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Leipziger Bibliophilen-Abend

Pirckheimer-Blog

Leipziger Bibliophilen-Abend

Di, 26.05.2020

WERKSTATTGESPRÄCHE des LBA gehen weiter

Der LBA nimmt nach corona-bedingter Pause seine Veranstaltungen mit wieder auf und besucht in der Reihe Werkstattgespräche die Druckwerkstatt "carpe plumbum" von Thomas Siemon.

carpe plumbum wurde 2002 von ihm gegründet und es entstand im kreativen Umfeld der Leipziger Baumwollspinnerei in den letzten 18 Jahren eine fast einmalige Druckwerkstatt. Neben einigen hundert Bleisatzschriften bieten verschiedenste Druckmaschinen bis hin zur Schnellpresse im Format 70 x 100cm und einer Andruckpresse im außergewöhnlichen Format von 100x140cm vielfältige Möglichkeiten. Schwerpunkte sind Hochdruckgrafik, Bücher und hochwertige Akzidenzdrucksachen. Unter anderem werden die originalgrafischen Bücher des LUBOK Verlages  hier gedruckt.
Die Werkstatt ist ebenso Sammlung wie Atelier, Labor und Ort für Experimente, lebendig gehalten durch die Bücher, Grafikdrucke und vielfältigen anderen Drucksachen, die dort entstehen und die Zusammenarbeit mit Künstlern
und Designern.

2. Juni 2020, 19 Uhr, Treffpunnkt: Eingang zur Halle 17 C.der Spinnerei (Alle Teilnehmer werden gebeten, einen Mundschutz mitzubringen)

edition carpe plumbum
Spinnereistraße 7 (420 ), 04179 Leipzig 

Do, 26.03.2020

Frühjahrsexkursion des LBA auf 2021 verschoben

Die Frühjahrsexkursion des LBA nach Frankfurt/M. im Mai 2020 (vierte Station der Sammlung deutscher Drucke) musste abgesagt und soll im kommenden Jahr nachgeholt werden (etwa im gleichen Zeitraum). Da es zwischenzeitlich entsprechende Anregungen gab, dann doch wieder eine Dreitagesexkursion zu unternehmen, sind alle interessierten Freundinnen und Freunde des LBA dringend gebeten, ihre Meinung zu äußern. Dies betrifft vor allem, was als finanziell machbar angesehen werden könnte, aber auch inhaltliche Belange, etwa welche Ziele in Frankfurt und Umgebung noch ins Programm aufgenommen werden könnten. Als Reiseorganisator teilt Eberhard Patzig vorab schon einmal mit, dass - unabhängig von der Dauer der Reise - zur Erreichung einer guten Auslastung eine Exkursionseinladung nicht nur an die Mitglieder des LBA ergehen wird, sondern zeitgleich auch an die Pirckheimer-Gesellschaft, die Freundeskreise der HGB und des GRASSI Museum für Angewandte Kunst. Eine Gruppe potentieller Mitreisender der Exkursion 2020 hat inzwischen mitgeteilt, dass sie ihre Reiseanzahlung auf dem Konto des Reisebüros stehenlassen wird zur Verrechnung im nächsten Jahr, zwei Teilnehmer verzichten auf Erstattung oder Verrechnung, ein Teilnehmer hat bereits den kompletten Reisepreis bezahlt und lässt auch diesen beim Reisebüro stehen. Für diesen solidarischen Akt in schwieriger Zeit ist herzlich zu danken!

Der Vorstand des LBA

Fr, 31.01.2020

Harald Alff, street race, Farbholzschnitt, verlorene Form, 2018

Finissage: Kräftemessen

Zum ersten Mal ist die Biennale „100 Sächsische Grafiken“ der Neuen Sächsischen Galerie Chemnitz zu Gast im Museum für Druckkunst Leipzig. Zu sehen sind 100 Arbeiten sächsischer Künstlerinnen und Künstler zum Motto „Kräftemessen“.

Gezeigt werden 100 Arbeiten von 78 sächsischen Künstlerinnen und Künstlern unter dem Motto „Kräftemessen“,  mit einer große Breite künstlerischer Handschriften und Auffassungen. Die ausgewählten Arbeiten zeigen, dass Künstlerinnen und Künstler dort, wo Begegnungen stattfinden, oft auch den Keim zum Kräftemessen empfinden oder beobachten. Viele dieser Begegnungen sind ganz natürlicher, kosmischer oder animalischer Art und dienen als metaphorische Beispiele. Andere nutzen das literarische Erbe, eröffnen abstrakte Diskurse, geben lakonische Statements oder spiegeln den Alltag. Andere messen sich mit den Produkten ihrer Phantasiewelten.

Zur Ausstellung erschien ein Katalog.

Führung und Finissage: 9. Februar 2020, 12 Uhr mit  Harald Alff, Mitglied des Leipziger Bibliophlen-Abend.

Mi, 16.10.2019

Musenküsse

Der Leipziger Bibliophilen-Abend präsentiert den Buchkünstler und Illustrator Volker Pfüller. Gezeigt werden neben illustrierten Büchern auch Zeichnungen, Entwürfe, Skizzen und Druckgrafiken in verschiedenen Techniken.

Volker Pfüller, geboren 1939 in Leipzig, ist einer der wichtigsten deutschen Plakatgestalter, Bühnenbildner und Illustratoren. Als Professor für Bühnenbild an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und für Illustration an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig hat er - selbst Schüler von Werner Klemke, Klaus Wittkugel und Arno Mohr - Generationen von Studenten geprägt.
In einer Vielzahl von Ausstellungen wurde Volker Pfüllers Werk bisher in zahlreichen Facetten gezeigt, doch selten stand dabei seine Arbeit für das Buch im Fokus.
Die Liste der Verlage, für die Volker Pfüller gearbeitet hat, beinhaltet viele bekannte Namen, darunter Eulenspiegel Verlag, Kinderbuchverlag Berlin, Aufbau Verlag, MaroVerlag, Büchergilde Gutenberg und Lubok Verlag. Volker Pfüllers Bücher wurden mehrfach prämiert, u. a. bei den Wettbewerben »Schönste Bücher der DDR« und »Die Schönsten Deutschen Bücher« der Stiftung Buchkunst.

Eröffnung: 5. November 20I9, 18 Uhr
Ausstellung: 6. November - 30. Dezember 2019

Haus des Buches
Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig. 

Mi, 16.01.2019

Karl-Georg Hirsch "Aufforderung zum Tanz" / Egbert Herfurth "Sündenfall", vom Künstler handkoloriert

Jahresgabe des LBA 2018/19

Als Jahresgabe 2018/19 erhielten alle Mitglieder des Leipziger Bibliophilen-Abends ein grafisches Doppelblatt mit einem Holzstich von Karl-Georg Hirsch und von Egbert Herfurth.
Damit werden die beiden Künstler geehrt, die dem Verein seit vielen Jahren sehr eng verbunden sind. Karl-Georg Hirsch beging 2018 seinen 80. Geburtstag. Eghert Herfurth 2019 seinen 75. Geburtstag.
Das Blatt wurde 2018 von Bettina Haller gedruckt und erschien in einer Auflage von 250 nummerierten und signierten Exemplaren.

Mo, 12.03.2018

BUCHMESSEAUFTAKT durch den LBA

Der Leipziger Bibliophilen-Abend präsentiert wieder am Vorabend der Leipziger Buchmesse seine neue Edition und startet damit die erste Veranstaltung bei "Leipzig liest".
Der 3. Band in der  bibliophilen Reihe "Paradiesische Dialoge" erscheint unter dem Titel "mensch! Klinger". Am 13. März um 19.30 Uhr werden im Haus des Buches der Herausgeber des LBA Michael Hametner, der Grafiker Lutz Friedel und die Gestalterin Uta Schneider die druckfrische Ausgabe im Gespräch vorstellen.

Am Donnerstag um 16 Uhr drücken wir unserer für den Preis der Leipziger Buchmesse nominierten Autorin Anja Kampmann die Daumen.

(Thomas Glöß)

Der LBA ist auf der Buchmesse in Halle 3, Stand E 414 nur unweit der Pirckheimer-Gesellschaft präsent.

Do, 08.02.2018

Anja Kampmann nominiert

In den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung wurden jeweils fünf Titel für den Preis der Leipziger Buchmesse 2018 nominiert.

Der Leipziger Bibliophilen-Abend freut sich über die Nominierung seiner Autorin Anja Kampmann, die in der Sparte Belletristik mit ihrem Roman "Wie hoch die Wasser steigen" (Hanser Verlag) unter den vorgeschlagenen ist.

In der aktuellen Reihe "Paradiesische Dialoge" hat der LBA im November 2017 die bibliophile Edition "Fischdiebe" mit Prosa-Erstveröffentlichungen von Anja Kampmann herausgegeben.

Herzlichen Glückwunsch an die Autorin!

Mo, 11.12.2017

Leipziger Bibliophile und das Exlibris

Am 7. Dezember 2017 hielt der Präsident der DEG, Dr. Henry Tauber, auf Einladung des Leipziger Bibliophilen-Abends im „Haus des Buches“ in Leipzig einen Vortrag über die Exlibris Max Klingers. [...]

[Die Bedeutung von Max Klinger] als Erneuerer der Radierkunst in den 1880er Jahren und insbesondere als Bahnbrecher für einen sozialkritischen Realismus in der Grafik trat in Klingers Exlibris kaum zu Tage. Hier befasste er sich vor allem mit antiken Mythen und wandte sich häufig der Darstellung des nackten Menschen zu. Sein Credo: In ihren besten Schöpfungen ist die Kunst ist in der Lage, ein vollkommenes Spiegelbild der Natur zu liefern, aber zuvor muss der Künstler das Ideale auswählen, und das wichtigste Auswahl-Kriterium ist die Schönheit. Klinger, dessen Exlibris noch heute hoch geschätzt (und teuer) sind, hatte keine eigentlichen Schüler, aber etliche Nachfolger. Auch auf diese ging Tauber kurz ein: Bruno Héroux gehörte dazu und Alois Kolb, zu dessen Schülern wiederum Hela Peters, Karl Blossfeld, Max Brüning, Carl Streller und Otto Weigel zählten, auch diese allesamt bekannte Exlibris-Künstler.

[ ... ] Es gab (neben Héroux) andere Künstler im alten LBA, die Exlibris schufen: Willi Geiger, Richard Grimm-Sachsenberg, Hugo Steiner-Prag oder Walter Tiemann. Es gab Exlibris-Großsammler unter den Mitgliedern, wie Paul Heinicke, der später auch Ehrenmitglied der DEG war und dessen großartige Kollektion den Grundstock der Sammlung von Schloss Burgk bildete. Und da waren natürlich auch etliche Künstler und Sammler in Leipzig und Umgebung, die nicht im LBA organisiert waren, gleichwohl aber wichtige Beiträge für die Exlibris-Bewegung leisteten. [ ... ] Darüber hinaus steht Leipzig auch in neuerer Zeit für herausragende Leistungen in der Exlibriswelt, mit Namen wie Oswin Volkamer, Karl-Georg Hirsch, Frank Eißner und vielen anderen.

Der 1991 wiedergegründete Leipziger Bibliophilen-Abend ging aus der von 1956 bis 1990 tätigen Leipziger Ortsvereinigung der "Pirckheimer-Gesellschaft im Kulturbund der DDR" hervor und hat sich wie die bis heute existierende, äußerst rührige Pirckheimer-Gesellschaft der Buchkultur und Bibliophilie verschrieben; [ ... ] Die Vortragsveranstaltung zu Klingers Exlibris unterstreicht die freundschaftlichen Beziehungen, die die DEG zu den genannten Vereinen pflegt.

... kompletten Artikel auf Facebook lesen.

Fr, 08.12.2017

Zweiter Druck der Paradisischen Dialoge

Unter dem Titel »FISCHDIEBE« ist der zweite Druck der Reihe »PARADIESISCHE DIALOGE« ist erschienen, herausgegeben von Michael Hametner für den Leipziger Bibliophilen-Abend e.V. im Jahr 2017. Er enthält Texte von Anja Kampmann als Erstveröffentlichungen und fünf Radierungen von Frank Berendt.

Der Titel wurde gedruckt im Künstlerhaus Hohenossig durch Jeanette & Reinhard Rössler auf Hahnemühle Bütten Alt Worms 230 g. Die Gesamtgestaltung und den Satz in der LL Brown sowie Taller führte Glenn Vincent Kraft, Kraft plus Wiechmann, Berlin aus.
Die Auflage besteht aus 99 arabisch nummerierten Exemplaren, davon erscheinen die Nummern 1–30 als Vorzugsausgabe in einem Schuber, denen eine zusätzliche Radierung von Frank Berendt beiliegt. Sämtliche Bücher sind von Anja Kampmann und Frank Berendt signiert.

Das Buch ist im November 2017 erschienen, es sind noch wenige Subskriptionsplätze frei, bei Interesse bitte Kontakt über Thomas Glöß aufnehmen.

Di, 31.10.2017

Impressit Rössler – gedruckte Kunst aus Hohenossig

Am 2. November wird in Leipzig die Ausstellung »Impressit Rössler – gedruckte Kunst aus Hohenossig« eröffnet - gleichzeitig hat der 2. Band der Reihe »Paradiesische Dialoge« des LBA Premiere.

Jeanette und Reinhard Rössler gründeten vor 37 Jahren im Leipziger Stadtteil Gohlis ihre Druckwerkstatt für künstlerische Grafik. 1986 zogen sie vor die Tore der Stadt und erweiterten dort ihre Druckwerkstatt. Später kamen unter dem neuen Label »Künstlerhaus Hohenossig« Galerieräume, das Sächsische Druckgrafik-Symposion, ein Artist-in-Residence-Programm, Radier- und Kreativkurse sowie das Angebot von Feinstpapieren dazu.

Viel Erfahrung und Einfühlungsvermögen in Technik, Material und Thema machten die beiden Grafik­drucker von Beginn an zu engen Partnern zahlreicher Künstler. So ließen nicht nur Werner Tübke und Bernhard Heisig bei ihnen drucken, bis heute sind es neben Sighard Gille, Rosa Loy, Rolf Münzner, Michael Triegel, Matthias Weischer und Jan Peter Tripp über 100 weitere Künstler.

Der Leipziger Bibliophilen-Abend hat sich auf seine Fahnen geschrieben, einen Beitrag zur Pflege und Erneuerung der Leipziger Grafik und Buchkultur zu leisten. Bereits dieses Anliegen macht den LBA zum potenziellen Partner des Künstlerhauses Hohenossig. Eine reale Zusammenarbeit existiert auf der Grundlage dieser Verbundenheit bereits seit Jahren. Viele der Künstler, die Grafiken für Editionen des LBA schufen, ließen diese in Hohenossig drucken. Somit waren Jeanette und Reinhard Rössler in Buchprojekte eingebunden, zu deren erfolreichem Gelingen sie einen wesentlichen Anteil geleistet haben, so auch bei dem zur Präsentation vorliegenden Band.

Die Ausstellung dokumentiert mit Grafiken und Büchern einen Querschnitt des Werkstattschaffens von den Anfängen bis in die Gegenwart.

(Thomas Glöß)

Vernissage: 2. November 2017, 18 Uhr
Ausstellung: 3. November 2017 - 9. Januar 2018

Haus des Buches, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig

Mo, 16.01.2017

Nur Verrückte ...

... machen Bücher von Hand!
Wozu eigentlich Pressendrucke?

Als ich vor zwei Jahren von dem Buchkunstverleger Dr. Thomas Müth gebeten wurde, in Leipzig eine Rede auf seine gerade erschienenen Pressendrucke mit dem Andersen-Märchen Die Nachtigall zu halten, bereitete ich mich auf eine Ansprache an Insider vor – bis ich am Abend vorher erfuhr, dass die Buchvorstellung im Rahmen einer gänzlich andersthematischen Lesung stattfinden würde. Mir wurde schlagartig klar, dass mich dieser Teil des Publikums für komplett verrückt erklären müsste, wenn ich ohne Weiteres über ein Märchenbuch sprechen würde, das in nur 15 Exemplaren existiert und 590 Euro kostet. So entwarf ich eine kurze Geschichte des Buches, [...]
Ende des 19. Jahrhunderts war das Buch industrielles Massenprodukt geworden, einerseits eine Demokratisierung, weil zumindest für bürgerliche Kreise erschwinglich, die andererseits mit einem Verlust an Buchästhetik und -qualität teuer erkauft wurde. In dieser Situation entstand zwischen 1890 und 1930 die Buchkunstbewegung, deren Ziel die künstlerische Gesamtgestaltung des Buches war, das Streben nach perfekter Harmonie von Text, Schriftart, Illustration, Papier, Druck und Bucheinband. Es entstanden private Druckpressen, um eine hohe Buchkultur zu bewahren. Gründer waren oft Drucker oder Künstler, aber auch so illustre Leute wie der Großherzog von Hessen, Ernst Ludwig, oder Harry Graf Kessler, dessen Cranach Presse die wohl bis heute werthaltigsten Bücher hervorbrachte. [...]
(Wolfgang Grätz, 208. Grafikbrief)
... gesamten Beitrag lesen.

In einer Kabinettausstellung der Büchergilde-Buchhandlung Frankfurt/Main wird es eine größeren Überblick zeitgenössischer Pressendrucke geben – von den Drucken des Leipziger Bibliophilen- Abend, die an sich dessen Mitgliedern vorbehalten sind, über die der Gutenberg Presse, die bereits eingestellten Eremiten-, Sisyphos-, Mariannen- und Pfaffenweiler Presse sowie die Zikaden Presse, burgart presse, Sonnenberg Presse, Donkey Press und Andante Handpresse.

Ausstellung: 20. Januar - 25. Februar 2017

è Büchergilde Buchhandlung & Galerie Frankfurt
An der Staufenmauer 9
60311 Frankfurt/M

Do, 15.12.2016

Peter Sodann liest Bertolt Brecht

Das Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, der Künstler, Schauspieler und Bibliophile Peter Sodann geht als 80-Jähriger noch einmal auf Tournee und greift dabei mit den „Flüchtlingsgesprächen“ zu einem hochaktuellen Text von Bertolt Brecht.
Bertolt Brecht: Flüchtlingsgespräche, mit 12 Holzschnitten von Hans Ticha,
Leipzig 1997 (Reihe Leipziger Drucke des LBA)
Die in den frühen vierziger Jahren geschriebenen Dialoge handeln vom Alltag der aus Deutschland Vertriebenen, vertreten durch den Intellektuellen Ziffel und den Arbeiter Kalle, die sich im Restaurant des Hauptbahnhofs von Helsinki über die internationale Lage und die eigene Situation unterhalten. Sie führen ausgesprochen subversive Dialoge, etwa über die deutsche Herrschaft und Geschichte oder die Machtverhältnisse in ihrem Exil, die bis heute nichts von ihrer sprachlichen Kraft eingebüßt haben. Und es gibt wohl wenige, die Wirkungsmacht und Ton dieser Gedanken derart zum Klingen bringen können, wie Peter Sodann. Ihm ist es eine Herzensangelegenheit, seinem Publikum gerade diesen Text von Bertolt Brecht noch einmal nahe zu bringen. Begleitet wird Sodann dabei vom Pianisten und Sänger Michael Letz, der nicht nur Brechts Ziffel-Song, sondern auch andere Lieder zum Thema beisteuern wird.

Lesung mit Musik: 16. Dezember 2016, 20:00 Uhr

Landrat-Predeick-Allee 1, 59302 Oelde

Do, 10.11.2016

Subskriptionsangebot Leipziger Bibliophilen-Abend

Der langjährige Verleger unserer Drucke Herbert Kästner hat seine erfolgreiche Tätigkeit für den Leipziger Bibliophilen-Abend beendet. Für die künftige Publikationstätigkeit konnten wir als neuen Herausgeber den ehemaligen Literaturredakteur des MDR, Michael Hametner gewinnen. Mit seinem hohen literarischen Anspruch und seinen Kontakten zu Schriftstellern und Künstlern ist er prädestiniert, das Niveau bibliophiler Editionen des LBA fortzuführen. Die einmalige limitierte Auflage von 120 Exemplaren (davon 30 als Vorzugsausgabe) wird beibehalten, sämtliche Drucke werden weiterhin nur mit signierten Originalgrafiken ausgestattet und nummeriert. Selbstverständlich werden auch in Zukunft alle Drucke sorgfältig gestaltet und mit hochwertigen Materialien hergestellt.
Zur Leipziger Buchmesse 2017 beginnt die neue Reihe unter dem Titel »Paradiesische Dialoge«. Im Band 1 erscheinen unveröffentlichte Lyrik und Liedtexte von Hans-Eckhard Wenzel mit Grafiken von Johannes Heisig. Beiliegen wird eine CD mit neuen Liedern von Wenzel.
 
unter Verwendung eines Fotos © Gaby Waldek
Im Herbst 2017 erscheinen als Band 2 Lyrik und Prosatexte von Anja Kampmann mit Grafiken des Leipziger Künstlers Frank Berendt. Die weiteren Drucke sind in der konkreten Planung, die Ankündigungen für Band 3 und Band 4 (Erscheinungsjahr 2018) erfolgen Anfang 2017.
Bezüglich der Preise für die kommenden Ausgaben werden Sie davon profitieren, dass ein Großteil der Kosten durch ehrenamtliche Tätigkeit abgedeckt wird. Der Preis setzt sich aus den reinen Herstellungskosten zusammen und wird sich auch in Zukunft auf dem gleichen vergleichsweise niedrigen Stand bewegen wie bei den bisherigen Ausgaben. Für die Vorzugsausgabe gibt es leider keine freien Subskriptionsplätze mehr, für die Normalausgabe sind altersbedingt einige Plätze frei geworden.
Bei Interesse schreiben Sie an den LBA, Haus des Buches, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig oder schicken eine E-Mail.
(Thomas Glöß)

Mo, 07.11.2016

Urkunde zur Ehrenmitgliedschaft in der Pirckheimer-Gesellschaft an Herbert Kästner übergeben

Der Leipziger Bücher- und Grafiksammler Herbert Kästner wurde anlässlich seines 80. Geburtstages zum Ehrenmitglied der Pirckheimer-Gesellschaft ernannt. Die Ehrenmitglieds-Urkunde überreichte der Pirckheimer-Vorsitzende Ralph Aepler am heutigen Montag, 7. November, im Rahmen eines Empfangs im Leipziger Hotel „Fürstenhof“.
 
Als Gäste waren neben dem gesamten Pirckheimer-Vorstand unter anderen Dr. Thomas Glöß anwesend, Vorsitzender des Leipziger Bibliophilen-Abends, der Typograf Prof. Gert Wunderlich, der Grafiker Egbert Herfurth, der Verleger Elmar Faber, der Schriftsteller Prof. Helmut Richter sowie weitere langjährige Weggefährten von Herbert Kästner.
Mit der Ehrenmitgliedschaft würdigt die Pirckheimer-Gesellschaft Herbert Kästners „langjährige außerordentlichen Verdienste um die Entwicklung der Bibliophilie in Deutschland, sein unermüdliches Wirken für die Pirckheimer-Gesellschaft und seinen wegweisenden und tatkräftigen Einsatz im Redaktionskollegium der Marginalien.
Herbert Kästner ist seit 1972 Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft. 1980 wurde er in den Vorstand der Leipziger Pirckheimer-Gruppe gewählt und übernahm die Aufgabe des stellvertretenden Vorsitzenden, ab 1988 des Vorsitzenden. Am 1. August 1990 schlug Herbert Kästner die (Wieder-)Gründung des Leipziger Bibliophilen Abends vor, die am 8. Januar 1991 erfolgte. Als Förderer der Buchkunst, überzeugter Freund des Buches und der Grafik engagiert sich Herbert Kästner weiterhin in der Pirckheimer-Gesellschaft. Als Mitglied des Redaktionskollegiums der Mitglieder-Publikation „Marginalien“ prägt er bis heute das Gesicht der Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie, die die Pirckheimer-Gesellschaft viermal im Jahr herausgibt.
(Ralf Wege)

Do, 20.10.2016

Gedrucktes bleibt

25 Jahre Wiedergründung des Leipziger Bibliophilen-Abends

Der Leipziger Bibliophilen-Abend wurde 1904 gegründet und war bis 1933  einer der angesehensten und wirkungsreichsten bibliophilen Vereinigungen Deutschlands. Mit Gründung der Pirckheimer-Gesellschaft 1956 wurde er wiederbelebt und setzte seine rege und ertragreiche Arbeit bis 1990 als Leipziger Ortsvereinigung der "Pirckheimer-Gesellschaft im Kulturbund der DDR" fort und wurde am 9. Januar 1991 wieder gegründet.
Aus diesem Anlass wird das Museum für Druckkunst Leipzig eine Sonderausstellung mit den Drucken des LBAs der letzten 25 Jahre ausrichten.

Eröffnung: 28. Oktober 2016, 18 Uhr
Ausstellung: 30. Oktober 2016 - 15. Januar 2017


è Museum für Druckkunst Leipzig
Nonnenstraße 38,
04229 Leipzig