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Harald Kugler

Pirckheimer-Blog

Harald Kugler

Sa, 23.12.2017

Schildbürger

Der 14. Einbogendruck von Harald Kugler "Schildbürger. Eine Erzählung aus der Welt der Bücher" geht in Kürze in Druck.

Ausgehend vom Tod eines Freundes und die Kenntnisnahme dessen problematischen Geheimnisses, sowie mit der Schilderung des Ansinnens von Schildbürgern, eine Bibliothek zu schaffen, was interessante Analogien zur Gegenwart provoziert, kommt der Autor zur Erkenntnis: "Sammler sind besondere Menschen, die mitunter über Umwege mit ihren Liebhabereien einen gesellschaftlichen Zweck erfüllen." Ein Satz, der einen Pirckheimer nicht besser beschreiben kann.

Die Erzählung wird in einer ersten Ausgabe von 30 Exemplaren herausgegeben. Der Druck erfolgt durch die epubli GmbH Berlin in Sitka Small, 14 pt und Old English Text MT. Der 14. Einbogendruck kann zum Subskriptionspreis von 4 € beim Autor bestellt werden.

Fr, 15.12.2017

Offener Brief an einen Verlag

Als neuer Titel in seiner Reihe von Einbogendrucken erscheint von Harald Kugler ein Offener Brief an einen Verlag

Sehr geehrte Damen und Herren

Nach vier Jahren und 13 Buchprojekten mit Kontaktersuchen bei namhaften Verlagen um eine Manuskriptübernahme fühle ich mich berufen, diesen Offenen Brief an Sie zu verfassen. Die Zeit, in der das Kapital die Zukunft frisst, wie Thomas Piketty in seinem Bestseller „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ schreibt, ist zu einem wertvollen Produkt aus Erleben und Vergehen geworden. Und wenn ein Autor mit seinem Fantasiespiel und Nachdenken, dem Blut seiner Hoffnung, einen Text verfasst und an verschlossenen Türen scheitert, dann hat er dafür ein stückweit seiner Lebenszeit geopfert, die ihn nicht reicher, aber klüger an Erfahrungen hat werden lassen. ...

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Do, 10.08.2017

Lesung mit Harald Kugler

Der Pirnaer Autor und Pirckheimer Harald Kugler stellt in Bielatal einige seiner Geschichten vor, die sich auf spannende und unterhaltsame Weise mit Büchern und Büchersammlern beschäftigen. Eingeladen von der Interessengemeinschaft Wandern und literarische Spurensuche, will der 66-ährige aus dem Band "Vermächtnis der Bücher" sowie aus "Kaleidoskop einer Leidenschaft" lesen, dem ersten Teil seiner demnächst im Franzius-Verlag erscheinenden Trilogie "Das Bücherdreieck".

Lesung: 10. August 2017, 18.30 | Musikalische Einstimmung: Fam. Havekost

Gemeindeamt in Bielatal | Vereinsraum

Mi, 02.08.2017

Screenshot www.franzius-verlag.de

Harald Kugler

Ein Büchernarr war Harald Kugler, Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, schon als Student, der von seinem wenigen Geld Reclam- und Inselbändchen sammelte. Schriftstellerisch ist er bereits seit 1976 tätig, wo er in den frühen Morgenstunden vor Arbeitsbeginn bei Kaffee und zahlreichen Zigaretten die erste Erzählung über den studentischen Alltag schrieb. Zwei Jahre später entdeckte er das Tagebuch für sich, das er bis auf den heutigen Tag, allerdings nur noch gelegentlich, führt. Zur gleichen Zeit flossen ihm die ersten Gedichte aus der Feder, die er in einem handverfassten Buch eintrug, was Harald Kugler dann seiner Frau zum Geburtstag schenkte.

Viele Jahre war das Tagebuch die einzige schriftliche Beschäftigung bis er seine zweite Frau kennen und lieben lernte. Sie war es, die ihn 2012 ermunterte weiter zu schreiben, als er aus Jux und Dollerei etwas über seine, nun zu einer umfänglichen Bibliothek angewachsenen, Büchersammlung schrieb. Täglich saß Harald Kugler vor seinen zahlreichen Bücherregalen und dachte, es wäre zur  Erinnerung hilfreich, wenn er über das Zustandekommen dieser Sammlung etwas aufschriebe. So entstand sein erstes Buch „Der Bibliophilen-Abend“, das ähnlich den Geschichten aus Tausend-und-einer-Nacht Erzählungen aus dem Munde einer Gruppe von Menschen, hier den Teilnehmern der Jahresversammlung einer bibliophilen Vereinigung, enthält, die sich damit die Zeit vertreiben. Dazu entstand ein zweiter Band „Die Magie der Bücher“, der ein Treffen aus dem Folgejahr enthält.

