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Pirckheimer-Blog

Do, 15.04.2010

Absegeln - ABC nach 40 Jahren



Anläßlich des 40. Todestages von V. O. Stomps und einer Lesung/Buchpremiere am 8. April 2010: Gedichte von Horst Bingel, Wolfgang Bovelet, Peter O. Chotjewitz, Aldona Gustas, Dieter Hoffmann, Christoph Meckel, Hans Neuenfels, Heinrich Ost, Uwe Reisner, Gerhard Riedel, Uve Schmidt, Andrey Stavenhagen und Guntram Vesper mit einem bisher unveröffentlichtem Foto von Dieter Storp.
Die Gedichte sind den entsprechenden Eremiten-Büchern, die oft die ersten Veröffentlichungen der Schriftsteller waren, entnommen. Die Auswahl oblag den Autoren. Ausnahmen: Das Gedicht von Bingel ist aus dem Nachlaß (Erstdruck) und das Gedicht von Chotjewitz über Stierstadt ist nicht bei Stomps erschienen.
Hendrik Liersch (Herausgeber und Vorwort)
Buchdruck, numeriert und signiert.
Auflage 100 Exemplare, davon 40 von den lebenden Autoren signiert.
978-3-942280-04-4
Normalausgabe: 20,-
Signierte Ausgabe: 80,- € (im freien Verkauf 26 Exemplare)

è Corvinus Presse
12587 Berlin, Bölschestr. 59
Fax: 030 64488571

Mi, 14.04.2010

Susanne Ehmcke (1906 - 1982)

Reim und Bild

Susanne Ehmcke (geboren 1906 in Düsseldorf) entwarf ab Mitte der 1920er Jahre Mal- und Beschäftigungsbücher im Stil der neuen Sachlichkeit; bald folgten Bilderbücher mit eigenen Texten und Illustrationen im Herbert Stuffer Verlag, bei Otto Maier Ravensburg und im Atlantis Verlag. Originale von Susanne Ehmcke aus der Stiftung Alsleben gehören zum Grundstock des Bilderbuchmuseums Troisdorf, die nun durch weitere Originale aus dem Nachlass der 1982 verstorbenen Künstlerin ergänzt wurden. Die Ausstellung zeigt Arbeiten aus allen Schaffensperioden der Künstlerin, darunter auch unveröffentlichte Entwürfe und Vorstudien. Spielzeug aus der Düsseldorfer Wohnung und Kinderzeichnungen der Autorin eröffnen einen Blick in eine Kindheit zu Beginn des letzten Jahrhunderts und gleichzeitig in eine Bilderwelt, auf die Susanne Ehmcke immer wieder zurückgegriffen hat. So lässt die Ausstellung auch die Biographie einer derwichtigsten deutschen Illustratorinnen des 20. Jahrhunderts lebendig werden.

Ausstellung: 25. April bis 20. Juni 2010

è Burg Wissem, Bilderbuchmuseum
Burgallee
53840 Troisdorf

Elizabeth Shaw (1920 - 1992)

Der kleine Angsthase
Ausstellung zum 90. Geburtstag



1920 am 4. Mai in Belfast, Irland geboren.
1933 Übersiedlung der Familie nach Bedford, England.
1938-40 Kunststudium, Chelsea School of Art, London.
1940-44 Einberufung zum Kriegsdienst-tätig alsMechanikerm in Londoner Telefonzentralen, Zeichnungen in der Freizeit.
1940 Erste Publikationen in Our Time.
1944 Heirat mit dem deutschen Bildhauer u. Maler Rene Graetz.
1944-46 Arbeit als freischaffende Grafikerin.
1946 Übersiedlung nach Deutschland (Berlin Zehlendorf).
1946 Beginn der Arbeit für den Ulenspiegel, Frischer Wind, Vorwärts und Aufbau Verlag.
1948 Tochter Anne geboren.
1950 Sohn Patrick geboren.
1958 Brechtillustrationen zu seinen Gedichten.
1962 Beginn der Städtereisen für die Monatszeitschrift Das Magazin, zusammen mit Berta Waterstradt.
1963-92 erstes eigenes Kinderbuch Der kleine Angsthase, sie schrieb u. illustrierte 24 weitere Kinderbücher; verstärkte Arbeit an freier Grafik.
1963-91 verschiedene Reisen in die Sowjetunion,Bulgarien, England, Irland, Italien, Spanien, USA, Tansania und Frankreich.
1974 Rene Graetz verstorben.
1988 Beginn der Arbeit an den Memoiren Irish Berlin. Veröffentlicht 1990/2007 im Aufbau Verlag Berlin.
1992 am 27. Juni in Berlin verstorben, beigesetzt in der Irischen See, Gedenkstein auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin.


