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Pirckheimer-Blog

Di, 15.12.2009

Falk Geißler - literatur.unheimlich.illustriert

Liebe Literatur- und Grafikfreunde,

am kommenden Freitag, den 18.12, um 20.30 Uhr wird die Ausstellung "literatur.unheimlich.illustriert" von Falk Geißler in der Kulturkneipe Süd in Leipzig beendet. Alle, die noch nicht da waren, haben noch einmal die Möglichkeit, die Ausstellung zu besuchen. Für alle, die schon da waren, sprechen folgende Punkte für einen erneuten Besuch der Bilderschau:
1. Juliane Liebert, Preisträgerin des literarischen März 2009, liest eigene, von den Stichen inspirierte Texte.
2. Es wird erstmalig der vollständige Illustrationszyklus zu Becketts "Malone Dies" zu sehen sein.
Weierhin wird es bei gehaltvollen Getränken anregende Gespräche mit Gleichgesinnten und Andersdenkenden geben.
Alle weiteren Informationen finden Sie auf dem Plakat (bitte anklicken!).

Falk Geißler

è
Kulturkneipe Süd
Eichendorffstr. 14
04277 Leipzig

Mo, 14.12.2009

16. Antiquaria-Preis für Buchkultur


Den von Buchkultur e.V., der Stadt Ludwigsburg und der Kulturgemeinschaft Stuttgart e.V. gestifteten Antiquaria-Preis 2010 erhält der Papiermacher und Papierkünstler Gangolf Ulbricht, Berlin. Die Jury begründet ihre Entscheidung: "Als Restaurator gefährdeter Bücher (u.a. für die Anna-Amalia-Bibliothek nach ihrer Katastrophe), als Verfertiger ganz besonderer Hand-Papiere und als Schöpfer von Papierkunst steht ... (Gangolf Ulbricht) als 'Diener des Buches' für eine Kultur des Papiers, die selbst manchen Liebhabern des Buches fast unsichtbar bleibt, deren fundamentale Bedeutung für die Tradition unserer Buchkultur durch die Preisverleihung betont werden soll." Die Preisverleihung findet am 28. Januar 2010 um 20.15 Uhr anläßlich der 24. Antiquaria in der Musikhalle / Podium Ludwigsburg statt.

Sa, 12.12.2009

Lothar Lang auf Burg Storkow



Am 11. Dezember stellte unser verdienstvolles Mitglied Lothar Lang in einer würdigen Umgebung im Festsaal der Burg Storkow seine bei Faber & Faber erschienenen Lebenserinnerungen vor, die allen Pirckheimern als Jahresgabe übergeben werden konnte. Der langjährige Chefredakteur der MARGINALEN und vielen als Autor der Weltbühne bekannte Kunstkritiker berichtete über seine teils erbaulichen, teils entlarvenden Begegnungen mit Künstlern in Thüringen und Sachsen, in der Sowjetunion, in Frankreich, der ČSSR, Italien und in der Schweiz, über seine, der offiziellen Tendenz in der Formalismusdiskussion entgegenstehenden Arbeiten zum Bauhaus, über das zu Unrecht Vergessene genauso wie über die Wirkung und das aktive Eingreifen der Künstler in das politische Leben der DDR, woraus über vierzig, zumeist stark beachtete, Bücher enstanden. Ein Abend, der nicht nur Pirckheimern, sondern auch Gästen aus Storkow und der Mark Brandenburg in Erinnerung bleiben wird, weil ein kompetenter Partner Erinnerungen über unsere Kunstlandschaft und unsere Kulturrezeption wachrief.
(Abel Doering)

Di, 08.12.2009

Im Steinbruch lispeln die Schatten

Gestern stellte Xago die Jahresgabe des Berliner Bibliophilen Abends è (BBA) anläßlich eines Adventskaffees bei der Vorsitzenden der è Goethe-Gesellschaft Berlin, Frau Beate Schubert, vor. Bei dieser Gabe, die Interessierte bereits am Stand des BBA auf der LiberBerlin in Augenschein nehmen konnten, handelt es sich um ein Künstlerbuch über Armenien Im Steinbruch lispeln die Schatten.
Das von Xago geschaffene, im Frontispiz handkolerierte und mit einer individuellen Einbandzeichnung versehene Buch wurde bei Harald Weller (Kreuzberg) in einer Auflage von 15/85 Exemplaren gedruckt und von Ralf Liersch (Prenzlauer Berg) in drei verschiedenfarbigen Einbandvarianten mit Lederrücken gebunden und enthält im hinteren Deckel eingelegt einen weiteren Druck, ein Märchenbuch mit dem Titel Vom Hahn und dem König.
Es gelang dem BBA wieder einmal, seine Mitglieder mit einer bibliophilen Kostbarkeit zu beglücken.

