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Dieter Goltzsche

Pirckheimer-Blog

Dieter Goltzsche

Mo, 05.11.2018

Flyer zum 37. Dresdner Graphikmarkt: Heike Wadewitz 2018

37. Dresdner Graphikmarkt

Der 1976 von der Pirckheimer-Gesellschaft ins Leben gerufene und organisierte Dresdner Graphikmarkt entstand aus dem Bemühen, zeitgenössische graphische Kunst öffentlich und preiswert zugänglich zu machen.
Bei den anfänglich in Radebeul, später sporadisch, seit 1984 alljährlich, in Dresden stattfindenen Dresdner Graphikmärkten wählten die Organisatoren die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler aus. Bedingung war bis 1989 die Mitgliedschaft im Verband Bildender Künstler der DDR.

Der Dresdner Graphikmarkt überlebte, wie leider nicht jeder, das Ende der DDR und wird seit 2012 vom Verein Dresdner Graphikmarkt organisiert. In diesem Jahr werden Druckgraphiken, Zeichnungen, Aquarelle, Collagen, Fotografien und andere Arbeiten auf Papier von knapp 100 Künstlerinnen und Künstlern gezeigt und zum Kauf angeboten.
Das Plakat zum 37. Graphikmarkt, eine Algrafie, schuf die Dresdner Künstlerin Jana Morgenstern. Die Typografie steuerte Steffen Knopek bei. Für den Druck sorgte Steffen Leupold in der Grafikwerkstatt Dresden. In diesem Jahr werden wieder zwei Editionen vorgelegt. Für den Sonnabend gestaltete Dieter Goltzsche zwei Radierungen (Druck: Dieter Bela / Berlin). Bei der Edition am Sonntag handelt es sich um zwei Lithografien von Angela Hampel (Druck: Peter Stephan / Grafikwerkstatt Dresden).

10. November 2018, 10-18 Uhr
11. November 2018, 10-16 Uhr

Konferenzzentrum im Deutschen Hygiene-Museum Dresden

 

Di, 01.12.2015

Jahresrückblick XV im Druckgraphik-Atelier

Line Eskestad, Enten, 1999, Vernis mou, Strichätzung und Aquatinta, 7,8 x 39,7 cm
Das Druckgraphik-Atelier stellt Lithographien, Monotypien, Prägedrucke und Radierungen von Rainer Ahrendt, Stefan Bannow, Line Eskestad, Jürgen Gerhard, Dieter Goltzsche, Eberhard Hartwig, Rolf Lindemann, Rahel Mucke, Ursula Strozynski, Karin Tiefensee und Birgitte Thorlacius vor.
Damit werden im Druckgraphik-Atelier zum fünfzehnten Mal weitere druckgraphische Arbeiten von diesmal elf Künstler_innen nebeneinander gestellt, welche im vergangenen Jahr hier ihre Arbeiten präsentierten. Sie vertreten mit ihren Intentionen sowie ihrer Arbeitsweise verschiedene Positionen.
Gegenständlich-figurative Formulierungen stehen in spannungsreichem Kontrast zu stark abstrahierenden Auffassungen. Die thematische Spannbreite erstreckt sich unter anderem von landschaftlichen Motiven, Akten, Figuren, Tieren und Märchenhaftes bis zu minimalistischen zeichenhaften Elementarformen im spielerischen Zueinander.
Dieter Goltzsche, Die Jury, 1969, Lithographie, aquarelliert, Unikat 29,2 x 48 cm
Es entsteht eine klangvolle Korrespondenz zwischen den einzelnen Werken sowie auch der Werkstatt-Atmosphäre mit den Druckmaschinen und Werkzeugen. Zu sehen sind schwarz-weiße sowie mehrfarbige Arbeiten in sensiblen Abstufungen und die gezeigten Arbeiten können eventuell auf Wunsch bei Erwerb auch gleich mit oder ohne Rahmen mitgenommen werden.

Vernissage: 12. Dezember 2015, 17-20 Uhr, fast alle Künstler sind anwesend
Ausstellung: 12. Dezember 2015 – 26. Januar 2016


Druckgraphik-Atelier . Edition keller-druck
Dietrich-Bonhoeffer-Str. 3
10407 Berlin

Mo, 30.11.2015

Dieter Goltzsche

Goltzsche, Dieter: (Kopf)
Offsetlithographie in Braun, 1975, 610 x 425
Die Galerie der Berliner Graphikpresse zeigt im Dezember und Januar die Ausstellung „Sarabande“ mit Aquarellen und druckgraphischen Blättern des Pirckheimers Dieter Goltzsche. Dieser präsentierte gerade im Druckgraphik-Atelier einen Einblick in sein über 2000 Radierungen und Lithographien umfassendes graphisches Werk.
Dieter Goltzsche hat sich in über 65 Jahren künstlerischer Tätigkeit fast ausschließlich dem Medium Papier zugewandt. Er war nach dem Studium in Dresden bei H. T. Richter und M. Schwimmer u.a. Hochschullehrer in Berlin und ist Mitglied der Akademie der Künste.
Zeitgleich zeigt die Galerie im Kabinett eine vorweihnachtliche Graphikausstellung mit Arbeiten von Künstlern der Galerie sowie Fotografien von holmsohn.

Vernissage: 3. Dezember 2015, 19:00 Uhr, Einführende Worte: Dr. Anita Kühnel, Musik: Brigitte Breitkreutz, Gitarre
Ausstellung: 3. Dezember 2015 - 22. Januar 2016
(die Galerie ist vom 19.12.2015 bis zum 5.1.2016 geschlossen)

è Galerie der Berliner Graphikpresse
Silvio-Meier-Str. 6

10247 Berlin

Fr, 22.05.2015

Dieter Goltzsche

Zeichnungen zur Literatur und Künstlerbücher

Goltzsche, Dieter: (Kopf)
Offsetlithographie in Braun, 1975, 610 x 425
Und hier noch eine Information über eine fast zeitgleich zur Ausstellung im Druckgraphik-Atelier stattfindende in Beeskow. die folgendermaßen angekündigt wird: Fast will man meinen, dass sein Weg zur Meisterschaft vorgezeichnet war, denn Dieter Goltzsche hatte das Glück, an der Hochschule für bildende Künste Dresden bei Hans Theo Richter und Max Schwimmer zu studieren. Später war er selbst Professor an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Seine Liebe galt dabei immer auch der Literatur, worüber die in Beeskow gezeigten Illustrationen zu Werken von Goethe, Jean Paul und Bobrowski beredt Auskunft geben.

Eröffnung: Samstag, 13. Juni 2015, 15 Uhr
Ausstellung: 13. Juni 2015 bis 30. August 2015

è Burg Beeskow
Unterm Dach
Frankfurter Straße 23, 15848 Beeskow
* E-Mail

Do, 21.05.2015

Dieter Goltzsche - Nixe

Radierungen und Lithographien

Dieter Goltzsche, Nixe, 2000,
Kaltnadelradierung, 17,5 x 12,2 cm
Dieter Goltzsche, geboren 1934 in Dresden, präsentiert in der 88. Ausstellung des Druckgraphik-Ateliers einen Einblick in sein über 2000 Radierungen und Lithographien umfassendes graphisches Werk. Siebdrucke sowie Unmengen von Zeichnungen und Aquarellen gehören ebenso zu seinem Schaffen. Goltzsche hat sich in über 65 Jahren künstlerischer Tätigkeit fast ausschließlich dem Medium Papier zugewandt. Er war nach dem Studium in Dresden bei H. T. Richter und M. Schwimmer u.a. Hochschullehrer in Berlin und ist Mitglied der Akademie der Künste. Preise, wie der Käthe-Kollwitz-Preis der Akademie der Künste Berlin (1978), der Hannah-Höch-Preis des Landes Berlin (1998) sowie der Hans-Theo-Richter-Preis der Sächsischen Akademie der Künste (2010) und zahlreiche nationale wie internationale Ausstellungen, u.a. zuletzt zum 80. Geburtstag in der Galerie Parterre Berlin, im Sprengel Museum, Hannover und in der Kunstbibliothek – SPK Berlin, ließen sich aufführen. Werke befinden sich weltweit in Museen und Sammlungen sowie in Privatbesitz.
Natur und Stadt, Figur und Interieur sind seine Bezugspunkte; Radiernadel, Lithokreide, Aquarellfarben seine Werkzeuge. Genau Beobachtetes und sinnlich Erfahrenes fließen ein in Gebilde zwischen Spontanem und Konstruiertem. Nur selten hat sich Goltzsche hohe Auflagen gestattet – er nutzt das Papier als Gestaltungsfläche, als Experimentierraum oder –feld – so entstehen auch Übermalungen der Drucke. In der Regel betreibt Goltzsche unter Nutzung des Motivs als Gestaltungsanregung eine weitreichende Abstraktion bis zur Zeichenhaftigkeit, setzt Linie, Fläche, Gerades und Gekurvtes als Reize ein und reizt den Kontrast zum Druckschwarz mittels eingesetzter Farbe aus.
Die präsentierte Auswahl seiner Graphiken stammt aus den Jahren 1957 bis heute. Sie trifft wichtige Aussagen, Beispiele für die seinem Schaffen zugrunde liegenden Inhalte, Motive, Werte.

Eröffnung: 6. Juni 2015, 17-20 Uhr, Musik: Les Connaisseurs
Ausstellung: 6. Juni – 8. Juli 2015

Druckgraphik-Atelier
Edition keller-druck
Dietrich-Bonhoeffer-Str. 3
10407 Berlin

Di, 26.10.2010

Traum Berlin Ost

Christine Wolter liest aus: „Traum Berlin Ost. Alte und neue Bekannte Orte Wege.“  am 25.11.2010, 19.30 Uhr

Die Erzählerin und Übersetzerin Christine Wolter, die mit ihrem DDR-„Kultbuch“, Die Alleinseglerin in den 1980er Jahren bekannt wurde, präsentiert ihren neuen Band „Traum Berlin Ost.“ in Friedrichshagen.
In ihrem Buch durchstreift die Autorin die Stadt, wandert durch Vergangenheit und Gegenwart, zu Orten und Menschen, die zu diesem Berlin gehören, beispielsweise die Dichter und Maler Charlotte E. Pauly, Dieter Goltzsche, Günter Kunert, Karl Mickel.
Der Grafiker und Zeichner Dieter Goltzsche, dessen Arbeiten zeitgleich in der ZeitGalerie präsentiert werden, schuf die Umschlagzeichnung zu diesem Band.

Kartoniert: 190 Seiten
Verlag: Das Arsenal (Juni 2009)
ISBN-10: 3931109593
ISBN-13: 978-3931109592

è ZeitGalerie Friedrichshagen
Scharnweberstr. 59
12587 Berlin

Dieter Goltzsche – Arbeiten auf Papier

Zum Ende des Jahres präsentiert die ZeitGalerie Friedrichshagen unseres Mitglieds Katrin Brandel Arbeiten des Berliner Grafikers und Zeichners Dieter Goltzsche.
Aus dem umfangreichen Œuvre werden vor allem druckgraphische Arbeiten aus allen Schaffensperioden des Künstlers gezeigt. Die ausgestellten Blätter sind zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion, spielerischer Leichtigkeit und formaler Strenge angesiedelt.
Dieter Goltzsche, der auch als „Meister der kleinen Form“ bezeichnet wird, gilt als einer der herausragendsten deutschen Grafiker der Gegenwart.
Zahlreiche Ausstellungen, u.a. in der Galerie Brusberg und der Berlinischen Galerie bezeugen das große Interesse an seinem Werk, für das er auch mit dem Käthe-Kollwitz-Preis und dem Hannah-Höch-Preis der Stadt Berlin geehrt wurde.

Ausstellung 24. November.– 18. Dezember 2010
Eröffnung: Samstag, 20. November 2010 um 19 Uhr
Laudatio: Christine Wolter


Mi-Fr 12-18 Uhr
Sa 10-13 Uhr

è ZeitGalerie Friedrichshagen
Scharnweberstr. 59
12587 Berlin

Fr, 20.11.2009

Werner Wittig

Malerei und Grafik

Gezeigt werden in der ZeitGalerie Friedrichshagen unseres Mitglieds Katrin Brandel Arbeiten des Dresdner Künstlers, der besonders durch seine Holzrissblätter bekannt wurde.

Eröffnung am 21.11.2009 um 19 Uhr
Laudatio: Prof. Dieter Goltzsche

Ausstellung: 21.11.-19.12.2009

Geöffnet: 22.11.-19.12.2009
22.11.2009 11-17 Uhr
und ab 25.11.2009 jeweils
Mi-Fr 12-18 Uhr
Sa 10-13 Uhr

è ZeitGalerie Friedrichshagen
Scharnweberstr. 59
12587 Berlin

Sa, 16.05.2009

Dieter Goltzsche

Zur Literatur. Zeichnungen

Nach einer ersten Ausstellung 1998 zeigt die Galerie des Rheinsberger Tucholsky Museums Arbeiten von Dieter Goltzsche, der in diesem Jahr 75 wird. Es werden Werk- und Buch-Illustrationen zu Autoren wie Novalis, Jean Paul, Gottfried Keller oder auch Sarah Kirsch und Helga M. Novak gezeigt.
Dieter Goltzsche studierte seit 1952 an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden bei Prof. Hans-Theo Richter. Ab 1958 war er Meisterschüler an der Akademie der Künste bei Max Schwimmer. Seit 1980 war er Dozent für Graphik an der Kunsthochschule Berlin. 1990 wurde er Mitglied der Akademie der Künste zu Berlin und seit 1992 bis zu seiner Eremittierung 2000 hatte er eine Professur in Berlin Weißensee an der Kunsthochschule.
Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit der Akademie der Künste.

16. Mai bis 16. August 2009

è Kurt Tucholsky Literaturmuseum im Schloss Rheinsberg
16831 Rheinsberg
Tel.: (033931) 3 90 07
Fax: (033931) 3 91 03
*
E-Mail

Di, 28.04.2009

Dieter Goltzsche

Graphische Arbeiten aus einer privaten Sammlung
Ausstellung in der Galerie der Berliner Graphikpresse

Dieter Goltzsche wurde 1934 in Dresden geboren und lebt seit 1958 in Berlin. Er studierte von 1952 bis 1957 an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, seit 1958 war er Meisterschüler an der Deutschen Akademie der Künste zu Berlin bei è Max Schwimmer. Er erhielt 1978 den Käthe-Kollwitz-Preis der Akademie der Künste der DDR. 1980 wurde Dieter Goltzsche Dozent an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, seit 1992 bis zur Emeritierung im Jahre 2000 als Professor. Seit 1990 ist Dieter Goltzsche Mitglied der Akademie der Künste zu Berlin. 1998 erhielt er den Hannah-Höch-Preis des Neuen Berliner Kunstvereins.
In der Ausstellung werden neben einigen Aquarellen und Zeichnungen druckgraphische Arbeiten in allen Techniken des Hoch-, Flach- und Tiefdrucks sowie aus allen Schaffensperioden des Künstlers gezeigt Die Blätter stammen im wesentlichen aus einer über Jahrzehnte zusammengetragenen privaten Sammlung. Somit dokumentiert die Ausstellung auch exemplarisch die Bedeutung privater Sammlertätigkeit für die Werkpflege von Künstlern.

13. Mai bis 18. Juni 2009
Vernissage: Dienstag, 12. Mai 2009, 19 Uhr
Musik: Synke Dombrowski, Querflöte.

è Galerie der Berliner Graphikpresse
Gabelsbergerstr. 6
10247 Berlin
Tel./Fax: +49/ 30/ 420 124 40

Mi, 18.02.2009

Neue Bücher von Dieter Goltzsche

Neue illustrierte Bücher von Dieter Goltzsche, getrüffelt mit Aquarellierung


Unser Mitglied, der Berliner Maler und Graphiker Dieter Goltzsche illustriert seit Jahrzehnten Bücher. Schon 1973 versah er Zaubersprüche, eines der Hauptwerke von Sarah Kirsch, mit Zeichnungen. Im vergangenen Jahr erschien wiederum ein Buch von Sarah Kirsch mit Illustrationen von Goltzsche: Sommerhütchen. Göttingen: Steidl Verlag, 2008. 159 S. Halbleinen. 18 Euro. ISBN: 3-86521777-X. Ein heiter-melancholisches Tagebuch eines Sommers, den Sarah Kirsch wie eh und je in ihrem Haus an der Nordsee verbrachte. Es ist ein Buch vom Leben in Garten und norddeutscher Landschaft. Dieter Goltzsche hat dazu 23 schöne Zeichnungen gestellt, Garten- und Landschaftstücke sowie Genrehaftes mit der Dichterin vor Wanduhr, mit Katze, am Laptop, beim Spaziergehen und so weiter.

Das fast gleichzeitig erschienene zweite illustrierte Buch stammt von dem jüngeren Lyriker Ralf Meyer (Jg. 1970) – ein Zyklus erotischer Gedichte: Wiederstedter Elegien. Pappband mit Deckelillustration. Halle/S.: Mitteldeutscher Verlag, 2008. 80 S. 16 Euro. ISBN 978-3-89812-581-9. Der Titel spielt auf Goethes berühmte Römische Elegien an. Inspiriert ist das Buch aber vor allem von Novalis, der in Wiederstedt seine Kindheit verbrachte. Im Wiederstedter Park entwickelt sich ein Liebesverhältnis, das delikaterweise nur solange anhält, wie das lyrische Ich die Geliebte zu besingen weiß. Goltzsche hat dazu eine Vielzahl von Aktstudien, Stilleben und sparsam angedeutete Parkszenerien gezeichnet.

Für Freunde des schönen Buches bietet Prof. Dieter Goltzsche (Scharnweberstraße 55, 12587 Berlin) beide Bücher in Vorzugsvariante an: Sarah Kirsch mit aufwendiger Aquarellierung des Frontispizes zum Preis von 90 Euro und Meyer mit farbiger Einzeichnung für 45 Euro (jeweils zuzüglich Versandkosten).

Dieter Goltzsche begeht in diesem Jahr seinen 75. Geburtstag. Unter mehreren Ausstellungen ist der Überblick über Arbeiten zur Literatur im Tucholsky Museum Rheinsberg hervorzuheben. Näheres wird im Mai bekanntgegeben unter: è siehe hier.

Di, 17.02.2009

Max Schwimmer

Arbeiten auf Papier und Buchillustrationen

Max Schwimmer wurde 1895 als Sohn eines Buchbinders in Leipzig-Lindenau geboren. Nach der Volksschule besuchte er ein Lehrerseminar und lehrte danach wenige Jahre im Erzgebirge. 1920 ließ er sich in der Leipziger Universität als Student der Philosophie und Kunstgeschichte immatrikulieren.
__ Schon sehr früh malte und zeichnete er. Erste Prägung waren die Illustrationen von Menzel zu Franz Kuglers Geschichtswerk „Friedrich der Große". Max Schwimmer war als Autodidakt ein leidenschaftlicher Künstler. In seinen Studienjahren saugte er das Kunstleben der frühen Zwanziger Jahre in sich auf. Er malte und zeichnete fürs linke Kabarett, unterlag dem Einfluss der Expressionisten bis hin zu Dada.
__ Sein erstes illustriertes Buch von 1924 zeigt Zeichnungen im Geiste von George Grosz. Ein Aufenthalt in der Sommerakademie Ischia bei Hans Purrmann brachte ihm wichtige malerische Erkenntnisse. Manet bis Matisse waren jetzt seine Götter; als Zeichner liebte er Toulouse-Lautrec. Die Existenzversuche in Leipzig waren immer sehr schwierig. Mit seiner Frau Eva in Berlin Boden zu gewinnen, gelang nicht. 1926 konnte er - bis zu seinem Rausschmiss in der Nazizeit -an der Leipziger Kunstgewerbeschule unterrichten. Er musste noch als 50-jähriger Militärdienst tun. 1943 heiratete er Ilske. Ihre Leipziger Wohnung wird ausgebombt. Seit 1944 schon arbeitete er an Goethes „Tagebuch". Unfassbar, diese Leichtigkeit in diesen Jahren. Nach 1945 gelang es ihm, sich zu etablieren. Bei großer politischer Zukunftsbereitschaft und Hoffnung wurde er dennoch in den 1950er Jahren als Formalist gegeißelt. Seine literarischen Interessen übertrug er auf seine Freunde und Schüler. Früh erfuhren wir von Benn, Joseph Conrad und immer wieder Goethe. „Deutschland - Ein Wintermärchen" von Heinrich Heine war dann mit seinen Zeichnungen auch Kritik an den neueren deutschen Zuständen.
__ Der Charme seiner Illustrationen, die wie von Frankreich hergeweht kamen, war auch eine große Lebenshilfe in den tristen Nachkriegsjahren. Hermann Hesse schrieb ihm: „Dem schmett-lingsleichten, so graziösen, wie souveränen Linienspiel ihrer Zeichnung zu folgen, ist Freude und Trost. Möge viel von der Freude und Heiterkeit, die diese Blätter ausstrahlen, zu Ihnen zurückklingen."
__ Ein Credo, das er auch an seine Schüler weitergab, hieß „Man muss den Dummkopf in sich selbst zerschlagen, um wieder freie Sicht zu bekommen." Max Schwimmer starb 1960, hoch geehrt, in Leipzig.
(Prof. Dieter Goltzsche)

22. Februar bis 31. Mai 2009
Dienstag bis Sonntag 11 bis 17 Uhr
ab April Dienstag bis Sommtag 10 bis 20 Uhr

è Burg Beeskow
des Landeskreises Oder-Spree
Frankfurter Straße 23, 15848 Beeskow
*
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