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Pirckheimer-Blog

Mi, 16.10.2019

Gestaltung: Stefan Gunnesch / www.bildschriftlich.de

Bücherzauber

DIE LEIPZIGER MAGICA-SAMMLUNG IM SCHATTEN DERFRÜHAUFKLÄRUNG
Eine Ausstellung der Universitätsbibliothek Leipzig

Ausstellungseröffnung: 14. November 2019, 18 Uhr, Einführung Prof. Dr. Marco Frenschkowski, Kurator
Ausstellung: 15. November 2019 - 16. Februar 2020
Rahmenprogramm:
10. Dezember 2019, 18 Uhr, "Ein Traum von großer Magie" mit Prof. Dr. Marco Frenschkowski und Dr. Michael Siefener. Ein Abend über die Leipziger magischen Handschriften, die Geschichte der Zauberbücher und die Traditionen der europäischen Magie.
21. Januar 2020, 18 Uhr, Dr. Manfred Wilde zu .Hexen: in Sachsen
16. Februar 2019, 15 Uhr, Finissage mit Prof. Dr. Marco Frenschkowski

Universitätsbibliothek Leipzig
Beethovenstr. 6, 04107 Leipzig

Klingspor permanent

Die bisherigen Wechelausstellungen im Klingspor Museum werden um ein vielfach gewünschtes Kapitel ergänzt:
Eine immerwährende Präsentation, die in festgelegten thematischen Abteilungen das Profil der Sammlung von Buch- und Schriftkunst darbietet.Schrift, Pressendruck, Malerbuch, Künstlerbuch, Illustration und Plakat und die Geschichte der Gießerei Gebrüder Klingsporbestimmen den Weg durch die neu ausgestalteten Räume.

Eröffnung: 10. November 2019, 15 Uhr

Klingspor-Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Di, 15.10.2019

Frankfurt ruft

Die Pirckheimer-Gesellschaft erwartet euch in Frankfurt am Main zur Buchmesse, diesmal in Halle 4.1 E16. Im Gepäck hat sie neben eigenen Veröffentlichungen und Gaben für Mitglieder auch die  »Marginalien«, die älteste noch bestehende bibliophile Zeitschrift in Deutschland – regelmäßig erschienen seit 1957.

16. –  20. Oktober 2019

Frankfurt am Main

Wer kennt dieses Signum?

Das Schwarmwissen der Pirckheimer-Gesellschaft ist wieder einmal gefragt. 

Eine der frühen Zeichnungen der Papierarbeiten Eugen Schönebecks erscheint auf der Rückseite eines Buchdeckels, den es zu identifizieren gilt. Wer hat diese heraldische Goldprägung schon einmal gesehen und kann bei der Identifikation des Buches weiterhelfen? Könnte es sich dabei eventuell um das Zeichen eines Verlages handeln?  Die Maße des Buches betragen ca. 20 x 12,5 cm.

Die Antwort, die bei Einverständnis hier namentlich veröffentlicht wird, bitte an Pirckheimer-Blog.

Mo, 14.10.2019

Nur am Eröffnungstag der Ausstellung konnte man einige Leporellos dreidimensional betrachten und sogar in die Hand nehmen, an den übrigen Tagen sind die Bücher, wie auch die weiteren Objekte dann nur noch hinter Glas an den Wänden zu sehen. (Fotos: Abel Doering)

Pegasus neben Hase und Igel

Selbstverständlich zog es auch einige Pirckheimer in das ansonsten verschlafene Bohnsdorf bei Berlin, um am 12. Oktober die Vernissage einer Ausstellung mit Werken der Pirckheimer Martha-Luise und Matthias Gubig zu besuchen. Und es lohnte. Sie erlebten im Besisein der beiden Künstler Bücher, Buchillustrationen, Druckgraphiken und Plakate, sowie Andreas Wolter am Klavier und eine weitgespannte Laudatio, also mehr als nur einführende Worte, des Graphikers und Illustrators Hans-Eberhard Ernst, in der es u.a. hieß:

"Das Plakat zu dieser Ausstellung spannt einen Bogen von »Pegasus« bis »Hase und Igel«, gewissermaßen von der griechischer Sage bis zur deutschen Fabel. Es erwartet uns also eine sagenhafte und eine fabelhafte Ausstellung.
Auf der Einladung begegnen sich Schwalben im Tiefflug über einer Kaffeetasse  mit einem fliegenden Pferd, das sich gerade seines Reiters entledigt. Mit dieser dramatischen Konstellation
[...] konfrontiert uns das Künstlerehepaar aus Blankenfelde. [...]
Martha-Luise und Matthias Gubig können beide auf mehr als ein halbes Jahrhundert Berufspraxis zurückschauen und stellen einige ältere und viele neue Arbeiten aus. Der sogenannte »Schnee von gestern« hat seinen handgemachten Reiz noch nicht verloren und gewinnt im Zeitalter des abschmelzenden Polareises inzwischen schon Seltenheitswert. Gubigs Wendeplakat »Wir sind das Volk« entstand vor 30 Jahren und ist immer noch oder schon wieder aktuell."

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Contemporary Art Ruhr

Die contemporary art ruhr (C.A.R.) ist im Herbst ist eine Messe für zeitgenössische Kunst aller Bereiche. Daran nehmen Jahr für Jahr innovative Galerien für zeitgenössische Kunst, Institutionen, Kunstprojekte und ausgewählte C.A.R. Talente teil.
Zum Konzept gehört, qualitativ hochwertig arbeitende Künstler und Macher der Kunstszene an einem Ort zusammenzuführen und die Attraktivität und Einzigartigkeit dieses neuen Kunst-Standortes zu zeigen und zu steigern.

Unter den Ausstellern findet sich die Vielfaeltig Produzentengalerie, Landquart/Schweiz, die u.a. mit der Pirckheimerin Brigitte Iseli-Nustäbler mit grossen Holzschnitten und auch Kleineren vertreten sein wird, daunter Holzschnitte vom Aussenschacht in Zürich (70 x 50).

Eröffnung: 25. Oktober 2019, 20 Uhr, VIP Preview ab 18.30 Uhr

Ausstellung: 25. - 27. Oktober 2019

Weltkulturerbe Zollverein / Zeche Essen
Halle 12 Stand 42

Sa, 12.10.2019

Plakat © Matthias Gubig

PLAKATE ZUR WENDE

Eine Ausstellung im Rahmen von Salon-Ost der Stiftung Plakat OST zu "30 Jahre Mauerfall - 30 Jahre Wiedervereinigung".

Plakate sind zeitgeschichtliche Momentaufnahmen. Nach 30 Jahren blickt die Ausstellung zurück: Wie sahen die OST-Plakate der Wendezeit aus? Die Ausstellung der Stiftung Plakat OST im Kulturbahnhof Biesenthal zeigt Plakate der Jahrgänge 1988 bis 1990 von Künstlern aus der DDR, drunter auch Plakate von Matthias Gubig.

Ausstellung: 3. Oktober - 2. Dezember 2019

Kulturbahnhof Biesenthal
Bahnhofsplatz 1, 16359 Biesenthal

Fr, 11.10.2019

LBA auf der Frankfurter Buchmesse

Der Pirckheimer Thomas Glöß wird in diesem Jahr mit einem eigenen Stand auf der Frankfurter Buchmesse vertreten sein, Stand L34 in Halle 4. 1. Neben eigenen Büchern werden natürlich auch Editionen und Grafiken des Leipziger Bibliophilen-Abends zu sehen und zu erwerben sein.

Frankfurter Buchmesse, 16.–20. Oktober 2019

Mi, 09.10.2019

Roland Berger (3.v.l.) im Gespräch, Foto: Abel Doering

Reverenzen von Roland Berger

Heute abend trafen sich Pirckheimer im kleinen Kreis (nicht alle sind auf dem nebenstehenden Foto abgebildet) außerplanmäßig zu einem Gespräch mit Roland Berger zu dessen "Reverenzen", von denen ein Teil derzeit in einer Ausstellung in der jW-Ladengalierie zu sehen sind. 

Diese Reverenzen an Künstler, die der Kunstpädagoge, Künstler und Kunstwissenschaftler Prof. Roland Berger besonders schätzt, entstanden innerhalb seines Gesamtschaffens seit ca. 1975, parallel zu seinen "Deutschen Blättern", den Zirkusbildern, den Harlekinaden, seinen Buntpapieren, seinen Illustrationen zu Anna Seghers ..., die hier bereits mehrfach vorgestellt werden konnten. Es werden weitere Reverenzen folgen, konnten wir erfahren.
Pirckheimer und Graphikfreunde sind ja häufig im Besitz von Original-Arbeiten des Künstlers, die bereits den Marginalien oder einer Jahresgabe, sowie der Graphischen Kunst beilagen und einige können sich zu den Glücklichen zählen, die seine Neujahrsgraphiken erhielten.

So konnten sich die Teilnehmer über mehr als über Geschichten rund um die "Reverenzen" austauschten, auch die Besonderheiten des von Roland Berger seit Jahrzenhten praktizierten Linolschnitts oder die Unterschiede des Sammelns und der Kunstrezeption in der DDR und der BRD wurden angesprochen - ein interessanter Rückblick eines Pirckheimers, Künstlers und Sammlers.

Ausstellung: 5. September - 8. November 2019

jW-Ladengalerie
Torstr. 6, 10119 Berlin

Di, 08.10.2019

Spanische Populärliteratur

In über 30 Jahren intensiver Suche hat der spanische Sammler Fernando Eguidazu eine einmalige, aus fast 50.000 Stücken bestehende Kollektion spanischer populärer Bücher und Romanzeitschriften aus dem Zeitraum von 1850 bis 1990 zusammengetragen. 2018 konnte sie für das Ibero-Amerikanische Institut erworben werden. Die 404 Umzugskartons sind inzwischen ausgepackt und die Bearbeitung und Erschließung hat begonnen. die Publikationen, die der Forschung so noch nicht zur Verfügung standen, werden jetzt zugänglich.

Die Sammlung umfasst die ersten spanischen Kriminalromane, Abenteuerromane sowie historischen populären Romane, aber auch erstaunliche Publikationen über Liebe, Piraten, Horror, Science Fiction, Fantasy, Wild West, Sport und Spionage. Es gibt wenige Themen, die nicht im populären spanischen Roman behandelt worden wären. Zudem  sind zahlreiche spanische Übersetzungen von Autorinnen und Autoren anderer Länder vertreten, wie Jules Verne, Emilio Salgari, Edgar Wallace oder Karl May. Von besonderer Bedeutung ist auch der argentinische Teil der Sammlung, der solch seltene Titel wie Narraciones Terrorificas (Horror-Erzählungen), Hombres Audaces (Mutige Männer) oder La Novela Deportiva (Der Sport-Roman) vollständig beinhaltet und so in keiner anderen Bibliothek zu finden ist. Die Sammlung steht auf Anfrage zur Benutzung zur Verfügung.

Ibero-Amerikanisches Institut – Preußischer Kulturbesitz
Potsdamer Straße 37, 10785 Berlin

Mo, 07.10.2019

Florentine Nadolni und Angelika Weißbach begrüßten die Künstler Ingrid Hartmetz, Ingo Arnold, Horst Peter Meyer und Ursula Strozynski (v. l.), Foto © Elke Lang

Spurensuche. 1990

Spurensuche. 1990. Grafik, Fotografie und Malerei aus dem Kunstarchiv Beeskow“ heißt die Ausstellung, die am Sonnabend unter großer Publikumsbeteiligung eröffnet wurde. Im Zentrum steht eine Mappe, die anlässlich des 100. Geburtstages von Johannes R. Becher entstand. 

Was hat die 18 Künstlerinnen und Künstler 1989/90 an einem Mann interessiert, der 1891 geboren wurde, mit 19 Jahren einen Doppelselbstmord überlebte, als Wortführer des Expressionismus galt, als KPD-Mitglied nach Moskau emigrierte und Stalin verehrte, Präsident des Kulturbundes zur demokratischen Erneuerung Deutschland wurde und 1958 Kulturminister der DDR – Johannes R. Becher? Das fragten sich die Mitarbeiter des Kunstarchivs Beeskow unter Leitung von Angelika Weißbach, als ihnen eine Kulturbundmappe mit insgesamt 30 Werken in die Hände geriet, die zum 100. Geburtstag des Dichters 1991 vom Kulturbund herausgegeben werden sollte. Als Antwort fielen zu dem Kulturpolitiker und Poeten Becher sowohl bei dem Grußwort durch die Leiterin des Kunstarchivs Florentine Nadolni und dem Einführungsvortrag durch die Kuratorin Angelika Weißbach sowie durch Besucher immer wieder die Worte „Zerrissenheit“ und „Ambivalenz“. Das ist deutlich an den Arbeiten abzulesen und war ganz im Sinne des damaligen Auftraggebers als Mitarbeiter des Kulturbunds, Hans Peter Klausnitzer, der auch anwesend war. „Ohne mich gäbe es 90 Prozent der Mappe nicht“, ist er stolz auf seine Spurensuche, an der sich viele seiner guten Künstler-Freunde beteiligt hatten. Er nennt Uwe Pfeifers Blatt „Grünewald (Becher)“. „Wie Becher da blickt, und das Blut tropft ihm über das Gesicht vom gekreuzigten Jesus herab, das sagt alles.“ Auf ein Blatt von Joachim John deutend, zeigt er. „Becher schreibt mit zwei Händen, und Stalin hält ihm den Mund dabei zu.

Nicht nur das interessierte am Sonnabend zur Ausstellungseröffnung mit allen Blättern in Ergänzung durch zwei Plakate, einer Vitrine mit Originaldokumenten sowie Gemälden aus dem Kunstarchiv, die zur gleichen Zeit entstanden. Auf einem Blatt von Otto Möhwald liegt ein Mann, der in die leere Stadt guckt. „Damals wusste niemand, dass es keine DDR mehr geben würde“, sinniert Hans Peter Klausnitzer, „aber haben wir es heute besser, oder sind wir immer noch einsam?“ Dass die künstlerischen Werke von damals wieder hervorgeholt werden, soll nämlich auch zum Nachdenken über 30 Jahre Wiedervereinigung anregen. Im Bezug auf Johannes R. Becher bedeutet es, so der einstige Kulturbundmitarbeiter, dass „der Verfasser der DDR-Nationalhymne nicht einseitig als Staatsdichter betrachtet werden darf“. Herbert Schirmer, auf dessen Initiative das Kunstarchiv überhaupt erst entstand, war zur Zeit der Entstehung der Mappe Kulturminister der DDR unter Lothar de Maizière.  Auch er denkt an die Ambivalenz von Becher, einmal an seine Hinwendung zur expressionistischen Dichtung, andererseits an seine Dankbarkeitsbezeugungen gegen Stalin, „aber auch an seinen verzweifelten Kampf gegen die Vorurteile seiner eigenen Genossen“. Schirmers Urteil ist: „Man müsste sich heute mit ihm mehr befassen. Er ist eine schicksalhafte Figur, die kaputtgespielt wurde.

Nicht unerwähnt bleiben soll Hannes Zerbes Improvisation auf dem Klavier zu den so einfachen, aber eindringlichen Zeilen des Dichters: „Heimat meine Trauer ...war, um dich zu einen, dir ein Lied geweiht“ in der Vertonung von Hanns Eisler.

(Elke Lang)

Ausstellung: 5. Oktober 2019 - 1. März 2020

Galerie Burg Beeskow
Frankfurter Straße 23, 15848 Beeskow

Ùlrike Stolz, Giardino/Giordano
Uta Schneider, Satzstücke

Schöne Ansicht

Künstlerbücher & Editionen. Exklusiv.

Parallel zur Frankfurter Buchmesse findet im Offenbacher Atelier von Uta Schneider eine Werkschau mit Künstlerbüchern, Originalgrafiken und Publikationen von fünf international renommierten Editionen statt. 

Carivari Sabine Golde Leipzig
Fahrner & Fahrner Frankfurt am Main
despalles editions Paris & Mainz
Karl H. Thiel Offenbach am Main
<usus> Uta Schneider & Ulrike Stoltz Offenbach & Berlin  

17./18. Oktober 2019

Atelier Uta Schneider
Löwenstr. 10 (Hinterhaus) 63067 Offenbach am Main

So, 06.10.2019

Fotos © Abel Doering

Thomas Siemon und Stefan Körbel in der Eremitage

Seit dem 3. Oktober läuft die 27. Ausstellung der Galerie Eremitage Gransee. Präsentiert werden Arbeiten des Leipziger Druckers Thomas Siemon. Neben ambitionierten Handpressendrucken, Typo- und sonstige Grafiken und der in Blei gedruckte Literaturzeitschrift carpe plumpum hat der V. O.-Stomps-Preis-Träger, u.a. gemeinsam mit Julienne Jattiot, an diversen Gemeinschaftsproduktionen mitgewirkt, bei denen auch immer wieder Namen von Pirckheimern auftauchen.

Die Ausstellung bot 2 Tage nach der Eröffnung den Rahmen einer bemerkenswerten Buchpremiere der Edition Schwarzdruck mit der 100sten Edition dieses Verlages von Marc Berger. Der Autor Stefan Körbel, bekannt als einer von Karls Enkeln und der Bolschewistischen Kurkapelle, las und sang aus seinem ersten Roman Wendekreis oder Die Vollendung der deutschen Einheit im Südpazifik.

Ausstellung: 3. Oktober - 24. November 2019

EREMITAGE GRANSEE
Galerie für zeitgenössische Buchkunst und Druckgraphik
Mauerstraße 4A, 16775 Gransee

Stefan Körbel, Wendekreis oder Die Vollendung der deutschen Einheit im Südpazifik
Edition Schwarzdruck, Gransee 2019
13 x 21 cm, Hardcover mit Lesebändchen, 560 Seiten, 29 Euro  
ISBN 978-3-96611-002-0
 

  1. Kommentar | Abel Doering | 6.10.2019: Habe mich zum ersten Mal darüber gefreut, dass ein Regionalzug Verspätung und ich damit mehr Zeit zum Lesen hatte und trotzdem verpasste ich fast das Aussteigen, weil mich das Buch, welches genau zwischen dem 3. und dem 7. Oktober erschien, derart gefesselt hat.
    Ein Buch, das ich allen meinen Freunden empfehlen werde, denen, für die sich vor 30 Jahren das Land nach Westen öffnete und jenen, die das als Osterweiterung erlebten und bereit sind zu begreifen, was das für uns bedeutet. Ein Buch, auf das ich lange gewartet habe, es spricht mir aus der Seele.

Fr, 04.10.2019

UNTER DEM RADAR

Underground- und Selbstpublikationen 1965–1975

In einer Welt am Abgrund Nischen schaffen. »Underground« als Soziotop oder Labor, in dem mit der Erweiterung oder Rückeroberung von Wirklichkeit experimentiert wird. Die Ausstellung Unter dem Radar beschäftigt sich mit alternativen Publikationsformen seit den 1960er Jahren und der Ästhetik der Underground-Presse in analogen wie auch digitalen Zeiten. Über Kunst und linke Gegenöffentlichkeit, literarische Wunscherfüllung, dissidente Publikationsmodelle, Einkaufszettel, Wut- und Liebesbriefe.

Eröffnung: 5. Oktober 2019, 20.30 Uhr, Gäste im Salon: Die Kultur & Gespenster-Mitarbeiter, Hamburg

SALON  FÜR  KUNST  BUCH
Luftbadgasse 16, 1060 Wien

Von unterwegs

Tanja Leonhardt präsentiert ihre Arbeiten.

"Von unterwegs" erzählen ihre Künstlerbücher auf unterschiedliche Weisen. Fotografie sucht sich ihren Weg ins Buch über komplizierte Umdruckverfahren oder - ganz profan - als Fotobuch. So reicht die Materialität von zarter Pongé-Seide über grobes, handgefärbtes Bütten bis zum Glanzdruckpapier. Die Verwobenheit von Material, Bild und Text eint diese Bücher, von denen jedes auf seine Art eine Reisegeschichte birgt, entlang an bizarren Ufern in zeitlosen Traumräumen.

11. Oktober, 14 Uh

Klingspor-Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach