdijklaan 10, Eindhoven

Mo, 09.10.2017

Hybriden-Verlag in FFM

Auf der Frankfurter Buchmesse wird auch Hartmut Andryczuk mit dem Hybriden-Verlag vertreten sein. Er ist wie die Pirckheimer-Gesellschaft in Halle 4.1 zu finden, genauer dort an Stand L21
Die dort vorgestellten Künstlerbücher , u.a.

Der Tod ist tot
Die Tödliche Doris
Tabea Blumenschein
Dein Dackel ist ein Pferd und natürlich
Die Kunst der Sammlung Bd. 3 - Peter Zitzmann

sind hier beschrieben.

So, 03.09.2017

Die Kunst der Sammlung – Peter Zitzmann

Der dritte Band in der Reihe von Hartmut Andryczuk (Hybriden-Verlag). Ein Gespräch mit dem in diesem Jahr verstorbenen Privatsammler Peter Zitzmann.

Themen: Künstlerzeitschriften, Ver Sacrum, William Morris, Xylon, Künstlerzeitschrift Herzattacke, Derriere le Miroir, Originalgrafik und Originalarbeit, Konrad Lengenfelder und die Anfänge der Sammlung Zitzmann, Carl Ferdinand Mayer, Original Hersbrucker Bücherwerkstätte, Albrecht-Dürer-Gesellschaft, schPeZi-Presse, Germanisches Nationalmuseum, Druck & Buch, Peter Angermann, Harri Schemm, Poetenfest Erlangen, Karl-Georg Hirsch, Institut für moderne Kunst Nürnberg, Systematisierung der Künstlerbücher, Kunstvereine, weiße Handschuhe, Erwerbungen, Antiquariate, Erlanger Comic-Salon, Mini-Messen und Übernachtungen im Atombunker, Medienpräsenz von Künstlerbüchern. 

Originalzeichnungen und Handschriften von Hartmut Andryczuk zu den Kommentaren von Peter Zitzmann.

Hybriden-Verlag | Series: Die Kunst des Sammelns | Copies: 30 | 650 €

Sa, 05.08.2017

Up and Down – Die Avantgarde von Heute als Salonkunst von Morgen?

Zur Finissage der Ausstellung Up and Down wird vom Pirckheimer Hartmut Andryczuk eine im Hybriden-Verlag erscheinende Edition von an der Ausstellung beteiligten KünstlerInnen präsentiert. Besucher haben darüber hinaus noch einmal die Gelegenheit, die gleichnamige und von An Paenhuysen kuratierte Ausstellung zu sehen.

Sie präsentiert künstlerische Positionen, die sich im flirrenden Spannungsfeld zwischen Subkultur, Hochkultur und Mainstream bewegen. Sie stellen die ihnen zugrunde liegenden Mechanismen in Frage und erkunden den Verhandlungsraum solcher Zuschreibungen. Wann gilt etwas als Hochkultur? Und wann als Subkultur? Ist Subkultur authentischer als Kitsch, Glamour und Pop? Wo vermittelt die „Verpackung“ ihre Botschaften? Gezeigt werden künstlerische Arbeiten, die solche Kategorisierungen in Bewegung setzen, oder diese in Gleichzeitigkeiten und Ungleichzeitigkeiten neu formieren.

Finissage mit Buchpräsentation: 6. August 2017, 16 Uhr

Kindl -Zentrum für zeitgenössische Kunst | Am Sudhaus 3, 12053 Berlin

Di, 04.07.2017

Eine Lanze für das Buch

Thomas Schmid schreibt auf welt.de unter der Überschrift Schmerzhafter Abschied einen Abgesang an die private Bibliothek: "Die Bücherwand in den eigenen vier Wänden ist eine bürgerliche Kopie der barocken Kloster- und der Universitätsbibliotheken. Auch deswegen hat sie eine edle Anmutung. In ihrer Mischung aus Lieblingsautoren, Muss-Autoren, entlegenen, verrückten, abseitigen und auch ganz schlechten Autoren bilden die in den Bücherregalen aufgereihten Bücher den windungs- und sackgassenreichen Bildungsweg ihres Besitzers ab. ...
Man will aber irgendwann nicht mehr im Museum seiner geistigen Entwicklung leben. Es hat auch etwas Verkrampftes, alle Lesemöglichkeiten zu bewahren. Und etwas leicht Anmaßendes. Denn man läuft stets Gefahr, sich in Gestalt seiner Bibliothek mit vielen fremden Federn zu schmücken und sich selbst eine gleiche Augenhöhe mit großen Autoren zu suggerieren. Auch verkleinert sich von Tag zu Tag die verbliebene Lesezeit. ..."

Dieser Artikel erinnert mich an die Frage an einen Briefmarkensammler, ob er die ganze Sammlung von Marken brauche, denn er würde doch nie so viele Briefe schreiben, wie er Briefmarken hat.

Ein Buch ist für einen Sammler und Bücherliebhaber eben mehr als ein Gegenstand, den man als Erinnerung an vergangene Zeiten aufhebt, wie z.B. das nicht mehr benötigte Hochzeitskleid. Als Sammler entwickelt man eine besondere Beziehung zu den Objekten seiner Sammlung, weshalb ich z.B. viele textlich identische Bücher in meiner Sammlung habe, die aber von der Illustration, Auflagenhöhe, Erscheinungsdatum, der Bindung, des Einbands, ja sogar von der Art des Erwerbs und Anderem eine gewisse Bedeutung haben. Und darin unterscheidet sich eine private Sammlung von einer öffentlichen Bibliothek oder einem Klosterarchiv - diese meine Sammlung ist mir und nur mir wichtig, im besten Fall nur noch gleich Interessierten oder Gleichgesinnten, wie ich sie in der Pirckheimer-Gesellschaft finde.

Thomas Schmid folgt für mich mit dieser oberflächlichen und, durch die Einführung von willkürlichen Kategorien als wissenschaftlich getarnten Betrachtung einem Trend, der einfach mal modern und bequem ist, letztlich aber nur von einem Unverständnis von Kultur zeugt.

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1 Kommentar: Ja, sehe ich ähnlich. Wirkt auf mich sehr oberflächlich, da es sich nur auf Bücher im Verhältnis zum Bildungsbürgertum bezieht und nicht auf soetwas wie Bibliomanie. Natürlich kann die Anhäufung von Besitz lästig sein. Das gilt aber für jeden Bereich: Schmuck, Schuhe, Autos, Smartphones, Betriebssysteme. Für älter werdende Bildungsbürger mag das zutreffen, für echte Sammler nicht.
4.7.2017 - Hartmut Andryczuk
 

Do, 29.06.2017

obertonorgien

Von Hartmut Andryczuk war heute zu erfahren, dass im Hybriden-Verlag unter dem Titel obertonorgien eine Edition mit 14 Audio-CDs und 14 Originalcollagen von Hartmut Geerken erschien.

"das verstehen-können der texte ist oft nebensache. für mich ist sprache eines der miserabelsten kommunikationsmittel, die dem menschen zur verfügung stehen. sowie ein wort den mund verlassen hat, ergeben sich missverständnisse, falsche hoffnungen, maskeraden..." (Hartmut Geerken)

Archiv- und Werkausgabe von Geerkens Sprechstücken in einem Zeitraum von 20 Jahren mit Klaus Ramm, Pierre Garnier, Robert Lax, Jochen Gerz, Herbert Achternbusch, Grace Yoon, Sainkho Namtchilak, Jörg Drews u.v.a.m.

Hybriden-Verlag
Series: Bookart
Edition: 25 copies
250 €

So, 11.06.2017

Mit Peter Zitzmann in Lauf vor dem geschlossenen Wappensaal
Erscheint demnächst: Die Kunst des Sammelns, Bd. 3, PETER ZITZMANNN

Peter Zitzmann (22.4.1943 - 8.6.2017)

"Ich hasse weiße Handschuhe"
Kein Nachruf

Bei manchen Menschen ist es nicht vorstellbar, dass sie sterben. David Bowie war so eine Persönlichkeit; Peter Zitzmann ist eine andere. Ersterer starb im letzten Jahr, letzterer am Donnerstag, den 8. Juni 2017. Damit hören die Gemeinsamkeiten aber schon auf.
Peter war davon überzeugt, mindestens 90 Jahre alt zu werden. Das war aber vor der Diagnose einer unheilbaren Krankheit, deren Lebenserwartung nach gegenwärtigem medizinischem Stand 2 bis 5 Jahre beträgt. Ein Thema war das kaum zwischen uns. Über Krankheiten und Ängste zu sprechen, bedeutet Krankheiten und Ängsten Raum zu bieten.
Früher besuchte ich ihn häufiger in Nürnberg: Besichtigung des Reichsparteitagsgeländes und dem Dokumentationszentrum im Schneesturm. Ausflüge ins Nürnberger Umland. Fränkische Grillteller und Brotzeiten. Manchmal war er bei mir in Berlin. Und vor dem Poetenfest Erlangen fand die von ihm initiierte Triennale "Druck & Buch" im Germanischen Nationalmuseum statt. Damals war dort noch Dr. Isphording für den Erwerb der Künstlerbücher zuständig. Sein Nachfolger hat weder die Leidenschaft und Energie, die Sammlung weiter zu führen – was wieder einmal beweist, dass die Qualität einer Sammlung von demjenigen abhängt, der sie betreut.
Natürlich kannte auch Peter Zitzmann einige dieser indifferenten und gesichtslosen Bibliotheks- und Museumsleiter – Menschen machen Sammlungen und nicht der Etat. Seine Sammlung ist mittlerweile so angewachsen, dass sie sich locker mit denen bekannter Museen oder Bibliotheken messen kann. Dabei war er immer offen, unprätentiös, nicht repräsentativ, warmherzig. Im besten Sinne heimatverbunden, ein fränkischer Patriot und anarchistischer Sammler, der sich für seine Erwerbungen begeistern konnte. Einfach auch ein großartiger Mensch.
Vor fast genau einem Jahr war ich bei ihm, um mit ihm über seine Sammler-Leidenschaft zu sprechen. Wir sassen entspannt auf dem Sofa, das Aufnahmegerät zwischen uns – und :unterhielten uns etwa eineinhalb Stunden. Das Ergebnis unseres Gesprächs transkribierte ich vor einigen Wochen, schickte ihm den Text, den er korrigierte. Dann ging das Manuskript zur letzten Überprüfung noch einmal zu ihm und er schickte mir die finale Fassung zurück. Der dritte Band „Die Kunst des Sammelns – Peter Zitzmann“ kann also erscheinen und gegenwärtig zeichne ich zu seinen Aussagen in dem Gespräch und kommentiere sie mit eigenen Worten. „ich hasse weiße Handschuhe“ ist so ein Satz oder auch „Das könnte jetzt zu tagelangen Diskussionen führen, was Originalgrafik ist und was nicht“. Dazu notiere ich: „Siebdruck ist doch irgendwie Scheisse“.
Juni 2016. Ausflug mit Peter in die Ortschaft Lauf. Er will mir dort in einer Burg einen aussergewöhnlichen Wappensaal zeigen, aber der Wappensaal hat geschlossen. Also fahren wir weiter nach Hersbruck, wo wir das Hirtenmuseum mit einer Ausstellung von Reiner Zitta besuchen. Die Werke des Künstlers gefallen mir. An diesem Ort hätte ich das nicht erwartet. Überhaupt hat Peter ein großartiges Gespür für gute Kunst. Während unseres Gesprächs über derzeit bekannte Nürnberger Künstler nennt er den Namen Harri Schemm. Ich recherchiere ein wenig, finde ein Buch mit dem Titel „Radikaler Provenzialismus“ und schaue nach dem Werk. Ja, Harri Schemm ist ziemlich gut.
Nach dem Besuch im Hirtenmuseum schauen wir uns das sogenannte „memorum“ an, also den Gerichtssaal, wo die Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse stattfanden. Das Museum ist eine Konserve; ziemlich langweilig. Danach trennen wir uns. Am Abend schauen wir gemeinsam WM-Fußball. Peter sagt nichts, sitzt still da, wirkt irgendwie genervt. Bin ich der Grund? Eher nicht. Ich glaube, es geht ihm gesundheitlich nicht gut. 
Das folgende Jahr ist so wie immer: einmal im Monat telefonieren wir eine Stunde, ab und zu kauft er etwas, zwei- bis dreimal im Jahr sehen wir uns.
Vor vier Wochen telefonieren wir noch einmal, sprechen über den Sammlerband und die bevorstehende "Druck & Buch" auf dem Poetenfest in Erlangen. 
(Hartmut Andryczuk, Der Daten-Messie)

Di, 16.05.2017

Hartmut Andryczuk

Ottfried Zielke – Beerdigung fällt aus

Im Hybriden-Verlag erschien im März eine Hommage an Ottfried Zielke mit Originalzeichnungen von Hartmut Andryczuk und einem Gespräch aus dem Totenreich.

"Ottfried, wie ist es, tot zu sein?
Nicht anders als am Leben zu sein. Vom Tod wird allgemein zu viel erwartet. Es soll alles besser werden. Manche erwarten ja, den ganzen Tag Beethoven zu hören und dabei von Jungfrauen gebadet zu werden. Ich habe hier noch keine Jungfrau getroffen, trinke weiterhin Fassbrause, rauche jetzt aber Zigarren. Allerdings bin ich noch nicht lange genug tot, um zu beurteilen, wie es ist, tot zu sein.
Produzierst du noch Unikat-Malerbücher?
Ja, gelegentlich. Manchmal dauert ein Buch nur zwei Sekunden lang.
Sind das große Bücher?
Ja, 2 x 4 km groß würde ich sagen – mit über 100 Originalzeichnungen.
Sind das Bücher ohne Titel?
Nein, ein Buch mit dem Titel „o.T“ ist ein Werk aus Verlegenheit. Ich habe jetzt eine Biographie Franz von Assisis gemalt. Danach folgen einige Sequenzen zur Kindheit und Jugend von Edward Teller."

Hybriden-Verlag
Buch im Schuber.
Series: Bookart
Edition: 30 copies
550 €

Do, 04.05.2017

A. R. Penck (5.10.1939 - 2.5.2017)

© Hartmut Andryczuk

1 Kommentar:
Matthias Haberzettl hat gesagt: Hier ein schöner Nachruf von Rüdiger Heinze in der Augsburger Allgemeinen:  Der Hoehlenmaler des 20 Jahrhunderts..
10. Mai 2017

Fr, 28.04.2017

Darf man Hitler übermalen?

Wenn es nach Hartmut Andryczuk geht - na klar, man muss es sogar!
Heute Abend in München bei Hubert Kretschmer alles neue von und mit Hybriden Verlag und Hartmut Andryczuk (lks.). Eine vergnügliche Präsentation, viele Anekdoten rund um das Künstlerbuch, wie Ideen entstehen und umgesetzt werden und am Ende schlägt das Sammlerherz wieder richtig hoch. Das Herz des Schäferhundes hat leider aufgehört zu schlagen ...
(Ralph Aepler)

Do, 20.04.2017

Oberton- und andere Orgien

Hubert Kretschmer, Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft präsentiert eine Ausstellung von Künstlereditionen des Berliner Hybriden-Verlags des Pirckheimers Hartmut Andryczuk.
Gezeigt werden Archiv- und Werkausgabe der Sprechstücke von Hartmut Geerken mit 14 Audio-CDs / das Diarium von Mynona aus dem Jahre 1944/1945 mit Justus Irrleiche bei der Ahnenforschung / Fehlberliner U-Wirr – Lautpoesie von Jaap Blonk / An Paenhuysens Underwear Secrets und ein Totengespräch mit Ottfried Zielke.

Besuch nach Absprache über
E-Mail oder 089-123 45 30
Ausstellung: 27. April bis 2. Juni 2017

Archive Artist Publications,
München, Türkenstraße 60 RG UG

Mi, 29.03.2017

in Leipzig neu eingetreten

Zur Leipziger Buchmesse gab es einige neue Mitgliedsanträge, die schon lange fällig waren und die sowohl eine Verjüngung, wie auch eine stärkere Hinwendung zu zeitgenössischer Buchkunst deutlich machen. Bibliophilie ist eben nicht altbacken, in der Pirckheimer-Gesellschaft ist sie auch zeitgemäß und modern.

Hartmut Andryczuk (Hybridenpresse), Rainer Ehrt (Edition Ehrt), Christian Ewald (Katzengraben-Presse) und Henry Günther (Edition Balance) sind seit der Leipziger Buchmesse Pirckheimer. Jeder von ihnen hat bereits in den vergangenen Jahren das Leben der Pirckheimer bereichert, sei es durch seine künstlerische Arbeit, durch seine verlegerische Tätigkeit oder durch Vorträge oder Ausstellungen.
Die Arbeiten von Hartmut Andryczuk wurden gerade erst in den Marginalien 224 durch Till Schroeder ausführlich besprochen und vor allem die Berlin-Brandenburger Pirckheimer hatten schon häufig Gelegenheit zur Bekanntschaft mit seinen Künstlerbüchern und anarchistischen und deutlichen Gedanken.
Christian Ewald, dessen erstes Buch in der Katzengraben-Presse zugleich das letzte war, das in der DDR erschien, ausgeliefert am 2. Oktober 1990 um 23:59. Sein Markenzeichen ist ein eingenähter Faden, zu finden in jeder seiner Publikationen bis hin zu Katalogen oder Neujahrskarten.
Henry Günther - umkehr 1, Holzdruck 2016
Zu Henry Günther wurde hier schon viel gesagt, es lohnt ein Blick in den anlässlich des 25jährigen Bestehens der Edition Balance erschienenen Katalog mit einem umfangreichen Vorwort des Pirckheimers Reinhard Grüner.
Rainer Ehrt - FRANZ KAFKA ER, Aufl. 40 Expl., 2016
Und auch Rainer Ehrt ist den Bücherfreunden keineswegs ein Unbekannter - für viele Pirckheimer ist allein die Tatsache, dass er die Speisekarte und eine Graphik zum Jahrestreffen 2017 gestalten wird, Grund daran teilzunehmen.