Ausstellungsdauer: 25. April bis 26. Juni 2010

è Burg Wissem, Bilderbuchmuseum
Burgallee
53840 Troisdorf

Di, 13.04.2010

Helfried Hagenberg: Das Auge des Gedankens

BUCH, KUNST, GESTALTUNG, LEHRE

Künstler, Gestalter, Lehrer – Künstlerbuch, Grafiken, Plakate, Diplomarbeiten, so lässt sich das Profil der Ausstellung anreißen, die das Klingspor Museum zeigt. Helfried Hagenberg, 1940 in Hannover geboren, 1961 bis 1965 Studium der Bildhauerei an der Düsseldorfer Kunstakademie, setzte und setzt mit seinen „Psaligrafischen Skulpturen“ einzigartige Akzente für die Buchkunst. Sechs von ihnen weist der Katalog zur documenta 6, Kassel 1977, auf. Seine akribischen Formdiskussionen auf der Fläche und im Raum sind Grundtenor seiner Buchkunst und grafischen Arbeiten. Während sein künstlerisches Schaffen ganz im Ungegenständlichen und außerhalb des Schriftlichen verbleibt, beherrscht die typografische Inszenierung sein Oeuvre der angewandten Grafik, im Zentrum das Plakat. Während seiner über 40 Jahre andauernden Lehrtätigkeit im Feld der visuellen Kommunikation an der Fachhochschule Düsseldorf richtete Hagenberg in dichter Folge Ausstellungen zu Protagonisten und Aspekten des zeitgenössischen Grafikdesigns ein – alle von einem Ausstellungsplakat begleitet. Ausgewählte Beispiele der exquisiten, ausdrucksstarken typografischen Sprache Hagenbergs bilden das Herzstück dieses Teils der Ausstellung.



Neben den eigenhändigen Arbeiten, die von einer Rauminstallation aus Triangeln abgerundet werden, weist eine kleine Anzahl von Diplomarbeiten auf die Lehrtätigkeit hin. Jedes der Bücher veranschaulicht das schier grenzenlose Spektrum grafisch-bildnerischer Art. Diese Diplomarbeiten – aus einem Fundus von mehreren Hundert ihrer Art, den Hagenberg wie seine eigenen Werke hütet – sind von hoher eigener konzeptueller und gestalterischer Qualität und zugleich Ausweis des immensen Angebotes, das Helfried Hagenberg mit seinen immer neu den Codex erkundenden, ideenreichen Einlassungen zur Buchkunst und Gestaltung mitgeben kann.
Hagenberg ist Mitglied der Alliance Graphique Internationale. In diesen erlauchten Kreis werden solche Persönlichkeiten aufgenommen, die auf mehreren Ebenen ihr gestalterisches und künstlerisches Vermögen unter Beweis gestellt haben. Die Ausstellung macht deutlich, in welch hohem Maße Helfried Hagenberg dieser Prämisse entspricht.

Die Ausstellung begleitet ein Buch zu Hagenbergs Buchkunst.

Ausstellung: 9. Mai bis 20. Juni 2010
Eintritt 2.50 €

è Klingspor-Museum
Herrnstr. 80
63065 Offenbach

Mo, 12.04.2010

Ernst Kutzer (1880-1965)

Präsentation von künstlerischen Arbeiten aus dem Nachlass des Illustrators Ernst Kutzer (1880-1965)

Die Staatsbibliothek lädt in der Vortragsreihe "Das historische und moderne Kinderbuch“ zu einer Präsentation von Originalzeichnungen aus dem rund 1000 Entwürfe und Skizzen umfassenden Nachlass des Illustrators Ernst Kutzer ein. Der bekannte Buchhistoriker Hans Ries, der besonders durch seine bedeutsamen Veröffentlichungen zur Illustrationsgeschichte des 19. und frühen 20. Jahrhunderts bekannt geworden ist, wird einen Vortrag über das Werk von Ernst Kutzer halten. Die Veranstaltung wird in enger Zusammenarbeit mit der Botschaft der Republik Österreich vorbereitet.
Ernst Kutzer gestaltete zahlreiche Bilderbücher und erzählende Werke für Kinder, über mehr als sechs Jahrzehnte gehörte er zu den bekanntesten und beliebtesten Illustratoren im deutschsprachigen Raum. Aus der fruchtbaren Zusammenarbeit mit dem Kinderbuchautor Adolf Holst entstanden Kinderbuchklassiker wie Hans Wundersam, Der Weihnachtsstern und Das goldene Tor, von denen einige in Nachauflagen noch immer erhältlich sind. Die Kinder- und Jugendbuchabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin konnte im November 2007 als Depositum Originalillustrationen, Entwürfe und Skizzen aus dem Nachlass des Künstlers übernehmen. Die Übergabe des Nachlasses an eine große wissenschaftliche Bibliothek ermöglicht den Zugang zu diesen für die Geschichte der Kinderliteratur wichtigen Quellen und gibt einen Einblick in den Arbeitsprozess des Bilderbuchkünstlers.
(Carola Pohlmann)

Dienstag, 11. Mai 2010, 18 Uhr

Veranstaltungsort
è Staatsbibliothek zu Berlin
Ausstellungsraum
Haus Potsdamer Straße 33
10785 Berlin-Tiergarten
Eintritt frei

Fr, 09.04.2010

Auszeit in Neapel

Am Mittwoch, den 14. April 2010 lädt die Edition Schwarzdruck herzlich zu einer Lesung mit Bernd Schirmer ins Cafe Oberwasser in Berlin ein. Der Autor liest aus seinem bei Schwarzdruck soeben erst erschienenen Roman è "Auszeit in Neapel". Die Veranstaltung findet ab 19 Uhr statt, das Cafe Oberwasser befindet sich in der Zionskirchstr. 6 (U-Bahn Bernauer Str., Straßenbahn Zionskirchplatz) und der Eintritt ist frei. Wir würden uns sehr freuen über Ihr/Euer Kommen.
Rechtzeitiges Erscheinen sichert die besten Plätze. Das Lokal ist ab 18 Uhr geöffnet.

è Edition Schwarzdruck
*
Marc Berger
Brunnenstraße 163
10119 Berlin
Fernsprechanschluß: 030 - 48 62 53 15

Do, 08.04.2010

Achter Spätdruck

Ein neues Buch der Editionsreihe Spätdruck, herausgegeben und gestaltet von Matthias Gubig, ist erschienen:

Plinius der Jüngere / Volker Braun
Plinius grüßt Tacitus



Einmalige, von Volker Braun und Matthias Gubig signierte Auflage von 25 Exemplaren
22 Seiten
Format 180 x 330 mm

Das Buch vereint den Text des Plinius-Briefes, in dem der Ausbruch des Vesuv im Jahre 79 und der Tod von Plinius dem Älteren beschrieben wird, mit einem Gedicht von Volker Braun.
Braun zieht darin Parallelen zwischen der Katastrophe zur Zeit des Plinius und den Gefährdungen unserer Zeit.
Die zweifarbigen Original-Holzschnitte bringen eine weitere Erzählebene ins Spiel.
Mit vier großformatigen Farbholzschnitten sowie originalgrafischem Einband und Umschlag von Matthias Gubig
Der Textdruck erfolgte vom Bleisatz mit Typen der Garamond-Antiqua.
Das Leporello-Buch wurde mit festen Buchdecken gefertigt und ist mit einem Umschlag aus Japan-Papier versehen.

Die Normalausgabe kostet 220 Euro, die fünf Exemplare der Vorzugsausgabe mit einer zusätzlichen Grafik 350 Euro.

Das Buch kann bestellt werden bei

*
Matthias Gubig
Bayrischer-Wald-Straße 13
15827 Blankenfelde

Mi, 07.04.2010

Ex libris Medizin gegen den Tod?

1. - 30. September, Exlibris-Ausstellung in der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf

Die Graphiksammlung Mensch und Tod der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf präsentiert Exlibris aus dem eigenen Bestand, die den Kampf gegen den Tod als vornehmste Aufgabe der Medizin thematisieren. Das Spektrum reicht von triumphalen Siegen des Arztes oder Apothekers über den Tod bis zur Infragestellung der Wirkmacht der Medizin. Einen wichtigen Anstoß für die Ausstellung gab die großzügige Schenkung von Exlibris-Blättern durch unser Mitglied Wolfgang Wissing.

Institut für Geschichte der Medizin
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Universitätsstr. 1
40225 Düsseldorf
Tel.: 0211/8113943

Di, 06.04.2010

ein Ort zum lesen



Mit der Intention der Erinnerung an das Ereignis der Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 platzieren die Initiatoren von „ein Ort zum lesen“ am Jahrestag auf dem Bebelplatz 100 orange und rote Stühle sowie 100 Bücher mit Werken aus der Liste der verbrannten Bücher. Die Installation symbolisiert die Rückholung der verbrannten Werke und direkte Übergabe in die Hände der Menschen auf dem Platz. Die Installation im öffentlichen Raum ist Einladung und Aufforderung zugleich - an diesem Ort der Kultur einen Augenblick zu verweilen und selbst ein Teil von Kultur zu sein - als stiller Teilnehmen für sich alleine einige Seiten zu lesen oder selbst zum Akteur zu werden und einen Text vorzutragen.



Jürgen Breiter (Urban Curator)
Malplaquetstr. 13a
13347 Berlin
0176 / 20662429
jbreiter@wedding-windows.de

è ein Ort zum lesen

1 Kommentar:
einortzumlesen hat gesagt...
Es gibt mittlerweile auch eine Homepage mit weiterführenden Informationen. Die Initiatoren freuen sich auch über Rückmeldungen und ggf. Bücherspenden. Hierzu befindet sich auf der Homepage unter der Rubrik Bücher eine Liste mit Buchtiteln aus der Liste der verbrannten Bücher zur Orientierung.

06 April, 2010

Arist Engler: Der Deutsche Kulturbund im Spiegel seiner Medaillen 1945-1990

Bd. l: Medaillen der Zentralen Leitung, der Gesellschaft für Denkmalpflege, der Gesellschaft für Natur und Umwelt und des Esperanto-Verbandes.
Berlin 2009. Eigenverlag des Autors. 265 S. mit 307 Abb. Einzelhandels­preis: 35,00 € (+ Porto). Zu beziehen von Arist Engler, Massower Straße 19, 10315 Berlin.

Das zweite Halbjahr 2009 hat uns ein in mehrerer Hinsicht bemerkenswertes Buch beschert.
Bemerkenswert zum einen: Vor uns liegt der erste von vier geplanten Sach­bänden eines umfangreichen Werkes. Es bietet vor allem Abzeichen, Ehren­nadeln, Auszeichnungen und Ehrenga­ben in Form von Medaillen dar. Die Ob­jekte sind mindestens drei Disziplinen der Historischen Hilfswissenschaften zuzuordnen: der Numismatik, der Me­daillenkunde und der Phaleristik. Der Autor kümmert sich zum Glück nicht um solche Schubladen, nennt sich selbst einen Numismatiker und Medail­lenfreund und handelt sein Thema nach historischen Gesichtspunkten ab. Das heißt, er sagt dem Leser, was das war: der Kulturbund, erzählt, wie er sich entwickelt hat, welche Themenbe­reiche bestanden und wie viele Mitglie­der in seinen Arbeitsgemeinschaften, Fachausschüssen, regionalen Gruppen usw. tätig waren. ... (D. Herfurth)

è
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So, 04.04.2010

Charlotte Schürer

Modezeichnung 1939 - 1959

Galeriegespräch am Sonntag, dem 14.4.2010, 14 Uhr. Mit der Künstlerin Charlotte Schürer werden sich die Professoren Thomas Greis und Achim Schielicke, Burg Giebichenstein - Bereich Mode, unterhlten.
Ausstellung
30. März bis 30. April 2010


è
Kunsthaus Müller
Galerie für zeitgenössische Kunst
Markt 6
07343 Wurzbach/Thüringen
*
Verlag Bärbel Müller

Fr, 02.04.2010

Vera Singer

Menschenbilder
Arbeiten auf Papier


Der Vorstand der Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde lädt ein zur Ausstellungseröffnung am 23. April 2010, 17 Uhr in die GBM-Galerie.
Laudatio: Thomas Richter

"Plötzlich, mit dem Ende der DDR, war für mich die Identität verloren. Wusste ich etws mit dem Gedanken anzufangen, als ich erfuhr, dass ich meine Jahre im Irrtum verbracht haben sollte? ...
Die Essenz meiner Geschichte ist die Hoffnung."
(Vera Singer)

Ausstellung: 23. April bis 9. Juli 2010

GBM-Galerie
Weitlingstr. 89
10317 Berlin

Di, 30.03.2010

Max Lingner (1888 – 1959)

Ein Abend im Rahmen der Ausstellung "Grafik und Zeichnungen aus den Beständen der Max-Lingner-Stiftung" am Sonntag, d. 18. April 2010 um 18.00.

In Leipzig 1888 geboren, hat er von 1908-1914 Malerei bei Professor Carl Bantzer in Dresden studiert. Für das Gemälde „Abendlied/Singendes Mädchen“ erhielt er den Sächsischen Staatspreis.
Von 1914-1918 ist er Soldat im Ersten Weltkrieg, wird zum „Asienkorps“ und später zur Seefliegerabteilung versetzt und mehrfach verletzt. Er nimmt am Kieler Matrosenaufstand teil, zieht sich kurzzeitig auf den Bauernhof in Born/Darß zurück, um 1922 dann nach Weißenfels, der Geburtsstadt seiner Frau Lisa Arsand, zu ziehen, die er 1913 geheiratet hatte. Er malt, was er sieht: Bauern, Fischer, Fabrikarbeiter, Landarbeiter und Frauen bei der Arbeit.
Auf Anraten von Käthe Kollwitz siedelt er 1928 mit seiner Frau nach Paris über. In den Jahren 1931-1935 zeichnet er für die Wochenzeitung „Monde“ und von 1936 - 1939 für die kommunistische Jugend-Zeitung L’Avant-Garde sowie für l’Humanité. Mit dem „Kopf eines sterbenden französischen Soldaten greift Lingner zunehmend politische Themen auf und wird 1934 Mitglied der französischen kommunistischen Partei. Im Jahre 1933 hat er seine erste, 1939 seine zweite Personalausstellung in Paris. “Seinen Schwarz-Weiß-Arbeiten sind von jenem sozialen Unterton getragen, wie er einer Kollwitz, einem Masereel und Grosz eigentümlich ist“ (Pariser Illustrierte Zeitung).
1940 Verhaftung und Internierung in französischen Lagern Cépoy, Les Milles und Gurs, kann dort entkommen und schließt sich der französischen Résistance an.
Nach 1945 wendet er sich intensiv der Malerei zu. Es entstehen ca. 50 Gemälde. Bekannt werden seine Bilder französicher Frauen, die für Lingner sehr aktiv, sehr charmant und sehr umworben sind, aber auch mutig und kämpferisch.
Max Lingner kehrt 1949 in die DDR zurück (Berlin) und übergibt 40 Gemälde und Zeichnungen als „Schenkung an das Volk“. 1950 wird er Professor für Malerei an der Kunsthochschule Weißensee. 1952 zieht er in das Wohn- und Atelierhaus in
Niederschönhausen, heute Sitz der 2007 gegründeten Max-Lingner-Stiftung. Er beteiligt sich an zahlreichen Ausstellungen, z.B. in Moskau, London, Helsinki, Stockholm, Erfurt.
Die Akademie der Künste, deren Gründungsmitglied er war, veranstaltet eine Ausstellung zum 70. Geburtstag.
Am 14. März 1959 stirbt Max Lingner in Berlin.

Einführung: Martin Groh, Vorstandsmitglied der Max-Lingner-Stiftung, im Gespräch mit Zeitzeugen
Helus Hercygier und Alexandra Gotthardt singen und spielen Texte und Lieder von Kurt Tucholsk (1890 – 1935)

Anschließender Umtrunk, ein Kostenbeitrag von 10,-- € ist willkommen. Wegen des begrenzten Platzes wird unbedingt um rechtzeitige Anmeldung gebeten.




Gaby und Konrad Kutt
Stubengalerie KunstStücke Grunewald
Trabener Str. 14 b
14193 Berlin (nahe S-Bhf. Grunewald)
Tel.: 030-891 51 24 oder 0173 601 491 2
è
E-Mail

Di, 23.03.2010

Die Drucke des Leipziger Bibliophilen-Abends

Augenweide & Leselust

Ausstellung in der Universitätsbibliothek Kiel
7. Mai bis 11. Juni 2010

Die Ausstellung aus der Sammlung unseres Mitglieds Klaus Nowak bietet einen Überblick über die Edition bibliophiler Drucke aus den letzten 20 Jahren, originalgraphisch illustrierte und mit typographischer Noblesse gestaltete literarische Texte, unter denen mehr als die Hälfte Erstdrucke zeitgenössischer Autoren sind.

Gleichzeitig entsteht ein Überblick über die Arbeitsweise zahlreicher hochrangiger Illustratoren, Grafiker und Buchgestalter, wie Egbert Herfurth, Karl-Georg Hirsch, Günter Jacobi, Albert Kapr, Angelika und Rolf Kuhrt, Reinhard Minkewitz, Volker Pfüller, Walter Schiller, Hans Ticha, Gert Wunderlich und vieler anderer. Konzeption und Eröffnung der Ausstellung durch den Vorsitzenden des Bibliophilen-Abends, Herbert Kästner.


Ausstellungskalalog: "Augenweide und Leselust"
Die Drucke des Leipziger Bibliophilen-Abends e. V.
Preis: 20 €

è Leipziger Bibliophilen-Abend
è Christian-Albrechts-Universität
Leibnizstraße 9
24118 Kiel
Telefon 04 31 - 880 47 01

Fr, 19.03.2010

Karl-Georg Hirsch

Illustrierte Bücher und Graphiken
Mit einer Auswahl der Sammlung unseres Mitglieds Klaus Nowak, Preetz zeigt die Kreisbibliothek Eutin in dieser Ausstellung eine Fülle von Arbeiten dieses bedeutenden Künstlers der Leipziger Stecherkunst.
Wir leben in einer Zeit, in der der Geist der Moden dirigiert: Das schnell Hingeworfene , der heillose Kitsch, die allgemeine schnaubende Geste oder das durchgerechnete Computerspiel mit dem Anspruch: Nun bleibt uns nichts mehr verborgen! - Das beherrscht die Märkte, das ist so praktisch, dass wir die Sinne einstellen könnten.
Hirsch arbeitet gegen den Zeitgeist, indem er mitten in seiner Zeit steht, das Geistlose verdammend. Zeitgeist meint nicht mehr die Größe bedeutender Geister, von denen man noch im 18. Jahrhundert sprechen konnte, sondern meint - wörtlich genommen - den herrschenden Geist eines Jahrhunderts. Anbetrachts der Entwicklungen in der Welt, die seit dem Mittelalter keinen humanitären Fortschritt zeigt, sage ich besser: Der herrschende Ungeist. Die Darstellung dieses Ungeistes ist ein Fixum der Bagatellen Karl-Georg Hirschs. Seine graphische Technik sperrt sich der Leichtigkeit! Er gräbt und sticht tief ins Holz, d.h. der dargestellte Ungeist ist ein dauernder, ein überdauernder. Hirsch arbeitet zur Warnung. Seine Kunst ist illussionsnichtend. Der Ungeist wird uns vorgeführt aus der Optik eines Menschen, der die Augdeckel nicht schließen kann. Er sieht noch dort, wo wir schon längst blind sind, oder, geschlossenen Auges, ruhen. Der monströse Popanz erfährt durch Hirschs konsequente Sicht auf das ungeheuerere seine Banalität: Er wird erkennbar und somit bezwingbar. Dieser Blick, schaut man durch die Jahrhunderte, von der Spätgotik bis heute, hatte in jeder Zeit seinen Vertreter.
Hirschs Bagatellen sind keine Belanglosigkeiten, sondern von einer Komik, die einem das Lachen am Zungenrand gerinnen läßt. Des Künstlers Art ist die Genauigkeit in der übertreibung. Hirsch arbeitet keinem zum Gefallen. Er ist nicht modern, d.h. seine Arbeiten werden überdauern
(Kerstin Hensel)
Dieser Text ist die Einführung zu der Kassette BAGATELLEN 4 mit zehn Gedichten von Kerstin Hensel und zehn Holzstichen von Karl-Ceorg Hirsch. Erschienen als „Erster Gutenberg Pressendruck" in einer einmaligen Ausgabe und Auflage von 95 nummerierten und signierten Exemplaren. Büchergilde Gutenberg, Frankfurt/M. und Wien, 1992.
Ausstellung vom 7. bis 30. April 2010 Eröffnung 7. April 2010, 19:00
Eine Einführung in das Werk von Karl-Georg Hirsch gibt unser Mitglied Dr. Peter Labuhn, Stendal.

è
Kreisbibliothek Eutin
Schlossplatz 2
23701 Eutin
Tel. 04521-701216