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Pirckheimer-Blog

Do, 21.02.2008

Ausstellung: Die bunte Welt

Die bunte Welt – Buchkunst für Kinder
Künstlerisch illustrierte Kinderbücher in Wien 1890 – 1938

Eine Ausstellung unseres Mitglieds „Museum Burg Wissem“ vom 10. Februar bis 6. April 2008

Wien war um 1900 nicht nur Kaiserstadt und Metropole eines großen Vielvölkerstaates in Mitteleuropa, sondern auch eines der Zentren der kulturellen und künstlerischen Moderne. Hier entstanden zahlreiche anspruchsvoll illustrierte Kinderbücher, an deren Produktion sowohl bedeutende Künstler wie beispielsweise Kolo Moser oder Heinrich Lefler aber auch Institutionen wie die Wiener Werkstätten maßgeblich beteiligt waren. In der Ausstellung wird anhand ausgewählter Buchbeispiele sowie entsprechender Begleit- und Dokumentationsmaterialien die Entwicklung der Kinderbuch-Kunst in Wien anschaulich nachvollzogenund zugleich die Zusammenhänge mit politischen und gesellschaftlichen Faktoren deutlich gemacht. Zugleich ist die Präsentation die erste umfassende Zusammenschau von Werken dieser Hochphaseder europäischen Buchkunst für Kinder.

Sämtliche Exponate stammen aus der bedeutendsten Sammlung Wiener Kinderbücher des Jugendstils und des Art Deco von Prof. Dr. Friedrich C. Heller.

Parallel zur Ausstellung erscheint im Wiener Verlag Christian Brandstätter das von Prof. Dr. Friedrich C. Heller verfasste èHandbuch zum künstlerisch illustrierten Kinderbuch in Wien 1890-1938 – Die bunte Welt“ mit zahlreichen Abbildungen, einer kommentierten Bibliographie sowie einem Lexikon der Illustratoren, Autoren und Herausgeber.

è Burg Wissem, Bilderbuchmuseum
Burgallee
53840 Troisdorf

Mi, 13.02.2008

Geschützte Orte


Unter dem Titel „Geschützte Orte“ legt der Ludwigshafener Künstler Günther Wilhelm ein neues Fotoprojekt vor. Es sind Bilder, die in der Erinnerung aufgehoben sind, der „geschützte Ort“ ist im Kopf des Künstlers und des Betrachters. Die Ludwigshafener Motive sind in einer zwanglos topographischen Folge zusammengefasst, so dass ein ungewöhnlicher Gang durch die Stadt entsteht. Dabei sind keine Fotografien im herkömmlichen Sinn entstanden, die Bilder sind Ergebnis eines alternativen Fotoprozesses mit den aus der Pionierzeit der Fotografie stammenden Techniken der Cyanotypie und des Gummidrucks. Jedes Bild erhält durch das spezifische Druckverfahren den Charakter eines Unikats. Allen gemeinsam ist die zeitenthobene Qualität, die sich mit einer alten, handwerklich ausgeübten Technik verbindet. Die erforderliche Sorgfalt in der Herstellung korrespondiert mit der sich zunächst allmählich, dann aber nachdrücklich erschließenden Schönheit der Bilder.

Einige notwendige Bemerkungen

noch zu diesem Buch, das von der è Initiative Buchkultur in seinem ganzen Entstehen begleitet wurde. Die technische Umsetzung von Fotokunst in einem gedruckten Werk stellt Lithographen und Drucker regelmäßig vor Probleme. Alternative Fotoprozesse jedoch, wie sie hier in Form von Cyanotypien und Gummidrucken vorliegen, im Offsetdruck reproduzieren zu wollen, ist eine schwierige Aufgabe.

Die Initiative Buchkultur hat sich dieser Aufgabe gestellt und eine beeindruckende Buchausgabe vorgelegt. Am Anfang stand die Suche nach einem adäquaten Bedruckstoff: Kunstdruckpapiere bieten zwar die höchste Wiedergabequalität für Bilder, haben aber in ihrer Anmutung und ihrer Haptik mit dem Original wenig zu tun. Es galt daher, einen Kompromiss in Form eines (Werkdruck-) Papiers zu finden, das von seiner Färbung und seiner Zusammensetzung nahe an die beim Original verwendeten Aquarellpapiere heranreicht. Die offene Oberfläche des Druckpapiers musste bei den Lithographien berücksichtigt und beim Druck ausgeglichen werden. Die Herstellung solcher Druckvorlagen erfordert deshalb viel Erfahrung, Verständnis für die Sache und Liebe zum Detail. Da in diesem speziellen Fall keine Erfahrungswerte vorliegen, auf die man zurückgreifen konnte, waren von den Motiven zunächst Probedrucke auf der Originaldruckmaschine und dem Auflagenpapier unverzichtbar. Bei besonders schwierigen Motiven wurde nach einer ersten Korrektur ein weiterer Maschinenandruck durchgeführt. Die ungewöhnliche Japanbindung verstärkt durch die Doppelung der Seiten das Gefühl für das Original und verhindert ein Durchscheinen der Motive.
(Marita Hoffmann)

Wilhelm, Günther: Geschützte Orte.
Ludwigshafen am Rhein, Edeldrucke, Alternative Fotoprozesse.
Mit einer Einleitung von Peter Ruf.
è Llux Verlag, Ludwighsfen am Rhein 2008,
ISBN: 978-3-938031-23-0
88 Seiten, 35 Abb., 25 cm * 20 cm, Hardcover,
bibliophile Ausgabe mit Japanbindung. 34,00 Euro.
Auflage 500 Exemplare.
Erste Vorzugsausgabe: 20 numerierte und signierte Exemplare
mit je einem Gummidruck 90,00 Euro
Zweite Vorzugsausgabe: 30 numerierte und signierte Exemplare
mit je einer Cyanotypie 60,00 Euro

è Initiative Buchkultur: Das Buch e.V.
c/o Llux
Postfach 25 02 09
67034 Ludwigshafen

Gedanken zum Gedenken

In einer typographisch ansprechend gestalteten Aufmachung erschien im Llux Verlag, Ludwigshafen die Broschüre "Gedanken zum Gedenken" mit einem Beitrag unseres Mitglieds Marita Hoffmann.
So schlicht und gar nicht reißerisch, geradezu harmlos erscheint auf den ersten Blick die Broschüre mit dem Untertitel "Ein Beitrag zur Heimatgeschichte von Ruchheim". Diese unsere Heimat aber hat es in sich. So auch die Broschüre. Sie leistet einen in der Tat dringend notwendigen Beitrag in der aktuellen Auseinandersetzung um das Kriegerdenkmal 1870/71 vor der protestantischen Kirche in Ludwigshafen-Ruchheim. Erstmals werden die Fakten um das Kriegerdenkmal objektiv dargestellt, auch mit historischem Bildmaterial. Die Position der protestantischen Kirchengemeinde, deren Presbyterium sich mehrheitlich gegen eine Restaurierung am derzeitigen Standort vor der Kirche ausgesprochen hat, wird ebenfalls ausführlich dargelegt (Beiträge von Christine Dietrich, Pfarrerin daselbst, et al.).
Diese Broschüre geht jedoch weit über diesen akuten "Vorstadtkonflikt" hinaus. Indem sie das Denkmal und dessen Rezeption in den historischen Gesamtzusammenhang stellt (Beiträge von Peter Renner und Marita Hoffmann), werden auch historische Verstrickungen von Staat und Kirche aufgezeigt. Diese Broschüre liefert einen unverzichtbaren Beitrag von öffentlichem Interesse zum Thema "Gedenkkultur in der Bundesrepublik Deutschland".

Gedanken zum Gedenken.
Ein Beitrag zur Heimatgeschichte von Ruchheim
,
hrsg. von der Protestantischen Kirchengemeinde Ruchheim,
è Llux Verlag, Ludwigshafen 2008,
ISBN: 978-3-938031-25-4,
Preis: 4,00 Euro.
Mit Beiträgen von Christine Dietrich, Marita Hoffmann und Peter Renner; Titelgestaltung von Hans-Joachim Kotarski (alle Ludwigshafen)

Ausstellung: Aufbrüche

Buchkunst zwischen Pergament und Plexiglas
Neue Sächsische Galerie und Stadtbibliothek Chemnitz

Die Ausstellung geht der Frage nach: Was haben historische Bücher aus dem Bestand der Stadtbibliothek Chemnitz mit zeitgenössischen Künstlerbüchern der Neuen Sächsischen Galerie gemeinsam? Speziell zum Thema beschäftigten sich acht Künstler/innen (u.a. Tina Flau. Bettina Haller und Klaus Süß) mit der Erzählung "Aufbrüche" (1968) von Wolfgang Hilbig, dem 2007 verstorbenen sächsischen Autor.


Erstmals werden auch Teile der kostbaren Büchersammlung aus der Zeit des entstehenden Buchdrucks der Öffentlichkeit präsentiert, so das älteste und wertvollste Buch der Stadbibliothek, die „Biblia Latina“ (1277).

è
DAS tietz, Chemnitz
26.02. bis 23.04.2008
(Eintritt am 26.02. frei, danach 4,-/ ermäßigt 3,- EUR)

Do, 07.02.2008

35. Druck der burgart-presse

PALASTGARTEN

Fließende Schriftzeichen von Huang Tingjian in Nachdichtung und Kommentar von Marie-Elisabeth Lüdde
Zeichnungen von Walter Sachs


Die Kalligraphie galt im klassischen China als die vornehmste aller Künste. Einer ihrer berühmten Vertreter war der Dichter Huang Tingjian (1045 – 1105), dessen Schriftzeichen sich in Stein graviert auf einer Stele im Museum von Xi´an in Mittelchina erhalten haben. Ein Jahrtausend später entsteht nun erstmals eine deutsche Nachdichtung dieses Textes, begleitet von Tuschzeichnungen des in Weimar lebenden Künstlers Walter Sachs, der behutsam seine Sicht auf die vielfältigen Deutungsmöglichkeiten des bildhaften Textes einbringt.

Der Druck erscheint in einer einmaligen Auflage von 70 Exemplaren; 50 arabisch numerierte Exemplare sind zum Verkauf bestimmt, 20 Künstler- und Verlegerexemplare werden römisch numeriert. Das Impressum ist von Marie-Elisabeth Lüdde und Walter Sachs signiert.
Format: 35 x 25 cm, 36 Seiten mit 7 Zeichnungen in Serigraphie gedruckt von Hartmut Tauer, Auenhain, auf Römerturm Alt Worms. Eine originale Tuschzeichnung von Walter Sachs sowie ein Fragment der originalen Abreibung des chinesischen Textes vom Stein in Xi ´an sind Bestandteil des Buches. Ludwig Vater, Jena, fertigte den Handeinband.

Ausgabe B: Ex. 16-50, Pappband im Schuber, 350.- €

Präsentation mit Frau Prof. Lüdde und Herrn Walter Sachs: Die Ausgabe liegt zur Ansicht vor.

Donnerstag, 6.März 2008
Beginn: 20.15 Uhr
Eintritt frei

è
Jenaer Universitätsbuchhandlung Thalia
„Neue Mitte“
Leutragraben 1
07743 Jena
è
burgart-presse

Mi, 30.01.2008

Unterschriftenaktion

Di, 29.01.2008

ÖNB - Handschriftenpräsentation im Prunksaal


Zum Europäischen Jahr des Interkulturellen Dialoges:
Präsentation von Reproduktionen ausgewählter Handschriften der Österreichischen Nationalbibliothek im Prunksaal


Anlässlich des 2008 stattfindenden „Europäischen Jahres des Interkulturellen Dialoges“ veranstaltet die Österreichische Nationalbibliothek in Zusammenarbeit mit dem Verein Intercultural Social Project eine kleine, exquisite Präsentation. Gezeigt werden hochwertige Digitaldrucke auf Büttenpapier nach Motiven aus mittelalterlichen und frühzeitlichen Handschriften der Österreichischen Nationalbibliothek.

Vielfältig wie die Herkunfts- und Entstehungsländer der Handschriften sind die ausgestellten Motive: Von detailreichen Illustrationen aus dem „Reiner Musterbuch“, die indische Monster und Kühe zeigen, über farbenfrohe Bilder des osmanischen Heeres aus dem „Türkischen Volksleben“ bis hin zur Darstellung von Sternzeichen in einer hebräischen und Alexander des Großen in einer persischen Handschrift spannt sich der Bogen.

Unabhängig von der permanenten Aktualität des Dialoges zwischen den Kulturen ist die Epoche des ausgehenden Mittelalters und der beginnenden Renaissance beispielgebend dafür, wie – ausgehend von der damaligen Wiederbelebung der Antike – der Austausch zwischen den Kulturen der byzantinischen und arabischen Welt, des Judentums und der vielfältigen geistigen Strömungen des Abendlandes, Wissenschaft und Kunst sich wechselseitig befruchtend weiterentwickelt haben.

Das Projekt soll einen Beitrag leisten zur Entfaltung der Kulturen unter Wahrung ihrer nationalen und regionalen Vielfalt und hebt gleichzeitig das gemeinsame kulturelle Erbe hervor. Es soll Verständnis und Bewusstsein dafür geschaffen werden, wie positiv das Zusammenleben in der Vielfalt ist und wo kulturelle Unterschiede als etwas Interessantes und Bereicherndes wahrgenommen werden können.

Generaldirektorin Dr. Johanna Rachinger: „Ich sehe das Jahr des Interkulturellen Dialoges als Möglichkeit, Brücken zwischen den Kulturen zu schaffen, die Auseinandersetzung Europas mit anderen Kulturkreisen anzuregen und nicht zuletzt den Zugang der EuropäerInnen zur eigenen Kultur zu verbessern.“

Die vom Intercultural Social Project aufgelegten Drucke können käuflich erworben werden. Sie erscheinen in limitierter Auflage (900 Stück) auf Büttenpapier (Bestellung). Der Reinerlös kommt sozialen Projekten im In- und Ausland zugute.
Die Digitaldrucke sind von 29. Jänner bis 6. April 2008 im Prunksaal zu sehen, weitere Präsentationen in den Bundesländern und im Ausland sind in Planung.

è Österreichische Nationalbibliothek
Tel. (+43 1) 534 10-270
* ruth.gotthardt@onb.ac.at
è Intercultural Social Project

Fr, 25.01.2008

Die Bibliothek des Fürsten Pückler

Von Bernd-Ingo Friedrich
Mit Dank an Christian Friedrich, Cottbus.
(2004, überarbeitet 2007. In: MARGINALIEN 175/3.2004; BuB 2/2006)


In einem Brief aus dem Jahre 1817 beschreibt der junge Graf Pückler-Muskau, Besitzer der Standesherrschaft seit 1811, seiner Braut Lucie, wie er seine Tage in Muskau verbrachte: „[...] um 12 Uhr das kalte Frühstück mit englischem Zubehör, Reiten, Fahren, und im Park die Arbeiten in Augenschein nehmen bis 7 Uhr, Toilette bis ½ 8 Uhr, gegen 8 Uhr das Diner, dann Unterhaltung und Thee bis 12, wo ich regelmäßig zu Bett gehe, und um 10 früh wieder aufstehe. Sind Geschäfte, so werden sie zwischen Frühstück und Diner alle abgethan."

Er hatte also sehr viel Zeit zum Lesen, und es fehlte ihm auch nicht an Büchern. Seine umfangreiche Lektüre verdankte er der Vereinigung zweier Familienbibliotheken im Jahre 1784, als Graf Hermann von Callenberg in Muskau seine Tochter Clementine mit dem Grafen Ludwig von Pückler aus Branitz verheiratete. Die von ihm und seinem Vater Alexander von Callenberg im Geiste der Aufklärung zusammen getragene Sammlung bildete den eigentlichen Grundstock der Pücklerschen Bibliothek.

Die Schilderung der Callenbergschen Bibliothek, nimmt in Johann Bernoullis Sammlung kurzer Reisebeschreibungen und anderer zur Erweiterung der Länder- und Menschenkenntnis dienender Nachrichten aus dem Jahre 1784 mehrere Seiten ein. (weiterlesen)

Do, 24.01.2008

Antike in der Karikatur

Im Satiricum unseres korporativen Mitglieds è Staatliche Bücher- und Kupferstichsammlung Greiz wird am Samstag, den 2. Februar die Ausstellung „Antike in der Karikatur“ eröffnet. Das Thema beginnt mit Honoré Daumier und seinen „Histoires Anciennes“ und führt über die Karikatur der DDR bis zur Jetztzeit.
Trotz der Bauarbeiten sind in mehreren Räumen der Beletage circa hundert Blätter zu sehen.
Götter und Halbgötter, Heroen und Heroinen der griechischen Mythologie und Gestalten der antiken Geschichte wurden von Karikaturisten auf menschliches Maß gestaucht und müssen sich nun im irdischen Alltag bewähren.
Für so ziemlich jede Situation im Leben gibt es eine Entsprechung in der überlieferten römischen oder griechischen Geschichte oder der Mythologie der antiken Götter. Meist hat es der moderne Vertreter sogar schwerer als sein antiker Vorgänger. Während der echte Sisyphus als Strafe in der ewigen Verdammnis einen Stein auf einen steilen Berg rollen muß, der ihm kurz vor dem Gipfel jedesmal wieder entgleitet, kommt der zeitgenössische Sisyphus bei gleicher Tätigkeit ins Grübeln: „Sinnlos isses ja, aber es ist von oben eben so angeordnet.“

Die Ausstellung läuft bis zum 31. Mai 2008


è SATIRICUM Sommerpalais Greiz
Greizer Park Postfach 1146 07961 Greiz
Tel. (0 36 61) 70 58-0 Fax (0 36 61) 70 58-25
*
E-Mail

Mi, 23.01.2008

Sternstunden eines Mäzens

Briefe von Galilei bis Einstein aus der Sammlung Ludwig Darmstaedter

Die „Ludwig Darmstaedtersche Autographen Sammlung zur Geschichte der Wissenschaften“, wie Darmstaedter sie in seiner Schenkungsurkunde bezeichnet wissen will, oder die „Sammlung Darmstaedter“, wie sie in Fachkreisen einfach heißt, ist eines der bedeutendsten Vermächtnisse, das unser korporatives Mitglied, die Staatsbibliothek im Laufe ihrer Geschichte zum Geschenk erhielt.
Als Darmstaedter die Sammlung der Königlichen Bibliothek im Jahre 1907 übereignete, sollten noch einmal zwei Jahre vergehen, bis am 1. April 1909 die etwa 6.000 Dokumente umfassende Sammlung in der Bibliothek eintraf. Im November des Jahres wurde sie dann im Akzessionsjournal wie folgt vereinnahmt: „Die Autographensammlung des Prof. Dr. Ludwig Darmstaedter, bestehend in Briefen der bedeutendsten Forscher der Geschichte der Wissenschaften vom 16. Jahrhundert bis in die neueste Zeit mit der Bestimmung der weiteren Fortführung von dem Genannten gestiftet.“

Zur Feier der Übergabe der Sammlung an die Königliche Bibliothek vor 100 Jahren ehrt die heutige Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz mit einer Ausstellung den Mäzen Ludwig Darmstaedter: 60 Dokumente der berühmtesten Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kunst, Literatur und Geschichte sind nur einige Beispiele für die allumfassende Tiefe und Breite, mit der uns Darmstaedters Autographensammlung begegnet.

Der Katalog gibt erklärende Details zu den Dokumenten, die auch in der Ausstellung zu sehen sind. „Sternstunden eines Mäzens“ sind die Erwerbungen all dieser Dokumente für die Staatsbibliothek bis heute.

23. Februar – 12. April 2008
Ausstellungsraum
è Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Haus Potsdamer Straße 33
Berlin-Tiergarten

Montag – Samstag 11 – 19 Uhr
sonn- und feiertags sowie am 22. März 2008 (Karsamstag) geschlossen
Eintritt frei

Di, 22.01.2008

Buchgeschichten

500 Jahre Drucker, Verleger und Bibliotheken in Stendal

Ausstellung der Winckelmann-Gesellschaft e.V. in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Stendal im Winckelmann-Museum
vom 22. Oktober 2007 bis 2. März 2008

Die weite Verbreitung des Buches und des Lesens verdanken wir der europäischen Aufklärung. Auch an Stendal ging diese geistesgeschichtliche Entwicklung nicht vorbei. Im 18. Jh. entstand aus einer bescheidenen Druckerei Franzen eine florierende Druck- und Verlagsanstalt mit angeschlossener Buchhandlung, die unter dem Namen „Franzen und Grosse“ eine regionale, ja hin und wieder auch überregionale Wirkung erzielte. Seit den 80er Jahren des 18. Jh. versuchte der neu begründete Verlag ein breites thematisches Programm durchzusetzen und übernahm das „Altmärkische Intelligenz- und Lese-Blatt“, das knapp 100 Jahre erschien. Schulprogramme und -schriften, pädagogische Schriften und Literatur, besonders das klassische Altertum betreffend, standen im Verlag ganz oben an. Spezielle „Schul-Buchhandlungen“ wurden dafür in anderen Städten der Altmark, eine eigene Leihbibliothek und ein Antiquariat eröffnet und Lesegesellschaften gefördert.
Die Ausstellung und der Katalog behandeln auch die Buchgeschichte vor und danach, vom 15. Jh. bis in die erste Hälfte des 20. Jh. Seite 1487 druckte hier Joachim Westfal. Sein bedeutsamster Druck von 1488, der sog. Sachsenspiegel, wurde für Stendal ein verbindliches Rechtshandbuch. Drucker und Buchbinder sind seit der Mitte des 17. Jh. wieder anzutreffen. Das ausgehende 16. Jh. brachte in Stendal aber auch bedeutende Büchersammlungen hervor, wie die Dombibliothek St. Nicolai zu Stendal und die Bibliothek der Schönbeckschen Fundation, die ebenfalls in der Ausstellung gestreift werden.

Katalog: 148 Seiten mit 224 Farb- und Schwarzweiß- Abbildungen, 29,00 Euro

è
Winckelmann-Gesellschaft e.V.
Winckelmannstr. 36/37
39576 Stendal
Tel.: 03931 215226
Fax 03931 215227

Mo, 21.01.2008

Bruno Griesel

u.a.
ROKOKO

18. Januar - 15. März 2008


è Kunsthaus Müller
Galerie für zeitgenössische Kunst
Markt 6
07343 Wurzbach/Thüringen
*
verlag.baerbel.mueller@web.de

Sa, 19.01.2008

Buchmagie

Künstlerbücher von NAUM - BooK - ART Suomi

NAUM – BooK – ART Suomi wurde in Finnland gegründet und ist eine Initiative von Tatjana Bergelt, finnische Buchkünstler national und international vorzustellen.

„NAUM“ kommt aus dem Russischen und spielt darauf an, dass diese Bücher den Geist ansprechen. Die Künstler/innen präsentieren mit ihren Künstlerbüchern Wortgefechte, Bildwälder, Gedankenwelten und Wortbilder.
NAUM – BooK – ART Suomi besteht derzeit aus den Künstler/inne/n Tatjana Bergelt, Joakim Eskildsen, Eeva-Liisa Isomaa, Juha Joro, Olof Kangas, Jouko Ollikainen, Alexander Reichstein, Cia Rinne, Sándor Vály und Senja Vellonen.

Das Künstlerbuch wird von Anfang bis Ende von einer Person hergestellt. Der Künstler kann andere Fachleute zur Hilfe ziehen, ist aber allein für den Inhalt und die Form verantwortlich. Hierin unterscheidet sich das Künstlerbuch vom traditionellen Buch, an dessen Herstellungsprozess neben dem Schriftsteller auch andere, das Endresultat wesentlich beeinflussende, Fachleute beteiligt sind, wie z.B. der Verleger, der Drucker, der Grafiker und nicht zuletzt der Verkäufer.

24.1.-29.2.2008
Mo 10-17, Di-Do 11-19, Fr 9-15 Uhr (24.1. bis 15.00 Uhr)
Ausstellungseröffnung: Mi 23.1.2008 / 19.00 Uhr
Finissage: Do 28.2.2008, 19.00 Uhr: Tatjana Bergelt stellt die Künstlerbücher und ihre Erscheinungsformen vor.
è
Finnland-Institut
Georgenstr. 24
10117 Berlin-Mitte
(Bahnhof Berlin-Friedrichstraße)

Max Uhlig



walz kunsthandel präsentiert in seiner ersten überregional bedeutsamen Verkaufsausstellung des Jahres 2008 vom 17. Februar bis 28. März den Pirckheimer-Preisträger (1966) Max Uhlig mit einer qualitätsvollen Auswahl großformatiger Landschaftsarbeiten in Öl sowie einem Querschnitt graphischer Landschaftsdarstellungen in der Technik der Aquatintaradierung.

Die Ausdruckfindung - Uhligs Gespür für die Symbolik zeitlich begrenzter und von Lebensrhythmen bestimmte Existenz - soll am Beispiel von in den achtziger Jahren in Mecklenburg und im Folgenden dann in Südfrankreich entstandener Bildgruppen thematisiert und auf die bildnerischen Innovationen französischer Künstler wie Cézanne, Matisse oder Monet bezogen werden. Zitat Friedrich Dieckmann, Die Zeit vom 25. September 2003: „Angesichts der Gewalt, mit der schwärzliche Töne (…) in die farbig glühende Welt einfallen, liegt es nahe, einige späte Landschaften van Goghs als eine Initialpunkt dieser Bildweise zu erkennen“. Jackson Pollock, Hauptvertreter des abstrakten Expressionismus des 20. Jahrhunderts, liefert dem heutigen Betrachter weitere ästhetische Wegmarken zur Annäherung an das Oeuvre eines Max Uhlig.

Vernissage: Sonntag, 17. Februar, 11 Uhr
Öffentliche Führungen durch die Ausstellung:
Freitag, 29. Februar, 18 Uhr
Samstag, 15. März, 15 Uhr
Donnerstag, 27. März, 18 Uhr

Eintritt frei.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 11-13 Uhr und 15-18 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung unter 07551-93 77 92
info@walz-kunsthandel.de
è walz-kunsthandel

Fr, 18.01.2008

Vierter Vogtländischer Kunstkalender 2008

Der Kalender mit 13 originalen, signierten Druckgrafiken ist für 300 € bei den Künstlern erhältlich. Alle Arbeiten sind von den Künstlern persönlich gedruckt. Kalenderformat: 70 cm x 50 cm, gedruckt auf verschiedenen, hochwertigen Künstlerpapieren,Auflage: 65 Stück. Folgende Künstler sind in diesem Jahr beteiligt:

Ursula Mattheuer - Neustädt • Im Garten
Lothar Rentsch • Über der Stadt
Christine Ebersbach • Am Fjord
Günter Weiß • Rauhreifwiese
Stefan Knechtel • Der Borkenwächter
Peter Zaumseil • Traum
Andreas Rudloff • Die Last mit der Lust
Hanif Lehmann • Gegenüber
Hans Ticha • Gitarrist
Ralph Kunzmann • Die Zwei
Thomas Schlott • Ballons
Elke Wolf • Alter Baum
Erik Seidel • Fortuna.

è Erik Seidel
Nach den Drei Bergen 33
08527 Plauen
Telefon: +49 3741 220287
* mail@erikseidel.de