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Jens Henkel

Pirckheimer-Blog

Jens Henkel

Fr, 23.10.2015

Bekenntnis zum Handwerk

Heute wurde die wunderbar kuratierte Ausstellung "Handpressen oder die Kunst handwerklicher Buchgestaltung" in der Galerie Handwerk der Handwerkskammer in München eröffnet. Geschätzt 120! Besucher weilten bei der Eröffnung, bei der sich viele bekannte Buchkünstler und das interessierte Publikum persönlich begegneten.
Viele Pirckheimer Mitglieder gehörten natürlich auch zu den Ausstellern. Benda, Henkel, SchumacherGebler oder Moosbrugger, um nur einige zu nennen, sind in München vertreten, so wie wir sie kennen, mit bibliophilen und künstlerisch anspruchsvollen Exponaten ihres Schaffens. Reinhard Grüner ist als Leihgeber vertreten und gibt mit den ausgestellten Werken einen weiteren Einblick in sein Sammler-Repertoire.
Dafür, dass angeblich niemand mehr sich für Bücher interessiert, sind erstaunlich viele junge Künstler mit ihrer Buchkunst zu sehen.
Die ausgestellten Werke und das spannende Rahmenprogramm der Ausstellung sollte nicht nur Münchner zu einem Besuch motivieren.
(Dr. Ralph Aepler)

Ausstellung: 22. Oktober - 21. November 2015

Handwerkskammer für München und Oberbayern
Galerie Handwerk

weitere Informationen hier ...
siehe auch: Edition Schwarze Seite ...

So, 18.10.2015

ZENTRALE von Steffen Volmer

Die Bücher des Chemnitzer Künstlers Steffen Volmer gehören seit über zwanzig Jahren zum Verlagsprogramm der burgart-presse Jens Henkel und bestechen durch die handschriftlich vorgetragenen Texte, die zeichnerische Kultur sowie die meisterliche Beherrschung druckgrafischer Techniken. Das neue Künstlerbuch ZENTRALE entstand anlässlich seines 60. Geburtstages und schildert schmerzliche Erfahrungen mit dem menschlichen "Zentralorgan". Neben eigenen handschriftlichen Texten vereint es noch einmal die ganze Bandbreite seiner künstlerischen Fähigkeiten und ist in seiner aufwendigen Herstellung noch am ehesten mit dem Buch TRAGEN (Schönstes deutsches Buch 1996) zu vergleichen.

Der Druck ist ab Dezember 2015 in folgenden Ausgaben lieferbar:
Ausgabe A: Ex. 1-20 mit einer beigelegten Zeichnung und drei zusätzlichen Lithografien (850,00 € - noch 3 Exemplare lieferbar)
Ausgabe B: Ex. 21-40 mit drei zusätzlichen Lithografien (500,00 €)
Ausgabe C: Ex. 41-75 (400,00 €)

