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Klingspor-Museum

Pirckheimer-Blog

Klingspor-Museum

Mo, 01.08.2016

Seitenweise. Künstlerbücher. Sommer-Atelierwoche

Eine Woche am Stück künstlerisch arbeiten: Wir nutzen die sommerliche Atmosphäre im Offenbacher Hinterhofatelier, um uns auf die Suche nach neuen Möglichkeiten des Buchraums zu begeben: intuitiv oder konzeptionell, jedenfalls ganz individuell. 
Verschiedenste künstlerische Strategien lassen sich ins Buch übertragen. Beim Büchermachen sind wir Regisseur/innen, Zeichner/innen oder Autor/innen. Wir entdecken die Besonderheiten des Mediums, vor allem die zwei Seiten des Papiers und wie sich durch ihre (An)Ordnung eine poetische Kraft und Dramaturgie entwickeln lässt. 
Es können sowohl Anfänger/innen als auch Fortgeschrittene mitmachen: Jede/r wird in den eigenen Möglichkeiten und Ideen unterstützt und gefördert. Einzelkorrektur und gemeinsame Werkstattgespräche begleiten die Arbeitsprozesse.
Mit kurzen Impulsreferaten werden verschiedene gestalterisch-künstlerische Verfahren vorgestellt: Anhand aktueller Beispiele besprechen wir Bildsprache, Papiersorten, Formate, Konzepte, auch die Typografie. Und ein gemeinsamer Besuch des nahegelegenen Klingspor Museums eröffnet uns die Welt des internationalen zeitgenössischen Künstlerbuches und rundet den Intensivkurs ab.
Weitere Informationen durch Klick auf die Abb.
(Uta Schneider)

Workshop: 15. - 19.8.2016
Mindestens 4, maximal 7 Teilnehmer/innen.
Kosten: 400 €, exkl. Material

Hinterhofatelier
Offenbach

Di, 26.07.2016

New American Haggadah

Helga Horschig stellt die „New American Haggadah“ vor, eine Neuerscheinung aus dem Jahr 2012. In einem Internet-Blog heißt es dazu: „Jonathan Safran Foer, Nathan Englander, Jeffrey Goldberg, Lemony Snicket, Rebecca Newberger Goldstein und Nathaniel Deutsch: Das könnte das "Who is Who" der modernen jüdischen US-amerikanischen Intellektuellen sein und das ist es vermutlich auch. Gemeinsam haben sie aber eine neue Haggadah herausgebracht, die New American Haggadah. Mit Oded Ezer kommt noch ein innovativer israelischer Typograph hinzu. Zugleich ist es eine Haggadah, die den traditionellen Text mitbringt, ihn jedoch mit modernen Elementen verschmilzt und über die Typographie eine starke gestalterische Gewichtung erhält. Es hat den Anschein, als sei für alle etwas dabei: Für die jüdischen Hipster, für die Literaturbegeisterten, die Design-Interessierten, für die Orthodoxen, für die Liberalen oder einfach nur für alle, die sich intellektuell mit der Geschichte auseinandersetzen wollen, die zum Seder erzählt wird. Jedenfalls ein gutes Beispiel dafür, was alles machbar ist und über welche Wege man sich dem Thema annähern kann.“– Gezeigt werden auch weitere Haggadot aus der Sammlung des Klingspor Museums.

Buch des Monats: 5. August 2016, 14 Uhr
Eintritt: 4 Euro, Mitglieder: 2 Euro

è Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Mi, 01.06.2016

Buch des Monats und weitere Buchschätze des Klingspor Museums

Von Alef bis Tav
Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Synagoge in Offenbach werden in der Reihe „Buch des Monats“ Werke in hebräischer Schrift aus der Sammlung des Klingspor Museums präsentiert. Gezeigt werden u.a. kalligrafische Blätter von Werner Eikel mit Psalmen in Hebräisch und Deutsch und ein Schöpfungsalphabet aus dem Buch Sohar mit farbenprächtigen Buchstabenbildern von Josua Reichert.

Buch des Monats: 3. Juni 2016, 14 Uhr
Eintritt: 4 Euro, Mitglieder: 2 Euro

Hessen seitenweise
Buchschätze aus der Sammlung des Klingspor Museums
Abbildung: G. A. Bürger, Münchhausen. Mit Illustrationen von Bernhard Jäger
Frankfurt, Wien: Büchergilde Gutenberg, 1994. Foto: Klingspor Museum
Der Begründer einer vitalen Buchkunstszene im Rhein-Main-Gebiet ist Victor Otto Stomps mit seiner legendären Eremiten-Presse. In Frankfurt entstanden die einer anspruchsvollen buchkünstlerischen Tradition verpflichteten Drucke des Meistertypographen Gotthard de Beauclair. In Offenbach war die Hochschule für Gestaltung Ausgangsort vieler junger Buchkünstler. Thomas Bayrle und Bernhard Jäger (Abb.) sowie die Künstlergruppe Unica T sind beispielhaft zu nennen. Der Vortrag beleuchtet das vielfältige Schaffen von Buchkünstlern in Hessen von den Anfängen nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die Gegenwart.
Anlässlich des Vortrags „Hessen seitenweise“ wird im Obergeschoss des Klingspor Museums eine Ausstellung mit hessischer Buchkunst aus eigenen Beständen zu sehen sein.

Vortrag von Nina Mößle: 9. Juni, 19 Uhr

è Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Mo, 23.05.2016

Frutiger-Abend in Offenbach

Adrian Frutiger, Leben und Werk
Grafik: Simon Zirkunow
Zu den engen Freunden und Vertrauten des Schriftgestalters und Künstlers zählt Dr. Walter Greisner, langjähriger Geschäftsführer der Frankfurter Stempel AG. Die Erinnerungen, die er vortragen wird, ergänzt Otmar Hoefer, der Frutigers Kooperation mit der Linotype AG darstellen wird. Bemerkungen des Gestalters Simon Zirkunow zum Umgang mit Frutigers Schriften runden den Abend ab.

24. Mai 2016, 19 Uhr

è Klingspor-Museum
Herrnstr. 80
63065 Offenbach

Mi, 11.05.2016

Provokant und bissig – Ottfried Zielke

Das Klingspor-Museum zeigt in seiner Sommerausstellung aus Anlass seines 80. Geburtstages unter dem Titel „Laut, bunt und böse, Buch und Grafik von Ottfried Zielke“ Unikatbücher des Berliner Malers, Grafikers und Karikaturisten.
Der Künstler beginnt 1993 auf Anregung des Künstlers und Verlegers Uwe Warnke großformatige Unikatbücher zu schaffen. Er arbeitet an Warnkes Künstlerzeitschrift Entwerter/Oder mit.
Foto: © Ottfried Zielke
In seinen Büchern setzt er sich kritisch mit dem Zeitgeschehen auseinander und thematisiert Konsumfetischismus, Amerikanisierung und die Bedrohung durch Rechtsradikalismus, immer vor dem Hintergrund des Verhältnisses von Ost- und Westdeutschland. Durch seine Arbeit als Karikaturist, für die er mehrfach ausgezeichnet wurde, bringt er Schärfe und oft auch eine erfrischende Portion Bosheit mit in seine Bücher. Seine Arbeiten sind in renommierten Sammlungen des In- und Auslandes vertreten.
In großformatigen handgeschriebenen Büchern schafft er ein Wechselspiel von verbalen und visuellen Elementen. Er selbst spricht von Malerbüchern, doch diese Malerbücher haben nichts gemein mit Inhalt und Form traditioneller Bibliophilie.
Bissigkeit, Witz und Ironie charakterisieren das Werk des „Arbeiter- und Bauernsohns“, wie sich Ottfried Zielke selbst bezeichnet. Die gewählten Texte sind äußerst vielfältig: Gedichte von Christian Morgenstern und Zeitgenössisches von Autoren, die ebenso wie Zielke selbst eine DDR-Biographie haben, setzt er kongenial in Schrift und Bild um.
Zur Ausstellung erscheint eine Begleitpublikation.

Ausstellung: 19. Mai - 14. August 2016

è Klingspor-Museum
Herrnstr. 80
63065 Offenbach

Do, 28.04.2016

Zwei Ausstellungen und eine Buchvorstellung in Offenbach

Nachdem die Ausstellungsräume vom 1. bis 11. Mai geschlossen bleiben wird im Klingspor-Museum die Ausstellung „Im Zwischenreich von Form und Farbe. Ina Lorenz“ eröffnet.
"Ina Lorenz verfügt über ein Bild-Œuvre von evidenter Konsistenz. Ihre Arbeiten beweisen Anspruch und Vermögen, im Zwischenfeld von Zeichnung und Farbkomposition eine Ebene einzuziehen, die voller Empfindsamkeit und dem Vermögen zu Zwischentönen geprägt ist. Ihr Weg, die Grenzen zwischen dem Fläche-Anlegen und Linie-Ziehen zu erkunden, führt sie auf einem nachvollziehbaren Weg, der offenkundig Richtung hält. Die Variabilität, mit der sie ihren Ausdruck als solchen mal der gegenständlich mal der offen zu lesenden Form anvertrauen, hat reichhaltige Ergebnisse einer profilierten Bildsprache aufzubieten." (aus der Ausstellungs-Ankündigung)
Ina Lorenz ist die Preisträgerin des Rudi-Seitz-Kunstpreises 2016. Die Preisverleihung findet im Rahmen der Ausstellungseröffnung statt. Ina Lorenz war Schülerin und Absolventin bei Hans Hillmann, Kassel/Frankfurt am Main.

Ausstellungseröffnung: 11. Mai 2016, 19.30 Uhr
Ausstellung: 12. Mai - 19. Juni 2016

Eine Woche später wird dann die Ausstellung „Laut, bunt und böse. Ottfried Zielke – Buch und Grafik“ eröffnet.
Ottfried Zielke (*1936, Berlin) zeigt in seiner Bildsprache und seinem Umgang mit dem Handschriftlichen einen unverkennbar eigenen Stil. Provokation, Witz und Ironie charakterisieren seine großformatigen Unikatbücher. Durch seine Arbeit als Karikaturist bringt er Schärfe und oft auch eine erfrischende Portion Bosheit mit in seine Bücher.

Ausstellungseröffnung: 18. Mai 2016, 19 Uhr
Ausstellung: 19. Mai - 14. August 2016

Ende des Monats stellt Prof. Dr. Heiner Boehnke im Klingspor-Museum das Buch „Zeichenvorrat, eine Auswahl jüngster Zeichnungen und Graphiken von Christian Goldberg“ mit dem Text von Dr. Stefan Soltek und in grafischer Gestaltung von Uta Schneider vor und wird den Künstler mit einer Lesung würdigen.

Buchvorstellung: 31. Mai 2016, 19 Uhr

è Klingspor-Museum
Herrnstr. 80
63065 Offenbach

Do, 24.03.2016

Frohe Ostern!

Liebe Freunde des Klingspor Museums,

Der Osterhas legt just ein Ei – da fliegt ein Schmetterling herbei …
mit diesem Motiv aus dem Hasenbuch (Osterbuch) von K. F. von Freyhold wünschen wir Ihnen eine schöne Osterzeit!
Ihr Team des Klingspor Museums

Fr, 04.03.2016

Jedes Buch ein neuer Anfang

Die derzeit im Klingspor-Museum laufenden Alumni-Ausstellung zu Typografie und Buchgestaltung wurde gestern unter dem Titel "Buch muss sich neu erfinden" von Reinhold Gries in der Offenbach-Post vorgestellt.
Beim Rückblick auf 25 Jahre Lehrtätigkeit, an den Hochschulen in Mainz und Braunschweig lässt es die Offenbacher Typografie-Professorin Ulrike Stoltz an nichts fehlen im Klingspor-Museum. Rund 300 Exponate von gut 250 Studenten stehen für das hohe Niveau, das die renommierte Buchkünstlerin und Preisträgerin pflegt. Doch ihr Werk, auch aus Offenbacher Buchkunst-Werkstätten 'Unica T' und 'Usus' bekannt, steht nicht im Vordergrund.
Als Lehrende gibt sie zwar die Richtung an, pflegt aber den kreativen Dialog und setzt auf Motivation. 'Jedes Buch ist ein neuer Anfang' lautet ihr Motto. Dabei steht das Medium Buch mitten im Umbruch in unserer Gesellschaft. Stoltz dazu: 'Die Situation lässt sich mit der Malerei nach der Erfindung der Fotografie vergleichen. Damals besann sich die Malerei auf das. was ihr speziell eigen ist. Ganz ähnlich muss sich das Buch neu erfinden.'...
Viele Stoltz-Studenten nehmen Themen der Zeit auf. Florian Hardwig stellt am Leporello
'Modelle einiger Länder' vor. wie föderal unterschiedlich man in Deutschland das Schreiben lernt. Daneben karikiert das Collage-Buch 'Wir sind was volkt' Gegenwärtiges ... Es finden sich wandzeitungsartige Großblätter, konkrete und freie Poesie, kunstvoll Gefaltetes, Musterbücher, klassisch Gedrucktes und Gebundenes oder Fotobücher. Auffällig sind Gratwanderungen zwischen Menschlichem, Poetischem und Ästhetischem. ... Adrian Sterczeks Handsatzbuch .Schrift Form" wirkt wie ein Standardwerk zur Typographie. ...

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Ausstellung: 3. März - 30. April 2016,
Alumni-Treffen mit Kurzvorträgen und Präsentationen (9. April)
Führung durch Ulrike Stoltz mit anschl. Alumni-Party (30. April)

è Klingspor-Museum

Herrnstr. 80
63065 Offenbach

Sa, 27.02.2016

Kunstpreis an zwei bedeutende Schriftkünstler

„H“ aus der Palatino Nova Light und „&“ aus der Zapfino (Hermann Zapf),
„G“ aus der Diotima Classic LT Prolight (Gudrun Zapf von Hesse)
Der Kunstpreis der Ike und Berthold Roland-Stiftung geht 2016 an die Schriftkünstlerin Gudrun Zapf von Hesse und posthum an den Schriftgestalter und Kaligrafen Hermann Zapf (1918 - 2015) für ihr international bedeutendes Werk. Der Preis wird am 6. März 2016 im Gutenberg-Museum verliehen.
Zu Hermann Zapf hiess es anlässlich einer Rückschau auf sein Lebenswerk 2015 im Klingspor-Museum: "
Zapf hat der Schrift sein Lebenswerk gewidmet und die Entwicklungsgeschichte des geschriebenen Worts in den Jahrzehnten nach dem zweiten Weltkrieg mit seinen Schriften maßgeblich geprägt. Palatino und Optima allein genügten, um dies zu belegen – vieles mehr hat der Protagonist in Hand- und Druckschrift geschaffen. Seine Kreativität hatte auch immer die technische Umsetzung im Blick. Dem Computerzeitalter öffnete er sich, ja er half, seine typografischen Errungenschaften an die Erfordernisse der digitalen Verbreitung anzupassen."
Bereits 2001 wurde der 2. September zum "Hermann und Gudrun Zapf Day" der Stadt San Francisco erklärt.

Do, 25.02.2016

Typografie und Buchgestaltung im Studium

Ulrike Stoltz: Lady Mikodo in Japan, Unikat
Nach einer halbmonatigen Schließung der Ausstellungsräume werden im Klingspor Museum zwei neue Ausstellungen eröffnet: „Jedes Buch ein neuer Anfang. Ulrike Stoltz: Eine Anthologie aus 25 Jahren Unterricht in Typografie und Buchgestaltung" und "Im Dialog: Lehrende und Lernende an der HfG Offenbach – Buch. Freie Grafik." Druckgrafik von Volker Steinbacher, Werkstattleiter der HfG. Außerdem Bücher, die in einem Workshop mit Craig Leonard entstanden. An den Hochschulen werden in Fachbereichen Typografie und Visuelle Kommunikation Typografen und Grafikdesigner ausgebildet. Dass die Studiengänge auch als Katalysator für den Nachwuchs an Buchkünstlern fungieren, zeigt das Klingspor Museum mit zwei parallelen Ausstellungen mit Arbeiten von Studierenden der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, der Fachhochschule Mainz und der Hochschule für Gestaltung Offenbach.

Eröffnung: 2. März 2016
Ausstellung: 3. März - 30. April 2016,
Alumni-Treffen mit Kurzvorträgen und Präsentationen (9. April)
Führung durch Ulrike Stoltz mit anschl. Alumni-Party (30. April)


è Klingspor-Museum
Herrnstr. 80
63065 Offenbach

Mi, 03.02.2016

Buch des Monats

Ich hätte Nein sagen sollen, oder dass ich etwas vorhätte

Das Buch des Monats "Hermann Harry Schmitz: Die Bluse" widmet sich einer besonderen Ausgabe der Tragikomödie ‚Die Bluse‘ von Hermann Harry Schmitz, die 1914 posthum im Band ‚Das Buch der Katastrophen‘ erschien. Schmitz setzt mit großem Witz und gutem Blick für das Schrullige des Alltags einen Blusenkauf in Szene, der sich Seite für Seite zu groteskem Unheil steigert. 
Alexandra Engelberts visualisiert den Text mit Elementen der experimenteller Typografie und der konkreten Poesie und schafft in der Ausgabe aus dem Anabas-Verlag von 1998 ein Feuerwerk aus Bild und Text, das einfach gute Laune macht.

Buch des Monats: 5. Februar 2016, 14 Uhr
Eintritt: 4 Euro, Mitglieder: 2 Euro

è Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Di, 01.12.2015

Buch des Monats

Adrian Frutiger – Aspekte seiner Schrift- und Buchkunst

Adrian Frutiger, 1997, Brenngarten bei Bern
„Seine Modernität war humanistisch gemildert, sein Fachwissen mit tiefer historischer Kenntnis gesättigt: Mit dem Tod von Adrian Frutiger hat die Welt der Schriften einen ihrer prägendsten Gestalter verloren“. So beginnt Joachim Güntners Nachruf in der Neuen Züricher Zeitung vom 13. September. Der Entwerfer von mehr als 30 Schriftfamilien ist mit seinen Arbeiten auch im Klingspor Museum zentrales Kapitel der Typographie des 20. Jahrhunderts. Aber auch seiner Schrift „Der Mensch und seine Zeichen“ gilt höchste Beachtung, ebenso den originalgrafisch ausgestatteten Büchern zur Genesis (1960) und Partages (1962). Der Versuch eines Rückblicks scheitert an der Weite und Größe der Arbeit Adrian Frutigers. Die Ausführungen von Stefan Soltek erweitert Otmar Hoefer, Monotype, um Aspekte der Zusammenarbeit mit dem Schriftenentwerfer.

Buch des Monats: 4. Dezember 2015, 14 Uhr
Eintritt: 4 Euro, Mitglieder: 2 Euro

Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

So, 15.11.2015

Kinderwelten

Bereits zum 60. mal findet im Klingspor-Museum die internationale Kinderbuchausstellung statt.
In diesem Jahr ist ein großer Teil der Ausstellung dem Rückblick auf diese 60 Jahre gewidmet. Die ausgewählten Bücher zeigen nicht nur den Wandel der Themen und der Illustrationsstile, sondern auch ein sich wandelndes Verständnis, was das Kinderbuch vermitteln soll. 
Spätestens seit den siebziger Jahren begann sich das Kinderbuch zu emanzipieren und räumte mit der vermeintlich heilen Kinderwelt auf. Relevante Themen der Zeit fingen nun an, einen breiteren Raum einzunehmen. Ob Raumfahrt, Umweltzerstörung oder Atomkraft, der gesellschaftliche Diskurs findet seinen Niederschlag im Kinderbuch. Ein weiteres Thema sind kindliche Befindlichkeiten. 
Natürlich dürfen in der Ausstellung auch Klassiker, die Generationen Kindern begleitet haben, wie die Raupe Nimmersatt und Janoschs Tiger und Bär nicht fehlen. Mancher kann sein Lieblingsbuch der Kindheit wiederentdecken. 
Wie in jedem Jahr werden auch wieder ausgewählte Neuerscheinungen gezeigt. Über 30 Verlage aus dem In- und Ausland haben etwa 100 Neuausgaben zur Verfügung gestellt, die auf Lesetischen und Vitrinen zum Blättern, Schauen, Lesen und Vorlesen einladen. 
Auch das zeitgenössische Bilderbuch eröffnet einen spannenden Blick auf aktuelle Wünsche an Kindheit und Erziehung und kann als Spiegel gesellschaftlicher Konventionen und kindlicher Lebenswelt gelesen werden, worauf die Ausstellung der Neuerscheinungen ein besonderes Augenmerk legt. Die tierischen Helden werden in diesem Jahr durch die Originalzeichnungen und Skizzen der Stipendiatin des Troisdorfer Bilderbuchstipendiums Anja Mikolajetz für ihr 2015 erschienenes Kinderbuch ‚Das Herz des Affen‘ bereichert. 
Ein umfangreiches Programm aus offenen Workshops, Mitmachtheater und Gesprächen begleitet die Ausstellung.

Eröffnung: 6. Dezember 2015,11 Uhr
Ausstellung: 6. Dezember 2015 - 14. Februar 2016

è Klingspor-Museum
Herrnstr. 80
63065 Offenbach

Mi, 04.11.2015

Buch des Monats

Stadtansichten
Bereits heute leben 54 Prozent der Menschen in Städten, in der Mitte unseres Jahrhunderts sollen es zwei Drittel sein. Die Stadt gilt einerseits als Sehnsuchtsort, der bessere Lebensmöglichkeiten verspricht, andererseits als Stätte des Elends. In der Buchkunst wird das Thema Stadt in all seiner Ambivalenz aufgegriffen: von der spätmittelalterlichen Darstellung des Paradieses als Stadt über die miserablen Lebensbedingung der Massen in den rasant gewachsenen Städten im frühen 20. Jahrhundert bis zur höchst aktuellen Frage, „Wem gehört die Stadt?“. Martina Weiß spannt einen Bogen von Dürers Vorstellung des himmlischen Jerusalem über Frans Masereels expressionistische Holzschnitte des urbanen Lebens bis zu Andrew Castruccis Kampf um bezahlbaren Wohnraum in New York.

Buch des Monats: 6. November 2015, 14 Uhr
Eintritt: 4 Euro, Mitglieder: 2 Euro

Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Di, 22.09.2015

1 Cent Life

Das unter diesem Titel veröffentlichte opulente Malerbuch des chinesisch-amerikanischen Künstlers Walasse Ting (1929 Shanghai – 2010 New York) war Teil der im August beendeten Ausstellung YESTERDAY – Die Sixties in Buch und Schrift. In diesem Buch, entstanden anfangs der 60er Jahre als Kunstprojekt, sind Grafiken von 27 Künstlern zusammengefügt zu einem facettenreichen Werk, das die unterschiedlichen Kunstrichtungen der Zeit eindrücklich aufzuzeigen vermag. Alle 62 Lithografien – von so bekannten Künstlern wie Antonio Saura, Robert Indiana, Andy Warhol, Robert Rauschenberg, Roy Lichtenstein, um nur wenige zu nennen – konnten in der Ausstellung und auch in der sie begleitenden Katalogbox nicht ausdrücklich berücksichtigt werden, sind aber außerordentlich sehenswert. Nina Mößle, wissenschaftliche Volontärin des Museums, wird das Vorstellen und Blättern als kleine Reminiszenz zur viel beachteten Ausstellung in der Veranstaltung "Buch des Monats" übernehmen. 

2. Oktober 2015, 14 Uhr
Eintritt: 4 Euro, Mitglieder: 2 Euro


è Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach