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Pirckheimer-Blog

Fr, 20.06.2008

Edition ZWIEFACH

Linde Kauert und Heinz Hellmis
Einzelblätter-Graphiken und Malerei




Das Kunstreich am Pergamonmuseum zeigt vom 26. Juni bis 27. Juli 2008 in der Ausstellung Seitenweise die bibliophilen Ausgaben und Bücher der Künstler-Edition ZWIEFACH.
Vernissage Donnerstag, 26. Juni 2008 um 19:00 Uhr

è
Kunstreich am Pergamonmuseum
Berlin Mitte
Am Kupfergraben 6
Mo 12:00-19:00 Uhr
Di-So 11:00-19:00 Uhr

è
Edition ZWIEFACH
*
Linde Kauert

Mi, 14.05.2008

Henning Loeschcke

Henning Loeschcke I Malerei "Still – Leben?"
Ausstellungsdauer: Vom 21. April bis 31. Mai 2008
Einladung zum Diskutieren und Nachdenken
...wenn in lauter Zwecken die Dinge verloren gehen…
über Henning Loeschckes Bilder.
Mittwoch, den 21. Mai 2008, um 18.30 Uhr
Eintritt 7 Euro, ermäßigt 5 Euro



Für all jene, die die Ausstellung noch nicht genießen konnten:
Einladung zur Finissage der Ausstellung
»Still – Leben!« von Henning Loeschcke.
Samstag, den 31. Mai 2008, um 17 Uhr
bei Kaffee + Kuchen

è
Galerie Borchert+Schelenz
Di - Fr 11:00 - 19:00 Uhr
Sa 11-16:00 Uhr
*
Uliane Borchert / Thomas Schelenz
Langenscheidtstraße 4
10827 Berlin
Telefon 030 787 188 46

Mi, 07.05.2008

ÖNB - Blutige Geschichte(n)

 

Ein kulturhistorischer Streifzug durch die Welt der Verbrechen

Ausstellung im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek
8. Mai bis 2. November 2008

Blut gehört zum Kitt der Weltgeschichte (Theodor Fontane). Geschichte wird über weite Strecken von Kriegen, Völkermorden oder auch Attentaten bestimmt. Das geschriebene Wort bildet neben dem mündlichen Tradieren und Bildquellen eine Voraussetzung für die Überlieferung von Geschichten.

Die Ausstellung im Prunksaal thematisiert anhand eines kulturhistorischen Streifzugs das Phänomen Gewaltverbrechen mit den verschiedenen Ursachen und Folgen, wobei die Vielfalt der Sammlungen der Österreichischen National-bibliothek unterschiedliche Zugänge ermöglicht: Kostbare Handschriften, Bücher und Fotomaterial belegen das besondere Interesse der Menschheit an dem weitläufigen Thema, das vom Attentat über Heiligenmartyrien, Kannibalismus, Lynchjustiz, Meuchel- und Ritualmorde bis hin zum Völkermord reicht. Ein Grund für das Interesse am Thema liegt in der Natur des Menschen selbst, wie schon Goethe mutmaßte:
"Ich kann mir kein Verbrechen vorstellen, das nicht auch ich hätte begehen können!"

Unterschiedlich wie die Gewaltverbrechen selbst, erweisen sich die Beweggründe: „Aus der richtigen Perspektive betrachtet, verdient jeder Mensch den Tod." (Jack London). Die facettenreiche Ausstellung, die neben theologischen Aspekten auch das weite Feld der Rechts-, Kunst- und Kulturwissenschaften, der Ethnologie und Soziologie betritt, gewährt auch drastische Einblicke in das Polizei- und Gerichtswesen. So wie sich die Geschichtsschreibung als eine Abfolge kriegerischer Konflikte liest, basiert die aktuelle Tagesberichterstattung auf immer neuen kriminellen Episoden, wobei Mord und Totschlag die Schlagzeilen bestimmen – Bad news are good news. Blutige Geschichten finden sich in allen gesellschaftlichen Schichten, die Gründe für Mord und Totschlag sind in den großen Menschheitsmythen vorgezeichnet: Hass, Rache, Neid, Eifersucht, Missgunst, Ausgrenzung oder politisches Kalkül.


Mit dem biblischen Brudermord Kains an Abel werden die BesucherInnen in das Thema eingeführt. Gewalt richtet sich in der Folge auch gegen die ersten unbeirrbaren Nachfolger Christi, das weite Feld der Heiligenmartyrien ist in zahlreichen prachtvollen Handschriften dokumentiert.

Die Gründe für Menschenopfer, Ritualmord und Kannibalismus bilden weitere Anknüpfungspunkte zum Thema, das hier religiöse Absichten mit ethnologischen Traditionen verknüpft. In allen wichtigen Mythen finden sich Menschenopfer – zumeist als höchste Loyalitätsbezeugung gegenüber göttlichen Mächten, wobei sich der Bogen von Abraham und Isaak bis hin zu Iphigenie spannen lässt. Die antike wie auch nordische Mythologie stellen Heldengestalten wie etwa Odysseus, Achilleus oder Siegfried vor, die sich nicht nur durch besonderen Mut, sondern oft auch durch atemberaubende Grausamkeit im Kampf auszeichnen. Diese Präfigurationen des Heldentypus prägten Generationen und bringen immer neue, noch blutrünstigere Nachahmer hervor.
Starke Frauen mit ihren sprichwörtlichen „Weiberlisten“ stehen zwar im Schatten dieser Heldengestalten, führten aber ebenso bizarre Morde aus – oft an mächtigen bzw. physisch überlegenen Männern: Dalila bringt etwa den Riesen Samson zu Fall, Judit den Feldherrn Holofernes, Salome den heiligen Johannes. Auf der Verliererseite standen hingegen Frauen, wenn der Verdacht des Hexenzaubers erhoben wurde.

Die Frage nach einem gerechten Mord an Despoten, Tyrannen, Diktatoren und sonstigen Machthabern, die sich als Schlächter und Menschenverächter entpuppen, stellte sich ebenfalls schon früh in der Menschheitsgeschichte. Die Bandbreite reicht vom Tyrannenmord in der Antike bis zum Attentat. In der Ausstellung werden Opfer und Täter thematisiert, die Heroisierung von Attentatsopfern (z.B. Kaiserin Elisabeth von Österreich in Genf, 1898) oder auch die Instrumentierung von missglückten Attentaten als Zeichen göttlicher Fügung.

In der Folge wendet sich die Schau dem weiten Feld der Kriminalistik zu – mit Verbrecherkarrieren, Verbrecherphysiognomien, dem Polizeiwesen mit seinen technischen Fortschritten, der Rechtssprechung oder auch dem Gewaltmonopol des Staates.

So wie die Literatur nahmen sich auch die Medien bald der Welt des Verbrechens an, wobei das Interesse nicht allein dem Verbrechen galt, sondern auch dem Täter und seinen Motiven. Im Zuge der Aufklärung spielte man sich von moralisierenden Zwängen frei, um sich der genial-bestialischen Seite des Verbrechers zuwenden zu können. Damit war die Geburtsstunde des Kriminalromans eingeläutet. Neugierde, Sensationslust, kaltes Schaudern oder geheime Bewunderung für besonders raffiniert eingefädelte Gewalttaten bzw. „geniale Schlechtigkeit“ sind die Ingredienzien, die schließlich der Gattung des Kriminalromans den bis heute ungebrochenen Erfolg brachten.
Die sich im 20. Jahrhundert etablierenden neuen Medien, wie Film, Radio, Fernsehen, Videospiele besiegelten den Triumph des Krimis als quotensicheres, einträgliches Unterhaltungsmedium. So produzieren SchreibtischtäterInnen unermüdlich neue Fälle: Seit Lucrezia Borgia bin ich die Frau, die am meisten Menschen umgebracht hat, allerdings mit der Schreibmaschine (Agatha Christie (1890-1976).

Den Abschluss der Ausstellung bildet eine Gegenüberstellung von Gewalt-phantasien und Friedensutopien mit Mahatma Gandhis Warnung:
„Auge um Auge – und die ganze Welt wird blind sein.“

 


è Österreichische Nationalbibliothek
Tel. (+43 1) 534 10-270
Ausstellung: 8. Mai – 2. November 2008

Das Buch zur Ausstellung ist an der Prunksaalkasse und im Buchhandel erhältlich (EUR 19,90)

Di, 22.04.2008

Zwei Bücher von Wolfgang Windhausen

Ein Künstlerbuch und eine lyrische Reportage aus Tibet
Von unserem Mitglied, dem Duderstädter Autor und Menschenrechtsaktivisten Wolfgang Windhausen ist in der Bochumer Edition Wort und Bild in der Reihe Bibliophile Künstlerbücher, der vierte Band erschienen. Eine illustere Schar von Künstlern schuf originalgraphische Beiträge zu Gedichten des Lyrikers. Der Band mit dem Titel Vorboten eines Erinnerns enthält eine Radierung von H D Gölzenleuchter, der auch den Einbandholzschnitt arbeitete, ein Originalfoto von Harald Hauswald, einen zweifarbigen Siebdruck von Gerda Lepke, eine Radierung von Harald Metzkes, einen handkolorierten Druck von Ronald Paris, eine Radierung von Dagmar Ranft Schinke, eine handkolorierte Radierung von Volkmar Schulz Rumpold, eine farbige Zeichnung / Collage von Kay Voigtmann und einen Druck mit Schablonenzeichnung von Louvada Yang – alle Arbeiten sind von den Künstlern signiert und zum Teil numeriert – sowie einen Druck der letzten Lithographie (Selbstportrait aus dem Nachlaß) von Wolfgang Mattheuer. Das Buch ist in einer Auflage von 25 Exemplaren erschienen und kostest 260 Euro.

Monate vor dem jüngsten Aufstand in Tibet reiste Windhausen zum Dach der Welt, um die Kultur und Menschenrechtssituation der Tibeter näher kennenzulernen. Als Ergebnis entstand die lyrische Reportage Aufstieg nach Tibet, die der Autor mit eigenen Fotos versah und in einfacher Form reproduzierte. Wie das bibliophile Künstlerbuch ist der Pappeinband mit einem Originalholzschnitt von H D Gölzenleuchter eingebunden. Ein signiertes Originalfoto Morgenstimmung am Barkhor in Lhasa/Tibet liegt bei. Das Buch kann gegen eine Spende von 20,- Euro für ein Kinderheim für Tibetische Flüchtlingskinder in Dharamsala beim è Autor bezogen werden.
(Carsten Wurm)

è Wolfgang Windhausen
* E-Mail

Ausstellung: ahn sang-soo

Die Schönheit der Hangul-Schrift

ahn sang-soo (*1952) ist vor allem durch seine wegweisenden Arbeiten zur koreanischen Schrift bekannt geworden und gehört zu den weltweit bekanntesten Gestaltern Koreas und des asiatischen Kulturkreises. Seine grafischen und typografischen Werke sind mit hohen internationalen Preisen ausgezeichnet worden und in allen neueren Werken zur Geschichte des Grafik-Designs und der Typografie abgebildet. Zuletzt wurde Ahn der Gutenbergpreis der Stadt Leipzig verliehen.
ahn sang-soo macht nicht nur die Formensprache des Hangul ansichtig. Vielmehr ist es sein soziales Engagement, das in seinen Arbeiten deutlich wird. Insbesondere die Themenstellungen in Zeitschriften und sie begleitenden Plakaten macht den kritischen Blick für die politische Umwelt sichtbar. Auch die Visualisation des Hangul-Tags stellt immer wieder den Bezug zu den realen Lebens- und Naturräumen Koreas her.

è Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach
ahn sang-soo: 23.04.2008 bis 22.06.2008

Mi, 16.04.2008

Malerbuchausstellung in der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel

Horst Antes – Dieter Hoffmann
Dokumente einer Freundschaft

Gezeigt werden Künstlerbücher, die der bildende Künstler Antes gemeinsam mit dem Lyriker Hoffmann hergestellt hat. Beide kennen und inspirieren sich schon lange – 1963 lernten sie sich als Stipendiaten der Villa Massimo in Rom kennen. Antes zeichnete zu den gerade entstandenen Gedichten und es entstand das Italien-Buch für Ilka. Und auch Hoffmann läßt sich umgekehrt von Bildern zu Gedichten anregen, zu bestaunen im Stierstädter Gartenbuch, das Pappschablonen- und Pflanzen-Drucke von Horst Antes enthält.

Berühmt wurde Horst Antes mit seinen als Kopffüßler bezeichneten Figuren. Er lebt und arbeitet in Karlsruhe, Berlin und Italien. Dieter Hoffmanns vielschichtiges Lebenswerk zeichnet sich aus durch den freundschaftlichen Dialog mit vielen Künstlern, immer wieder läßt er sich auf fruchtbare Begegnungen zwischen Sprache, Kunst und Buch ein, experimentiert mit den Worten und ihrer Darstellung im Buch. Er lebt und arbeitet in Frankfurt a.M.
(Dr. Anne Tilkorn)

Ausstellung im Malerbuchkabinett
dienstags bis sonntags 10 bis 17 Uhr
è
Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel
Lessingplatz 1
38304 Wolfenbüttel
Tel.: +49 5331 808 213
mail

Zum Gedenken


Freunde der Buchkultur,

Bücher sind eine dauerhaftere Form des gesprochenen Wortes, von Gedanken und Meinungen, Anschauungen und Empfindungen.
Bücherverbrennung(en) - sei es eher altertümlich in wirklichen Flammen oder auf andere zweckdienliche Weise - betrifft uns. Alle, immer, überall, jederzeit, in jeder Form, auf jede Weise und mit jeder besonderen, wie auch immer schöngeredeten 'guten' Absicht.
Wir möchten deshalb pars pro toto an ein in dieser Reihe herrausragendes Ereignis erinnern. Tue ein jeder [m/w], was ihm möglich ist. Daß man noch sagen, schreiben und veröffentlichen darf, was man denkt - und auch denkt, was man sagt, schreibt und publiziert.
Eine Reihe von Veranstaltungen in der Stadtbücherei (23./24./26. April 2008, 7. Mai 2008) hält die Erinnerung lebendig und das Bewußtsein wach.


Eine etwas ausführlichere Darstellung der Ereignisse vor 75 Jahren in Ludwigshafen am Rhein enthält Band 2 der Stadtgeschichte von 2003 (Geschichte der Stadt Ludwigshafen am Rhein, Kapitel 11, S.185ff; Abb. 1 und 13; Ludwigshafen a. Rh. 2003).
(Marita Hoffmann)

è Initiative Buchkultur: Das Buch e.V.
c/o Llux
Postfach 25 02 09
67034 Ludwigshafen

Fr, 04.04.2008

Ein Alphabetbuch von Matthias Gubig

Alphabetbücher haben eine lange Tradition, die vom Schulbuch bis zum Malerbuch reicht. Gubigs Buch, ein Pressendruck, übernimmt viele Elemente von der Fibel: Reime rund um unsere 26 Buchstaben, in denen elementare Wörter mit dem entsprechenden Anfangsbuchstaben aufgegriffen oder bei Gubig auch Besonderheiten der Lettern spielerisch umschrieben werden, sowie eine Folgen von 26 Verbildlichungen. Die Reime, Zwei- und Vierzeiler, stammen von Gubig selbst, der damit Witz und poetischen Sinn beweist. Die Bilder sind fast Dramoletts, die mit dem Vers korrespondieren oder ihn skurril zuspitzen. Beim Buchstaben o heißt es etwa: „durchsuch die bücher, noch und noch, / in jedem o ist je ein loch!“ Und auf dem Bild sieht man einen fröstelnden Leser, in ein Buch vertieft, Richtung Loch im o wandeln, wo bereits ein anderer verschwindet. Zum l heißt es: „l ist ziemlich längelich – im gelände nur ein strich, / trägt es keinerlei serif, / erscheint es reichlich primitiv.“ Zu sehen ist ein schlichter Strich neben einem stattlichen Fraktur-l und je einer menschlichen, tierischen, pflanzlichen und metallischen Variante – alle im Gelände Schatten werfend. Der Quartband mit dem Titel es war einmal ein alfa-b … erscheint in der Reihe Spätdruck im Selbstverlag des Künstlers, der auch den Text und die 26 Originalacrylstiche selbst druckte. Den mit Büttenpapier überzogenen Handeinband fertigte Michael Knop. Fein abgestimmt sind auch die Farben: ein helles Grün für den Einband, ein mattes Grau für den Schuber, ein kräftiges Rot für den Vorsatz, ein gelbliches Rot für die mit Holzlettern gedruckten 26 Buchstaben der Bildfolge. Am Seitenschnitt des Blockbuches bilden die über den Falz der Doppelblätter gedruckten Buchstaben unterschiedlich lange Striche, die ihrerseits eine steigende Ebene schaffen – ein schön anzuschauender ornamentaler Schmuck, über dessen Sinn man meditieren kann. Das Buch in einer Auflage von 44 Exemplaren ist zum Preis von 220 Euro beim Künstler selbst zu beziehen. Die vier Exemplare einer Vorzugsausgabe mit zusätzlichem Acrylstich sind bereits vergriffen.
(Carsten Wurm)

è Prof. Matthias Gubig
Bayrischer-Wald-Straße 13
15827 Blankenfelde

Mi, 02.04.2008

Ausstellung: Theatrum machinarum

Theatrum machinarum – Das technische Schaubuch der frühen Neuzeit

Die Bibliothek des Deutschen Museums besitzt weltweit die bedeutendste Sammlung an Maschinenbüchern. Bei diesen handelt es sich um aufwändig illustrierte technische Werke des 16., 17. und 18. Jahrhunderts. Sie zeigen uns den Stand der Technik in der frühen Neuzeit und vermitteln gleichzeitig ein Bild von phantastischen technischen Ideen und Projekten der Zeit.
Die prächtigen Schaubücher im Stil der Spätrenaissance und des Barock zählen zu den bedeutendsten Druckwerken der Epoche überhaupt. Ihre Illustrationen wurden meist als Kupferstiche ausgeführt. Diese aufwändige und teuere Art der Illustration zog in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts in die Buchkunst ein und ersetzte nach 1600 immer mehr den bis dahin dominierenden Holzschnitt. Maschinenbücher zeigen uns Meisterwerke der Technik, sind aber auch selbst Meisterwerke der zeitgenössischen Buchgestaltung.

Das Deutsche Museum gibt zu der Ausstellung einen Katalog heraus (144 S., zahlreiche Abb., Preis 14,50 €).


Museumsinsel 1, 80538 München
Telefon: (089) 2179-224
Fax: (089) 2179-262
è mail
13. März – 25. Mai 2008, Eintritt frei

Di, 01.04.2008

Buch des Monats

„A Romance of the three Rs“, Little Queen Anne und andere zauberhafte Bildgeschichten von Walter Crane