REZENSION von Wolfgang Wicht
(Vorabveröffentlichung aus MARGINALEN 197, Auslieferung März 2010)
Neben Xago, den Maler, stellt sich Xago, der Dichter. Den Kopf voller Worte und Widerworte bringt er metaphorisch reiche, Welt kommentierende, geistvolle, poetisch verknappte, originelle Verse zu Papier ... mehr

XAGO - relaunched


In knochiger ironie: der alte Voltaire (WV19/1982) Öl, 21 x 29 cm
Sammlung Philosophische Forschungsstätte Lühsdorf


XAGO (Rolf X. Schröder) hat seit heute einen neuen Webauftritt: www.xago.net

Atelier XAGO
Christinenstr. 32 Remise
10119 Berlin

Mo, 07.12.2009

Exlibris aus der Sammlung Klaus-Jürgen Tischer

In der Zeit vom 12. Dezember 2009 bis 28. Februar 2010 gibt unser Mitglied Klaus-Jürgen Tischer im Rahmen einer Sonderausstellung des Cranach-Hauses, Markt 4, 06886 Lutherstadt Wittenberg, Einblicke in seine Exlibris-Sammlung. Eröffnet wird die Exposition am 11. Dezember 2009 um 18.00 Uhr unter anderem mit einführenden Worten von Dr. Peter Labuhn. Präsentiert werden zirka 300 Buchzeichen zu verschiedenen Themen, Exlibrisliteratur und Mappenwerke. Schwerpunkte sind die Eigenexlibris des Sammlers und solche zum Thema Lucas Cranach und Martin Luther. Mit dieser Ausstellung soll den Besuchern die Entwicklung und Bedeutung des Exlibris vermittelt werden. Insbesondere Schulklassen können sich in der Ausstellung im Rahmen des Kunstunterrichtes mit der Thematik didaktisch auseinandersetzen und auch ein eigenes Exlibris entwerfen.

Holger Koch

Malerei und Druckgraphik

Ausstellung vom 15. Dezember 2009 bis 28. Januar 2010

Eröffnung der Ausstellung am Dienstag, dem 15.12.2009, um 19 Uhr
Musik: Felix Korinth, Viola


Zur Ausstellung schreibt Ingeborg Ruthe in der Berliner Zeitung:

Schneemann mit Sommerflickenmantel

Der Freiberger Maler und Grafiker Holger Koch in der Galerie Berliner Graphikpressevon Ingeborg Ruthe

Regelrechte Märchenstunden sind die Motive von Holger Koch. Grafiken dieser Art gehören zur eigenwilligen, nur scheinbar naiven Bildsprache des gebürtigen Freibergers, der sich sein Handwerkszeug zuerst an der Hochschule für Bildende Kunst Dresden, danach auch noch an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig holte. Die Ideen und die Fantasie für seine Bilder, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen anziehen, brachte der Künstler aus dem Erzgebirge reichlich mit. Koch, geboren 1955, ist ein Meister des bildhaften Geschichten-Sehens und Geschichten-Erzählens. Er greift zurück auf seit Kindertagen bekannte und mit bestimmten Bedeutungen belegte Gestalten, Dinge und Symbole – um daraus dann ziemlich rätselhafte, auch doppeldeutige Formen zu machen. Der Schneemann mit dem Chaplin-Hut jedenfalls trägt einen Mantel wie aus Sommerflicken-Feldern, manche Flächen gleichen Nebelwänden, andere einem Blumenacker, grünen Wiesen oder Wäldern. Das alles erreicht der Grafiker durch die raffinierte alte Kunst des Steindrucks, wo die Farbflächen eine ganz eigentümliche rauhe, zugleich sanfte Struktur erhalten.

è Galerie der Berliner Graphikpresse
Gabelsbergerstr. 6
10247 Berlin
Tel./Fax: +49/ 30/ 420 124 40

Fr, 04.12.2009

Antiquariatskatalog DDR Untergrund

Das Antiquariat Jürgen Läßig hat gerade einen Katalog fertiggestellt, der sicher viele Pirckheimer-Freunde interessiert. Er bietet unter 158 Nummern zumeist seltene Drucke an, die von Künstlern und Schriftstellern im Eigenverlag hergestellt und vertrieben wurden. Die meisten Drucke stammen aus den achtziger Jahren: Künstlerbücher, künstlerisch anspruchsvolle Zeitschriften, sehr viele mit originalgraphischen Beigaben, sowie Plakate. Jürgen Lässig hat sie eingehend bibliographisch verzeichnet und durchgängig farbig abgebildet. Ein Autoren- und Künstlerregister ermöglicht den schnellen Überblick über die in Sammelbänden versteckten Publikationen. Ergänzt ist das Angebot um ausgewählte Titel der im Katalog vertretenen Künstler und Autoren in den staatlichen Verlagen, Drucke aus den neunziger Jahren sowie um Sekundärliteratur.

Antiquariat Läßig
Westfälische Strasse 51
10711 Berlin
Tel. 030 8835430
*
E-Mail

siehe auch è poesie des untergrunds

Do, 03.12.2009

Schönste deutsche Bücher 2009

Die Ergebnisse des Wettbewerbs stehen fest.

»Die schönsten deutschen Bücher 2009« sind vorbildlich in Gestaltung, Konzeption und technischer Verarbeitung. Die besondere Gestaltung und Qualität des Buches wird mit »Prämiierungen« sowie »Anerkennungen« honoriert. Alle Auszeichnungen sind undotiert.

Der Jury lagen, zum Vergleich in 8 Sachgruppen sortiert, 1035 Bücher von 440 Einsendern vor. Zur weiteren Beurteilung reichte die Erste Jury noch 306 Bücher an die Juroren der Zweiten Jury weiter, damit schieden bereits 729 Bücher in der ersten Runde aus. Nach viertägiger Arbeit urteilte die Zweite Jury am 28. November über die diesjährigen »Schönsten«: 47 Bücher erhalten eine »Prämiierung«, 17 Bücher eine »Anerkennung«. Die 64 Auszeichnungen verteilen sich auf 50 Verlage/Einsender.

Die Liste aller ausgezeichneten Bücher finden Sie unter è
Stiftung Buchkunst > Aktuell. 40 Bücher stehen auf der Short-List und verfehlten nur knapp eine Prämiierung. Sie konnten in der letzten Abstimmungsrunde nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit erzielen.


è Stiftung Buchkunst
Adickesallee 1
60322 Frankfurt am Main

Di, 01.12.2009

Heinrich Ost - In Trümmern Spiegelglas

Gedichte mit Linolschnitten von Zoppe Voskuhl
24 Seiten, numeriert und signiert, 140 Exemplare.
ISBN 978-3-910172-68-5 für 15 Euro


Heinrich Ost wurde 1935 in Oelde/ Westfalen geboren. Studium der Philosophie, Altphilologie und Kunstgeschichte in Freiburg/Br. und München. Von 1963 bis 1966 Lektoratsarbeit für die Münchner Verlage Piper und Szczesny. Lange Aufenthalte im Waadtland/Schweiz. Seit 1992 Lehraufträge an der Universität Innsbruck. Er lebt als freier Autor in München.

è Corvinus Presse Hendrik Liersch
12587 Berlin Bölschestr. 59
Fax: 030 64488571

Kleine Serien – große Folgen

Horst Janssen zum Achtzigsten

Eine Jubiläumsausstellung mit über 130 selten gezeigten Werken des großen Zeichners: frühe Zeichnungen, Lithografien der 1950er Jahre, Plakate der 1960er und 1980er Jahre, Schriftsteller-Porträts, die Grafikfolge "Abschied von Verena", die Radierungen

Am 14. November 2009 wäre Horst Janssen 80 Jahre alt geworden. Gemeinsam mit der Hamburg Kunsthalle ehrt das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg den großen Hamburger Zeichner. Angefangen von den Entwürfen für seinen ersten Auftrag – die Gestaltung der Glasfenster für die Bundesbahnverwaltung in Hamburg-Altona – bis zu den launischen Plakatentwürfen der neunziger Jahre, zeigt das Museum für Kunst und Gewerbe mit über 130 Werken einen Querschnitt aus den reichen Beständen des Hauses.
Einmal mehr offenbart sich die erstaunliche Vielfalt des Künstlers, sein Blick für Details genauso wie Horst Janssens ungehemmter Griff auf Freunde und Feinde, so sie nur seiner Kunst dienten und anregten. Zu den großen Grafikfolgen der siebziger Jahre gesellen sich Fotoarbeiten für Buchprojekte und die Auseinandersetzungen mit dem Tod in den letzten Lebensjahren. Vieles in der Ausstellung des MKG ist seit Jahrzehnten das erste Mal wieder zu sehen und hängt nun neben den großartigen Plakatentwürfen, die durch Stiftungen in den letzten Jahren ins Haus kamen.
Anlässlich des 80. Geburtstages des am 31. August 1995 verstorbenen Künstlers zeigt das Museum für Kunst und Gewerbe frühe angewandte Zeichnungen, Lithografien der fünfziger Jahre, Plakatserien der Sechziger, Laatzen Bilderbogen mit Schriftsteller-Porträts (Strichätzungen), die großformatige Grafikfolge von 1968 (Abschied von Verena), Briefumschläge, bezeichnete Briefe und Einladungen aus den 70ern, Vorarbeiten für ein Buch über Birgit Jacobsen (Fotos und Zeichnungen), den großen Totentanz (Radierungen), Plakatentwürfe der 80er und Arbeiten zum Thema Tod aus den Jahren um 1990.

Ausstellung: 13. November 2009 bis 31. Januar 2010

Gerd Bucerius Bibliothek und Sammlung Buchkunst
è
Museum für Kunst und Gewerbe
Steintorplatz
20099 Hamburg
Tel. +49 (0) 40 / 428 134 2642
FAX +49 (0) 40 / 428 134 4801

Mo, 30.11.2009

Kinderwelten

54. internationale Kinderbuchausstellung

Mit der Ausstellung neuer Kinderbücher aus aller Welt beschließt das Museum auch in diesem Jahr seinen Ausstellungsreigen und freut sich auf seine jungen und alten Besucher. Die neuesten Kinderbücher aus aller Welt, mit Illustrationen für Groß und Klein, liegen in den Vitrinen und auf den Lesetischen aus. Altbekannte aber auch neue Verlage haben ihre Bücher ins Museum gesandt und zu einer einzigartigen Schau beigetragen. Neben Büchern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz finden Sie großartig illustrierte Kinderbücher aus Canada, Frankreich, Griechenland, Iran, Italien, Japan, Neuseeland, Türkei und der Ukraine. Viele Bücher auf den Lesetischen laden zum Verweilen ein. Das Kabinett zeigt Arbeiten der Kinder aus der Fröbelschule, die unter Leitung der Künstlerin Gabriele Saur-Burmester im Rahmen des Offenbacher Brückenschlages entstanden sind. Im Obergeschoss präsentieren wir Illustrationen zur Arche Noah. Sie dürfen sich auf einen Streifzug durch zwei Jahrhunderte mit verschiedenen Künstlern freuen: Gustave Doré, Felix Hoffmann, Marc Chagall, Gerhard Marcks, Josef Hegenbarth, Willi Trapp, Eric Carle, Klaus Ensikat, Ivan Gantschev, Dieter Konsek, Gennadij Spirin, Rien Poortvliet, Peter Spier, Jozef Wilkon, Liesbeth Zwerger und andere zeigen illustratorisch ihre Vorstellung zu diesem biblischen Thema. Zu sehen sind: „Die Bibel mit Radierungen von Marc Chagall“, „Bilderbibel – mit Lithographien von Felix Hofmann“, „Sintflut - Original-Pinselzeichnung von Josef Hegenbarth“ und viele andere mehr. Kinder bis 14 Jahre: Eintritt frei (Der Eintritt für Kinder wird dankenswerterweise von der Vereinigung Freunde des Klingspor-Museums e.V. übernommen.).

Ausstellung: 28. November 2009 bis 14. Februar 2010

è
Klingspor-Museum
Herrnstr. 80
63065 Offenbach

Sa, 28.11.2009

Fritz Treu (1908 - 2009)

Unser Ehrenmitglied Fritz Treu, Bibliothekar, Mitglied unserer Gesellschaft seit 1960, ist am 5. November im Alter von 101 Jahren verstorben.

Noch vor wenigen Jahren konnte ich ihm gelegentlich morgens auf der Hauptstraße in Radebeul-Ost begegnen und ehe ich ihn fragen konnte, war er es, der den viel Jüngeren fragte, wie es ihm gehe. Bei der Gegenfrage sagte er nur „Ach weißt du, die Beine wollen nicht mehr so recht". Als er seinen Hundertsten feierte, durfte ich ihn auf seine Bitte hin zeichnen. Darauf bin ich stolz. Wir gedenken eines Menschen, der Wissen und Weisheit verband, der ein einfacher Mensch war und Bildung niemals als Privileg der Betuchten verstand. Ein Dresdenkenner, ein Kunstkenner, ein Kunstförderer allererster Güte! Der Mitbegründer des Radebeuler Grafikmarktes, dieser hochsensible Mann, gibt uns ein Erbe weiter, Kunst und Menschlichkeit in Sorgfalt zu vereinen. Wir Radebeuler Bürger, vor allem die Bildenden Künstler, gedenken in Ehrfurcht eines großen Menschenfreundes!
(Dieter Beirich)

Do, 26.11.2009

Pflicht und Kür

Die Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig in der DDR

„Pflicht und Kür“ – richtet 20 Jahre nach der letzten umfangreichen Ausstellung der Hochschule, die damals Lehrende und Studierende vorstellte, nun den Blick auf vier Jahrzehnte künstlerische Ausbildung in Leipzig.

Die fünfziger bis achtziger Jahre an der HGB, sie ist Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, stehen für eine Suche nach Wegen zwischen kulturpolitischen Erwartungen und der Integration von Künstlerinnen und Künstlern in die Gesellschaft sowie dem individuellen Anspruch auf künstlerische Freiheit. Die daraus resultierenden Widersprüche bildeten sich in der Lehre ab.
So standen die fünfziger Jahre für den versuchten Umbau der Akademie zu einer sozialistischen Kunsthochschule. In den sechziger Jahren emanzipierten sich die Fachgebiete mit starken Positionen in der Malerei und Typografie. Das führte in den siebziger Jahren zur primären Ausrichtung der Lehre auf die Malerei und Grafik und zur internationalen Aufmerksamkeit für Kunst aus Leipzig. Experimentelles Arbeiten über die Grenzen des malerischen Bildes hinaus kennzeichneten die achtziger Jahre. Wichtige Impulse gingen dabei von fotografischen aber auch intermedialen Arbeiten aus, welche die internationalen Kunstentwicklungen reflektierten.
Historische Schrift- und Bilddokumente, künstlerische und gestalterische Werke einiger Lehrender sowie originale und rekonstruierte Diplomarbeiten bilden die Basis der Ausstellung.
Aktuelle Zeitzeugeninterviews und Filme erhellen den Blick und ergänzen das Bild der Hochschule in den vergangenen Jahrzehnten.

„Pflicht und Kür“ ist der Auftakt für die beginnende Auseinandersetzung mit Hochschulgeschichte in Vorbereitung des 250. Geburtstages der Ausbildungsstätte im Jahr 2014. Die Ausstellung setzt damit einen ersten Akzent, ohne Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben. Vielmehr möchte sie zum Dialog zwischen Geschichte und Gegenwart einladen.

Ausstellung: 25.11.2009 bis 09.01.2010
Wächterstr. 11
04107 Leipzig

Di, 24.11.2009

Grafikkalender 2010 der Edition Schwarzdruck

WEIBSBILDER

Jährlich präsentieren in der Edition Schwarzdruck sieben wechselnde Künstler einen Grafikkalender. Sechs Blätter sind mit einem (Zwei-Monats-)Kalendarium versehen. Das »Bonusblatt« dient der Verschönerung der Wartezeit bis zur Inbetriebnahme des Kalenders.

2010 haben wurde das spannende Arbeitsthema »Männer sehen Frauen«, gewissermaßen als Retourkutsche zum 2009er è
Kalender gewählt.

Die Blätter sind durch Perforation abtrennbar und (nach Abschneiden des Kalendariums) eine Bereicherung jeder Originalgrafiksammlung oder Privatgalerie. In jedem Jahr wird es ein neues Thema geben. Die WEIBSBILDER wurden geschaffen von Rainer Ehrt, Tim von Veh, Andreas Vietz, Klaus Süß, Armin Münch, Arno Waldschmidt und Peter Zaumseil.

Der Kalender kostet 160 Euro (zzgl. Versand als Päckchen). Ab dem zweiten Kaufexemplar (auch im Abonnement) wird ein Rabatt von 20 Euro gewährt.

Format 30x40 cm
auf Hahnemühle-Bütten (mit echtem Büttenrand unten)
Auflage: 70 jeweils numerierte und signierte Exemplare

è
Edition Schwarzdruck
*
Marc Berger
Brunnenstraße 163
10119 Berlin
Fernsprechanschluß: 030 - 48 62 53 15