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Peter Labuhn

Pirckheimer-Blog

Peter Labuhn

Do, 06.08.2020

Titelabb.: Erhard Beitz, 2020, Radierung/Kupferstich, Porträt einer jungen Frau, frei nach Domenico Veneziano (mit Corona-Maske)

DEG-Mitteilungen

Die Mitteilungen der Deutschen Exlibris-Gesellschaft # 2/2020 beginnen mit einem Bericht von Anke Polenz unter der Überschrift "Eine Tagung geht baden ..." über die seit Anfang 2019 laufenden Bemühungen zur Organisation der für Mai 2020 geplanten DEG-Tagung - über den vorsorglichen Maskenkauf Anfang März 2020 und dem endgültigen Canceln der Tagung auch zum gewählten Ausweichtermin 19. - 22. November 2020.
Die Tagung wird nunmehr vom 6. - 9. Mai 2021 in Gelsenkirchen stattfinden.

In einem weiteren Beitrag beschäftigt sich Henry Tauber mit dem Bestand der Arbeiten von Fidus, d.i. Hugo Höppener, im DEG-Archiv und Heinz Neumaier schreibt über Carl Orff und seine Carmina Burana im Exlibris, sowie zum Mythos von Sisyphos und zu Julius Diez und seinen Künstler-Exlibris.
Vom kürzlich verstorbene Peter Labuhn kann man noch zwei letzte Beiträge zu Neujahrsgrüßen von Lembit Löhmus lesen und zu Neujahrsglückwünschen von Jaroslav Lukavsky und Gerhard Stauf.

Die Mitteilungen der Deutschen Exlibris-Gesellschaft # 2/2020 wurden gemeinsam mit der Sonderpublikation "Exlibris und Gelegenheitsgrafik unter dem Hakenkreuz" von Henry Tauber ausgeliefert, ergänzt durch den von Heinz Decker ins Englische übersetzten Text.
Diese bietet erstmalig nach Ende der NS-Diktatur eine umfassende Übersicht zu diesem Thema anhand der Großen Deutschen Kunstausstellung 1937 - 1944 sowie Werke des Widerstands und der Verfolgung.

Mi, 27.05.2020

Peter Labuhn gestorben

Das Exlibris „Der alte König“ hat sich Dr. Peter Labuhn im Jahr 1998 von Karl-Georg Hirsch für die Folge „Hofstaat“ stechen lassen. In diesem Blatt finden sich einige seiner vielen Interessen- und Sammlergebiete wieder: Es sind zum einen Exlibris, dort besonders mit dem Schwerpunkt Antike und „Urteil des Paris“, die er von vielen verschiedenen Künstlern anfertigen ließ. Und es sind die Grafiken von Karl-Georg Hirsch, die er leidenschaftlich sammelte. Sein immenses Wissen in beiden Sachgebieten hat er auch gern und engagiert geteilt: Unter anderem als wiederkehrender Autor für die MARGINALIEN der Pirckheimer-Gesellschaft und in verschiedenen Periodika der Deutschen Exlibris-Gesellschaft. Auch einige Bücher Hirschs wie „Hofstaat“ , „Kleinstaat“ und andere sind durch die Initiative des Stendalers Labuhn entstanden. Verschiedene Ausstellungen (z. B. 1998 Schloß Burgk, 2015 Stendal, 2018 Wolfenbüttel) waren möglich, weil er sie entweder selbst organisiert oder mit Leihgaben aus seiner Sammlung bestückt hat.

Uns wird dieser aufgeschlossene, vielseitig interessierte und kompetente Pirckheimer-Freund fehlen. Am 26.5.2020 hat der schwarze Mann den „Alten König“ zu sich geholt.

(Gerhard Rechlin)

Do, 11.04.2019

Würde, Stempel-, Moosgummidruck, Holzschnitt, 2016

Hinter verschlossenen Lidern

Der Name Andrea Lange ist vielen Pirckheimern vertraut. Nicht zuletzt seit Dr. Peter Labuhn über die Reihe LyrikHefte in den Marginalien (Heft 228) geschrieben hat. Diese Reihe wird seit 2005 gemeinsam von Bettina Haller und Andrea Lange in der Sonnenberg-Presse ediert.

Nächste Woche wird eine Ausstellung mit Grafiken von Andrea Lange in Magdeburg eröffnet. Dazu laden die Magdeburger Bibliophilen in das Literaturhaus ein. Zu sehen sind unter dem Titel „Hinter verschlossenen Lidern“ Drucke, die in den vergangenen zehn Jahren entstanden sind: Holzschnitte, Farbholzschnitte, Radierungen und Kombinationen wie Holzschnitt und Radierung oder Holzschnitt mit Stempel-, Papp- und Materialdruck.
(Sigrid und Ralf Wege)

Vernissage: 17. April 2019, 19 Uhr, Andrea Lange wird anwesend sein.

Literaturhaus Magdeburg, Thiemstraße 7

Di, 19.02.2019

Dr. Jens-Fietje Dwars (lks.) und Dr. Peter Labuhn, Foto © Ralf Wege

Was ist ein schönes Buch?

Die immer wieder diskutierte Frage „Was ist ein schönes Buch?“ stand während der ersten Veranstaltung 2019 im Literaturhaus Magdeburg auf dem Programm. Erhellende Antworten gaben die Pirckheimer-Mitglieder Dr. Jens-Fietje Dwars und Dr. Peter Labuhn. Sie brachten ihre Sicht zum schönen Buch den rund 50 Gästen des gemeinsamen Neujahrsempfangs des Magdeburger Literaturhaus-Vereins und des Vereins der Bibliophilen- und Graphikfreunde Magdeburg und Sachsen-Anhalt "Willibald Pirckheimer" nahe.

... weiterlesen: Was ist ein schönes Buch?

Sa, 20.01.2018

Karl-Georg Hirsch zum 80.

Zum 80. Geburtstag des Leipziger Künstlers Karl-Georg Hirsch präsentiert die Herzog August  Bibliothek Wolfenbüttel ab Februar die Ausstellung "... Friß die Reste des Vergessens", die sein künstlerisches Schaffen über Jahrzehnte  darstellt.

Hirsch gehört zu den bedeutendsten deutschen Holzschneidern der Gegenwart und hat insbesondere im Bereich des Holzstichs Herausragendes geleistet. Der emeritierte Professor der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u. a. 2011 den Gutenberg Preis der Stadt Leipzig.
Seine Buchillustrationen wurden in der DDR und von der Stiftung Buchkunst in der BRD mehrfach mit dem Titel "Schönstes Buch" ausgezeichnet.

Das Ausstellungsgut stammt vorwiegend aus der Sammlung Dr. Beate und Dr. Peter Labuhn (Stendal), das durch Material der Malerbuchsammlung der Bibliothek ergänzt wurde. Als Laudator in der Eröffnungsveranstaltung konnte Peter Gosse (Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste) gewonnen werden.

Ausstellung: 2. Februar - 27. Mai 2018

Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel

Mi, 23.08.2017

Hans-Joachim Behrendt bei der Vernissage am 15.8.2017 Foto: Dr. Thomas Müth

Unser „jüngstes“ Mitglied

Dem vorletzten Heft der Marginalien, der Nummer 224, lag ein kleiner Holzstich eines Pelikans von Hans-Joachim Behrendt bei – in rot gedruckt (und als Spende beigegeben) von Martin Z. Schröder aus Berlin-Weißensee.

Erst in der vergangenen Woche wurde in der Büchergilde Buchhandlung & Galerie unseres Mitglieds Wolfgang Grätz eine Ausstellung eröffnet „Werner Klemke zum 100. Geburtstag: fünf seiner Schüler/innen Wolfgang Würfel, Inge Jastram, Hans-Joachim Behrendt,ž Lusici, Dagmar Zemke“, bei der ich dem Künstler, der mit seiner Frau aus Zingst angereist war, wieder begegnete ... und bei der mein „Werben“ nun Gehör fand: Hans-Joachim Behrendt ist jetzt ein „Pirckheimer“.

Der Künstler ist nach wie vor überwiegend als „Holzstecher“ tätig; viele Sammler erfreuen sich an einem Exlibris aus seiner Hand. Vor drei Jahren schuf er ein Blatt für meine Klemke-Sammlung, das ebenfalls bei MZS in Weißensee gedruckt wurde. Die aufwändige Arbeit mit zahlreichen feinsten Details ist typisch für den Künstler. (Näheres zu dem ereignisreichen „Druck-Tag“ kann nachgelesen werden unter blog.druckerey.de mit zwei Fortsetzungen: blog.druckerey.de; blog.druckerey.de)

Wir wünschen Hans-Joachim Behrendt, der zu Jahresbeginn seinen achtzigsten Geburtstag feierte und nach wie vor mit ungebrochener Schaffenskraft den Stichel ins Holz führt, auch weiterhin eine gute Gesundheit und viel Freude (und Freunde) in der Pirckheimer-Gesellschaft.

(Matthias Haberzettl)

P.S.: Im (Jubiläums-) Heft 200 der Marginalien schrieb der Pirckheimer Peter Labuhn über die „Exlibrisstempel von Hans-Joachim Behrendt“; der Artikel lohnt das Wieder-Lesen.

Fr, 10.02.2017

Marginalien # 224

Im kommenden Heft findet sich auch ein Beitrag zu untenstehendem Thema, für den durch Klick auf das Pirckheimer-Logo eine Leseprobe aufgerufen werden kann.

Peter Labuhn Meister der Miniatur
Ein Spaziergang durch meine Horst-Hille-Sammlung

Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft erhalten das Heft kostenlos, für diese wird dem Heft 224 zusätzlich eine Originalgraphik beiliegen.
Abo pro Jahr (4 Hefte) 74 € zzgl. Versandkosten. Bestellung bitte per E-Mail.

So, 27.03.2016

Hans Tichas malerische Signets

Wie ist Ironie in Bildern erkennbar? Offenbar schwer, stellte der Maler Hans Ticha fest, als in seinen Bildern mit Rote-Fähnchen-Schwingenden kommunistische Propaganda gemutmaßt wurde.
Gemäß dem Slogan von Friedrich Schlegel „Ironie ist Pflicht“ fand Ticha in den gesammelten Zeitungsfotos ironische Sinnzeichen für seine „Hochrufer“ und „Klatscher“, die sich als vermeintliche „Sieger der Geschichte“ auf Parteitagen zur Schau stellten. In Serien führt er die erbsköpfigen „Klatscher“ von 1983 achtteilig vor, rückt die klatschenden Hände monströs in den Vordergrund. Die großformatigen grauen oder knallbunten Bilder mit stereometrischen Figuren wirken, als seien sie „in sattes Öl gehauen“ (Jürgen Rennert). Wie kann man in diesen Unter- und Überdimensionierungen, in den Kugel- und Nullenköpfen und ihrer Gesichtslosigkeit, in den Glättungen, welche die Individualität auslöschen, keine Ironie erkennen?
Hans Ticha, 2000,
Farbholzschnitt (4 Platten)
Tichas Spott traf die parteiideologische Versimplifizierung und die Sinnentleerung der kommunistischen Idee, die als Marxismus-Leninismus in die „Parteikader“, ein Bild von 1984 zeigt sie, eingetrichtert wurde. In der Parteisprache kampfbereit verarbeitet zu Losungen „Plane mit / Regiere mit …“, von Ticha in „LTI II“, Öl, 1983, festgehalten. Darin folgt er Victor Klemperer, der in „Lingua Tertii Imperii“ untersucht hat, wie sich in der Sprache das Wesen hüllenlos offen zeigt.
Vor 1989 standen Tichas Bilder in einem Stapel mit dem Gesicht zur Atelierwand. Polit-Bilder, die nur noch die Frau und der Freund sehen durften. Ticha, der in seiner Kunst auch die Schüsse an der Mauer nicht ignorierte, der aufmarschierende Soldaten in der Bleistiftzeichnung „Deutsches Ballett“ und gröhlende Beifallsbekundungen und Selbstbeweihräucherung verspottet, die unfassbar gesteigert werden in einer Zeit massenhafter Ausreise von jungen Leuten, denen Erich Honecker keine Träne nachweinen will. Trotzdem wirft sich ein „sich selbst applaudierender Staat“, wie Erik Stephan im Katalog festhält, mit Genugtuung in die Brust. Ticha kann also vorweisen, was viele DDR-Oppositionelle nicht in der Schublade haben oder womit sie sich erst ab 1990 zu veredeln suchten. Neben lesenswerten Einsichten kehren in Paul Kaisers Katalogtext Klischees über die DDR wieder, welche die richtige Kritik so vereinfachen, dass sie falsch wird. Wer sich die stilistisch völlig eigenartige Kunst der Schüler von Kurt Robbel – Ronald Paris, Konrad Knebel, Hans Vent, Heinrich Tessmer, Helmut Symmangk und Hans Ticha – vor Augen führt, kann doch nicht behaupten, dass an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee nur ein begrenztes „Arsenal der lizenzierten Stilmittel [exerziert]“ werden konnte. Jeder Kunstfreund in der DDR wusste außerdem, wie man sich einen „Blick in die Kunstgeschichte der Moderne“ verschaffen konnte; an den Hochschulen in Erfurt, Leipzig, Dresden, Berlin, Greifswald wurde sie auch nach Ausbildungsplänen vermittelt; seit 1965 verschaffte die „Intergrafik“ vertieften Einblick; ab 1966 erschienen Bücher und Ausstellungskataloge zum Bauhaus, vor allem die Serie in der Galerie am Sachsenplatz Leipzig; seit 1977 zeigte das Alte Museum in Berlin „Zeitgenössische Kunst aus der Sammlung Ludwig“ und so weiter.
Der Weg des Künstlers Hans Ticha begann Ende der 1960er Jahre unter dem Einfluss seines formenstrengen Lehrers Kurt Robbel, der ihm auf Augenhöhe begegnete und in seiner Folge sah. Zu spüren ist der Einfluss von Oskar Schlemmer, El Lissitzky, Hans Arp, Konrad Klapheck, vor allem von Fernand Léger und den Kubisten. Ticha ist keineswegs losgelöst von der europäischen Moderne. Er wirkt zudem als Pop-Künstler, der aber nach Erik Stephan nicht wie die westlichen Pop-Artisten die reiche Konsumwelt aufs Korn nimmt, sondern die in der kargen DDR sich massenhaft ausbreitende Propaganda. Bei ihr geraten die Menschen, wie das Objekt „Meinungsbildung“ aus Holz und Metall von 1988 demonstriert, in ein Folterinstrument.
Tichas Bekanntheit begründeten Sportbilder, zwar ein Angriff auf des DDRlers liebstes Terrain, aber mit Komik und selbst mit Bewunderung aufgefasst. Welch elegantes paralleles Gleiten im „Eislauf“, 1980, oder das akrobatische Ineinandergestecktsein von Frau und Mann beim „Eislaufpaar“, 1985.
Wenn sich Stuhlbeine in zwei Füßen gründen, der „Rote Bläser“ ohne Mund bläst oder die gemalten Leitz-Ordner in Norm-Format, mit Kantenschutz, Griffloch und 180-Grad-Präzisionsmechanik ein Menschenbild spiegeln, erleben wir bei Ticha Verwandlungen, die allegorischen Sinn tragen.
Tichas Name heißt Stille. Von seinen frühesten bis aktuellen Gemälden sucht er in einer oft stillen, monumentalen Ästhetik nach malerischen Signets und Piktogrammen. Die aktuellen Parteitagsrituale führender Parteien wiederholen ähnliche aufdringliche Erscheinungsbilder, die Ticha schon vorgeführt hat. Seine Bilder lassen sich glatt auf heutigen ausgedehnten Applaus, auf Jubelrufe und unaufrichtiges Demokratiespiel beziehen und fordern neuen Spott heraus. Nun unterwirft Ticha die Waren- und Geldwelt und die Prostitution in grellen Farben seiner ungedämpften Kritik in Ironie.
Jena zeigt mit 70 Gemälden, Objekten und ein paar Zeichnungen eine Retrospektive des 75jährigen Künstlers, eine beeindruckende Schau.
(Peter Arlt in “Ossietzky”, 6, 2016)

Es erscheint ein Katalog (22 €)

Ausstellung: noch bis 10. April 2016

Do, 16.04.2015

Hans Ticha in Magdeburg

Unter dem Titel Grafik / Illustration / Buchkunst haben die Bibliophilen und Grafikfreunde Magdeburg und Sachsen-Anhalt e. V. „Willibald Pirckheimer“ heute Abend zur Eröffnung einer Ausstellung in das Literaturhaus Magdeburg eingeladen.
Der Künstler war anwesend. Auf dem Cello spielt Matthias Marggraff. Es sprach der stellv. Vorsitzende der Magdeburger Bibliophilen Dr. Peter Labuhn.
Hans Ticha, 2000,
Farbholzschnitt (4 Platten)

Hans Ticha wurde 1940 geboren. Er studierte von 1958 - 1962 in Leipzig Pädagogik und arbeitete dann zwei Jahre als Lehrer. In den Jahren 1965 - 70 schloß sich ein Studium an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst in Berlin-Weißensee an. Zu seinen Lehrern zählen die Professoren Kurt Robbel, Werner Klemke, Arno Mohr und Klaus Wittkugel.
Prof. Robbel, für den Malerei eine Kunst der Fläche war, lehrte ihn die strenge Statik und Tektonik des Bildaufbaus, wobei dies auch die Verwendung intensiv-leuchtender Farben mit einschloß.
Seit 1970 arbeitet der Künstler freiberuflich. Er lebt jetzt in Maintal (Hessen).
Der Künstler erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise, von denen stellvertretend nur zwei genannt werden sollen: 1982 die Silbermedaille auf der Internationalen Buchausstellung Leipzig und 1998 den Walter-Tiemann-Preis.
Dabei muß man sich stets vor Augen halten, daß Hans Ticha nicht nur der Buchillustrator wirkte, sondern auch als Maler, als Schöpfer plastischer Objekte, Gestalter architektur-bezogener Werke und vor allem auch als Graphiker. Im Jahr 1971 schuf der Buchkünstler für die einst äußerst populäre Reihe "Poesiealbum" des Verlages Neues Leben Berlin zwei Federzeichnungen.

Bereits die beiden nachfolgenden Illustrationsarbeiten (Karinthy: Ich weiß nicht, aber meine Frau.../ Fallada: Geschichten aus der Murkelei) wurden als "Schönste Bücher" ausgezeichnet.
Bis zum Jahr 2000 hatte der Künstler bereits 83 Bücher illustriert. Hinzu kommen noch 64 gestaltete Einbände und Umschläge, 36 Illustrationsbeteiligungen und 33 Plakate!
Hans Ticha 1990, Ill. zu Bertolt Brecht
Die besondere Vorliebe Hans Tichas gilt dem Kinder- und Jugendbuch. Das Spektrum reicht dabei vom Hartpappebilderbuch für die Jüngsten bis zum science-fiction-Almanach für jugendliche (und erwachsene) Leser.
Von Anfang an hat das Schaffen von Hans Ticha die Betrachter zu polarisiert. Einer begeisterten Fan-Gemeinde steht die Allianz der konsequenten Ablehner gegenüber.
Die in der Tradition von Oskar Schlemmer, Fernand Léger sowie unter Aufnahme der Traditionslinien des sowjetisch-russischen Konstruktivismus und des Bauhauses entstandenen Arbeiten verletzten schon die Sehgewohnheiten des "normalen" DDR-Graphikliebhabers, scheinen aber auch in Gesamtdeutschland noch unterschiedliche Aufnahme zu finden.
Seit dem Ende der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts schuf Hans Ticha vorwiegend großformatige grafische Blätter, die bereits durch ihre Titel wie z. B. "Hurra" und "Die Klatscher" darauf hinweisen, daß hier Themen dargestellt wurden, die sorgsam vor der DDR-Öffentlichkeit verborgen wurden und erst ab November 1989 offen gezeigt wurden. Die häufig auf geometrische Grundformen reduzierten Figuren, immer verbunden mit einer wohl eigenwillig zu nennenden Komposition des Themas, provozieren eine Abwendung von eingefahrenen Sehgewohnheiten und verlangen die Herausbildung eines neuen, eines eigenen Standpunktes zum Sujet.
Eine simplifizierende Einordnung des Schaffens von Hans Ticha in die Schublade "Pop art-Künstler" wird der Vielfalt seiner Ausdrucksformen nicht gerecht. Seine Arbeiten sind stilistisch nicht leicht einzuordnen. Man darf wohl ohne Übertreibung feststellen, daß er als Solitär imponiert.
(Dr. Peter Labuhn)

Ausstellung: 15. April - 17. Juli 2015

Literaturhaus Magdeburg

So, 01.03.2015

Urteil des Paris

Gerhard Stauf, Kupferstich, 1985
Unter diesem Titel wird Ende März im Winckelmann-Museum eine Ausstellung mit Exponaten zum Thema aus der Sammlung Dr. Peter Labuhn eröffnet.
Der junge trojanische Prinz Paris entschied sich beim Schönheitswettbewerb zwischen den drei mächtigsten olympischen Göttinnen für die Liebesgöttin Aphrodite, nachdem diese ihm Helena – die schönste Frau der Welt – versprochen hatte. In der Folge löste er damit versehentlich den Trojanischen Krieg aus. Der Mythos beflügelt die Phantasie der Künstler bis heute. Mit Schönheit, Liebe und Erotik ebenso wie mit Zank, Zwietracht und Zerstörung ist er voll von emotionalem Sprengstoff und regt die Künstler zu den unterschiedlichsten Interpretationen an.
Hans Ticha, 2000,
Farbholzschnitt (4 Platten)
Der Stendaler Arzt und Pirckheimer Dr. Peter Labuhn hat über Jahrzehnte Graphiken zu dieser Thematik gesammelt bzw. Exlibris direkt bei den Künstlern in Auftrag gegeben. Dankenswerterweise stellt er nun seine Sammlung, die erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wird, dem Winckelmann-Museum für eine Sonderausstellung zur Verfügung. Zahlreiche Graphiker aus dem In- und Ausland, darunter renommierte Künstler wie Wolfgang Böttcher, Ernst Hassebrauk, Hans Ticha oder Karl-Georg Hirsch, offenbaren hier ihre ganz persönliche Sicht mit heiterem oder gelehrsamem, ironischem oder auch nachdenklichem Blick auf die Antike. Gezeigt werden über 200 Exlibris und über 70 großformatige Arbeiten (Graphik, Zeichnungen, Plakate etc.).
Es wird ein Katalog erscheinen, der u. a. Beiträge vom Präsidenten der Deutschen Exlibris-Gesellschaft Klaus Thoms, sowie vom Pirckheimer Prof. Dr. Peter Arlt enthält.

Vernissage: 21. März 2015 um 15.00 Uhr
Ausstellung: 21. März bis 21. Juni 2015

Winkelmann-Museum
Winckelmannstraße 36 - 38

39576 Hansestadt Stendal

So, 22.06.2014

Exkursion nach Stendal und Tangermünde

Die Exkursion 2014 führte die Berliner und Brandenburger Pirckheimer nach Stendal zum Winckelmann-Museum und zur Besichtigung der Schönbeckschen Stiftung in Tangermünde.
Nach zweieinhalbstündiger Busfahrt schlossen sich noch Pirckheimer aus Magdeburg und Stendal der Gruppe an und Prof. Dr. Max Kunze, Präsident der Winckelmann-Gesellschaft, informierte die Teilnehmer über die Aktivitäten dieser Gesellschaft und über Probleme und Erfolge beim Aufbau des Winckelmann-Museums. Anschließend bestand Gelegenheit zu einem kurzen Bick auf eine Inkunable und ein, zwei weitere Bücher der Bibliothek der Schönbeckschen Stiftung, die 1662 eingerichtet, sich heute in der Marienkirche in Stendal befindet. Die Stiftung Christoph Schönbeck ermöglichte u.a. auch Johann Joachim Winckelmann das Studium. Nach einem gemeinsamen Mittagessen sprach Dr. Peter Labuhn über seine Sammlung zu Hans Ticha, dem er seit Jahrzehnten freundschaftlich verbunden ist. Großes Interesse fand die Ausstellung zu Tichas Buchgestaltung, von Exlibris und PFs aus der Sammlung Labuhn.
Ein gemeinsamer Kaffee in Tangermünde gab dann Gelegenheit zu einer dortigen Stadtführung oder dem Besuch eines Antiquariats mit leider bescheidenem Angebot.
Durch Klick auf die Abbildungen können einige Fotos von diesem, durch Agnes Kunze maßgeblich organisiertem Ausflug von Ralf Parkner, Michael Ley, Ralf Wege, Dr. Hartmut Beßerdich und Abel Doering aufgerufen werden, im Facebook-Profil von Ralf Parkner finden sich weitere Fotos.

So, 15.06.2014

Ehrung für Bibliophilen und Graphikfreunde

Aus Anlass des 50jährigen Bestehens dieser Vereinigung überreicht der Bürgermeister Magdeburgs Dr. Rüdiger Koch die Stadtplakette in Bronze an den Vorstand der Bibliophilen und Grafikfreunde Magdeburg und Sachsen-Anhalt e. V. „Willibald Pirckheimer“. Der stellv. Vorsitzende Dr. Peter Labuhn und der Schriftsteller Manfred Jendryschik halten Festvorträge.
Der Kulturbürgermeister der Landeshauptstadt Magdeburg Dr. Koch überreicht dem
Vorsitzenden Helmut Heinrich die Stadtplakette Magdeburgs in Bronze
Foto © Dr. Beate Labuhn
Im Oktober 1964 fanden sich Graphikfreunde des Bezirks Magdeburg zum „Graphikkreis Magdeburg im Kulturbund der DDR“ zusammen und wurden 1973 als Regionalgruppe Magdeburg in die bereits seit 1956 beim Kulturbund der DDR bestehende Pirckheimer-Gesellschaft aufgenommen. 1989, als mit dem Ende der DDR auch das Überleben der Pirckheimer-Gesellschaft gefährdet war, trennte sich diese Regionalgruppe von der Muttergesellschaft, beschloss 1994 ihre Neugründung als Bibliophilen und Graphikfreunde Magdeburg und Sachsen-Anhalt e.V. „Willibald Pirckheimer“ und fand ihre neue Heimat im 2005 gegründeten Verein Literaturhaus Magdeburg. Genau wie die inzwischen im gesamten deutschsprachigen Raum wieder erstarkte Pirckheimer-Gesellschaft pflegen die "Magdeburger Pirckheimer", allerdings begrenzt auf das Bundesland Sachsen-Anhalt, die Buchkultur, die Förderung des Sammelns und Erschließens von Büchern und Werken der graphischen Künste und organisieren den Austausch mit Interessierten über die gemeinsame Liebe zu Büchern und Graphiken.
Seit 1996 wird die Stadtplakette der Landeshauptstadt Magdeburg an Firmen, Körperschaften, Verbände und andere Einrichtungen, die ihren Sitz in Magdeburg haben, vergeben - in Bronze bei 50jährigen, in Silber bei 75jährigen Jubiläen und in Gold, wenn diese seit mindestens 100 Jahren besteht.
2010 gab der Magdeburger Designer Ernst Albrecht Fiedler der Plakette ihr heutiges Design mit einer Sicht auf das Rathaus und die Johanneskirche.

Do, 18.07.2013

Im Holzstich gebändigte Energie

Karl-Georg Hirsch und Andreas Brylka. Faszination Holzstich und Buchillustration.
Elemente, 1992
Ist dieser bereits seit 13. Mai Fünfundsiebzigjährige nun der klassische disziplinierte Illustrator, oder doch eher der frei eigene Themen gestaltende Grafiker? Diese schwer zu beantwortende Frage erledigt sich bei dieser Ausstellung von selbst, da sie im Museum für Druckkunst Leipzig als Heimstatt gediegenen Buchdrucks stattfindet. Karl-Georg Hirsch wird hier ausschließlich als der mit hochstilisierter Holzstichakribie arbeitende Buchkünstler gezeigt. Zudem ist sein Ausstellungskomplex mit dem eines zweiten dem Buch verpflichteten Holzstechers verflochten, dem des einst ebenfalls an der Hochschule für Graphik und Buchkunst Leipzig ausgebildeten Hamburgers Andreas Brylka. So entsteht im Vergleich zweier ganz unterschiedlicher Temperamente eine umfassende Schau zur bildkünstlerischen Ausdeutung von Literatur.
Dazu muss man sagen - der Ort der Ausstellung hat es schon in sich. Krabbelt man mühsam zur dritten Etage mit den Ausstellungssälen hoch, absolviert man schon ein Programm des Kennenlernens aller Varianten herkömmlicher handwerklicher Buchherstellung. Beginnend im Hochparterre ist die technische Ausstattung einer Druckwerkstatt alten Stils komplett erhalten. Was in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts noch als Offizin Haag Drugulin und Offizin Andersen-Nexö firmierte, war eine gute Adresse für das Herstellen von Büchern, die häufig genug das auszeichnende Prädikat »schönste« erhielten.
Da nun beide Künstler das im 19. Jahrhundert lediglich als schnöde Reproduktionstechnik verbreitete Stechen in Hirnholz (im Unterschied zum Schneiden in Langfaserholz) pflegen, sind sie hier gut aufgehoben. Und sie zeigen, welche ganz moderne Ausdrucksmöglichkeiten sich darin noch verbergen. Allerdings bleibt der sieben Jahre ältere Andreas Brylka in dem Punkt introvertiert bodenständiger. Sein Prä gilt in alter Kleinmeistertradition der Vignette. Verlässt er dieses ureigenste Terrain, wird er in größeren Formaten schnell mit anderen Meistern wie Werner Klemke oder Aristide Maillol verwechselbar.
Karl-Georg Hirsch dagegen hat nach einer Jugend mit Stukkateurberuf und Radrennsport seine enorme Energiepotenz erst mit der jahrzehntelangen Disziplinierung im akademischen Betrieb gezähmt. »Ich mag es, dass mir das Hirnholz so viel Kraft abnötigt«, meint er selbst dazu. Einerseits differenziert er meisterhaft die Grauwerte im Strichgespinst analog dem grafisch bewegten Schriftbild des von ihm illustrierten Buches. Andererseits birst die Welt seiner oft bizarren Menschengestalten oft geradezu im verqueren Zu- und Gegeneinander. Kontrovers jeder Idylle gegenüber reißt er kuriose bis dämonische Konfliktsituationen auf. Allein der feste Umriss der Buchseite begrenzt die unbändige Bewegungslust der Akteure seiner fast dramatisch zu nennenden Kompositionen.
All das lässt sich, anschaulich verteilt auf vielfältige Rahmungen und Arrangements von Buchbeispielen, in Vitrinen betrachten. Die immer wiederkehrende Anmerkung »Leihgabe Dr. Peter Labuhn« deutet an: Hier zeigt mit dem nun bereits im Ruhestandsalter angekommenen Arbeitsmediziner aus Stendal ein passionierter Sammler von Buchgrafik eine Auswahl aus seinen Beständen. Der enge Kontakt zu dem Künstler entstand, als dieser 1976 bis 2003 vom Dozenten und Werkstattleiter zum Professor und Prorektor der Leipziger Kunsthochschule wurde, und dennoch ununterbrochen selbst entwarf und zeichnete, stach und gestaltete. Allein 24 Exlibris entstanden in der Zeit für das Ehepaar Labuhn.
Mit hier gezeigten Entwurfsskizzen, unveröffentlichten Druckbögen und dem Briefwechsel rundet sich das Bild einer engen Beziehung. Jedes Mal unverwechselbar Hirsch, und immer im nuancenreichen Schwarz-Weiß klassischer Grafik. Welch kritisch-aufklärerischer Geist die für LUBOK, die edition burgart, die Büchergilde Gutenberg oder vor allem für die bibliophile Edition Zwiedruck geschaffenen brandaktuellen Blätter prägt, kommt allerdings hier kaum zum Ausdruck. Holzstich hat doch über alles Technische hinaus eine geistige Dimension.
(Harald Kretzschmar in Neues Deutschland, 17.7.2013)
 
Ausstellung: 9. Juni bis 25. August 2013
 
Museum für Druckkunst Leipzig
Nonnenstraße 38


siehe auch: Karl-Georg Hirsch und Andreas Brylka

Do, 30.05.2013

Karl-Georg Hirsch und Andreas Brylka

Faszination Holzstich und Buchillustration
 
Ausstellung aus Anlass des 75. Geburtstages des Leipziger Künstlers und Grafikers Karl-Georg Hirsch.
A. Brylka Holzstich zu Th. Mann
Der Kleiderschrank 1991 © Künstler
Zwei Künstler - eine grafische Technik: mit Werken von Karl-Georg Hirsch und Andreas Brylka aus fünf Jahrzehnten zeigt die Ausstellung im Museum für Druckkunst erstmals zwei der wichtigsten deutschen Buchillustratoren in einer gemeinsamen Schau. Die im heutigen Polen geborenen Künstler studierten knapp zeitversetzt an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und arbeiten später in Hamburg (Brylka) und Leipzig (Hirsch) freischaffend als Illustratoren u.a. für verschiedene Verlage. Dabei nutzen beide vornehmlich die heute nur noch selten verwendete Technik des Holzstichs, um Texten der Weltliteratur eine visuelle Dimension zu verleihen. Die Ausstellung lädt ein zu einer eindrucksvollen visuellen Reise in zwei Positionen der analogen Illustrationskunst der letzten 50 Jahre.
Der Ende des 18. Jahrhunderts in England aufkommende Holzstich entwickelte sich im 19. Jahrhundert zum vorherrschenden Illustrationsverfahren für Bücher und Zeitungen. Seit dem 20. Jahrhundert widmen sich dem Holzstich hauptsächlich Künstler. Die in der Ausstellung gezeigten Arbeiten von Hirsch und Brylka ermöglichen einen Einblick in die vielfältigen Ausdrucksformen dieser filigranen Bildtechnik, die auch in der museumseigenen „Holzstichwerkstatt“ nachvollzogen werden kann.
K.-G. Hirsch handkolorierter Holzstich zu J. P. Hebel Kannitverstan 1989 © Künstler
Alle ausgestellten Werke von Karl-Georg Hirsch entstammen der Sammlung Dr. Peter Labuhn.
Karl-Georg Hirsch (geb. 1938 in Breslau) studierte von 1960 bis 1965 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (Diplom bei Gerhard Kurt Müller), wo er seit 1976 als Dozent und von 1989 bis 2003 als Professor wirkte. Seit 1967 freischaffend tätig als Illustrator und Grafiker für renommierte Verlage wie Aufbau-Verlag Berlin und Insel Verlag Leipzig (heute Berlin). Auszeichnung mit zahlreichen Preisen, u.a. Gutenberg-Preis der Stadt Leipzig 2011. Über 100 Einze- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland. Lebt und arbeitet in Leipzig und Dölitzsch-Narsdorf.
Andreas Brylka (geb. 1931 in Myslowitz) studierte von 1952 bis 1957 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei Egon Pruggmayer. 1959 übersiedelte er nach Hamburg und arbeitete freischaffend als Illustrator und Buchgestalter für zahlreiche Verlage, u.a. C.H. Beck München, Insel Verlag Frankfurt/Main (heute Berlin) und Christians Verlag Hamburg. 1972 gründete er mit der Edition AB einen Eigenverlag. Mehrere Preise erhielt er für Buchgestaltungen, u.a. im Wettbewerb „Schönste Bücher“. Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland. Lebt und arbeitet in Hamburg.
 
Eröffnung am 7. Juni 2013, 18 Uhr, in Anwesenheit beider Künstler
Ausstellung vom 9. Juni bis 25. August 2013
 
Museum für Druckkunst Leipzig
Nonnenstraße 38 . 04229 Leipzig

So, 05.08.2012

23. Berliner Exlibris-Treffen

Exlibris Dr. Hans Dieter Köhler
(Sammlung Dr. Peter Labuhn)
Am Sonnabend, dem 3. November 2012, findet von 12:00 bis 19:00 Uhr im RuDi-Nachbarschaftszentrum Berlin das 23. Berliner Exlibris-Treffen der Deutschen Exlibris-Gesellschaft (DEG) statt. In diesem Rahmen wird die Ausstellung "Lembit Löhmus - Exlibris und Anderes" aus der Sammlung unseres Mitglieds Dr. Peter Labuhn eröffnet. Außerdem ist Gelegenheit zu Tausch und Gespräch. Eintritt ist frei, Gäste sind herzlich willkommen. Die Ausstellung kann vom 5. bis 30. November werktags von 10 bis 18 Uhr besichtigt werden.


è RuDi-Nachbarschaftszentrum Berlin
Modersohnstraße 55
10245 Berlin
Tel. 030 - 292 96 03