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Uwe Warnke

Pirckheimer-Blog

Uwe Warnke

Mi, 06.09.2017

entwerter/oder, Nr. 33, Berlin 1989
Numeralien

John Gerard, Uwe Warnke – neben-, mit-, füreinander

PAPIER, BUCH, ZEITSCHRIFT

Unter diesem Thema wird eine Ausstellung in Offenbach stehen.

Uwe Warnke, Autor, und Verleger, 1956 in der DDR geboren, gibt ab 1982 in Berlin im Untergrund die Künstlerzeitschrift „entwerter/oder“ heraus. Die Zeitschrift entstand in einem Biotop von Kreativen, die gegen staatliche Repressalien und geistige Einengung aufbegehrten. 1990 gründete er den Uwe Warnke-Verlag, der 1991 mit dem V.O.Stomps-Preis ausgezeichnet wurde. In intensiver Zusammenarbeit mit Künstlern wie Ottfried Zielke, Gerhild Ebel und John Gerard entstehen Bücher in kleinen Auflagen oder als Unikat, die oftmals serielle Texte des Autors Uwe Warnke zum Inhalt haben. Warnke gehört als homo politicus zu den Künstlern, die regen Anteil an politischen Entwicklungen und gesellschaftlichen Prozessen nehmen und diese stets kritisch hinterfragen.

Papier ist das Medium von John Gerard (*1955). Der gebürtige Amerikaner lebt und arbeitet seit Mitte der achtziger Jahre in Deutschland. Seine handgeschöpften Papiere mit ihren farbigen Aufschöpfungen oder Einsprengungen sind nicht mehr bloße Beschreib- oder Bedruckstoffe, sondern geben seinen Büchern ihre künstlerische Ausdrucksform. Gerards Papiere spüren Inhalten nach und loten die Texte seiner Bücher aus. Neben freien Arbeiten umfasst Gerards Œuvre zahlreiche Künstlerbücher, oftmals auch in Zusammenarbeit mit anderen Künstlern, so mit Fritz Best, Bodo Korsig und Ottfried Zielke.

Nachdem sich Uwe Warnke und John Gerard 1991 auf der Minipressenmesse in Mainz kennengelernt hatten, entstand ihr erstes gemeinsames Buch „Numeralien“, seitdem entstanden etliche gemeinsame Bücher. Beide Künstler sind Netzwerker und Kommunikatoren innerhalb der heterogenen Buchkunstszene. Augenscheinlich wird ihr Zusammenspiel auch auf der Frankfurter Buchmesse, wo sie seit mehr als 20 Jahren einen Doppelstand betreiben: zwei denkbar unterschiedlich in Ihrem Wirken ausgerichtete Antreiber der Szene finden sich zusammen; der eine aus den USA stammend, seit seinem Studium in Bonn in der Kunstgeschichte fast ebenso vertieft wie in seine Papierkunst; der andere in Ostberlin verlegerisch aktiv, um die Gesellschaftsverhältnisse vor wie nach der Wende kritisch zu beleuchten. Dieser Mix der politisch-territorialen Verankerung wird umspielt von Gerards frühzeitigem Arbeiten in der Künstler-Werkstatt Bethanien, Berlin, und der gezielten Orientierung Warnkes in den Westen, Deutschland wie die USA, um seinen Aktionsradius zu erweitern. Die Ausstellung zeigt einen Überblick über das langjährige Buchschaffen beider Künstler. Im Mittelpunkt stehen Gemeinschaftsarbeiten, zu sehen sind jedoch auch Werke, die unabhängig voneinander entstanden sind.

Ausstellung: 16. September - 5. November 2017

Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Fr, 30.06.2017

Peter Rensch, Andante Handpresse, daneben (verdeckt) Hanfried Wendland, Neue Kleider Drucke, Foto © Hendrik Liersch
Hendrik Liersch, Corvinus Presse, Foto © Gudrun Daum
Der Stand des Pirckheimers Peter Zitzmann, schPeZi Presse, bleibt leer. Nur ein Foto von ihm an der Stellwand. Foto © Hendrik Liersch

Hendrik Liersch meldet sich von der Mainzer Minipressen-Messe

Die 24. Messe in Mainz zu diesem sehr späten Termin präsentiert 260 interessante Buchmacher.

Den Förderpreis bekam der Kollektiv Tod Verlag. Im März in Hamburg waren sie meine Standbachbarn. Der Hauptpreistrträger Svato Zapletal macht nun als nächstes Buch Herz der Finsternis. Der Bleisatz dazu steht noch bei uns. Gesetzt von Harald Weller.

Diesmal gab es weniger Besucher am Eröffnungstag. Es war kein Feiertag wie sonst im Mai. Aber einige Sammler waren schon da und Künstlerbücher von mir haben neue Besitzer. Daher dankte Svato auch seinen Sammlern.

Ich denke dass diesmal viele Besucher erst am Wochenende kommen. Etliche haben mir ihren Besuch angekündigt. Familientreffen ist es eh. Mein Stand findet sich gegenüber Peter Rensch. In Sichtweite der Pirckheimer Jürgen Schweitzer. Um die Ecke der Pirckheimer Uwe Warnke.

(Hendrik Liersch)

Fr, 23.06.2017

ICH-Verlag Häfner+Häfner in Mainz 2015

24. Mainzer Minipressen-Messe

Auf der Mainzer Minipressen-Messe werden auch 2017 wieder neben anderen bekannten Gesichtern wie Hendrik Liersch oder Hans-Hilmar Koch viele Pirckheimer unter den Ausstellern zu finden sein, so Johannes Häfner mit dem ICHverlag Häfern+Häfner, Christian Ewald mit der Katzengraben-Presse, Hanfried Wendland mit NeueKleiderDrucke, Peter J. Moosbrugger mit Pegasus Presse, Jürgen Schweitzer mit der Edition Curt Visel, Officina Ludi, Uwe Warnke mit seinem Verlag entwerter/oder und Hanif Lehmann mit der widukind presse Dresden.

Die Besucherinnen und Besucher können sich in diesem Jahr über das aktuelle Buch-, Grafik- und Zeitschriftenprogramm von weiteren 250 Kleinverlagen und künstlerischen Handpressen aus zehn Ländern informieren.

Rekordverdächtig ist in diesem Jahr die hohe Anzahl von Lesungen: Mehr als 120 Autorinnen und Autoren haben sich über ihre ausstellenden Verlage zu jeweils einer halbstündigen Lesung angemeldet.

29. Juli - 2. Juli 2017

Rheingoldhalle Mainz