Als dritter Band war schließlich „Das Vermächtnis der Bücher“ geplant, das ein Mitglied dieser Vereinigung verfasste und das als Jahresgabe an die Teilnehmer verabreicht werden sollte. Allerdings enthielt das Buch nur den Teil 1 und 2 und war damit nicht vollständig, was schon die damalige Lektorin anmahnte. Doch Harald Kugler hatte bereits anderes im Kopf und schrieb einige Geschichten über die Liebe, die Ausdruck der Beziehung zu seiner Frau werden sollten. So entstand schließlich das nächste Buch „Die Geschlechter“ in Anlehnung an ein gleichnamiges Gedicht von Christian Wagner.

In der Folgezeit entstanden noch weitere Projekte, an Ideen für zukünftige mangelt es nicht.

Quelle: franzius-verlag.de

Sa, 25.03.2017

... und Leipzig antwortet

Der zweite Tag in Leipzig war weniger gut besucht als der gestrige, aber keineswegs weniger erfolgreich für die Pirckheimer-Gesellschaft.
Felix M Furtwängler (lks.) signiert Graphiken für neu gewonnene Mitglieder
Ein Podiumsgespräch, moderiert von Ralph Aepler und Jens Fietje Dwars mit Helmut Richter, dem Autor von "Über sieben Brücken musst du gehn" und der Präsentation des Acrylstich zu diesem Text von Egbert Herfurth, der Mitgliedern der Pirckheimer-Gesellschaft mit den letzten Marginalien überreicht wurde, lenkte viele Interessenten an den Stand 532, wo heute Marita Hoffmann, Jutta Osterhof, Matthias Haberzettl und Abel Doering zu Antworten bereit standen ...
... und nicht nur Rede und Antwort standen, sondern auch Vergessenes über die Pirckheimer-Gesellschaft erfuhren, so über einen Pirckheimer-Graphikmarkt, der diesen Namen noch immer trägt, obwohl kein Pirckheimer mehr daran beteiligt ist oder über aktuelle Forschungen zur Geschichte der Pirckheimer, in der Gesellschaft selbst unbekannt, oder vom Wunsch einer Künstlerin, die Arbeit ihres Vaters und Mitglieds der Pirckheimer weiterzuführen, die mit dessen Ableben vor Jahrzehnten abbrach.
Harald Kugler​ (rechts) schaute kurz vor seiner Lesung vorbei, wie auch Klaus Ensikat (2. von lks.)
Der Andrang am Stand 532 in Halle 3 ließ nicht einmal zu, eine Lesung des Pirckheimers Harald Kuglers in einer anderen Messehalle zu besuchen.
Einige Fotos finden sich auf Facebook, klick hier, weitere werden folgen.

Do, 02.02.2017

Mord in der Klosterbibliothek

So ist ein Artikel in der heutigen Sächsischen Zeitung über die schriftstellerische Entwicklung des Pirckheimers Harald Kugler, über die hier schon häufig berichtet werden konnte, betitelt. Der Artikel kann durch Klick auf den Ausriss aufgerufen werden.
Lesungen: (gelegentlich begleitet von dem Dresdner Rockmusiker Udo Krause)
7. März, 20 Uhr, bei der Open-Mic-Nite in der Spielbühne Freital
Frühjahr (Termin steht noch nicht fest), Peter Sodanns Bibliothek in Staucha

Mi, 04.01.2017

Das Vermächtnis der Bücher

Das Geschehen in einem Kloster im 19. Jahrhundert bildet den historischen Rahmen mit kriminellem Hintergrund im neuesten Buch des Pirckheimers Harald Kugler "Das Vermächtnis der Bücher".
In 3 Kapiteln legt der Autor, aus dessen Feder hier u.a. schon "Der Bibliophilen-Abend" und "Die Magie der Bücher" vorgestellt werden konnte eine umfangreiche Erzählung vor, welche nicht nur für den Krimileser, den Freund der Historienliteratur oder einfach den Buchliebhaber von Interesse ist, sondern auch für den Freund guter Gedanken zum Gedruckten. Hier erhält der Leser ein Buch, welches sich vor allem durch die geistreichen Anmerkungen zum Einfluss des Buches auf den kulturellen und wissenschaftlichen Fortschritt, wie auch auf die Persönlichkeit des Lesers auszeichnet. Diese Mischung aus der Schilderung des Werdegangs eines Calvin Radoldt zum Bibliothekar (ja, auch gewürzt mit einem erotischen Exkurs), über dessen späteren Tod durch den Dolch der Leser gleich im ersten Satz in Kenntnis gesetzt wird und den philosophischen Betrachtungen zum Geist der Bücher, machen dieses Buch lesenswert - selbst die Enthüllung über seinen Tod findet, wie auch über den Tod seines Amtsvorgängers, eine originelle, antizipierende Aufklärung. Wie das gemeint ist? Lesen Sie selbst!
Das Taschenbuch ist ab heute erhältlich und kostet 12.90 €. Und für diejenigen, die gedruckte Bücher nicht mögen, ganz paradox auch als e-Book.
(ad)

