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Ärzte als Dichter und Philosophen

Vortrag

Nicht wenige Mediziner sind uns als Dichter und Schriftsteller bekannt, einige davon haben ihren Beruf ausgegeben, um sich nur noch der Schriftstellerei zu widmen, andere haben nur gelegentlich geschrieben oder sind nur durch ihre Tagebücher und ihre Autobiographien bekannt geworden. Auch haben einige zu Pinsel und Palette gegriffen oder musiziert, doch die Schreibenden dominieren, die mit ihren Texten eine breite Öffentlichkeit erreichten. Es finden sich Ärzte, die durch ihre medizinischen oder naturphilosophischen Schriften bekannt wurden, aber auch bekannte Schriftsteller und Dichter, die neben ihrer Tätigkeit als Arzt das literarische Schreiben pflegten. Klinkenstein versuchte eine Antwort zu finden auf die Frage, warum gerade aus dieser Berufsgruppe einige sich zum Schreiben berufen fühlten. Sind es die Schicksale, die der Arztberuf ihnen nahebringt, über Leben und Tod, über Gerechtigkeit und Unrecht nachzudenken? Erzwingt der Beruf gewisse Reflexionen? Bei den verschiedenen Lebensläufen und Zeitabschnitten fällt eine Antwort schwer. Einige der geschilderten Einzelschicksale machten dies deutlich. Wie wir erfuhren gibt es sogar einen Bundesverband Deutscher Schriftstellerärzte mit annähernd 800 Mitgliedern. Die Anwesenden dankten dem Vortragenden herzlich für seine Gedankenanstöße und verabschiedeten ihn mit der launigen Nachfrage nach seinen eigenen schriftstellerischen Ambitionen.

Auszug aus dem Bericht von Hans-Jürgen Wilke in den Marginalien H. 229

Diese Veranstaltung war
Donnerstag, 15. Februar 2018 - 19:00
Mit: 
Dr. Christian Klinkenstein
Zentral- und Landesbibliothek, Kleiner Säulensaal
Breite Straße 36
10178 Berlin
Zuständige Regionalgruppe: 
Berlin-Brandenburg