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Leipziger Bibliophilen-Abend

Pirckheimer-Blog

Leipziger Bibliophilen-Abend

Do, 18.03.2021

Thomas Glöß, Wolfgang Zumpe und Evelin Krüger (v.l.) beim Aufbau der Ausstellung des Leipziger Bibliophilen-Abends im Literaturhaus. Ab Mittwoch kann sie nach Anmeldung besichtigt werden. © André Kempner, LVZ

Stammtisch gebildeter Spezialsten

Unter diesem etwas unglücklich gewähltem Titel veröffentlicht die Leipziger Volkszeitung einen Bericht über eine Ausstellung des Leipziger Bibliophilen-Abend, der mit dieser Präsentation, siehe hier, den 30. Jahrestag seiner Wiedergründung feiert.
Die Leipziger Bibliophilen sehen sich keineswegs als elitären oder exklusiven Stammtisch. So heißt es auch im Artikel "Was die mehr als 200 Mitglieder des Vereins zusammenführt, sind: die Affinität für das schöne Buch, die Buchkunst, die grafische Gestaltung, für die Typografie, den exzellenten Druck, den erlesenen Einband - und das Bestreben, Buchkunst zu fördern. Das entspricht den Intentionen des ersten Leipziger-Bibliophilen-Abends", der, 1904 gegründet, nach Unterbrechung seines Bestehens während des Nationalsozialismus in der DDR als Regionalgruppe der Pirckheimer-Gesellschaft existierte.

Zur Ausstellung im Literaturhaus Leipzig haben die Mitglieder "Grafik, Plastik, angewandte Kunst und natürlich Bücher ausgewählt." Darunter "eine originale Seite der Schedel´schen Weltchronik, ... Buchgrafiken von Lesenden, ... Hanna Studnitzkas Entwurf der Lesenden-Plastik, ... Frans Masereels Holzschnitt Lesender Arbeiter ...".
Jedoch, "nicht nur mit seiner Ausstellung zielt der neue LBA auf eine breite Öffentlichkeit. Auf Leipziger Buchmessen ist der Verein, der im Literaturhaus Leipzig seine Heimat hat, mit einem eigenen Stand vertreten. Mit Veranstaltungen ist er Monat für Monat präsent, sobald es wieder erlaubt ist. Geplant sin ein Gespräch in der Hochdruckwerkstatt im Leipziger Westen am 1. Juni, ein Abend zu bibliophilen Erstausgaben Friedrich Dürrenmatts in der Deutschen Nationalbibliothek am 2. September und ein Vortrag über den Leipziger Verleger Otto Spamer am 5. Oktober im Literaturhaus."

(zitiert aus LVZ, Eckehart Schulreich, 17.3.2021)

Mo, 01.03.2021

Rote Wut und Schwarze Galle

Als "Bibliophiles des Monats März" wird hiermit der im Jahr der Wiedergründung des Leipziger Bibliophilen-Abend vor 30 Jahren der erste der Leipziger Drucke vorgestellt: "Eine Anthologie mit Texten zur Zeit von Ulrich von Hutten bis Volker Braun", ausgewählt von Dietmar Keller und mit 3 Holzstichen von Karl-Georg Hirsch ausgestattet. Er wurde von der Leipziger Gruppe der Pirckheimer-Gesellschaft unter Mitarbeit des Instituts für Buchgestaltung der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig herausgegeben.
In der Reihe "Leipziger Drucke" sind bislang 20 Titel, ab #2 jeweils in einer 150ger Auflage und 30 Künstler-Exemplaren erschienen.

"Die Absicht, mit der Herausgabe dieser Drucke an alte Tugenden der Bibliophilengesellschaften anzuknüpfen und gleichzeitig den guten Ruf der Leipziger Buchkunst zu stärken, entstand 1989 - gleichzeitig mit dem Wunsch nach Wiedergründung des Leipziger Bibliophilen-Abends. In dieser Zeit der sich anbahnenden gesellschaftlichen Umbrüche wurden schon neue Denkansätze und Sichtweisen deutlich, welche die Gesellschaft aus der auch geistigen Erstarrung zu befreien suchten. Erst im Rückblick läßt sich ermessen, welch maßgebliche Bedeutung dabei der Rückbesinnung und Neubewertung gemeinsamer Geschichte und Kultur zukam.
Die hier vorliegende Textauswahl spiegelt diese Suche nach neuen Standpunkten, den Versuch, durch Befragung der Vergangenheit Halt auf (schon oder noch) unsicherem Grund zu finden. (Wie Sie sehen, ist auch die typographische Gestaltung »aus dem Gleichgewicht« geraten!) Insofern ist der wichtigste Vorzug dieser Anthologie ihre historische Authentizität; sie hält die geistige Befindlichkeit in der kurzen Etappe der »Erfahrung der Freiheit« (Volker Braun) fest.
Dieser Druck sollte ... bereits 1990 das Licht der Öffentlichkeit erblicken, aber die Vorfinanzierung durch unseren (nahezu mittellosen) Bibliophilenverein erwies sich als sehr schwierig, nachdem die Währungsunion unsere Bestände halbiert hatte.
"

(Herbert Kästner im Ersten Rundbrief an die Subskribenten der Leipziger Drucke, 22.12.1991)

lt. Impressum erschienen: Leipzig 1990 [tatsächlich jedoch 1991]
34 S., 6 Bl. in Blockbuchform 182 x 156 mm,
Pappe in Schuber
200 arab. num. und sign. Exemplare, sowie 60 röm. num. und sign. Künstlerexemplare
Die Nummern 1 - 10 mit einer beiliegenden Handzeichnung von Karl-Georg Hirsch
Gestaltung: Gert Wunderlich
Bleisatz: Offizin Andersen Nexö, Leipzig
Schrift: Dante-Antiqua
Druck des Textes und der Holzstiche, Schwarz auf rot und gelbem Papier, von den Originaldruckstöcken: Philipp Heinze in den Werkstätten der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
Fertigung des Handeinbands: Ludwig Vater, Jena

Fr, 12.02.2021

Nachholtermin für „Liebe Leser“

Allen Unsicherheiten zum Trotz wird derzeit die, ursprünglich von November 2020 bis Anfang Januar vorgesehene Ausstellung des Leipziger Bibliophilen-Abend mit Büchern, Grafiken, Plastiken und angewandter Kunst zum Thema »Lesende« aufgebaut, die dann voraussichtlich (zunächst nur nach Voranmeldung) ab Mitte März besucht werden kann.
Eine Vernissage wird zwar leider nicht stattfinden, aber weitere Programmpunkte, z.B. eine Finissage, sind in der Planung und werden entsprechend der pandemischen Entwicklung auf der Homepage des LBA aktualisiert.

Ausstellung: 17. März - 29. April 2021

Haus des Buches / Literaturhaus Leipzig
Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig

Do, 29.10.2020

Lockdown für den LBA

Wir bedauern sehr, die Ausstellungseröffnung "Liebe Leser" am 3. November – der Corona-Pandemie geschuldet – absagen zu müssen. Voraussichtlich wird die Ausstellung im Frühjahr nachgeholt, der Termin wird rechtzeitig bekanntgegeben.

Alle weiteren Veranstaltungen im November müssen ebenfalls abgesagt werden.

Auch unser Festakt am 9. Januar 2021 wird in der geplanten Form nicht stattfinden. Wir wollen im Juni 2021 dafür ein Sommerfest im Literaturhaus Leipzig veranstalten, auch der Termin wird per Einladung, Rundschreiben und an dieser Stelle rechtzeitig veröffentlicht.

Im November ergeht zu diesen Punkten ein Rundschreiben an alle Mitglieder, in welchem wir hoffentlich schon konkrete Zeiträume neu benennen können. Der Versand der Reihe "24 x 34 Grafik" im November sowie der Festschrift im Januar sind von den coronabedingten Maßnahmen unbenommen.

Bleiben Sie gesund, viele Grüße
Leipziger Bibliophilen-Abend, Vorstand

Sa, 24.10.2020

Volker Pfüller (1939 - 2020)

Der Graphiker, Bühnenbildner und Illustrator Volker Pfüller ist gestern nach langer Krankheit in Rudolstadt gestorben.

Volker Pfüller, geboren 1939 in Leipzig, war einer der wichtigsten deutschen Plakatgestalter, Bühnenbildner und Illustratoren. Als Professor für Bühnenbild an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und für Illustration an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig hat er - selbst Schüler von Werner Klemke, Klaus Wittkugel und Arno Mohr - Generationen von Studenten geprägt.

Die Liste der Verlage, für die Volker Pfüller gearbeitet hat, beinhaltet viele bekannte Namen, darunter Eulenspiegel Verlag, Kinderbuchverlag Berlin, Aufbau Verlag, MaroVerlag, Büchergilde Gutenberg und Lubok Verlag. Volker Pfüllers Bücher wurden mehrfach prämiert, u. a. bei den Wettbewerben »Schönste Bücher der DDR« und »Die Schönsten Deutschen Bücher« der Stiftung Buchkunst.

Der nebenstehende Druck entstammt einer Einladung des LBA im Haus des Buches Ende 2019 zu einer Ausstellung mit Illustrationen des Künstlers. Als eine seiner letzten Arbeiten hielten die Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft seinen Holzschnitt der verlorenen Form in der Hand, der den Marginalien #236 als Originalgraphik beilag.

Do, 15.10.2020

»Liebe Leser ...«

Bücher, Grafiken, Plastiken und angewandte Kunst zum Thema »Lesende«

Das Lesen als eine der wichtigsten Kulturtechniken des Menschen hat schon immer eine große Faszination auf Künstler ausgeübt. Die bildliche Darstellung lesender Personen stellt verschiedenste Situationen dar, die dem Betrachter immer einen intimen Einblick in die Welt der Lesenden gibt. Vorleser in großer und kleiner Runde, erotische Literatur Genießende, Briefe Lesende, kritische Zeitungsleser; melancholisch, aufgeregt, kontemplativ und sensationslüstern wirkende Rezipienten von Geschriebenem und Gedrucktem ziehen den Betrachter durch die Aura des Geheimnisvollen in ihren Bann.

Der Leipziger Bibliophilen-Abend widmet sich in diesem Jahr nicht wie sonst üblich dem Werk eines Künstlers, Pressendruckers oder Verlages, sondern stellt das Thema »Leser« in den Mittelpunkt seiner Ausstellung. Dabei ist aus den umfassenden Sammlungen seiner Mitglieder ein beeindruckender Fundus zusammengetragen worden, der eine Auswahl für die Ausstellung zum Luxusproblem werden ließ. Bücher, Illustrationen, Druckgrafiken, Postkarten, Plakate, Plastiken und Gemälde aus mehreren Jahrhunderten spiegeln eine sensible und auch lebendige künstlerische Auseinandersetzung mit einem stets aktuellen Thema wider - dem Lesen.

Ausstellungseröffnung: 3. November 2020, 18 Uhr, Anmeldung erforderlich: 0341 30851086 oder per E-Mail
Ausstellung: 4. November 2020 - 9. Januar 2012

Haus des Buches / Literaturhaus Leipzig
Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig

Do, 24.09.2020

»Ich mag die Vielfalt.«

In einer Veranstaltung des Leipziger Bibliophilen-Abends spricht der Pirckheimer Matthias Haberzettl über den Gebrauchsgrafiker Werner Klemke.

Es gab in der DDR wohl keinen Haushalt, der nicht über Drucksachen aus der Feder von Werner Klemke verfügte. Von den beliebten Kinder- und Märchenbüchern über Briefmarken und das monatlich erscheinende »Magazin« mit dem ständig neuen Kater als Markenzeichen auf der Titelseite war Werner Klemke wie kaum ein anderer Grafiker omnipräsent. Doch über Illustrationen, Zeichnungen und Holzstiche für unzählige Ausgaben illustrierter Bücher hinaus war sein grafischer Kosmos viel weiter gespannt, wie auch sein Credo »Ich mag die Vielfalt« deutlich macht.
Matthias Haberzettl ist dem Werk von Werner Klemke in mehrfacher Hinsicht eng verbunden. Er ist Vorstandsmitglied der Pirckheimer-Gesellschaft - deren Mitbegründer Klemke 1956 war - und als einer der wichtigsten Klemke-Sammler  auch einer der besten Kenner seines Œuvres. Matthias Haberzettl bringt seinem Publikum das nahe, was viele von Werner Klemke in großen Teilen noch nicht kennen: die enorme Vielfalt.

6. Oktober 2020 / 19.30 Uhr, Eintritt frei. Anmeldung unter 0341 30 85 10 86 oder tickets@literaturhaus-leipzig.de

Literaturhaus Leipzig e.V. /  Literaturcafé
Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig

Di, 26.05.2020

WERKSTATTGESPRÄCHE des LBA gehen weiter

Der LBA nimmt nach corona-bedingter Pause seine Veranstaltungen mit wieder auf und besucht in der Reihe Werkstattgespräche die Druckwerkstatt "carpe plumbum" von Thomas Siemon.

carpe plumbum wurde 2002 von ihm gegründet und es entstand im kreativen Umfeld der Leipziger Baumwollspinnerei in den letzten 18 Jahren eine fast einmalige Druckwerkstatt. Neben einigen hundert Bleisatzschriften bieten verschiedenste Druckmaschinen bis hin zur Schnellpresse im Format 70 x 100cm und einer Andruckpresse im außergewöhnlichen Format von 100x140cm vielfältige Möglichkeiten. Schwerpunkte sind Hochdruckgrafik, Bücher und hochwertige Akzidenzdrucksachen. Unter anderem werden die originalgrafischen Bücher des LUBOK Verlages  hier gedruckt.
Die Werkstatt ist ebenso Sammlung wie Atelier, Labor und Ort für Experimente, lebendig gehalten durch die Bücher, Grafikdrucke und vielfältigen anderen Drucksachen, die dort entstehen und die Zusammenarbeit mit Künstlern
und Designern.

2. Juni 2020, 19 Uhr, Treffpunnkt: Eingang zur Halle 17 C.der Spinnerei (Alle Teilnehmer werden gebeten, einen Mundschutz mitzubringen)

edition carpe plumbum
Spinnereistraße 7 (420 ), 04179 Leipzig 

Do, 26.03.2020

Frühjahrsexkursion des LBA auf 2021 verschoben

Die Frühjahrsexkursion des LBA nach Frankfurt/M. im Mai 2020 (vierte Station der Sammlung deutscher Drucke) musste abgesagt und soll im kommenden Jahr nachgeholt werden (etwa im gleichen Zeitraum). Da es zwischenzeitlich entsprechende Anregungen gab, dann doch wieder eine Dreitagesexkursion zu unternehmen, sind alle interessierten Freundinnen und Freunde des LBA dringend gebeten, ihre Meinung zu äußern. Dies betrifft vor allem, was als finanziell machbar angesehen werden könnte, aber auch inhaltliche Belange, etwa welche Ziele in Frankfurt und Umgebung noch ins Programm aufgenommen werden könnten. Als Reiseorganisator teilt Eberhard Patzig vorab schon einmal mit, dass - unabhängig von der Dauer der Reise - zur Erreichung einer guten Auslastung eine Exkursionseinladung nicht nur an die Mitglieder des LBA ergehen wird, sondern zeitgleich auch an die Pirckheimer-Gesellschaft, die Freundeskreise der HGB und des GRASSI Museum für Angewandte Kunst. Eine Gruppe potentieller Mitreisender der Exkursion 2020 hat inzwischen mitgeteilt, dass sie ihre Reiseanzahlung auf dem Konto des Reisebüros stehenlassen wird zur Verrechnung im nächsten Jahr, zwei Teilnehmer verzichten auf Erstattung oder Verrechnung, ein Teilnehmer hat bereits den kompletten Reisepreis bezahlt und lässt auch diesen beim Reisebüro stehen. Für diesen solidarischen Akt in schwieriger Zeit ist herzlich zu danken!

Der Vorstand des LBA

Fr, 31.01.2020

Harald Alff, street race, Farbholzschnitt, verlorene Form, 2018

Finissage: Kräftemessen

Zum ersten Mal ist die Biennale „100 Sächsische Grafiken“ der Neuen Sächsischen Galerie Chemnitz zu Gast im Museum für Druckkunst Leipzig. Zu sehen sind 100 Arbeiten sächsischer Künstlerinnen und Künstler zum Motto „Kräftemessen“.

Gezeigt werden 100 Arbeiten von 78 sächsischen Künstlerinnen und Künstlern unter dem Motto „Kräftemessen“,  mit einer große Breite künstlerischer Handschriften und Auffassungen. Die ausgewählten Arbeiten zeigen, dass Künstlerinnen und Künstler dort, wo Begegnungen stattfinden, oft auch den Keim zum Kräftemessen empfinden oder beobachten. Viele dieser Begegnungen sind ganz natürlicher, kosmischer oder animalischer Art und dienen als metaphorische Beispiele. Andere nutzen das literarische Erbe, eröffnen abstrakte Diskurse, geben lakonische Statements oder spiegeln den Alltag. Andere messen sich mit den Produkten ihrer Phantasiewelten.

Zur Ausstellung erschien ein Katalog.

Führung und Finissage: 9. Februar 2020, 12 Uhr mit  Harald Alff, Mitglied des Leipziger Bibliophlen-Abend.

Mi, 16.10.2019

Musenküsse

Der Leipziger Bibliophilen-Abend präsentiert den Buchkünstler und Illustrator Volker Pfüller. Gezeigt werden neben illustrierten Büchern auch Zeichnungen, Entwürfe, Skizzen und Druckgrafiken in verschiedenen Techniken.

Volker Pfüller, geboren 1939 in Leipzig, ist einer der wichtigsten deutschen Plakatgestalter, Bühnenbildner und Illustratoren. Als Professor für Bühnenbild an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und für Illustration an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig hat er - selbst Schüler von Werner Klemke, Klaus Wittkugel und Arno Mohr - Generationen von Studenten geprägt.
In einer Vielzahl von Ausstellungen wurde Volker Pfüllers Werk bisher in zahlreichen Facetten gezeigt, doch selten stand dabei seine Arbeit für das Buch im Fokus.
Die Liste der Verlage, für die Volker Pfüller gearbeitet hat, beinhaltet viele bekannte Namen, darunter Eulenspiegel Verlag, Kinderbuchverlag Berlin, Aufbau Verlag, MaroVerlag, Büchergilde Gutenberg und Lubok Verlag. Volker Pfüllers Bücher wurden mehrfach prämiert, u. a. bei den Wettbewerben »Schönste Bücher der DDR« und »Die Schönsten Deutschen Bücher« der Stiftung Buchkunst.

Eröffnung: 5. November 20I9, 18 Uhr
Ausstellung: 6. November - 30. Dezember 2019

Haus des Buches
Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig. 

Mi, 16.01.2019

Karl-Georg Hirsch "Aufforderung zum Tanz" / Egbert Herfurth "Sündenfall", vom Künstler handkoloriert

Jahresgabe des LBA 2018/19

Als Jahresgabe 2018/19 erhielten alle Mitglieder des Leipziger Bibliophilen-Abends ein grafisches Doppelblatt mit einem Holzstich von Karl-Georg Hirsch und von Egbert Herfurth.
Damit werden die beiden Künstler geehrt, die dem Verein seit vielen Jahren sehr eng verbunden sind. Karl-Georg Hirsch beging 2018 seinen 80. Geburtstag. Eghert Herfurth 2019 seinen 75. Geburtstag.
Das Blatt wurde 2018 von Bettina Haller gedruckt und erschien in einer Auflage von 250 nummerierten und signierten Exemplaren.

Mo, 12.03.2018

BUCHMESSEAUFTAKT durch den LBA

Der Leipziger Bibliophilen-Abend präsentiert wieder am Vorabend der Leipziger Buchmesse seine neue Edition und startet damit die erste Veranstaltung bei "Leipzig liest".
Der 3. Band in der  bibliophilen Reihe "Paradiesische Dialoge" erscheint unter dem Titel "mensch! Klinger". Am 13. März um 19.30 Uhr werden im Haus des Buches der Herausgeber des LBA Michael Hametner, der Grafiker Lutz Friedel und die Gestalterin Uta Schneider die druckfrische Ausgabe im Gespräch vorstellen.

Am Donnerstag um 16 Uhr drücken wir unserer für den Preis der Leipziger Buchmesse nominierten Autorin Anja Kampmann die Daumen.

(Thomas Glöß)

Der LBA ist auf der Buchmesse in Halle 3, Stand E 414 nur unweit der Pirckheimer-Gesellschaft präsent.

Do, 08.02.2018

Anja Kampmann nominiert

In den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung wurden jeweils fünf Titel für den Preis der Leipziger Buchmesse 2018 nominiert.

Der Leipziger Bibliophilen-Abend freut sich über die Nominierung seiner Autorin Anja Kampmann, die in der Sparte Belletristik mit ihrem Roman "Wie hoch die Wasser steigen" (Hanser Verlag) unter den vorgeschlagenen ist.

In der aktuellen Reihe "Paradiesische Dialoge" hat der LBA im November 2017 die bibliophile Edition "Fischdiebe" mit Prosa-Erstveröffentlichungen von Anja Kampmann herausgegeben.

Herzlichen Glückwunsch an die Autorin!

Mo, 11.12.2017

Leipziger Bibliophile und das Exlibris

Am 7. Dezember 2017 hielt der Präsident der DEG, Dr. Henry Tauber, auf Einladung des Leipziger Bibliophilen-Abends im „Haus des Buches“ in Leipzig einen Vortrag über die Exlibris Max Klingers. [...]

[Die Bedeutung von Max Klinger] als Erneuerer der Radierkunst in den 1880er Jahren und insbesondere als Bahnbrecher für einen sozialkritischen Realismus in der Grafik trat in Klingers Exlibris kaum zu Tage. Hier befasste er sich vor allem mit antiken Mythen und wandte sich häufig der Darstellung des nackten Menschen zu. Sein Credo: In ihren besten Schöpfungen ist die Kunst ist in der Lage, ein vollkommenes Spiegelbild der Natur zu liefern, aber zuvor muss der Künstler das Ideale auswählen, und das wichtigste Auswahl-Kriterium ist die Schönheit. Klinger, dessen Exlibris noch heute hoch geschätzt (und teuer) sind, hatte keine eigentlichen Schüler, aber etliche Nachfolger. Auch auf diese ging Tauber kurz ein: Bruno Héroux gehörte dazu und Alois Kolb, zu dessen Schülern wiederum Hela Peters, Karl Blossfeld, Max Brüning, Carl Streller und Otto Weigel zählten, auch diese allesamt bekannte Exlibris-Künstler.

[ ... ] Es gab (neben Héroux) andere Künstler im alten LBA, die Exlibris schufen: Willi Geiger, Richard Grimm-Sachsenberg, Hugo Steiner-Prag oder Walter Tiemann. Es gab Exlibris-Großsammler unter den Mitgliedern, wie Paul Heinicke, der später auch Ehrenmitglied der DEG war und dessen großartige Kollektion den Grundstock der Sammlung von Schloss Burgk bildete. Und da waren natürlich auch etliche Künstler und Sammler in Leipzig und Umgebung, die nicht im LBA organisiert waren, gleichwohl aber wichtige Beiträge für die Exlibris-Bewegung leisteten. [ ... ] Darüber hinaus steht Leipzig auch in neuerer Zeit für herausragende Leistungen in der Exlibriswelt, mit Namen wie Oswin Volkamer, Karl-Georg Hirsch, Frank Eißner und vielen anderen.

Der 1991 wiedergegründete Leipziger Bibliophilen-Abend ging aus der von 1956 bis 1990 tätigen Leipziger Ortsvereinigung der "Pirckheimer-Gesellschaft im Kulturbund der DDR" hervor und hat sich wie die bis heute existierende, äußerst rührige Pirckheimer-Gesellschaft der Buchkultur und Bibliophilie verschrieben; [ ... ] Die Vortragsveranstaltung zu Klingers Exlibris unterstreicht die freundschaftlichen Beziehungen, die die DEG zu den genannten Vereinen pflegt.

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