„Little Queen Anne“, die kleine Königin Anne, besucht als Athene verkleidet einen Maskenball und trifft dort auf den gestiefelten Kater, Miss Muffet aus dem englischen Kinderreim und andere illustre Gäste. Mit dieser und anderen phantasievollen Geschichten in dem 1886 in London erschienenen Band „A Romance of the three Rs“ wollte Walter Crane Kindern den Spaß am Lesen, Schreiben und Rechnen vermitteln und ihren Geschmack bilden. Er legte höchsten Wert auf gestalterische und farbliche Harmonie seiner Bücher, die auch Erwachsene begeistern. Crane (1845 – 1915) war einer der einflussreichsten englischen Buchillustratoren seiner Zeit, außerdem betätigte er sich als Schriftsteller, Maler und Gestalter von Tapeten, Glasfenstern, Innendekorationen und Plakaten.
In der Reihe „Buch des Monats“ präsentiert Stephanie Ehret-Pohl verschiedene illustrierte Bücher des vielseitigen Künstlers.

Freitag, 4. April 2008, 14 Uhr
Eintritt: 2,50 Euro, Mitglieder: 1,50 Euro

è Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Alfred T. Mörstedt

Alfred T. Mörstedt im Kunstkeller Annaberg
 
Auch in Annaberg-Buchholz war und ist Alfred T. Mörstedt, der 2005 achtzigjährig verstarb, ein geschätzter Künstler, wie sich am 15. März anläßlich der Eröffnung seiner Ausstellung im Kunstkeller erneut zeigte. Die Mörstedts hatten einst Carlfriedrich Claus in der Johannisgasse besucht und kannten auch den Annaberger Arzt und Kunstfreund Dr. Karl Fritz und dessen Sammlung. Die Ausstellung im Kunstkeller, die bis zum 12. Mai zu sehen ist, zeigt Collagen, Radierungen und Lithographien aus dem Nachlaß. Eine große Werkschau des Erfurter Künstlers war 2006 auch in der Burg Beeskow zu sehen. Mörstedt sagte von sich, er sei „in der Nachfolge des Bauhauses groß geworden und habe die Formenlehre Paul Klees überzeugend gefunden wie nichts sonst.“ Und er bestand darauf, daß Kunstgenuß nicht „ohne Mühe“ zu haben sei.

 

(U. Lang)
 
Willischstraße 11
09456 Annaberg-Buchholz

 

Di, 11.03.2008

Marc Chagall

Schätze der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg Frankfurt am Main im Klingspor Museum Offenbach

Intensiv frequentiert als tagesaktuelle Wissenschaftsquelle, präsentiert die Universitäts­bibliothek Johann Christian Senckenberg nur selten Cimelien aus dem reichen Fundus ihrer Sammlungen.
Eine exquisite Gelegenheit ergibt sich in diesem Jahr im Klingspor Museum in Offenbach, das in drei Schritten herausragende Exemplare der Buchkunstgeschichte des 20. Jahrhunderts bei sich zu Gast haben kann.

Den Auftakt bildet eine Ausstellung mit Büchern Marc Chagalls, im weiteren Jahresverlauf folgen Werke von Miró, Chillida, Hockney, Dine und Rauschenberg.
Im Mittelpunkt der Chagall-Ausstellung steht ein Hauptwerk im Buchschaffen des Marc Chagall: Longos’ antiker Hirtenroman „Daphnis und Chloe“, den der Maler mit groß­formatigen Farblithografien illustrierte. 1961 erschien das Buch bei den Editions Verve-Tériade Editeur in Paris in einer Auflage von nur 250 Exemplaren.

Chagall schildert die Liebesgeschichte vor dem Hintergrund einer blühenden mediterranen Landschaft in eindrucksvoll farbigen Illustrationen. Das selten gezeigte Werk wird ergänzt um eine von Chagall illustrierte Bibel-Ausgabe von 1956, Nummern der originalgraphischen Zeit­schrift „Derrière le miroir“ und einige weitere Werke.

è Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach
Marc Chagall: 14. März bis 25. Mai 2008

Di, 04.03.2008

ein Buch zur Jugendweihe

Als Gabe zur Jugendweihe 2008 entschied sich der Freidenkerverband Berlin für einen Titel unseres Mitglieds è Faber & Faber Leipzig.
Die Jugendlichen erhalten das Buch "Werner Heiduczek - Das verschenkte Weinen, Gesammelte Märchen" mit 30 farbigen Illustrationen von Jutta Mirtschin.

Märchen sind ein Quell, der vom Paradies ausgeht und die Erde bewässert. Diese Weisheit der Alten hat Werner Heiduczek, der bekannte deutsche Romancier und Essayist, geboren 1926 in Hindenburg/Schlesien, schon lange aufgenommen. Seit Jana und der kleine Stern, seinem ersten Märchen aus dem Jahre 1968, erzählt er in genießerischer Vermessenheit die Geschichten und Abenteuer alter und uralter, reicher und armseliger Welt. Was er seither den Verhältnissen der Zeit ablauschte, was ihm die Legenden anvertrauten, hat er in Texten wie Laterne vor der Bambushütte, Das verschenkte Weinen, Der singende Fisch oder Der Schatten des Sijawusch und anderen Titeln Gestalt gegeben. Es gehört zum Schönsten, was er geschrieben hat, ebenbürtig der märchenhaften Erzählkunst des großen Kirgisen Tschingis Aitmatow. (Verlagsinformation)

Fr, 29.02.2008

3 artist-booklets

Thomas Stangl – das Haus mit den grünen Fenstern
Ulrich Tarlatt – Holzschnitt

erzählung von thomas stangl
holzschnitt ulrich tarlatt – handabzug auf japan 2x gefaltet
von beiden signiert
auflage 20 + 5
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lutz seiler – knistern in den lebensfäden
ulrich tarlatt - holzschnitt

2 gedichte - lutz seiler
3 holzschnitte auf bütten - ulrich tarlatt
von beiden signiert
auflage 10 +5
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Klaus Hoffer – Im Interesse der Sache (Moritat)
Ulrich Tarlatt – Holzschnitt

text klaus hoffer
2 holschnitte auf bütten ulrich tarlatt
von beiden signiert
auflage 20+8
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è EDITION AUGENWEIDE
dürerring 12
06406 bernburg
è
mail

Di, 26.02.2008

Buch des Monats

è André Reuze: Giganten der Landstraße
Ein Rennfahrer Roman der außergewöhnlichen Art, präsentiert von Dr. Stefan Soltek.
Der seinerzeit wenig bekannte Sportjournalist André Reuze begleitete in den 20er Jahren regelmäßig die Tour- de- France, das 1903 gegründete, größte und spannendste Radrennen der Welt. 1925 zuerst in Paris herausgekommen, erschien 1928 sein kritisch distanzierter Roman „Giganten der Landstraße“ erstmals in Deutschland (Büchergilde Gutenberg). Zum ersten Mal diente das Medium der Fotografie als Technik der Bebilderung eines literarischen Textes.
Von dem bedeutenden Gestalter Georg Trump betreut, besticht das Zusammenspiel von Einband, Fotografien und Gestaltung der Schrift. Sie machen den Romanband zu einem wundervollen, ausgesprochen überlegt wirkenden Buch.
Der Leser wird in eine andere Welt geführt und lernt die vielen Seiten dieses aufregenden Rennens kennen, bei weitem detaillierter als für einen normalen Beobachter möglich. Man bekommt den Eindruck, selbst Teilnehmer am Rennen zu sein, insbesondere durch die Vielzahl der realistischen Fotografien.
Die Sonnenseiten und auch die Schattenseiten dieser extremen Form des Radsports werden markant zum Vorschein gebracht - ein gerade in der jüngsten Vergangenheit brandaktueller Aspekt.
Die Präsentation des Buches stellt den Text vor und erläutert Person und Schaffen von Georg Trump.

è Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach
Freitag, 7. März 2008, 14.00 Uhr
Eintritt: 2,50 Euro, Mitglieder: 1,50 Euro