Harald Kugler, Das Vermächtnis der Bücher
Franzius Verlag 2017
Taschenbuch, 126 Seiten

ISBN 978-3-96050-043-8

Fr, 02.12.2016

Das Vermächtnis der Bücher

Ursprünglich in einer Trilogie mit „Der Bibliophilen-Abend“ und „Die Magie der Bücher“ geplant, erscheint Anfang 2017 im Franzius Verlag das abschließende Buch von Harald Kugler:
Im Kloster Heimondsberg geschehen seltsame Ereignisse, in deren Verlauf zwei Bibliothekare, die den Geist der Bücher geschaut haben, ermordet werden. Erst der Bibliotheksgehilfe Benjamin findet in hinterlassenen Aufzeichnungen ein Traktat, in dem vom Vermächtnis der Bücher sowie von Heilkräften der Wildkräuter in Zusammenhang mit Quellwasser die Rede ist. Über diese Bedeutung führt die Spur schließlich zum Täter.

Harald Kugler, Das Vermächtnis der Bücher
Franzius Verlag, Bremen 2017
ISBN-13: 978-3-96050-043-8

Mo, 28.11.2016

Kaleidoskop einer Leidenschaft

Harald Kugler, Kaleidoskop einer Leidenschaft
Hardcover, 195 Seiten, Preis 14 €
Gerade ausgeliefert und damit noch pünktlich, um bei Bücherfreunden unter dem Weihnachtsbaum zu liegen: Die Geschichten einer Liebe zu den Büchern von Harald Kugler. Diese Erzählungen rund um das Buch und die Bibliophilie, die bislang nur als Einzeldrucke erschienen, werden damit erstmals als Buch herausgegeben und können beim Autor bestellt werden - harald.kugler(at)web.de.

Mi, 23.11.2016

Beschreibung einer Liebe zu Büchern

Das „Kaleidoskop einer Leidenschaft" von Harald Kugler, mehrfach am letzten Wochenende auf der artbook.berlin nachgefragt und bisher nur in einer Kassette mit 12 Einbogendrucken erschienen, ist in Kürze nun auch als Buch erhältlich.
Die Einflüsterer“ erzählen von der Ruhe und Gelassenheit, die vom Besitz der Bücher ausgehen. Stolz präsentiert ein Wanderer in 3509 Meter Höhe auf dem „Hochfeiler“ seine Liebe zu den Büchern mit einem Vortrag von Friedrich Schillers Glocke. In „Der Bibliothaph“ wird erzählt, was der Besitz von Büchern über ihre Eigentümer verrät und „Was machen Bibliophile“ ist eine fachspezifische Ergänzung dazu, die zu ihrer Darstellung auch einen Essay von Karl Wolfskehl bemüht. Die Erzählung „Opa Erler“ ist die erlebte Bilanz eines Lebens inmitten und an der Seite von Pflanzen, die uns mit ihrer Vergänglichkeit Geduld lehren. Anders ist dagegen der besessene Sammler in „Glücksschmiede“ charakterisiert, dem der Zufall ein großes Glück beschert. Die Geschichte um „Die Versicherung“ zeigt in ihrem komödiantischen Verlauf die Schutzbedürftigkeit wertvoller Bücher, während „Das Bücherdreieck“ das Vermächtnis der Bücher umreißt. In „Was willst?“ wird das Schicksal einer außer Kontrolle geratenen Bücher-Sammlerfamilie aus dem Munde eines Kindes erzählt und „Gernot“, der eine strenge Kindheit erfahren hat, sucht auf eigene Faust Bestimmungen für sein Leben, was ihn am Schluss mit seinen Eltern versöhnt. In „Abschied“ wird das Unvermeidliche eines jeden Sammler- und Bücherliebhaberlebens dargestellt und zu einem schicksalhaften Abschluss gebracht, womit sich am Ende des Kaleidoskops auch die Erzählung „Von unsichtbarer Hand“ befasst, die aus der Benutzung von Büchern zu einer Lebensrückschau animiert.

14 € | Hardcover | 195 Seiten
Bestellung: harald-kugler.de.

Sa, 15.10.2016

Das Kaleidoskop einer Leidenschaft

Einladung zur Subskription

Im schmucken bordeauxfarbenen Ganz-Pappschuber ist in nur 10 Exemplaren "Das Kaleidoskop einer Leidenschaft" oder die Beschreibung einer Liebe zu den Büchern in zwölf Heften erhältlich.
Sie enthalten meine Eindrücke um die Bemühungen zur Sache Buch in ihrer zum Teil eigenwilligen, schönen aber auch von Leid geprägten Daseinsberechtigung.
Die Einflüsterer“ erzählen von der Ruhe und Gelassenheit, die vom Besitz der Bücher ausgehen. Stolz präsentiert ein Wanderer in 3509 Meter Höhe auf dem „Hochfeiler“ seine Liebe zu den Büchern mit einem Vortrag von Friedrich Schillers Glocke. In der Geschichte um „Der Bibliotaph“ wird erzählt, was der Besitz von Büchern über ihre Eigentümer verrät und „Was machen Bibliophile eigentlich“ ist eine fachspezifische Ergänzung, die zu ihrer Darstellung einen Essay von Karl Wolfskehl bemüht. Die Erzählung „Opa Erler“ ist die Bilanz eines Lebens inmitten und an der Seite von Pflanzen, die uns mit ihrer Vergänglichkeit Geduld lehren. Anders ist dagegen der besessene Sammler in „Glücksschmiede“ charakterisiert, dem der Zufall ein großes Glück beschert. Die Geschichte um „Die Versicherung“ zeigt in ihrem komödiantischen Verlauf die Schutzbedürftigkeit wertvoller Bücher, während „Das Bücherdreieck“ das Vermächtnis der Bücher umreißt. In „Was willst?“ wird das Schicksal einer außer Kontrolle geratenen Bücher-Sammlerfamilie aus dem Munde eines Kindes erzählt und „Gernot“, der eine strenge Kindheit erfahren hat, sucht auf eigenwilligen Wegen seinen Lebenspfad, was ihn am Schluss mit seinen Eltern versöhnt. In „Abschied“ wird das Unvermeidliche jedes Sammler- und Bücherliebhaber Lebens dargestellt und zu einem schicksalhaften Abschluss gebracht, womit sich am Ende des Kaleidoskops auch die Erzählung „Von unsichtbarer Hand“ befasst, die aus der Benutzung der Bücher zu einer Lebensrückschau animiert.
Der Abgabepreis beträgt 25 € plus Versand.

Fr, 26.08.2016

Glücksschmiede und Einflüsterer

Heute im Briefkasten: Die Einbogendrucke 8 und 9 des Pirckheimers Harald Kugler mit den "Erzählungen aus der Welt der Bücher". Vielen Dank!
"Glücksschmiede", das 8. Heft dieser Reihe, nahm ich in die Hand und konnte es nicht mehr weglegen - es zählt auf Anhieb zu den bisher besten der Reihe. Der Leser taucht in die Gedankenwelt eines Sammlers ein und wird gefangengenommen von dessen Wunsch, ein letztes fehlendes Exemplar einer Zeitschrift in seinen Besitz zu bringen, eine Zeitschrift, die er schon fast in der Hand hatte, als ihm ein anderer Bücherfreund zuvorkommt. Die im Titel genannte Glücksschmiede ist dabei auch Metapher für die erstaunliche Wendung, die diese Erzählung nimmt und die selbst dem Leser, der das Geschehen ja eigentlich nur beobachtet, ein Glücksgefühl beschert.

Die 9. Erzählung "Die Einflüsterer" bleibt als Lektüre am Wochenende, bevor diese beiden Hefte die hübscher Optik der Sammlung im Regal ergänzen.

Mi, 03.08.2016

Nachtrag: "Altbücherland ist abgebrannt"

Im Pirckheimer-Blog wurde auf einen Artikel in der FAZ zur Situation im Antiquariatsbuchhandel hingewiesen, siehe hier. Zum selben Artikel fand sich heute eine Anmerkung auf boersenblatt.net:
"Das Bild, das Spreckelsen in seinem Artikel über "das Antiquariat" zeichnet, ist recht düster und fast durchgehend pessimistisch. [...] Als Bestätigung für die "Dezimierung" des "klassischen Antiquariatswesens" wird Peter Rudolf von der Genossenschaft der Internet-Antiquare (GIAQ) zitiert. [...]
Spreckelsen hat mit seinem Beitrag [...] eine erhebliche Resonanz erzielt, schaut man beispielsweise auf die Leserkommentare und -empfehlungen oder einen Blog-Kommentar (hier) von Harald Kugler.
Foto © Harald Kugler
Ob aber
[die Darstellung von Spreckesen ...] wirklich so treffend und vor allem vollständig ist? Buchauktionen, oft sehr erfolgreich und wirtschaftlich sehr relevant, finden keine Erwähnung. Nicht unterschieden wird zwischen dem Handel mit neueren gebrauchten Büchern, der hauptsächlich über die bekannten Plattformen abgewickelt wird und vielfach unter starkem Druck steht, und dem eigentlichen Seltenheitsantiquariats, in dem wiederum das moderne Antiquariat eine geringe Rolle spielt, umso mehr aber der internationale Handel.[...] Unbeachtet sind deshalb leider viele wichtige Antiquariatskataloge und die oftmals sehr interessanten Aktivitäten einer (zugegeben kleinen) Gruppe jüngerer Antiquarinnen und Antiquare geblieben. Nicht bestreiten lassen sich die vielen Geschäftsaufgaben und für das alte Buch tendenziell ungünstigen gesellschaftlichen Entwicklungen, aber es sind nicht nur Abbrüche, es findet auch ein Wandel statt, dessen Ausgang womöglich doch offen und damit auch gestaltungsfähig ist …"

Do, 28.07.2016

Vom Wandel und Werdegang einer Zeitschrift - Philobiblon

Der erste Jahrgang dieser renommierten Zeitschrift für Bücherfreunde erschien unter dem besagten Titel im April 1928 bei Herbert Reichner in Wien.

Im Mitteldeutschen Rundfunk heißt es im Jahre 1933 über die Zeitschrift: "Der echte Bibliophile wünscht sich eine Zeitschrift, die nur ganz kurze Aufsätze und vor allem interessante Neuigkeiten über Sammler, Sammlungen, sonderliche Werke, seltene Unica und vielleicht ein bisschen aus der - chronique scandaleuse des bibliophiles - enthält. Herbert Reichner in Wien hat es auf eine wirklich sehr geschickte Weise verstanden, in seiner seit 1928 erscheinenden Monatsschrift PHILOBIBLON eine Art laufender Chronik über das weite Gebiet alter und neuer Bibliophilie zu schaffen. Es ist amüsant durch die Fülle der Notizen. Der Leser braucht sich nicht anzustrengen, er erfährt alles, was er wissen will, in knappster und doch erschöpfender Form. Er reist mit seinem Reiseführer auf bequemste Weise durch das Land Bibliophilia. Die Herausgabe einer solchen Zeitschrift ist eine Leistung." So Dr. Julius Rodenberg.
Als das letzten Hefte im Verlag von Herbert Reichner erschien mit dem 9. Jahrgang, 1936, das Heft 7/8.

Das 9. Heft des 9. Jahrgangs wird erst im Herbst 1937 bei Rudolf Rohrer in Brünn, Leipzig und Wien verlegt. Dort erschienen auch noch die Jahrgänge 10 und 11 bis zum Heft 6. Ab Heft 7 des 11. Jahrgangs wechselte die Herausgabe an Johannes Asmus nach Leipzig, wo auch noch der abschließende Jahrgang 12 bis zum Heft 10, 1940, eine verlegerische Heimstatt fand.
(Harald Kugler in seinem Blog, 20. Juli 2016)

Mi, 20.07.2016

wiedergelesen: Das Buch vom Papier

"Der Künstler, er sei Dichter, Maler oder Grafiker, wird Stellung zu nehmen haben zu dem Stoff, welcher der Träger seiner Gedanken ist; er wird ihn lieb gewinnen und zu schätzen wissen wie einen Kameraden, an den ihn Schicksal und Neigung binden. So können wir es häufig erleben, wie die geheimnisvolle Liebe zum Material im Werk des Schaffenden melodisch mitschwingt und nachklingt." - schreibt Armin Renker in einem Beitrag zum Philobiblon, 8. Jg. Heft Nr. 1 aus dem Jahre 1935.
"Das Buch vom Papier" (1934) von ihm, aus dem die nebenstehende Abbildung stammt, öffnet einem Bücherliebhaber das Herz und bringt dem Material, aus dem die Gegenstände seiner Verehrung geschaffen sind, wieder Ehrerbietung in Erinnerung.
(Harald Kugler)

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