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Geschichte

Wie alles begann

Die Pirckheimer-Gesellschaft schaut auf bewegte Geschichte zurück: Gegründet 1956 unter dem Dach des Kulturbundes der DDR ist sie jahrzehntelang die größte bibliophile Gesellschaft im deutschsprachigen Raum – zu Hochzeiten mit weit über 1000 Mitgliedern. Sie regt breitenwirksam die Lust aufs gut gemachte Buch an – mit Editionen, Ausstellungen und der eigenen Zeitschrift Marginalien. Aus den unruhigen Wendejahren ersteigt sie neu motiviert und zieht mittlerweile ihre Kreise in ganz Deutschland mit Regionalgruppen von Bayern bis Berlin. Carsten Wurm schaut zurück auf über 60 Jahre Buchkultur. Aufbereitet und fürs Netz ergänzt von Till Schröder.

Der Aufbruch: In den 1950ern bildet eine kleine Gruppe von herausgestellten Intellektuellen, Schriftstellern, Künstlern und Buchgestaltern die Keimzelle der Bibliophilie in der DDR.

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Porträt Werner Klemke.jpg
Gründungsmitglied und Schöpfer des Pirckheimer-Signets: der Künstler Werner Klemke.

Man wird erwachsen: Viele Wurzeln der Pirckheimer liegen in diesem Jahrzehnt – typographische Beigaben der Marginalien, erweiterter Blick auf Grafik und Exlibris, Vernetzung ins Ausland.

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Pirckheimer-Präsident Bruno Kaiser (links) eröffnet die Ausstellung »Malik-Verlag 1916-1947« in der Deutschen Akademie der Künste zu Berlin am 12. Dezember 1966 mit einigen der ersten Ausgaben des linken Traditionsverlages in der Hand. Rechts daneben: DEFA-Regisseur Konrad Wolf, damals auch Präsident der Deutschen Akademie der Künste, und ganz rechts: Wieland Herzfelde, der Begründer des Verlages. (Foto: Bundesarchiv, Bild 183-E1212-0050-001 / Fotograf: Joachim Spremberg)

Expansion: In den 1970ern wächst die Gesellschaft schnell. Viele noch bis heute aktive Regionalgruppen gründen sich. Die Zahl der Editionen, Ausstellungen und beliebten Grafikmärkte steigt. Regelmäßige Jahrestreffen etablieren sich. Die Pirckheimer werden gar zur legitimierenden Blaupause für die Gründung eines Bibliophilen-Verbandes in der fernen Sowjetunion.

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Der Exlibris-Almanach der Pirckheimer anlässlich des Exlibris-Kongresses in Lugano 1978.

In voller Blüte: Die Pirckheimer erleben ihre bis dato produktivste Zeit. Die Mitgliederzahlen übersteigen die 1000er-Marke, die Gesellschaft erhält mit dem Pirckheimer-Kabinett ein eigenes Museum auf Schloss Burgk.

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Plakat von Renate Herfurth zum Jahrestreffen 1982 in Leipzig.

Euphorie und Aderlass: Die Menschen können die Welt erkunden, nicht mehr nur über Bücher. Die neue Freiheit nach dem Ende der DDR führt zu vielen neuen Verbindungen weltweit – und zu einer Neuorientierung. Mitgliederschwund und neues Vereinsrecht bringen turbulente Jahre aber auch eine solide Sammlergemeinschaft.

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Grafik von Hans Ticha für das Jahrestreffen in Mainz 1995.

Konsolidierung: Die Marginalien feiern 50-jähriges Bestehen. Und es gründet sich die erste Regionalgruppe im alten Bundesgebiet: Rhein-Main-Neckar.

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Die Pirckheimer auf dem Jahrestreffen 2002 in Herrnhut.

Stetes Blättern füllt das Buch: Die Pirckheimer erleben einige Personalrochaden, verjüngen sich trotz 60-jährigen Jubiläums und stellen endlich in Willibald Pirckheimers Heimat Bayern eine eigene Regionalgruppe. Die Marginalien erscheinen mit neuem Elan im quartus-Verlag.

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Die Pirckheimer beim Jahrestreffen 2011 in Halle/Saale.

Die Historie der Pirckheimer-Gesellschaft ist reich an Details. Wer noch tiefer in die Geschichte einsteigen möchte, dem seien folgende Veröffentlichungen empfohlen.

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