burgart-presse
Jens Henkel

Mörla Nr. 45 a, 07407 Rudolstadt


Buchvorstellung: 5. November 2015, 19.30 Uhr

Heck-Art-Haus
Mühlenstraße 2, 09111 Chemnitz

Do, 15.10.2015

Die Stunde der blauen Schmetterlinge

Eine Ausstellung zum 90. Geburtstag von Alfred T. Mörstedt 

Alfred Traugott Mörstedt (1925-2005) lebte in Erfurt und gilt als einer der wichtigsten thüringer Künstler der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er fand in der Tradition der Moderne des 20. Jahrhunderts seine Vorbilder. In Erinnerung geblieben sind die kostbare Leuchtkraft seiner phantasievollen Bildfindungen, die Souveränität des künstlerischen Vortrages und eine Persönlichkeit, die „sich stets mit feiner Heiterkeit gegen drohende Bitternis“ zu behaupten wusste (Harald Gerlach). Erste künstlerische Studien machte er 1947 bei Otto Knöpfer, danach an den Kunsthochschulen in Weimar, Dresden und Berlin-Weißensee. Danach arbeitete er als Gebrauchswerber und Entwerfer in der vogtländischen Textilindustrie, ab 1960 war er als freischaffender Künstler tätig und ist Mitbegründer der „Erfurter Ateliergemeinschaft“, die außerhalb staatlicher Ideologien und Strukturen Künstler zusammenführt und Kunstausstellungen organisierte. Seit 1957 stellt Mörstedt aus, in der DDR-Zeit vor allem in Kulturbund- und kleinen Galerien, aber auch in der Bundesrepublik und im übrigen Ausland.
Fachwerkpyramide oder Wenn die Ägypter mehr Holz besessen hätten,
Collagen von Alfred Traugott Mörstedt. Vorwort von Harald Gerlach
Burgart-Presse 1993 (edition burgart), Auflage 700 Exemplare
Das Museum Heidecksburg fühlt sich seit Jahrzehnten seinem künstlerischen Werk verpflichtet und präsentiert gemeinsam mit der 2013 gegründeten „Alfred Traugott Mörstedt – Stiftung“ eine Werkschau aus dem Nachlass des Künstlers. Aus dem Bestand der komplett konservatorisch aufgearbeiteten Sammlung (über 2.000 Positionen) wurden etwa 100 Arbeiten für die Ausstellung ausgewählt, die zum Teil erstmals öffentlich gezeigt werden.
Zur Ausstellung erscheint ein Begleitbuch, 120 Seiten, zahlreiche Abbildungen, vier Essays, 24,50 Euro 

Ausstellung: 5. September 2015 bis 28. Februar 2016

Thüringer Landesmuseum Heidecksburg in Rudolstadt
Gewölbesaal des Nordflügels

Fr, 25.09.2015

Handpressen oder die Kunst handwerklicher Buchgestaltung

Das Besondere des in kleiner Auflage gedruckten Buches findet nach wie vor und nun auch gerade im digitalen Zeitalter erneut Liebhaber. Diese schätzen den visuell-haptischen Eindruck, die Sorgfalt bei der Herstellung, die überlegte Wahl der Materialien und der Schrift. Das sich in Einband, Materialwahl und Ausstattung als ästhetische und inhaltliche Einheit präsentierende Buch vermittelt zwischen Autor, Pressenbetreiber / Gestalter / Künstler und Leser. Es bildet in der bewussten Entscheidung für eine bestimmte Type, Farbigkeit, Layout, Technik und Art der ornamentalen oder bildlichen Ausstattung zugleich auch die Interpretation des jeweils ausgewählten Textes. Das Buch fungiert damit als Kommunikationsmittel zwischen Gestalter und Leser und lädt ein, die Auffassung des Textes und die ästhetische Umsetzung nachzuvollziehen und damit auch über die eigene Stellung zu dem Text zu reflektieren.
Eine Ausstellung der Galerie Handwerk zeigt handwerklich gestaltete Bücher, in denen Typographie und Illustration eine Verbindung eingehen bzw, das Buch allein durch die Schrift gestaltet ist. Der Schwerpunkt der Ausstellung ist so gelegt, dass die vielfältigen Möglichkeiten präsentiert werden, durch Druck ein Buch zu kreieren. Das Ziel dabei ist es, die erstaunliche Breite an Möglichkeiten vorzustellen, die in diesem Bereich zurzeit vorliegt. In Hinblick auf die typographische Gestaltung soll es sich jedoch bevorzugt um solche Bücher handeln, die im Handsatz (Bleisatz) und im Handdruck entstehen.
Unikateinband des "Centaur" von Andreas Bormann, MDE (Berlin),
P.J. Moosbrugger (Pegasus-Presse)
Der Schwerpunkt wird dabei auf der aktuellen Produktion in Deutschland liegen. Die Pirckheimer Dr. Wolfram Benda (Bear Press), Jens Henkel (burgart-presse), Peter Moosbrugger (Pegasus-Presse) und Eckehart SchumacherGebler (Offizin Haag Drugulin) werden ebenso dabei sein wie Christian Ewald (Katzengraben-Presse), Sabine Golde (Carivari), Peter Rensch (Andante Handpresse), sowie Uta Schneider und Ulrike Stoltz (usus). Ergänzend sollen einige Arbeiten bedeutender Pressen aus dem Ausland gezeigt, sowie aus der Zeit um 1900 und der jüngeren Vergangenheit vorgestellt werden.

Ausstellung: 22. Oktober - 21. November 2015

Handwerkskammer für München und Oberbayern
Galerie Handwerk
weitere Informationen durch Klick auf die Abb. des Flyers ...

Mi, 24.09.2014

Victor Günthert (1928 - 2014)

Links: Saxifraga granulata.
Rechts: Saxifraga paniculata
Für die deutsche Buchkunstszene war er einer der großen Sammler, der sich auf dem Gebiet der bibliophilen Bücher des 20. Jahrhunderts spezialisiert hatte.
Er selbst eine äusserst distinguierte Erscheinung, groß gewachsen, buschige Augenbrauen, ein neugieriges und waches Wesen.
Zu jeder Frankfurter Buchmesse gehörte er zu der kleinen Schar von Privatsammlern, zu denen die Künstlerbuch-Verleger eine familiäre Beziehung aufbauten. Vor einigen Jahren verabschiedete er sich dann, zog sich mehr und mehr von der Szene zurück.
Ich erinnere mich gut an einen privaten Besuch bei ihm in München-Schwabing. Er zeigte mir einen Teil seiner Sammlung: die heute wertvollen Bücher der Cranach-Presse von Harry Graf Kessler und der Bremer Presse von Willy Wiegand. Sowohl die Cranach- wie auch die Bremer Presse gehören heute zu den herausragenden bibliophilen Erzeugnissen, die sich am Anfang des 20. Jahrhunderts gegen die industrielle Buchproduktion wendeten.
Victor Günthert war aber nicht nur ein Spezialist der Bibliophilie; er sammelte auch zeitgenössische Künstlerbücher, die andere Präferenzen als Satz, Druck, Typografie, Einbandgestaltung oder Papierauswahl hatten. Zu ihnen gehörten auch die Künstler der Burgart-Presse von Jens Henkel, Felix Martin Furtwängler oder Ottfried Zielke.
Zu einem Privatsammler kommt man nicht mit leeren Händen. Also hatte auch ich Künstlerbücher dabei. Nach Kaffee, Kuchen und Gesprächen über alpine Gärten packte ich meinen Bauchladen aus. Er schaute sich alles aufmerksam an, fand es großartig und meinte dann: „Hätte ich Sie einige Jahre vorher kennen gelernt, hätte ich alles von Ihnen gekauft. Nun bin ich aber zu alt, um dort noch einzusteigen.“ Das Fatale daran war, dass er einfach die Wahrheit sagte. Es war keine Strategie von ihm, keine Entschuldigung oder ein fragwürdiger Trost für mein misslungenes Geschäft.
In den letzten Jahren war er mit der Katalogisierung seiner Sammlung beschäftigt. Leider ist das etwas, was viele Privatsammler immer tun wollen, es hinausschieben und dann vorher sterben.
Auf der Buchkunst Weimar im letzten Jahr erschien Victor Günthert überraschend, sprach lange mit vielen Herausgebern und erwarb hier und da etwas. Ich sollte ihm in Mai besuchen, wenn ich in München sein würde. Also rief ich ihn im Mai diesen Jahres an. Da war er zu dem angegebenen Termin in Hamburg. Jetzt fahre ich im November wieder nach München und dachte daran, ihn zu besuchen, bis Cornelia Göbel, die Frau des Privatsammlers Reinhard Grüner anrief und mir mitteilte, dass Victor Günthert am 17. September gestorben ist.

Fr, 11.07.2014

neue Drucke der burgart-presse

Der Pirckheimer Jens Henkel informiert über zwei neue Pressendrucke der burgart-presse: Als 44. Druck erschien Der Teufel mit den drei goldenen Haaren und als 45. Druck Friss die Reste des Vergessens.
Der 44. Druck. Vor gut 200 Jahren erschienen erstmals die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm. Darunter auch diese Geschichte von Liebe und Habgier, von einem mutigen Jüngling, einem gierigen König und einem überlisteten Teufel nebst sympathischer Großmutter. Der hier wiedergegebene Text folgt der Ausgabe letzter Hand aus dem Jahr 1857 und wird von mehrfarbigen, expressiven Holzschnitten des Chemnitzer Künstlers Klaus Süß begleitet.
Der Druck erschien im 3. Quartal 2013 in einer einmaligen Auflage von 60 Exemplaren; 50 arabisch nummerierte Exemplare sind zum Verkauf bestimmt, 10 Künstler- und Verlegerexemplare werden römisch nummeriert. Das Impressum ist vom Künstler signiert. Format: ca. 24 x 33 cm, 30 Seiten, Pappband. Der Buchdruck erfolgt bei Hahndruck Kranichfeld. Den Handeinband fertigt Ludwig Vater, Jena.
Die Ausgabe A (Ex. 1-15 mit einer handbemalten Flachfigur aus Holz, alle Holzschnitte signiert, Kassette) ist, wie auch die Ausgabe B (Ex. 16-25 mit einer zusätzlich beigelegten farbigen Zeichnung) bereits vergriffen. Einige Exemplare der Ausgabe C (Ex. 26-50) können für 400,00 € noch erworben werden.
Der 45. Druck. Seit der Zusammenarbeit von Karl-Georg Hirsch mit der burgart-presse im Jahr 1989 sind zehn Editionen mit dem und über den Leipziger Künstler entstanden. Dieser Pressendruck stellt jedoch Karl-Georg Hirsch nicht als Illustrator eines Textes vor; er selbst tritt mit seiner „wohl letzten größeren Holzstichfolge“ in den Vordergrund. Angeregt durch Gedankensplitter von Yvan Goll bis Schalom Ben-Chorin belegen die zwölf „Lebensstiche“ seine besondere Affinität zur Lyrik und bieten Anlass zu einem Bilderkosmos, der die Verheißungen der von ihm durchlebten Gesellschaftssysteme hinterfragt. Ein wiedergegebener handschriftlicher Brief an den Verleger gibt Persönliches preis: Karl-Georg Hirsch schreibt von Anregungen für sein Tun und schafft Einblicke in seine Arbeitsweise.
Der Druck erscheint im III. Quartal 2014 in einer einmaligen Auflage von 75 Exemplaren; 60 arabisch nummerierte Exemplare sind zum Verkauf bestimmt, 15 Künstler- und Verlegerexemplare werden römisch nummeriert. Das Impressum ist vom Künstler signiert (die Abb. zeigt einen Gestaltungsentwurf).
Format: 24 x 30 cm, 38 Seiten. Bettina Haller, Chemnitz, übernimmt den Druck der Holzstiche. Der Buchdruck erfolgt bei Hahndruck Kranichfeld. Den Handeinband fertigt Ludwig Vater, Jena.
Ausgabe A: Exemplar 1-20 mit einer beigelegten Vorzeichnung zu einem der Stiche sowie mit der Suite aller Holzstiche (jeweils signiert), Ganzlederband im Schuber (vergriffen)
Ausgabe B: Exemplar 21-60, Halblederband im Schuber, im Impressum signiert: 350,00 €

Fr, 29.11.2013

4. Buchkunst Weimar

44. Druck der burgart-presse: Klaus Süß, Der Teufel mit den 3 goldenen Haaren, 60 Expl.
Wieder ist es gelungen, 20 namhafte und international anerkannte Buchkünstler zu einer Verkaufsausstellung in Weimar im Reithaus zu versammeln, darunter die Pirckheimer Jens Henkel mit der burgart-presse und Peter Zitzmann mit der schPeZi-Presse.
Bibliophile Kostbarkeiten, Originalgrafiken, Malerbücher, limitierte Handpressendrucke, Unikatbücher bis hin zu Buchobjekten von hoher künstlerischen und handwerklichen Qualität werden gezeigt und zum Verkauf angeboten. Buchliebhaber können hier in die Welt der Buchgestaltung und Buchkunst eintauchen und sich auch verführen lassen. Alle gezeigten Künstlerbücher sind Exponate, die in keiner Buchhandlung zu finden sind.
Aber auch die Förderung des künstlerischen Nachwuchses steht auf dem Programm. Daher wurden Studierende der Bauhaus-Universität, der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und der Alanus Hochschule Alfter eingeladen, die ihre hohe Kreativität bei Künstlerbüchern zeigen. Kesslers Cranachpresse und van de Veldes Entwürfe schätzend, vom Bauhaus inspiriert und um Dorfners Einbände wissend, ist es den Studierenden heute wichtig, zeitgenössische Positionen in der Kunst des Buchgestaltens zu formulieren und umzusetzen.
(nach einer Information von Gudrun Illert, Atellier G und Henry Günther, Edition Balance)

Biennale: 30. November und 1. Dezember 2013

Reithaus an der Ilm
Platz der Demokratie 5,
99423 Weimar

è Buchkunst Weimar

Do, 25.04.2013

Palmbaum zum Thema Buchkust

Das 56. Heft der Zeitschrift Palmbaum, welche ihren 20. Geburtstag begeht, ist der Buchkunst gewidmet. Das Heft enthält Antworten zu einer Umfrage, worin denn ein schönes Buch besteht, u.a. von unseren Mitgliedern Herbert Kästner, Carsten Wurm, Peter Arlt, Elmar Faber, sowie von Gerd Sonntag, Baldwin Zettl, Peter Gosse, Wilhelm Bartsch und Alexandra Sender. Im Heft finden sich Beiträge zur Geschichte der Thüringer Buchkunst vom Mittelalter bis zur Gegenwart u.a. zu Titelblättern von Barock bis van de Velde von unserem Mitglied Jens-Fietje Dwars. Matthias Hageböck schreibt über Bucheinbände der Reformation, unser Mitglied Jens Henkel über Max Thalmann, Matthias Biskupek zum Greifenverlag und Johannes Mangei über den DDR-Untergrund. Karl-Georg Hirsch verrät, was er unter Buchkunst versteht. Er schuf für den Einband des Heftes einen Holzschnitt nach Peter Gosses Gedicht "Todin" und stach als Vorzugsgraphik zum Jubiläum der Zeitschrift das Blatt "Am Palmbaum".

Palmbaum

So, 13.05.2012

Michael Morgner

Amöben I + II
Die zweibändige Edition erscheint als 42. Druck der burgart-presse anlässlich des 70. Geburtstages von Michael Morgner. Der erste Band enthält neben einem graphischem Selbstporträt zwanzig Originalradierungen und handschriftliche Texte des Künstlers, die unmittelbar autobiographische Bezüge aufweisen. Sein faksimiliertes Skizzenbuch, das interessante Aufschlüsse über das jahrzehntelange Werden seiner charakteristischen Bildfigurationen gibt, ist Inhalt des zweiten Bandes. Friedrich Dieckmann verfasste dazu den Essay "Brigadebuch".
Der Druck erscheint im II. Quartal 2012 in einer einmaligen Auflage von 65 Exemplaren; 50 arabisch nummerierte Exemplare sind zum Verkauf bestimmt, 15 Künstler- und Verlegerexemplare werden römisch nummeriert. Format: 31 x 26 cm. Beide Bände im Impressum vom Künstler signiert. Hahndruck Kranichfeld übernimmt den Buchdruck. Die Handeinbände und den Schuber fertigt Ludwig Vater in Jena.
Amöben I: 60 Seiten, 21 teils mehrfarbige Radierungen (Druck Matthias Mann) und sieben faksimilierte handschriftliche Texte, Halblederband
Amöben II: 110 Seiten, Reprint des Skizzenbuches mit einem Essay von Friedrich Dieckmann, Halblederband

Ausgabe A: Ex. 1-15, Bd. I mit einer der verwendeten Druckplatten, alle Radierungen monogramiert; Bd. II mit einer Originalskizze, Halblederbände im Schuber: 950,00 €
Ausgabe B: Ex. 16-50, Halblederbände im Schuber: 500,00 €

burgart-presse
Mörla Nr. 45a
07407 Rudolstadt
Tel: 03672-412214

Di, 22.11.2011

3. Buchkunst • Weimar

Arbeiten von Tina Flau
An vier verschiedenen Orten in Weimar werden nunmehr zum dritten Mal Werke der besten Buchkünstlerinnen und Buchkünstler von nationalem und internationalem Rang präsentiert, darunter von unseren Mitgliedern Jens Henkel und Peter Zitzmann. Wer Liebe zum bibliophilen Buch hat, kann Einblicke in die Schätze zwischen Buchdeckeln hauptsächlich im Reithaus in Weimar bekommen. Hier zeigen und verkaufen die Künstler an einzelnen Tischen ihre Werke. Es sind Unikate, kostbare Vorzugsausgaben und Raritäten in kleinsten Auflagen.
Ein weiterer Ausstellungsort ist die Kunsthalle „Harry Graf Kessler“, deren Name für ein wichtiges Kapitel in der Buchkunst Weimars steht. Hier zeigen Studentinnen und Studenten der Kunsthochschule Burg Giebichenstein ihre Arbeiten. Ausgehend von der Tradition gilt es heute, diese weiterzuentwickeln und eine zeitgemäße Position in der Buchkunst des 21. Jahrhunderts zu finden.
In der Galerie Profi l findet eine Einzelausstellung mit Werken von Frank Eißner, Leipzig statt und in der Stadtbücherei die Ausstellung „La vida desatenta“, eine Hommage spanisch sprechender Buchkünstler an Miguel Hernández. Gezeigt werden Werke von Künstlern aus Spanien, Argentinien, Brasilien, Chile, Italien, Kolumbien, Mexiko und den USA.

26. und 27. November 2011

è Buchkunst Weimar

So, 21.11.2010

Matthias Biskupek

DIE BLÜTENLESE. Ein Jubelbuch zum Sechzigsten
Mit 3 Original-Holzstichen von Karl-Georg Hirsch
und einem Essay von Kerstin Hensel

Zu seinem sechzigsten Geburtstag am 22. Oktober 2010 schenkt sich Matthias Biskupek ein Jubelbuch. Buchbinder Ludwig Vater hat dafür einen außergewöhnlichen Zwillingsband entworfen. Band eins versammelt zwanzig Textauszüge aus zwanzig Büchern, von Biskupeks erstem Erzählungsband „Meldestelle für Bedenken“ (1981) und dem Roman „Der Quotensachse“ (1996) bis zu Sprach-Spielen aus bibliophilen Werken. Karl-Georg Hirsch schuf eigens für diese Blütenlese drei Originalholzstiche. Band zwei enthält Biskupeks Bibliographie, Fotos von Wolfgang Korall, Karikaturen von Nel sowie einen Essay von Kerstin Hensel.
Der Druck erschien im November 2010 in einer einmaligen Auflage von 100 Exemplaren; 80 arabisch nummerierte Exemplare sind zum Verkauf bestimmt, 20 Künstler- und Verlegerexemplare wurden römisch nummeriert. Das Impressum ist von Jubilar und Künstler signiert.

Format: 16 x 16 cm, Band 1 und 2 je 50 Seiten, Preis: 98,00 €

Bestellungen erbeten an:

è burgart-presse Jens Henkel
Mörla Nr. 45 a
07407 Rudolstadt
Tel: 03672-412214
* Jens Henkel

Mo, 03.05.2010

Künstlerbücher – Buchkünstler

Zwanzig Jahre burgart-presse

Auf rund 110 Künstlerbücher, Einblattdrucke und Bibliografien kann der Verleger Jens Henkel zurückblicken. 1990, vor 20 Jahren, hat er in Rudolstadt die burgart-presse gegründet. Sie fand zuerst auf der Heidecksburg hoch über der Stadt ihren Platz, und daher rührt auch der Name des Verlages: burgart. Aber der gelernte Museologe und Historiker war schon zu Zeiten der DDR aktiv. Denn Jens Henkel war aufgefallen, „dass immer mehr seiner Freunde Bücher machten. Sie hefteten Zeichnungen und Typoskripte, Farbblätter und Drucke, handschriftliche Poeme und Materialcollagen zusammen, nannten es Künstlerbuch. In Frankreich hatte diese Tradition vor einem Jahrhundert begonnen – in der DDR, wo die Buchproduktion fest in Staatshand lag, wurde sie inhaltlich bedeutsam: Kunstprodukte bedurften keiner Druckgenehmigung“, so Matthias Biskupek, einer der Hausautoren der burgart-presse.
1983/84 erschienen Henkels Erstlinge. ... è weiterlesen
(Georg Drescher)

Ausstellung 2. Mai bis 11. Juli 2010
è
Museum Otto Schäfer, Schweinfurt
Di–Sa 14–17 Uhr, So 10–17 Uhr

è burgart-presse
Mörla Nr. 45 a
07407 Rudolstadt
Tel: 03672-412214

Mo, 23.11.2009

Buchkunst im Reithaus Weimar

Zum zweiten Mal treffen sich in Weimar am ersten Wochenende im Advent 2009 einige der besten Buchkünstlerinnen und Buchkünstler von nationalem und internationalem Rang, darunter auch Mitglieder unserer Gesellschaft und präsentieren ihre Werke. Bibliophile Kostbarkeiten von hoher künstlerischer und handwerklicher Qualität werden gezeigt: Unikate, Malerbücher, handgeschriebene Bücher, Grafiken, Monotypien, Mappenwerke und Buchobjekte. Sie werden mit ausgewählten Materialien und in aufwändiger buchbinderischer Gestaltung hergestellt. Durch das Experimentieren mit Text, Bild, Papier und Einband entstehen unkonventionelle, experimentelle Bücher. Viele dieser Exponate sind käuflich zu erwerben. Wegen des engen Zusammenhangs mit der Herzogin Anna Amalia Bibliothek kooperiert die Klassik Stiftung Weimar.

Geöffnet ist die Ausstellung am Sonnabend, den 28. November 2009 von 11 bis 19 Uhr und am Sonntag, dem 1. Advent, von 11 bis 17 Uhr im Reithaus im Park unterhalb der Herzogin Anna Amalia Bibliothek.
Eintritt: 3,00 €

Teilnehmer:
Hartmut Andryczuk, Hybridenverlag, Berlin
Rainer Ehrt, Edition Ehrt, Kleinmachnow
Frank Eißner, Frank Eißner - Handpresse, Leipzig
Christian Ewald, Katzengraben - Presse, Berlin - Köpenick
Tina Flau, Atelier Tina Flau, Potsdam
Felix Martin Furtwängler, Privat - Presse, Berlin
John Gerard, John Gerard, Rheinbach
Bettina Haller, Andrea Lange und Birgit Reichert Sonnenberg - Presse, Chemnitz und Kemberg
Andreas Hegewald, BUCHENpresse, Dresden
Jens Henkel*, Burgart - Presse, Rudolstadt
Wolfgang Henne, Wolfgang Henne, Leipzig
Rolf Lock, Edition Lock, Düren
Gudrun Illert, Atelier G, Weimar
Reinhold Nasshan, Einhand Presse, Landau / Pfalz
Dr. Caroline Saltzwedel, Hirundo-Press, Hamburg
Reinhard Scheuble, Quetsche, Verlag für Buchkunst, Witzwort
Peter Zitzmann*, schPeZi - Presse, Nürnberg
* Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft