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Bilderbuchmuseum Troisdorf

Pirckheimer-Blog

Bilderbuchmuseum Troisdorf

Fr, 20.09.2019

Heike Herold, Entwurf zum Buch »Das rote Ding«, 2016

Das rote Ding

Gewinnerin des 8. Troisdorfer Bilderbuchstipendiums, ausgewählt unter mehr als 50 Bewerbungen, ist die Kölner Illustratorin Heike Herold mit ihrem Buch »Das rote Ding«.

Heike Herolds Buchprojekt zum Troisdorfer Bilderbuchstipendium überzeugte vor allem durch die Bildidee und ihre sensible, witzige Umsetzung. Die Geschichte, bei der die eigentliche Erzählung in den Bildern stattfindet und nur durch kurze Textpassagen ergänzt wird, handelt von einem Mädchen, das zufällig einen roten Gegenstand im Fluss entdeckt. Schnell ist es davon überzeugt, dass das schwimmende rote Etwas zu einem Wal gehören könnte. Die Passanten hingegen, denen das Mädchen am Flussufer begegnet, assoziieren angesichts des roten treibenden »Dings« ganz andere Lebewesen oder Gegenstände. Das Rätsel um das rote Etwas bleibt ungelöst und lässt viel Raum für die eigene Phantasie von Leser und Betrachter.

Die Ausstellung zeigt die Illustrationen, die Heike Herold für das Buch gestaltete, und verdeutlicht anhand von Skizzen und Storyboard den Entstehungsprozess des Buches. Im Sommer 2019 wird bereits vorstellen. Einige im Anschluss an eine Präsentation einzelne Bilder zur Buchidee durch die Künstlerin an Troisdorfer Grundschulen entstandenen Kinderbilder werden ebenfalls in der Ausstellung zu sehen sein.

Ausstellung: 26. September - 24. November 2019

Burg Wissem - Bilderbuchmuseum der Stadt Troisdorf
Burgallee 1, 53840 Troisdorf

Di, 27.08.2019

© Moritz Verlag

NRW-Kinderbuchpreis an Katja Gehrmann

Die Hamburger Illustratorin Katja Gehrmann erhält für ihr Buch "Stadtbär" aus dem Moritz Verlag am 8. November in der Stadtbibliothek Hattingen den Kinderbuchpreis 2019 des Landes Nordrhein-Westfalen.

Die Hamburgerin Katja Gehrmann, geboren 1968, studierte Illustration in Mexiko, Spanien und an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg. Für ihre Illustrationen hat sie zahlreiche Preise gewonnen, unter anderem den "Goldenen Apfel" der Biennale in Bratislava und das Troisdorfer Bilderbuch-Stipendium.

"Mit dem Kinderbuchpreis würdigt das Land Bücher, die bereits bei den Jüngsten Lesefreude wecken und somit einen Beitrag zur kulturellen Bildung leisten."
"In ihrem Buch erzählt Katja Gehrmann kindgerecht und warmherzig eine originelle Geschichte über Anpassung, Anderssein und darüber, warum Solidarität nicht immer ganz leichtfällt. Text und Illustration beziehen sich stimmig aufeinander und machen 'Stadtbär' zu einer hervorragenden Geschichte für Leseanfängerinnen und -anfänger"
(Isabel Pfeiffer-Poensgen, Kultur- und Wissenschaftsministerin NRW)

 

Do, 02.05.2019

© Christiane Pieper

Troisdorfer Bilderbuchpreis 2019 verliehen

Der Troisdorfer Bilderbuchpreis, der in diesem Jahr zum 22. Mal verliehen wird, geht an Christiane Pieper für ihre Illustrationen zum Buch „Hick!“ (Tara Publishing, 2017). Den zweiten Preis vergab die Jury an die Illustratorin Susanne Straßer für „Der Wal nimmt ein Bad“ (Peter Hammer Verlag, 2018). Der dritte Preis wurde schließlich an die Illustratorin Ulrike Möltgen für ihr Buch „Das Geschenk der Weisen“ (Insel Verlag, 2018) vergeben. Den Förderpreis erhält Claudia Schramke, die mit ihrem Dummy zu „Der Hund“ berzeugte. Die unabhängige Kinderjury, die sich aus Viertklässlern Troisdorfer Grundschulen zusammensetzte, wählte als ihren Favoriten das Buch „Eisbjörn. Das unglaubliche Abenteuer des tapferen Mäuserichs“ von Lev Kaplan (Thienemann, 2017). Der Troisdorfer Bilderbuchpreis ist der einzige Spezialpreis für künstlerische Bilderbuchgestaltung im deutschsprachigen Raum.

Mit der Preisverleihung, die am 7. Juli 2019 um 11 Uhr stattfinden wird, eröffnet das Museum zugleich die Ausstellung zum Troisdorfer Bilderbuchpreis. Sie zeigt eine Auswahl der eingereichten Arbeiten und damit ein abwechslungsreiches und repräsentatives Bild aktueller Bilderbuchillustration im deutschsprachigen Raum.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit zahlreichen farbigen Abbildungen sowie Texten von Rotraut Susanne Berner, Antje Ehmann, Karin Gruß, Pauline Liesen und Jennifer Walther-Hammel.

Weiter Informationen zum Troisdorfer Bilderbuchpreis 

(Dr. Pauline Liesen, Leiterin Museen Burg Wissem, Troisdorf)

Mi, 27.03.2019

Heinrich Küpper. o.T., 2006, 30 x 42 cm, Pastellkreide
Karl-Theo Stammer o.T.. 2010. 40 x 30 cm, Bleistiftzeichnung

Punkt - Linie - Farbe

Künstlerbücher und Kunst von Heinrich Küpper und Karl-Theo Stammer 

Das Bilderbuchmuseum Burg Wissem hat es sich seit einigen Jahren zur Aufgabe gemacht, in einer lockeren Folge von Ausstellungen Künstlerbücher in ihren vielfältigen Ausformungen und Facetten auszustellen. Zugleich gibt das Museum immer wieder regional verorteten Künstlerinnen und Künstlern, die sich zumeist mit Arbeiten auf Papier befassen, die Gelegenheit, Ausstellungen auszurichten. Mit dem Duo Heinrich Küpper und Karl-Theo Stammer gelingt es, beiden Ausstellungskonzepten in besonderer Weise gerecht zu werden. 

Bereits im Jahr 2002 stellte Heinrich Küpper im Bilderbuchmuseum Burg Wissem eine Vielzahl seiner Künstlerbücher aus. Seitdem blieb der Künstler dem Museum freundschaftlich verbunden, was ihn dazu veranlasste, 2005 und kurz vor seinem Tod, Küpper starb im Dezember 2009, dem Bilderbuchmuseum 23 seiner Bücher zu schenken. Dieser Bestand bildet das Zentrum der jetzigen Präsentation, die zu Ehren des 100. Geburtstages Heinrich Küppers veranstaltet wird. Freie Arbeiten, die von privaten Leihgebern dem Museum zur Verfügung gestellt wurden, ergänzen Küppers Künstlerbücher. 

Karl-Theo Stammer bereichert diese Ausstellung mit seinen Werken. Der in Bonn und in seiner Wahlheimat Südtirol lebende Künstler war in den 1970er Jahren Schüler Heinrich Küppers, der zu dieser Zeit an den Werkschulen, später an der Fachhochschule in Köln lehrte. Das Grundmaterial, mit dem Karl-Theo Stammer bis heute bevorzugt arbeitet, ist Papier. Auf ihm entstehen Linien und Flächen zwischen Gegenständlichkeit, Abstraktion und Konstruktion. Zeichnerisch den eigenen Kosmos entdecken und entfalten, ist dabei ein künstlerischer Ansatz, der die Arbeiten von Küpper und Stammer verbindet - der eine mehr eingebunden in ein prinzipielles Ordnungssystem der Linie, der andere eher im freien zeichnerischen Lauf der Geste. 

Ausstellungseröfnung: 7. April 2019, 15 Uhr
Ausstellung: 7. April - 19. Mai 2019

Burg Wissem - Bilderbuchmuseum der Stadt Troisdorf
Burgallee 1, 53840 Troisdorf

Sa, 09.03.2019

Janosch - zurück im Bilderbuchmuseum

Endlich ist es soweit! Nach langen Reisen zu unterschiedlichen Ausstellungshäusern und -orten sind die Originalarbeiten von Janosch wieder im Bilderbuchmuseum Burg Wissem eingetroffen.

Ein guter Grund, den „Vater der Tigerente“ mit einer großen Schau willkommen zu heißen. Lieblinge wie Tiger und Bär, die nach Panama reisen, werden dabei ebenso zu sehen sein wie Märchenillustrationen, Originale zu Kasper Mütze oder Postkartenentwürfe.

Janosch, sowohl Maler, Zeichner als auch Autor, ist einer der erfolgreichsten deutschen Bilderbuchillustratoren, der seit 1960 Kinder wie Eltern begeistert. Er veröffentlichte bis heute fast 400 Bücher, die in mehr als 40 Sprachen übersetzt wurden. Das Bilderbuchmuseum in Troisdorf verfügt über den weltweit größten Bestand an Janosch-Illustrationen aus der Dauerleihgabe der Janosch-Film & Medien AG Berlin.

Ausstellung: 17. März - 30. Juni 2019

Do, 15.11.2018

Illustration (Ausschnitt) von Antje Damm aus "Was wird aus uns? Nachdenken über die Natur" © 2018 Moritz Verlag, Frankfurt am Main

Im Garten

Eine Ausstellung im Bilderbuchmuseum zum Staunen, Entdecken und Mitmachen.

Ob Paradiesgarten, Irrgarten, botanischer Garten oder der ganz gewöhnliche Schrebergarten – der Garten ist ein Thema mit vielen Facetten. Daher ist es wenig überraschend, dass der Garten und seine Pflanzen- und Tierwelt auch im Bilderbuch einen zentralen Stellenwert einnehmen. Dabei wird der Garten und seine historische Bedeutung und Nutzung nicht nur in fiktiven Geschichten oftmals zum Thema. Auch Sachbücher, wie illustrierte Naturkundebücher sowie Bildenzyklopädien, nutzen den heimischen Nutz- und Schaugarten, um Kindern die vielfältige Thematik und das Verständnis von Natur und Ökologie oder den Jahreskreislauf näher zu bringen. In der Ausstellung »Im Garten» werden Originalillustrationen aus Sachbüchern und erzählenden historischen Bilderbüchern ebenso gezeigt wie pädagogisch  aufbereitete Informationen zu Geschichte, Entwicklung  und ökologischen Zusammenhängen zum Thema »Garten«.  Zusätzlich sollen sich die Kinder dem »Garten» in zahlreichen Mitmach-Stationen spielerisch und kreativ nähern.

Ausstellung: 2. Dezember 2018 - 10. März 2019

Burg Wissem, Bilderbuchmuseum | Burgallee | 53840 Troisdorf

Do, 09.08.2018

Die Tollen Hefte

Eine geballte Ladung graphischer und literarischer Kunst auf 32 Seiten, das sind die »Tollen Hefte«, die seit 1991 erscheinen. Angetrieben wurde ihre Drucklegung durch Armin Abmeier, der – inspiriert durch die Buchreihe »Die tollen Bücher« des Elena Gottschalk Verlages in den zwanziger Jahren – 1990 beschloss, eine Erzählung des Lieblingsautors Walter Serner als ein erstes tolles Heft zu drucken, das Volker Pfüller illustrierte und gestaltete. Verlegt wurde es vom Maro-Verlag, der es auf einer Einfarb-Maschine als Original-Flachdruckgrafik in drei Farben druckte, fadengeheftet mit Schutzumschlag. Ab dem 16. Heft übernahm die Büchergilde Gutenberg das Verlegen der »Tollen Hefte«. Und seit 2013 werden sie von Rotraut Susanne Berner herausgegeben. Sie setzt damit künstlerisch versiert das Erbe ihres Mannes Armin Abmeier fort. Die Ausstellung gibt einen umfassenden Ein- und Überblick über die »Tollen Hefte« seit Beginn ihrer Publikation. Zugleich vereint sie AutorInnen und IllustratorInnen, die literarisch und gestalterisch die vergangene und aktuelle Illustrations- und Literaturszene stark beeinflusst haben oder es aktuell noch tun.

Ausstellung: 8. September - 18. November 2018

Burg Wissem, Bilderbuchmuseum | Burgallee | 53840 Troisdorf

Mi, 04.07.2018

Abb. Plakat: Albertine, Struwwelpeter Recoiffé, freie Arbeit, 2017

Struwwelpeter Recoiffé

Französische IllustratorInnen frisieren den Struwwelpeter neu

Frankreich war das Gastland der Frankfurter Buchmesse 2017. Aus diesem Anlass baten das Struwwelpeter-Museum, Frankfurt und das Institut franco-allemand IFRA/Institut français, Frankfurt einige der besten frankophonen IllustratorInnen um eine Version der klassischen Struwwelpeter-Geschichten. Dem deutschen »Struwwelpeter«, der in Frankreich als »Pierre l´Ébouriffé« oder »Crasse-Tignasse« bekannt ist, widmeten sich bedeutende KünstlerInnen wie Albertine (CH), Blexbolex (F), Anouck Boisrobert und Louis Rigaud (F), Marc Boutavant (F), Anne Brouillard (B) Kitty Crowther (B), Claude K. Dubois (B), Marianne Dubuc (Kanada), Chen Jiang Hong (F), Emmanuelle Houdart (CH), Edouard Manceau (F), Anaïs Vaugelade (F) und Christian Voltz (F). Sie erschufen Kunstwerke als Bilder mit und ohne Text, als 3D-Illustrationen oder als Skulpturen. Insgesamt ermöglicht die Ausstellung einen aktuellen Einblick in die frankophone Illustrationsszene. Dabei wird zugleich ein historischer Rückblick sowohl auf die Geschichte des deutschen Struwwelpeters als auch auf die 1860 beginnende französische Editionsgeschichte von Heinrich Hoffmanns Bilderbuch gewährt.

Ausstellung: 8. Juli - 16. September 2018

Burg Wissem, Bilderbuchmuseum | Burgallee | 53840 Troisdorf

Do, 31.05.2018

Staying Alive

Bilderzählungen von Merav Salomon

Merav Salomon wurde 1967 in Tel Aviv geboren und wuchs in den 70er Jahren in Jerusalem auf. Ihr Grafikdesign-Studium absolvierte sie an der Bezalel Academy of Arts and Design in Jerusalem. Hier leitet sie derzeit die Abteilung Illustration. Ihre Arbeiten erhielten zahlreiche Auszeichnungen wie den Sharet Foundation Prize sowie den Distinguished Award der Israeli Council for Art and Culture. Merav Salomons Illustrationen erschienen unter anderem in der New York Times und dem New York Magazine.
Die frühkindlichen Erfahrungen der lllustratorin prägten die Großeltern, die noch zur Zeit der Weimarer Republik nach Palästina auswanderten.
Obwohl Merav Salomon die deutsche Sprache nicht verstand, vertiefte sie sich dennoch in die Bilder von »Struwwelpeter« oder »Max und Moritz«. Bild-Geschichten blieben seither ihre große Liebe und ließen sie zu einer der wichtigsten Vertreterinnen der israelischen lllustrationsszene werden. Der Stilmix aus klassischer Illustration, Karikatur und Satire ermöglicht es ihr dabei, Themen wie Tod, Krieg, Emigration und Holocaust auf eine grafisch und inhaltlich besondere Weise darzustellen. 

Zur Ausstellung erscheinen Kataloge in englischer und deutscher Sprache. 

Eröffnung: 10. Juni 2018, 11 Uhr, Einführung: Prof. Dr. Jens Thiele AusstelIungskuraor, Merov Solomon wird anwesend sein. Musikalische Begleitung:ltoy Dvori, Dozent an der Hochschule für Musik Dresden
Ausstellung: 10. Juni - 2. September 2018

Burg Wissem, Bilderbuchmuseum | Burgallee | 53840 Troisdorf

Mo, 14.05.2018

© Bild: Ursula Kirchberg, CC NC-BY-SA

Buchillustrationen von Ursula Kirchberg

Im Rahmen der Reihe „Kinderbuch im Gespräch“ der Staatsbliothek zu Berlin fündet unter dem Titel "Die Lust am Gestalten. 50 Jahre Buchillustrationen von Ursula Kirchberg" die Übergabe von Skizzen und Originalillustrationen Ursula Kirchbergs an die Kinder- und Jugendbuchabteilung statt.

Ihre Devise „Illustrieren heißt, ein Herz zu haben für literarische Geisteskinder und ihre Urheber“ sowie auch die Überzeugung, dass Illustrationen zur aktiven, möglichst verbalen, Auseinandersetzung mit dem Bild und einem bestimmten Thema auffordern sollen, merkt man den Werken Ursula Kirchbergs an. Gepaart mit hohem künstlerischem Niveau begründen sie ihren Erfolg.
Zwischen 1960 und 2012 erschienen zahlreiche von Ursula Kirchberg illustrierte Werke, vor allem im Kinderbuchbereich und insbesondere Bilderbücher. Während sich die Originale zu insgesamt 14 Bilderbüchern aus der Zeit zwischen 1967 und 2003 heute im Bilderbuchmuseum Burg Wissem in Troisdorf befinden, und die Illustratorin die Originalarbeiten zu vier Bänden mit Texten Theodor Storms dem Literaturmuseum Theodor Storm in Heiligenstadt übereignet hat, darf sich die Kinder- und Jugendbuchabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin über die überaus großzügige Schenkung weiterer Werke aus dem Vorlass von Ursula Kirchberg freuen. Darunter befinden sich u.a. die Skizzen und Illustrationen zu „Selim und Susanne“, ein Titel, der sich bereits 1978 dem Thema der Integration ausländischer Kinder widmete, der 1979 auf der Auswahlliste zum Deutschen Jugendliteraturpreis stand und 1984 mit dem Kinderliteraturpreis der Ausländerbeauftragten der Stadt Berlin ausgezeichnet wurde, sowie auch die Skizzen zu „Isidor und Adebar“ und die Illustrationen für „Fridolin“, beide zählten, 1969 bzw. 1977, zur Auswahlliste für den Deutschen Jugendliteraturpreis.

(Sigrun Putjenter)

8. Juni 2018, 18 Uhr
Anmeldung bis zum 1. Juni 2018 an kinderbuchabt@sbb.spk-berlin.de

Dietrich-Bonhoeffer-Saal der Staatsbibliothek zu Berlin, Potsdamer Platz

Do, 10.05.2018

Staying Alive. Bilderzählungen von Merav Salomon

Die Ausstellung des Bilderbuchmuseums umfasst Zeichnungen, Illustrationen, Künstlerbücher und Plakate von Merav Salomon. Das illustrative Werk der israelischen Künstlerin entfaltet seine Kraft und Intensität zwischen verschiedenen Formen des Erzählens und Erinnerns. Ihre meist textlosen Bildgeschichten siedelt sie zwischen klassischer Illustration, Karikatur und Satire an. Vor allem ein karikaturhafter Stil ermöglicht ihr, Themen wie Tod, Krieg, Emigration und Holocaust auf eine grafisch besondere Weise darzustellen: Zum einen stehen ihre Bildgeschichten in der Tradition der Warn- und Moralgeschichten des 19. Jahrhunderts, zugleich sind sie in der Gegenwartskunst der Graphic Novel beheimatet. Auch inhaltlich verbindet Salomon Gegenwart und Vergangenheit. Ihre Erzählungen greifen Alltagserfahrungen auf, aber immer wieder scheinen auf indirekte Weise die Erinnerungen an die Großeltern und deren Schicksal durch Holocaust und Emigration durch. Diese Zusammenführung von eigener und erinnerter jüdischer Geschichte über mehrere Generationen hinweg, dargestellt in einem  reduzierten Illustrationsstil, stellt für die deutsche Illustrationsszene sowohl Herausforderung als auch Impuls dar. Denn für die Auseinandersetzung mit dem Holocaust gibt es in der deutschen Illustrationskultur bisher kaum eine Sprache.

10. Juni bis 2. September 2018

Burg Wissem, Bilderbuchmuseum | Burgallee | 53840 Troisdorf

Mo, 26.03.2018

Nadia Budde im Buchlokal

Anlässlich der Neuerscheinung von »Eins zwei drei Vampir« aus dem Peter Hammer Verlag, zeigt das Buchlokal in Pankow von der Künstlerin ausgewählte Illustrationen aus ihrem gesamten Schaffen.

Die Autorin und Illustratorin Nadia Budde, geboren 1967 in Berlin, studierte Grafik in Berlin und London. Ihr erstes Kinderbuch „Eins zwei drei Tier" (1999) gewann den Deutschen Jugendliteraturpreis und den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis, „Trauriger Tiger toastet Tomaten" (2000) wurde mit dem Troisdorfer Bilderbuchpreis und dem Luchs der Jury von ZEIT und Radio Bremen ausgezeichnet. Die Comic-Biografie „Such dir was aus, aber beeil dich" (2009, Fischer Schatzinsel), erhielt den Deutschen Jugendliteraturpreis 2010. Nadia Budde lebt mit ihrer Familie in Berlin.

Ausstellung: 26. März - 14. Mai 2018

Buchlokal
Ossietzkystraße 10, 13187 Berlin

So, 11.03.2018

Benoît Tremsal: o.T. 09.2010 Collage Aquarellstift

Benoît Tremsal - Querwachsen

Unter diesem Titel zeigt das Bilderbuchmuseum der Stadt Troisdorf eine Ausstellung mit Zeichnungen, Collagen, Skulpturen und Installationen eines Künstlers aus der Region.

Der deutsch-französische Künstler Benoît Tremsal, der seit 17 Jahren im Rhein-Sieg-Kreis lebt und arbeitet, zeigt im Bilderbuchmuseum Burg Wissem zum ersten Mal in diesem Umfang seine kleinformatigen Zeichnungen und Collagen, die er seit Ende 2009 in einem sich kontinuierlich entwickelnden Prozess produziert. Mit ihrer formalen Thematik des Raumes bilden sie autonom, jedoch in enger Verbindung zu den Skulpturen und Installationen den Grundstock der Ausstellung. Der Künstler setzt für seine Collagen ausschließlich Abbildungen seiner Skulpturen in ihrer Umgebung ein. Dabei nutzt er jeden auch noch so kleinen Ausschnitt der Bilder – nichts landet im Papierkorb. Die gezeigten Skulpturen aus recycelten Möbelplatten sind vergrößerte Abbildungen von gewöhnlichen Verpackungselementen, die sonst unbeachtet entsorgt würden. Durch die so entstandene Verfremdung verwandelt der Künstler die ästhetischen Qualitäten reinen Gebrauchsdesigns durch eine Art »Ästhetik-Recycling« in autonome Kunst. Treibende Kraft hinter den präsentierten Werken von Benoît Tremsal ist der Gedanke des Wiederverwertungskreislaufs von Formen und Materialien und den daraus erwachsenden Querverbindungen der recycelten Elemente.

Eröffnung: 18. März 2018, 11 Uhr
Ausstellung: 18. März - 27. Mai 2018

Burg Wissem, Bilderbuchmuseum | Burgallee | 53840 Troisdorf

So, 28.01.2018

Vater und Sohn reloaded

Bildgeschichten von e.o.plauen und Ulf K. im Bilderbuchmuseum

»Vater und Sohn« – dies sind heitere Bildergeschichten in Schwarz-Weiß, zumeist ohne Worte erzählt. Im Mittelpunkt aller Bilderfolgen stehen ein strubbelhaariger Sohn und ein kugelförmiger Vater mit Glatze und Schnauzbart. Beide, Vater und Sohn, bilden ein liebevolles Gespann, das zumeist damit befasst ist, die Probleme des Alltags zu bewältigen. Zum ersten Mal erschien die Bilderfolge rund um »Vater und Sohn« am 13. Dezember 1934 mit dem Titel »Der schlechte Hausaufsatz« und wurde schnell zum großen Erfolg – und damit auch Ziel für Propagandazwecke des »Dritten Reiches«, dem e.o.plauen alias Ehrich Ohser (1903 – 1944) von Grund auf ablehnend gegenüberstand. Als Buchillustrator, vor allem als Karikaturist, hatte er mit diffamierenden Zeichnungen den Hass der Nationalsozialisten auf sich gezogen. Die Folge war ein Berufsverbot, das erst durch das Zulegen seines Pseudonyms e.o.plauen und unter der Auflage, sich nicht mehr politisch zu betätigen, aufgehoben werden konnte. Die Denunziationsschrift seines Nachbarn führte 1944 trotzdem zur Verhaftung Ohsers durch die Nazis und zum Selbstmord des Illustrators.

Mehr als 80 Jahre später gelingt schließlich, was vielleicht schon längst hätte getan werden sollen: Die Illustratoren Ulf K. und Marc Lizano rufen »Neue Geschichten von Vater und Sohn« ins Leben. Traditionell in der Art »stumm« zu erzählen und die Protagonisten in ihren »klassischen« Erscheinungsformen auftreten zu lassen, siedeln die »Neuen Geschichten« mit Stil und Inhalten in unserer Jetztzeit. Damit wirken sie alt und neu zugleich und bilden damit eine gelungene Reminiszenz an Vergangenes ohne zu kopieren.

Ausstellung: 25. Februar - 01. Juli 2018

Burg Wissem, Bilderbuchmuseum | Burgallee | 53840 Troisdorf

Mi, 24.01.2018

Éva Janikovszky. Große dürfen alles | Ill. László Réber | 2. Auflage. Mülheim a.d.R.: Anrich Verlag 1973 (Ausschnitt)

Die Kinderbibliothek der Familie Kleinebrahm

Bücher gehören zu den treuesten Begleitern unserer Kindheit – jedoch entwachsen wir ihnen und verlieren sie zumeist aus den Augen. Wenn eine private Kinderbibliothek erhalten bleibt und dokumentiert werden kann, ist dies schon ein seltenes Glück. Die fast 600 Bücher, um die es hier geht, stammen aus dem Besitz der Kinder einer westdeutschen Familie und spiegeln auf einzigartige Weise die literarische, künstlerische und gesellschaftliche Entwicklungen der Zeit wieder.

Die Hausbibliothek fällt hinsichtlich ihres Umfanges wie ihrer Vielfältigkeit aus dem Rahmen des Üblichen. Zumeist in den 1970er und 1980er Jahren erschienen, finden sich klassische kinderliterarische Texte wie »Pu der Bär« von A. A. Milne und Märchensammlungen der Brüder Grimm neben zeitgenössischen Büchern wie »Wir pfeifen auf den Gurkenkönig« von Christine Nöstlinger und zahlreichen Sachbüchern.

Die Bilderbuchillustration ist durch namhafte Künstlerinnen und Künstler wie Janosch, Hilde Heyduck-Huth und Ali Mitgutsch vertreten. Unser Blick auf diese Zeit wird erweitert durch zahlreiche Originalillustrationen aus den Beständen des Bilderbuchmuseums.

Ausstellung: 14. Januar - 11. März 2018

Burg Wissem, Bilderbuchmuseum | Burgallee | 53840 Troisdorf