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Pirckheimer-Blog

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Fr, 22.12.2017

Die ZLB wünscht Frohe Feiertage

2017 bot viel Neues in der ZLB und wir danken Ihnen, dass Sie unseren Weg manchmal aktiv und nah und manchmal auch aus der Ferne begleiten. Bleiben Sie uns gewogen, auch in 2018.

Zu den Feiertagen, zum Jahreswechsel und für ein gutes Neues Jahr 2018 kommen hier unsere besten Grüße aus der Zentral- und Landesbibliothek Berlin.

(Volker Heller)

Fr, 16.12.2016

Programm der Pirckheimer Regionalgruppe Berlin-Brandenburg 2017


26. Januar 2017
Thomas Klaus Jacob: „Interesse an besonderen Sachen …“
Der Nachlass des Meisters der Einbandkunst Werner G. Kießig in der Staatsbibliothek

16. Februar 2017
Jutta Osterhof: „Gert H. Wollheim - über die Malerei hinaus“. Der schriftliche Nachlass

9. März 2017
Wieland Schütz: Werner Klemke zum 100. Geburtstag. Seine llustrationen, vorgestellt von Wieland Schütz, Graphiker und Sammler in Zehlendorf

20. April 2017
Dr. Joachim Möller: Weibs-Bilder - Illustrationen zu Shakespeares
Frauengestalten in Galeriewerken des 19. Jahrhunderts

18. Mai 2017
Andreas Wittenberg: „Sola Scriptura“. Die Luthersammlung der Staatsbibliothek

3. Juni 2017
Exkursion nach Lehnitz zum Friedrich Wolf Haus

21. September 2017
Dr. Monika Estermann: Zur Typographie der Jahrhundertwende. Rainer Maria Rilkes Ringen um die Gestaltung seiner Gedichte

19. Oktober 2017
Ullrich Wannhoff - Weltenbummler und Künstler. Ein Atelierbesuch

16. November 2017
Prof. Dr. Klaus Völker„Niemand ist sofort aus sich selbst dal“.Johannes Bobrowski und seine Dichtungen im Jahr seines 100. Geburtstags

7. Dezember 2017
Rückblick - Ausblick, Erwerbungen 2017

So, 23.10.2016

Bücher restaurieren ...

Etwa 25 Mitglieder und Gäste fanden sich am 20. Oktober zum Abend der Berlin-Brandenburger Pirckheimer im Kleinen Säulensaal der Zentral- und Landesbibliothek in der Breiten Straße ein.
Die Restauratorin Martina Dreykluft, deren Thema „Bücher und ihre Restaurierung“ war, hatte dazu keinen Vortrag vorbereitet, sondern wollte vor allem mit ihren Zuhörern ins Gespräch kommen.
Nach einigen kurzen einführenden Worten zu ihrem beruflichen Werdegang stellte sie anhand von mitgebrachten Fotos einige ihrer Restaurierungsprojekte vor. Dabei wurde klar, dass es bei ihrer Arbeit um viel mehr als nur um Bücher und deren Einbände in ihren vielfältigsten Formen geht. Das Spektrum umfasst fast alles, was aus Papier besteht, also auch Zeichnungen, Druckgrafiken, Urkunden, Plakate und Landkarten. Darüber hinaus bietet ihr Atelier auch Sonderarbeiten, wie die Restaurierung von Hutschachteln, Kassetten, Schuber, Pappmachéfiguren, dreidimensionalen Papierobjekten und Pergamenturkunden an.
Nach einigen Fragen zu den vorgestellten Objekten kamen die Sammler sehr rasch zu ganz praktischen Fragen, wie z.B. nach der Pflege von Leder- oder Pergamenteinbänden, der Entfernung von Flecken auf Papier oder Leder oder der Befestigung loser Rücken.
Quintessenz des Abends: Theorie gut und schön und interessant, besser wäre es, dies alles einmal unter der Anleitung der erfahrenen Restauratorin selbst zu versuchen.
(Ninon Suckow)

So, 25.09.2016

Galerie Taube zu Gast bei den Pirckheimern

Der der ursprunglich aus Leba im damaligen Hinterpommern kommende Inhaber der Berliner Galerie Taube, Klaus Märtens, gab den Teilnehmern des Bibliophilen-Abends der Regionalgruppe Berlin-Brandenburg im Kleinen Säulensaal der Zentral- und Landesbibliothek Berlin einen spannenden Abriss zur modernen Malerei.
Unter anderem ging Klaus Märtens auch auf die heftige Debatte zwischen den Vertretern der gegenständlichen Malerei (Carl Hofer) und der abstrakten (Willi Baumeister, Will Grohmann) ein, die in den 50gern nicht nur in Westdeutschland geführt wurde. Mit der Gründung der Galerie Taube am 1. Juni 1973, schuf Klaus Märtens nicht nur jungen Künstlern die Möglichkeit, ihre Bilder auszustellen, auch den bereits bekannten Conrad Felixmüller stellte er aus, nachdem dieser in Zehlendorf seinen Alterssitz genommen hatte. So ist z.B. der Chinese Ye Liu, der in Berlin studierte und seine ersten Bilder in der Galerie Taube ausstellen konnte, heute international bekannt.
Der Vortrag wurde mit Bildprojektionen und ausgelegten Büchern und Katalogen bereichert und schloss mit einer improvisierten Tombola, bei der jeder der Teilnehmer einen seiner Kataloge als Erinnerung an den Abend mit nach Hause nehmen.

Mi, 08.06.2016

Wow! 120 Jahre Comicgeschichte

Im Themenraum der Zentral- und Landesbibliothek Berlin ist derzeit eine Ausstellung zu Paul Gravetts Sammlung „1001 Comics, die Sie lesen sollten, ehe es zu spät ist“ zu sehen. Sie ist ein Meilenstein der Comicgeschichte. Der Themenraum macht damit die Sammlung lebendig und zaubert die Klassiker alle ins Regal. Comic-Fans können zugreifen und finden hier die Comicgeschichte nach Epochen angeordnet. Dazu werden zahlreiche Comic-Verfilmungen geboten und Sekundärliteratur rundet den Weg durch die Comic-Historie ab.
Der Weg zu unseren modernen Comics, Mangas und Graphic Novels war lang, vielleicht darf man schon sequenzielle Darstellungen auf antiken Reliefs oder die Bilderbögen des 19. Jahrhunderts als ihre Vorläufer ansehen. Vergangenen Freitag hat Comicexperte Andreas C. Knigge unter dem Titel „120 Jahre Comicgeschichte“ dazu einen spannenden Vortrag.

Ausstellung: 24. Mai– 30. Juni 2016

ZLB-Themenraum in der Amerika-Gedenkbibliothek
Blücherplatz 1, 10961 Berlin – Kreuzberg

Mo, 16.05.2016

"Verpflichtung zu unerbitterlicher Wahrhaftigkeit"

Die Berlin-Brandenburger Regionalgruppe lädt unter dieser Überschrift ein zu einem Vortrag von Klaus Völker über Gottfried Benn – ein großer Dichter und eine problematische Person der Zeitgeschichte.

Vortrag: 19. Mai 2016, 19:00 Uhr

Zentral- und Landesbibliothek zu Berlin
Kleiner Säulensaal

Mo, 23.02.2015

Der Dichter Walter Rheiner – ein tragisches Künstlerschicksal

Die Zentral- und Landesbibliothek Berlin verweist heute auf eine Veranstaltung der Regionalgruppe Berlin-Brandenburg der Pirckheimer-Gesellschaft: Hans-Jürgen Wilke, einstiger Drucker und Sammler von Felxmüller, wird das künstlerische Leben des Expressionisten Walter Rheiner (1895–1925) beleuchten. Rheiner, mit bürgerlichem Namen Schnorrenberg, wurde in Köln geboren, war u.a. mit Conrad Felixmüller befreundet. Drogenabhängig nahm er sich mit 30 Jahren vereinsamt und kaum beachtet das Leben; einzig die erschütternde Novelle "Kokain" ist heute noch bekannter.

Vortrag: 19. März 2015, 19.00 Uhr

Berliner Stadtbibliothek
Kleiner Säulensaal

Do, 23.10.2014

Buchverkauf in der ZLB

Wie auch schon in den Jahren zuvor, lädt Sie der Freundeskreis der Zentral- und Landesbibliothek Berlin e.V. zum traditionellen Buchverkauf ein. Es gibt viele interessante und spannende Medien für Groß und Klein, die zu geringen Preisen erworben werden können.
Buchverkauf 2013, Foto © ZLB
Im Zentrum des diesjährigen Buchverkaufs stehen Berlin-Medien, Hörbücher, CD-ROMs und CDs aus vielen Bereichen, ebenso Belletristik, Kunst, Noten und fremdsprachige Medien zu verschiedenen Themen. Darüber hinaus bieten wir viel Sachliteratur zu den Naturwissenschaften und allen anderen Gebieten an.
Alle Einnahmen kommen den vom Freundeskreis der ZLB Berlin e.V. unterstützten Projekten der Bibliothek zugute.

8. November 2014, 10.00 bis 19.00 Uhr

Mo, 25.08.2014

Frankfurter Buchmesse in Berlin

Der Themenraum der Amerika-Gedenkbibliothek versammelt die spannendsten Neuerscheinungen der Frankfurter Buchmesse druckfrisch: Romane, Sachbücher, Hörbücher und neue Bücher der Bundeszentrale für politische Bildung. In Frankfurt werden auch der Deutsche Buchpreis und der Deutsche Jugendliteraturpreis verliehen: Der Themenraum stellt die nominierten Bücher und einen Rückblick auf die Preisträger der letzten Jahre zur Ansicht und zum Mitnehmen aus.

Ehrengast der diesjährigen Buchmesse ist Finnland – endlich erscheinen mehr Übersetzungen aus dem Finnischen auf dem deutschen Buchmarkt! Es werden die besten neuen Bücher aus und über Finnland vorgestellt.

16. September bis 23. Oktobber 2014

Amerika-Gedenkbibliothek der ZLB, Salon
Blücherplatz 1
10961 Berlin – Kreuzberg

Sa, 16.11.2013

Sechs Generationen auf Bücherjagd

Unter diesem Titel der ersten Jahresgabe der Pirckheimer-Gesellschaft aus dem Jahre 1958 findet im Deutschlandfunk am 16. November 2013 ab 23:05 Uhr Eine Lange Nacht über Jürgen Kuczynski und seine Familienbibliothek statt. Da aus urheberrechtlichen Gründen die Sendung nicht als Audio-on-Demand angeboten werden kann, müssten sie sich Interessenten, die zur Zeit der Ausstrahlung verhindert sind, unter Nutzung des kostenlos zur Verfügung gestellten dradio-Recorders aufnehmen.
 
Jahresgabe 1958 der Pirckheimer-
Gesellschaft im Deutschen Kulturbund
Auflage: 500 Exemplare
Typografie: Offizin Andersen Nexö Leipzig
Buchdruckerei Rudolf Weidner in Naumburg
Die Bibliothek von Jürgen Kuczynski (1904 - 1997), Gründungsmitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, seinerzeit die größte Privatbibliothek in der DDR und eine der größten in Europa, überstand in hundert Jahren mehrfach Exile und konnte trotz schmerzlicher Verluste in ihrem Kern zusammengehalten und erweitert werden. 2002 wurde sie von der Zentral- und Landesbibliothek übernommen. Aus der Feder von Prof. Dr. Jürgen Kuczynski, der einem bürgerlich-liberalen Elternhaus entstammt und der sich selbst als Kommunist bezeichnete, dessen Anschauungen in der DDR trotzdem (oder deswegen?) nicht immer auf Verständnis stießen, der in der DDR andererseits mit den höchsten Auszeichnungen geehrt wurde, stammen ca. 4100 Veröffentlichungen, darunter eine 40-bändige "Geschichte der Lage der Arbeiter unter dem Kapitalismus", 10 Bände "Studien zur Geschichte der Gesellschaftswissenschaften" und die "Geschichte des Alltags des deutschen Volkes" in 5 Bänden.

Sa, 09.11.2013

Buchverkauf in der ZLB

Kleine und große Geschenke für den Nikolausstiefel …
Auch in diesem Jahr lädt der Freundeskreis der ZLB Berlin e.V. wieder zum traditionellen Buchverkauf ein. Schwerpunkte des diesjährigen Buchverkaufs sind Belletristik, Hobby, Kochbücher, Kunst, Noten, CDs, Schallplatten, Religion, Medizin, Sachliteratur und Bücher aus vielen anderen Bereichen.
Alle Einnahmen kommen den vom Freundeskreis der Zentral- und Landesbibliothek Berlin e.V. unterstützten Projekten der Bibliothek zugute.

23.11.2013, 10.00 Uhr - 19.00 Uhr

Berliner Stadtbibliothek, Foyer

Do, 17.10.2013

Raubgut identifiziert

32 Bücher von Carl Neuberg werden zurückgegeben
 
Die Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) restituiert 32 Bücher an die in den USA lebenden Erben des 1939 vor den Nationalsozialisten geflohenen Biochemikers Professor Dr. Carl Neuberg. Das ist der bisher größte zusammenhängende Privatbestand, den die ZLB finden und zurückgeben konnte.
Bücherregal mit den Werken, die ans Leo Baeck-Institut verschickt werden
Im Bestand der ZLB befindet sich eine unbekannte Menge geraubter Bücher, hauptsächlich aus dem Besitz der verfolgten und ermordeten Berliner Juden. Seit 2010 sucht die ZLB verstärkt nach diesem NS-Raubgut, insgesamt gelten allein in der Berliner Stadtbibliothek (BStB) der ZLB mehr als 200.000 Bücher als verdächtig. Im Zuge dieser Forschung konnten nun auch Bücher von Carl Neuberg identifiziert werden. Es handelt sich um Fachbücher mit Provenienzhinweisen wie Autogrammen, Namens- und Adressstempeln, Anmerkungen oder Widmungen. Die Bücher, vor allem biochemische Spezialliteratur, teilweise mit ehrenden Widmungen der Verfasser, werden von den Enkelinnen Neubergs zur Bewahrung seines Andenkens an das New Yorker Leo Baeck Institut übergeben.
Prof. Dr. Carl Neuberg (29.7.1877– 30.5.1956) gehörte zu den führenden Biochemikern seiner Zeit und war 25 Mal für den Nobelpreis nominiert. Er lehrte an der Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin und leitete ab 1913 die von ihm begründete Abteilung für Biochemie am Kaiser-Wilhelm-Institut (KWI). 1939 floh Neuberg in die Niederlande und emigrierte über Frankreich, Palästina, Iran, Irak, Indien und weitere Stationen in die USA.
Neubergs zurückgelassener Besitz wurde in Kisten verpackt und eingelagert, darunter auch die Bücher seiner Bibliothek. Ein großer Teil davon ging vermutlich durch Kriegseinwirkung verloren, ein anderer Teil von Neubergs Besitz wurde 1941 von der Gestapo geraubt und 1944 öffentlich versteigert. Weitere, einzelne Bücher aus Neubergs Bibliothek gelangten unrechtmäßig in den Bestand der BStB.

Mo, 30.09.2013

Lange Nacht der Bibliotheken

Berlins Bibliotheken sind gefragte Orte der Kommunikation, der Kultur, der Information, des lebenslangen Lernens und der Erholung. In der Langen Nacht bieten sie Einblick in ihre Arbeit und Zugang zu zahllosen "Schätzen" des Wissens und der Unterhaltung.
Am 24. Oktober 2013 findet iin Berlin von 17:00 bis 24:00 Uhr die Lange Nacht der Bibliotheken statt. Die Besucher erwartet abwechslungsreiche Veranstaltungen mit Musik, Lesungen und Führungen vor und hinter den Kulissen der Bibliothek und können die Bestände und besonderen Angebote der Bibliotheken näher kennenlernen, bei unserem Mitglied, der Zentral- und Landesbibliothek Berlin, an der BiblioTheke bei einem Glas Wein! Programmhöhepunkte in der ZLB sind u.a. der Auftritt der New Yorker Hip-Hop Künstlerin Michele Byrd McPhee und die Lesung mit dem bekannten Moderator Knut Elstermann.


24. Oktober 2013

Fr, 30.08.2013

Ginkgofee trifft Seidenraupe

Die chinesischen Insel-Bücher 
Vor 100 Jahren wurde in Leipzig die schönste Buchreihe der Welt kreiert, die noch heute bestehende Insel-Bücherei. Ihre Beliebtheit verdankte sie der Kombination von künstlerischer Ausstattung großartiger Werke der Weltliteratur mit einem günstigen Preis.
Mit ihren riesigen Auflagen sorgte die Leipziger Insel-Bücherei in einem beeindruckenden Umfang für die Verbreitung chinesischer Literatur, Philosophie und Bildkunst in Deutschland.
Es erschienen vom „Lao-Tse“ 99.000 Stück, vom „Li-Tai-pe“ 101.000, vom „Perlenhemd“ 108.000 und von den „Chinesischen Meisternovellen“ 145.000 Exemplare. Von der „Gingkofee“ erschienen immerhin 35.000 Stück.
Chinesische Weisheiten, Märchen von der Ginkgofee, Tuschezeichnungen und religiöse Figuren verbinden sich mit interessanten Geschichten über deren Übersetzer, Herausgeber und Gestalter.
Vernissage: Donnerstag, 12. 09. 2013, 19.00 Uhr im Foyer
Einführung: Prof. Dr. Siegfried Lokatis, Uni Leipzig
Musikalische Umrahmung auf dem Cello: Sonny Thet, Kambodscha
 
Ausstellung des Konfuzius-Instituts Leipzig in Kooperation mit der Buchwissenschaft Leipzig: 13. September bis 19. November 2013
 
Foyer Berliner Stadtbibliothek

Di, 07.05.2013

geraubt und genutzt

Bücher von verfolgten und ermordeten Juden in Berliner Bibliotheken

Eine Ausstellung der Zentral- und Landesbibliothek und des Centrum Judaicum im Repräsentantensaal der Neuen Synagoge Berlin

Exemplar: G48 / 179, Ab 655
In deutschen Bibliotheken befinden sich noch immer Bücher, die ihren Eigentümern während der NS-Herrschaft geraubt wurden. Das Thema NS-Raubgut wird in der öffentlichen Diskussion meist nur mit Rückga-ben von wertvollen Gemälden in Verbindung gebracht. Geraubte Bücher hingegen scheinen wertlos – für die Beraubten und deren Familien sind sie jedoch unersetzliche, ja unschätzbare wertvolle Erinnerungsstücke.
Nach den Deportationen blieben die Bücher meist in den verlassenen Wohnungen zurück, wurden zusammen mit dem übrigen Hausrat beschlagnahmt und danach verwertet. Auch die Bibliotheken verbotener Parteien, Logen und Vereine wurden von den NS-Behörden eingezogen. In den besetzten Ländern plünderten Rauborganisationen systematisch. Deutsche Bibliotheken profitierten davon unmittelbar, in dem sie das Raubgut wie selbstverständlich in ihre Bestände einfügten.
Die vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien geförderte Ausstellung geraubt und genutzt zeigt an ausgewählten Beispielen die Wege geraubter Bücher und erzählt die Geschichten ihrer rechtmäßigen Eigentümer und deren Nachkommen. Die Zentral- und Landesbibliothek Berlin und das Centrum Judaicum geben einen Einblick in das noch junge Arbeitsfeld der Provenienz-Recherche zu NS-Raubgut in deutschen Bibliotheken.
 
Ausstellung: 10. Mai bis 25. August 2013
 
Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum
Oranienburger Straße 28-30
10117 Berlin